AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement https://www.asscompact.de/ AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement de Fri, 23 Oct 2026 17:22:01 +0200 Generali Deutschland plant mehrere Standortzusammenführungen http://www.asscompact.de/node/172975

Im Rahmen der neuen Standortstrategie der Generali Deutschland will das Unternehmen mit zeitlichem Vorlauf die Teams aus Aachen/Köln, Nürnberg/München und Stuttgart/Karlsruhe zusammenführen. Was bedeutet das für Standorte und Arbeitsplätze?

172975 23. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Die Generali Deutschland hat bekannt gegeben, dass im Rahmen der neuen Standortstrategie mit einem zeitlichen Vorlauf bis zum Ende des Jahres 2030 die Teams aus Aachen/Köln, Nürnberg/München sowie Stuttgart/Karlsruhe jeweils an den Zielstandorten Köln, München und Karlsruhe zusammengeführt werden. Des Weiteren plant die Generali Deutschland laut eigenen Angaben, aufgrund von „Investitionen in technologischen Fortschritt und die damit verbundenen Produktivitätssteigerungen bis Ende 2030 Tätigkeiten im Umfang von 800 Arbeitsplätzen zu reduzieren“.

Sozialverträgliche Umsetzung geplant

Der Generali zufolge soll die Umsetzung vor allem über freiwillige Altersinstrumente („Doppelte Freiwilligkeit“), die Nutzung bevorstehender Renteneintritte (Demografie-Entwicklung) und natürliche Fluktuation erfolgen. Gezielt sollen aber auch neue Mitarbeitende mit „Zukunftsskills“ eingestellt werden, heißt es von der Generali Deutschland.

„Durch die frühzeitige Kommunikation, verbunden mit einer Arbeitsplatz- und Standortgarantie bis Ende 2030, wollen wir die Veränderungen planbar gestalten und gemeinsam mit der Mitbestimmung faire und verantwortungsvolle Lösungen für unsere Mitarbeitenden vereinbaren“, so Arne Benzin, Personalvorstand der Generali Deutschland AG.

Investitionen in Modernisierung laufen

Mit einem dreistelligen Millionenbetrag will die Generali Deutschland in die Modernisierung ihrer IT, Digitalisierung und künstliche Intelligenz, aber auch in ihre Marke und Partnerschaften investieren. Weiteres Geld fließt dem Unternehmen zufolge u. a. in moderne und nachhaltige Gebäude wie in die neue Konzernzentrale im Münchener Werksviertel sowie in die Weiterbildung von Beschäftigten und marktführende freiwillige Sozialleistungen.

Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und das Kunden- und Beitragswachstum zu beschleunigen, sind die Weiterentwicklung des Service- und Betriebsmodells, die Neuausrichtung des Standortkonzepts, Anpassungen in einzelnen Organisationsbereichen sowie das Outsourcing ausgewählter Tätigkeiten in Planung.

Verhandlungen mit Betriebsrat aufgenommen

Nun steht das Unternehmen laut einer aktuellen Pressemitteilung zu diversen Themen in Verhandlung mit dem Konzernbetriebsrat, und zwar:

  • Standortstrategie: Schaffung fünf moderner Regionalzentren in München, Köln, Karlsruhe, Hamburg und Saarbrücken. Mit der Zusammenführung der Teams aus Aachen/Köln, Nürnberg/München und Stuttgart/Karlsruhe sollen laut Generali die Zusammenarbeit gestärkt, die Gebäudekosten reduziert und damit die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Außerdem gibt es die Spezialstandorte Frankfurt, Leipzig und Berlin.
  • Servicemodell Geschäftsbereich Exclusive: Stärkere Bündelung von Fachkompetenz in bundesweit vernetzten Fachcentern mit klarem Spartenfokus. Diese sollen durch ein bundesweites Servicecenter unterstützt werden. Das soll zu schnelleren Entscheidungen und einem noch besseren Kunden- und Serviceerlebnis führen – die Grundlage für marktüberdurchschnittliches Wachstum.
  • Weiterentwicklung Geschäftsmodell Generali Deutschland Services (GDS): Fokus auf versicherungsnahe Tätigkeiten. Ausgewählte Tätigkeiten sollen in Zukunft stärker durch spezialisierte Partner übernommen werden.
  • Organisationsstrukturen: Reduzierte Komplexität und gestärkte Verantwortlichkeiten in den kunden-, vertriebs- und marktnahen Bereichen.
„Aktiv Transformation gestalten und in Wachstum investieren“

Stefan Lehmann, CEO der Generali Deutschland AG: „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass unsere Transformationsinitiativen wirken und die Generali Deutschland sehr gute Ergebnisse erzielt. Gleichzeitig verändert sich die Versicherungsbranche so schnell und disruptiv wie nie zuvor. Wer in diesem herausfordernden Umfeld unternehmerisch langfristig erfolgreich sein möchte, muss bereit sein, aktiv Transformation zu gestalten und in Wachstum zu investieren. Mit den geplanten Veränderungen schaffen wir die Voraussetzungen, um auch künftig profitabel zu wachsen und unseren Kunden und Vertriebspartnern erstklassige Lösungen und Services zu bieten. Zukunftsfähigkeit und soziale Verantwortung gehören dabei für uns zusammen.“

Die Generali Deutschland habe sich in den letzten Jahren erfolgreich weiterentwickelt, heißt es. Sie sei profitabel gewachsen, habe ihre Vertriebskraft ausgebaut, ihre kulturelle Transformation erfolgreich vorangetrieben und stehe heute stärker da als jemals zuvor. Auf diesem Fundament solle nun der eingeschlagene Kurs konsequent fortgesetzt und beschleunigt werden, teilt das Unternehmen mit. (lg)

Lesen Sie auch: Höhenflug oder Talfahrt? Weitere Versicherer legen Bilanzen vor
]]>
PKV und GKV: Beiträge steigen langfristig ähnlich stark http://www.asscompact.de/node/172972

Medizinischer Fortschritt und demografiebedingte Änderungen treiben die Kosten im Gesundheitswesen nach oben. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass sich die Beiträge in der PKV und GKV langfristig ähnlicher entwickeln, als es die öffentliche Diskussion vermuten lässt.

172972 23. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Die Beitragsentwicklung in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung ist regelmäßig Gegenstand öffentlicher Debatten. Auch in den vergangenen Wochen stand sie wieder im Fokus. Während der GKV-Schätzerkreis kürzlich mitteilte, dass der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) 2027 bei 2,9 % bleiben soll, müssen sich viele Privatversicherte auf deutliche Anpassungen einstellen. Nach aktuellem Wissensstand werden die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) für rund die Hälfte der Versicherten voraussichtlich im Schnitt um 13,4 % steigen. Für Beamte fällt der durchschnittliche Anstieg mit 11,4 % geringer aus als für die übrigen PKV-Versicherten, bei denen er 15,3 % betragen soll.

Beitragsentwicklung nähert sich langfristig an

Auf den ersten Blick bleiben GKV-Versicherte von größeren Beitragssprüngen verschont, während PKV-Versicherte mit deutlichen Anpassungen rechnen müssen. Eine Kurzanalyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) zeigt jedoch, dass sich die Beitragsentwicklung beider Systeme bei langfristiger Betrachtung angenähert hat.

Für die Analyse haben die Studienautoren die voraussichtliche Prämien- beziehungsweise Beitragsentwicklung für 2026 und 2027 untersucht und in zwei Vergleichszeiträume von zehn beziehungsweise 20 Jahren eingeordnet.

Besonders deutlich fällt die Annäherung im Zehnjahresvergleich aus: Zwischen 2017 und 2027 steigen die Prämieneinnahmen je PKV-Vollversicherten voraussichtlich um insgesamt 63,7 %. In der GKV nehmen die Beitragseinnahmen je Versicherten im selben Zeitraum um 66,9 % zu. Das entspricht durchschnittlichen jährlichen Zuwachsraten von 5,1 % in der PKV und 5,3 % in der GKV.

Über einen Zeitraum von 20 Jahren fällt der Unterschied größer aus. Von 2007 bis 2027 erhöhen sich die Prämieneinnahmen je PKV-Vollversicherten um 106,4 %, während die Beitragseinnahmen je GKV-Versicherten um 132,1 % steigen. Die durchschnittlichen jährlichen Zuwachsraten liegen damit bei 3,7 % (PKV) beziehungsweise 4,3 % (GKV).

Systeme nur eingeschränkt vergleichbar

Die Autoren weisen darauf hin, dass sich die Leistungs- und Finanzierungsstrukturen beider Systeme erheblich unterscheiden und deshalb nicht unmittelbar vergleichbar sind. Die Kennzahlen seien daher als Vergleichsgrößen zu verstehen, die einzelne Aspekte der Beitragsentwicklung sichtbar machten, aber nicht sämtliche Systemunterschiede abbildeten.

Dass Beitragsanpassungen in der PKV häufig sprunghaft ausfallen, liegt auch an den gesetzlichen Vorgaben. Versicherer dürfen ihre Prämien nicht beliebig anpassen. Erst wenn bestimmte auslösende Faktoren festgelegte Schwellenwerte überschreiten, kann eine Neukalkulation erfolgen. Dadurch können sich Kostensteigerungen über mehrere Jahre aufstauen und anschließend in einer größeren Anpassung niederschlagen.

In der GKV erfolgt die Mehrbelastung dagegen häufig weniger auffällig. Neben steigenden Zusatzbeiträgen spielen höhere beitragspflichtige Einkommen und die regelmäßige Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze eine wichtige Rolle.

GKV-Höchstbeitrag steigt deutlich

Wie stark sich diese Mechanismen auswirken, zeigt die Entwicklung des GKV-Höchstbeitrags. Dieser steigt laut WIP zwischen 2017 und 2027 um 63,4 % von monatlich 683 Euro auf voraussichtlich 1.116 Euro – ohne Pflegeversicherung. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Beitragsbemessungsgrenze, die im gleichen Zeitraum um 46,6 % steigt.

Dass der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 2027 dennoch bei 2,9 % bleiben soll, führen die Studienautoren maßgeblich auf die außerordentliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze zurück.

Beide Systeme stehen unter Kostendruck

Trotz unterschiedlicher Finanzierungsmechanismen stehen PKV und GKV vor ähnlichen Herausforderungen. Steigende Gesundheitskosten, medizinischer Fortschritt und demografische Veränderungen setzen beide Systeme unter Druck. Die Kostensteigerungen schlagen sich allerdings unterschiedlich in den Beiträgen nieder.

Die Analyse verdeutlicht, dass sich die Beitragsentwicklung langfristig und nicht allein anhand kurzfristiger Anpassungszeitpunkte bewerten lässt. Zugleich sind die Ergebnisse mit Blick auf die unterschiedlichen Finanzierungsstrukturen beider Systeme einzuordnen.

Lesen Sie auch: PKV-Voll: Neuer Maklerfavorit, dahinter viel Bewegung
]]>
Ehemaliger Allianz-Vorstand Rolf Wiswesser im BVK-Maklerbeirat http://www.asscompact.de/node/172971

Der ehemalige Vorstand Maklervertrieb Sach der Allianz Versicherungs-AG, Dr. Rolf Wiswesser, wird Mitglied im Maklerbeirat des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute. ERs oll seine langjährige Expertise in die Arbeit des Gremiums einbringen.

172971 23. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Dr. Rolf Wiswesser, ehemaliger Vorstand Maklervertrieb Sach der Allianz Versicherungs-AG, ist neues Mitglied im Maklerbeirat des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). Das hat der BVK nun bekannt gegeben. Der promovierte Finanzwissenschaftler gehöre zu den erfahrensten Kennern des deutschen Maklermarktes und werde seine langjährige Expertise künftig in die Arbeit des Gremiums einbringen, so der Verband.

Der BVK-Maklerbeirat hat ist in beratender Funktion für das Präsidium des BVK tätig und berät es bei strategischen Fragen des Maklermarktes. Zudem unterstützt der Beirat auch die Weiterentwicklung der Interessenvertretung für Makler.

Über Dr. Rolf Wiswesser

Wiswesser war seit 2016 Mitglied des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG und dort für den Bereich Maklervertrieb Sach verantwortlich. Insgesamt hatte er rund 18 Jahre diverse Funktionen bei der Allianz inne. Ende des Jahres 2024 trat er den Ruhestand an, kehrte jedoch im April 2025 in beratende und Aufsichtsfunktionen zurück.

Derzeit ist Wiswesser als Senior Advisor bei MRH Trowe tätig. Er unterstützt den Makler- und Beratungskonzern seit April 2025 bei Ausbau und Weiterentwicklung des Maklergeschäfts. Des Weiteren ist Dr. Rolf Wiswesser Aufsichtsratsmitglied mehrerer Unternehmen. (lg)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © BVK

]]>
WWK kündigt Produktwelt für Altersvorsorgedepot an http://www.asscompact.de/node/172969

WWK hat ihre neue Produktwelt zum Start der Reform der geförderten privaten Altersvorsorge vorgestellt. Die drei fondsgebundenen Versicherungslösungen stehen laut dem Versicherer ab Jahresbeginn 2027 zur Verfügung.

172969 23. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

WWK hat ihr geplantes Produktangebot für die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge vorgestellt. Zum 01.01.2027 erweitert der Versicherer seine Palette um eine neue Produktwelt für die kapitalmarktorientierte Altersvorsorge. Im Mittelpunkt steht dabei der Ansatz, der die Chancen des Kapitalmarkts mit einer versicherungsförmigen Altersvorsorge verbindet, erklärt WWK.

Diese drei Lösungen hat der Versicherer im Angebot

Kunden können zwischen drei fondsgebundenen Versicherungslösungen wählen: Bei der WWK Premium Altersvorsorge protect (AVG27) können, je nach gewählter Garantievariante, zum Ende der Ansparphase 80 bzw. 100% der eingezahlten Beiträge und Förderungen garantiert werden. Grundlage ist die bestehende Produktfamilie WWK IntelliProtect® 2.0. Durch einen „kundenindividuellen und börsentäglich arbeitenden iCPPI-Garantiemachnismus“ soll die höchstmögliche Beteiligung des Kunden am Kapitalmarkt ermöglicht werden, bei gleichzeitiger Absicherung der Beiträge.

Die WWK Premium Altersvorsorge invest (AVP27) bietet größere Spielräume für eine individuelle, kapitalmarktorientierte Anlagestrategie, erklärt der Versicherer. Das Produkt bietet eine breite Fondsauswahl und umfangreiche Anlagemöglichkeiten in ETFs.

Beim Standardprodukt WWK Standard Altersvorsorge invest (AV27) erfolgt die Anlage über zwei Fonds unterschiedlicher Risikoklassen. Der Abschluss ist über eine digitale Antragsstrecke der WWK möglich.

Garantierter Rentenfaktor für alle Produktvarianten

Allen drei Fondspolicen gemeinsam ist ein garantierter Rentenfaktor auf das gesamte Vertragsguthaben mit Besserstellungsoption, erklärt die WWK.

Als versicherungsförmige Altersvorsorge bieten die Produkte die Möglichkeit einer klar kalkulierten lebenslangen Rentenzahlung. Für Kunden, die auf diesen Schutz verzichten wollen, steht auch ein optional wählbarer Auszahlplan oder eine hybride Lösung zur Verfügung,

Beratung wird fair vergütet werden

Die neue Produktwelt verändert auch die Anforderungen an die Beratung, so WWK. Der Versicherer nennt zwar keine konkreten Vergütungsmodelle, erklärt aber: „Gute Beratung ist wertvoll und verdient eine faire und attraktive Vergütung – entsprechend honorieren wir die Leistung unserer Vertriebspartner.“

Ein Vergleichstool, mit dem sich die bisherige Riester-Förderung verschiedenen neuen Fördermöglichkeiten gegenüberstellen lässt, steht Vertriebspartnern über eine frei zugängliche Landingpage zur Verfügung. Die Inhalte werden laufend aktualisiert und weiter ausgebaut. (js)

Weitere Meldungen zu neuen Versicherungslösungen und Anpassungen bei bestehenden Produkten finden Sie in unserem Bereich „Assekuranz“.
]]>
DKM 2026: So gelingt die Anreise http://www.asscompact.de/node/172886

Ob mit Bahn, U-Bahn, kostenfreiem Messeshuttle oder dem eigenen Auto: Für die Anreise zur DKM 2026 in Dortmund stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Alle wichtigen Informationen im Überblick.

172886 23. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Am 27. und 28. Oktober 2026 öffnet die DKM in Dortmund ihre Tore. Damit Besucherinnen und Besucher entspannt und möglichst unkompliziert zur Leitmesse der Finanz- und Versicherungsbranche gelangen, stehen verschiedene Anreisemöglichkeiten zur Verfügung. Ob mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem eigenen Auto – die Messe Dortmund ist auf unterschiedlichen Wegen gut erreichbar.

Für die Anreise mit der Deutschen Bahn gibt es ein spezielles Veranstaltungsticket zum Festpreis. Vom Dortmunder Hauptbahnhof gelangen Messegäste bequem mit der U-Bahn oder dem kostenfreien Messeshuttle zum Veranstaltungsgelände. Wer mit dem Auto anreist, findet vor Ort entsprechende Parkmöglichkeiten. Nachfolgend sind alle wichtigen Informationen zur Anreise, den Shuttle-Verbindungen und der Orientierung auf dem Messegelände zusammengestellt.

Anreise mit dem ÖPNV

Wir empfehlen Ihnen zur Anreise das Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn zum exklusiven Festpreis, deutschlandweit und mit 100% Ökostrom in allen Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn. Nutzen Sie die An- und Abreise zur DKM für sich und verwandeln Sie Reisezeit zu Ihrer Zeit – zum Arbeiten, Entspannen oder Genießen.

Das City-Ticket für den Transfer mit der U-Bahn zum Messegelände ist inklusive. Alternativ können Sie auch unseren Messeshuttle verwenden, der an den Messetagen kostenfrei zwischen Hauptbahnhof und Messehallen unterwegs ist.

Die Shuttle-Zeiten sind wie folgt:

  • Dienstag, 27. Oktober: 8:30 – 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 28. Oktober: 8:00 – 17:00 Uhr
Anreise mit der U-Bahn

Nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel für eine stressfreie und umweltfreundliche Anreise zur Messe Dortmund. Alle Haltestellen sind barrierefrei gestaltet und bieten einen bequemen Zugang auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Folgende Haltestellen führen zum Messegelände:

  • Die Stadtbahnlinie U45 bietet die direkte Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof Dortmund und der Haltestelle „Westfalenhallen“. In nur 10 Minuten sind Sie vom Hauptbahnhof auf dem Messegelände.
  • Von den U-Bahnhöfen Reinoldikirche oder Stadtgarten in der Dortmunder City bringt Sie die Linie U46 (Richtung Westfalenhallen) in etwa 5 Minuten ebenfalls direkt zur Haltestelle „Westfalenhallen“.
  • Eine weitere Möglichkeit bietet die Linie U42 (Richtung Hombruch). Steigen Sie an der Haltestelle „Theodor-Fliedner-Heim“ aus, von der aus Sie das Messegelände in wenigen Gehminuten erreichen.

Damit Sie sich auf der DKM schnell und einfach zurechtfinden, steht Ihnen ein übersichtlicher Geländeplan zur Verfügung.

Anreise mit dem Auto
Navigation zur DKM

Navigieren Sie zur Adresse „Rheinlanddamm 200, 44139 Dortmund“ oder folgen Sie den Schildern „Messe Dortmund“. Bitte schalten Sie in Sichtweite der Messe Dortmund Ihr Navigationssystem aus und folgen Sie dem Symbol der Messe und des Fußballstadions „Signal Iduna Park“.

Parken bei der Messe Dortmund

Während der Messetage stehen den DKM-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern Parkmöglichkeiten auf dem Gelände der Messe Dortmund zur Verfügung, zum Beispiel die Parkplätze A 2 und A 8, siehe Geländeplan. Für Aussteller und Referenten sind Parkplätze auf dem Messegelände reserviert. Wohnmobile und LKWs können aufgrund der Bauphase an der Messe Dortmund in diesem Jahr nicht aufgenommen werden.

]]>
BU-Risikozuschlag nach Unfall: Wann der Versicherer zahlen muss http://www.asscompact.de/node/172922

Wann muss der Haftpflichtversicherer eines Unfallverursachers einen späteren Risikozuschlag für eine BU-Versicherung zahlen? Das OLG Schleswig bejaht einen solchen Anspruch auch bei einem erst nach dem Unfall abgeschlossenen Vertrag – sofern der Vertragsabschluss bereits zuvor konkret geplant war.

172922 23. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Nach einem schweren Fahrradunfall hat das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht (OLG) der Geschädigten ein deutlich höheres Schmerzensgeld zugesprochen. Darüber hinaus muss der Haftpflichtversicherer des Unfallverursacher auch die unfallbedingten Risikozuschläge für eine später abgeschlossene Berufs- beziehungsweise Dienstunfähigkeitsversicherung erstatten.

Schwere Verletzungen nach Überholmanöver eines Autofahrers

Der Unfall ereignete sich im August 2019. Die damals knapp 21-jährige Klägerin war mit dem Fahrrad unterwegs, als sie von einem Auto erfasst wurde, stürzte und mit dem Kopf aufschlug. Die Verletzungen waren erheblich: Die Klägerin erlitt unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma zweiten Grades mit Schädelriss und Hirnblutungen sowie eine Schultereckgelenksprengung. Hinzu kamen zahlreiche Prellungen und eine Amnesie für das Unfallereignis. Es folgten Tage voller Arzttermine und Wochen mit Krankschreibungen. Besonders schwer wog für das Gericht, dass die Klägerin ihre gerade begonnene Ausbildung unfallbedingt erst ein Jahr später fortsetzen konnte.

32.000 Euro statt 20.000 Euro Schmerzensgeld

Das Landgericht hatte zunächst insgesamt 20.000 Euro Schmerzensgeld für angemessen gehalten. Das OLG Schleswig korrigierte diese Einschätzung und sprach der Klägerin insgesamt 32.000 Euro zu. Da bereits 20.000 Euro gezahlt worden waren, musste der Versicherer weitere 12.000 Euro leisten. Zu berücksichtigen seien laut Gericht nicht nur die erlittenen Verletzungen und die Dauer der Beeinträchtigungen, sondern auch die absehbare künftige Entwicklung.

Risikozuschlag für BU- bzw. DU-Versicherung wird zum Schadenposten

Besonders interessant ist auch die Entscheidung zur Berufs- beziehungsweise Dienstunfähigkeitsversicherung. Die Klägerin hatte erst nach dem Unfall einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. Wegen der unfallbedingten Vorschäden musste sie dafür 17 Monate lang einen monatlichen Mehrbeitrag von 21,47 Euro zahlen – insgesamt 364,99 Euro.

Konkrete Absicht zum Versicherungsabschluss entscheidend

Das Landgericht hatte eine Erstattung zunächst abgelehnt. Das OLG Schleswig sah dies anders. Risikozuschläge, die aufgrund unfallbedingter Schäden erhoben werden, können nach Auffassung des Gerichts einen ersatzfähigen Schaden darstellen. Entscheidend war allerdings nicht allein, dass die Klägerin nach dem Unfall nur zu erschwerten Bedingungen versichert werden konnte. Sie musste vielmehr nachvollziehbar darlegen, dass sie die Versicherung bereits vor dem Unfall konkret abschließen wollte. Genau das sah das Gericht als erwiesen an: Bereits vor dem Unfall hatte sich die Klägerin um eine entsprechende Absicherung bemüht und sich für einen konkreten Versicherer entschieden. Ein entsprechender Versicherungsvorschlag lag vom Juli 2019 vor – der Unfall ereignete sich wenige Wochen später.

Dass der Vertrag zum Unfallzeitpunkt noch nicht unterschrieben war, wertete das Gericht nicht als entscheidend. Die Klägerin hatte ihre Ausbildung gerade erst begonnen und befand sich zum damaligen Zeitpunkt noch in der Schule. Auch die spätere Verzögerung beim Abschluss sei angesichts der schweren Verletzungen und der unklaren beruflichen Zukunft nachvollziehbar gewesen.

Damit musste die Gegenseite neben dem zusätzlichen Schmerzensgeld auch die 364,99 Euro nebst Zinsen an Risikozuschlägen ersetzen. Hinzu kamen weitere Erstattungen für vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten. (bh)

OLG Schleswig, Urteil vom 20.01.2026 – Az. 7 U 57/25

]]>
FondsKonzept Assekuranzmakler GmbH mit neuem Geschäftsführer http://www.asscompact.de/node/172967

Die FondsKonzept Assekuranzmakler GmbH hat einen neuen Geschäftsführer: Seit dem 15.10.2026 hat Wolfgang Schreiner diese Aufgabe übernommen und verantwortet den Vertrieb im Versicherungsbereich der FondsKonzept AG.

172967 22. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Zum 15.10.2026 ist Wolfgang Schreiner in die Geschäftsführung der FondsKonzept Assekuranzmakler GmbH berufen worden. Auf seinem neuen Posten trägt er die Verantwortung für den Vertrieb im Versicherungsbereich der FondsKonzept AG. Im Fokus seiner Arbeit steht u. a., Maklerunternehmen in der Firmenkundenberatung zu unterstützen und weitere Umsatzpotenziale zu erschließen, teilt FondsKonzept mit.

Firmenkundengeschäft: Unterstützung für Makler wird erweitert

Mit Schreiners Berufung will die FondsKonzept Assekuranzmakler GmbH ihre Unterstützung für Makler im Firmenkundengeschäft erweitern. Gleichzeitig will das Unternehmen auch die eigene Rolle als Plattform für unabhängige Unternehmer stärken und seine Partner mit fachlicher Expertise und praxisorientierten Lösungen bei der Weiterentwicklung ihres Geschäfts begleiten.

Über Wolfgang Schreiner

Besondere Expertise bringt Schreiner in der Beratung von Geschäftsführern von GmbHs mit, heißt es. Er unterstütze Makler dabei, die spezifischen Anforderungen dieser Zielgruppe zu verstehen und passende Beratungsansätze für das Firmenkundengeschäft zu entwickeln. Darüber hinaus stehe er mit Versicherungs- und Kapitalgesellschaften im Austausch, um Konzepte und Produkte für diese Zielgruppe weiterzuentwickeln, wie FondsKonzept weiter mitteilt.

Schreiner hat laut Unternehmensangaben langjährige Erfahrung in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche sowie in der Unternehmensführung. Bevor er sein eigenes Versicherungsbüro gründete, war er Bezirksdirektor bei der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. Daraufhin übernahm er als Gesellschafter und Geschäftsführer Verantwortung in einem mittelständischen Unternehmen. Seit Januar 2026 ist Schreiner im Vertrieb der FondsKonzept AG tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf der Maklerunterstützung im Versicherungs- und Firmenkundengeschäft. (lg)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © FondsKonzept

]]>
Maklerbestände: Wofür sich Käufer am meisten interessieren http://www.asscompact.de/node/172966

Eine Auswertung des Resultate Instituts zeigt: Investitionsinteressenten haben ein Budget von insgesamt über 1,5 Mrd. Euro in der Nachfolger- und Investorendatenbank des Unternehmens angemeldet. Doch wer sucht dort eigentlich was? Und welche Sparten und Regionen sind besonders gefragt, welche eher nicht?

172966 22. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Das Geschehen im Makler- und Konsolidierungsmarkt steht nicht still – weiterhin werden zahlreiche Vermittlerbestände ver- und gekauft. Eine amtliche Statistik darüber, wie viel Kapital für die Übernahme von Maklerbeständen und auch Maklerunternehmen tatsächlich bereitsteht, gibt es laut dem Resultate Institut nicht. Die Datenbank des Unternehmens liefert aber zumindest dafür einen Anhaltspunkt aus dem Markt selbst.

Investitionsbudget von über 1,5 Mrd. Euro

Denn eine aktuelle Auswertung, die das Institut nun veröffentlicht hat, zeigt: Ein Investitionsbudget von zusammen über 1,5 Mrd. Euro haben Kauf- und Investitionsinteressenten in der Nachfolger- und Investorendatenbank des Resultate Instituts angemeldet. In dieser Datenbank können sich Personen und Unternehmen registrieren, die ein Maklerunternehmen oder einen Maklerbestand erwerben wollen.

Hälfte sucht Bestände bis 250.000 Euro

 

Auswertung zu Investoren: Meiste Interessenten sind Makler

 

Jedoch täusche das große Volumen leicht darüber hinweg, wer tatsächlich kauft, heißt es. Rund die Hälfte der Interessenten sucht Bestände mit einem Budget bis 250.000 Euro. Etwa vier von fünf hätten bis 1 Mio. Euro Interesse an Beständen. Lediglich 5,6% nennen ein Budget von über 10 Mio. Euro.

„Die meisten Interessenten sind selbst Makler“

Andreas Grimm, Geschäftsführer und Mitbegründer des Resultate Instituts, weist auf einen weiteren Aspekt hin: „Wer einen typischen Maklerbestand abgeben möchte, muss nicht nach Private-Equity-Investoren oder einem finanzstarken Konzern als Käufer suchen. Die meisten Interessenten sind selbst Makler, die einen Bestand in überschaubarer Größe suchen. Für diese Bestände ist die Nachfrage am breitesten.“ Einschränkung laut Grimm: Gerade Kleinbestände könnten bei der Übertragung eine gewisse Herausforderung darstellen, wenn es um die Fragen von Übertragbarkeit und Datenqualität gehe.

Bestand oder ganze Maklergesellschaft?

Für die meisten Käufer ab einer gewissen Größe sei zudem nicht so wichtig, ob ein Makler seinen Bestand verkauft oder seine ganze Maklergesellschaft. Laut der Auswertung sind ab einem Budget von 250.000 Euro mehr als 90% der Interessenten bereit, auch eine ganze Gesellschaft zu übernehmen, bei Budgets bis 100.000 Euro ist es jeder Vierte. Für Inhaber kleiner Gesellschaften könne es sich deshalb lohnen, vor dem Verkauf zu prüfen, ob der reine Bestandsverkauf der passendere Weg sei, so Thomas Öchsner, Gesellschafter und Geschäftsführer des Resultate Instituts.

Diese Regionen sind für Investoren am interessantesten

Wo suchen die Interessenten in Deutschland geografisch? Dazu hat das Institut folgende Zahlen: Etwa jeder Fünfte (21%) sucht bundesweit, die übrigen in bestimmten Regionen. Insgesamt interessieren sich für Bestände in den PLZ-Gebieten 5, 7, 8 und 9 jeweils 42 bis 43% der Käufer, heißt es. Im PLZ-Gebiet 0 (Sachsen, Thüringen und angrenzende Regionen) seien es dagegen nur 28%. Außerdem suchen kleinere Käufer vor allem in ihrer Region, große Investoren eher bundesweit.

Diese Sparten sind für Investoren am interessantesten

Welche Sparten punkten bei den Interessenten besonders stark? Bei welchen wird es eher schwierig? Besonders beliebt sind Sachversicherungen (83,6% der Interessenten), gefolgt von gewerblichen Versicherungen (66,6%), Personenversicherungen (58,9%), Krankenversicherungen (55,5%) und Altersvorsorge (52,9%). Sie werden am häufigsten gesucht.

Am häufigsten ausgeschlossen werden dagegen Kontokorrent (42,4%), alternative Investmentprodukte (36,0%), Vermögensverwaltung (31,2%), Industrieversicherungen (28,2%) und standardisierte Vermögensverwaltung (24,4%). Bei der Vermögensverwaltung schließen mehr Interessenten diese Sparte aus, als sie gezielt suchen, teilt das Resultate Institut mit.

Öchsner beruhigt aber: „Ein Bestand, den viele Käufer ausschließen, ist nicht wertlos. Aber der Kreis der passenden Käufer ist kleiner, und das wirkt sich auf Preis und Dauer der Suche aus. Wer das früh berücksichtigt, kann seinen Verkauf entsprechend planen.“

Wann wird Bestand verkauft?

Auf der Verkäuferseite treibt abgabewillige Makler oft die Sorge um, ob sie den eigenen Maklerbestand überhaupt irgendwann verkaufen können, so die Auswertung. Um dem entgegenzuwirken, hat das Resultate Institut seinen Bestandswertrechner mit der Nachfolger- und Investorendatenbank verbunden. „Dadurch können verkaufswillige Makler nicht nur ihren Bestand indikativ online bewerten, sie erfahren auch direkt, wie viele Interessentenprofile sich für den eigenen Maklerbestand interessieren dürften. Zumindest, wenn der Bestand gewisse Mindestanforderungen erfüllt“, so Grimm. (lg)

Über die Auswertung

Grundlage sind die aktiven Einträge der Nachfolger- und Investorendatenbank des Resultate Instituts zum Stichtag 19.10. 2026. Die Angaben zu Budget, Sparten und Regionen beruhen auf der Selbstauskunft der registrierten Interessenten und sind nicht geprüft. Das Investitionsbudget wird in Klassen erfasst und für das Gesamtvolumen rechnerisch zusammengeführt. Bei Sparten und Regionen waren Mehrfachangaben möglich. Die Werte zeigen erklärte Kaufbereitschaft, kein abgeschlossenes Transaktionsvolumen.

Über Andreas W. Grimm

Andreas W. Grimm ist Gründer des Resultate Institut und beleuchtet für AssCompact regelmäßig Aspekte zur Nachfolgeplanung. Gemeinsam mit AssCompact hat er zudem den Bestandsmarktplatz initiiert.

Lesen Sie auch:
Nachfolge: Wie lange dauert das eigentlich?
DKM 2026: Das sind die Highlights der Speaker’s Corner

Grafik: © Resultate Institut

]]>
CyberDirekt erweitert Portfolio um Bedrohungserkennung http://www.asscompact.de/node/172965

CyberDirekt baut sein Angebot für den Mittelstand um eine Lösung zur kontinuierlichen Erkennung von Cyberbedrohnungen aus. Der neue Service lässt sich mit jeder Cyberversicherung kombinieren, unabhängig vom Anbieter.

172965 22. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Cyberangreifer umgehen bei Attacken zunehmend Schutzmechanismen wie Firewall und Virenschutz: Sie nutzen gestohlene Zugangsdaten, bekannte Schwachstellen und immer häufiger KI. Deshalb gilt es, Angriffe nicht nur abzuwehren, sondern sie rechtzeitig zu erkennen. Großunternehmen haben dafür eigene Sicherheitszentren eingerichtet, in mittelständischen Unternehmen fehlt es dafür meist an Personal und Budget.

Neuer Service „Rapid MDR“

Die Technologieplattform für den Vertrieb von Cyberversicherungen und digitalen Präventionslösungen CyberDirekt bietet eine neue Lösung zur 24/7-Erkennung von Cyberbedrohungen für den Mittelstand. Bei „Rapid MDR“ handelt es sich um einen Managed-Detection-and-Response-Service der Schwestergesellschaft RapidResponse, der sich mit jeder Cyberversicherung kombinieren lässt, unabhängig vom Versicherer.

Der Service überwacht angebundene IT-Systeme rund um die Uhr, identifiziert sicherheitsrelevante Auffälligkeiten und hilft Unternehmen dabei, auf mögliche Cyberangriffe schneller zu reagieren. Dafür kombiniert Rapid MDR eine Plattform zur zentralen Auswertung von Sicherheitsdaten basierend auf einem SIEM-System (Security Information and Event Management) mit einem Security Operations Center, in dem Experten kritische Ereignisse untersuchen und priorisieren. Für Unternehmen gibt es konkrete Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte.

An wen sich das Angebot richtet

Das Angebot wendet sich insbesondere an mittelständische Unternehmen, die kein eigenes Sicherheitsteam betreiben, ihre interne IT entlasten oder ihre Sicherheitslage transparenter bewerten möchten. Auch Organisationen mit steigenden Compliance-Anforderungen sollen CyberDirekt zufolge profitieren.

„Viele mittelständische Unternehmen haben leistungsfähige IT-Teams, aber nicht die Ressourcen für eine Sicherheitsüberwachung rund um die Uhr. Mit Rapid MDR machen wir diese Unterstützung zugänglich. Wir verbinden die automatisierte Erkennung mit der fachlichen Bewertung von Bedrohungen und helfen Unternehmen, im entscheidenden Moment schneller und gezielter zu reagieren“, erklärt Tobias Fröhlich, Geschäftsführer der RapidResponse GmbH.

Vermittlung über CyberDirekt-Vertriebspartner

Wie CyberDirekt weiter mitteilt, ist Rapid MDR je nach Leistungsumfang bereits innerhalb von drei Werktagen einsatzbereit. Vertriebspartner von CyberDirekt können den Service an ihre Kunden vermitteln und damit ihre Beratung zum Cyberschutz um eine operative Sicherheitsleistung ausbauen. Die technische Beratung zum passenden Leistungsumfang erfolgt über RapidResponse.

„Digitale Bedrohungen verändern die Anforderungen an die Beratung beim Abschluss einer Cyberversicherung. Unternehmen benötigen heute Unterstützung entlang der gesamten Cyberrisikokette – von der Risikoanalyse und Prävention bis zur Bewältigung eines Sicherheitsvorfalls. Mit Rapid MDR ergänzen wir unser Angebot um eine konkrete Sicherheitsleistung, die Makler aktiv in ihre Beratung einbinden können und die den Schutz ihrer Kunden nachhaltig verbessert“, sagt Hanno Pingsmann, Geschäftsführer von CyberDirekt. „Wir möchten hierbei bewusst dem Kunden die Wahl überlassen, ein MDR mit jedem beliebigen Anbieter einer Cyberversicherung zu kombinieren.” (tik)

Lesetipp der Redaktion:
Weitere News rund um neue Services lesen Sie in unserer Rubrik „Management & Wissen“.
]]>
Privater Rechtsschutz: Aktuelle Top-Anbieter laut Makler-Votum http://www.asscompact.de/node/172964

In vielen juristischen Fällen kann eine Rechtsschutzversicherung hilfreich für die Einzelperson sein. Welche Versicherer überzeugen aktuell die Vermittler im privaten Rechtsschutz? Das Top-5-Ranking des Makler-Votums aus der Studie „AssCompact AWARD – Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“.

172964 22. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement ]]>
Molentum startet mit vfm-Gruppe in den Echtbetrieb http://www.asscompact.de/node/172963

Der digitale Assekuradeur Molentum hat Anfang Oktober den operativen Betrieb aufgenommen. Erster Vertriebspartner ist die vfm-Gruppe. Mit einer vollständig integrierten Plattform wollen die Gründer das private Kompositgeschäft effizienter für Makler gestalten.

172963 22. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Der Ende 2025 gegründete digitale Assekuradeur Molentum ist Anfang Oktober 2026 wie geplant in den Echtbetrieb gestartet. Als erster Vertriebspartner nutzt die vfm-Gruppe die Plattform. Die angeschlossenen vfm-Makler werden im Rahmen eines kontrollierten Hochlaufs schrittweise auf der Plattform für die Nutzung freigeschaltet. Weitere Vertriebspartner sollen folgen.

Dafür wurde die Plattform direkt in das von vfm entwickelte Maklerverwaltungsprogramm Keasy integriert. Makler können weiterhin in ihrer gewohnten Systemumgebung arbeiten. Angebote und Anträge werden auf Basis bereits vorhandener Kundendaten erstellt. Anschließend fließen die Vertragsdaten strukturiert in die digitale Kundenakte zurück. Eine doppelte Datenerfassung und manuelle Nachbearbeitung sollen dadurch entfallen.

Durchgängige Automatisierung

Der Ansatz von Molentum besteht darin, möglichst sämtliche Geschäftsprozesse digital und ohne Medienbrüche abzuwickeln.

„Wir entwickeln für das private Kompositgeschäft ein eigenes Betriebssystem – aus der Praxis für die Praxis“, erklärt Stefan Liebig, geschäftsführender Gesellschafter von Molentum. Der Makler erhalte damit einen Partner für den gesamten Lebenszyklus eines Vertrags. Erst diese umfassende Prozessverantwortung ermögliche eine durchgängige Automatisierung.

Auch künstliche Intelligenz kommt zum Einsatz. Sie soll gezielt dort unterstützen, wo sie einen messbaren Nutzen bringt. „Digitalisierung endet bislang meist an Systemgrenzen: Jeder Beteiligte optimiert seine eigenen Abläufe, an den Schnittstellen entstehen dennoch Medienbrüche und manuelle Nacharbeit“, sagt Christian Bartsch, Chief Technology Officer und Mitgesellschafter von Molentum. Deshalb seien die Prozesse von Beginn an durchgängig konzipiert worden. Die Verantwortung bleibe dabei klar geregelt.

Vereinfachte Abläufe auch bei Produktgestaltung

Auch bei der Produktgestaltung setzt Molentum auf vereinfachte Abläufe. So sollen eine Besitzstands- und Marktgarantie den Wechsel bestehender Versicherungsverträge erleichtern und den Aufwand für Bedingungsvergleiche reduzieren. Risikoträger ist zunächst die Bayerische. Weitere Versicherer sollen hinzukommen.

Die Plattform wurde in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Pilotmaklern entwickelt und getestet. Neben der vfm-Gruppe gehören auch die SCALA Finanzgruppe und die FondsKonzept AG zu den ersten Vertriebspartnern. Ihre technische Anbindung soll schrittweise erfolgen.

Über Molentum

Hinter Molentum stehen Stefan Liebig, ehemaliger Vorstand der Haftpflichtkasse und früherer Geschäftsführer im Gothaer-Konzern, sowie IT-Unternehmer Christian Bartsch. Finanziert wird das Unternehmen von der Familie Liebig und weiteren privaten Investoren, darunter Stefan Eck, Co-CEO von Engel & Völkers. (js)

Lesetipp der Redaktion: Assekuradeure: Warum sie jetzt in den Fokus rücken
Lesen Sie auch: Kompositgeschäft für Makler mit Automatisierung verändern
]]>
Allianz zum AV-Depot: „Wir sind zum 1. Januar startklar“ http://www.asscompact.de/node/172962

Die Allianz erhofft sich von der Reform der geförderten privaten Altersvorsorge Wachstumsimpulse für den Vorsorgemarkt und zusätzliche Chancen für Vermittler. Im Interview spricht Allianz Leben-Vorstand Dr. Volker Priebe über die neuen Produkte, die künftige Vermittlervergütung und die Bedeutung persönlicher Beratung.

172962 22. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement Interview mit Dr. Volker Priebe, Vorstand Privatkunden und Produkte der Allianz Lebensversicherung
Herr Dr. Priebe, die DKM 2026 steht kurz bevor. Erwarten Sie, dass das Altersvorsorgedepot auch bei den Gesprächen mit Vermittlern eine zentrale Rolle spielen wird?

Ja, absolut – das sehen wir jetzt schon in den laufenden Gesprächen mit Vermittlerinnen und Vermittlern und unseren Geschäftspartnern. Die DKM ist als etablierte Branchenmesse zentraler Treffpunkt und der richtige Ort für Orientierung und fachlichen Austausch. Ich freue mich auf intensive Diskussionen darüber, welche Chancen die Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge mit Blick auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen in der Altersvorsorge eröffnet, welche Erwartungen Vermittlerinnen und Vermittler haben und wie sich die neuen Rahmenbedingungen auf Beratung und Vertrieb auswirken werden. Damit wirkt die Messe wie ein Brennglas: Sie verdichtet auf zwei Tage die Themen, die Versicherer und Vermittler in den kommenden Wochen und Monaten weiterhin beschäftigen.

Es geht jetzt aber um mehr als rein fachliche Aspekte, neue Produkte und gesetzliche Regelungen. Wir spüren vielmehr neue Impulse für die gemeinsame Aufgabe, Millionen Menschen für die private Altersvorsorge zu gewinnen. Es ist an uns, es ist an den Vermittlerinnen und Vermittlern im persönlichen Gespräch, die politische Initiative der Reform der geförderten Altersvorsorge in eine echte Aufbruchsstimmung zu überführen, für mehr Vorsorge und Vermögensaufbau in Deutschland.

Eine aktuelle Assekurata-Studie zeigt, dass viele Anbieter bei der Reformumsetzung noch vor Herausforderungen stehen. Die Allianz plant ab Januar 2027 Angebote in allen drei förderfähigen Produktkategorien. Sind Sie dabei auf Kurs? Und gibt es noch regulatorische Unklarheiten?

Allianz Leben arbeitet intensiv an der Entwicklung eines umfassenden Portfolios auf Basis des Altersvorsorgereformgesetzes und wir sind bereits auf der Zielgeraden. Wir werden unseren Kundinnen und Kunden ab 01.01.2027 attraktive Angebote in allen drei förderfähigen Produktkategorien machen: Für den Altersvorsorgevertrag mit 80% Beitragsgarantie, das Altersvorsorgedepot und das Standarddepot.

Die Schwierigkeiten für manche Marktteilnehmer möchte ich so einordnen: Altersvorsorge und vor allem die staatlich geförderten Varianten sind eben weit mehr als ein digitales Depot mit Ein- und Auszahlfunktion. Wir haben mehr als 100 Jahre Erfahrung in der privaten Altersvorsorge und sind bestens vertraut mit den Prozessen der staatlichen Zulagenförderung. Wir setzen mit unserem Vorsorgekonzept InvestFlex ein jahrelang bewährtes und bei den Kunden beliebtes Angebot ein und etablieren unsere Angebote in engem Schulterschluss mit unserer Schwestergesellschaft Allianz Global Investors.

Auf regulatorischer Seite gibt es allerdings in der Tat noch Unklarheiten, etwa fehlt noch die finale Fassung einer Verordnung zu Kostenansätzen und Informationspflichten. Das stellt die Branche durchaus auf der Zielgeraden noch vor Herausforderungen.

Aber: wir sind zum 1. Januar startklar. Und zwar startklar, um unsere Kundinnen und Kunden über Jahrzehnte in der Ansparphase zu begleiten und für sie später ein lebenslanges Einkommen sicherzustellen.

Wird der Markt in der privaten Altersvorsorge durch die Reform größer werden oder wird es zunächst vor allem zu einer Umverteilung zwischen den bestehenden Produktanbietern und -kategorien kommen?

2027 wird das Jahr der Altersvorsorge. Ich erwarte tatsächlich, dass der Markt größer wird. Zugleich werden die Menschen in Deutschland auf eine Vielzahl von Angeboten treffen. Die Allianz und die Versicherungsbranche sehe ich für diesen Wettbewerb gut aufgestellt.

Es kommen allein schon fast 4 Millionen Selbstständige und Freiberufler hinzu, die erstmals von der staatlichen Förderung profitieren. 15 Millionen Riester-Kunden stehen vor der Frage, wie sie ihren Vertrag weiterführen, ob ein Wechsel in die neue Förderung oder gar in die neue Produktwelt sinnvoll ist und ob sie die Vorsorge weiter ausbauen. Und viele Millionen Menschen hatten bislang noch keinen Riester-Vertrag abgeschlossen – diese können mit der künftig vereinfachten Förderung und den attraktiveren Angeboten jetzt eher erreicht werden.

Es ging im Vorfeld der Reform häufig um die Kosten insbesondere des Standarddepots. Ist dieser Blick zu kurz gegriffen?

Der Blick rein auf die Kosten und der Kostenwettbewerb um das Standarddepot greift tatsächlich zu kurz, in mehrerlei Hinsicht.

Ich möchte den Spin der Diskussion mal auf diese schräge Erkenntnis verkürzen: “Welche Altersvorsorge ist die beste? Die billigste!” Niemand würde bei einem auf Jahrzehnte angelegten Produkt so entscheiden! Entscheidend sind Kundenbedarf und Preis-Leistungs-Verhältnis, also welcher Anbieter langfristig attraktive Ertragschancen, verlässliche Leistungen und eine dauerhaft tragfähige Kalkulation bieten kann.

Hinzu kommt, dass sich damit die Debatte im Moment fast ausschließlich auf das Standarddepot und seine Kosten konzentriert. Die Menschen brauchen aber eine Vorsorgestrategie, die zu ihrer persönlichen Lebenssituation passt, die Chancen und Sicherheit ausbalanciert und sich im Laufe der Zeit an veränderte Bedürfnisse und Lebensumstände anpasst. Altersvorsorge ist keine Produktentscheidung für den Moment, sie reduziert sich nicht auf ein einziges Depot mit zwei vorgegebenen Fonds über die gesamte Laufzeit. Und: Die geförderte Altersvorsorge ist zwar für viele der Einstieg und ein wichtiger Baustein, aber eben nur einer von mehreren.

Welche Chancen ergeben sich durch die Reform für den Vertrieb und dadurch auch für Vermittler?

Die große Chance für Vermittlerinnen und Vermittler besteht darin, dass wieder über Altersvorsorge gesprochen wird, Vorsorge ganz oben auf der gesellschaftlichen Agenda steht. Mit der Reform rückt nun wieder stärker die Frage in den Mittelpunkt, wie Menschen aktiv für ihre finanzielle Zukunft vorsorgen können, gerade weil Marktforschungen zeigen, wie genau die Menschen in Deutschland um die Defizite im Rentensystem wissen.

Für die Vermittler eröffnet sich damit die Möglichkeit, ihre besondere Stärke auszuspielen: persönliche Beratung, die konkrete Lebenssituation der Kundinnen und Kunden immer im Blick, mit Lösungen für Vorsorge, Vermögensaufbau und Absicherung für sich und die Familie.

Und das heißt auch: Es geht in 2027 und in den kommenden Jahren nicht allein um die Produkte der geförderten Vorsorge. Wir erwarten uns Impulse für die private Vorsorge generell, für die betriebliche Altersvorsorge, für alle Fragen rund um Geldanlage und Vermögensaufbau.

Auch die Vergütung der Vermittler bei den neuen Produkten ist ein zentraler Diskussionspunkt. Welche Vergütungsmodelle hat die Allianz geplant? Wird es bei bestehenden Riester-Kunden eine courtageneutrale Wechseloption geben?

Wir möchten die neue geförderte Altersvorsorge attraktiv und erfolgsorientiert umsetzen, für Kundinnen und Kunden und auch für Vermittlerinnen und Vermittler. Deshalb entwickeln wir Vergütungsmodelle, die qualifizierte Beratung auch künftig angemessen berücksichtigen und gleichzeitig den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen entsprechen. Und mit denen die geförderten Angebote so attraktiv sind, dass sie junge Menschen zum Einstieg ermutigen und Vermittlern Gesprächsanlässe und Beratungsmöglichkeiten eröffnen.

Wir starten daher beim Altersvorsorgevertrag und beim Altersvorsorgedepot mit zwei Modellen, die einen praktikablen Ausgleich zwischen einmaliger Abschlussvergütung und laufender Komponente bieten.

Bei bestehenden Riester-Verträgen werden wir Wechselmöglichkeiten verantwortungsvoll gestalten. Nicht jeder Wechsel ist automatisch sinnvoll. Deshalb setzen wir auf individuelle Beratung statt auf pauschale Empfehlungen. Wenn Kundinnen und Kunden von einem Wechsel profitieren können, sollen sie gemeinsam mit ihrem Vermittler die passende Lösung finden. Die konkreten Regelungen für interne Wechselprozesse werden derzeit final ausgestaltet.

Allianz zum AV-Depot: „Wir sind zum 1. Januar startklar“

 

Welche Optionen bestehende Riester-Kunden bei der Allianz haben, wenn die neue Förderung in Kraft tritt, ist der Grafik zu entnehmen.
Lesetipp der Redaktion:
AV-Depot: Mit wie vielen Verträgen zum Start zu rechnen ist
]]>
HBC übernimmt LTA komplett und holt neuen Geschäftsführer http://www.asscompact.de/node/172957

Bereits 2025 hat die HBC-Gruppe die Mehrheitsanteile an der LTA erworben. Nun hält HBC sämtliche Anteile an dem Reiseschutzspezialisten und will das Geschäft in Deutschland, Österreich und den Niederlanden ausbauen. Zum Jahreswechsel gibt es zudem Veränderungen in der Geschäftsführung der LTA.

172957 22. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Zum 01.09.2026 hat die HBC-Gruppe sämtliche Anteile an der Lifecard-Travel-Assistance (LTA) Gesellschaft für Reiseschutz mbH übernommen. Bereits 2025 hatte sich HBC mit 51% mehrheitlich an dem Reiseschutzspezialisten beteiligt, wie AssCompact berichtete. Die LTA wurde 2005 vom Familienunternehmen Ulrich gegründet und gehört heute zu den etablierten Spezialanbietern für Reiseschutz in Deutschland und Österreich. Mit der vollständigen Übernahme will die HBC-Gruppe die Marktposition der LTA in ihren Märkten gezielt stärken und zusätzliche Wachstumsimpulse setzen, wie das Unternehmen mitteilt.

Neuer LTA-Geschäftsführer kommt von der ERGO

Zum Jahreswechsel kommt es außerdem zu personellen Veränderungen bei der LTA: Torsten Haase wird zum 01.01.2027 neuer Geschäftsführer. In dieser Position folgt er auf Dr. Michael Dorka, der seit 2013 die Geschicke des Unternehmens leitete. Dorka verlässt das Unternehmen zum 31.12.206 auf eigenen Wunsch, um sich nach 13 Jahren bei der LTA neuen Aufgaben zu widmen. Haase kommt von der ERGO Reiseversicherung AG, wo er seit 2009 Mitglied des Vorstands und für Vertrieb und Marketing verantwortlich war. Seit 2020 ist er zudem Vorsitzender des Vorstands der nexible Versicherung AG. Seine Karriere in der Reiseversicherungsbranche startete Haase im Jahr 2001 bei der damaligen Europäischen Reiseversicherung AG. (tik)

Lesen Sie auch:
Aktuelle Meldungen über Kooperationen, Zusammenschlüsse und Übernahmen im Maklermarkt lesen Sie auch in der Rubrik „Management & Vertrieb“. News über personelle Veränderungen in unserer Rubrik „Personen“.

Bildquelle: © LTA

]]>
Schadenersatzklage gegen Deutsche Finance eingereicht http://www.asscompact.de/node/172940

Die Deutsche Finance Group sieht sich mit einer Schadenersatzklage zu einem ihrer Fonds konfrontiert. Die Kanzlei TILP hat für einen Privatanleger Klage gegen die zuständige Kapitalverwaltungsgesellschaft eingereicht. Im Fokus stehen mögliche Fehler im Fondsprospekt und bei der Kostendarstellung.

172940 22. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Die TILP Rechtsanwaltsgesellschaft hat eine Schadensersatzklage gegen die DF Deutsche Finance Investment GmbH eingereicht. Nach Angaben der Kanzlei handelt es sich um die erste Klage dieser Art im Zusammenhang mit einem Fonds der Deutsche Finance Group. Im Mittelpunkt steht der geschlossene Investmentfonds „DF Deutsche Finance Investment Fund 21 – Club Deal Boston IV“.

TILP nimmt die Kapitalverwaltungsgesellschaft in ihrer Funktion als Prospektverantwortliche in Anspruch. Die Kanzlei wirft dem Verkaufsprospekt mehrere wesentliche Fehler vor. Unter anderem geht es um die dort dargestellten Renditeprognosen und die Kostenbelastung des Fonds.

Nach Einschätzung von TILP seien die Renditeprognosen bereits zum Zeitpunkt der Prospekterstellung nicht ausreichend plausibel gewesen. Als einen Hinweis darauf führt die Kanzlei eine Auswertung der Stiftung Warentest an. Demnach habe bei keinem der 21 untersuchten Vorgänger- und Schwesterfonds der aktuelle Anteilswert die ursprüngliche Einzahlung der Anleger einschließlich Ausgabeaufschlag erreicht. Zudem sei die Zinsentwicklung der Jahre 2022 und 2023 nach Auffassung der Kanzlei in den Prognoserechnungen nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Fehlende Transparenz bei Kosten

Ein weiterer Streitpunkt sind die Kosten des Fonds. Neben Ausgabeaufschlag und Vertriebskosten fallen laut TILP laufende Verwaltungsvergütungen sowie eine erfolgsabhängige Vergütung an. Letztere sei im Verkaufsprospekt nicht hinreichend transparent dargestellt. Dadurch sei für Anleger nicht ausreichend erkennbar, wie sich die Vergütungen auf die tatsächlich erzielbaren Rückflüsse auswirken könnten.

Die Klage zielt nach Darstellung der Kanzlei auf eine Rückabwicklung der Beteiligung. Bei einer erfolgreichen Prospekthaftung könnten Anleger ihre Einlage gegen Rückübertragung der Beteiligung zurückfordern.

Die Auseinandersetzung fällt in eine Phase, in der die Deutsche Finance Group auch wegen der Informationslage zu ihren Fonds in der Kritik steht. Laut TILP fehlen für einen Großteil der Fonds Geschäftsberichte für die Jahre 2024 und 2025.

Nach eigenen Angaben hat TILP auch bei weiteren Fonds der Deutsche Finance Group mögliche Prospektfehler identifiziert. Die jetzt eingereichte Klage könnte damit den Auftakt zu weiteren Verfahren bilden. Die von TILP erhobenen Vorwürfe sind bislang Gegenstand eines Rechtsstreits und nicht gerichtlich festgestellt. (bh)

]]>
Kfz-Wechselsaison: Wohin wird die Reise gehen? http://www.asscompact.de/node/172946

Nach mehreren schwierigen Jahren hat sich die Situation in der Kfz-Versicherung etwas entspannt. Was bedeutet das für die Wechselsaison? Ist die Zeit der drastischen Preiserhöhungen vorbei? AssCompact hat unter anderem bei einigen der Maklerfavoriten in der Kfz-Versicherung nachgefragt.

172946 21. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Der Sommer ist vorbei, aber bei der Kfz-Wechselsaison geht es jetzt in die heiße Phase. Eine aktuelle Umfrage der ADAC Autoversicherung ergibt, dass knapp vier von zehn der deutschen Autofahrer offen sind für einen Anbieterwechsel. Das bedeutet, für Kfz-Versicherer ergibt sich einiges an Geschäftspotenzial. Was erwarten die Versicherer von der diesjährigen Wechselsaison? AssCompact hat bei einigen der Maklerfavoriten in der privaten Kfz-Versicherung nachgefragt.

Kfz-Versicherung teuer wie nie, Fahrer suchen nach Sparmöglichkeiten

Zunächst zur Ausgangssituation: Die Kfz-Versicherer stehen dieses Jahr um einiges besser da als noch in den Vorjahren. Nachdem die Kfz-Versicherung mehrere Jahre lang rote Zahlen geschrieben hatte, gelang es den Versicherern im Jahr 2025 erstmals wieder, die Schaden-Kosten-Quote wieder unter den kritischen Wert von 100% zu drücken. Auch für 2026 geht der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) von einem Wachstum aus.

Für Autofahrer gab es in den letzten Jahren wenig Entlastungen. „Nach drei Jahren Preissteigerungen in Folge sind Kfz-Versicherungen so teuer wie nie“, sagt Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. Zudem treffen aktuell hohe Benzinkosten auf eine weiterhin drastische Schadeninflation. Laut dem GDV haben sich Kfz-Ersatzteile seit dem Jahr 2016 um mehr als 80% verteuert. Gepaart mit höheren Löhnen bedeutet das, die Werkstattkosten sind in die Höhe geschossen. Darum seien Verbraucher bei Ausgaben rund ums Auto „sehr preissensitiv“ und suchen nach Sparmöglichkeiten, so Ziller weiter. „Das wird sich auch auf die Wechselaktivitäten auswirken.“

Preise im Mittel 2% über denen des Vorjahrs

An dieser Stelle nun eine positive Nachricht: „Die Zeiten massiver und flächendeckender Preissteigerungen in der Kfz-Versicherung gehören vorerst der Vergangenheit an: Über alle Versicherungsarten hinweg liegen die Preise im Mittel gerade einmal 2% über dem Vorjahr, wie der Kfz-Versicherungsindex von Verivox zeigt“, erklärt Ziller. Doch die Versicherer verfolgen in dieser Saison unterschiedliche Strategien, weiß der Verivox-Chef: „Einzelne Anbieter haben weitere Preissteigerungen angekündigt, andere gehen mit günstigen Preisen in den Wettbewerb um neue Kunden.“

Der Kfz-Versicherungsmarkt definiert sich seit jeher stark über den Preiswettbewerb. Laut der ADAC-Umfrage erklärten zwar 65% der Befragten, dass ihnen bei der Kfz-Versicherung Leistungen und Service wichtiger seien als der Preis, doch ein Drittel würde bei einer Ersparnis bis 100 Euro einen Anbieterwechsel in Betracht ziehen.

So halten die Versicherer es mit den Prämien

Niedrigere Prämien können zwar zunächst das Geschäft beleben, doch eine nachhaltige Geschäftsstrategie dürfte dies für Versicherer wohl nicht sein. Trotzdem senken die ersten Anbieter ihre Preise deutlich ab, um mehr Geschäft zu machen, wie man bei der Itzehoer beobachtet. „Durch die weiterhin steigende Inflation gehe ich davon aus, dass diese Marktteilnehmer in den nächsten Jahren wieder deutlich erhöhen müssen“, erklärt Holger Iben, Leiter Maklervertrieb bei der Itzehoer. Der Markt habe die größten Turbulenzen zwar hinter sich, doch er sei noch nicht wieder im Gleichgewicht, warnt Iben. „Ich wünsche mir sehr, dass der Markt nicht wieder deutlich weicher wird und die erarbeiteten Lichtblicke nicht direkt wieder über Bord geworfen werden.“

Bei der Itzehoer habe man sich daher entscheiden, die „Preisschraube schadenbedarfsgerecht zu drehen“. Es werde eine „moderate Anpassung im unteren einstelligen Prozentbereich“ geben – deutlich niedriger als in den vergangenen Jahren.

Bei der Allianz möchte man so genau nicht werden, verweist jedoch auf die weiterhin hohe Schadeninflation sowie die auch künftig hohe Relevanz von Schäden verursacht durch Naturereignisse. „Dies wirkt sich sowohl im Neu- wie auch im Bestandsgeschäft aus und wird auch in den kommenden Jahren einen starken Einfluss auf die Preisentwicklung haben“, erklärt Markus Wimmer, Leiter Privat-Kraft bei der Allianz Versicherungs-AG. Die Münchener machen keine direkte Aussage zur Prämienentwicklung, sondern schreiben wie folgt: „Unser Fokus liegt darauf, Kundinnen und Kunden nicht nur über den Preis, sondern vor allem über Leistung und Service zu überzeugen.“ Klingt zunächst auch erst einmal nicht nach Preissenkungen.

Auch bei der VHV bleibt man vage zur genauen Prämienentwicklung. „Die Schadenkosten bleiben auf hohem Niveau und führen – abhängig von Tarif, Typ- und Regionalklasse – zu einer dynamischen Preisentwicklung im Markt“, kommentiert Dr. Thomas Diekmann, Vorstand Privatkunden VHV Allgemeine Versicherung AG.

Die stärksten Hebel zur Prämiensenkung

Für Kunden, die Kosten sparen wollen – und die Makler, die sie beraten – ist ein Versichererwechsel ist nicht immer die effektivste Lösung. „Das größte Sparpotenzial bietet der Fahrerkreis. Wenn 18-jährige Mitfahrer aus dem Vertrag genommen werden, sinkt der Kfz-Versicherungsbeitrag laut Verivox Kfz-Versicherungsindex um 39%“, erklärt Ziller. „Dicht darauf folgt die Selbstbeteiligung.“

Die Versicherer nennen insbesondere die Werkstattbindung als Instrument, um Prämien bezahlbar zu halten. Allianz-Chef Oliver Bäte hatte sie bereits im vergangenen Jahr als ein entscheidendes Instrument im Kampf gegen höhere Prämien genannt. Die Allianz gewährt Kunden, die sich für eine Werkstattbindung entscheiden, einen Preisvorteil in Form von 20% Kasko-Nachlass, genau wie die Itzehoer. Bei der VHV sind es 15%.

Als weitere Maßnahmen erwähnen die Versicherer unter anderem eine regelmäßig an die tatsächliche Nutzung angepasste Fahrleistung, Anpassungen bei der Selbstbeteiligung und Telematiktarife.

Davon ist keine der Möglichkeiten „besser“ als eine andere. „Die Hebel sind alle wichtig und gut, sie wirken abhängig vom Kundentyp“, erklärt Iben von der Itzehoer.

Versicherer gehen von profitabler Entwicklung aus

Angesichts all dieser Entwicklungen: Wie ist es um die Finanzen der Kfz-Versicherer bestellt? Die Itzehoer blickt positiv auf das laufende Jahr. „Mit dem aktuellen Jahr sind wir, auch schadenseitig, sehr zufrieden und planen erwartungsgemäß mit einem moderaten Wachstum und einem positiven Ergebnis“, erklärt Iben.

Während die VHV sich nicht äußert, ist die Situation bei der Allianz ähnlich wie bei der Itzehoer. „Wir gehen davon aus, dass wir im laufenden Geschäftsjahr weiter wachsen und dabei profitabel bleiben.“ (js)

Lesen Sie auch: Kfz-Versicherung: Welche Wechselquote verzeichnen Makler?
]]>
Cyber: Fünf Erfolgsfaktoren für ein effizientes Maklergeschäft http://www.asscompact.de/node/172956

Cyberbedrohungen werden durch sich stetig weiterentwickelnde Technologien und wachsende IT-Abhängigkeiten immer komplexer. Für Makler eröffnet das attraktive Beratungsmöglichkeiten – denn auch wenn Cyberrisiken komplex sind, ihre Vermittlung muss es nicht sein.

172956 21. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement Ein Artikel von Sören Brokamp, Geschäftsführer der Perseus Technologies GmbH

Ransomware, KI-gestützte Betrugsversuche und neue Angriffsmuster können Betriebe lahmlegen. Betriebsunterbrechungen, Wiederherstellungskosten und Reputationsschäden verdeutlichen die möglichen Folgen. Die Cyberversicherung gehört deshalb in die Kundenberatung. Entscheidend ist, dass Angebot, Abschluss und Betreuung schlank bleiben.

Aktuelle Risikodaten statt Momentaufnahme

Ein Risikofragebogen zum Vertragsabschluss bildet die Cybergefährdung nur zu einem bestimmten Zeitpunkt ab und kann ein trügerisches Sicherheitsgefühl vermitteln. Viele Fragebögen fragen beispielsweise lediglich ab, ob eine Firewall vorhanden ist. Doch gerade schlecht konfigurierte, über das Internet erreichbare Firewalls führen regelmäßig zu Sicherheitsvorfällen. Ihr bloßer Einsatz bietet daher keinen ausreichenden Schutz. Hinzu kommen neue Schwachstellen, Systeme und Geschäftsprozesse, die das Risiko rasch verändern können. Regelmäßige Informationen helfen, Gefährdungen zu erkennen und Präventionsmaßnahmen anzustoßen.

Spezialisierte Dienstleister können diese Aufgabe übernehmen – etwa durch jährliche standardisierte Risikobewertungen, monatliche Schwachstellenscans sowie die Auswertung tatsächlicher Cybervorfälle und Schadendaten. Die Ergebnisse helfen, Sicherheitsdefizite und Angriffsmuster einzuordnen und geeignete Maßnahmen abzuleiten. Makler benötigen dafür keine technischen Rohdaten, sondern verständlich aufbereitete Erkenntnisse. Ohne dass Vermittler selbst Analysen durchführen müssen, werden Beratungsanlässe geschaffen – bei Bedarf auch mit Unterstützung durch den Dienstleister.

Diese fünf Erfolgsfaktoren verhelfen Makler zu einem effizienten Geschäft mit Cyberversicherungen:

Die fünf Erfolgsfaktoren für das Maklergeschäft
1. Schutzniveau als Vertriebsinstrument nutzen

Viele Unternehmen unterschätzen ihre Cybergefährdung oder erkennen bislang keine Notwendigkeit für eine Cyberpolice. Konkrete, verständlich aufbereitete Risikoinformationen können das ändern: Sie zeigen Schwachstellen und mögliche Angriffspunkte auf und machen den Beratungsbedarf greifbar. Gerade bei bislang unversicherten Kunden können Makler so den Nutzen von Prävention und Versicherungsschutz erläutern und neue Abschlüsse anbahnen. Die Analysen liefern spezialisierte Dienstleister – der Makler muss sie weder erheben noch technisch bewerten.

2. Versicherbarkeit vor dem Antrag klären

Cyberversicherung muss trotz technischer Anforderungen kein kompliziertes Vermittlungsgeschäft sein. Makler sollten die grundlegenden Voraussetzungen der angefragten Versicherer kennen und frühzeitig mit ihren Kunden klären. Dazu zählen beispielsweise Multi-Faktor-Authentifizierung, funktionierende Backups und geregeltes Patchmanagement. Spezialisierte Dienstleister können helfen, den Sicherheitsstatus zu bewerten und Defizite zu beheben. Das reduziert Rückfragen, verkürzt Antragsprozesse und verbessert die Abschlusschancen. Einige Versicherer verzichten zudem auf Risikofragen, wenn die Einhaltung des erforderlichen Schutzniveaus im Zeitverlauf regelmäßig überprüft wird, etwa durch Sicherheitschecks von IT-Dienstleistern.

3. Sicherheitspflichten verständlich vermitteln

Nach einem Cybervorfall kann es für alle Beteiligten problematisch werden, wenn vereinbarte Sicherheitspflichten nicht eingehalten wurden. Makler sollten deshalb bereits im Beratungsgespräch erläutern, welche Anforderungen für den Abschluss gelten, welche Obliegenheiten der Vertrag vorsieht und was diese im Unternehmensalltag bedeuten – etwa wie die eben angesprochenen Backups, Multi-Faktor-Authentifizierung oder Updates. Praxisnahe Vorgaben der Versicherer und die Unterstützung durch Präventionsdienstleister erleichtern dies. Der Makler übersetzt die vertraglichen Anforderungen in verständliche Handlungsempfehlungen, ohne selbst IT-Berater sein zu müssen. Die technische Umsetzung bleibt Aufgabe des Unternehmens und seiner Fachpartner.

4. Präventionsleistungen der Cyberpolice aktiv nutzen

Viele Cyberpolicen enthalten bereits Leistungen spezialisierter Präventionsdienstleister, etwa Schwachstellenscans, Phishing-Trainings oder Sicherheitschecks. Das ist ein starkes Verkaufsargument: Kunden profitieren nicht erst im Schadenfall, sondern können ihre Sicherheit bereits vorher verbessern und Schäden möglicherweise ganz verhindern. Makler sollten diese Angebote deshalb hervorheben und zur Nutzung motivieren. Je nach Tarif und erfüllten Bedingungen sind weitere Vorteile möglich, etwa ein reduzierter Selbstbehalt im Schadenfall oder ein vertraglich vereinbarter Verzicht auf bestimmte Obliegenheitseinwände. So bietet der Makler Mehrwert, ohne selbst IT-Leistungen zu erbringen.

5. Bestandskunden ohne zusätzlichen Beratungsaufwand betreuen

Schon bei der Auswahl einer Cyberpolice sollten Makler darauf achten, dass sie neben Versicherungsschutz auch regelmäßige Sicherheitsanalysen und Präventionsleistungen umfasst. Besonders hilfreich sind Angebote, bei denen spezialisierte Dienstleister jährlich die Risikosituation prüfen, Sicherheitslücken aufzeigen und Verbesserungsmaßnahmen empfehlen. Der Kunde kann diese eigenverantwortlich und bei Bedarf mit fachlicher Unterstützung umsetzen. So lässt sich die Cyberresilienz regelmäßig überprüfen und gezielt verbessern, ohne dass der Makler jedes Jahr ein neues Beratungsgespräch führen muss. Frühzeitig erkannte und reduzierte Risiken können zudem helfen, risikobedingten Anpassungsbedarf beim Versicherungsschutz zu begrenzen. Das ermöglicht eine effiziente Bestandsbetreuung mit wenig Zusatzaufwand und schafft für Unternehmen Mehrwert über die reine Schadenabsicherung hinaus.

Prävention und Partnerschaften erleichtern den Vertrieb

Je komplexer die Cyberrisiken, desto wichtiger sind verständlicher Versicherungsschutz und wirksame Prävention. Die technische Komplexität muss dabei nicht beim Makler liegen: Versicherer können klare Anforderungen und schlanke Prozesse bieten, spezialisierte Dienstleister Risikoanalysen und Präventionsmaßnahmen übernehmen. Der Makler konzentriert sich auf Beratung und Vermittlung.

Bei der Produktauswahl zählen daher neben Preis, Deckungsumfang und Bedingungen auch integrierte Präventionsangebote und regelmäßige Risiko-Checks. Sie schaffen Mehrwert für Unternehmen, erleichtern die Kundenansprache und entlasten die Bestandsbetreuung. So lässt sich Cyberversicherung überzeugend und mit überschaubarem Aufwand vermitteln – auch wenn die Risiken immer komplexer werden.

Über Sören Brokamp

Sören Brokamp ist Geschäftsführer der Perseus Technologies GmbH. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Cyberversicherung und Cybersicherheitsbranche. Zuvor leitete er das Produktmanagement und Underwriting Cyber bei der HDI Versicherung und war dort maßgeblich an der Entwicklung und Skalierung innovativer Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen beteiligt.

Über Perseus

Perseus ist ein Anbieter von Cybersicherheitslösungen für den Versicherungssektor. Gemeinsam mit großen, etablierten Versicherungsunternehmen verbindet Perseus Risikobewertung, Prävention und 24/7-Notfallhilfe zu einem ganzheitlichen Ansatz für gezielte Risikosteuerung – insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Namensgeber ist der Held Perseus aus der griechischen Mythologie, der sich immer neuen Gefahren stellte – heute hilft Perseus Unternehmen dabei, Cyberrisiken zu erkennen, zu reduzieren und im Ernstfall zu bewältigen.

]]>
Welche BU-Versicherer empfehlen Makler weiter? http://www.asscompact.de/node/172955

Bei welchem Anbieter man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, will wohlüberlegt sein. Welche Versicherer empfehlen Versicherungsmakler weiter? Die Studie „AssCompact AWARD – BU/Arbeitskraftabsicherung 2026“ zeigt, welche Anbieter den höchsten NPS-Score erhalten.

172955 21. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement ]]>
Allianz Partners ernennt Simon Hennen zum neuen Sales Director http://www.asscompact.de/node/172954

Zum 01.12.2026 übernimmt Simon Hennen die Position des Sales Directors bei Allianz Partners Deutschland. Er wird die Vertriebsaktivitäten in Deutschland mit Fokus auf nachhaltiges Wachstum und strategische Partnerschaften verantworten.

172954 21. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Allianz Partners, Anbieter von Versicherungs- und Assistance-Dienstleistungen, gibt die Ernennung von Simon Hennen zum Sales Director mit Wirkung zum 01.12.2026 bekannt. In seiner neuen Funktion verantwortet er die gesamten Vertriebsaktivitäten in Deutschland mit Fokus auf nachhaltiges Wachstum und strategische Partnerschaften. Der 36-Jährige berichtet an Olivia Pauthner, Managing Director Deutschland, und folgt auf Mathias Grompe, der das Unternehmen zum Jahresende verlässt.

Hennen bringt zwölf Jahre internationale Erfahrung in den Bereichen Vertrieb, Geschäftsentwicklung und Strategie innerhalb der Allianz Gruppe mit. Er verantwortete als Head of Segments Telco & Retail den Aufbau globaler Partnerschaften in beiden Segmenten und konnte gemeinsam mit lokalen Teams neue strategische Partner für die Allianz gewinnen. Zuvor leitete er das CEO Office von Allianz Partners und war als Senior Country Manager Asia bei der Allianz SE tätig. (mki)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.
]]>
Apella arbeitet nicht mehr mit Netfonds zusammen http://www.asscompact.de/node/172953

Apella kündigt dem Hamburger Maklerpool Netfonds die Zusammenarbeit auf. Dies betrifft die Bereiche betriebliche Versorgung und private Krankenversicherung. Apella will damit ein „unmissverständliches Zeichen für echte Unabhängigkeit“ setzen, wie es vom Verbund heißt. Mehr zu den Hintergründen.

172953 21. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Die Apella AG beendet die Kooperation mit der Netfonds AG in den Gemeinschafts- und Spezialbereichen seiner Tochtergesellschaften bbvs GmbH, der Beratungsgesellschaft für betriebliche Versorgungssysteme, sowie der KVS GmbH, dem Kompetenzzentrum für Krankenversicherung. Als Auslöser dieser Entscheidung nennt der Maklerverbund die Übernahme der Netfonds-Gruppe durch Private-Equity-Investoren. Der US-amerikanische Risikokapitalgeber Warburg Pincus hatte sich im Frühjahr 53% der Aktien an Netfonds gesichert. Es folgte der Zusammenschluss von Netfonds und blau direkt unter dem Dach von Warburg Pincus, wie AssCompact berichtete.

Apella: Keine Zugeständnisse bei Unabhängigkeit

Die Zusammenarbeit mit Netfonds zu beenden, sei die notwendige und logische Konsequenz aus dem eigenen Unternehmensleitbild und einem jüngst veröffentlichten „Manifest der Unabhängigkeit“, wie es von Apella weiter heißt. „Wir machen bei der Unabhängigkeit unserer Partner keine Zugeständnisse“, betont Guntram Schloß, Vorstand der Apella AG. „Private-Equity-Übernahmen bringen naturgemäß fremde Renditeinteressen, Fremdkapitalbelastungen und mittelfristigen Verkaufsdruck in ein Unternehmen“. Eine Verflechtung mit Investoren, die nicht langfristig am Geschäftsmodell interessiert seien, widerspreche der Philosophie von Apella von Grund auf, so Schloß weiter.

Für die angebundenen Partner von Apella soll sich an der Beratungs- und Abwicklungsqualität in den betrieblichen Versorgungssystemen sowie der privaten Krankenversicherung nichts ändern. Der Verbund will die eigenen Fachteams und digitalen Schnittstellen in diesen Kernsparten gezielt weiter ausbauen. „Wir beweisen damit einmal mehr, dass Apella der sichere Hafen für all jene Berater ist, die ihr Lebenswerk und ihre Kundenbeziehungen nicht zum Spielball von Finanzinvestoren machen wollen“, unterstreicht Schloß. (tik)

Das könnte Sie auch interessieren:
]]>
Kfz: Afori und Comparit geben Kooperation bekannt http://www.asscompact.de/node/172952

Afori und Comparit starten eine strategische Partnerschaft im Bereich Kfz-Versicherung: Afori bindet seine KI-Agenten direkt an die API von Comparit an. Damit soll die Kfz-Wechselsaison für Makler zu einem großen Teil automatisiert laufen.

172952 21. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Afori, Wachstumspartner für Maklerunternehmen mit einer marktführenden KI Plattform, und Comparit, Anbieter von Vergleichssoftware, geben ihre strategische Partnerschaft bekannt. Dazu verbindet Afori seine spezialisierten KI-Agenten über die API mit dem Vergleichsrechner von Comparit. Zur Wechselsaison 2026 können Vermittler für ihre Kunden mit Beitragserhöhung neu rechnen und umdecken, ohne Daten von Hand zu übertragen, teilen die Unternehmen mit.

Kfz-Jahresendgeschäft enormer Aufwand

Für Makler heiße „Kfz-Wechselsaison“ Wochen manueller Arbeit: Fahrzeugdaten mit HSN und TSN, SF-Klasse, Fahrer und Fahrleistung zusammensuchen, in den Rechner übertragen, Angebote vergleichen und Kunden anschreiben. Das Kfz-Jahresendgeschäft sei jedes Jahr ein enormer Aufwand im Backoffice, ohne dass es wirklich zum Umsatz beitrage, so Fabian Wesemann, Mitgründer und CEO von Afori. „Mit Comparit schließen wir die Lücke zwischen Bestandsdaten und Tarifrechner. Der Makler berät, die KI rechnet das Angebot und bereitet eine personalisierte E-Mail vor.“

End-to-End in einem Prozess

Die Kfz-Tarifoptimierung bilden Afori und Comparit erstmals End-to-End in einem Prozess ab, wie die beiden Unternehmen mitteilen. Das Ganze funktioniert dann so: Afori liest die neuen Kfz-Prämien per BiPRO oder aus einem Export des Versichererportals und wählt alle Kunden mit deutlicher Beitragssteigerung aus. Dann liest Afori die Unterlagen, die im Maklerverwaltungsprogramm bereits vorliegen, z. B. Versicherungsschein, Nachtrag, letzter Antrag oder Beitragsrechnung. Daraus zieht sich die KI Werte wie Fahrzeug, SF-Klasse, Fahrer und Deckungsumfang.

Kontrolle liegt bei Makler

Betont wird, dass der Makler die Kontrolle behält. Er sehe zu jedem Wert, aus welchem Dokument dieser stammt, und gebe jede Kundenansprache frei. Wenn eine Angabe noch nicht vorhanden ist, fragt Afori direkt bei den Kunden nach.

Angebote in Echtzeit

Comparit wiederum rechnet nun für die Kunden in Echtzeit die Angebote des Marktes. Der Makler konfiguriert die automatische Auswahl von Angeboten einmalig nach seinen Beratungskriterien. Afori wählt schließlich drei passende Tarife aus und formuliert eine persönliche Kundenmail. Das Nachfassen der Angebote, Rückfragen zu den Tarifen und den Antragsprozess kann der Makler im Anschluss KI-gestützt im Vorgangsmanagement von Afori steuern. Auch der Wechselantrag lasse sich direkt aus Afori über Comparit stellen. (lg)

Lesen Sie auch:
Vergleichsprogramme: „Markt braucht neutralen Anbieter“
Die Favoriten der Makler in der privaten Kfz-Versicherung
]]>
Elementarschutz: Bundesregierung legt Vorschlag vor http://www.asscompact.de/node/172951

Die Bundesregierung legt einen Diskussionsvorschlag für einen besseren Versicherungsschutz gegen Elementarschäden vor. Im Fokus stehen dabei Neu- und Bestandsverträge, eine mögliche günstigere Mindestversicherung sowie neue Regeln zu Selbstbehalten und zur Umlage der Kosten auf Mieter.

172951 21. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Hochwasser, Starkregen und andere Naturgefahren sollen künftig deutlich breiter versichert werden. Konkrete Maßnahmen dazu ließ die Bundesregierung bislang vermissen. Nun haben das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und das Bundesministerium der Finanzen (BMF) einen entsprechenden Diskussionsvorschlag vorgelegt.

Neue Wohngebäudeversicherungen sollen Elementarschutz enthalten

Für Neuverträge soll künftig gelten: Wer eine Wohngebäudeversicherung abschließt, soll dabei ein Angebot erhalten, das auch Schäden durch Elementargefahren abdeckt. Bislang müssen Versicherungsnehmer den Elementarschutz in der Regel gesondert einschließen. Für Eigentümer soll der Selbstbehalt im Schadenfall auf maximal 20.000 Euro begrenzt werden.

Bestehende Verträge könnten automatisch erweitert werden

Auch für bestehende Wohngebäudeversicherungen sieht das Papier eine Erweiterung vor. Eigentümer, die bislang keinen Elementarschutz vereinbart haben, sollen ein entsprechendes Erweiterungsangebot erhalten. Entscheidend ist dabei eine geplante automatische Lösung: Reagiert der Versicherungsnehmer nicht auf das Angebot, soll der bestehende Vertrag ein Jahr nach Inkrafttreten der neuen Regelungen automatisch um den Schutz gegen Elementargefahren erweitert werden.

Günstigere Variante mit höherem Selbstbehalt im Gespräch

Völlig offen ist noch, ob Versicherungsnehmer künftig zwischen unterschiedlichen Varianten wählen können. Geprüft werden soll eine günstigere Mindestversicherung mit reduziertem Leistungsumfang. Im Gegenzug müssten Eigentümer bei einem Schaden einen deutlich höheren Eigenanteil tragen. Bis zu 100.000 Euro der entstandenen Kosten könnten dann selbst zu tragen sein. Ob und in welcher Form diese Option umgesetzt wird, soll im weiteren Verfahren geklärt werden.

Keine Umlage der Kosten auf Mieter?

Nicht nur Eigentümer, auch Mieter könnten von den geplanten Änderungen betroffen sein. Das BMJV und das BMF wollen prüfen, ob gesetzlich ausgeschlossen werden kann, dass Vermieter die Kosten für den Elementarschutz auf ihre Mieter umlegen.

Verbände und Länder können Stellung nehmen

Mit dem jetzt veröffentlichten Papier beginnt zunächst die Diskussion über die konkrete Ausgestaltung. Länder und Verbände wurden aufgefordert, zu den Vorschlägen Stellung zu nehmen. Dafür läuft eine Frist bis zum 02.12.2026.

Die eingehenden Stellungnahmen sollen anschließend auf der Internetseite des BMJV veröffentlicht werden. Erst danach soll auf Grundlage der Diskussionen ein Gesetzentwurf erarbeitet werden. (bh)

]]>
Wie ERGO sich im Maklermarkt positioniert http://www.asscompact.de/node/172948

Der Maklermarkt ist für ERGO ein wichtiger Wachstumstreiber. Im Interview sprechen die drei Maklerverantwortlichen des Konzerns über Digitalisierung, die Konsolidierung des Maklermarktes sowie wichtige Geschäftsperspektiven – und darüber, warum ERGO auch weiterhin auf persönliche Beratung setzt.

172948 21. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement Interview mit Peter Koßmann (Bereichsleiter Makler und Kooperationen Schaden/Unfall bei der ERGO Versicherung AG, Mitte), Christoph Klawunn (Vorstandsvorsitzender der ERGO Direkt AG und Mitglied der Vorstände der ERGO Krankenversicherung AG und der DKV Deutsche Krankenversicherung AG, rechts im Bild) und Dr. Oliver Horn (Vorstandsvorsitzender der ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG, links im Bild)
Herr Koßmann, Herr Klawunn, Herr Dr. Horn, welche strategische Bedeutung hat der Maklervertrieb für ERGO?

Peter Koßmann In Schaden/Unfall haben wir uns über die vergangenen Jahre als absatzstärkster Vertriebskanal etabliert. Für mich steht außer Frage, dass wir diese Erfolgsstory fortschreiben wollen. Entscheidend für unseren Erfolg ist dabei, dass wir die Maklerzufriedenheit nachhaltig stärken. Daran arbeiten wir intensiv.

Christoph Klawunn Auch in der Krankenversicherung ist der Maklermarkt neben unseren anderen Vertriebskanälen eine ganz wichtige Säule, in der wir weiter sowohl in Technologie als auch in Personal investieren werden.

Dr. Oliver Horn In der Lebensversicherung investieren wir viel in den Maklermarkt und bauen unsere Betreuung weiter aus. Wir haben unser Personal deutlich aufgestockt und werden es auch künftig ausbauen. Wir setzen auf die Beratung beim Kunden und Makler vor Ort. In den vergangenen Jahren sind wir im Maklermarkt im Schnitt um 30% gewachsen. Für uns ist das ein starkes Wachstumssegment. Dazu haben wir in Produkte, Prozesse und Personal investiert.

Einfache und digitale Prozesse sind dabei ein wichtiges Thema. Wo setzt ERGO konkret an und welche Rolle spielt KI?

OH Die Prozesse müssen stimmen. Es muss dem Makler so einfach wie möglich gemacht werden, weil er die Auswahl zwischen allen Versicherern hat – und das ist auch gut so. Wir werden als ERGO-Konzern in den nächsten fünf Jahren noch einmal mehr als 20 Mio. Euro in die Verbesserung der Prozesse im Maklervertrieb investieren. Dieses Thema muss laufend weiterentwickelt werden.

PK KI ist eminent wichtig und wir investieren stark in die Entwicklung. Ein Beispiel sind große industrielle Ausschreibungen mit umfangreichen Unterlagen und Brandschutzkonzepten. KI kann helfen, diese schnell und effizient auszulesen und zu strukturieren. Dadurch gewinnen wir kostbare Zeit, die wir in den Ausbau unserer Geschäftsbeziehungen einbringen können.

Trotz Digitalisierung und KI setzen Sie also weiterhin auf persönliche Betreuung. Wo bleibt der persönliche Ansprechpartner unverzichtbar?

CK KI wird ein wesentlicher Hebel für Prozessoptimierungen sein. Gleichzeitig nutzen auch Makler und Kunden immer mehr KI-Tools. Aber gerade bei langfristigem Geschäft wie in der Krankenversicherung behält das persönliche Gespräch mit dem Makler, die Erfahrung und Expertise der Maklerbetreuer und Key Account Manager eine hohe Relevanz.

OH KI kann ergänzen und unterstützen, aber die persönliche Beratung nicht ersetzen. Gerade in der Altersvorsorge ist das persönliche Umfeld entscheidend, um eine passgenaue Lösung für den Kunden zu finden.

Der Maklermarkt konsolidiert sich, größere Maklergruppen gewinnen an Bedeutung. Wie verändert das die Zusammenarbeit – und was bedeutet das für kleinere Makler?

PK Ich sehe größere Maklereinheiten zunächst als Chance, weil damit auch eine stärkere Professionalisierung sowie der Aufbau einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur einhergehen. Darauf müssen wir uns ausrichten, insbesondere mit Ansprechpartnern auf Managementebene, aber auch dezentral für die Mitgliedsunternehmen vor Ort. Parallel behalten wir auch kleinere Makler im Fokus. Mit guten digitalen Prozessen wollen wir für alle Makler nahbar und erlebbar sein.

OH Wir Versicherer können und wollen den Maklern nicht vorschreiben, wie sie ihr Geschäft betreiben sollten. Wir machen Angebote: Betreuung vor Ort, aber ebenso die Möglichkeit, Geschäft über Konsolidierer oder Pools einzureichen. Egal, wie sich ein Makler entscheidet, wir unterstützen ihn dabei.

Herr Koßmann, in Schaden/Unfall wollen Sie insbesondere im Gewerbe- und Industriesegment wachsen. Wo sehen Sie Potenzial?

PK Der Maklervertrieb Schaden/Unfall ist bei ERGO seit jeher auf Gewerbe und Industrie fokussiert. Genau dort wollen wir weiterwachsen und unsere Stärken ausbauen. Maßgeblich ist in diesem Segment ein exzellenter Umgang mit Daten. Deshalb investieren wir in unser Maklerportal und in Automatisierung. Ein wichtiges Stichwort ist BiPRO, um End-to-End-Fähigkeit in den Prozessketten herzustellen. Dies wird nach meiner Überzeugung ein Differenzierungsmerkmal sein.

Welche Bedeutung hat dabei die Prävention?

PK Prävention spielt gerade in der Industrieversicherung eine bedeutende Rolle. Denken Sie etwa an eine Brandschutzbesichtigung, die der Kunde gemeinsam mit seinem Makler und unserem Underwriter durchführt. Dabei geht es darum, Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dieser persönliche Einsatz und die fachliche Expertise sind unabdingbar.

Auch bei Cyber wollen wir die Risiken versicherbar halten. Dafür müssen vor dem Schaden die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. Deshalb investieren wir bereits in unseren Produkten in entsprechende Sicherheitspakete. Prävention ist unglaublich wichtig, um die Versicherbarkeit der Risiken nachhaltig sicherzustellen.

Herr Klawunn, welche Auswirkungen erwarten Sie durch die geplanten Reformen in der gesetzlichen Krankenversicherung auf die PKV?

CK Durch eine höhere Beitragsbemessungsgrenze wird der Krankenversicherungsschutz in der GKV teurer. Hinzu kommen höhere Zuzahlungen und Eigenanteile, etwa bei Medikamenten. Das erhöht die Attraktivität der privaten Krankenversicherung. Insgesamt erwarten wir daher Wachstum sowohl in der Ergänzungs- als auch in der Vollversicherung.

Wir reagieren auf die Reformen mit einer Produktoffensive. In der Ergänzungsversicherung bieten wir beispielsweise bei der ERGO Krankenversicherung den neuen Tarif „Gesundheit und Vorsorge“ an. Versicherte bekommen hier einen Zuschuss zu Vorsorgeuntersuchungen, die über den gesetzlichen Leistungsumfang hinausgehen, sowie einen Zuschuss zu Sehhilfen und in den beiden höheren Stufen auch zu weiteren Hilfsmittel In der Vollversicherung haben wir bei der DKV einen neuen Optionstarif herausgebracht, der 15 Jahre lang die Möglichkeit eröffnet, ohne erneute Gesundheitsprüfung in die Vollversicherung und ausgewählte Ergänzungstarife der DKV zu wechseln.

Die betriebliche Krankenversicherung bezeichnen Sie als „absoluten Wachstumsmarkt“. Was treibt die Nachfrage?

CK Die bKV hat sich als absoluter Wachstumsmarkt etabliert. Viele Arbeitgeber haben die Vorteile erkannt, sowohl im Hinblick auf Mitarbeiterzufriedenheit und als auch der Mitarbeitergewinnung: Gerade bei jüngeren Menschen ist die bKV ein relevantes Argument bei der Wahl des Arbeitgebers, da sie Zuzahlungen in der GKV ausgleichen und zusätzlichen Krankenversicherungsschutz bietet.

Wichtig sind außerdem smarte digitale Prozesse. Bei der bKV haben wir es mit unterschiedlichen Beteiligten zu tun: Arbeitgebern, Vermittlern und Versicherern. In diesen unterschiedlichen Konstellationen müssen wir für alle ein gutes digitales Erlebnis schaffen.

Wir nehmen einen spürbaren Anstieg an Ausschreibungen von Unternehmen wahr und erhalten sehr viele Anfragen.

Herr Dr. Horn, wie positioniert sich ERGO bei der Reform der geförderten privaten Altersvorsorge und was bedeutet sie für bestehende Riester-Kunden?

OH Grundsätzlich freue ich mich über die Diskussion, weil sie deutlich macht, wie wichtig es ist, privat kapitalgedeckt fürs Alter vorzusorgen. Wir werden alle vom Gesetzgeber vorgesehenen Produktvarianten anbieten: ein Standarddepot, ein Altersvorsorgedepot und ein Garantieprodukt. Wir werden sowohl eine lebenslange Rente als auch den vorgesehenen Auszahlplan anbieten. Bei unserem fondsgebundenen Garantieprodukt kann der Kunde eine 100%ige Bruttobeitragsgarantie wählen.

Bei bestehenden Riester-Kunden ist die Situation sehr individuell. Unter den konzernweit mehr als 500.000 Riester-Verträgen im Bestand gibt es beispielsweise Verträge mit bis zu 3,25% Garantiezins. Wenn ein Kunde kurz vor Rentenbeginn steht, muss man überlegen, ob ein Wechsel in ein Altersvorsorgedepot wirklich richtig ist. Es gibt auch viele Verträge mit Zusatzversicherungen. Wir werden sowohl einen einfachen Förderwechsel als auch die Deckungskapitalübertragung in ein neues Altersvorsorgedepot begleiten.

Welche Bedeutung wird die persönliche Beratung bei der neuen geförderten Altersvorsorge spielen, gerade auch im Wettbewerb mit anderen Anbietern?

OH Förderung braucht Beratung! Ich bin überzeugt: Altersvorsorge ist einfach zu kompliziert und zu komplex, um auf persönliche Beratung zu verzichten. Aber natürlich kann sich der Kunde auch für das Standarddepot entscheiden, bei dem der Gesetzgeber keine Beratung vorsieht.

Den Wettbewerb scheue ich überhaupt nicht. Ich freue mich sogar darüber und bin überzeugt, dass wir sowohl im Maklervertrieb als auch in den anderen Vertrieben mit unserer Beratung dem Kunden weiterhelfen können. Das ist ja kein Handyvertrag, den ich monatlich kündigen kann. Bei erfolgreicher Altersvorsorge geht es um eine sehr langfristige Bindung. Deshalb sehe ich gerade in der Beratung einen entscheidenden Erfolgsfaktor.

Lesetipp der Redaktion:
„Vertrieb bleibt ein Zukunftsberuf“
]]>
So steht die Gen Z zum Immobilienkauf http://www.asscompact.de/node/172950

Interhyp hat die Ergebnisse der neuen Wohntraumstudie präsentiert. Vor fünf Jahren stand die Generation Z zum ersten Mal im Mittelpunkt. Nun nimmt die Studie erneut die junge Generation und deren Einstellungen zum Immobilienkauf sowie deren Wünsche rund ums Wohnen in den Blick.

172950 21. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Seit dem Jahr 2011 führt der Baufinanzierungsvermittler Interhyp inzwischen die Wohntraumstudie durch. Dabei werden regelmäßig die Wünsche, Einstellungen und Einschätzungen der Menschen in Deutschland rund um Wohnen und Wohneigentum beleuchtet. Fünf Jahre nach dem ersten Schwerpunkt der Studie auf der Generation Z liegt der Fokus abermals auf der jungen Generation. Wie die Analyse zeigt, bleibt der Wunsch nach Wohneigentum stark. Die jungen Menschen sind bereit, länger dafür zu sparen, ihre Pläne zu verschieben oder ihre Vorstellungen vom Wunschobjekt anzupassen. Gleichzeitig zeigt die Wohntraumstudie, wie stark die familiäre Ausgangslage beeinflusst, ob junge Menschen einen Immobilienkauf für machbar halten.

Auch Gen Z träumt weiterhin vom Eigenheim

Ein schönes Zuhause bleibt laut Interhyp ein zentraler Wunsch der Menschen in Deutschland. So möchten 68% der Mieter in den eigenen vier Wänden leben. Für rund die Hälfte der Befragten stellt die eigene Immobilie ein Lebensziel oder einen großen persönlichen Traum dar. Wer bereits ein Eigenheim besitzt, ist mit dieser Entscheidung in 97% der Fälle zufrieden.

Auch bei der Gen Z ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden groß. 93% der 23- bis 30-Jährigen wünscht sich ein schönes Zuhause. Unter den zur Miete wohnenden jungen Menschen hat sich das Kaufinteresse laut der Umfrage im Vergleich zu 2021 sogar erhöht: Damals gaben 73% der 18- bis 25-jährigen Mieter an, an einem Immobilienerwerb interessiert zu sein. In der aktuellen Umfrage sind es 80% der 23- bis 30-jährigen Mieter. Rund die Hälfte der 23- bis 30-Jährigen sagt zudem, ihr Wunsch nach Eigentum sei in den vergangenen Jahren stärker geworden. Lediglich bei 15% hat sich der Wunsch abgeschwächt.

„Die junge Generation hat den Traum vom eigenen Zuhause keineswegs aufgegeben. Im Gegenteil: Wohneigentum steht auch für viele junge Menschen für Sicherheit und Stabilität in einer Zeit, die von zahlreichen Unsicherheiten geprägt ist. Gleichzeitig trifft der Wohntraum zunehmend auf die Realität. Und dann stellt sich sehr schnell die Frage: „Was kann ich mir tatsächlich leisten?“, sagt Thomas Kreil, Managing Director Privatkundengeschäft bei Interhyp.

Mehr Pragmatismus auf dem Weg ins Eigenheim

Wenn es um die Leistbarkeit geht, würden 41% der 23- bis 30-jährigen Mieter mit Kaufwunsch länger oder mehr sparen. 33% würden den Kauf auf einen späteren Lebensabschnitt verschieben. Nur 5% würden sich bewusst auf ein langfristiges Leben zur Miete einstellen. Kompromisse würde die junge Generation auch beim Wunschobjekt machen. Für 65% der kaufinteressierten 23- bis 30-Jährigen wäre es denkbar, außerhalb oder ländlicher zu wohnen. 41% würden weniger Wohnfläche akzeptieren und 40% würden sich für einen anderen Immobilientyp entscheiden.

„Die Gen Z ist bereit zu sparen, zu warten und bei der Immobilie Kompromisse einzugehen. Das widerspricht auch dem verbreiteten Klischee einer Generation, der Disziplin oder Verzicht gerne abgesprochen werden. Unsere Studie zeigt vielmehr: Der Wunsch nach Eigentum ist da, aber die jungen Menschen gehen sehr realistisch mit ihren Möglichkeiten um“, erklärt Kreil.

Finanzielle Vorbereitung von großer Relevanz

Die finanzielle Vorbereitung ist von großer Bedeutung. 23- bis 30-jährige Eigentümer erzählen im Rückblick, durchschnittlich rund acht Jahre für Wohneigentum gespart zu haben. Mieter gleichen Alters mit Kaufwunsch, die derzeit sparen, machen dies bislang durchschnittlich seit 4,7 Jahren. 31% der jungen Eigentümer haben regelmäßig eine feste Rate gespart. Bei den gleichaltrigen Mietern mit Kaufwunsch sind es 19%. Die Studie zeigt aber auch: Wenn wenig oder gar nicht für Wohneigentum gespart wird, liegt dies insbesondere an begrenzten finanziellen Spielräumen durch das eigene Einkommen und an den hohen Lebenshaltungskosten.

So steht es um das Eigenkapital

Junge Käufer im Alter von 18 bis 30 Jahren bringen aktuell im Schnitt rund 95.000 Euro Eigenkapital in ihre Finanzierung ein. Laut Wohntraumstudie hält nur rund die Hälfte der 23- bis 30-jährigen Mieter mit Kaufwunsch den Erwerb von Wohneigentum für sicher oder eher möglich. Bei der Frage, warum die einen den Immobilienkauf für die erreichbar halten, die andere hingegen nicht, kommt die familiäre Unterstützung zum Tragen. So gehen 66% der kaufinteressierten 23- bis 30-jährigen Mieter damit, dass die Familie ihnen finanziell beim Kauf unter die Arme greift. Gemeint sei dabei ausdrücklich nicht nur ein mögliches Erbe. Familiäre Unterstützung kann beispielsweise auch eine Schenkung, ein privates Darlehen, eine Bürgschaft oder eine andere Form der Unterstützung sein, so Interhyp. Von den jungen Kaufinteressierten ohne erwartete familiäre Unterstützung halten 32% Wohneigentum für realisierbar. Unter denjenigen, die Unterstützung erwarten, ist der Anteil mit 67% deutlich höher.

„Familiäre Unterstützung ist keine Voraussetzung für Wohneigentum. Rund ein Drittel der jungen Eigentümerinnen und Eigentümer hat den Kauf ohne diese Hilfe geschafft. Aber unsere Daten zeigen einen deutlichen Zusammenhang: Wer Unterstützung aus der Familie erwarten kann, hält den eigenen Immobilienkauf sehr viel häufiger für machbar. Wenn die familiäre Ausgangslage so stark mit der wahrgenommenen Erreichbarkeit des eigenen Zuhauses zusammenhängt, ist das ein Signal, das wir ernst nehmen sollten“, betont Kreil.

Realistische Planung gefragt

Für Interhyp ergeben sich aus der Umfrage zwei Schlussfolgerungen: Zum einen brauche es bessere strukturelle Startbedingungen. Zum anderen sollten sich Kaufinteressierte frühzeitig über die eigenen finanziellen Möglichkeiten Klarheit verschaffen. Denn zwischen dem Gefühl, sich Wohneigentum nicht leisten zu können, und einer tatsächlich durchgerechneten Finanzierung liege ein Unterschied.

Wo die Politik am Zug ist

Individuelle Finanzierungsplanung allein kann strukturelle Einstiegshürden aber nicht aus dem Weg räumen. Hier weist Interhyp auf die Erwerbsnebenkosten als Hemmschuh hin, da sie in der Regel aus eigenen Mitteln getragen werden müssten. Der Baufinanzierungsvermittler plädiert deshalb unter anderem für Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer für Ersterwerber aus. Auch staatliche Bürgschaften sowie eigenkapitalersetzende oder zinsvergünstigte Nachrangdarlehen könnten Haushalte mit stabilem Einkommen unterstützen, bei denen es an ausreichend Eigenkapital mangelt.

Zur Methodik 2026

Insgesamt wurden im Zeitraum vom 18.08. bis 01.09.2026 insgesamt 1.523 Menschen befragt. Um belastbare Aussagen zur jungen Generation treffen zu können, wurde deren Anteil in der Stichprobe gezielt erhöht. Unter den Befragten sind 407 Personen zwischen 23 und 30 Jahren sowie 173 Personen zwischen 18 und 22 Jahren. Für repräsentative Aussagen zur Gesamtbevölkerung wurde dieser Gen-Z-Boost durch eine statistische Gewichtung ausgeglichen. (tik)

Lesen Sie außerdem:
Weitere News rund um die Themen Immobilien und Baufinanzierung gibt es in unserer Rubrik „Immobilen“.
]]>
Bauzinsen hoch wie lange nicht http://www.asscompact.de/node/172947

Die Bauzinsen bewegen sich weiter auf einem erhöhten Niveau. Laut Daten des Kreditvermittlers Interhyp liegen zehnjährige Darlehen im Schnitt derzeit bei fast 4,5%. Wie sich die Zinsen nach Einschätzung von Immobilienexperten in den kommenden Wochen entwickeln dürften.

172947 21. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Der Baufinanzierungsvermittler Interhyp hat ein Zinsupdate vorgelegt. Demnach stabilisieren sich die Immobilienfinanzierungszinsen auf einem erhöhtem Niveau. Für zehnjährige Darlehen liegen sie aktuell bei rund 4,4% (Stand 15.10.2026). Auch in den kommenden Wochen dürften sich die Zinsen weiterhin auf diesem Niveau bewegen, wie es von Interhyp heißt. Gründe für den jüngsten Anstieg seien laut Interhyp vor allem das Wiederaufflammen des Iran-Kriegs und die daraus resultierenden Inflationssorgen. „Solange sich die Lage rund um den Iran-Konflikt nicht beruhigt, ist nicht mit einem substanziellen Rückgang bei den Bauzinsen zu rechnen. Und auf eine Entspannung in Nahost deutet gerade wenig hin“, erklärt Ingo Foitzik, Vertriebsvorstand bei Interhyp. 

Kurzfristig Seitwärtsbewegung erwartet

Für die kommenden ein bis zwei Monate gehen 80% der für das Interhyp-Bankenpanel befragten Institute von gleichbleibenden Bauzinsen aus. 20% sind der Meinung, die Zinsen dürften sinken. Einen kurzfristigen Anstieg erwartet für die kommenden Wochen aktuell niemand im Panel.

Hinter der erwarteten Stabilisierung stehe auch die Einschätzung, dass die Finanzmärkte mögliche weitere Zinsschritte der Notenbanken bereits weit vorweggenommen haben. „Die Finanzmärkte haben mittlerweile mehrere EZB-Zinserhöhungen eingepreist. Bis zu vier. Es ist nicht davon auszugehen, dass die EZB wirklich so viele Zinsschritte liefern wird“, heißt es von einem Teilnehmer aus dem Panel.

Experten uneins, wie es perspektivisch weitergehen dürfte

Auf längere Sicht zeigen sich die befragten Institute bei den Prognosen uneins: So gehen 60% von fallenden Bauzinsen aus, während 40% mit einem weiteren Anstieg rechnen. Eine eindeutige Richtung sei am Markt derzeit nicht erkennbar, so das Fazit von Interhyp.

„Bei den Anleiherenditen im Euroraum und damit den Baufinanzierungszinsen dominieren die Aufwärtsrisiken. Denn in vielen Staaten sind die Haushaltsdefizite viel zu hoch, ohne Aussicht auf notwendige Haushaltskorrekturen“, so ein Panel-Teilnehmer.

Was Kaufinteressierten zu raten ist

Kaufinteressierten empfiehlt Foitzik, mit dem aktuellen Niveau zu kalkulieren. Mit Blick auf die aktuelle Marktlage lohne es sich, Kaufpreise zu verhandeln. Gerade bei Bestandsimmobilien seien Abschläge bei den Preisen möglich. Zudem sollten Kaufinteressierte so viel Eigenkapital einbringen wie möglich. (tik)

Weitere News rund um den Immobilienmarkt und den Bereich Baufinanzierung finden Sie in unserer Rubrik „Immobilien“.
]]>
Franke und Bornberg beleuchtet PKV-Tarife für Beamte http://www.asscompact.de/node/172938

Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat eine neue Fassung ihres PKV-Ratings für Beamte herausgebracht. Die Ergebnisse sind überwiegend nicht berauschend. Nur wenige Tarife erhalten die Höchstnote, die meisten Tarife liegen im Mittelfeld.

172938 20. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Um die private Krankenversicherung drehen sich derzeit die Schlagzeilen. Primär dürfte das an der Verkündung des PKV-Verbands liegen, dass sich die Prämien für viele Privatversicherte zum Jahreswechsel im Schnitt um 13% erhöhen dürften. Das Ratinghaus Franke und Bornberg veröffentlichte kurz zuvor sein Rating zur privaten Krankenvollversicherung und legt nun mit seinem Rating zu den besten PKV-Tarifen für Beamte nach.

Franke und Bornberg gewichtet in dieser Iteration Finanzstärke, Beitragsentwicklung und Service stärker. Die Ergebnisse des Ratings sind eher mittelprächtig: Nur 2,7% der Tarife im Notenspiegel erreichen die Höchstnote FFF+ hervorragend. Laut Franke und Bornberg kommt es auch vor dem Hintergrund der anstehenden Beitragserhöhungen (für Beihilfeberechtigte sind es durchschnittlich 11,4%) mehr denn je darauf an, wie stabil der Versicherer wirtschaftet und wie er seine Kunden durch das Gesundheitssystem lotst. Weiterhin sei der Markt der PKV für Beamte besonders kleinteilig, weil sich die Beihilfeansprüche zwischen Bund und Ländern sowie je nach Familienstand unterscheiden.

Das ist neu im Rating

Franke und Bornberg überträgt die Neuerungen aus dem zuletzt veröffentlichten PKV-Voll-Rating vollständig auf die Tarife für Beamte. Dabei prägen vier Änderungen den aktuellen Ratingjahrgang:

  • Mehr Gewicht für den Versicherer hinter dem Tarif: Bereits seit dem letzten Update fließen Ergebnisse aus dem map-report in das Rating ein. Sie bilden die finanzielle Stärke der Gesellschaften, die langfristige Beitragsentwicklung sowie Unterstützung und Services für Kunden ab. Franke und Bornberg erhöht die Gewichtung dieser Faktoren. Neu hinzu kommt der Nachhaltigkeits-Score von Franke und Bornberg als Maßstab für das Engagement der Versicherer in diesem Bereich.
  • Hilfsmittelversorgung: Steuerungsinstrumente bewertet Franke und Bornberg künftig nicht mehr per se negativ. Für die Ratingklassen FFF+ und FFF dürfen Tarife die volle Erstattung von Hilfsmitteln nun an ein Beschaffungsmanagement des Versicherers knüpfen.
  • Transportkosten zu ambulanten Behandlungen: Tarife ohne Anspruch auf Erstattung von Fahrten zu ambulanten Behandlungen wie Dialyse oder Strahlentherapie erhalten höchstens die Note F+ ausreichend.
  • Versorgung am Lebensende: Erstmals bewertet Franke und Bornberg mit zwei Detailkriterien Leistungen für die ambulante Palliativmedizin und für stationäre Hospizdienste.
PKV-Beamte-Rating: Das sind die Ergebnisse

Nur 26 von 959 Tarifen im Notenspiegel erhalten die Höchstnote FFF+ hervorragend. Das entspricht 2,7%. Lediglich 86 Tarife (9,0%) erreichen die Note FFF sehr gut. Die meisten Tarife liegen im Mittelfeld: 364 Tarife (38%) erhalten die Note FF+ gut, 471 Tarife, also knapp die Hälfte, die Note FF befriedigend. Mehr als jeder zweite Tarif kommt damit nur auf FF befriedigend oder schlechter. Das betrifft 483 Tarife oder 50,4%. Häufig liegt das daran, dass ein Tarif im Krankenhaus nur Regelleistungen erstattet: Chefarztbehandlung und Zweibettzimmer gehören zu den Mindeststandards für die Note FF+ gut. Zwölf Tarife erreichen lediglich F+ ausreichend. Mangelhafte oder ungenügende Tarife gibt es im aktuellen Notenspiegel nicht.

 

PKV für Beamte: Über die Hälfte aller Tarife nur „befriedigend“ oder schlechte

 

Weiterhin bieten nur fünf der 26 Versicherer mindestens einen Tarif mit der Höchstnote FFF+ hervorragend, erklärt Franke und Bornberg.

So funktioniert das Rating

Franke und Bornberg wählt für den Notenspiegel eine feste Konstellation aus Bundesland und Familienstand. Der Notenspiegel umfasst diesmal etwas mehr Tarife als zuletzt (861 im Jahr 2025), weil für einige Versicherer Konstellationen mit Options- und Kurtarifen ergänzt wurden. Tarife für Beamtenanwärter bewertet Franke und Bornberg nach demselben Verfahren.

Das Rating verbindet die Bewertung der Tarifbedingungen mit Kennzahlen zu Finanzstärke, Beitragsentwicklung und Service aus dem map-report sowie dem Nachhaltigkeits-Score. Damit bildet es Aspekte aller vier Bewertungsdimensionen von Franke und Bornberg ab: Bedingungen, Stabilität und Nachhaltigkeit sowie die Dimension Beiträge über die Beitragsentwicklung aus dem map-report.

Analysiert werden Tarife von 26 Versicherern in 20 Untersuchungsbereichen mit 134 Detailkriterien. Die finanzielle Stabilität aus dem map-report fließt mit bis zu 1.000 Punkten ein, der Nachhaltigkeits-Score mit bis zu 500 Punkten. Die Höchstnote FFF+ erhalten Tarife, die mindestens 85% der maximal 23.925 Punkte erreichen. Zusätzlich müssen sie Mindeststandards erfüllen, darunter freie Arztwahl, volle Kostenübernahme für das Einbettzimmer, einen offenen Hilfsmittelkatalog und mindestens 50 Sitzungen ambulante Psychotherapie.

Darum wird Gesundheitsmanagement wichtiger

Die Kosten im Gesundheitswesen steigen in allen Leistungsbereichen. Franke und Bornberg erklärt unter Berufung auf den PKV-Verband, dass die Versicherungsleistungen der PKV 2025 in der Summe um 7,2% auf 42,1 Mrd. Euro gestiegen sind, was sich zum Jahreswechsel auch bei Beamten in den Beiträgen niederschlage.

Deshalb gewinnen nach Analyse des Ratinghauses Leistungen an Gewicht, die die Versorgung steuern, ohne sie zu verschlechtern. Dazu gehören ein strukturiertes Gesundheitsmanagement mit persönlicher Begleitung im Case- und Diseasemanagement sowie ein Beschaffungsmanagement für Hilfsmittel. Der PKV-Verband sieht in solchen Versorgungsprogrammen ein Mittel, um Fehl- und Überversorgung zu vermeiden. Franke und Bornberg prüft das Gesundheitsmanagement der Versicherer im map-report und bezieht die Ergebnisse in das Rating ein.

Zusammenfassend zählt für Beamte neben dem Bedingungswerk die Frage, ob der Versicherer über Jahrzehnte stabil wirtschaftet. Laut Franke und Bornberg sollten Vermittler bei der Tarifauswahl deshalb gezielt auf Lücken wie fehlende Transportkosten oder Palliativleistungen achten und das Gesundheitsmanagement des Versicherer in die Beratung einbeziehen. (mki)

]]>
Roland Brandt neuer Chief Insurance Officer bei WECOYA http://www.asscompact.de/node/172942

Roland Brandt wird zum 01.11.2026 als Geschäftsführer und Chief Insurance Officer in die Geschäftsführung der WECOYA UNDERWRITING GmbH eintreten. Er soll gemeinsam mit CEO Peter Bangsgaard und CCO Tim Lamm die strategische Weiterentwicklung von WECOYA gestalten.

172942 20. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Zum 01.11.2026 wird Roland Brandt Chief Insurance Officer (CIO) und tritt in die Geschäftsführung der WECOYA UNDERWRITING GmbH ein. Er wird gesamtverantwortlich für die Versicherungsprodukte und das Underwriting, die Zusammenarbeit mit den Versicherungspartnern sowie die Bereiche Business IT und Compliance sein. Zusammen mit CEO Peter Bangsgaard und CCO Tim Lamm soll Brandt die strategische Weiterentwicklung von WECOYA gestalten.

Brandt verfügt über mehr als 15 Jahre Führungserfahrung in der internationalen Versicherungsbranche. Seit 2015 arbeitete er in verschiedenen Managementpositionen für AXA XL, zuletzt als Head of Crisis Management Special Risks sowie Political Risks, Credit & Bond. Im Laufe seiner Karriere war er für komplexe Geschäftseinheiten und Portfolios über mehrere Märkte hinweg verantwortlich. Sein Fokus liegt u. a. auf der Integration von Geschäftseinheiten, der Umsetzung strategischer Transformationsvorhaben und der Entwicklung zukunftsorientierter Underwriting-Strategien. Dabei verbinde er klare Governance mit operativer Exzellenz und konsequentem Ergebnisfokus, heißt es. (lg)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © WECOYA

]]>
Ein Drittel mit eigener Finanzsituation unzufrieden http://www.asscompact.de/node/172941

Finanzielle Freiheit heißt für die Mehrheit der Menschen, in allen Lebenslagen finanziell unabhängig zu sein. Rund die Hälfte möchte spätestens mit 60 Jahren in den Ruhestand gehen. Doch ein Drittel zeigt sich mit der eigenen privaten Finanzsituation unzufrieden. Das zeigt der Financial Freedom Report 2026.

172941 20. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement  

Ein Drittel mit eigener Finanzsituation unzufrieden

 

Für viele hierzulande gehören finanzielle Freiheit und der Wunsch nach Selbstbestimmung zusammen. Das zeigt der sechste Financial Freedom Report der Lebensversicherung von 1871 a. G. München (LV 1871), durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Civey und wissenschaftlich begleitet durch die Wirtschaftspsychologin Prof. Dr. Julia Pitters.

Für 61,8% heißt finanzielle Freiheit, in allen Lebenslagen finanziell unabhängig zu sein. Rund die Hälfte der Bevölkerung möchte außerdem spätestens mit 60 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Doch der Freiheitswunsch kann nicht immer mit der Realität mithalten. Ein Drittel zeigt sich mit der eigenen privaten Finanzsituation unzufrieden, während ebenfalls ein gutes Drittel beunruhigt oder mit Zukunftsängsten an Finanzen denkt.

„Finanzielle Freiheit beginnt nicht erst mit einem bestimmten Vermögen“

„Krisen verändern die Rahmenbedingungen unseres Lebens. Aber sie verändern offenbar viel weniger, was wir uns von Geld wünschen: Sicherheit, Unabhängigkeit und die Möglichkeit, selbst entscheiden zu können. Finanzielle Freiheit beginnt nicht erst mit einem bestimmten Vermögen. Entscheidend ist das Gefühl, heute und in Zukunft über echte Wahlmöglichkeiten zu verfügen“, so Prof. Dr. Julia Pitters, Professorin für Wirtschaftspsychologie.

Unterschiede zwischen den Altersgruppen

Des Weiteren gibt es zwischen den Altersgruppen deutliche Unterschiede. Bei den 50– bis 64-Jährigen etwa ist der Wunsch nach einem frühen Ruhestand besonders stark. Von ihnen würden 57,6% spätestens mit 60 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.

Zugleich stehen vor allem Menschen in der Lebensmitte finanziell unter Druck. Von den 40– bis 49-Jährigen sagen 46,9%, dass sie mit ihrer privaten Finanzlage unzufrieden sind. 55% sehen ihre Finanzen mit Beunruhigung oder Zukunftsängsten. Außerdem sind Familien mit Kindern überdurchschnittlich häufig unzufrieden mit ihrer finanziellen Situation (39,7%).

„Darf uns nicht kalt lassen“

„Dass die finanzielle Zufriedenheit im Land stagniert und vor allem Familien sowie die Generation in der Lebensmitte unter Druck stehen, darf uns nicht kalt lassen. Menschen möchten selbst entscheiden, wie sie leben und wann sie in Ruhestand gehen. Beratung kann helfen, aus diesen Wünschen realistische Schritte zu machen“, meint Dr. Klaus Math, Vorstand der LV 1871.

Was hilft, mehr Handlungsspielraum zu haben?

Die Lücke zwischen dem Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit und der erlebten finanziellen Realität ist laut LV 1871 ein konkreter Ansatzpunkt für die Beratung: Makler können zusammen mit ihren Kunden klären und gemeinsam gestalten, was finanzielle Freiheit individuell bedeute, welche Versorgungslücken bestehen und wie sich daraus ein realistischer Plan für Einkommensschutz, Altersvorsorge und Familienabsicherung entwickeln lasse. (lg)

Über den Financial Freedom Report 2026

Für den Financial Freedom Report 2026 hat Civey im Auftrag der LV 1871 vom 03. bis 04.08.2026 insgesamt 2.500 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren online befragt. Die repräsentative Studie untersucht zum sechsten Mal in Folge das Verhältnis der Menschen zu Freiheit und Finanzen. Die Befragung umfasst Fragen zum subjektiven Freiheitsverständnis, zur Zufriedenheit mit der finanziellen Situation, zum Gefühlszustand beim Gedanken an die privaten Finanzen bis hin zum gewünschten Renteneintritt.

Der Financial Freedom Index wird seit 2022 anhand von drei unverändert erhobenen Fragen berechnet. Er zeigt, wie es um die finanzielle Freiheit in Deutschland bestellt ist. Die Skala reicht von 0 bis 100 Punkte und unterscheidet zwischen „Chaos“ (0 bis 20), „Normalität“ (20 bis 50), „Kontrolle“ (50 bis 80) und „Freiheit“ (80 bis 100).

Lesen Sie auch: Warum wir über die Generation Alpha anders sprechen müssen

Grafik: © LV 1871

]]>
immowelt und Sparkassen starten Kooperation http://www.asscompact.de/node/172937

Das Immobilienportal immowelt und die Sparkassen-Finanzgruppe haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Im Rahmen der Kooperation bündeln sie ihre Kräfte im Bereich der Immobilienvermarktung. Worum es dabei geht.

172937 20. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Das Immobilienportal immowelt und Sparkassen-Finanzgruppe machen gemeinsame Sache in der Immobilienvermarktung. Angebote, Dienstleistungen, Reichweite und Finanzierungskompetenz wollen immowelt und die Sparkassen in Zukunft miteinander verknüpfen. Dies soll Suchenden, Käufern, Verkäufern, Eigentümern und Immobilienprofis zu Gute kommen.

Kunden der Sparkassen sowie Interessenten können künftig online auf mehr als 150.000 der bei immowelt gelisteten Kaufimmobilien zugreifen. Zugleich binden die Sparkassen ihre rund 20.000 Immobilienangebote auf immowelt ein. Durch den direkten Zugang zu relevanten Services rund um Suche, Finanzierung und Eigentum wollen die Sparkassen und immowelt ihre Kundenbindung stärken und die Attraktivität ihrer Online-Immobilienangebote stärken, wie die Unternehmen mitteilen. Die vertragliche und operative Umsetzung der Kooperation übernimmt die S-Communication Services GmbH, ein Unternehmen der DSV-Gruppe, dem zentralen Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe. Als beteiligte Technologiepartnerin bringt die Finmas GmbH ihre Expertise für die digitale Vernetzung von Immobilien- und Finanzierungsthemen mit ein.

„Die Kooperation verbindet zwei starke Seiten des Immobilienmarkts: digitale Reichweite und Finanzierungskompetenz. Die Sparkassen bringen ihre Nähe zu den Menschen und ihre Erfahrung in der Immobilienfinanzierung ein, immowelt den großen Objektbestand. Daraus entsteht ein Angebot, das den Immobilienmarkt für Kundinnen und Kunden einfacher zugänglich macht“, erklärt Dr. Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Sparkassen-Finanzgruppe. Dass die größte Finanzgruppe Europas zugleich deutschlandweit lokal tief verwurzelt ist, macht sie als Partner einzigartig“, betont Theo Mseka, Geschäftsführer und CEO von immowelt.

Die Kooperation sei langjährig ausgelegt und erfolge in mehreren Ausbaustufen, wie es von immowelt und der Sparkassen-Finanzgruppe heißt. Mittelfristig seien unter anderem die Erweiterung auf Mietinserate und Neubauobjekte, die Erstellung von Finanzierungszertifikaten sowie Bonitätschecks angedacht. (tik)

Lesen Sie auch:
]]>
REMAX Deutschland bietet KI-gestützte Immobiliensuche http://www.asscompact.de/node/172936

Das Immobilienmaklernetzwerk REMAX Deutschland setzt bei der Immobiliensuche auf KI: Immobilieninteressierte können ihre Wünsche auf der Webseite von REMAX Deutschland nun in natürlicher Sprache formulieren.

172936 20. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

REMAX Deutschland, wie das Immobilienmaklernetzwerk REMAX Germany seit Kurzem heißt, setzt bei der Immobiliensuche auf seiner Webseite auf KI. Immobiliensuchende können ihre Wünsche auf der Webseite von Remax Deutschland ab sofort in natürlicher Sprache formulieren. Eine KI-basierte Textsuche ergänzt die gängigen Suchfilter für Ort, Preis, Zimmerzahl und weitere Kriterien. Wie REMAX weiter mitteilt, kann die neue Suchfunktion aktuell deutschlandweit auf rund 8.500 Immobilien zurückgreifen. Bei der neuen KI-Suche handelt es sich um eine Drei-Länder-Kooperation: Die Funktion haben REMAX Austria, Deutschland und Switzerland gemeinsam entwickelt.

Wünsche in natürlicher Sprache formulieren

Die neue KI-gestützte Suchfunktion soll insbesondere Immobiliensuchende unterstützen, die eine gewünschte Lage eher beschreiben als exakt eingrenzen wollen. Eine Suche wie „Doppelhaushälfte mit Pool im Garten im Süden von München“ oder „Einraumwohnung in der Nähe des S-Bahn-Rings in Berlin“ sei über die Textsuche treffsicherer als über die klassische Suche mit Filtern, wie es von REMAX Deutschland weiter heißt. Die KI-Suche wertet die jeweiligen Beschreibungen aus und präsentiert dem Suchenden passende Angebote bzw. Objekte, die der Anfrage am nächsten kommen.

Für die neue Textsuche hat REMAX die Immobilien- und Angebotsdaten so aufbereitet, dass die KI sie eindeutig lesen und für konkrete Anfragen nutzen kann. „Entscheidend ist, dass die Informationen hinter den Inseraten so aufbereitet sind, dass ein KI-System nicht nur Lage, Preis und Größe, sondern auch die anderen Ausstattungsmerkmale zuverlässig zuordnen kann. Erst dann wird aus natürlicher Sprache eine brauchbare Immobiliensuche“, erklärt Loredana Scirè, Head of Marketing bei REMAX Deutschland.

Lesen Sie auch ein Interview mit Loredana Scirè:
]]>
Allianz optimiert Hausratversicherung http://www.asscompact.de/node/172934

Die Allianz hat ihre Hausratversicherung umfassend überarbeitet. Das neue Produkt setzt auf ein modulares Konzept. Kunden können aus vier Tariflinien und flexiblen optionalen Bausteinen wählen. Darüber hinaus stehen sechs Selbstbehaltstufen zur Verfügung.

172934 20. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Die Allianz Versicherungs-AG hat in der Hausratversicherung umfassende Anpassungen gemacht. Die Absicherung ist in den vier Tariflinien Basic, Smart, Komfort und Premium erhältlich. Der Leistungsumfang und die Grunddeckungen wurden überarbeitet und Tarifunterschiede klarer herausgearbeitet. Beispielsweise sind Beschädigungen aller Art in der Wohnung bzw. im Haus ab sofort nur noch ab dem Tarif Komfort enthalten, im Tarif Smart jedoch nicht mehr.

Die Modularisierung der Absicherung bedeutet, Kunden zahlen nur für den Schutz, den sie tatsächlich benötigen, so der Versicherer. So sind Bausteine wie Fahrradschutz und Internetschutz künftig unabhängig voneinander wählbar. Beim Fahrradschutz wird ab sofort eine gesamte Versicherungssumme für alle Fahrräder im Haushalt festgelegt.

Das Tragerisiko von verschlusspflichtigen Wertsachen wie Uhren und Schmuck ist künftig nicht mehr pauschal abgesichert, sondern kann über den Premiumbaustein Tragerisiko individuell abgesichert werden. Vor allem der Tarif Premium wird dadurch preislich attraktiver, erklärt die Allianz.

Weitere Neuerungen gibt es in den Bereichen Self-Storage-Schutz, Transportmittelunfall-Schutz sowie bei Tierbetreuungskosten. Zudem können Kunden künftig beim Selbstbehalt aus sechs Stufen zwischen 0 und 2.000 Euro wählen. (js)

Weitere Meldungen zu neuen Versicherungslösungen und Anpassungen bei bestehenden Produkten finden Sie in unserem Bereich „Assekuranz“.
]]>
Aus Steuerlast wird (Sach-)Wert http://www.asscompact.de/node/172933

Die Rentenkommission empfiehlt den Einstieg in die Kapitaldeckung. Heutige Vorsorgejahrgänge müssen ihre Versorgungslücke aber selbst schließen. Pflegeimmobilien bieten eine attraktive Kombination: steuerliche Wirkung und Sachwert mit gesellschaftlichem Nutzen.

172933 20. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement
Ein Beitrag von Sandro Pawils, Chief Sales Officer  der Carestone Gruppe 

Mit den Empfehlungen der Rentenkommission hat sich die Diskussion um die Alterssicherung verschoben. Eine gesetzliche Kapitalrente nach schwedischem Vorbild, ein an die Lebenserwartung gekoppeltes Renteneintrittsalter, die schrittweise Einbeziehung weiterer Berufsgruppen: Ob und in welcher Form das alles umgesetzt wird, ist offen. Die Richtung ist es nicht. Kapitaldeckung ist keine Position mehr, sondern Staatsziel. Damit lautet die Frage nicht länger, ob ein Teil der Altersvorsorge über Kapital aufgebaut werden muss, sondern nur noch, wer ihn aufbaut.

Für die Kunden von heute kommt die Reform zu spät

Die Kommission benennt die entscheidende Einschränkung selbst: Der Aufbau einer Kapitalrente braucht Zeit. Für die Beratungspraxis heißt das: Wer heute zwischen 45 und 60 Jahre alt ist, wird von der gesetzlichen Kapitaldeckung kaum noch profitieren. Diese Jahrgänge stehen mitten im Berufsleben, verfügen über das höchste Einkommen ihrer Laufbahn – und tragen die höchste Steuerlast. Ein steigendes Renteneintrittsalter verschiebt ihre Versorgungslücke lediglich nach hinten. Kleiner wird sie dadurch nicht.

Nicht die Einsicht fehlt, sondern der Spielraum

Das Problembewusstsein ist selten so hoch gewesen wie in diesem Herbst. Wer die Debatte verfolgt, weiß, dass die gesetzliche Rente allein nicht reichen wird. Woran private Vorsorge in der Beratung scheitert, ist deshalb fast nie die Einsicht, sondern der finanzielle Spielraum. Und der ist bei einkommensstarken Kunden nicht deshalb knapp, weil sie zu wenig verdienen, sondern weil die Progression einen erheblichen Teil des Einkommens bindet, bevor über Vermögensaufbau überhaupt gesprochen werden kann. Diese Kunden muss kein Vermittler suchen – sie sitzen längst in seinem Bestand. An genau dieser Stelle setzt die steuerliche Behandlung vermieteter Immobilien an, und die ist in den vergangenen Jahren deutlich attraktiver geworden.

Der Hebel: Abschreibung als Finanzierungsbaustein

Mit dem Wachstumschancen­gesetz wurde 2024 die degressive Abschreibung nach § 7 Abs. 5a EStG für neu errichtete Gebäude eingeführt. Anleger können jährlich 5% des verbliebenen Restwerts ihrer Investitionskosten geltend machen – der Hebel wirkt also besonders in den ersten Jahren. Hinzu kommt die Sonderabschreibung nach § 7b EStG für besonders energieeffiziente Neubauten im Standard „Effizienzhaus 40“ mit QNG-Zertifizierung: über vier Jahre nochmals bis zu 20% der Investitionskosten.

Ein Beispiel: Bei einem Pflege­apartment für 200.000 Euro sind im ersten Jahr 10.000 Euro degressiv absetzbar, im zweiten Jahr – vom Restwert von 190.000 Euro – weitere 9.500 Euro. Über fünf Jahre summiert sich das abschreibungsfähige Volumen aus beiden Instrumenten auf mehr als 40% der Investitionskosten. Mit dem persönlichen Grenzsteuersatz multipliziert ergibt das einen Betrag, der die Nettobelastung in der Anfangsphase spürbar senkt.

Entscheidend ist, was mit dieser Liquidität geschieht. Sie steht für Tilgung zur Verfügung, beschleunigt den Aufbau von Eigenkapital und verkürzt den Weg in den schuldenfreien Sachwert. Der Betrag fließt weiterhin ab – nur nicht mehr an das Finanzamt, sondern in den eigenen Grundbucheintrag. Aus einem Kostenblock, der jedes Jahr verschwindet, wird ein Vermögensbaustein, der jedes Jahr wächst.

Vollgemanagt: Maximale Substanz bei minimalem Aufwand

Der steuerliche Effekt allein trägt keine Anlageentscheidung. Er muss auf ein Objekt treffen, das über zwanzig Jahre und länger funktioniert. Als vollgemanagte Kapitalanlagen leisten Pflegeimmobilien genau das: Der Anleger erwirbt ein einzelnes Apartment mit eigenem Grundbucheintrag, vererbbar, verkaufbar, beleihbar. Die Einnahmen stammen aus einem langfristigen Generalmietvertrag mit einem professionellen Betreiber, der sich um Belegung und Instandhaltung kümmert. Der Vertrag ist in der Regel indexiert und damit eine wirksame Antwort auf Inflation. Und die Nachfrage ist demografisch begründet, nicht konjunkturell: Rund 5 Millionen Pflegebedürftige heute, bis 2055 voraussichtlich 7,6 Millionen. Das RWI beziffert den zusätzlichen Bedarf an stationären Plätzen bis 2040 auf rund 322.000.

Für den Kunden heißt das: Substanz im Grundbuch und auf einem resilienten Markt, planbare Einnahmen, wenig Aufwand. Gleich­zeitig sind die umfangreichen Abschreibungsmöglichkeiten der ideale Anschub für das langfristig planbare Immobilieninvestment.

Was der Vermittler dafür mitbringen muss

Für Finanz- und Versicherungsmakler ist das Thema anschlussfähiger, als es zunächst wirkt. Das Gespräch über die Versorgungslücke führen sie ohnehin. Neu ist nicht der Anlass, neu ist die Antwort. Die Pflegeimmobilie erweitert das Portfolio und adressiert den Bedarf des Kunden passgenau.

Voraussetzung ist neben der Erlaubnis nach § 34c GewO vor allem ein Partner, der die Wertschöpfungskette abdeckt. Fünf Fragen sollten Vermittler ihrem potenziellen Produktlieferanten stellen: Wer trägt das Belegungsrisiko – Anleger oder Betreiber? Über welche Laufzeit läuft der Mietvertrag, und ist er indexiert? Erhält der Kunde echtes Eigentum mit eigenem Grundbuchblatt? Wie sehen persönliche und digitale Unterstützung für Beratung, Kalkulation und Abwicklung aus? Und was kostet die Vermittlung den Kunden? Wo diese Fragen überzeugend beantwortet werden, bringt der Vermittler die Kundenbeziehung ein – Objektauswahl, Kalkulation und Abwicklung liegen beim Produktentwickler und der Komfort für den Kunden liegt im Wesen dieser vollgemanagten Kapitalanlage­immobilien.

Fazit

Die anstehende Rentenreform wird die private Vorsorge keinesfalls ersetzen, sondern sie wird das Wissen um ihre Bedeutung und Notwendigkeit schärfen. Wer seinen Kunden darauf eine effektive Antwort geben will, braucht Bausteine, die langfristig tragen und sich in der Gegenwart finanzieren lassen. Pflegeimmobilien leisten beides: Sie schaffen den so dringend benötigten altersgerechten Wohnraum und sie verwandeln einen Teil der Steuerlast in Privatvermögen. P

Weitere Meldungen rund um das Thema Baufinanzierung und den Immobilienmarkt finden Sie in unserer Rubrik „Immobilien“.

Interessieren Sie sich für weitere Hintergrundartikel aus der Branche? Dann abonnieren Sie das monatliche Fachmagazin AssCompact – kostenfrei für Makler.

Porträtfoto: © Carestone

]]>
„Die Altersvorsorgereform verlagert den Wettbewerb“ http://www.asscompact.de/node/172932

Das Altersvorsorgedepot wurde und wird immer noch heiß diskutiert. Die Xaver Group und ODDO BHF AM zählen zu den Unternehmen, die schon früh mit einer White-Label-Plattform begonnen haben, sich in Position zu bringen.

172932 20. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement Interview mit Max Bachem, Gründer und CEO der Xaver Group, und Steffen Orlowski, Head of IFA & Insurance bei ODDO BHF AM
Herr Orlowski, wie nehmen Sie aus Sicht der Investmentbranche die Reform zur privaten geförderten Altersvorsorge bisher wahr?

Steffen Orlowski Die Reform ist überfällig und grundlegend. Mit der Möglichkeit eines staatlich geförderten Altersvorsorgedepots (AVD) ohne Beitragsgarantie, einer einfacheren Förderung und einem erweiterten Kreis Förderberechtigter werden Kapitalmarktanlage und staatlich geförderte Vorsorge neu miteinander verbunden. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an: Das Produkt muss regulatorisch valid, verständlich, digital zugänglich und in der laufenden Betreuung verlässlich sein. Gerade beim Übergang aus bestehenden Riester-Verträgen hängt das Vertrauen in die Reform maßgeblich von der Beratungsqualität, der Vergleichbarkeit der Angebote und einem reibungslosen Wechselprozess ab.

Herr Bachem, ODDO BHF und Xaver haben bereits eine White-Label-Plattform für AVD-Produkte im Angebot. Wie ging das so schnell?

Max Bachem Weil wir nicht auf den Gesetzesbeschluss gewartet haben. Xaver bringt mit Xaver Asset Management eine Bafin-regulierte Produktfabrik sowie eine von Grund auf für agentische KI entwickelte Vertriebsplattform ein. ODDO BHF ergänzt dies um starke, unabhängige Asset-Management-Kompetenz. Diese Bausteine mussten wir für das AVD nicht neu erfinden, sondern lediglich zusammenführen. Es geht nicht nur darum, irgendein Depot rechtzeitig zu zertifizieren, sondern die gesamte Wertschöpfungskette abzubilden – von der Endkunden- und Makler-Journey über einen individualisierten Riester-Wechsel inklusive Kündigung und Kapitalübertrag bis hin zu wettbewerbsfähigen AVD-Produkten mit integriertem Zulagenmanagement aus einer Hand. Als von Anfang an KI-gestützte White-Label-Plattform sind wir schneller lieferfähig und bieten effektivere Lösungen als Wettbewerber, die auf bestehenden Legacy-Komponenten aufbauen oder diese Bausteine noch entwickeln.

Welchen Mehrwert bietet die Plattform konkret Maklern und Anlageberatern?

MB Wir bieten erstens eine KI-gestützte Vertriebsplattform für Endkunden und Makler – von der Ansprache bis zum IDD-konform dokumentierten Abschluss. In der Praxis werden dabei bis zu dreimal höhere Abschlussquoten erzielt. Zweitens analysiert unser Riester-Vergleich bestehende Verträge einschließlich Förderung, Kosten, Vertragswert und Entwicklungsperspektiven und stellt einen Wechsel in ein AVD dem Verbleib im Altvertrag gegenüber. Bei Bedarf unterstützt die Plattform den gesamten Wechselprozess. So werden rund 15 Millionen Riester-Bestandsverträge zu konkreten, beratungssicheren Vertriebsanlässen. Drittens erhalten Berater Zugang zu wettbewerbsstarken AVD-Produkten mit unterschiedlichen Risikoprofilen, anbieteroffener Fondsauswahl, aktivem Lebenszyklusmanagement und Zugang zu Private Markets.

Wird eher das Standardprodukt oder das Nicht-Standardprodukt die größere Rolle beim AVD und auf Ihrer Plattform spielen?

MB Beide haben ihre Berechtigung, doch die Musik spielt beim Nicht-Standardprodukt. Dort schaffen wir Differenzierung über ein breites Portfolio und die zu erwartende Rendite nach Kosten: Effiziente, kostengünstige Indexbausteine werden bei der offenen Architektur mit den besten aktiven Strategien verschiedener Anbieter kombiniert. Hinzu kommen ein aktives Lifecycling sowie ein Portfoliomanagement, das auf Marktphasen reagiert, statt nur mechanisch abzusichern. Ergänzt wird dies durch Flexibilität bei Beiträgen und Zuzahlungen. Ziel ist ein Produkt, das in Ratings führend abschneidet und gleichzeitig das bestmögliche Nettoergebnis für den Kunden erzielt – zu einem hochwettbewerbsfähigen Preis.

Was ist mit der Zertifizierung? Starten wirklich direkt am 01.01.2027 als AVD zertifizierte Produkte auf der Plattform, oder könnte es zu Verzögerungen kommen?

MB Der gesetzliche Weg für einen Start zum 01.01.2027 ist geschaffen. Die Zertifizierung wird mit Übermittlung der Zertifizierungsnummer wirksam und zunächst unter Widerrufsvorbehalt erteilt; anschließend kann das Bundeszentralamt für Steuern risikobasiert prüfen. Unser Ziel ist klar: zertifizierte AVD-Produkte ab dem ersten möglichen Tag auf der Plattform verfügbar zu machen. Mit vorbereitenden Brückenprodukten und dem Riester-Vergleichs- und Wechselservice starten unsere Partner allerdings schon im Herbst dieses Jahres aktiv in den Vertrieb der neuen Vorsorgelösungen.

Es wurde im Vorfeld viel über den Kostendeckel und die Aufteilung der Vertriebs- und Verwaltungskosten auf die gesamte Vertragslaufzeit diskutiert. Wie ordnen Sie das ein?

SO Für das Standardprodukt gilt eine Begrenzung der Effektivkosten auf 1%; zugleich werden Abschlusskosten über die Vertragslaufzeit verteilt. Das erleichtert Wechsel und verhindert, dass Kundinnen und Kunden zu Beginn überproportional belastet werden. Entscheidend ist jedoch die Nettowirkung. Der Anspruch muss sein, attraktive Nettorenditen, hochwertige Betreuung und wirtschaftlich tragfähigen Vertrieb zusammenzubringen. Digitale Prozesse und skalierbare Produktarchitekturen helfen, diesen Zielkonflikt aufzulösen.

Wie betrachten Sie die Kritik, dass bei einem reinen Anlageprodukt ohne Versicherung das Langlebigkeitsrisiko nicht abgesichert ist?

SO Die Reform trennt Kapitalaufbau und Auszahlungsentscheidung stärker, da nicht jeder Kunde in der Ansparphase dieselbe Garantie benötigt. In der Auszahlungsphase sind sowohl lang laufende Auszahlungspläne als auch lebenslange Verrentungslösungen möglich. Gute Beratung muss beide Dimensionen zusammenführen: Vermögensaufbau und verlässliches Einkommen im Alter.

Die Versicherungsbranche war bei der staatlich geförderten Altersvorsorge bisher Platzhirsch. Ändert sich das nun?

SO Das Spielfeld öffnet sich. Versicherer bleiben wichtige Akteure: Beim Schutz gegen Langlebigkeit, bei Verrentungslösungen und versicherungsförmigen Varianten verfügen sie über strukturelle Stärken. Die Reform verlagert den Wettbewerb vom einzelnen Produktanbieter hin zur Qualität des gesamten Vorsorgeangebots. White-Label-Modelle ermöglichen es Anbietern – auch Versicherern –, schnell marktfähig zu werden und wettbewerbsfähige AVD-Lösungen auf den Markt zu bringen. Denn die Vergleichbarkeit der Produkte wird deutlich zunehmen.

Was sollten Vermittler jetzt tun?

SO Vor allem nicht bis Januar warten. Erstens: den Bestand analysieren – vor allem die Riester-Verträge. Für viele Kunden wird ein individuell geprüfter Wechsel ins AVD sinnvoll sein. Wer diesen Prozess strukturiert angeht und durch geeignete Tools unterstützt, sichert Kundenbeziehungen und schafft zusätzliche Beratungsanlässe. Zweitens: jetzt Produkt- und Vertriebs-Readiness aufbauen. Drittens: auf Partner und Technologien setzen, die Produkt, Wechselstrecke und digitale Beratung aus einer Hand liefern, statt verschiedene Insellösungen miteinander zu verbinden.

Lesen Sie auch: BCA über AV-Depot: „Vergütung ist eine Qualitätsdebatte“

Interessieren Sie sich für weitere Hintergrundartikel aus der Branche? Dann abonnieren Sie das monatliche Fachmagazin AssCompact – kostenfrei für Versicherungs- und Finanzmakler.

]]>
Die Altersvorsorge braucht ein neues Gleichgewicht http://www.asscompact.de/node/172931

Die Rentendebatte im Zuge der Reform der Altersvorsorge rückt kapitalgedeckte Vorsorge stärker in den Fokus. Damit stellt sich zugleich die Frage, wie dieses Vermögen langfristig sinnvoll angelegt werden kann und welchen Beitrag Sachwerte wie Immobilien dabei leisten können.

172931 20. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement Ein Beitrag von Daniel Preis, Co-CEO und CSO der Domicil Real Estate AG

Die Debatte über die Zukunft der Rente ist mit den Vorschlägen der Alterssicherungskommission neu in Bewegung gekommen. Im Kern geht es um eine Entwicklung, die seit Jahren absehbar ist: Die Menschen leben länger, während die Zahl der Beitragszahler im Verhältnis zu den Rentenempfängern sinkt. Damit wächst der Druck auf ein System, das seine Leistungen überwiegend aus laufenden Beiträgen finanziert. In der öffentlichen Diskussion steht derzeit vor allem die stärkere Kapitaldeckung im Fokus. Die Vorschläge der Kommission gehen jedoch deutlich weiter. Sie beschäftigen sich ebenso mit der gesetzlichen Rente wie mit der betrieblichen und privaten Vorsorge.

33 Empfehlungen, fünf Themenfelder

Auf den ersten Blick wirkt das Papier der Kommission wie eine Sammlung sehr unterschiedlicher Reformvorschläge. Tatsächlich folgen sie einer klaren Struktur. Die ersten Empfehlungen beschäftigen sich zunächst mit der Frage, woran der Erfolg der Alterssicherung künftig überhaupt gemessen werden soll. Die Kommission richtet den Blick dabei stärker auf die Gesamtversorgung im Alter. Neben der gesetzlichen Rente sollen deshalb auch betriebliche und private Vorsorge stärker berücksichtigt und für die Versicherten transparenter dargestellt werden. Ergänzt werden diese Vorschläge durch eine Weiterentwicklung der Digitalen Rentenübersicht und mehr Finanzbildung.

Den größten Raum nimmt anschließend die gesetzliche Rentenversicherung ein. Hier greift die Kommission zentrale Fragen auf, die sich aus der demografischen Entwicklung ergeben. Dazu zählen eine schrittweise Anpassung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung und eine breitere Einbeziehung verschiedener Erwerbsgruppen in die gesetzliche Rentenversicherung. Auch die Absicherung von Menschen mit niedrigen Alterseinkommen gehört zu den Themen. Die Vorschläge reichen damit von der langfristigen Finanzierung des Systems bis zur Frage, wie sich Altersarmut begrenzen lässt.

Kapitaldeckung als Teil des Gesamtsystems

Erst mit Empfehlung 27 rückt die Kapitaldeckung in den Mittelpunkt. Die Kommission versteht sie als ergänzenden Baustein eines zukunfts­fähigen Alterssicherungssystems. Begründet wird dies unter anderem mit den demografischen Herausforderungen, einer breiteren Finanzierung der Altersvorsorge und der stärkeren Teilhabe möglichst vieler Menschen an den Erträgen der Kapitalmärkte. Genau hier setzt auch die Bundesregierung an. Mit ihren Plänen für eine kapitalgedeckte Aktienrente greift sie den Gedanken auf, das umlagefinanzierte Rentensystem um einen zusätzlichen kapitalgedeckten Baustein zu ergänzen. Ob die konkrete Ausgestaltung am Ende den Erwartungen gerecht wird, bleibt abzuwarten.

Die Richtung erscheint jedoch nachvollziehbar: Wenn immer weniger Beitragszahler immer mehr Renten finanzieren müssen, wird Kapitalbildung zu einem wichtigen Bestandteil langfristiger Alterssicherung. Allerdings wird auch eine stärkere Kapitaldeckung die Folgen des demografischen Wandels nicht kurzfristig auffangen können. Kapital muss zunächst aufgebaut werden, bevor daraus Erträge entstehen. Dieser Prozess dauert Jahre, häufig sogar Jahrzehnte. Gerade deshalb bleibt das Zusammenspiel aller drei Säulen entscheidend.

Drei Säulen, ein gemeinsames Ziel

Neu ist der Blick auf ihr Zusammenspiel. Mit dem vorgeschlagenen Gesamtversorgungsniveau soll künftig nicht mehr jede Säule isoliert bewertet werden, sondern ihr gemeinsamer Beitrag zur Alterssicherung. Bei der betrieblichen Altersversorgung schlägt die Kommission vor, ihre Verbreitung vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen durch einen Sozialpartnerdialog voranzutreiben.

Für die private Altersvorsorge schlägt die Kommission dagegen keine grundlegenden neuen Reformen vor. Sie knüpft vielmehr an das bereits beschlossene Altersvorsorgereformgesetz mit dem neuen Altersvorsorgedepot an und empfiehlt, dessen Wirkung eng zu begleiten. Auch darin zeigt sich der Grundgedanke des Berichts: Nicht eine einzelne Säule soll die Herausforderungen des demografischen Wandels bewältigen. Erst das Zusammenspiel von gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge schafft die Grundlage für eine dauerhaft tragfähige Alterssicherung. Das ist keine Abkehr vom bisherigen System. Es ist seine konsequente Weiterentwicklung.

Private Vorsorge gewinnt weiter an Bedeutung

Gerade weil die staatliche Kapitaldeckung zunächst Vermögen aufbauen muss, bevor sie nennenswerte Erträge erwirtschaften kann, und gleichzeitig für eine stärkere Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung noch zahlreiche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, gewinnt die private Altersvorsorge mehr denn je an Bedeutung. Sie kann unabhängig von politischen Reformen, Tarifverhandlungen oder dem Arbeitgeber individuell aufgebaut und an die persönliche Lebenssituation angepasst werden. Wer früh beginnt, verschafft sich zudem einen entscheidenden Vorteil: Zeit. Denn langfristiger Vermögensaufbau entsteht durch den kontinuierlichen Aufbau von Vermögen, die Wiederanlage von Erträgen und die Möglichkeit, kurzfristige Marktschwankungen über viele Jahre auszugleichen. Damit stellt sich eine andere Frage: Wie sollte privates Vorsorgekapital langfristig investiert werden? Die Alterssicherungskommission gibt darauf bewusst keine Antwort. Sie empfiehlt Kapitaldeckung, nicht jedoch eine bestimmte Anlageform. Das ist folgerichtig. Denn eine erfolgreiche Altersvorsorge lebt nicht von einer einzelnen Anlageklasse, sondern von einer ausgewogenen Vermögensstruktur.

Sachwerte erweitern die Diversifikation

Ein breit aufgestelltes Vorsorgeportfolio lebt von unterschiedlichen Ertragsquellen. Immobilien, Infrastruktur oder Beteiligungen an Unternehmen der Realwirtschaft können ein Portfolio sinnvoll ergänzen. Sie eröffnen zusätzliche Ertragsquellen, entwickeln sich häufig anders als börsennotierte Wertpapiere und können so zu einer breiteren Risikostreuung beitragen. Gerade für langfristig orientierte Anleger liegt darin ihre besondere Stärke. Sachwertinvestments ersetzen weder Aktien noch andere Formen kapitalgedeckter Vorsorge. Vielmehr können sie die langfristige Vermögensbildung sinnvoll ergänzen, weil unterschiedliche Anlageklassen unterschiedliche Risiken und Ertragsquellen mitbringen. Immobilien etwa erzielen Erträge aus ihrer wirtschaftlichen Nutzung und reagieren häufig auf andere Einflussfaktoren als börsennotierte Wertpapiere. Dadurch können sie Portfolios robuster aufstellen, ohne die notwendige Diversifikation zu ersetzen.

Die Zukunft liegt im Zusammenspiel

Die Alterssicherungskommission macht deutlich, dass die Herausforderungen des demografischen Wandels nicht durch eine einzelne Reform gelöst werden können. Entscheidend ist das Zusammenspiel unterschiedlicher Instrumente. Das gilt für das Alterssicherungssystem ebenso wie für den Vermögensaufbau. Wer langfristig vorsorgt, sollte deshalb nicht auf Einzellösungen setzen, sondern auf eine breit diversifizierte Anlagestrategie. Genau darin liegt aus meiner Sicht die wichtigste Konsequenz des Berichts.

Weitere Meldungen rund um das Thema Baufinanzierung und den Immobilienmarkt finden Sie in unserer Rubrik „Immobilien“.

Interessieren Sie sich für weitere Hintergrundartikel aus der Branche? Dann abonnieren Sie das monatliche Fachmagazin AssCompact – kostenfrei für Makler.

Porträtfoto: © Domicil

]]>
So grundlegend verändert KI die Versicherungsvermittlung http://www.asscompact.de/node/172929

Künstliche Intelligenz hat Einzug gehalten in die Versicherungsvermittlung und führt zu einem Wandel von Arbeitsprozessen und Geschäftsmodellen. Warum die DKM dem Thema erstmals einen eigenen Kongress widmet.

172929 20. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement Ein Beitrag von Tobias Knörrer, Geschäftsführer der bbg Betriebsberatungs GmbH, und Daniel Dierkes, Gründer und Geschäftsführer von SureIn und Modus

Die Entwicklung künstlicher Intelligenz verändert die Versicherungsvermittlung in einem Tempo, das vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre. Neue Anwendungen und technologische Fortschritte eröffnen Möglichkeiten, die weit über die bisherigen Formen der Digitalisierung hinausgehen.

Für Vermittler stellt sich damit nicht mehr nur die Frage, wo KI heute sinnvoll eingesetzt werden kann, sondern auch, wie die Technologie ihre Arbeitsweise und Geschäftsmodelle langfristig verändern wird.

Mit dem KI-Navigator widmet die DKM 2026 dieser Entwicklung erstmals einen eigenen Kongress. Er soll Orientierung bieten, aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven beleuchten und den Austausch über Chancen, Herausforderungen und konkrete Einsatzmöglichkeiten fördern.

Denn mit den technologischen Möglichkeiten wachsen auch die Fragen: Welche Anwendungen schaffen heute bereits einen echten Mehrwert? Welche Entwicklungen werden die Branche in den kommenden Jahren prägen? Und wie können Unternehmen die Chancen der Technologie nutzen, ohne die damit verbundenen Herausforderungen aus dem Blick zu verlieren?

Neue Anforderungen an die Versicherungsvermittlung

Die Versicherungsvermittlung steht vor erheblichen strukturellen Herausforderungen. Kunden erwarten schnelle Reaktionszeiten, individuelle Beratung und digitale Services. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Dokumentation, Datenverarbeitung und die Qualität der Betreuung.

Hinzu kommt der demografische Wandel. Viele Vermittler stehen in den kommenden Jahren vor dem Ruhestand, während qualifizierte Fachkräfte immer schwieriger zu gewinnen sind.

Das stellt insbesondere wachstumsorientierte Maklerunternehmen vor eine grundlegende Herausforderung: Mehr Kunden und Verträge bedeuten traditionell auch mehr operative Arbeit. Zusätzliche Angebote, Vertragsänderungen, Schadenfälle und Kundenanfragen erfordern zusätzliche personelle Kapazitäten.

Die Digitalisierung hat hier bereits viel bewegt. Maklerverwaltungsprogramme, Vergleichsrechner und Kundenportale unterstützen zahlreiche Tätigkeiten. Dennoch müssen Mitarbeiter weiterhin Informationen zwischen unterschiedlichen Systemen zusammenführen, Vorgänge koordinieren und viele Arbeitsschritte manuell ausführen. Genau hier eröffnet künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten, die weit über die bisherige Digitalisierung hinausgehen.

Neue Möglichkeiten für Versicherungsmakler

Während erste KI-Anwendungen vor allem bei der Erstellung von Texten, der Recherche und der Aufbereitung von Informationen unterstützen, erweitern technologische Fortschritte das Spektrum möglicher Einsatzgebiete. Für die Versicherungsvermittlung betrifft das nahezu alle Bereiche des Geschäfts. Von der individuellen Kundenberatung und dem Vertrieb über die Analyse von Versicherungsbeständen bis hin zur Automatisierung administrativer Tätigkeiten entstehen neue Möglichkeiten, bestehende Prozesse zu verbessern und neue Formen der Kundenbetreuung zu entwickeln.

Dabei geht das Potenzial weit über reine Effizienzsteigerungen hinaus. KI kann Vermittler dabei unterstützen, Kundenbedürfnisse besser zu verstehen, Beratungsangebote individueller zu gestalten und neue Geschäftspotenziale zu erschließen. Gleichzeitig können automatisierte Abläufe Mitarbeiter entlasten und zusätzliche Kapazitäten für persönliche Beratung, Kundenbeziehungen und Wachstum schaffen.

Langfristig könnte KI damit nicht nur die tägliche Arbeit verändern, sondern auch die Organisation und die wirtschaftlichen Möglichkeiten von Vermittlerunternehmen grundlegend beeinflussen.

Zwischen Potenzial und praktischer Umsetzung

Bei aller Dynamik ist eine differenzierte Betrachtung notwendig. Viele KI-Anwendungen befinden sich noch in frühen Entwicklungsstadien. Die Integration bestehender Systeme, die Qualität verfügbarer Daten und der Umgang mit sensiblen Kundeninformationen stellen weiterhin hohe Anforderungen. Hinzu kommen Fragen der regulatorischen Verantwortung, des Datenschutzes und der Nachvollziehbarkeit automatisierter Entscheidungen.

Gerade in der Versicherungsvermittlung, in der Vertrauen, fachliche Expertise und langfristige Kundenbeziehungen eine zentrale Rolle spielen, wird es entscheidend sein, technologische Möglichkeiten mit geeigneten Kontrollmechanismen und menschlicher Verantwortung zu verbinden.

Für Vermittlerbetriebe bedeutet das: Nicht jede neue KI-Anwendung schafft automatisch einen wirtschaftlichen Mehrwert. Entscheidend ist, welche konkreten Probleme gelöst werden, wie zuverlässig die Technologie im täglichen Betrieb funktioniert und ob sich die Ergebnisse tatsächlich nachweisen lassen.

Neben der Technologie selbst wird deshalb auch die organisatorische Umsetzung immer wichtiger. Mitarbeiter müssen in die Veränderungen eingebunden, Prozesse hinterfragt und neue Arbeitsweisen entwickelt werden.

Der KI-Navigator: Eine neue Plattform für die Branche

Der Kongress wird von der bbg Betriebsberatungs GmbH gemeinsam mit SureIn und Modus gestaltet. SureIn und Modus bringen dabei ihre Erfahrungen aus dem Betrieb eines digitalen Gewerbe- und Industriemaklers sowie der Entwicklung spezialisierter KI-Software für Versicherungsmakler ein.

Im Mittelpunkt steht ein breiter Blick auf die technologische Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die Branche. Das Programm verbindet strategische Perspektiven, praktische Erfahrungen und konkrete Anwendungsbeispiele. Fachleute aus der Versicherungswirtschaft, Vertreter von Technologieunternehmen und Vermittler diskutieren, welche Möglichkeiten KI bereits heute eröffnet und wie sich die Versicherungsvermittlung in den kommenden Jahren verändern könnte.

Ein weiterer Bestandteil ist eine gemeinsame Untersuchung von AssCompact und Modus zum aktuellen Stand der KI-Nutzung in der Versicherungsvermittlung. Sie soll Einblicke geben, welche Anwendungen bereits eingesetzt werden, welche Erwartungen Vermittler mit KI verbinden und wo die größten Herausforderungen bei der praktischen Einführung liegen.

Der KI-Navigator soll damit nicht nur Wissen vermitteln, sondern den Dialog darüber fördern, wie die Branche die Chancen künstlicher Intelligenz aktiv gestalten kann.

Die Zukunft der Versicherungsvermittlung gemeinsam gestalten

Künstliche Intelligenz wird die Versicherungsvermittlung nicht von heute auf morgen vollständig verändern. Doch die technologischen Fortschritte der vergangenen Jahre zeigen, dass sich die Möglichkeiten schneller entwickeln, als viele noch vor Kurzem erwartet hätten.

Die entscheidende Frage wird künftig nicht allein sein, ob Vermittlerunternehmen KI einsetzen. Vielmehr wird es darum gehen, wie sie die Technologie sinnvoll in ihre Arbeitsabläufe integrieren, welche neuen Möglichkeiten dadurch entstehen und wie sich die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Technologie verändert.

Dabei geht es nicht darum, die persönliche Beratung oder die Bedeutung des Vermittlers infrage zu stellen. Im Gegenteil: Wenn KI administrative und operative Arbeit übernimmt, kann mehr Raum für die Tätigkeiten entstehen, die den eigentlichen Wert der Versicherungsvermittlung ausmachen: Vertrauen, individuelle Beratung und langfristige Kundenbeziehungen.

Die Zukunft der Versicherungsvermittlung sollte nicht allein von Technologieanbietern definiert werden. Sie muss im Dialog zwischen Vermittlern, Versicherern, Technologieunternehmen und Branchenexperten gestaltet werden. Mit dem KI-Navigator wollen wir genau dafür eine Plattform schaffen.

Hier geht es zur Programmübersicht der DKM 2026: die-leitmesse.de

]]>
Unfallversicherung: Nicht jede Fahrt auf Rennstrecke ist ausgeschlossen http://www.asscompact.de/node/172917

Hohe Geschwindigkeiten auf einer Rennstrecke schließen den Unfallversicherungsschutz nicht automatisch aus. Der BGH hat die Grenzen einer Ausschlussklausel für Kraftfahrzeugrennen enger gezogen. Was dabei entscheidend ist.

172917 20. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Wer mit dem Motorrad auf einer Rennstrecke unterwegs ist, hat nicht automatisch den Unfallversicherungsschutz verloren. Das gilt jedenfalls dann, wenn bei der Veranstaltung kein Wettbewerb mit Platzierungen stattfindet. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat klargestellt, wie ein entsprechender Risikoausschluss in den Unfallversicherungsbedingungen auszulegen ist.

Im konkreten Fall war ein Versicherter bei einer Fahrtveranstaltung auf einer Rennstrecke mit seinem Motorrad verunglückt. Der Versicherer verweigerte die Leistung und verwies auf eine Klausel in den Versicherungsbedingungen. Danach besteht kein Versicherungsschutz für Unfälle bei Fahrtveranstaltungen, „bei denen es auf die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten ankommt“.

Kein Rennen, keine Ausschlussklausel

Nach dem Urteil des BGH reicht es für den Ausschluss nicht aus, dass auf einer Rennstrecke hohe Geschwindigkeiten gefahren werden können oder Teilnehmer tatsächlich möglichst schnell unterwegs sind. Entscheidend ist vielmehr, worauf es bei der Veranstaltung selbst ankommt. Der Ausschluss erfasst nach Ansicht des Gerichts nur einen Wettkampf, bei dem die Teilnehmer um eine Platzierung fahren und Sieg und Platzierung von der erzielten Höchstgeschwindigkeit abhängen. Einen solchen Wettbewerb gab es im vorliegenden Fall nicht.

Der durchschnittliche Versicherungsnehmer könne die Klausel nur so verstehen, dass das Ergebnis der Veranstaltung von der Geschwindigkeit der Teilnehmer abhängen müsse, so der BGH. Auf das individuelle Fahrverhalten einzelner Teilnehmer komme es dagegen nicht an.

BGH: Risikoausschluss darf nicht ausgeweitet werden

Auch der Umstand, dass von einer Veranstaltung ähnliche Gefahren wie bei einem Rennen ausgehen, rechtfertigt laut BGH keinen Ausschluss. Risikoausschlussklauseln seien grundsätzlich eng auszulegen. Das Landgericht hatte der Klage des Versicherungsnehmers zunächst stattgegeben. Das Oberlandesgericht wies sie anschließend ab. Der BGH hob diese Entscheidung nun auf und gab dem Kläger hinsichtlich der Hauptforderungen im Wesentlichen Recht. Lediglich bei den Verzugszinsen blieb es teilweise bei der Klageabweisung. In diesem Punkt muss das Berufungsgericht noch über den Beginn des Verzugs entscheiden. (bh)

 

]]>
Sach, Risk Engineering, Firmen und Privat: Funk ordnet sich neu http://www.asscompact.de/node/172928

Neuaufstellung gleich mehrerer Geschäftsbereiche zum Januar 2027 beim Versicherungsmakler Funk: Bei Sach-Versicherung, Risk Engineering sowie Firmen- und Privatgeschäft wird es Änderungen geben, die auch mit Personalien einhergehen.

172928 19. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Funk stellt zum 01.01.2027 mehrere Geschäftsbereiche neu auf. Der Bereich Multiline des Versicherungsmaklers und Risk Consultants wird in den Industriebereich Sach-Versicherungen integriert, wie es heißt. Zudem wechseln Risk Engineering und Großschadenservice organisatorisch zur Funk Consulting GmbH (FCG). Die Bereiche Firmen, Privat- und VIP-Kundenbetreuung sowie Funk Fine Arts sollen unter dem Dach der Th. Funk & Sohn GmbH (TFS) zusammengeführt werden. Mit diesen Schritten will Funk laut eigenen Angaben Verantwortlichkeiten klarer definieren, fachliche Kompetenzen enger verbinden und die Zusammenarbeit zwischen den Einheiten weiterentwickeln.

Andreas Heider wird Gesamtverantwortlicher für Industriebereich Sach-Versicherung

Sach, Risk Engineering, Firmen und Privat: Funk ordnet sich neu

Dem 49-jährigen Andreas Heider wird ab Januar die fachliche und disziplinarische Gesamtverantwortung für den neu aufgestellten Industriebereich Sach-Versicherung übertragen. Bisher ist er Leiter des Multiline-Bereichs Funk Komfort Police (FKP), der mit seinen beiden Teams in den Bereich Sach-Versicherung integriert wird. Sol soll die Expertise in der industriellen Sach-Versicherung noch enger mit den Multiline-Lösungen der FKP verbunden werden. Die bestehenden Teams und ihre operativen Aufgaben bleiben erhalten. Die bisherige gemeinsame Leitung des Industriebereiches Sach-Versicherung durch Cord Harder, Tobias Kahlo und Christian Pietsch endet mit der Neuaufstellung, teilt das Unternehmen mit. Der 65-jährige Harder unterstützt Heider bei der Übergabe und tritt im Dezember 2027 den Ruhestand an.

Sach, Risk Engineering, Firmen und Privat: Funk ordnet sich neu

Pietsch vollzieht den Wechsel in die Geschäftsleitung der Versicherungsstelle Zellstoff und Papier GmbH (VZP) und wird zudem die Sach-Versicherung bei bereichsübergreifenden Aufgaben unterstützen.

Neuer Geschäftsführer der FCG

Des Weiteren werden Funk Risk Engineering und Sachgroßschadenservice zum 01.01.2027 organisatorisch der FCG zugeordnet. Die Tochtergesellschaft von Funk ist Ansprechpartner für ganzheitliches Risikomanagement. Beide Einheiten arbeiten jetzt schon über den Industriebereich Sach-Versicherungen hinaus; ihre Aufgaben und Teams bleiben bestehen, heißt es. Die neue Zuordnung schaffe eine klarere Grundlage für individuelle Ingenieurleistungen, etwa Risikobewertungen und Schutzkonzepte.

Sach, Risk Engineering, Firmen und Privat: Funk ordnet sich neu

Geschäftsführer der FCG wird Tobias Kahlo, der damit das bestehende Führungsteam ergänzt. Bislang verantwortete er innerhalb der gemeinsamen Leitung des Industriebereiches Sach-Versicherungen Risk Engineering und Sachgroßschäden.

Bündelung in Funk-Assekuradeur

Der Bereich Funk Firmen und Privat enthielt bisher das Multiline-Geschäft. Nun wird auch er Anfang Januar neu geordnet: Die verbleibenden Einheiten werden in der Th. Funk & Sohn GmbH (TFS) gebündelt. Dies ist der Assekuradeur von Funk. Dazu gehören die Bereiche Firmenkunden im KMU-Segment, Privat- und VIP-Kundenbetreuung sowie Funk Fine Arts. Die Privat- und VIP-Kundenbetreuung wird von der Funk Versicherungsmakler GmbH in die TFS überführt.

Sach, Risk Engineering, Firmen und Privat: Funk ordnet sich neu

Christopher Witt wird Leiter des neu aufgestellten Bereiches Funk Firmen und Privat. Der 42-Jährige ist seit 2013 bei Funk tätig und leitet bislang den Fachbereich Firmen. Er berichtet in Zukunft an Arne Schumacher, Geschäftsführer der TFS. Dieser gibt damit die operative Bereichsleitung ab und fokussiert sich auf die Weiterentwicklung des Geschäfts, teilt Funk mit.

Sven Schöneck übernimmt OPD

Sven Schöneck leitet bereits seit dem 01.10.2026 den neu gegründeten Bereich Operations & Process Development (OPD), der im Auftrag der Geschäftsführung die bereichsübergreifende Weiterentwicklung fachlicher Prozesse und organisatorischer Strukturen koordiniert. Das Ressort Digital verantwortet die technologische Umsetzung der daraus entstehenden Anforderungen. Der 53-Jährige hat zuvor als externer Berater mit Funk zusammengearbeitet. (lg)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bilder: © Funk

]]>
Tops und Flops laut Maklervotum: Aktuelle Produkt-Hits und -Trends http://www.asscompact.de/node/172927

Was läuft bei Maklern derzeit richtig gut? Welche Produkte schwächeln? Die Produkt-Hitparade und der Produkt-Trendindikator der Trends-Studien zeigen, was das Maklergeschäft aktuell antreibt und wohin sich die Nachfrage entwickelt. Die Ergebnisse aus „AssCompact TRENDS III/2026“ in einer Bildergalerie.

172927 19. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement ]]>
Alte Leipziger digitalisiert BU-Leistungsantrag http://www.asscompact.de/node/172926

Die Alte Leipziger erweitert ihre Services in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Versicherte können einen möglichen BU-Fall nun digital anmelden. Zudem baut der Versicherer sein Angebot rund um die psychische Gesundheit aus.

172926 19. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Der neue Service „e-Leistung“ ergänzt nun die Palette der digitalen Prozesse der Alten Leipziger im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Versicherte haben damit die Option, die erforderlichen Angaben für die Erstanmeldung eines möglichen Berufs- oder Arbeitsunfähigkeitsfalls online zu erfassen und die Unterlagen direkt zu übermitteln. Während e-Risiko bereits seit Juni die Risikoprüfung in der Beratung unterstützt, setzt die Alte Leipziger mit e-Leistung nun beim möglichen Leistungsfall an. So werden Kunden von der Risikoprüfung bis zur Leistungsanmeldung digital begleitet. Die persönliche Betreuung bleibe dabei erhalten, Versicherte hätten im Leistungsfall nach wie vor einen festen Ansprechpartner, wie die Alte Leipziger unterstreicht. Auf Wunsch lässt sich der Leistungsantrag auch telefonisch gemeinsam aufnehmen.

Psychische Gesundheit: Unterstützung für junge Menschen

Zugleich erweitert der Versicherer seine Services rund um die psychische Gesundheit: Junge BU-Kunden zwischen 10 und 21 Jahren können nun bei psychischen Belastungen von einem kostenfreien Orientierungsgespräch Gebrauch machen. Psychologen des Kooperationspartners IVP unterstützen Jugendliche und junge Erwachsene, ihre Lage einzuordnen. Sie entwickeln neue Perspektiven und suchen die passenden Hilfen. Das Angebot ergänzt bestehende Gesundheitsservices der Alte Leipziger wie etwa Risikoselbsttests, ein Terminservice für die Suche nach psychotherapeutischer Unterstützung sowie Online-Programme bei Stress, Depressionen, Angststörungen oder Burn-out. (tik)

Weitere News rund um neue Services, Tools und Dienstleistungen finden Sie in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.
]]>
Trade Republic steigt ins Versicherungsgeschäft ein http://www.asscompact.de/node/172924

Der Neobroker Trade Republic hat einen Lebensversicherer gegründet – und zwar in Liechtenstein. Die Justinian Versicherungs AG wurde vergangene Woche von der dortigen Finanzmarktaufsicht für den Lebensversicherungsmarkt zugelassen.

172924 19. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Trade Republic will es wohl wissen. Nachdem man zuerst ausschließlich als Broker agierte, mit dem Schwerpunkt auf ETF-Sparplänen, holte man sich 2023 die Lizenz zur Vollbank und konnte seitdem gewöhnliche Bankdienstleistungen seinen Kunden bieten. Jetzt steigt das Unternehmen allerdings in einen weiteren Markt ein, und zwar in das Versicherungsgeschäft. Das macht Trade Republic aber nicht im deutschen Markt, sondern in Liechtenstein.

Neuer Lebensversicherer von Trade Republic

Der Versicherungsmonitor hatte zuerst darüber berichtet und bezog sich dabei auf eine Mitteilung der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein vom vergangenen Donnerstag, 15.10.2026. Darin heißt es, dass die Justinian Versicherungs AG mit Hauptsitz in der Hauptstadt Vaduz nun als Versicherungsunternehmen nach dem liechtensteinischen Versicherungsaufsichtsgesetz bewilligt wurde. Die Bewilligung wurde für die Versicherungszweige 1 (Lebensversicherung) und 3 (Anteil- bzw. fondsgebundene Lebensversicherung) erteilt.

Kurz vor der Lizenzierung hieß das Unternehmen noch Trade Republic Assurance AG. Personell ist das Unternehmen sowohl mit Vertretern von Trade Republic als auch mit erfahrenen Neuzugängen aus der Versicherungsbranche besetzt, berichtet der Monitor. Der Vorstand besteht aus Andreas Torner, Co-Geschäftsführer von Trade Republic, und Francis Blumberg, früher u. a. Swiss Re und Howden Re. Im Verwaltungsrat tätig sind Kirsten Donner, Director bei Trade Republic, Thomas Pischke, Co-Gründer des Neobrokers, und der frühere VHV-Aufsichtsratschef Peter Lütke-Bornefeld.

Was plant Trade Republic?

Von offizieller Seite gibt es von Trade Republic derzeit noch keine Informationen, warum man den Schritt ins Lebensversicherungsgeschäft gegangen ist. Eine AssCompact Anfrage blieb bis zur Veröffentlichung des Artikels unbeantwortet. Naheliegend ist aber natürlich, dass das Unternehmen sich vor dem Hintergrund des Altersvorsorgedepots noch etwas breiter aufstellen möchte.

Erst letzte Woche hat Trade Republic verkündet, dass es ein kostenloses Altersvorsorgedepot starten wird, gänzlich ohne Gebühren. Jedoch kann das Unternehmen als Neobroker und Bank bisher „nur“ ein Altersvorsorgedepot ohne Garantie anbieten. Die Produktwelt mit Garantie im Versicherungsmantel bleibt Trade Republic vorerst verwehrt. Mit einem Lebensversicherer in der Hinterhand könnte sich das nun ändern. (mki)

]]>
So stellt sich die BarmeniaGothaer beim AV-Depot auf http://www.asscompact.de/node/172921

Die BarmeniaGothaer hat angekündigt, dass sie zum Start der neuen geförderten privaten Altersvorsorge Produkte aus allen drei vorgesehenen Kategorien auf den Markt bringen wird. Beratung ist dabei ein zentraler Baustein, erklärt der Versicherer.

172921 19. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Die BarmeniaGothaer wird zum Start der neuen geförderten privaten Altersvorsorge Produkte in allen drei vorgesehenen Kategorien anbieten. Das hat der Versicherer angekündigt. Die Reform tritt zum Jahreswechsel in Kraft; ab dann wird der Versicherer die Produkte auch auf den Markt bringen, heißt es in der Pressemitteilung.

Diese Produkte wird die BarmeniaGothaer im Angebot haben

Das Altersvorsorgedepot Premium ist auf Kunden ausgerichtet, die auf eine professionelle Fondsvermögensverwaltung setzen möchten. Je nach geplantem Anlagehorizont und persönlicher Risikobereitschaft kann aus fünf unterschiedlichen Varianten gewählt werden, erklärt die BarmeniaGothaer. Vermögensverwalter treffen die Anlageentscheidungen entsprechend der Marktsituation. Sie überwachen auch fortlaufend die Portfolios.

Die FörderPlus GarantieRente Invest ist ein bewährtes Produkt des Versicherers, das die Chancen der Kapitalmarktanlage und Anlagesicherheit verbindet. Künftig wird es auch als staatlich geförderte Altersvorsorgelösung zur Verfügung stehen. Die Beitragsgarantie liegt bei 80%, es ist eine lebenslange Rentenzahlung vorgesehen. Außerdem ist ein flexibler Rentenbeginn möglich.

Das Standarddepot bietet laut BarmeniaGothaer einen einfachen und kostengünstigen Einstieg in die staatlich geförderte Altersvorsorge. Die Anlage erfolgt in zwei breit diversifizierten ETF-Fonds des Vermögensverwalters Vanguard. Das Produkt kann vollständig digital abgeschlossen und verwaltet werden.

Beratung als Kernelement für passende Entscheidung

Im Zuge der Reform zeigt sich erneut die Bedeutung von Beratung bei der Altersvorsorge. Vor allem aufgrund der Produktvielfalt sei sie unverzichtbar, erklärt die BarmeniaGothaer. Besonders Riesterkunden sollten prüfen, ob ihre aktuelle Strategie noch passe. „Unsere Vermittlerinnen und Vermittler helfen dabei, aus der Vielfalt die individuell beste Lösung zu finden – das bleibt der Schlüssel für eine gute Vorsorgeentscheidung“, sagt Frank Lamsfuß, Vorstand Vertrieb, Marketing & IT der BarmeniaGothaer AG. (js)

Weitere Meldungen zu neuen Versicherungslösungen und Anpassungen bei bestehenden Produkten finden Sie in unserem Bereich „Assekuranz“.
]]>
Warum sich Unternehmen von jungen Maklern gut verkaufen http://www.asscompact.de/node/172920

Warum sind Makler mit jungen Inhabern für Käufer derzeit so attraktiv? Neben reinem Umsatzwachstum sichern sie interne Nachfolgen, beschleunigen die Integration und stärken das Employer Branding. Der Unternehmensverkauf von jungen Maklern aus Käufersicht.

172920 19. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement Ein Artikel von Pascal Wannicke, Geschäftsführer der SECHZEHN54 GmbH

Im letzten Beitrag wurden die Ursachen und Gründe für den Unternehmensverkauf von jungen Maklern, also Maklern bis zu einem Alter von ca. 45 Jahren, erläutert. Dieser Artikel beschäftigt sich hingegen mit dem strategischen Rational der Käuferseite und zeigt die zunehmende Bedeutung für die Partei auf. Während Transaktionen in der Vergangenheit häufig durch klassische Altersnachfolgen geprägt waren, geht der Wert durch den Kauf von Maklerunternehmen mit jüngeren Inhabern deutlich über den reinen Umsatzgewinn hinaus. Die kaufenden Maklergruppen stehen bereits heute vor der Herausforderung, das eigene organische Wachstum auch nachhaltig sicherzustellen und die Integration von zugekauften Maklerunternehmen voranzutreiben. Die gezielte Akquisition von Maklerunternehmen mit jungen Inhabern nimmt dabei eine zentrale Funktion ein.

Beantwortung von Nachfolge- und Wachstumsfragen

Viele Maklergruppen haben in den vergangenen Jahren eine erhebliche Anzahl von Unternehmen und Beständen im Zuge klassischer Altersnachfolgen erworben. Diese Transaktionen sicherten die eigene Marktposition oder bauten diese aus. Jedoch führten diese Käufe zugleich zu strukturellen Herausforderungen in der Organisation der gesamten Gruppe, da der Bedarf an tragfähigen internen Nachfolgelösungen auf operativer Ebene in den unterschiedlichen Regionen deutlich zugenommen hat.

Durch die gezielte Akquisition von Maklerunternehmen mit jungen Inhabern kann man eine strukturelle Verjüngung unterstützen bzw. beschleunigen. Junge Maklerinhaber weisen typischerweise einen mittel- bis langfristigen beruflichen Zeithorizont auf und sind in der Lage, schrittweise Verantwortung innerhalb bestehender Gruppenstrukturen zu übernehmen. Sie können als zukünftige Standortleiter, regionale Verantwortliche oder Mitglieder einer verjüngten Führungsmannschaft auf Gesamtebene fungieren und damit gruppeninterne Nachfolgethemen adressieren. Neben der reinen unternehmerischen Kontinuität gewinnen Maklergruppen auch personelle Substanz, da diese Maklerunternehmen häufig Teams mitbringen, die aus einer ähnlichen Altersgeneration wie der Maklerinhaber stammen. In einem Marktumfeld, das zunehmend vom Wettbewerb um Fachkräfte geprägt ist, stellt die Sicherung dieser Mitarbeiter einen weiteren wesentlichen strategischen Pfeiler dar.

In der Gesamtbetrachtung zielen die Zukäufe jener Makler somit nicht ausschließlich auf Umsatzwachstum ab. Vielmehr tragen diese Transaktionen zur Etablierung einer belastbaren Plattform für langfristiges und nachhaltiges Wachstum bei.

Beschleunigung von Integration und Vorantreiben von Veränderungen

Verkäufer etablierter Maklerhäuser, die im Rahmen einer Altersnachfolge veräußern, haben über viele Jahre gewachsene und für sie gut funktionierende Organisationsstrukturen aufgebaut. Ihre Arbeitsweisen haben sich dabei kontinuierlich mit dem Unternehmen entwickelt. Nach dem Verkauf an eine größere Maklergruppe ist die Bereitschaft naturgemäß oft begrenzt, diese eingespielten und bewährten Abläufe noch einmal zu verändern.

Zusätzlich verfügen die Altinhaber häufig nur noch über einen überschaubaren Zeithorizont bis zum vollständigen Rückzug aus dem operativen Geschäft. Größere Projekte wie die Umstellung und Migration auf ein neues Verwaltungsprogramm sind mit erheblichem Zeitaufwand und oftmals auch temporären Reibungsverlusten verbunden. Für Unternehmer, die ihr Lebenswerk bereits über viele Jahre erfolgreich geführt haben und sich gedanklich zunehmend auf die Übergabephase vorbereiten, erscheint es häufig wenig attraktiv, solche umfangreichen Veränderungen „auf den letzten Metern“ noch aktiv mitzugestalten. Stattdessen liegt der Fokus vieler Altinhaber in dieser Phase darauf, die organisatorische Stabilität für Mitarbeiter und Kunden sicherzustellen und das Unternehmen möglichst geordnet an einen Nachfolger zu übergeben.

Junge Verkäufer von Maklerunternehmen befinden sich in einer deutlich anderen unternehmerischen Entwicklungsphase. Ihr beruflicher Planungshorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet, häufig über Jahrzehnte hinweg. Entsprechend hoch ist in der Regel die individuelle Bereitschaft, strukturelle Veränderungen aktiv mitzugestalten und Transformationsprozesse zu begleiten. Gerade diese Perspektive macht sie für kaufende Maklergruppen besonders wertvoll.

Stärkung des Employer Brandings

Neben operativen und strukturellen Effekten entfaltet die Gewinnung von jungen Maklerinhabern eine große Wirkung auf das Employer Branding der erwerbenden Maklergruppen. Der gezielte Zukauf junger, erfolgreicher Unternehmer sendet ein klares Signal an die eigenen Maklerhäuser und deren Mitarbeiter sowie an den Markt: Es wird aktiv in die Zukunft sowie die unternehmerische Weiterentwicklung investiert.

Im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte gewinnt dieser Aspekt zunehmend an Bedeutung. Talente suchen heute nicht ausschließlich nach sicheren Arbeitsplätzen, sondern nach Entwicklungsperspektiven, modernen Strukturen und unternehmerischem Gestaltungsspielraum. Eine Maklergruppe, die sichtbar junge Unternehmer sowie deren Mitarbeiter integriert und ihnen Verantwortung überträgt, positioniert sich als attraktive Plattform für ambitionierte Bewerber.

Auch die Wahrnehmung potenzieller neuer Maklerpartner wird durch den Erwerb junger Unternehmer maßgeblich beeinflusst. Wenn eine Maklergruppe sichtbar junge, erfolgreiche Unternehmer gewinnt und ihnen Perspektiven bietet, wird dieses Signal im Markt insb. von anderen jüngeren Maklerinhabern registriert. Wachstumsorientierte Maklerinhaber prüfen nicht mehr nur isoliert einen möglichen Verkauf, sondern sehen in der Gruppe eine strategische Option für ihre eigene Weiterentwicklung.

Fazit

Junge Verkäufer von Maklerunternehmen bringen vor allem einen langfristigen unternehmerischen Planungshorizont und eine hohe Veränderungsbereitschaft mit. Dadurch werden Integrationsprozesse beschleunigt, organisatorische Transformationen erleichtert und gruppeninterne Nachfolgethemen aktiv adressiert. Gleichzeitig entfaltet der gezielte Erwerb dieser Maklerunternehmen eine klare Signalwirkung im Markt, erhöht die Attraktivität für qualifizierte Fachkräfte und fördert die Gewinnung weiterer junger Maklerinhaber.

Der Gewinn von jungen Unternehmern ist für kaufende Maklergruppen daher weit mehr als eine klassische Wachstumsmaßnahme. Diese Zukäufe sind somit kein opportunistischer Einzelfall, sondern ein strategisches Instrument zur Sicherung langfristiger Wettbewerbsfähigkeit, struktureller Stabilität und nachhaltigen Wachstums im Maklermarkt.

Lesen Sie auch: Warum junge Makler ihr Unternehmen verkaufen

Interessieren Sie sich für weitere Hintergrundartikel aus der Branche? Dann abonnieren Sie das monatliche Fachmagazin AssCompact – kostenfrei für Versicherungs- und Finanzmakler.

]]>
BGH bestätigt Haftung nach Wasserrutschen-Unfall http://www.asscompact.de/node/172844

Nach einem schweren Unfall auf einer Wasserrutsche hat der BGH die Haftung von Herstellerin und Betreiberin bestätigt. Entscheidend war, dass die Anlage auch für einen vorhersehbaren Fehlgebrauch ausreichend sicher konstruiert sein muss.

172844 19. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Haftung der Herstellerin einer Wasserrutsche und der Betreiberin eines Schwimmbads für einen schweren Unfall bestätigt. Der BGH wies die Nichtzulassungsbeschwerde der Beklagten gegen das Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg zurück.

Das OLG hatte entschieden, dass die Herstellerin der Wasserrutsche und die Betreiberin des Schwimmbads dem Grunde nach für die Unfallfolgen haften und ein angemessenes Schmerzensgeld sowie Schadenersatz zu leisten haben. Das LG Oldenburg hatte in erster Instanz noch eine Haftung verneint.

Unfall mit schwerwiegenden Folgen

Hintergrund des Verfahrens war ein Unfall, bei dem ein 37-jähriger Mann in Bauchlage und mit dem Kopf voran eine Wasserrutsche hinunterrutschte. Am Ende der Rutsche prallte er gegen die gegenüberliegende Beckenwand und erlitt eine Querschnittslähmung.

An der Rutsche war auf die zulässigen Rutschpositionen hingewiesen worden. Die Rutschhaltung „Kopf voran in Bauchlage“ war ausdrücklich untersagt. Nach Auffassung des OLG reichten diese Warnhinweise jedoch nicht aus, um die Haftung der Betreiberin und der Herstellerin auszuschließen.

Vorhersehbarer Fehlgebrauch muss berücksichtigt werden

Nach der Entscheidung muss eine Wasserrutsche nicht nur bei bestimmungsgemäßer Nutzung sicher sein. Auch ein vorhersehbarer Fehlgebrauch, wie er in einem Schwimmbad vorkommen kann, müsse bei der Konstruktion berücksichtigt werden, wenn dadurch die Gefahr schwerster und irreversibler Verletzungen besteht. Aus Sicht des OLG hätte die Gefahr eines Kopfanstoßes bereits durch die Konstruktion der Anlage reduziert werden müssen. Insbesondere hätte ein größerer Abstand zwischen dem Rutschenauslauf und der gegenüberliegenden Beckenwand vorgesehen werden können. Warnhinweise und Verbots-Piktogramme allein genügten in diesem Fall nicht.

Mitverschulden des Verletzten

Das Gericht berücksichtigte zugleich das Verhalten des Verletzten. Weil er die vorhandenen Hinweise zur zulässigen Rutschposition missachtet hatte, wurde ihm ein erhebliches Mitverschulden zugerechnet. Gegenüber der Herstellerin setzte das OLG die Mitverschuldensquote auf 50% fest, gegenüber der Schwimmbadbetreiberin auf 40%.

Der BGH hatte primär die zivilrechtliche Haftung zu klären, nicht die Deckungspflicht eines Versicherers. Der Fall könnte aber versicherungsrechtlich vor allem deshalb interessant sein, weil auf der einen Seite Betriebshaftpflicht und Produkthaftpflicht als mögliche Haftpflichtversicherungen der beiden Verantwortlichen stehen und auf der anderen Seite möglicherweise eigene Personenversicherungen des Geschädigten.

Höhe des Schadensersatzes noch offen

Mit der Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde steht die grundsätzliche Haftung der Beklagten fest. Über die konkrete Höhe von Schmerzensgeld und Schadenersatz muss nun das Landgericht Oldenburg entscheiden. Dabei werden auch die vom OLG festgestellten Mitverschuldensanteile zu berücksichtigen sein.

OLG Oldenburg, Urteil vom 26.03.2025 – Az: 14 U 49/24

]]>
Exklusiv: Jutta Holzmann verlässt uniVersa http://www.asscompact.de/node/172914

Personelle Änderung bei der uniVersa: Jutta Holzmann, die seit Februar 2026 Mitglied im Vorstand der uniVersa war, hat das Unternehmen nun wieder verlassen. Bis es eine Nachfolgeregelung gibt, kümmert sich ein weiteres Vorstandsmitglied um ihr Ressort bei dem Versicherer.

172914 19. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Jutta Holzmann, die seit dem 01.02.2026 dem Vorstand der uniVersa angehörte, hat das Unternehmen nun laut Informationen, die AssCompact vorliegen, wieder verlassen.

Auf Nachfrage von AssCompact teilt die uniVersa mit: „Frau Jutta Holzmann hat die uniVersa im besten gegenseitigen Einvernehmen verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Wir wünschen ihr beruflich weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute.“

Holzmanns Nachfolge steht noch nicht fest

Weiterhin heißt es von dem Versicherer, dass Dr. Marco Wimmer, ebenfalls Mitglied des Vorstandes, das Ressort Vertrieb übernehme, bis eine Nachfolgeregelung getroffen sei. Holzmann verantwortete die Vertriebsbereiche Stamm- und Partnerorganisation sowie die Ressorts Vertrieb-Service-Marketing und Zentrale Services. Sie war Nachfolgerin von Vertriebsvorstand Werner Gremmelmaier, der in Ruhestand ging. (lg)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.
]]>
PKV-Beiträge sollen 2027 um 13% steigen http://www.asscompact.de/node/172913

Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung werden im nächsten Jahr deutlich ansteigen, wie der PKV-Verband auf einer neuen Infoseite verkündet. Stand jetzt stehen Beitragserhöhungen von gut 13% im Raum, und zwar für mehr als die Hälfte der Privatversicherten.

172913 18. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Zumindest was die Kosten betrifft, darf sich wohl aktuell weder ein gesetzlich, noch ein privat Krankenversicherter glücklich schätzen. In der gesetzlichen Krankenversicherung wird über das Jahr immer wieder darauf vorbereitet, dass die Beiträge in den nächsten Jahren ansteigen werden – und das, obwohl der Schätzerkreis den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für nächstes Jahr im Vergleich zum letzten Jahr nicht verändert hat.

In der privaten Krankenversicherung sieht es aber leider nicht besser aus, wie nun vom Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. (PKV-Verband) verkündet und vor Kurzem bereits von Geschäftsführer Holger Eich angedeutet wurde. Verbandsdirektor Florian Reuther persönlich wandte sich in einem der letzten Newsletter direkt an die Leser und überbrachte den Versicherten die Hiobsbotschaft. Die Anpassungen der PKV-Unternehmen würden „für viele Versicherte spürbar ausfallen“, so Reuther. Um wie viel geht es nach oben, und was sind die Hintergründe?

So fallen die Beitragserhöhungen voraussichtlich aus

Auf einer Infoseite erläutert der PKV-Verband Näheres zu den Beitragssteigerungen. Die Erwartungen beruhen darauf, dass die Versicherer regelmäßig überprüfen, ob in ihren Tarifen eine Anpassung der Beiträge notwendig ist, und dabei habe sich gezeigt, dass nach aktuellem Wissensstand für rund 53% der Privatversicherten die Beiträge zum 01.01.2027 steigen müssen. Durchschnittlich sollen es voraussichtlich 13,4% sein. Bei den Tarifen für Beihilfeberechtigte liegt der durchschnittliche Anstieg bei 11,4%, bei allen anderen Versicherten bei 15,3%. Nicht erfasst in diesen Zahlen sind allerdings Versicherte, deren Unternehmen die Beiträge später unterjährig anpassen.

Mit diesen Steigerungen müssen die Privatversicherten erneut deutliche Mehrkosten auf sich nehmen. Bereits 2026 gingen die Prämien um im Schnitt 13% nach oben, zum Jahreswechsel 2024/2025 waren es 12,5%. Der PKV-Verband weist darauf hin, dass eine Beitragsanpassung immer nur dann erfolgen dürfe, wenn die Versicherungsleistungen in einem Tarif nachweislich um einen bestimmten Prozentsatz höher liegen als ursprünglich kalkuliert. Gesetzlich vorgeschrieben ist hier eine Abweichung von 10%, dieser kann aber auch je nach Vertrag niedriger liegen. Ein unabhängiger Treuhänder überprüfe dies, so der PKV-Verband.

Woran liegt’s?

Genau wie in der gesetzlichen Krankenversicherung gebe es in der PKV einen dauerhaften starken Anstieg der medizinischen Leistungsausgaben, und zwar in allen Bereichen: ambulant, stationär und Zahn. Ein großer Kostentreiber sei laut PKV-Verband nach wie vor der Krankenhausbereich. Für allgemeine Krankenhausleistungen musste die PKV 2025 fast 7,5% mehr zahlen als im Vorjahr. Welche Faktoren zu den Kostensteigerungen im stationären Bereich beigetragen haben, ist im Einzelnen noch nicht bekannt.

Bei den ambulanten Leistungen war 2025 eine ähnliche Entwicklung zu sehen: Die Ausgaben für Arzneimittel stiegen um rund 8%, für Heilmittel wie Physio- oder Ergotherapie um mehr als 6,6%. Bei ambulanten Arztbehandlungen, die einen großen Anteil an den Leistungsausgaben der PKV haben, gab es einen Kostenanstieg von 6%. Das sind die Änderungswerte für die gesamte Branche gesehen; bei den einzelnen Versicherungsunternehmen und den einzelnen Tarifen können sie durchaus abweichen, so der PKV-Verband.

Die Kosten werden im Gesundheitswesen auch in Zukunft steigen, durch neue Behandlungsmethoden, Preissteigerungen oder höhere Personalkosten. Das werde auch Einfluss auf die Beitragsentwicklung der PKV haben. Jedoch könne man die Kostensteigerungen der PKV ohne Vergleichsdaten, wie sich die Beiträge der GKV im selben Zeitraum entwickeln, nicht einordnen. In der Vergangenheit verliefen die Beitragsentwicklungen allerdings ähnlich, heißt es vom PKV-Verband. (mki)

]]>
Zwischen Diagnose und BU: Die oft übersehene Versorgungslücke http://www.asscompact.de/node/172898

Eine schwere Erkrankung bedeutet nicht automatisch Berufsunfähigkeit. Doch finanzielle Folgen entstehen für Betroffene bei einer Diagnose oft sofort. Für Vermittler lohnt sich der Blick auf Dread-Disease-Lösungen, die die Einkommensabsicherung um einen wichtigen Baustein ergänzen können.

172898 18. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement Ein Artikel von Alexander Leutfeld, Bereichsleiter Cross Border Life bei der Zurich Gruppe Deutschland

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gilt zu Recht als Goldstandard der Einkommenssicherung. Dennoch bleiben in der Beratung Situationen, die nicht vollständig von einer BU erfasst werden. Schwere Erkrankungen führen nicht zwangsläufig zu einer dauerhaften Berufsunfähigkeit, doch der finanzielle Handlungsbedarf entsteht oft unmittelbar nach der Diagnose. Für Vermittler lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf Absicherungslösungen, die genau für diese Phase entwickelt wurden.

Ein Praxisfall aus dem Beratungsalltag

Michael ist 46 Jahre alt, selbstständiger Handwerksmeister, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Um seine Existenz zu sichern, hat er bereits vor Jahren eine BU abgeschlossen. Dann erleidet er einen Herzinfarkt. Die folgenden Monate sind geprägt von Krankenhausaufenthalten, Rehabilitationsmaßnahmen und einer langsamen Rückkehr in den Alltag. Nach einiger Zeit verbessert sich sein Gesundheitszustand so weit, dass die Voraussetzungen für eine dauerhafte Berufsunfähigkeit nicht mehr erfüllt sind. Dennoch ist an eine vollständige Rückkehr in den beruflichen Alltag zunächst nicht zu denken. Kundenprojekte müssen verschoben werden, Aufträge gehen verloren und die Familie benötigt zusätzliche Unterstützung. 

Der Fall zeigt: Eine schwere Erkrankung und eine Berufsunfähigkeit sind nicht dasselbe. Viele Betroffene erleben bereits kurz nach der Diagnose erhebliche finanzielle Belastungen, obwohl noch gar nicht klar ist, ob eine dauerhafte Berufsunfähigkeit vorliegt.

Für Vermittler stellt sich deshalb zunehmend die Frage, wie Kunden in genau dieser Phase finanziell abgesichert werden können. Für genau diese Situation wurden sogenannte Dread-Disease-Konzepte entwickelt. Sie knüpfen nicht an die Berufsunfähigkeit an, sondern an die Diagnose definierter schwerer Erkrankungen.

Ein anderer Leistungsansatz

Während eine BU eine laufende Rente zahlt, basiert der Krankheits-Schutzbrief auf einem anderen Prinzip. Dread-Disease-Konzepte knüpfen nicht an den Verlust der Arbeitskraft an, sondern an die Diagnose definierter schwerer Erkrankungen. Die Leistung erfolgt in der Regel als einmalige Kapitalzahlung, über die Kunden frei verfügen können. Ziel ist, finanzielle Spielräume genau dann zu schaffen, wenn durch eine schwere Erkrankung zusätzliche Belastungen entstehen.

Bei der Bewertung entsprechender Lösungen spielen verschiedene Kriterien eine Rolle: die Anzahl und Qualität der versicherten Krankheitsbilder, Leistungen bereits bei frühen oder weniger schweren Krankheitsstadien, flexible Verwendungsmöglichkeiten der Auszahlung sowie ergänzende Leistungen für besondere Lebenssituationen.

Schwere Krankheit ist nicht gleich schwere Krankheit

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal moderner Dread-Disease-Produkte ist, dass sie nicht ausschließlich besonders schwere Krankheitsverläufe berücksichtigen. Einige Tarife sehen bereits Leistungen vor, wenn bestimmte Erkrankungen in einem frühen Stadium festgestellt werden. Die Teilleistungen sind automatisch eingeschlossen und reduzieren die vereinbarte Versicherungssumme grundsätzlich nicht. Gerade bei bestimmten Tumorerkrankungen kann dies den Betroffenen finanzielle Unterstützung zu einem Zeitpunkt bieten, zu dem der Handlungsbedarf besonders hoch ist.

Der Krankheits-Schutzbrief von Zurich greift diesen Ansatz auf: Er umfasst 75 definierte Erkrankungen bzw, Leistungsauslöser. Darüber hinaus sind bei 22 Erkrankungen Teilleistungen möglich, die automatisch eingeschlossen sind und die vereinbarte Versicherungssumme grundsätzlich nicht reduzieren.

Beim klassischen Krankheits-Schutzbrief erfolgt die Leistung nach Diagnose einer versicherten schweren Erkrankung und einem Überlebenszeitraum von zehn Tagen. Beim Erweiterten Krankheits-Schutzbrief von Zurich entfällt dieser Überlebenszeitraum. Dadurch entsteht eine finanzielle Reserve genau zu dem Zeitpunkt, zu dem die Belastung häufig am größten ist.

Wenn der Kapitalbedarf besonders hoch wird

Neben dem Leistungsumfang ist auch die Höhe der möglichen Leistungen von Bedeutung. Einige Dread-Disease-Konzepte sehen deshalb zusätzliche Leistungen für Krankheitsbilder vor, die mit besonders weitreichenden Einschränkungen verbunden sind.

Bei Zurich kann sich die Leistung für ausgewählte Erkrankungen auf bis zu 200% der vereinbarten Versicherungssumme erhöhen, maximal um 40.000 Euro. Dies gilt beispielsweise bei Blindheit, dem Verlust der Sprache, schweren Lähmungen, Alzheimer oder Motoneuron-Erkrankungen.

Familien stärker absichern

Auch die Absicherung von Kindern kann ein relevantes Unterscheidungsmerkmal sein. Qualitätsprodukte integrieren Leistungen für schwere Erkrankungen von Kindern oder ermöglichen einen späteren Übergang in einen eigenen Versicherungsschutz.

Beim Krankheits-Schutzbrief von Zurich sind Kinder automatisch mitversichert. Für schwere Erkrankungen stehen Leistungen von bis zu 35.000 Euro zur Verfügung. Zudem besteht die Möglichkeit, später ohne erneute Gesundheitsprüfung einen Anschlussvertrag abzuschließen.

Warum Vermittler das Thema stärker ansprechen sollten

Die finanzielle Belastung bei einer schweren Erkrankung beginnt oft am Tag der Diagnose, nicht erst mit der Feststellung einer Berufsunfähigkeit. Für Vermittler lohnt es sich deshalb, bestehende Beratungskonzepte um den Baustein „Schwere-Krankheiten-Absicherung“ zu erweitern. Denn eine moderne Einkommenssicherung denkt nicht in Entweder-oder-Lösungen, sondern in passgenauen Kombinationen für unterschiedliche Lebenssituationen.

Interessieren Sie sich für weitere Hintergrundartikel aus der Branche? Dann abonnieren Sie das monatliche Fachmagazin AssCompact – kostenfrei für Versicherungs- und Finanzmakler.

]]>
Wenn Kunden mit dem KI-Agenten ins Maklerbüro kommen http://www.asscompact.de/node/172910

Leona Spauszus ist Trainerin und Speakerin für künstliche Intelligenz im Versicherungsvertrieb. Als KI-Pionierin zeigt sie, wie KI den Arbeitsalltag von Vermittlern und Führungskräften im Vertrieb effizienter macht. Für AssCompact gibt sie in ihrer KI-Kolumne praxisnahe KI-Tipps speziell für Makler.

172910 18. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

„Ich habe meine Versicherungen schon einmal von meinem eigenen KI-Agenten prüfen lassen.“ Dieser oder vergleichbare Sätze könnten in Zukunft häufiger fallen. Für Versicherungsmakler stellen sich dann zentrale Fragen: Wann kommen sie bei diesem neuen, KI-gestützten Beratungsablauf ins Spiel? Und wie verändern sich die Schnittstellen zum Kunden?

ChatGPT-Chat versus KI-Agent

Aktuell nutzen Kunden meist einzelne Funktionen von ChatGPT, Claude, Gemini & Co. Sie laden zum Beispiel Versicherungsbedingungen hoch und lassen diese vergleichen oder nutzen die Browserfunktion, mit der ChatGPT Maklerwebsites aufrufen und direkt einen Termin beim Makler buchen kann.

Ein KI-Agent macht die Recherche und den Versicherungsvergleich für den Kunden nun deutlich einfacher. Er kann mehrere dieser Funktionen miteinander verbinden und gleichzeitig oder nacheinander eigenständig ausführen. Der KI-Agent erhält vom Kunden einen Auftrag oder ein Ziel, wie zum Beispiel: „Ich möchte bei meinen Versicherungen sparen.“ Anschließend führt der KI-Agent diesen Auftrag für den Kunden aus.

Wie solche persönlichen KI-Agenten funktionieren können, zeigen neue Entwicklungen wie Muse von Meta und Dots von OpenAI. Muse kann laut Meta einen eigenen Browser nutzen, Formulare ausfüllen und Termine buchen. Dots arbeitet mit verbundenen Apps und einem eigenen Cloud-Computer.

Wichtig: Weder Muse noch Dots sind bisher speziell für den deutschen Versicherungsmarkt ausgelegt. Die zugrunde liegenden Funktionen lassen sich aber grundsätzlich auch auf Aufgaben rund um Versicherungen übertragen.

Der KI-Agent im Versicherungsordner des Kunden

Damit ein KI-Agent für einen Kunden den aktuellen Versicherungsschutz bewerten und neue Angebote vergleichen kann, braucht er Zugriff auf dessen Daten und Unterlagen sowie eine Verbindung zu geeigneten Tarifrechnern. Ein möglicher Ablauf könnte so aussehen:

  • Freigabe des Ordners: Der Kunde erlaubt dem Agenten den Zugriff auf lokale Dateien oder einen Cloud-Speicher. Dort liest der Agent Policen, Beitragsrechnungen und Nachträge aus.
  • Strukturierte Übersicht: Die KI fasst Versicherungsarten, Beiträge, Leistungen, Selbstbeteiligungen und Kündigungsfristen zusammen.
  • Bedarfs- und Zielabfrage: Der Agent klärt, was der Kunde erreichen möchte: Beiträge senken, Lücken schließen oder Leistungen optimieren? Fehlen Angaben, fragt die KI nach.
  • Tarifvergleich: Der Agent ruft zugängliche Vergleichsdatenbanken oder Tarifrechner auf und gibt die erforderlichen Angaben ein.
  • Ergebnisaufbereitung: Der Agent stellt Alternativen gegenüber und schlägt nächste Schritte vor. Denkbar ist auch, dass er eine konkrete Empfehlung formuliert.
Wann kommt der Makler ins Spiel?

Ein naheliegender Zeitpunkt für die Weiterleitung zum Makler ist kurz vor einer Kündigung oder einem Neuabschluss. Der Agent könnte sagen: „Ich habe eine Alternative gefunden. Bevor du deinen bisherigen Schutz veränderst, solltest du die Auswertung mit deinem Makler besprechen. Soll ich einen Termin für dich vereinbaren?“ Mit Zustimmung des Kunden könnte er dann einen Termin buchen oder die Zusammenfassung bereits per E-Mail an den Makler weitergeben.

Eine Übergabe kann auch erfolgen, wenn dem KI-Agenten Unterlagen fehlen, Gesundheitsangaben unklar sind oder Bedingungen schwer vergleichbar erscheinen. Der Agent kann den Kunden dann darauf hinweisen, dass seine Analyse keine ausreichende Grundlage für eine Entscheidung bietet, und ein Gespräch mit dem Makler vorschlagen.

Wo eine KI-Auswertung Lücken haben kann

Die Qualität einer Auswertung hängt davon ab, welche Unterlagen und Angaben dem Agenten vorliegen und ob er sie korrekt erkennt. Veraltete Policen, fehlende Nachträge oder veränderte Lebensumstände, etwa Nachwuchs, neue Hobbys oder ein Immobilienerwerb, können im Ergebnis fehlen. Auch mündliche Absprachen kann der Agent nur berücksichtigen, wenn der Kunde sie mitteilt.

Zudem stoßen KI-Agenten an zwei entscheidende Grenzen:
  • Eingeschränkte Marktübersicht: Ein KI-Agent kann nur die Tarife vergleichen, auf deren Daten er tatsächlich zugreifen kann. Wenn professionelle Maklervergleichssysteme und bestimmte Sondertarife für Endkunden-KIs nicht ohne Weiteres zugänglich sind, kann beim Kunden der Eindruck eines vollständigen Marktvergleichs entstehen, obwohl möglicherweise relevante Angebote fehlen.
  • Risikoprüfung und Gesundheitsfragen: Bei Personenversicherungen wie BU oder PKV reicht ein Beitragsvergleich nicht aus. Gesundheitsangaben, Vorerkrankungen und Annahmerichtlinien müssen sorgfältig berücksichtigt werden. KI kann bei der Aufbereitung unterstützen, aber weder eine verbindliche Risikoprüfung durch den Versicherer noch die fachliche Bewertung durch den Makler ersetzen. Unvollständige oder fehlerhafte Angaben können später erhebliche Auswirkungen auf den Versicherungsschutz haben.

Für den Makler heißt das: Eine KI-Auswertung kann ein guter Impulsgeber sein, ersetzt aber nicht die fachliche Prüfung. Auch wenn der Kunde bereits eine konkrete Empfehlung mitbringt, bleibt die fachliche Verantwortung für die eigene Beratung beim Makler.

Praxistipp für Versicherungsmakler

Mit fiktiven oder anonymisierten Testordnern lässt sich schon heute ausprobieren, wie verschiedene KI-Tools Policen auslesen und aufbereiten. So werden typische Fehler und fehlende Angaben sichtbar. Echte Kundendaten sollten dafür nur genutzt werden, wenn der Einsatz datenschutzrechtlich und organisatorisch geklärt ist.

Kunden kommen künftig möglicherweise mit mehr Vorwissen und einer konkreten KI-Empfehlung. Wer sich als Makler schon jetzt auf diesen Wandel einstellt und die Schnittstellen zu KI-Agenten versteht, kann diese Entwicklung als Chance nutzen.

Lesen Sie auch:
]]>
Intelligent Document Processing – Digital Insurance Podcast http://www.asscompact.de/node/172911

In der neuesten Folge des Digital Insurance Podcast diskutiert Moderator Jonas Piela in einer hochkarätigen Runde über die Potenziale und Herausforderungen von Intelligent Document Processing (IDP) in der Assekuranz.

172911 17. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

In der neuen Episode des Digital Insurance Podcast begrüßt Moderator Jonas Piela Isabel Martorell Naßl (Versicherungskammer Bayern), Hendrik Funderman (d.velop), Matthias Mainone (ALH Gruppe), René Weseler (Buildsimple) und Frank Strotmann (Materna). Die Branchenexperten analysieren gemeinsam, wie künstliche Intelligenz operative Arbeitsabläufe nachhaltig verändert. Während moderne KI-Technologien unstrukturierte Daten problemlos auslesen und verstehen können, scheitert die vollautomatische Dunkelverarbeitung in der Praxis oft noch an Datensilos, Systemumbrüchen und komplexen Bestandsarchitekturen.

Kulturwandel und Vertrauen als Erfolgsfaktoren

Neben der technischen Anbindung steht der menschliche Faktor im Mittelpunkt der Digitalisierung. Die Experten betonen, dass KI-Systeme vor allem als unterstützende Assistenz für Mitarbeitende agieren, um Entscheidungen vorzubereiten, Prozesswissen bereitzustellen und Richtlinien effizient anzuwenden. Um Berührungsängste abzubauen und den Change-Prozess positiv zu gestalten, setzt die Versicherungskammer Bayern beispielsweise auf spielerische, intern entwickelte KI-Assistenten. Der nachhaltige Erfolg erfordert somit nicht nur technische Innovationen, sondern vor allem Mut zur Veränderung und gegenseitiges Vertrauen innerhalb der Organisation.

Vom klassischen Dokument zum intelligenten Datenmanagement

Der Blick in die Zukunft zeigt, dass das Dokument als Informationsträger zwar vorerst erhalten bleibt, sich seine Verarbeitung jedoch grundlegend wandelt. Durch die Kombination aus bewährtem Machine Learning und modernen Sprachmodellen verlagert sich der Schwerpunkt vom traditionellen Input Management hin zu einem umfassenden Daten- und Contentmanagement. Damit lassen sich selbst anspruchsvolle Aufgaben wie die automatische Betrugserkennung oder Risikoprüfung in Schaden- und Leistungsfällen skalierbar und verlässlich umsetzen.t-Episode verlinkt ist.

Hier geht es zur Folge:
Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

Weitere Podcasts
]]>
Altersvorsorge gestalten und Maklerimage stärken http://www.asscompact.de/node/172918

Wie (betriebliche) Altersvorsorge für unterschiedliche Lebensverläufe gestalten? Wie Lösungen für eine gerechtere Altersvorsorge schaffen? Diesen Fragen widmet sich jährlich das von Maklerin Cordula Vis-Paulus initiierte German Equal Pension Symposium®. Dabei werden möglichst viele Beteiligte einbezogen.

172918 16. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Versicherungsbranche, darunter u. a. Versicherer und Maklerinnen, Politik, Arbeitgeber, Beratung und andere Experten, die offen und kontrovers über die Themen finanzielle Vorsorge für Frauen, (betriebliche) Altersvorsorge und Gender Pension Gap diskutieren – das ist das German Equal Pension Symposium®. Die Veranstaltung fand dieses Jahr bereits zum vierten Mal statt und „glänzte“ diesmal mit einem Gala-Abend in Berlin.

(Betriebliche) Altersvorsorge, quo vadis?

Hauptmoderatoren Cordula Vis-Paulus, Versicherungsmaklerin und bAV-Expertin sowie Initiatorin des GEPS, und Prof. Michael Hauer, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), sprachen auf der Bühne u. a. mit Annegret Heinze, Direktionsbeauftragte Fachleitung betriebliche Altersvorsorge (bAV) der Württembergische Vertriebspartner GmbH, Martin Gattung, Gründer und Geschäftsführer von Aeiforia, BVK-Präsident Michael H. Heinz , Josef Pilger, Global Pension and Retirement Leader, Katharina Lages-Willner, Inhaberin von HeartBrain Consulting, sowie Anja Schulz von der FDP. Thema war die Zukunft der (betrieblichen) Altersvorsorge. Mit Spannung werden dabei auch die Entwicklungen rund um das neue Altersvorsorgedepot erwartet.

Ausgezeichnete bAV

Immer im Blick: Die Frage, wie sich Altersvorsorge so gestalten lässt, dass sie unterschiedlichen Erwerbs- und Lebensverläufen gerecht wird. Ziel der Initiative ist, gemeinsam Lösungen für eine gerechtere und wirksamere Altersvorsorge zu entwickeln. Um dies zu fördern, hat Vis-Paulus auch den German Equal Pension Award ins Leben gerufen, der Unternehmen mit hervorragender bAV auszeichnet, darunter auch das Maklerhaus von Carina Lentfort-Wietheger, Geschäftsführerin bei Wietheger OHG.

„Die glamouröse Seite der Altersvorsorge“

Initiatorin Vis-Paulus kommentiert das diesjährige Event wie folgt und prognostiziert bereits für das kommende Jahr: „2027 wird unserer Mission Flügel verleihen: Mit einer inspirierenden Themenvielfalt von Behavorial Finance, Financial Wellbeing, Erkenntnisse aus der Führungskräfte-Umfrage und dem Lebenslinien-Rentenplan, der die vielfältigen Erwerbsrealitäten von Müttern erfassen kann, feierte das German Equal Pension Symposium & Award zum vierten Mal die faszinierende und, mit einem prächtigen Event mitten in Berlin, auch die glamouröse Seite der Altersvorsorge. Wir erlebten bewegte Interviewpartner, impulsive Diskussionsgäste, stolze GEPS-Award Preisträger:innen und ein begeistertes Publikum.“

Der Blick über den Tellerrand

Immer wieder schafft es das GEPS, noch einen Schritt weiter zu denken, damit die diversen Zahlen, Fakten und Menschen für eine bessere Vorsorge, insbesondere für Frauen, noch besser zusammenfinden. Zudem kann ein solches Event dazu beitragen, das Image der Maklerschaft in der Gesellschaft zu stärken, indem es die verschiedenen Player an einen Tisch bringt.

In diesem Jahr passierte das auf eine sehr glamouröse Art: „Dass Altersvorsorge auch Glamour hat, sich feiern lässt, Glitzer tragen kann und viele verschiedene Menschen, Experten und Blickwinkel an einen Tisch bringen kann, das hat das German Equal Pension Symposium & Award 2026 wieder gezeigt. Mitten in Berlin war die bAV, das Altersvorsorgedepot und Renten-Know-How vom anderen Ende der Welt Thema Nummer 1! Mehr Geld vom Staat für die private und betriebliche Altersvorsorge, Financial Wellbeing, wie Führungskräfte Equal Pay & Pension für sich bewerten, eine Software, die insbesondere Müttern hilft, früh Klarheit über ihre gesetzlichen Rente nach Elternzeit, Teilzeit oder Pause zu bekommen – wir haben wieder einmal weit über den Tellerrand geschaut und nehmen diesen Elan mit in die neue Altersvorsorgewelt 2027!“, so Vis-Paulus. (lg)

]]>
blau direkt: Neuzugang im Netzwerk für Ruhestandsplanung http://www.asscompact.de/node/172916

Das Netzwerk von Kompetenzzentren für die Ruhestandsplanung von blau direkt wächst weiter: Mit der Einbindung der Tjara Dreiländereck GmbH, hervorgegangen aus der Sester GmbH, baut blau direkt das regionale Netz von Ansprechpartnern im Südwesten aus.

172916 16. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Der Lübecker Technologieanbieter blau direkt erweitert sein Netzwerk an spezialisierten Kompetenzzentren für die Ruhestandsplanung: Die Tjara Dreiländereck GmbH, die aus dem Einzelunternehmen des langjährigen blau direkt-Partners Frank Sester und der Sester GmbH hervorgegangen ist, vertieft die Zusammenarbeit mit der Gruppe. Die Tjara Dreiländereck GmbH am Standort Eschbach ist ab sofort strategisches Kompetenzzentrum. Damit baut blau direkt das Netz von Ansprechpartnern im Südwesten aus und stärkt die regionale Betreuung von Vermittlern vor Ort rund um die Nachfolgeplanung.

Expertise bei der Beratung von Grenzgängern

Wie blau direkt weiter mitteilt, dient der Standort Eschbach im Dreiländereck nun als direkte Anlaufstelle für Vermittler in der Region, die unter anderem bei der Bestandsnachfolge unterstützt. Neben der Betreuung bereits übernommener Bestände baut die Tjara Dreiländereck GmbH die regionale Präsenz gezielt aus. Ergänzend verfügt das Team über Expertise in Spezialbereichen wie etwa der Beratung von Grenzgängern, die in Deutschland wohnen und in der Schweiz oder Frankreich arbeiten.

 

blau direkt: Neuzugang im Netzwerk für Ruhestandsplanung

 

„Die Übergabe des eigenen Lebenswerks erfordert Vertrauen und eine persönliche Betreuung vor Ort. Um selbst den nächsten großen Wachstumsschritt zu gehen, stieß ich mit den bisherigen Strukturen an Leistungsgrenzen“, erklärt Frank Sester, Geschäftsführer der Tjara Dreiländereck GmbH. „Mit blau direkt habe ich den idealen Partner an meiner Seite, der uns mit den richtigen Prozessen, bei der Gewinnung und Ausbildung qualifizierter Mitarbeiter sowie mit einem starken Fachexperten-Netzwerk unterstützt.“

Persönliche Betreuung von Vermittlern vor Ort

 

blau direkt: Neuzugang im Netzwerk für Ruhestandsplanung

 

„In Deutschland haben wir mit unseren regionalen Kompetenzzentren bereits ein flächendeckendes Netz aufgebaut. Mit Frank Sester und der Tjara Dreiländereck GmbH gewinnen wir einen hochgeschätzten, langjährigen Partner, um die persönliche Betreuung vor Ort im Süden weiter zu verstärken. Das Ziel ist klar: Wir wollen Vermittlern vor Ort nicht nur eine nachhaltige Nachfolgelösung mit persönlicher Betreuung bieten, sondern auch ein starkes Umfeld für Makler schaffen, die sich neu ausrichten oder einem Team anschließen möchten“, betont Dirk Henkies, Head of Corporate Development bei blau direkt und CEO der Tjara GmbH. (tik)

Aktuelle Meldungen über Kooperationen, Zusammenschlüsse und Übernahmen im Maklermarkt lesen Sie auch in der Rubrik „Management & Vertrieb“.
]]>
Frühstart-Rente beschlossen: Änderungen bei Vergütungsregeln http://www.asscompact.de/node/172915

Der Bundestag hat die Frühstart-Rente beschlossen. Während die Branche das Vorhaben grundsätzlich begrüßt, sorgt der Verzicht auf eine verpflichtende Beratung für Kritik. Positiv bewerten die Verbände BVK und der AfW hingegen eine Korrektur bei der Regelung zu Abschluss- und Vertriebskosten.

172915 16. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Der Bundestag hat am Freitag die Frühstart-Rente für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren beschlossen. Vorgesehen ist eine staatliche Förderung von zehn Euro pro Monat und Kind. Das Gesetz muss nun noch den Bundesrat passieren. Starten soll die Frühstart-Rente 2027 mit den Geburtsjahrgängen 2020 und 2021. Für den Jahrgang 2020 soll die Förderung rückwirkend für das Jahr 2026 gewährt werden. Anschließend soll jedes Jahr ein weiterer Jahrgang hinzukommen.

Standarddepot und private Zuzahlungen

Auch für Kinder und Jugendliche außerhalb der staatlich geförderten Jahrgänge sollen entsprechende Standarddepot-Verträge eingerichtet und privat bespart werden können. Eltern, Großeltern und andere Dritte können zusätzlich insgesamt bis zu 6.840 Euro pro Jahr einzahlen. Zudem soll laut Bundesregierung ein „nahtloser Übergang in die steuerlich geförderte private Altersvorsorge ab Volljährigkeit“ ermöglicht werden. Für die Produktauswahl bei der Frühstart-Rente sollen die Regeln des Standarddepots für die private Altersvorsorge gelten. Der Vertrag kann elektronisch abgeschlossen werden; eine Beratung ist nicht erforderlich.

Vermittler kritisieren fehlende Beratung, begrüßen aber Korrektur bei Vergütung

Während der GDV und die Vermittlerverbände die Einführung der Frühstart-Rente grundsätzlich begrüßen, stößt insbesondere der Verzicht auf eine verpflichtende Beratung bei den Vermittlern auf Kritik. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) betont nach dem Beschluss erneut die Bedeutung einer qualifizierten Begleitung bei langfristigen Vorsorgeentscheidungen. „Langfristige Vorsorgeentscheidungen sollten vor allem von qualifizierter Beratung begleitet werden“, erklärt BVK-Präsident Michael H. Heinz. Persönliche Beratung leiste einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Bildung und helfe Verbraucherinnen und Verbrauchern dabei, individuell passende Vorsorgelösungen auszuwählen. Zugleich könne sie eine kontinuierliche Begleitung fördern und dazu beitragen, dass über die staatliche Förderung hinaus zusätzlich Vermögen für die Altersvorsorge aufgebaut werde.

Positiv bewertet der BVK hingegen, dass sich das Verbot von Abschluss- und Vertriebskosten ausschließlich auf den Vertragsteil der staatlichen Zulagen bezieht. Damit greift der Gesetzgeber auch eine zentrale Forderung des AfW auf. „Wir haben von Anfang an darauf hingewiesen, dass Beratung und Betreuung nicht zum Nulltarif zu haben sind. Wer Familien für langfristige Altersvorsorge gewinnen will, muss auch dafür sorgen, dass qualifizierte Beratung wirtschaftlich möglich bleibt. Dass diese Erkenntnis noch Eingang in das Gesetz gefunden hat, ist ein wichtiger Fortschritt“, erklärt Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des AfW.

Mehrheit der Eltern offen für Zuzahlungen

Dass die staatliche Förderung von Eltern und anderen Angehörigen durch eigene Beiträge ergänzt werden könnte, zeigt eine aktuelle Umfrage des GDV. Demnach können sich 76% der Eltern grundsätzlich vorstellen, zusätzlich Geld für ein Kind aus dem familiären oder persönlichen Umfeld einzuzahlen. 43% wären zu regelmäßigen Zuzahlungen bereit, für weitere 33% kämen gelegentliche Zahlungen infrage. Lediglich 6% schließen zusätzliche Einzahlungen kategorisch aus.

Umso kritischer bewerteten Vermittler zuletzt die Position des GDV, wonach Versicherer die staatlich geförderten Beiträge auch ohne verpflichtende Beratung anbieten können sollten. Damit steht der GDV in einem Punkt im Gegensatz zu den Vermittlerverbänden, die insbesondere die Bedeutung einer qualifizierten Beratung bei der Frühstart-Rente betonen.

Was passiert ohne Vertrag

Für Kinder, deren Eltern keinen Vertrag abschließen, soll die Förderung nicht entfallen. In diesem Fall sollen monatlich zehn Euro je Kind kollektiv am Kapitalmarkt angelegt werden. Dafür soll zum 01.01.2028 das Sondervermögen des Bundes „Frühstartrente“ errichtet werden. Der daraus entstehende individualisierte Anspruch könne zu einem späteren Zeitpunkt in einen individuellen Altersvorsorgedepot-Vertrag übertragen werden, heißt es im Gesetz weiter.

Auszahlung erst ab 65

Die Erträge sollen bis zum Beginn der Auszahlungsphase steuerfrei bleiben. Eine Auszahlung des geförderten Kapitals soll grundsätzlich erst nach Vollendung des 65. Lebensjahres möglich sein. (bh)

Lesen Sie auch:

]]>
IVFP: Diese BU-Anbieter haben „exzellente“ Tarife im Angebot http://www.asscompact.de/node/172908

Das IVFP hat den aktuellen Jahrgang seines BU-Ratings vorgelegt. Von 36 Anbietern können drei in allen sechs geprüften Kategorien glänzen. Auffällig waren im diesjährigen Rating die erweiterten Möglichkeiten bei der Nachversicherung sowie die zunehmend verbreiteten Teilzeitklauseln.

172908 16. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat sein aktuelles Rating zur selbstständigen Berufsunfähigkeit (SBU) veröffentlicht. Für den Jahrgang 2026 hat das Analysehaus insgesamt 61 Tarife von 36 Anbietern untersucht. Insgesamt flossen knapp 100 Kriterien in die Bewertung ein. Dieses Jahr hat das IVFP zudem die Bewertungsmethodik in den Bereichen Preis-Leistung sowie Transparenz und Service gezielt geschärft.

Das Rating betrachtet Absicherungsmöglichkeiten für insgesamt sechs verschiedene Berufsgruppen: kaufmännische Berufe, Selbstständige, Studierende, Auszubildende, medizinische und handwerkliche Berufe. Die Gesamtbewertung setzt sich aus den vier Teilbereichen Preis-Leistung (50%), Unternehmen (20%), Flexibilität (20%) sowie Transparent und Service (10%) zusammen.

Was hat sich in der BU getan?

Im Zuge des Ratings hat sich das IVFP auch mitgeteilt, welche Entwicklungen es in der BU in den vergangenen Monaten bzw. Jahren beobachtet hat. So haben die Versicherer die Möglichkeiten bei den Nachversicherungsgarantien erweitert. Neben Heirat, Geburt eines Kindes oder beruflichen Aufstieg berücksichtigen die Tarife zunehmend auch Gehaltssteigerungen als Anlass für eine Erhöhung der BU-Rente. Zudem haben sich zunehmend auch Teilzeitklauseln verbreitet und sind inzwischen in einem großen Teil der Tarife enthalten, erklärt das IVFP.

Die meisten „exzellenten“ Tarife in der Kategorie Studenten

Die Analysten bewerten in den sechs Berufsgruppen sowohl Serviceversicherer als auch Direktanbieter. Die meisten Bestnoten konnte das IVFP für die Berufsgruppe der Studierenden verteilen: Insgesamt erhalten 20 Tarife, die von Serviceversicherern angeboten werden, die Höchstbewertung, bei den Auszubildenden und Selbstständigen sind es jeweils 15, für kaufmännische, medizinische und handwerkliche Berufe jeweils 14.

Die Auszeichnungen reichen von „exzellent“ bis „mangelhaft“. Um die Ergebnisse übersichtlich zu halten, weist das IVFP nicht jede mögliche Einzeltarifvariante separat aus, allerdings berücksichtigen die Experten wichtige Tarifmerkmale dennoch in den Bereichen Preis-Leistung bzw. Flexibilität.

Das sind die Versicherer mit den meisten Bestbewertungen

Drei Versicherer haben in allen sechs Berufsgruppen mindestens einen Tarif im Angebot, der mit der Gesamtbewertung „exzellent“ bewertet wird. Es sind (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Baloise
  • LV 1871
  • VOLKSWOHL BUND

Weitere fünf Versicherer können immerhin mit Bestbewertungen in fünf der sechs bewerteten Berufsgruppen aufwarten:

  • Alte Leipziger
  • Canada Life
  • Dialog
  • EUROPA
  • SIGNAL IDUNA
Auch diese Anbieter haben „exzellente“ Tarife im Angebot

Weitere Gesellschaften, die mindestens einen top bewerteten Tarif im Angebot haben, sind die folgenden:

  • Allianz
  • AXA
  • BY die Bayerische
  • Continentale
  • Ergo Vorsorge
  • Hannoversche
  • HDI
  • InterRisk
  • NÜRNBERGER
  • Stuttgarter
  • Swiss Life
  • uniVersa
  • Zurich Deutscher Herold

Die vollständigen Ergebnisse der verschiedenen Berufsgruppen können auf der Website des IVFP eingesehen werden. (js)

Lesen Sie auch: Erfolgsfaktor „systemische BU-Beratung“
]]>
HBC: Verschmelzung mehrerer Makler unter einem Dach http://www.asscompact.de/node/172905

Die HBC-Gruppe verschmilzt fünf Hamburger Maklerhäuser auf die Robert Schüler Versicherungsmakler GmbH. Zukünftig firmiert das Unternehmen dann einheitlich unter einem neuen Namen.

172905 15. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Die Hanseatic Broking Center GmbH (HBC) will ihre Hamburger Makleraktivitäten am Standort Herrengraben 5 organisatorisch und gesellschaftsrechtlich bündeln. Dies hat das Unternehmen nun mitgeteilt. Im Rahmen der Zusammenführung gehen die ScanBrokers Versicherungsmakler GmbH, die Total Consulting Versicherungsmakler GmbH, die Barg & Büttner GmbH, die ALBIS Assekuranzmakler GmbH und die VVDG Verlags- und Industrieversicherungsdienste GmbH in der Robert Schüler Versicherungsmakler GmbH auf.

Hanseatic Broking Center Versicherungsmakler GmbH

In Zukunft firmiert das Unternehmen laut HBC einheitlich unter dem Namen „Hanseatic Broking Center Versicherungsmakler GmbH“. Damit will die Gruppe laut eigenen Angaben „gewachsene Kundenbeziehungen und langjährige Markterfahrung“ unter ein Dach bringen. Beraten und begleitet hat die Transaktion unter Federführung des M&A- und Private Equity-Spezialisten Dr. Joachim Heinemann zudem ein Team der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.

Vertraute Ansprechpartner, mehr Ressourcen und Fachwissen

„Wir bringen die Menschen und das Spezialwissen der verschiedenen Häuser in einer gemeinsamen Organisation zusammen“, so Gerd Schlossmacher, CEO der HBC-Gruppe. „Unsere Kunden behalten ihre vertrauten Ansprechpartner und können gleichzeitig auf deutlich mehr Ressourcen und Fachwissen zugreifen.“

„Unsere Kunden haben künftig Zugriff auf Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen und Branchen. Komplexe Risiken bearbeiten wir in größeren Expertenteams, und von der Risikoanalyse über die Vertragsgestaltung bis zum Schadenmanagement können wir zusätzliche Kompetenzen einbinden“, ergänzt Niels Weinhold, Geschäftsführer Hanseatic Broking Center Versicherungsmakler GmbH.

Verhandlungsposition gegenüber Versicherern

Darüber hinaus stärke das größere Bestandsvolumen die Verhandlungsposition gegenüber Versicherern, heißt es. Für die Beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebe es durch größere Teams neue Möglichkeiten zur Spezialisierung und zum fachlichen Austausch. Des Weiteren werden auch administrative Aufgaben wie IT und Compliance zentral gebündelt, wodurch in der Kundenbetreuung die eigentliche Beratung wieder in den Fokus rücken kann.

Reaktion auf veränderten Markt

Den Zusammenschluss sieht das Unternehmen als Teil der langfristigen Entwicklung der HBC-Gruppe und als Antwort auf einen Markt, der sich spürbar verändert. Die neue Gesellschaft verbinde Kundennähe und kurze Wege eines regionalen Maklerhauses mit Ressourcen, Spezialisierung und Marktgewicht einer Gruppe. Sie ist als spezialisierter Makler für mittelständische Unternehmen, Industrie, Gewerbe und anspruchsvolle Privatkunden tätig. (lg)

Lesen Sie auch:
Weiteres Maklerhaus unter dem Dach der HBC-Gruppe
Übernahmerallye bei Maklern: Wie geht es nach 2025 weiter?
]]>
AV-Depot: Mit wie vielen Verträgen zum Start zu rechnen ist http://www.asscompact.de/node/172904

Im Rahmen einer Marktuntersuchung haben Sirius Campus und Aeiforia das Absatzpotenzial des Altersvorsorgedepots beleuchtet. Wie viele Verträge zum Marktstart des Angebots zu erwarten sind und welche Relevanz die aktive Kundenansprache hat.

172904 15. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Das Altersvorsorgedepot ist nicht nur in den Medien präsent, sondern auch die Anbieter machen immer mehr Werbung dafür und sprechen ihre Kunden gezielt darauf an. Dies zeigt bereits Wirkung, wie aus der Marktuntersuchung „Altersvorsorge im Aufbruch“ des Kölner Forschungs- und Beratungsinstituts Sirius Campus hervorgeht. Die Studie erfolgte mit Unterstützung der Aeiforia GmbH, einem Beratungshaus für Unternehmen, Institute und Behörden, die Vorsorgeprodukte entwickeln. Demnach kennen bereits drei Viertel der rund 44 Millionen Förderberechtigten das neue Altersvorsorgedepot. Das sind 15 Prozentpunkte mehr als noch im April 2026.

Die Online-Erhebung unter über 1.000 repräsentativ befragten Förderberechtigten fand Anfang September 2026 statt. Eine erste Befragungswelle gab es bereits im April 2026, über die AssCompact ebenfalls berichtet hat.

Studie prognostiziert 2,9 Millionen Verträge

Unter denjenigen, die das AV-Depot oder auch kurz AVD kennen, ist die Abschlussbereitschaft mit 29% seit April etwas zurückgegangen. Zum Vergleich: Im April lag der Anteil noch bei 34%. Doch nun möchten sich sogar drei Viertel der Abschlussbereiten in den kommenden sechs Monaten bereits beraten lassen. Im April war das mit 55% nur gut jeder Zweite. Entsprechend gehen die Experten von Sirius Campus und Aeiforia in einer konservativen Prognose von einem Abschlusspotenzial zum Angebotsstart des Altersvorsorgedepots Anfang 2027 von 2,9 Millionen Verträgen aus. Mit einem durchschnittlichen Sparvolumen je Vertrag von rund 142 Euro im Monat und unter Berücksichtigung der Förderzulagen ergebe sich sich in der Summe ein Jahresbeitragsvolumen von 6 Mrd. Euro verteilt auf verschiedene Anbieter.

 

AV-Depot: Mit wie vielen Verträgen zum Start zu rechnen ist

 

Relevanz von Kundenansprache und Beratung

Die konservative Prognose stehe am unteren Ende einer Szenario-Schätzung, wie die Studienautoren schreiben. Wesentliche Treiber für die Aktivierung zum Abschluss sei für viele Förderberechtigte ein gutes Beratungsgespräch. Bereits jetzt wurden 28% der Förderberechtigten von ihren Bank- und Bausparkassenberatern, Versicherungsvermittlern oder über News-Feeds aus dem Online-Banking zum Altersvorsorgedepot angesprochen. Laut Studie sei zu erkennen, dass viele Kunden ihrem primären Anbieter für private Altersvorsorge, Finanzen oder Geldanlagen vorerst auch beim AV-Depot vertrauen wollen.

„Viele Kunden sind noch unentschlossen und haben nur erste Überlegungen, wie viel Beitragsgarantie sie haben wollen und welche Anbieter für sie infrage kommen. Bei der Verteilung der Neuverträge wird hauptsächlich die aktive Kundenansprache und der Aufbau einer hohen Beratungsqualität ausschlaggebend sein“, erklärt Dr. Oliver Gaedeke, Gründer und Geschäftsführer von Sirius Campus.

Nachfrage wird teils noch unterschätzt

„Es gibt immer noch Finanzanbieter, die die Nachfragewelle sogar in ihrem eigenen Bestand unterschätzen. Nicht nur muss das Produkt möglichst bis Ende des Jahres stehen. Zusätzlich wollen auch Vermittelnde und Beratende für eine kundenorientierte Beratung geschult werden“, sagt Martin Gattung, Gründer und Geschäftsführer von Aeiforia.

Kundenerwartungen unterschiedlich

Die Erwartungen an ein Altersvorsorgedepot sind vielfältig. Bei Kunden mit Geldanlageerfahrungen und Lust auf eigenständige Entscheidungen ist ein günstiges Online-Depot mit vielen ETFs gefragt. Dann sind da die Förderberechtigten, die nach wie vor auf eine hohe Beitragssicherheit wertlegen. Anspruchsvoll für Anbieter werde es dadurch, dass „eigentlich an allen Beratungs- und Abschlussorten mehr als nur eine Produktvariante erwartet wird“, wie es von den Studienautoren weiter heißt.

Staatliches Standarddepot wenig gefragt

Im Rahmen der Marktuntersuchung wurden die Umfrageteilnehmer auch gefragt, welches Angebot eines Altersvorsorgedepots sie abschließen würden. Zur Auswahl standen:

  • ein staatliches Standarddepot ohne Beratung und ohne Garantie mit Auswahl aus zwei ETFs und 1,0% jährlicher Gebühr auf den Depotwert
  • das Angebot einer Filialbank mit persönlicher Beratung, 80% Garantie, der Auswahl aus drei gemanagten Anlagestrategien (sicher, ausgewogen und wachstumsorientiert) mit dreimal jährlich kostenfreiem Wechsel, einem möglichen Partnervertrag mit 20% Gebührennachlass und 2,5% jährlicher Gebühr
  • ein Angebot einer Filialbank mit persönlicher Beratung, ohne Garantie, mit Auswahl aus 100 Investmentfonds und ETFs, sechsmal jährlich kostenfreiem Wechsel, ohne Möglichkeit eines Partnervertrags und mit 1% jährlicher Gebühr

 

AV-Depot: Mit wie vielen Verträgen zum Start zu rechnen ist

 

Für das staatliche Standarddepot würden sich 7% entscheiden, für das Angebot einer Filialbank mit Garantie 23% und für das Angebot einer Filialbank ohne Garantie 14%. 56% der Befragten gaben an, keines davon auszuwählen.

Warum Staat auf Standarddepot „verzichten“ sollte

Laut Studie haben nur 11% der Förderberechtigten Interesse an einer garantielosen Variante des Altersvorsorgedepots. Selbst die zusätzlichen Aussichten auf höhere Renditen könnten das nicht ändern. Der Staat als Anbieter sei zwar neben Versicherern, Sparkassen, Banken und Bausparkassen durchaus beliebt, jedoch eben nur bei sicherheitsorientierten Menschen.

„Die geringe Abschlussbereitschaft für ein staatliches Standard-Altersvorsorgedepot wird mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass die staatlichen Investitionen in ein solches Angebot die möglichen Einnahmen mehrfach überzeichnen werden“, meint Gaedeke. „Die Expertise und Wettbewerbsintensität im Finanzdienstleistungsmarkt ist groß genug, dass auf ein staatliches Angebot auch verzichtet werden kann.“ (tik)

Lesen Sie auch:
Das könnte Sie auch interessieren:
]]>
Uelzener verstärkt Makler- und Kooperationsvertrieb http://www.asscompact.de/node/172901

Bei der Uelzener gibt es einen neuen Leiter der Abteilung Makler- und Kooperationsvertrieb. Der 32-jährige Christian Groth hat zum 01.10.2026 den Posten übernommen. Groth soll bestehende Partnerschaften weiterentwickeln, neue Kooperationen aufbauen und auch Vertriebsabläufe optimieren.

172901 15. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Die Uelzener Versicherungen treiben ihre strategische Neuausrichtung konsequent voran, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Seit dem 01.10.2026 leitet Christian Groth die Abteilung Makler- und Kooperationsvertrieb und übernimmt damit eine wichtige Rolle in der langfristigen Transformation des Unternehmens, so die Uelzener.

Im Fokus der Vertriebsausrichtung steht demnach eine konsequente Orientierung an den Bedürfnissen von Maklern, Vermittlern und Kooperationspartnern. Ziel ist, die Perspektive der Vertriebspartner noch intensiver in die Produkt-, Prozess- und Kommunikationsgestaltung einzubinden. Zu den Kernaufgaben gehören die Entwicklung bestehender Partnerschaften, der Aufbau neuer Kooperationen sowie die Optimierung von Vertriebsabläufen und Schnittstellen.

Groth hatte seinen Einstieg in die Branche mit einer dualen Ausbildung und ersten Vertriebserfahrungen bei der AXA, unter anderem als Regionalmanager im Außendienst. Zuletzt leitete er das Key-Account-Management Sales Partner im Kooperationsvertrieb von ERGO Deutschland und verantwortete dort als Workstream Lead gemeinsam mit dem Vertriebsvorstand ein strategisches Projekt. Außerdem ist er ehrenamtlicher Prüfen für den Bachelor Professional in Versicherungen und Finanzanlagen der Handelskammer Hamburg und gibt sein Wissen als Dozent beim Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft Hamburg weiter. (mki)

]]>
Helvetia baut Produktpalette aus http://www.asscompact.de/node/172900

Helvetia in Deutschland hat ihre Produktpalette ausgebaut. Unter anderem hat der fusionierte Versicherer aus Helvetia und Baloise das erste gemeinsame Firmenprodukt auf den Markt gebracht. Auch in der Transport- und Grundfähigkeitsversicherung gibt es Neuigkeiten.

172900 15. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Helvetia in Deutschland hat eine neue gewerbliche Haftpflichtversicherung eingeführt. Das Produkt ist das erste gemeinsame Firmenkundenprodukt seit der Fusion von Helvetia und Baloise. Es wurde auf der Basis des etablierten Produkts von Baloise konzipiert und systematisch um Leistungen und Deckungsinhalte der Helvetia erweitert, heißt es vom Versicherer.

Im Fokus der Weiterentwicklung stehen insbesondere die Ausweitung bestehender Leistungen und die gezielte Erhöhung von Sublimits. So hat der Versicherer beispielsweise Deckungssummen für Schäden am Gewerk von Subunternehmen, Schäden durch Versagen von Alarmanlagen sowie Vermögensschäden aus gutachterlichen Tätigkeiten angehoben. Diese bieten nun ein Sublimit von jeweils 500.000 Euro. Die Nachhaftung im Falle einer Betriebsaufgabe wurde von fünf auf zehn Jahre verlängert.

Auch zentrale Deckungsinhalte wurden erweitert: Künftig sind etwa Abbrucharbeiten uneingeschränkt mitversichert. Zudem gibt es verbesserte Regelungen im Bereich des Vermögensschaden-Datenschutzes.

Vollständige Produktabbildung auf Guidewire

Branchenspezifische Leistungen, etwa für Kfz-Betriebe, Gastronomie und Hotellerie, das Heilwesen und IT-Unternehmen hat der Versicherer gezielt ausgebaut. Zudem bietet der Zusatzbaustein „Cyber-Basisrisiko“ einen ersten Schutz gegen wichtige Gefahren aus dem Bereich Kosten-, Dritt- und Eigenschäden.

Als Meilenstein bezeichnet das Unternehmen die vollständige Abbildung des gewerblichen Haftpflichtprodukts auf der technischen Plattform Guidewire. Der gesamte Underwriting-Prozess erfolgt somit digital und ohne Medienbrüche. Auch Anfragen können digital gestellt und beantwortet werden. Dies führe zu schnelleren Durchlaufzeiten, mehr Transparent und einer effizienteren Zusammenarbeit mit dem Vertrieb, so das Unternehmen. Bei E-Mail-Versand erhalten Kunden ihren Versicherungsschein innerhalb von wenigen Minuten.

Neue Tarifgeneration in der Transportversicherung

Des Weiteren hat der Versicherer eine neue Produktgeneration in der Transportversicherung auf den Markt gebracht. Auch dieses Produkt vereint Produktfeatures aus den fusionierten Unternehmen Baloise und Helvetia und wurde konsequent an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet, heißt es in einer Pressemitteilung.

Diebstähle, Transportschäden oder Haftungsanspruche können für Unternehmen erhebliche finanzielle Folgen haben. Die Warentransportversicherung schützt Güter entlang der gesamten Lieferkette unabhängig von einer möglichen Haftung des Transporteurs. Zudem profitieren Kunden auch von einer einfachen Kalkulation mit einheitlichem Prämiensatz und mehreren beitragsfrei eingeschossenen Erweiterungen für moderne Warenströme.

Die Werksverkehrsversicherung richtet sich an Unternehmen, die Waren, Werkzeuge oder Materialien mit eigenen Fahrzeugen transportieren. Als Highlight nennt der Versicherer die Entschädigungsregelung für Werkzeuge. In den ersten zwei Jahren erfolgt eine Regelung zum Neuwert, danach auf Basis des ursprünglichen Anschaffungsbelegs.

Die Frachtführerhaftungsversicherung bietet gewerblichen Transportdienstleistern Schutz vor gesetzlichen und vertraglichen Haftungsrisiken. Mitversichert werden können viele Zusatztätigkeiten, die von Frachtführern übernommen werden. Als Beispiele nennt der Versicherer den Einsatz von Subunternehmen, Container-Trucking, Schäden an fremden Ladungseinheiten oder eine erhöhte Pakethaftung.

Grundfähigkeit: Erwerbsunfähigkeitsabsicherung inkludiert

Auch am Absicherungsumfang der Grundfähigkeitsversicherung hat Helvetia in Deutschland gefeilt. Dafür wurden die Tarife Silber und Gold um den neuen Zusatzbaustein „Erwerbs- und Psycheschutz“ ergänzt. Der neue Baustein greift auch dann, wenn keine versicherte Grundfähigkeit betroffen ist. Voraussetzung ist, dass die versicherte Person aufgrund einer Erkrankung oder gesundheitlichen Einschränkung dauerhaft weniger als drei Stunden täglich einer Erwerbstätigkeit nachgehen kann.

Der neue Baustein schließt laut dem Versicherer eine wichtige Versorgungslücke. „Mit dem Erwerbs- und Psycheschutz erweitern wir die Möglichkeiten der Arbeitskraftabsicherung deutlich“, erklärt Sascha Bassier, Vorstand Baloise Vertriebsservice AG, Vertrieb Leben. „Kundinnen und Kunden profitieren von zwei Sicherheitsnetzen in einem Vertrag: dem Schutz der Grundfähigkeiten und einer zusätzlichen Absicherung bei Erwerbsunfähigkeit. Diese Kombination ist derzeit einzigartig am Markt.“ (js)

Weitere Meldungen zu neuen Versicherungslösungen und Anpassungen bei bestehenden Produkten finden Sie in unserem Bereich „Assekuranz“.
]]>
Smart InsurTech öffnet Plattform für KI-Lösungen seiner Kunden http://www.asscompact.de/node/172899

Die Smart InsurTech AG öffnet ihre Versicherungsplattform Smart Insur für KI-Technologien ihrer Kunden. Über eine neue Schnittstelle können Vermittlerbetriebe eigene Anwendungen sowie externe KI-Lösungen mit ihrem Datenbestand auf der Plattform verbinden. Zudem soll es eine KI-Community geben.

172899 15. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Die Smart InsurTech AG vollzieht mit ihrer Versicherungsplattform Smart Insur den nächsten Schritt in der KI-Strategie und setzt mit einer neuen Schnittstelle auf Flexibilität und Technologieoffenheit: Smart Insur ist künftig offen für externe KI-Lösungen. Über die neue Smart API haben Maklerhäuser die Möglichkeit, eigene KI-Anwendungen sowie externe Technologilösungen mit ihren relevanten Bestandsdaten auf der Plattform zu verbinden. Vermittler können somit selbst entscheiden, welche Anwendungen zu ihrem Geschäftsmodell und ihren Prozessen passen. Neue individuelle Kundenfunktionen müssen laut Smart InsurTech dafür nicht mehr zwingend innerhalb der Plattform umgesetzt werden.

Smart Insur als technologische Basis für digitales Ökosystem

„Der Markt für Large Language Models entwickelt sich so dynamisch, dass wir unseren Kunden bei der Wahl spezifischer Anwendungen maximale Flexibilität ermöglichen möchten“, erklärt Markus Niederreiner, CEO der Smart InsurTech AG. „Unsere Aufgabe als Plattformanbieter ist es, die technischen Voraussetzungen für Wahlfreiheit zu schaffen. Das bedeutet: sichere und strukturierte Zugänge zu den eigenen Daten und eine Infrastruktur, an die sich neue Technologien flexibel anbinden lassen. Damit ermöglichen wir die flexible Nutzung unserer Plattform, ohne die Datenhoheit unserer Kunden aufzugeben.“

Wie Smart InsurTech mitteilt, soll die Plattform somit neben eigenen Anwendungen künftig verstärkt als technologische Basis dienen, auf der Vermittler bei Bedarf ihr individuelles digitales Ökosystem aufbauen können. Jedes Maklerbüro kann selbst entscheiden, welche Anwendungen es anbinden möchte.

Beispiele für Einsatzfelder

Als denkbare Einsatzbereiche nennt Smart InsurTech folgenden Beispiele:

  • KI-gestütztes Backoffice: Eine externe KI analysiert eingehende E-Mails, erfasst anhand der über die Smart API bereitgestellten Kunden-, Vertrags- und Dokumentendaten den Kontext und bereitet Vorgänge oder Antwortvorschläge vor.
  • Telefonie: Bei einem eingehenden Anruf stehen die passenden Kundendaten unmittelbar zur Verfügung.
  • Eigene Kundenportale und Apps: Vermittler bieten ihren Endkunden Vertrags- und Dokumenteninformationen sowie zusätzliche Services in der eigenen Markenwelt an.
  • Echtzeit-Datenaustausch: Vermittlerunternehmen mit mehreren Anwendungen und Frontends greifen auf eine gemeinsame Datenbasis zu, statt Informationen mehrfach vorzuhalten und zeitversetzt zu synchronisieren. Das reduziert redundante Datenhaltung und Fehlerquellen.
KI-Community für Erfahrungsaustausch

Erste Projekte befinden sich bereits im Einsatz oder in der Umsetzung. Parallel ruft Smart InsurTech eine KI-Community ins Leben. Maklerbüros und Vermittlerorganisationen sollen dort gemeinsam mit dem Technologieanbieter konkrete Anwendungsfälle identifizieren können, Erfahrungen austauschen und Anforderungen an künftige KI-gestützte Prozesse diskutieren.

Lesen Sie auch:
]]>
Nachfolge: Wie lange dauert das eigentlich? http://www.asscompact.de/node/172895

Die Dauer der Nachfolgeplanung lässt sich schwer pauschal beantworten. AssCompact Kolumnist Andreas Grimm gibt ein paar Orientierungswerte.

172895 15. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement Ein Artikel von Andreas Grimm, Gründer des Resultate Institut

Die plötzliche Ungeduld überrascht mich immer wieder. Über Monate telefoniere und maile ich mit einem Interessenten, der über unser Angebot zur Begleitung seiner Nachfolgeplanung nachdenkt. Über Monate passiert nichts. Keine Nachfrage, keine Änderungswünsche am Vertrag, einfach Stille.

Meine Anrufe dienen dann eher der Selbstbestätigung, dass der Kunde noch da ist und nicht doch ein Haustürgeschäft gemacht hat. Denn manchmal hat ein professioneller Bestandskäufer den richtigen Moment erwischt, ihn zufällig getroffen und so begeistert, dass alle guten Vorsätze vergessen waren. Über die Konditionen reden wir besser nicht. Ändern ließe sich nachträglich eh nichts mehr.

Einfache Frage, schwierige Antwort

Um diese Fälle soll es hier nicht gehen, sondern um die anderen. Um die, die monatelang abtauchen, mich vertrösten und dann doch den unterschriebenen Beratungsauftrag zurückschicken. Denn mit der Unterschrift scheint etwas Merkwürdiges zu passieren. Schon kurz nach Vertragseingang kommt die Frage, wann denn die Checkliste kommen würde und bis wann dann die Bewertung fertig sei. Zu einem Zeitpunkt, zu dem wir noch gar keine Daten angefordert haben, sollten sich am besten schon die ersten Interessenten vorstellen.

Das bringt mich zu der Frage, die ich auch immer wieder gestellt bekomme: „Wie lange dauert das eigentlich, so eine Nachfolgeplanung?“ Einfache Frage, schwierige Antwort.

Aus unserer Sicht besteht der größte Teil des Projekts nämlich aus Warten. Erst warten wir auf den Auftrag und dann warten wir auf Daten: Bilanzen, Jahresabschlüsse, Bestandslisten. Was sich einfach anhört, dauert dann doch seine Zeit. Mal streikt das Verwaltungsprogramm, mal liefert der Steuerberater für das eine Jahr die Steuerbilanz und für das andere die Handelsbilanz, die Korrektur dann erst Wochen später. Und mancher entpuppt sich als Buchhaltungskünstler mit Hang zu kreativer, aber unbrauchbarer Buchführung. Eine Bewertung können wir erst erstellen, wenn alle relevanten Daten vorliegen und zusammenpassen.

Und so passiert es manchmal, dass zwischen Projektstart und Beginn der Interessentengespräche nicht vier Wochen, sondern sechs Monate liegen.

Zwischen Gesprächen und Stillstand

Die Selektion und Ansprache potenzieller Interessenten über unsere Nachfolger- und Investorendatenbank geht meist sehr flott. Nach einer Woche führen wir schon die ersten Sondierungsgespräche. Und dann warten wir erneut.

Erst auf das Ende der Ferien, dann auf angekündigte Kapitalnachweise oder einfach nur auf eine Lücke im Kalender des Chefs des Interessenten.

Wenn nach einigen Verhandlungen Verkäufer und Interessent sich einig scheinen, beginnt erneut das Warten: dieses Mal auf die Due Diligence-Checkliste des Käufers und dann wieder auf Datenlieferungen des Steuerberaters, dann auf die Rückmeldung der Anwälte auf die Vertragsentwürfe und die Erwiderungen auf die Rückmeldungen …

Wie lange so eine Nachfolgeplanung vom Start bis zum Kaufvertrag dauert? Von 6 Wochen bis 24 Monaten haben wir schon alles erlebt. Bei einigen unserer Kunden warten wir übrigens schon seit mehr als fünf Jahren. Nicht, weil wir nicht beauftragt wären oder weil es nicht genügend Interessenten gäbe. Wir warten darauf, dass unser Kunde die Checkliste an seinen Steuerberater weiterleitet, damit der uns das erste Datenpaket schickt. Denn nur weil wir beauftragt wurden, heißt das noch lange nicht, dass der Makler schon so weit wäre, dass wir anfangen dürften. Also warten wir weiter und kümmern uns zwischendurch um andere Kunden. Zumindest dann, wenn die uns nicht auch warten lassen.

Über den Autor: Andreas W. Grimm ist Gründer des Resultate Institut und beleuchtet an dieser Stelle regelmäßig Aspekte zur Nachfolgeplanung. Gemeinsam mit AssCompact hat er den Bestandsmarktplatz initiiert.

Interessieren Sie sich für weitere Hintergrundartikel aus der Branche? Dann abonnieren Sie das monatliche Fachmagazin AssCompact – kostenfrei für Versicherungs- und Finanzmakler.

]]>
Kleinkind verursacht Fahrradsturz: Mutter haftet nicht http://www.asscompact.de/node/172817

Ein Rennradfahrer stürzt, nachdem ein Kleinkind auf einem Wirtschaftsweg plötzlich in seine Fahrspur lenkt. Die Mutter soll für die Folgen aufkommen. Doch das Landgericht Frankenthal sieht keine Verletzung der Aufsichtspflicht und weist die Klage ab.

172817 15. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Ein zweieinhalbjähriges Kind hat mit einer unerwarteten Lenkbewegung auf einem Wirtschaftsweg einen Rennradfahrer zu einem Bremsmanöver gebracht, bei dem dieser stürzte. Für die daraus entstandenen Schäden muss die Mutter des Kindes jedoch nicht aufkommen. Das hat das Landgericht (LG) Frankenthal (Pfalz) entschieden.

Der Rennradfahrer war im Mai 2025 auf einem für Kraftfahrzeuge gesperrten Wirtschaftsweg in Ludwigshafen unterwegs. Vor ihm gingen eine Mutter mit ihrem zweieinhalbjährigen Kind auf einem Laufrad sowie ein nicht angeleinter Hund. Das Kind befand sich etwa zwei bis drei Meter von der Mutter entfernt. Als der Radfahrer zum Überholen ansetzte, bewegte sich das Kind unvermittelt in Richtung Fahrbahnmitte. Der Radfahrer bremste stark und stürzte über den Lenker. Dabei erlitt er unter anderem einen Bruch der Speiche im Ellenbogen und eine Schulterprellung.

Der Mann verlangte von der Mutter knapp 700 Euro Schadenersatz sowie mindestens 7.000 Euro Schmerzensgeld. Er argumentierte unter anderem, er habe rechtzeitig auf sich aufmerksam gemacht. Die Mutter hätte ihre Umgebung beobachten und so nah bei dem Kind sein müssen, dass sie es jederzeit hätte festhalten können.

Das LG Frankenthal sah zwar ein objektiv fehlerhaftes und damit rechtswidriges Verhalten des Kindes. Eine Haftung der Mutter setze jedoch zusätzlich eine Verletzung ihrer Aufsichtspflicht voraus. Diese sah das Gericht nicht.

Nach dessen Auffassung waren die Anforderungen an die Aufsicht auf dem für Kraftfahrzeuge gesperrten und wenig frequentierten Wirtschaftsweg geringer als im normalen Straßenverkehr. Es habe ausgereicht, dass die Mutter auf das Kind einwirken und es durch Zuruf erreichen konnte. Das Kind sei zudem daran gewöhnt gewesen, auf ihre Zurufe zu reagieren. Dass die Mutter gleichzeitig mit dem frei laufenden Hund beschäftigt war, ändere daran nichts.

Zudem kam das Gericht zu dem Schluss, dass der Rennradfahrer zu schnell unterwegs gewesen sei. Wegen des Kleinkindes und des Hundes hätte er seine Geschwindigkeit stärker reduzieren und jederzeit bremsbereit sein müssen. Das LG Frankenthal wies die Klage daher ab.

 

LG Frankenthal, Urteil vom 23.06.2026 – Az: 3 O 280/25 (bh)

]]>
Schätzerkreis: Zusatzbeitrag in der GKV soll stabil bleiben http://www.asscompact.de/node/172893

Der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenversicherung hat seine Prognose für die finanziellen Rahmenbedingungen in der GKV für dieses und kommendes Jahr veröffentlicht. Demnach soll der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 2027 stabil bleiben.

172893 15. Oktober 2026 AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft - AssCompact - Das Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement

Alle Jahre wieder: Um die gesetzliche Krankenversicherung ist es nicht gut bestellt. Denn jedes Jahr muss die Bundesregierung die GKV bezuschussen. Außerdem müssen die Krankenkassen ihre Finanzreserven wieder auffüllen. Die Folge: Sie erhöhen die Zusatzbeiträge für die gesetzlich Versicherten, denn den können sie selbst festlegen und dient ihnen sozusagen als Beitragshebel.

Der GKV-Schätzerkreis, der sich aus Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesamts für Soziale Sicherung und des GKV-Spitzenverbands zusammensetzt, gibt jedes Jahr im Oktober seine Prognose für die finanzielle Lage der GKV bekannt und gibt dabei auch einen voraussichtlichen durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für die Krankenkassen vor, den diese dann als Orientierung nutzen können.

Zusatzbeitrag soll stabil bleiben

Nun liegt die Prognose vor. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für die GKV soll im kommenden Jahr mit 2,9% stabil bleiben. Das teilte Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) am Abend des 14.10.2026 auf Grundlage der Finanzprognose des GKV-Schätzerkreises mit. Der tatsächlich erhobene Zusatzbeitragssatz obliegt allerdings der jeweiligen Krankenkasse.

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen werden demnach im kommenden Jahr wesentlich geringer ansteigen als noch im laufenden Jahr. Linnemann führte das vor allem auf das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zurück. Das Gesetz entlastet die Krankenkassen im kommenden Jahr um bis zu 15 Mrd. Euro auf der Ausgabenseite.

Linnemann bezeichnete die Entwicklung als „gutes Zeichen“ nach wiederholten Beitragserhöhungen in den vergangenen Jahren. Der Gesundheitsminister betonte zugleich, die Finanzlage der Krankenkassen bleibe trotz Reform angespannt. „Wir müssen die strukturellen Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung lösen und ihre Finanzierung dauerhaft auf eine solide Grundlage stellen.“

Gesetzgeber ist am Zug

Nun ist der Gesetzgeber am Zug. Das Bundesministerium für Gesundheit wird nach Auswertung der Ergebnisse des Schätzerkreises den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für das Jahr 2027 festlegen und ihn bis zum 01.11.2026 im Bundesanzeiger bekannt geben. Dabei wird das Bundesministerium für Gesundheit auch Informationen berücksichtigen, die erst nach dem Schätzerkreis bekannt werden und relevanten Einfluss auf den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz haben. (mki/tik/as)

]]>