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Mayflower Capital präsentiert neues Vertriebsmodell für Finanzberater

Mayflower Capital stellt seinen Finanzvertrieb in Deutschland neu auf. Das neue Vertriebsmodell soll ohne Hierarchie, dafür aber mit einem Haftungsdach aufwarten. Bisherige Vertriebseinheiten arbeiten an den bestehenden Standorten künftig in Sozietäten zusammen.

Das Finanzberatungsunternehmen Mayflower Capital AG stellt sich neu auf und bietet Finanzberatern ab sofort ein für den Finanzvertrieb in Deutschland neues Geschäftsmodell. Demnach schafft Mayflower alle Hierarchiestufen ab, so dass die Berater nicht mehr wie so häufig in Finanzvertrieben von ihren Provisionen an obere Hierarchien abgeben müssen. Gleichzeitig bietet Mayflower den Beratern ein Haftungsdach, die Unterstützung eines hochwertigen Backoffices sowie die Community und den Austausch unter Kollegen.

Finanzberatung im Wandel

„Der Markt für freie Finanzberatung wandelt sich derzeit stark“, kommentiert Mayflower-Vorstand Christoph Fink den Neustart. „Unabhängige Finanzberater von Akademikern und gehobenen Privatkunden suchen heute ein Umfeld, in dem sie ihre Kunden ohne Hierarchien und Vorgesetze betreuen können. Dem kommen wir entgegen.“ Eine Kombination aus unternehmerischen Entscheidungsfreiheiten, der Sicherheit durch ein Haftungsdach, dem vollem Support durch Backoffice und Kompetenzzentrum sowie die Zugehörigkeit zu einer Community und vor allem eine maximalen Provision machen das Konzept laut Mayflower einzigartig im deutschen Markt.

Alle Berater nach DIN-Norm zertifiziert

„Wir legen dabei wie in der Vergangenheit allen Wert darauf, ein exklusives Qualitätsberatungsunternehmen für unabhängige Top-Finanzberater zu sein“, meint Fink. So sei es beispielsweise Bedingung, dass alle Mayflower-Berater vom Defino Institut nach der kommenden DIN-Norm 77230 „Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte“ zertifiziert werden.

Aus Finanzberatern werden Partner

Ziel der Mayflower Capital ist es, Heimat für ausschließlich erfahrene und unternehmerisch handelnde Finanzberater – Partner – zu sein. Bisherige Vertriebseinheiten arbeiten an den bestehenden Standorten künftig in Sozietäten zusammen. Die bestehenden Mayflower-Vertriebspartner haben das neue Geschäftsmodell laut der Gesellschaft bereits einhellig angenommen. (mh)

 

DWS startet Allianz mit Tikehau Capital

Nachdem sich Tikehau hat im Rahmen des Börsengangs der DWS bereits an der Tochter der deutschen Bank beteiligt hat, haben beide Vermögensverwalter nun eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Die Vereinbarung umfasst unter anderem die mögliche Einführung und den Vertrieb von gemeinsamen Produkten.

Die DWS Group und Tikehau Capital haben eine strategische Allianz vereinbart, die ihre Beziehungen nach der Beteiligung von Tikehau am Börsengang der DWS im März 2018 weiter vertieft. Mit der Vereinbarung wollen die beiden Vermögensverwalter ab sofort verschiedene Geschäftsansätze identifizieren und entwickeln.

Präsenz bei alternativen Anlagen stärken

„Diese Allianz ist vollständig darauf ausgerichtet, unsere Präsenz im Bereich der alternativen Anlagen weiter auszubauen, einem Bereich, in dem wir ein stark wachsendes Kundeninteresse sehen“, sagte Nicolas Moreau, CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung der DWS. „Mit dieser strategischen Allianz schaffen wir die Voraussetzungen, um auf der Grundlage unserer jeweiligen Expertise einen signifikanten Mehrwert zu liefern“, ergänzt Antoine Flamarion, Mitbegründer von Tikehau Capital. Das zeige, wie sinnvoll es war, am Börsengang der DWS teilzunehmen. Man arbeite nun eng zusammen, um die jeweiligen Wachstumsstrategien umzusetzen und zusätzliche Initiativen zu entwickeln.

Mehrere Initiativen ausloten

DWS und Tikehau Capital beabsichtigen, eine Reihe von Initiativen Auszuloten. So wollen beide zum Beispiel DWS und Tikehau Capital ein gemeinsames Produkt auf den Markt bringen, das die Expertise und die Plattformen der beiden Unternehmen im Bereich alternativer Vermögensanlagen nutzt. Die Einführung dieses neuen Produkts ist für 2019 geplant. Darüber hinaus beabsichtigen DWS und Tikehau Capital, gegenseitig in die jeweiligen Fonds zu investieren. Die DWS soll sich dabei im Bereich nachrangiger Finanzanlagen beteiligen, Tikehau an der Nachhaltigkeits- und Impact-Investing-Expertise der DWS.

Gemeinsame Sache bei Private Equity und Infrastrukturprojekten

Beide Vermögensverwalter beabsichtigen zudem, ihre Zusammenarbeit bei Private Equity und nicht börsennotierten Infrastrukturprojekten zu verstärken. DWS und Tikehau werden sich gegenseitig Nutzen und Expertise liefern, und versprechen sich davon erheblichen positiven Auswirkungen auf die gemeinsame Finanzierung von Vorhaben und gemeinsame Anlagemöglichkeiten. Die beiden Vermögensverwalter sehen insbesondere Chancen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Impact Investing.

Vertriebssynergien prüfen

Weitere Initiativen umfassen die Zusammenarbeit bei der Identifizierung von Fonds für den potenziellen Vertrieb über die jeweiligen Kanäle der beiden Unternehmen sowie die Suche und Prüfung von gemeinsamen Anlagemöglichkeiten für Fonds, die entweder von der DWS oder von Tikehau verwaltet werden. (mh)

 

ETFs bleiben bei Anlegern hoch im Kurs

Börsengehandelten Indexfonds, kurz ETFs, sind bei Anlegern weltweit sehr gefragt. Im September flossen ihnen laut einer aktuellen Auswertung von Amundi Asset Management fast 43 Mrd. Euro zu. Vor allem Aktien-ETFs waren im vergangenen Kalendermonat gefragt.

ETFs flossen im September 2018 weltweit annähernd 43 Mrd. Euro zu, wobei Aktien-ETFs mit 37,5 Mrd. Euro deutlich stärker als Anleihen-ETFs (5,2 Mrd. Euro) nachgefragt waren. Gegenüber dem Vormonat ist bedeutet das insgesamt ein Plus von 11,9 Mrd. Euro. 35,8 Mrd. Euro entfielen auf den US-Markt, 5,4 Mrd. Euro auf den europäischen und 1,7 Mrd. Euro auf den asiatischen Markt. Seit Jahresbeginn summieren sich die Nettomittelzuflüsse auf mehr als 308 Mrd. Euro.

Hohe Nachfrage nach Smart Beta

In Europa konzentrierte sich die Nachfrage auf Aktien-ETFs (+5,06 Mrd. Euro). Bei Anleiheprodukten haben die Zuflüsse nach einem schwachen Vormonat auf 1,05 Mrd. Euro angezogen, während Rohstoff-ETFs Rücknahmen von 763 Mio. Euro zu verzeichnen hatten. Nachdem in den Vormonaten Rückgaben dominierten, hat die Nachfrage nach Aktien-ETFs aus Europa (+417 Mio. Euro) beziehungsweise aus der Eurozone (+117 Mio. Euro) ins Plus gedreht. Gleichzeitig standen US-Aktien-ETFs mit Zuflüssen von 1,9 Milliarden Euro sowie globale Aktien mit 718 Mio. Euro weiterhin im Fokus des Anlegerinteresses. Auffallend war zudem die starke Nachfrage nach Smart-Beta-ETFs, wobei die Strategien Qualität (+722 Mio. Euro), Momentum (+563 Mio. Euro) und Minimum Volatilität (+496 Mio. Euro) besonders nachgefragt waren.

Trendwende bei Anleihen aus Schwellenländern

An den Anleihemärkten standen bei europäischen Anlegern ETFs auf Staatsanleihen (+1,1 Mrd. Euro) im Fokus, wovon 680 Mio. Euro auf Papiere aus Schwellenländern entfielen. Unternehmensanliehen flossen 793 Mio. Euro zu, wobei sich die Nachfrage in diesem Segment auf Eurozonen-High-Yield (+462 Mio. Euro) konzentrierte. Im Gegenzug reduzierten Anleger ihre Investments bei inflationsindexierten US-Anleihen (-314 Mio. Euro). (mh)

 

Steuerfrei: Stiftungsfonds erhalten neue Anteilsklassen

Der Frankfurter Stiftungsfonds und der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen der Shareholder Value Management AG zählten in den vergangenen Jahren zu den Top-Sellern im Fondsvertrieb. Nun erhalten beide neue Anteilsklassen für steuerbefreite Anleger.

Die Shareholder Value Management AG hat neue Anteilklassen speziell für steuerbefreite Anleger wie kirchliche Einrichtungen und Stiftungen vorgestellt. Sowohl der Frankfurter Stiftungsfonds als auch der rund 2,8 Mrd. Euro schwere Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen sollen durch die neue Anteilklasse „S“ für die betreffenden Anlegergruppen effizienter investierbar werden.

Reaktion auf Investmentsteuergesetz

Hintergrund ist, dass das Investmentsteuergesetz seit Anfang 2018 vorschreibt, dass auf Dividenden deutscher Unternehmen auf Fondsebene eine Kapitalertragssteuer von 15% anfällt. Eine Ausnahme ist nur möglich für besondere Anteilklassen, die ausschließlich für steuerbefreite Anleger aufgelegt sind. In diesem Fall wird die Dividende ohne Steuerabzug ausgeschüttet.

Anteilsklasse für Versicherungen

Vom Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen wurde zudem eine Anteilsklasse „C“ aufgelegt. Sie kommt ohne Bestandsprovision und Performance Fee aus und richtet sich vor allem an Versicherungen. Die Nachfrage nach einer solchen „Clean share class“ entsteht laut der Shareholder Value Management AG vor allem aus Fondspolicen, die solche Anteilklassen bevorzugt als Teil ihrer Fondsauswahl einsetzen. Für sämtlich neu aufgelegten Tranchen wird überdies kein Ausgabeaufschlag erhoben. (mh)

 

Digitale Vermögensverwaltung: Fidelity startet Fidelity Wealth Expert

Fidelity bietet ab sofort eine digitale Vermögensverwaltung in Deutschland an. Fidelity Wealth Expert richtet sich vor allem an Menschen, die zu wenig Zeit haben, um sich um ihre finanzielle Zukunft zu kümmern. Kern der Vermögensverwaltung sind Investmentstrategien der weltweit besten aktiven Asset Manager.

Mit Fidelity Wealth Expert bringt Fidelity eine digitale Vermögensverwaltung nach Deutschland. Sie verbindet eine digitale Beratungsstrecke mit persönlichem Kontakt zu Fidelity-Experten. Kunden erhalten basierend auf ihrem Risikoprofil und ihren langfristigen Finanzzielen eine Empfehlung für ein aktiv gemanagtes Portfolio. Die digitale Beratungsstrecke und die daraus resultierende Empfehlung entsprechen den gesetzlichen Vorgaben für eine regulierte Vermögensverwaltung. Die Mindestanlagesumme liegt bei 10.000 Euro.

Auswahl aktiver Asset-Manager

Die Verwaltung der Portfolios übernimmt Fidelity. Für die verwendeten Fonds wählt Fidelity die Investmentstrategien der weltweit besten aktiven Asset Manager aus, die Spezialisten für bestimmte Regionen, Branchen und Anlageklassen sind. Die Portfolios werden täglich überprüft und, falls nötig, angepasst, damit der Kunde sein Finanzziel bestmöglich erreichen kann.

Digital, flexibel, effizient

„Viele Menschen haben zu wenig Zeit, um sich um ihre finanzielle Zukunft zu kümmern, wissen aber, dass sie handeln müssen“, kommentiert Alexander Leisten, Leiter des Deutschlandgeschäfts von Fidelity International, die Produktauflage. „Sie wünschen sich einen Anlageexperten, der sie digital, flexibel und möglichst effizient berät sowie unterstützt. All das bietet Fidelity Wealth Expert.“

Vier Elemente

Mit der neuen regulierten Vermögensverwaltung soll Kunden ein Höchstmaß an Verlässlichkeit und Transparenz und eine leistungsstarke Plattform mit der Erfahrung und dem Wissen von Investmentexperten geboten werden. Die Anlageentscheidungen treffen dabei Menschen, keine Algorithmen. Fidelity Wealth Experte besteht aus vier Elementen:

1. Persönliche Anlageempfehlung erhalten

Der Kunde ruft die neue Online-Vermögensverwaltung unter fidelity.de/WealthExpert auf. Anhand einer digitalen Beratungsstrecke mit rund 30 Fragen werden zunächst die Risikobereitschaft, die finanziellen und persönlichen Verhältnisse sowie die finanziellen Ziele des Kunden ermittelt. Darauf aufbauend empfiehlt Fidelity Wealth Expert ein Portfolio, das dem Profil des Kunden entspricht.

2. Investieren

Wenn der Kunde der persönlichen Empfehlung folgen möchte, kann er ein Depot eröffnen und das Geld anlegen. Fidelity kümmert sich um den Rest. Fidelity überprüft das Portfolio des Kunden täglich und passt es bei Bedarf an, damit der Kunde sein Finanzziel erreichen kann.

3. Kontinuierliches Monitoring und Bewertung

Der Kunde hat online jederzeit den Überblick über den Stand und Veränderungen in seinem Portfolio. Zudem erhält er regelmäßige aktuelle Investmentkommentare von Fidelitys Anlageexperten.

4. Persönlicher Kontakt zu Fidelity

Kunden von Fidelity Wealth Expert erhalten Zugang zum Kundenservice von Fidelity mit persönlicher, telefonischer Unterstützung während des Onboarding- und des gesamten Anlageprozesses.

Die Kosten im Überblick

Die Kosten für Fidelity Wealth Expert bestehen aus zwei Komponenten: erstens aus einer jährlichen Pauschale für die Vermögensverwaltung, die bei 0,55% liegt. Hinzu kommen Fondskosten, die sich aus den Verwaltungskosten der einzelnen Fonds im Portfolio zusammensetzen. Die durchschnittlichen Fondskosten betragen laut Fidelity 0,58 bis 0,68% pro Jahr. (mh)

 

Immobilienanleger machen Preisrallye nicht mehr überall mit

Die anhaltende Preisrallye bei Immobilien in Deutschland sowie dem europäischen Ausland lässt die professionellen Immobilienanleger allmählich skeptischer werden. Sie gehen laut einer aktuellen Auswertung von Universal-Investment die hohen Preise nicht mehr überall mit.

Im sechsten Jahr der von Universal-Investment durchgeführten Umfrage zum Verhalten institutioneller Immobilienanleger sieht der Großteil weiterhin das europäische Ausland und Deutschland als Anlageschwerpunkt seiner Neuinvestitionen. Die europäischen Immobilienpreise werden als teuer, aber noch akzeptabel bewertet. In Nordamerika sehen viele die Preise als nicht mehr akzeptabel. Gewachsen ist das Interesse an Büroimmobilien, für den Einzelhandel und Hotels schwächt es sich ab. Bei Neuinvestitionen wollen fast drei Viertel auf eine Service-KVG setzen.

Deutschland und Europa weiter im Fokus

Die institutionellen Anleger legen mit 70,2% (Vorjahr: 46,8%) einen gestiegenen Investitionsschwerpunkt auf Deutschland. Der Rest von Europa blieb mit 28,2% kaum verändert (Vorjahr: 30,8%). In Nordamerika wollen in Zukunft nur noch 0,8% investieren (Vorjahr: 18,9%). Ähnlich sieht es auch in der Asien/Pazifik-Region aus: Hier ist der Anteil auf 0,8% (Vorjahr: 3,5%) gesunken. In Wachstumsmärkte wollen die Immobilienanleger weiterhin nicht investieren. Der Fokus auf Deutschland und Europa entspricht auch den realen Beständen auf unserer Plattform und zeigt die Konzentration auf etablierte Märkte“, erklärt Stefan Rockel, Geschäftsführer von Universal-Investment.

Preisniveau überschreitet Akzeptanzgrenzen

70% der Befragten schätzen die Immobilienpreise Europas als hoch, aber noch akzeptabel ein (Vorjahr: 50%). Für deutsche Immobilien stimmen wie im Vorjahr 90% dieser Einschätzung zu. Anders in Nordamerika: 66,5% (Vorjahr: rund 25%) schätzen die Preise als inakzeptabel ein. „Die Einschätzung der Immobilienpreise in Verbindung mit den heute vorhandenen Zins- und Konjunkturerwartungen zeigt, dass institutionelle Investoren das Preisniveau kritisch, gleichzeitig aber auch differenziert betrachten Darüber hinaus werden auch aktuelle politische Entwicklungen als Grund für das rückläufige Interesse an Nordamerika genannt (rund 33,3%), gleiches gilt für den britischen Immobilienmarkt“, so Rockel weiter.

Renditeerwartungen gehen weiter zurück

Die Renditeerwartung an den laufenden Cashflow geht weiter zurück und liegt inzwischen bei 3,96% (Vorjahr: 4%). 72,7% sehen hier den Renditeschwerpunkt. Bei der realisierten Gesamtrendite erwarten sie die Befragten 5,25% (Vorjahr: 4,72%). Nahezu unverändert blieben die Anforderungen bei der nicht realisierten Gesamtrendite: Sie liegt bei durchschnittlich 4,66%. Im Vorjahr erwarteten die Anleger 4,57%. Bei der Frage nach der Risikoverteilung setzen 69,8% auf Core und 27,1% auf Core+. Value-add-Immobilien spielen hingegen so gut wie keine Rolle (3,1%).

Deutscher Immobilienspezialfonds ist Favorit der Anlagevehikel

Für Neuinvestitionen wollen alle Befragten auch auf die Offenen Immobilienspezialfonds nach deutschem Recht (nach KAGB) setzen, gefolgt von Offenen Immobilienfonds nach Luxemburger Recht (63%) und den ebenfalls von dort kommenden SCS und SCSp (33,3%). Die Befragten sind bereits zu 66,8% in deutschen Immobilien-Spezialfonds und zu 9,7% in dessen Luxemburger Pendant investiert. Bei REITs beträgt der Anteil 11,1% und bei KAGB-Investment-KGs 22,2%. (mh)

 

Diesen drei Fondsgesellschaften vertrauen die Deutschen am meisten

Vertrauen ist ein wichtiges Gut für Unternehmen. ServiceValue hat daher ermittelt, welchen Unternehmen deutsche Kunden besonders vertrauen. Dabei hat die Analysegesellschaft auch die Anbieter von Investmentfonds unter die Lupe genommen. Drei Gesellschaften schneiden klar überdurchschnittlich ab.

ServiceValue hat anhand von mehr als 320.000 Kundenurteil 1.134 Unternehmen und Marken auf ihr viel Vertrauen bei deutschen Kunden hin analysiert. Auch das Vertrauen in Fondsanbieter hat die Analysegesellschaft dabei untersucht. Das Gesamturteil fällt ernüchternd aus. Mit einem Durchschnittswert des Kundenvertrauensindex (KVI) von 51,2% rangiert die Branche lediglich auf Platz 50.

Versicherer kaum besser

Damit landen Fondsanbieter zwar knapp vor Direktversicherern (50,3%), aber weit hinter anderen Finanz- und Immobilienunternehmen. Kreditkartengesellschaften schaffen etwa einen KVI von 73,4%, Online-Zahlungsabwickler immerhin noch von 69,8%. Versicherer schneiden mit Werten von 52,0% (Multikanal) und 53,1% (Exklusivität) allerdings ebenfalls kaum besser ab.

Platz 3 für die DWS

Insgesamt hat ServiceValue sieben Fondsgesellschaften analysiert. Allianz Global Investors, Pioneer Investments, Fidelity und Franklin Templeton erzielten dabei nur unterdurchschnittliche Wert. Die anderen drei Anbieter lagen dagegen deutlich über dem Durchschnittswert. Platz 3 sichert sich die DWS mit einem KVI von 57,6%. Damit liegt die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank 6,4 Prozentpunkte über dem Branchenmittelwert.

Enges Rennen um Platz 1

Silber geht an Union Investment. Die Fondsgesellschaft der genossenschaftlichen Finanzgruppe erzielt einen KVI von 61,8% und liegt damit nur knapp hinter Platz 1. Diesen sichert sich die Fondsgesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Deka erreicht einen KVI von 62,5% und genießt damit laut ServiceValue „höchstes Vertrauen“. (mh)

 

DWS senkt Kosten mehrerer Xtrackers ETFs

Niedrige Kosten sind ein wesentliches Argument für den Einsatz von ETFs. DWS hat bei mehreren Xtrackers ETFs in diesem Punkt nun nachgebessert und die jährlichen Gebühren gesenkt. Damit sollen die Größenvorteile an die Anleger weitergegeben werden.

Die DWS hat zum 01.10.2018 die jährliche Gebühr für zwei weitere Xtrackers ETFs reduziert. Die jährliche Pauschalgebühr für die nicht währungsgesicherte Anteilsklasse des Xtrackers II USD Emerging Markets Bond UCITS ETF wurde von 0,35 auf 0,25% pro Jahr gesenkt. Die jährliche Gebühr für den Xtrackers MSCI Europe UCITS ETF in der ausschüttenden Anteilsklasse beträgt statt 0,25% sogar nur noch 0,12%.

Weitere Kostensenkungen

Die jüngsten Anpassungen erfolgten nach einer Senkung der Gesamtkostenquote für vier Anteilsklassen des Xtrackers MSCI EMU UCITS ETF im September, wobei die Anteilsklassen mit verringertem Währungsrisiko von 0,25 auf 0,17% pro Jahr reduziert wurden, während die Jahresgebühr für die Anteilsklasse ohne Absicherung von 0,15 auf 0,12% sank. Ebenfalls im September wurde die jährliche Pauschalgebühr für die Anteilsklasse des Xtrackers S&P 500 UCITS ETF mit verringertem Währungsrisiko für GBP-Investoren von 0,2 auf 0,09% gesenkt.

Skaleneffekte an Kunden weitergeben

„Wir freuen uns, unseren Investoren die Vorteile der Skaleneffekte weitergeben zu können, wenn unser ETF-Volumen steigt“, kommentiert Simon Klein, Leiter Vertrieb Passive Investments für Europa und Asien bei der DWS, die Gebührensenkungen. „Es bleibt unser Ziel, Xtrackers zu einem der wettbewerbsfähigsten ETF-Anbieter auf dem Markt zu machen.“ Insgesamt hat die DWS in diesem Jahr bei Xtrackers ETFs mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 3,9 Mrd. Euro die Gebühren gesenkt. (mh)

 

Deutsche Vermögensverwalter so optimistisch wie lange nicht mehr

Für den Profi-Börsentrend befragt die DAB jeden Monat rund 30 unabhängige Vermögensverwalter nach ihrer Einschätzung der Aktienmärkte. Für den Oktober sind sie so bullish wie schon lange nicht mehr. Der Gesamtindex markiert in der jüngsten Ausgabe ein Zweijahreshoch und liegt damit deutlich im Plus.

Seit Ende 2016 waren die unabhängigen Vermögensverwalter, die DAB BNP Paribas monatlich befragt, nicht mehr so optimistisch für die Entwicklung der Börsen. Für Oktober sind 50% bullish eingestellt und rechnen mit steigenden Kursen. Nur 7% sehen einen Bärenmarkt voraus, während die übrigen 43% von stabilen, gleich bleibenden Märkten ausgehen.

Index auf Zweijahreshoch

Auch in Sachen Bewertung herrscht keine Krisenstimmung unter Deutschlands Vermögensverwaltern. Für 36% der Befragten sind deutsche Aktien derzeit unterbewertet, für 64% fair bewertet. Kein einziger hält sie dagegen aktuell für überbewertet. Mit 39,5 Punkten markiert der aus der Befragung generierte „Profi-Börsentrend“ mit einem Indexwert von +39,5 Punkten ein Zweijahreshoch.

Lage besser als die Kurse

Nachdem der Dax im September zeitweise unter den Wert von 12.000 Punkten gefallen war, hat er sich in der zweiten Monatshälfte wieder etwas erholt. Stephan Theuer, Vorstand der Consulting Team Vermögensverwaltung AG, sieht noch weiteres Potenzial: „Wir haben den Eindruck, dass die Lage besser ist, als es die Börse widerspiegelt. Die Nervosität bei Einzeltiteln wie Continental, Bayer oder Südzucker ist bemerkenswert. Die Rücksetzer sind etwas übertrieben.“ Je nach Notenbankpolitik könne es sogar noch positive Überraschungen geben. Trotzdem müsse man aber in diesen Zeiten eng am Marktgeschehen bleiben und notfalls auch beherzt handeln. (mh)

 

Immobilieninvestoren rechnen mit weiter steigenden Kaufpreisen

Die Mehrheit der Investoren in Deutschland rechnet weiter mit steigenden Immobilienpreisen. Das geht aus einer Umfrage unter semi-professionellen und institutionellen Anlegern in Deutschland hervor, die RUECKERCONSULT im Auftrag von Engel & Völkers Investment Consulting (EVIC) durchgeführt hat.

Rund zwei Drittel der Immobilieninvestoren in Deutschland rechnen mit steigenden Preisen. Während vergangenes Jahr noch knapp 60% mittelfristig mit stagnierenden oder sinkenden Preisen kalkulierten, glaubt aktuell nur ein Drittel der Befragten, dass an den A-Standorten das Ende der Preissteigerungen erreicht sei. An B- und C-Standorten ist dies sogar nur für 22% der Teilnehmer der Fall. Rund 52% der Investoren wollen im Umland der Metropolen investieren und rund 48% geben an, sich verstärkt an B-Standorten zu engagieren. In den Top-7 wollen dagegen nur 38% verstärkt Investments tätigen.

Ende der Preisspirale nicht in Sicht

„Die Preise steigen in den meisten Immobiliensegmenten weiter an – wenn auch teilweise langsamer. Im Gegensatz zur letztjährigen Umfrage sieht eine große Mehrheit noch kein Ende der Preisspirale“, erläutert Andreas Ewald, Geschäftsführer der EVIC. „Diese Einschätzung wird gestützt durch die Aussage von fast der Hälfte der Investoren, weiter den Fokus im Ankauf zu sehen“, ergänzt John Kamphorst, verantwortlich für die Investorenumfrage und Mitglied der Geschäftsleitung der EVIC.

Investmentfokus

Knapp die Hälfte der befragten Investoren (49%) plant, in den nächsten zwölf Monaten verstärkt Wohnimmobilien zu erwerben. Ebenso sind Büros (38%) und neue Wohnkonzepte (39%) im Fokus der Investoren. Dagegen plant rund ein Drittel der Befragten, weniger in Einzelhandelsimmobilien zu investieren.

Ausweichstrategien

Rund 75% der Teilnehmer stimmen der Aussage zu, dass der Produktmangel Investoren in Spezialimmobilien und neue Nutzungskonzepte drängt. Insbesondere für Wohnimmobilien gibt es an allen Standorten laut Umfrageteilnehmern eine Produktknappheit. In den Top-7 sehen die Investoren für alle Asset-Klassen ein zu geringes Angebot auf dem Markt. Über die Hälfte der Investoren (60%) plant deshalb eine Anpassung ihrer Investmentstrategie. Dabei werden unter den Spezialimmobilien vor allem Pflegeimmobilien als nachhaltiges Investmentprodukt angesehen, während nur 16% der Teilnehmer Co-Working als nachhaltiges Investmentprodukt einstufen.

Finanzierung

Die befragten Investoren achten bei Immobilieninvestments auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Fremd- und Eigenkapital. 41% der Befragten finanzieren ihre Immobilieninvestments mit einem Fremdkapital von 26 bis zu 50%. Ein Drittel der Investoren finanziert sehr konservativ mit einem Eigenkapitalanteil von über 50%. Dagegen finanziert nur ein Viertel mit einem hohen Fremdkapital von über 75%. (mh)