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„Ich hab Flugzeuge – in meinem Fonds“

Ende 2014 kamen die ersten regulierten Flugzeugfonds auf den Markt. Sie bieten attraktive Renditechancen bei vergleichsweise hoher Sicherheit. Von Passagierkapazitäten bis Lärmemissionswerten – es lohnt sich für Anleger, die Flieger genau unter die Lupe zu nehmen.

<p>Die Hoffnung hat nicht getrogen: Zum Ausgang des Jahres 2014 kamen die ersten regulierten Flugzeugfonds auf den Markt &ndash; endlich wieder Beteiligungsangebote aus einem der beliebtesten Marktsegmente. Nachdem zuletzt &bdquo;nur&ldquo; noch kleinere Regionalflieger um Anleger warben, kommen die Initiatoren nun wieder mit den bei Anlegern und Vertrieben so beliebten Dickschiffen, die weltweit einen Marktanteil von etwa 4% auf sich vereinen, an die &Ouml;ffentlichkeit. Gleich drei Alternativen stehen derzeit zur Wahl: Der CFB Flugzeuginvestment 1 mit einer Boeing 777&ndash;300ER, Dr. Peters schickt den DS 140 Flugzeugfonds XIV mit einem A380&ndash;800 ins Rennen und Hannover Leasing bringt im Flight Invest 51 ebenfalls einen A380&ndash;800 an den Start. Weil jeweils nur ein Asset im Fonds ist, m&uuml;ssen Anleger bei Dr. Peters mindestens 20.000 Euro, bei Hannover Leasing den Gegenwert in USD und bei CFB mindestens 30.000 US-Dollar investieren.</p>
<p>Ob Flugzeuge die besseren Schiffe sind, fragt schon lang niemand mehr. Im Gegenteil: Die gro&szlig;en Passagiermaschinen haben sich l&auml;ngst in der Anlegergunst etabliert. St&auml;ndig steigen die zur&uuml;ckgelegten Passagierkilometer, und auch vor&uuml;bergehende &bdquo;Dellen&ldquo;, beobachtbar etwa nach 9/11 oder der Vogelgrippe SARS, k&ouml;nnen in aller Regel rasch wieder ausgeglichen werden. F&uuml;r November 2014 meldete die IATA eine Zunahme der Passagierkilometer von 6% gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat, Inlandsstrecken legten sogar um 6,9% zu, was &uuml;berwiegend dem steigenden innerchinesischen Luftverkehr zu danken ist. F&uuml;r das Gesamtjahr errechnet die IATA weltweit ein durchschnittliches Plus von 5,8%.</p>
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Investionsobjekte: Boeing und zweimal Airbus</h5>
<p>Die aktuellen Fondsflugzeuge unterscheiden sich nur unwesentlich in ihrer Passagierkapazit&auml;t, die betr&auml;gt in der von der jeweiligen Airline gew&auml;hlten Konfiguration hier zwischen 400 und gut 500 Passagieren. Die Boeing 777, auch Triple Seven genannt, wurde bereits Anfang der 1990er-Jahre entwickelt. Die verl&auml;ngerte Version 777&ndash;300 ER, die CFB im Fonds hat, wurde erstmals im April 2004 ausgeliefert, verf&uuml;gt &uuml;ber vergr&ouml;&szlig;erte Tragfl&auml;chen und zus&auml;tzliche Treibstofftanks und ist das derzeit gr&ouml;&szlig;te Passagierflugzeug mit nur zwei Triebwerken und einer maximalen Reichweite (ohne Tankstopp) von 14.490 km. Durch die Beschr&auml;nkung auf zwei Triebwerke hoffen die Betreiber, Wirtschaftlichkeitsvorteile insbesondere bei den Wartungsarbeiten zu erzielen. Bereits 490 Flugzeuge dieser Baureihe wurden ausgeliefert.</p>
<p>Wesentlich &bdquo;j&uuml;nger&ldquo; ist der Flugzeugtyp, den Dr. Peters und Hannover Leasing erworben haben. Der erste A380 absolvierte seinen Testflug im April 2005, im Oktober 2007 wurde die erste Maschine an Singapore Airlines &uuml;bergeben. Im Vergleich also ein sehr junges Flugzeug, das, ausger&uuml;stet mit allerdings vier Triebwerken, als effizienteste Passagiermaschine der Welt gilt. Auff&auml;llig sind die drei durchgehenden Decks des Flugzeugs, in denen je nach Konfiguration First-Class-Suiten, Loungebereiche und Duschen untergebracht werden k&ouml;nnen. Vieles spricht f&uuml;r die j&uuml;ngere Maschine, nicht zuletzt ihre verbl&uuml;ffend geringe L&auml;rmentwicklung: Der Frankfurter Airport beispielsweise ber&uuml;cksichtigt ab 2015 die L&auml;rmemissionen der startenden und landenden Flugzeuge bei der Geb&uuml;hrengestaltung: &bdquo;Unser Ziel ist es, dass die Fluggesellschaften den Frankfurter Flughafen mit ihren leisesten Maschinen anfliegen&ldquo;, begr&uuml;ndet Verkehrsminister Tarek Al-Wazir die moderate Geb&uuml;hrenanhebung von 2,7% gegen&uuml;ber einem Plus von 8% f&uuml;r L&auml;rms&uuml;nder. Solche Regelungen werden weltweit zunehmen und l&auml;rmarme Maschinen beg&uuml;nstigen.</p>
<p>Die Fans der etablierten Boeing 777 werfen dagegen die Vorz&uuml;ge eines bew&auml;hrten Konzepts mit langj&auml;hriger Historie in die Waagschale: die weite Verbreitung, die kalkulierbare Kostenbelastung beim Betrieb und eine von belastbaren Zahlen getragene Wertentwicklung. Heiko Szczodrowski, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Commerz Real KVG, fasst die Auswahlkriterien seines Hauses bei der Best&uuml;ckung des (trotz der Bezeichnung Flugzeuginvestment 1) neunten Flugzeugfonds wie folgt zusammen: &bdquo;Wir wollen ein marktg&auml;ngiges Flugzeug (die Triple Seven fliegt in &uuml;ber 1.250 Exemplaren bei 535 Fluglinien) und einen langfristigen Leasingvertrag mit einem Leasingnehmer mit guter Bonit&auml;t und ebensolchem Standing.&ldquo; Er h&auml;tte sich auch eine Portfoliol&ouml;sung mit mehreren Narrowbodies vorstellen k&ouml;nnen und sieht derzeit in der Beschaffung von f&uuml;r das Publikumsgesch&auml;ft geeigneten Assets das weitaus gr&ouml;&szlig;ere Problem als im Absatz von Flugzeugbeteiligungen.</p>
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Wie geht&rsquo;s weiter mit dem A380?</h5>
<p>Kurz vor Weihnachten kam Unruhe in die Diskussion um die Vor- und Nachteile der verschiedenen Konzepte, nachdem Harald Wilhelm, der CFO von Airbus, auf einer Investorentagung in London am 10.12.2014 ge&auml;u&szlig;ert hatte, bei fehlender Nachfrage m&uuml;sste der A380 entweder mit neuen Triebwerken ausgestattet oder eingestellt werden. Verschiedentlich wurde diese &Auml;u&szlig;erung als Todesurteil f&uuml;r den umstrittenen Riesenvogel interpretiert, doch schon am Tag darauf ruderte Airbus-Chef Fabrice Br&eacute;gier zur&uuml;ck und k&uuml;ndigte im Gegenteil die Neuentwicklung einer gestreckten Version sowie einer Ausf&uuml;hrung mit &uuml;berarbeiteten Triebwerken an, allerdings ohne einen Terminplan zu nennen. Anselm Gehling, CEO der Dr. Peters Group, ordnet die Wortmeldungen ein: &bdquo;Herr Wilhelm hat lediglich mitgeteilt, dass die Produktion des A380 ab 2015 und auch in den Jahren 2016 und 2017 &sbquo;break even&lsquo; verlaufen werde und dass dies auch f&uuml;r 2018 gelte. Nach meiner Einsch&auml;tzung enth&auml;lt die Mitteilung ausschlie&szlig;lich den Hinweis, dass Airbus neben dem Break-Even-Aspekt in der Produktion zun&auml;chst einen R&uuml;ckfluss der Entwicklungskosten f&uuml;r den A380 in der jetzigen Konfiguration erwartet, bevor nun voreilig &ndash; wie beispielsweise von Emirates teilweise gefordert &ndash; &uuml;ber eine kostenintensive Weiterentwicklung nachgedacht wird.&ldquo; &Auml;hnlich sieht das Andreas Ahlmann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Hannover Leasing, der ebenfalls vermutet, dass die angeblich unbedachte &Auml;u&szlig;erung ein Warnschuss an Emirates gewesen sein k&ouml;nnte, den Bogen nicht zu &uuml;berspannen. Emirates wartet dringend auf den A380 neo mit neuen, spritsparenden Triebwerken, Airbus jedoch m&ouml;chte erst die bestehenden Bestellungen abarbeiten und d&uuml;rfte laut Ahlmann noch mindestens f&uuml;nf bis sieben Jahre f&uuml;r die Entwicklung des A380 neo brauchen &ndash; in dieser Zeitspanne muss das erste Modell weiter verkauft werden, was durch die Ank&uuml;ndigung eines wirtschaftlicheren Nachfolgers nicht einfacher wird. Dennoch: Das Flottenmodell von Emirates basiert auf dem A380, die Auslieferung von 85 bestellten Maschinen steht in den n&auml;chsten Jahren an, das ist ein deutliches Commitment.</p>
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Unterschiedliche Beteiligungsmodelle</h5>
<p>Unw&auml;gbarkeiten hinsichtlich des Restwerts des Fondsflugzeuges nach Ablauf der Grundmietzeit von in der Regel zehn Jahren begegnen alle drei Anbieter mit umfangreichen Sicherheitspuffern, allen voran die Tilgung des Fremdkapitals bereits w&auml;hrend der Grundmietzeit. So lange h&auml;ngen Wohl und Wehe des Investments an der Bonit&auml;t des Leasingnehmers &ndash; Dr. Peters setzt wieder auf Air France, die zwar seit Jahren mit Ertragsproblemen k&auml;mpft, sich durch den Zusammenschluss mit KLM aber stabilisieren konnte. Die Triple Seven von CFB sowie der A380 von Hannover Leasing sind an Emirates verleast, der Vertrag mit CFB sieht eine R&uuml;ckgabe in Full-Life-Condition, der mit Hannover Leasing eine in Half-Life-Condition vor. Auch Dr. Peters hat sich Full Life gesichert, geht in der Kalkulation jedoch von Half Life aus. Also sind alle drei Anbieter bei der Verwertung der Flugzeuge nach Ablauf der Grundmietzeit in ihren Entscheidungen frei vom Einfluss finanzierender Banken und gegebenenfalls sogar in der Lage, durch Neukreditaufnahme in schwachen Marktphasen eventuell notwendige Vermarktungskosten zu finanzieren. Weiterer Unterschied: Hannover Leasing und CFB rechnen in US-Dollar ab, der Dr. Peters-Fonds ist ein Euro-Investment. &bdquo;Als Anschlussmieter f&uuml;r die A380 kommen nicht Premium-Airlines wie SIA, Emirates oder Lufthansa infrage, sondern Fluglinien aus der zweiten Reihe oder Low-Cost-Carrier&ldquo;, erl&auml;utert Ahlmann &ndash; die Unw&auml;gbarkeiten bei der Weitervermarktung sind ebenso ein Charakteristikum einer unternehmerischen Beteiligung wie zyklisch auftretende Wertschwankungen, mit denen der Flugzeugmarkt laut Anselm Gehling ohnehin immer rechnen muss.</p>
<p>Den Artikel lesen Sie auch in AssCompact 0272015, Seite 56f.</p>
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Deutsche AWM legt Contrarian-Aktienfonds auf

Contrarians handeln gegen die allgemeine Marktstimmung. Sie investieren in Aktien, die sonst kaum jemand haben will. Mit dem Deutsche Invest II Global Contra Strategy bietet Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) einen Fonds an, der auf genau diese Strategie setzt. Gleichzeitig sollen Fehleinschätzungen vermieden werden.

<p>Der neu aufgelegte Deutsche Invest II Global Contra Strategy ist der erste Contrarian-Aktienfonds mit quantitativ-rationalem Investmentansatz am deutschen Markt. „Contrarian-Investing ist eine potentiell besonders renditestarke Investmentphilosophie. Allerdings weist sie ohne einen risikoorientierten Prozess eine sehr hohe Volatilität auf“, sagt Ferdinand Haas, Co-Head of Active Investments bei Deutsche AWM.</p><h5>200 dynamische Faktoren</h5><p>Der Aktienauswahl liegt ein Modell der von Sal. Oppenheim zugrunde, der Quant-Boutique innerhalb der Deutschen AWM. „Unsere ‚Maschine‘ erfasst die Fundamentaldaten von weltweit mehr als 6.000 Unternehmen, prognostiziert auf Basis von 200 dynamisch gewichteten Faktoren die künftigen Gewinne und siebt so die erfolgversprechendsten abgestraften Aktien aus“, erläutert Irina Sidorovitch, die den Fonds zusammen mit Cord Brannolte managt. Beide arbeiten seit 2007 an quantitativen Strategien für Sal. Oppenheim.</p><h5>Durchschnittlich 125 Aktien</h5><p>Am Ende des Auswahlprozesses steht ein breit diversifiziertes Portfolio aus durchschnittlich 125 Aktien. Derzeit entfallen 15,8% des Fondsvermögens auf Titel aus der Konsumgüterindustrie, 12,6% auf Papiere aus dem Gesundheitswesen und 10,6% auf Aktien aus dem Grundstoffsektor. Regional betrachtet stellen die USA mit 41,5% das Schwergewicht im Deutsche Invest II Global Contra Strategy, es folgen Japan (15,0%), Großbritannien (9,1%) und Deutschland (7,8%).</p><h5>Erfolgreiche Backtests</h5><p>Sal. Oppenheim hat für die Strategie Backtests für den Zeitraum von Dezember 2001 bis Dezember 2013 durchgeführt. In dieser Periode ist der Deutsche Global Contra Strategy nach Kosten auf ein Plus von 7,0% p. a. gekommen. Der MSCI World Gross TR (€) nur einen Anstieg um jährlich 3,9%. Die Volatilität des Fonds sei in dieser Zeit mit 13,0% hingegen niedriger gewesen (MSCI World Gross TR (€) mit 13,7%). (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/6C25297E-53C4-46B0-B254-CD3FE4A6C46A"></div>

 

Neue Zahlen zu tätigen Finanzanlagenvermittlern

In einer jetzt veröffentlichten Statistik vermeldet der DIHK e.V., dass 40.662 Finanzanlagenvermittler (Stand 31.12.2014) im Vermittlerregister eingetragen sind. Ende September waren es noch 41.217. Sehr wenig tut sich noch im Register der Honorar-Finanzanlagenberater.

<p>In regelmäßigen Abständen veröffentlicht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) aktuelle Statistiken zum Vermittlerregister. Vor wenigen Tagen wurden nun die Zahlen aus dem Finanzanlagenvermittlerregister zu Jahresende 2014 bekannt gegeben. Demnach sind 40.662 Finanzanlagenvermittler registriert. Fast alle haben dabei die Erlaubnis, offene Investmentfonds zu vermitteln. Allerdings verfügen nur knapp 11.000 Vermittler über die Genehmigung, geschlossene Investmentvermögen zu vermitteln. </p><p>Mit Abstand die meisten Finanzanlagenvermittler finden sich in Bayern. Mit 8.056 Eintragungen liegt das südlichste Bundesland weit vor Nordrhein-Westfalen (6.482) und Baden-Württemberg (6.401). Die wenigsten Eintragungen verzeichnet das Register in Bremen, Saarland und Mecklenburg-Vorpommern.</p><h5>Nur 65 Honorar-Finanzanlagenberater</h5><p>Seit Inkrafttreten des § 34h GewO zum 01.08.2014 führt der DIHK auch ein Honorar-Finanzanlagenberaterregister. Dort sind mit Stand 31.12.2014 bisher nur 65 Eintragungen verzeichnet. (bh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/50B55BD3-0242-4BC1-AF44-F9756DB80696"></div>

 

Nachhaltige Fonds erzielen Rekordvolumen

Der mediale Hype um nachhaltige Kapitalanlagen hat nachgelassen. In der realen Welt scheinen sie bei den Anlegern immer mehr Anklang zu finden. So haben nachhaltige Investmentfonds im vergangenen Jahr ein Rekordvolumen erreicht.

<p>Nach Angaben des Magazins ECOreporter.de kletterte das Volumen nachhaltiger Fonds im Jahr 2014 auf 34,8 Mrd. Euro. Das sind über 2 Mrd. Euro mehr als im Jahr 2010, als der bisherige Höchststand gemessen wurde. 2013 lag das Volumen im Vergleich nur bei 30,4 Mrd. Euro.</p><p>Das Volumenwachstum von 14,5% sei umso bemerkenswerter, als die Anzahl der in Deutschland zugelassenen Nachhaltigkeitsfonds erneut geschrumpft sei, auf 268 Fonds am Jahresende, erklärt ECOreporter.de. 2013 hatte es in Deutschland noch 283 nachhaltige Fonds gegeben, bis 2012 rund 300 Fonds. Danach setzte eine Marktbereinigung ein. </p><p>„Wie in den Vorjahren gaben die Anbieter 2014 einige nachhaltige Fonds auf, die nur über ein geringes Fondsvermögen verfügten und sich damit für sie kaum lohnten. Manche Anbieter haben im vergangenen Jahr aber auch neue nachhaltige Fonds gestartet, andere stellten herkömmliche Fonds auf eine nachhaltige Strategie um“, erläutert Jörg Weber, Chefredakteur von ECOreporter.de. </p><p>Das Magazin stellt zudem die Bedeutung der nachhaltigen Aktienfonds fest. Von den 268 nachhaltigen Fonds stellen die 154 Aktienfonds die große Mehrheit. Das Volumenwachstum erklärt sich dann auch aus deren Wertentwicklung im Jahr 2014: Im vergangenen Jahr hat fast jeder zweite nachhaltige Aktienfonds zweistellig an Wert gewonnen.</p><p>Auch im Vergleich zum Gesamtmarkt bleibt das Volumenwachstum von fast 15% der nachhaltigen Fonds beachtlich. Schätzungen zufolge verzeichnet der Gesamtmarkt etwa ein Wachstum um 11%. (bh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/8CEF7631-0CBA-4172-BECA-D13E238ACEF1"></div>

 

Jung, DMS & Cie. startet eigene Vermögensverwaltung

Jung, DMS & Cie. hat eine eigene Vermögensverwaltung auf den Markt gebracht. „FINE FOLIO ETF-Stabilitäts-Strategien“ verbinden die strategische Asset Allocation von BlackRock mit dem Value@Risk-Risikomanagement von Ampega. Berater und Vermittler sollen damit erstmals Provisionserlöse am stetig wachsenden ETF-Markt erwirtschaften können.

<p>Der Maklerpool Jung, DMS &amp; Cie. (JDC) hat seine Vermögensverwaltung „FINE FOLIO ETF-Stabilitäts-Strategien“ vorgestellt. Gemeinsam mit den Häusern BlackRock und der Kapitalverwaltungsgesellschaft Ampega Investment GmbH haben JDC und die BB Wertpapier-Verwaltungsgesellschaft mbH intelligente ETF-Strategiedepots für den deutschen Beratermarkt entwickelt.</p><h5>Stabilitätsstrategien plus Asset Allocation</h5><p>Für eine stabile Portfolioentwicklung im Rahmen der Altersvorsorge und Vermögensanlage ist laut JDC eine flexible und breite Streuung auf unterschiedliche Wertpapiere und Anlagesemente unverzichtbar. Um globale Renditechancen aktiv zu nutzen und Risiken zu begrenzen, sei zudem eine laufende Überwachung und regelmäßige Anpassung an Marktveränderungen entscheidend. Die FINE FOLIO ETF-Stabilitäts-Strategien verbinden beide Erfordernisse durch die strategische Asset Allocation von BlackRock und dem Investment-Stabilitätssystem der Ampega Investment GmbH.</p><h5>Drei Strategien zur Auswahl</h5><p>Poolpartner von JDC können ihren Kunden drei Portfolio-Aufteilungen anbieten. Sie sollen den Ertragserwartungen und den individuellen Risikobudgets der Kunden entsprechen. Neben der defensiven Portfoliovariante „FINE FOLIO ETF-Stabilitäts-Strategie Defensiv“ mit einer Aktienquote von 30% und einem maximalen Risikobudget von 7% steht den Kunden unter anderem die ausgewogene Variante „FINE FOLIO ETF-Stabilitäts-Strategie Balance“ mit einem Risikobudget von 15% zur Verfügung. Dieses Duo wird ergänzt durch die offensive Variante FINE FOLIO ETF-Stabilitäts-Strategie Offensiv mit einer Aktienquote von 70% und einem Risikobudget von 25%.</p><h5>Ab 100 Euro pro Monat</h5><p>Jede der drei FINE FOLIO ETF-Stabilitäts-Strategien regelt das jeweilige Risikomaß in einer ständigen dynamischen Allokationssteuerung und Risikoüberwachung nach dem so genannten Value-at-Risk-Ansatz. Privatanleger können ab einer Einmalanlage von 10.000 Euro investieren, oder alternativab einem monatlichen Sparbetrag von 100 Euro als Sparplan.</p><h5>Angemessene Vergütung</h5><p>Mit der individuellen Vermögensverwaltung FINE FOLIO ETF-Stabilitäts-Strategien eröffnet sich für Berater und Vermittler der stetig wachsende Markt von ETFs (Exchange Traded Funds). „Mit den drei FINE FOLIO ETF-Stabilitäts-Strategien haben Poolpartner von JDC ab sofort die Möglichkeit, Ihren Kunden durch ETF-Anlagen Kosten zu sparen und gleichzeitig eine angemessene Vergütung zu realisieren“, kommentiert Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender von JDC das neue und innovative Produktangebot des Münchner Maklerpools. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/FBB2C842-1F80-49C7-8B44-51A6BAA2AC21"></div>

 

„Seit der Finanzkrise ist nichts mehr, wie es war“

Der Dax hat trotz Griechenland-Wahl und Ölpreisverfall in den vergangenen Tage neue Rekordstände erreicht. Ist das nur der Beginn einer langfristigen Hausse oder sind die Aktienmärkte damit überreif für eine kräftige Korrektur? Nachgefragt bei Dr. Christoph Bruns, Vorstand und Fondsmanager der Loys AG.

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Herr Dr. Bruns, viele Anleger sind nach wie vor verunsichert. Statt zu investieren, geben sie ihr Geld lieber f&uuml;r Konsum aus. Wie schwierig sind denn die Rahmenbedingungen Ihrer Meinung nach aktuell?</h5>
<p>Seit der gro&szlig;en Krise ist nichts mehr, wie es war. Dieses Ereignis ist die gro&szlig;e Wasserscheide. Was der 1. Weltkrieg f&uuml;r die Geschichte des letzten Jahrhunderts war, ist die Finanzkrise f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte. Es gibt heute keinen Zins mehr und auch der Euro ist nicht das geworden, was man sich erhofft hatte. Das, was wir mal kannten, also normale Zinsen, ist heute weggefallen, weil klassische Sparb&uuml;cher und Sparpl&auml;ne nur noch negative Realzinsen liefern. Das h&auml;tte man so zuvor nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten.</p>
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Wird sich daran auf absehbare Zeit etwas &auml;ndern?</h5>
<p>Ein Ende ist &uuml;berhaupt nicht abzusehen. Davon m&uuml;ssen wir uns verabschieden. So ist aber nun mal das Leben. Das Alte ist tot und es kommt so auch nicht mehr wieder. In anderen Branchen ist das v&ouml;llig normal. Schwarz-Wei&szlig;-Fernsehern trauert ja auch keiner mehr nach und warum sollte im Finanzbereich immer alles so bleiben, wie es mal war? Viele bestehende Finanzprodukte taugen nichts mehr. Das m&uuml;ssen auch die Menschen auf der Stra&szlig;e verstehen, denn wir werden diese Entwicklung auf Jahre hinaus weiter sehen. Die Europ&auml;ische Zentralbank muss den Zins auf Jahre hinweg bei Null oder sogar darunter halten. Das hat sie ja bereits angek&uuml;ndigt. Damit kann in der Eurozone auf Jahre kein positiver Zins mehr entstehen. Das hat auch positive Seiten. Unser Bundeshaushalt kann aufgrund der st&auml;ndig sinkenden Zinsverpflichtungen erstmals nicht mehr defizit&auml;r sein. Das Zinsbudget liegt heute bei 20 Mrd. Euro. Fr&uuml;her waren es schon mal 70 Mrd. Euro.</p>
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Das freut den Bund, aber was hei&szlig;t das f&uuml;r Sparer?</h5>
<p>Die Aktienanlage, sprich die Beteiligung an der Wirtschaft ist im Prinzip das Einzige, was noch &uuml;brig geblieben ist, nachdem alle anderen Anlagegattungen stark an attraktiv eingeb&uuml;&szlig;t haben. Sie ist damit der wahre Profiteur der Entwicklungen. Aktien haben sich in den letzten zehn Jahren am besten entwickelt. Das haben sie zwar immer getan. Die Wahrnehmung ist aber eine andere, n&auml;mlich dass die Aktienb&ouml;rsen schaukeln und am Ende ein Nullsummenspiel sind. Immer nach dem Motto: Was der eine gewinnt, das verliert der andere. Das stimmt aber nicht. Bei den W&auml;hrungen ist das der Fall, aber nicht bei Aktien. Alle Aktien der Welt k&ouml;nnen zur gleichen Zeit steigen.</p>
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Einige Anleger bef&uuml;rchten aber, dass der Dax schon zu weit gestiegen ist &hellip;</h5>
<p>Etwas D&uuml;mmeres habe ich in meinem Leben noch nicht geh&ouml;rt. Es ist allein schon mathematisch v&ouml;llig unsinnig zu denken, dass es nicht h&ouml;her gehen k&ouml;nnte. Die Menschen denken, die B&ouml;rse ist wie ein Berg. Wenn man noch oben gestiegen ist, geht es nicht mehr weiter. Dann kann es nur noch nach unten gehen. Die Aktienb&ouml;rse ist allerdings kein Berg, sondern eine unendliche Geschichte. Neue Unternehmen kommen dazu, alte scheiden aus. Wir haben immer wieder neue Techniken, wie heute etwa die sozialen Netzwerke, und damit neue M&ouml;glichkeiten Wachstum und Wertsch&ouml;pfung zu erzeugen.</p>
<p>Auch in den n&auml;chsten Jahren wird es unvorhergesehene makro&ouml;konomische Krisen geben, aber gute Unternehmen werden damit zurechtkommen. Ich sehe keinen Grund, warum das nicht klappen sollte. Unternehmen wollen schlie&szlig;lich wertvoller werden. Das ist deren Hauptaufgabe und die setzen sie auch um. Sie stellen ihre Prozesse auf den Pr&uuml;fstand, werden schlanker und erfinden neue Produkte. Und die Chancen sind gr&ouml;&szlig;er denn je. In Asien leben zwei Drittel der Erdbev&ouml;lkerung. Diese Menschen wollen bessere Autos haben, bessere Telefone, besser essen und dergleichen mehr. Wir neigen in Europa, speziell in Deutschland zu einem Def&auml;tismus. Das ist beim Blick auf die Welt &uuml;berhaupt nicht berechtigt. Entwickelt sich der Dax so weiter, wie er es in den letzten 50 Jahren gemacht hat, also mit einer j&auml;hrlichen Rendite von 7,3%, verdoppelt er sich in zehn Jahren.</p>
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W&auml;re das eine realistische Entwicklung?</h5>
<p>Das ist vollkommen realistisch. Deutschland und deutsche Unternehmen haben doch derzeit das gr&ouml;&szlig;te Gl&uuml;ck &uuml;berhaupt.</p>
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Wieso?</h5>
<p>Was haben wir denn momentan f&uuml;r eine Situation? Die &Ouml;lpreise fallen. Das ist herrlich f&uuml;r ein rohstoffarmes Land wie Deutschland. Zinsen? Gibt es nicht mehr, davon profitieren nat&uuml;rlich auch die Unternehmen bei ihren Finanzierungen. Und jetzt kommt der Euro noch hinzu. Wir Deutschen br&auml;uchten keine schwache W&auml;hrung, denn die deutsche Wirtschaft l&auml;uft ja. Dennoch haben wir sie und das hilft enorm. Wir haben somit drei extra Konjunkturprogramme und stehen beim Staatshaushalt und der Struktur auch noch besser da als andere europ&auml;ische L&auml;nder. Es sieht f&uuml;r deutsche Aktien daher geradezu hervorragend aus.</p>
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M&uuml;sste der Dax im Vergleich etwa zum US-Index nicht sogar deutlich h&ouml;her stehen?</h5>
<p>Das ist in der Tat einigerma&szlig;en erstaunlich. Die Amerikaner scheinen aber in einer eigenen Liga zu spielen. Die USA haben ein riesiges Privileg. Kein Land der Welt genie&szlig;t ein solches Vertrauen und hat keine Feinde, die das Land unmittelbar bedrohen. Sie sind zudem ein sehr wirtschaftlich ausgerichtetes Volk. Man macht sich keine Sorgen um Frauenquoten oder &Auml;hnliches. Es ist ein Land, das immer weiter nach vorne will und auf Technik setzt. Dadurch sind die US-Unternehmen in vielen Bereichen f&uuml;hrend. Zudem gibt es eine andere Kapitalmarktkultur. Dort ist es normal, dass man vom Staat nichts erwarten kann. Wer in den USA in der Gosse sitzt, der sitzt da sehr ungem&uuml;tlich. Da sitzt man hierzulande etwas bequemer. Das f&ouml;rdert nicht unbedingt den Eigenanreiz. Hartz IV hat aber offenbar sehr geholfen. Ein Problem haben wir hier allerdings in der Tat noch.</p>
<h5>
Welches?</h5>
<p>Die Demografie. Wenn man sagt, Zuwanderer w&auml;ren nicht willkommen, wie etwa bei PEGIDA, kann ich nur sagen, dann h&auml;tten wir aber auch mehr Kinder in die Welt setzen m&uuml;ssen. Haben wir aber nicht und dadurch bekommen wir ein Problem. Wir m&uuml;ssen die Wahl treffen, ob wir schrumpfen und dadurch unser Einkommen zur&uuml;ckgeht oder wir neue Arbeitskr&auml;fte und Konsumenten ins Land holen. Dass wir selbst mehr Kinder bekommen, glaube ich nicht. Das h&auml;ngt selbstverst&auml;ndlich auch mit der Emanzipation der Frauen zusammen. Ich will diese nicht verurteilen, aber wenn alle Frauen arbeiten und keine Kinder bekommen wollen, brauchen wir Zuwanderung. Wenn die Wirtschaft wachsen soll, haben wir gar keine Alternative zur Zuwanderung.</p>
<h5>
Viele Anleger scheuen Aktieninvestments aber, weil sie vermeintlich nicht genug Geld f&uuml;r eine ausreichend hohe Investition haben.</h5>
<p>Das ist die uninformierteste Feststellung, die ich je geh&ouml;rt habe. Ein sehr kluger Weg, sich an der Wirtschaft zu beteiligen, hei&szlig;t Sparplan. F&uuml;r 25 Euro im Monat bekommen Sie einen weltweit gestreuten Korb. Sind das Tickets, die nur Reichen zug&auml;nglich sind? Der Fonds ist das ideale Instrument f&uuml;r die breite Masse.</p>
<p>Die Frage ist zudem, was der Kleinsparer f&uuml;r Alternativen hat. Er muss umdenken und auf die neuen Rahmenbedingungen reagieren. Wer langfristig, sprich &uuml;ber mindestens zehn Jahre etwas aufbauen will, m&uuml;sste im Prinzip 100% in Aktien anlegen. Allein die Dividendenrenditen im Dax liegen bei 3%. Bei zehnj&auml;hrigen Bundesanleihen haben sie 0,45%. Eine solche Differenz hat es noch nie gegeben. (mh)</p>
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Das sagen Versicherer und Fondsgesellschaften zum EZB-Programm

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird in den kommenden Monaten massiv Staatsanleihen der Euroländer aufkaufen. Bei Investmentexperten der Fondsgesellschaften stößt das Programm überwiegend auf positives Echo. Doch es gibt auch kritische Zwischentöne. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kritisiert die EZB sogar scharf.

<p>Anleihen im Wert von 60 Mrd. Euro wird die EZB bis September 2016 jeden Monat aufkaufen. Das hat die Notenbank am Donnerstag verkündet. Ganz überraschend kam dieser Schritt zwar nicht, da bereits im Vorfeld durchgesickert war, dass ein solcher Schritt geplant war. Dennoch sorgte sie unter anderem für neue Rekordkurse des Dax. Die ersten Reaktionen der Fondsgesellschaften fallen überwiegend positiv aus. „Alles in allem ist es eine positive Überraschung für die Märkte gewesen“, kommentiert etwas Robeco. Allerdings solle man den Effekt nicht überbewerten.</p><h5>Nur geringer Effekt auf die Realwirtschaft</h5><p>Dieser Ansicht schließt sich auch Luke Bartholomew, Fondsmanager bei Aberdeen Asset Management, an. „Wir sollten uns von der Größe nicht mitreißen lassen. Sie mag am Rande die Inflationserwartungen anschieben, aber voraussichtlich nur einen geringen Effekt auf die Realwirtschaft in Europa haben. Ein schwächerer Euro sollte den Exporten ein wenig helfen, aber er wird die europäischen Volkswirtschaften nicht plötzlich wettbewerbsfähiger machen.“ </p><h5>Nicht die maximale Stärke</h5><p>David Greene, Client Portfolio Manager bei Pioneer Investments erwartet nach der EZB-Entscheidung einen schwächeren Euro und höhere Renditen bei Staatsanleihen aus Kerneuropa. Frank Engels, Leiter Portfoliomanagement Renten bei Union Investment, hätte sich derweil noch expansivere Maßnahmen der EZB erhofft: „Ein ordentlicher Schluck aus der geldpolitischen Pulle – aber es wäre durchaus mehr möglich gewesen! Die Ankündigung der EZB hat nicht die maximale Stärke.“</p><h5>Weder Schaden noch Allheilmittel</h5><p>„Aus wirtschaftlicher Perspektive vertreten wir die Ansicht, dass die Staatsanleihenkäufe weder ein Allheilmittel gegen die Wirtschaftsflaute sein werden, noch dass dadurch ein großer Schaden entstehen wird. Die positivste Wirkung auf die Konjunktur dürfte die Abwertung des Euros haben“, kommentiert Johannes Müller, Chief Investment Officer Wealth Management Germany der Deutschen Asset &amp; Wealth Management (Deutsche AWM). „Diese kommt einem kleinen Konjunkturprogramm gleich. Darüber hinaus dürften sich die Auswirkungen in Grenzen halten.“</p><h5>Eine Zumutung</h5><p>Die Versicherungswirtschaft hat hingegen überhaupt kein Verständnis für das Programm der EZB. „Der Schritt ist eine Zumutung. Es ist vollkommen ungewiss, ob das Ankaufprogramm die erhofften Effekte bringt. Sicher ist hingegen, dass weiterer Schaden für die Sparkultur in Deutschland angerichtet wird“, sagt Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). „Denn das Ankaufprogramm verstärkt den Druck auf festverzinsliche Wertpapiere, die eine Säule der privaten Altersvorsorge sind. Das macht es uns jetzt noch schwerer, den Menschen gute Angebote für ihr Alter zu machen.“ (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/98D88F7A-811F-4E7B-B5BD-1065EC3AD587"></div>

 

ebase bleibt auf Wachstumskurs

Die European Bank for Financial Services GmbH (ebase) hat 2014 ein deutliches Wachstum bei ihrem Produktangebot zur standardisierten Fonds-Vermögensverwaltung verzeichnet. Zudem hat die Direktbank im vergangenen Jahr vier partnerspezifische Managed Depots neu eingeführt.

<p>Mit 600 Depoteröffnungen und einem Volumenanstieg von 30 Mio. Euro zählt die B2B Direktbank ebase mittlerweile über 3.200 Depots und 183 Mio. Euro Bestand bei ihren sogenannten Managed Depots. „Nach einer verhaltenen Entwicklung in 2013 hat das Neugeschäft im vergangenen Jahr Fahrt aufgenommen“, erläutert Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase, die Entwicklung. „Die ersten Wochen in 2015 laufen ausgezeichnet, sodass wir für 2015 eine Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumspfads erwarten.“</p><h5>Zwei große Erfolgsfaktoren</h5><p>Zu dem Erfolg tragen laut ebase vor allem das modulare Baukastenangebot und der vollständige Online-Eröffnungsdialog bei, der auch die vorgeschriebene Geeignetheitsprüfung nach dem Wertpapierhandelsgesetz beinhaltet. Je nach Zielsetzung können Partner das Managed Depot der ebase und die ergänzenden Services individuell nutzen.</p><h5>Vier Managed Depots gestartet</h5><p>2014 hat ebase vier partnerspezifische Managed Depots neu eingeführt. Eines davon ist das FinanceScout24 Managed Depot für das Finanzportal der Scout24-Gruppe. „Wir freuen uns über die starke Nachfrage und fühlen uns durch die verschiedenen Kooperationen in unserem konsequenten White-Label-Ansatz bestätigt“, kommentiert Rudolf Geyer. Aktuell verwaltet ebase neben dem hauseigenen ebase Managed Depot zwölf partnerspezifische Managed-Depot-Produkte. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/301515FA-F32E-4571-B135-7E0133EFA1DF"></div>

 

KAGB sorgt für Wandel der Gebührenstruktur geschlossener Fonds

Scope Ratings hat die Gebührenstruktur der 2014 emittierten geschlossenen Alternativen Investmentfonds (AIF) mit den Fonds aus den Vorjahren verglichen, die nicht nach Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) reguliert sind. Dabei hat die Ratinggesellschaft bereits einen beachtlichen Wandel in den Kostenstrukturen festgestellt.

<p>Scope Ratings hat die Kosten der elf im Jahr 2014 herausgegebenen AIF untersucht. Dabei handelte es sich ausschließlich um Fonds, die in deutsche Immobilien investieren. Die Anzahl der bisher emittierten AIF sei zwar mit elf noch vergleichsweise gering, dennoch ließen sich bereits erste Tendenzen klar aufzeigen. Die anfänglichen Weichkosten (Initialkosten) in Relation zum Eigenkapital (exklusive Agio) sinken demnach. Während die Initialkosten der Fonds vor 2014 im Schnitt 15,4% des Eigenkapitals betrugen, müssen Anleger laut Scope für neue Immobilien-AIF im Durchschnitt 11,6% aufwenden. Das entspricht einem Rückgang um fast ein Viertel.</p><h5>Höhere laufende Kosten</h5><p>Die laufenden Fondskosten fallen dagegen bei den neuen Produkten höher aus. Bei den alten Fonds betrugen sie im Durchschnitt 5,1% der erwarteten jährlichen Gesamteinnahmen. Die 2014 aufgelegten geschlossenen Immobilien-AIF weisen laut Scope hingegen Durchschnittskosten in Höhe von 11,7% aus. Scope begründet dies damit, dass es bereits zuvor Ansätze vonseiten der Emittenten gab, um die Kostenbelastung am Anfang der Fondslaufzeit zu reduzieren und diese stärker auf die Bewirtschaftungsphase zu verteilen. Die Einführung des neuen gesetzlichen Rahmens habe diese Entwicklung beschleunigt.</p><h5>Regulatorischer Mehraufwand</h5><p>Einen weiteren Treiber der steigenden laufenden Fondskosten sieht Scope im regulatorischen Mehraufwand – zum Beispiel für die Verwahrstelle und die jährliche Bewertung der Fondsobjekte. Ein weiterer Trend sind der Untersuchung zufolge erfolgsabhängige Vergütungen. Von den elf im Jahr 2014 emittierten geschlossenen Immobilien-AIF wird bei acht Fonds eine entsprechende Gebühr fällig. Bei geschlossenen Fonds alter Machart waren Performance-Fees hingegen eher die Ausnahme.</p><h5>Positive Entwicklung</h5><p>Scope Ratings begrüßt die geringere anfängliche Kostenbelastung der neuen AIF und die gleichmäßigere Verteilung der Gebühren über die Fondslaufzeit. Dies reflektiere die Wandlung der Fondsanbieter von reinen Initiatoren hin zu Asset-Managern und erhöhe die Investitionsquote. Auch die stärkere Verwendung von erfolgsabhängigen Gebühren sieht Scope Ratings positiv. Die Rating-Gesellschaft geht davon aus, dass sich die bereits jetzt sichtbaren Tendenzen festigen werden und auch künftige geschlossene Immobilien-AIF geringere anfängliche und höhere laufende Kosten sowie verstärkt erfolgsabhängige Vergütungen aufweisen werden. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/FD0A4C41-0234-4301-82D9-D5993FF4BC43"></div>

 

Die Fondsgesellschaften mit dem besten Markenimage

Wie Geldanleger und Planer von Geldanlage- oder Sparprodukten die Markenbekanntheit und -positionierung von Fondsgesellschaften beurteilen, ist Gegenstand einer aktuellen Studie. Dabei zeigt sich, dass die Wahrnehmung der Marken durch unterschiedlichste Kennzeichen geprägt wird. So werden DWS Investments andere Charakteristika zugeschrieben wie etwa Union Investment oder Invesco.

<p>Unter Investmentplanern stehen neben Klassikern wie Tagesgeld, Festgeld und Bausparen inzwischen auch Aktien und Aktienfonds weit oben in der Pr&auml;ferenzliste. F&uuml;r welchen Fondsanbieter sich die Anleger dabei entscheiden, h&auml;ngt unter anderem auch von der Markenwahrnehmung ab. Dabei zeigt sich: Die Bekanntheit und Sympathie einzelner Fondsgesellschaften ist vor allem &uuml;ber die Bankverbindung gepr&auml;gt. Das erkl&auml;rt, warum in der Markenbekanntheit von Investmentgesellschaften Deka Investments und Union Investment weit vorn liegen. Werden nicht alle Geldanleger, sondern ausschlie&szlig;lich Geldanlage-Planer gefragt, so sind Deka Investments, Union Investment und DWS Investments fast gleichauf die erste Wahl. Das ergibt die YouGov-Studie &bdquo;Marktpotenzial von privaten Geldanlegern&ldquo;, f&uuml;r die Geldanleger und Planer von Geldanlage- oder Sparprodukten befragt wurden.</p>
<h5>
Kundenn&auml;he ist ein gro&szlig;es Plus</h5>
<p>Neben der Markenbekanntheit und -pr&auml;ferenz unterscheiden die befragten Markenkenner die Fondsgesellschaften auch bei der Markenpositionierung. Hier wird deutlich, dass sowohl Deka Investments als auch Union Investment ihr positives Markenimage insbesondere durch die Beratungsstellen in Kundenn&auml;he erreichen. Dagegen steht die Marke DWS Investments gemeinsam mit Carmignac und Franklin Templeton bei den Geldanlegern f&uuml;r die h&ouml;chste Wertstabilit&auml;t. Universal-Investment, Metzler und Warburg k&ouml;nnen besonders beim Thema individuelle Beratung unter den Markenkennern punkten. Als Anbieter mit sehr innovativen Produkten werden Capital International, db x-trackers und Invesco (PowerShares) gesehen. Die Marken db x-trackers, Universal-Investment und Union Investment stehen f&uuml;r gute Produkte f&uuml;r Kleinanleger. Als sehr kosteng&uuml;nstige Anlageprodukte sind die Marken db x-trackers und Universal-Investment unter Geldanlegern bekannt.</p>
<p>&bdquo;Das Markenimage der Geldanlageanbieter ist bei den selbstst&auml;ndigen Entscheidern wesentlich differenzierter als bei klassischen Beraterkunden&ldquo; erl&auml;utert Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov. &bdquo;Bei der Zielgruppe der Selbstentscheider beim Online-Broker gewinnen weniger bekannte Marken deutlich an Beliebtheit und stehen aufgrund spezifischer Qualit&auml;tswahrnehmungen dann in der ersten Wahl.&ldquo;</p>
<h5>
&Uuml;ber die Studie</h5>
<p>F&uuml;r die Studie &bdquo;Marktpotenzial von privaten Geldanlegern&ldquo; des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov wurden insgesamt 1.062 Geldanleger und Planer von Geldanlage- oder Sparprodukten repr&auml;sentativ befragt. Neben dem Anlageverhalten wurden in der Studie &uuml;ber 30 Marken aus dem Bereich der Investmentgesellschaften untersucht.</p>
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