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Fort- & Weiterbildung

05.02.2026: Digitalkongress „Private Krankenversicherung“

Die Diskussionen um steigende Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung und der Pflegeversicherung reißen nicht ab. Für viele Menschen werden Vorsorgeentscheidungen spürbar schwieriger, emotionaler und gleichzeitig existenzieller. Genau vor diesem Hintergrund wächst die Verantwortung derer, die beraten.

Der PKV-Markt entwickelt sich weiter, nicht explosionsartig, aber konsequent. Und vor allem: differenzierter. Beitragsstabilität, Leistungsversprechen, Nachhaltigkeit von Tarifen und langfristige Planbarkeit rücken stärker in den Fokus als jemals zuvor. Gleichzeitig wird der Markt komplexer. Für Kundinnen und Kunden wie für Makler.

Vermittler und Kunden müssen sich im komplexen PKV-Markt erfolgreich orientieren. Wer heute zur privaten Krankenversicherung berät, braucht daher mehr als Produktwissen. Es geht um Einordnung, um Verständnis für Marktmechanismen und um die Fähigkeit, Menschen in einer zunehmend angespannten gesellschaftlichen Situation Sicherheit zu geben, ohne falsche Versprechen zu machen. Genau hier setzt der Digitalkongress „Private Krankenversicherung“ am 05.02.2026 auf der Plattform DKM365 an.

Stimmungslage und Impulse

Der Kongress liefert keine einfachen Antworten, sondern fundierte Einblicke. Thema sind u. a. die aktuellen Ergebnisse aus der Studie „AssCompact AWARD Kranken- & Pflegeversicherung“, die ein realistisches Bild der Marktentwicklung, der Stimmungslage und der Herausforderungen zeichnet. Zudem wird es praxisnahe Impulse für eine PKV-Beratung geben, die langfristig tragfähig ist, auch in Zeiten steigender Kosten. Mit dabei sind zudem zwei Marktteilnehmer, die zeigen, wie unterschiedliche Lösungsansätze auf reale Lebenssituationen reagieren: die Versicherungskammer Maklermanagement Kranken GmbH sowie die BDAE Holding GmbH.

Das sind die Themen auf dem Digitalkongress „Private Krankenversicherung“
  • 9:00 – 9:30 Uhr: AssCompact AWARD: Aktuelle Entwicklungen in der Privaten Krankenversicherung; Referent: Dr. Alexander Ströhl, Chefredakteur bei AssCompact
  • 9:40 – 10:10 Uhr: Qualität statt Preisfalle: Wie kompetente PKV-Beratung höhere Kosten im Ernstfall vermeidet; Referent: Herr Jürgen Matterne, Account Manager bei Versicherungskammer Maklermanagement Kranken GmbH
  • 10:20 – 10:50 Uhr: Krankenversicherung im Ausland: Wenn GKV und PKV an ihre Grenzen stoßen; Referent: Ingo Trosiner, Vertriebsleiter bei BDAE Holding GmbH
Wo? Wann? Wie?

Der Digitalkongress „Private Krankenversicherung“ ist ein Online-Event auf dkm365.de. Zwischen den halbstündigen Vorträgen findet jeweils eine zehnminütige Pause statt, um in den nächsten Slot zu wechseln. Mit einer Teilnahme an dieser Veranstaltung können Makler 60 Weiterbildungsminuten nach IDD erlangen. Interessierte benötigen einen Zugang zur Plattform, müssen sich aber nicht im Voraus anmelden. Weitere Informationen zu Digitalkongressen gibt es unter asscompact.de/digitalkongresse.

 

Stepstone Gehaltsreport: Wie viel verdient die Versicherungsbranche?

Regelmäßig zeigt der Stepstone Gehaltsreport auf, wie hoch das Bruttomediangehalt in Deutschland ist. Aktuell liegt es bei 53.900 Euro. Der Medianwert der Versicherungsbranche liegt ein ganzes Stück darüber. Sie gehört zu den Top 3.

Laut dem Stepstone Gehaltsreport 2026 liegt das Bruttomediangehalt in Deutschland bei 53.900 Euro. Und obwohl es z. B. regional größere Unterschiede gibt, steigt die Gehaltszufriedenheit bereits seit drei Jahren. So zeigten sich 36% der Beschäftigten im Jahr 2025 zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer Vergütung (2024: 34%, 2023: 32%).

Ist die Größe des Unternehmens wichtig für das Gehalt?

Darüber hinaus hat etwa die Unternehmensgröße Einfluss auf das Gehalt, wie der Stepstone-Report belegt. Beschäftigte in kleineren Betrieben mit bis 50 Beschäftigten erhalten ein Bruttomediangehalt von 48.800 Euro, in Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten gibt es dagegen 63.000 Euro. Für mittelständische Unternehmen liegt der Wert bei 54.100 Euro (51–500 Beschäftigte) und 59.750 Euro (bis zu 5.000 Beschäftigte).

Fairere Gehaltsstrukturen durch EU-Entgelttransparenzrichtlinie?

Und auch das Geschlecht einer Person sorgt weiterhin für Unterschiede im Gehalt. Laut Stepstone liegt der unbereinigte Gender Pay Gap aktuell bei 9,7%. Frauen bekommen ein Bruttomediangehalt von 50.500 Euro, während Männer 55.900 Euro erhalten. Werden strukturelle Unterschiede berücksichtigt – wie Branchen, Tätigkeiten oder Positionen, in denen Männer und Frauen tätig sind – ergibt sich trotzdem ein bereinigter Gender Pay Gap von 4,8%.

Doch Stepstone weist darauf hin, dass 2026 ein Schlüsseljahr für Gehaltstransparenz in Deutschland werde. Denn es soll der Gesetzentwurf zur EU-Entgelttransparenzrichtlinie kommen. Dabei geht es um nachvollziehbare und faire Gehaltsstrukturen. Viele Beschäftigte können ihren Marktwert nur schwer einschätzen und zahlreiche Unternehmen sind noch nicht ausreichend auf die neuen Vorgaben vorbereitet, heißt es aus dem aktuellen Gehaltsreport 2026 von Stepstone.

Versicherungsbranche in den Top 3

Stark variiert die Höhe der Einkommen übrigens auch nach Branche. Hier spielt die Versicherungsbranche ganz oben mit. Der Bereich mit dem höchsten Medianwert ist die Bankenbranche: 70.250 Euro ist hier das Mediangehalt. Damit belegt sie Platz 1. Auf Platz 2 liegt die Luft- und Raumfahrt mit 68.000 Euro. Dann folgen schon die Versicherungen mit einem Medianwert von 66.500 Euro, die somit in den Top 3 liegen.

Diese Faktoren beeinflussen das Gehalt am stärksten

Weitere Faktoren, die das Gehalt am stärksten beeinflussen und dazu beitragen, ein höheres Einkommen zu erzielen, sind dem Report zufolge insbesondere das Bildungsniveau, die Berufserfahrung und Personalverantwortung.

Über die Stepstone Gehaltsbefragung 2026

Um Einstellungen und Erfahrungen rund um das Thema Gehalt zu erfassen, hat Stepstone im Zeitraum vom 14. bis 18.11.2025 insgesamt 297 Recruiter und 3.070 Beschäftigte in Deutschland befragt. Im Fokus waren Fragen zu Gehaltszufriedenheit, Transparenz, wahrgenommenen Gehaltsstrukturen sowie zur Vorbereitung von Unternehmen auf die kommende EU-Entgelttransparenzrichtlinie. Die Stichprobe wurde nach dem Mikrozensus gewichtet und ist repräsentativ für die deutsche Erwerbsbevölkerung nach Alter, Geschlecht und Bildung. (lg)

Lesen Sie auch: „Wir fordern geschlechtergerechte Unternehmenskultur“
 

Vertrieb von morgen: Mit Storytelling und digitaler Präsenz

Wie wird Weiterbildung für die Maklerbranche in Zukunft aussehen? Welche Skills müssen Vermittler beherrschen? Und welche Lernformate und Themen sind aktuell besonders gefragt? Die DMA hat Antworten aus der eigenen Praxis und gibt ein Update, was in Sachen Weiterbildung zukünftig relevant sein wird.

Interview mit Ronny Schröpfer, Geschäftsführer Deutsche Makler Akademie (DMA)
Die Deutsche Makler Akademie bietet ein breites Spektrum an Weiterbildungsformaten an. Welche waren 2025 am stärksten nachgefragt?

2025 liegt die größte Nachfrage eindeutig bei unseren Online-Formaten. Sie bieten Flexibilität, Planbarkeit und entfallende Reisezeiten – ohne Einbußen bei Interaktivität oder Praxisnähe. Besonders unsere Live-Online-­Seminare werden stark genutzt.

Viele Lehrgänge – auch komplexere Programme – laufen inzwischen vollständig online. Wo es didaktisch sinnvoll ist, ergänzen wir sie durch hybride Elemente, also Live-Online-Phasen kombiniert mit kompakten Präsenzmodulen. Prüfungen können je nach Format sowohl digital als auch vor Ort abgelegt werden.

Präsenztrainings bleiben vor allem im Inhouse-Bereich gefragt, wo Austausch, Teamarbeit und vertrau­liche Fallbeispiele im Vordergrund stehen.

Welchen Stellenwert hat denn aus Ihrer Sicht das Lernen in Präsenz jetzt? Ist es in den Jahren nach der Pandemie wieder wichtiger geworden?

Präsenzlernen bleibt wichtig – vor allem dort, wo persönlicher Austausch und gemeinsames Erleben den Lernerfolg stärken. Eine komplette Rückkehr zu reinen Präsenzformaten gibt es aber nicht – wir nutzen Präsenz heute bewusst dort, wo sie echten Mehrwert bringt, meist als Teil hybrider Lernkonzepte.

Vor ein paar Jahren war Nachhaltigkeit der „Renner“. Wurde das Thema nun durch KI ersetzt?

Nachhaltigkeit wurde nicht durch künstliche Intelligenz „ersetzt“, aber die Aufmerksamkeit hat sich ein­deutig verlagert. Während Nachhaltigkeit weiterhin ein wichtiges Thema bleibt, steht derzeit die Frage im Vordergrund, wie KI die Arbeit von Vermittlern und Maklerbetrieben konkret verändert.

Im Bereich Nachhaltigkeit haben wir in den vergangenen Jahren vor allem mit unseren Inhouse-Kunden sehr erfolgreiche Programme umgesetzt. Die Nachfrage ist aktuell etwas ruhiger – die meisten Unternehmen haben hier bereits Grundlagen geschaffen und fokussieren sich nun stärker auf die Digitalisierung ihrer Prozesse.

KI dagegen ist das Top-Thema 2025. Sie ist in aller Munde, doch vielen fehlt noch eine klare Strategie für den Praxiseinsatz. Genau hier setzen wir an: Mit Formaten wie „KI-Strategie für das Maklerbüro“ oder „KI in der Kundenkommunikation“ vermitteln wir Orientierung, schaffen Sicherheit im Umgang mit neuen Tools und zeigen anhand konkreter Beispiele, wie sich Beratung, Prozesse und Kommunikation spürbar effizienter gestalten lassen.

Und welche Inhalte sind derzeit sonst noch besonders beliebt? Was rückt eher in den Hintergrund?

Besonders gefragt bleiben unsere Einstiegsqualifikationen nach § 34d, § 34f und § 34i – sie bilden weiterhin das Fundament für viele Karrierewege in der Finanz- und Versicherungsbranche.

Unser klarer Dauerbrenner ist der Bachelor Professional in Versicherungen und Finanzanlagen. Er steht für praxisorientierte Karriereentwicklung, ist vollständig online und berufsbegleitend konzipiert und schließt mit einem anerkannten IHK-Abschluss inklusive AEVO-­Zertifikat ab. Dank Aufstiegs-BAföG und Meisterbonus ist die Qualifizierung zudem attraktiv förderbar. Der Lehrgang kombiniert Fachwissen mit Zukunftsthemen wie Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit und bietet wählbare Schwerpunkte – etwa Vorsorge oder Sach- und Vermögensschutz.

Stark nachgefragt bleibt auch der Fachbereich betriebliche Altersvorsorge (bAV), seit Jahren eines unserer wachstumsstärksten Themen. Ergänzend besteht weiterhin Interesse an spezialisierten Fort­bildungen wie dem Rentenberater.

Die Arbeit der Makler ist vielseitig, oft kompliziert und darüber hinaus ergeben sich immer wieder Neuerungen durch Gesetze, Urteile etc. Wie verhindern Sie, dass Inhalte an der Realität des Makleralltags vorbeigehen?

Wir sichern Aktualität und Praxisnähe vor allem über unsere Referenten. Statt mit reinen Theoretikern arbeiten wir mit Praktikern aus der Branche – von aktiven Maklern über Produktexperten bis zu Juristen. So fließen reale Fälle und sofort anwendbare Lösungen direkt in unsere Seminare ein.

Zunehmend binden wir auch junge Maklerpersönlichkeiten ein, die neue Perspektiven und digitale Ansätze einbringen – etwa im Format „Maklermorgen – der digitale Gewerbe-Treff“. Das verbindet Erfahrung mit frischen Impulsen und zeigt, wie lebendig Weiterbildung heute sein kann.

Aktuelle Gesetzesänderungen und Rechtsprechung greifen wir über regelmäßige Briefings und schnelle Update-Prozesse unmittelbar auf.

Und welche Skills sollten Makler aus Ihrer Sicht heute unbedingt lernen?

Storytelling bleibt einer der wichtigsten Schlüssel-Skills im Maklerberuf. Wer komplexe Produkte verständlich und relevant erklären kann, schafft Vertrauen und Entscheidungssicherheit – besonders bei Themen wie Arbeitskraftabsicherung, betrieblicher Altersvorsorge oder Kompositversicherungen.

Ebenso wichtig ist digitale Kommunikations­kompetenz: die Fähigkeit, über verschiedene Kanäle klar, empathisch und zielgruppengerecht zu agieren. Wer Storytelling und digitale Präsenz verbindet, ist im Vertrieb von morgen bestens aufgestellt.

Gibt es dazu auch Kurse?

Im Modul „Smart Selling“ aus dem Lehrgang Versicherungsmakler (IHK) trainieren wir den gesamten Vertriebsprozess – vom Erstkontakt bis zum Abschluss. Dabei geht es um den gezielten Einsatz digitaler Kanäle, Social Media und KI-Tools sowie um Story­telling im Vertrieb, um komplexe Produkte verständlich und emotional zu vermitteln.

Das Kompaktseminar „Ohne Klartext kein Abschluss“ vermittelt, wie Fachsprache in klare Kundensprache übersetzt wird – verständlich, überzeugend und praxisnah. Beide Formate sind Live-Online-Trainings und auf Wunsch auch Inhouse mit individuellen Praxisfällen buchbar.

Welche Sorgen und Wünsche hören Sie von den Maklern bezogen auf ihren Beruf?

Makler bewegen derzeit ähnliche Themen: Sie wünschen sich Sicherheit in einem Umfeld, das sich durch Regulierung, Digitalisierung und neue Kundenerwartungen rasant verändert. Viele suchen Orientierung – etwa, wie sie ihren Betrieb digitalisieren, rechtssicher beraten und Kundennähe bewahren.

Bieten Sie denn auch etwas für z. B. junge Vermittler, Start-ups oder Quereinsteiger an?

Die Sachkundeprüfung nach § 34d ist der Einstieg in die Branche. Wer darüber hinaus sein Maklerunternehmen erfolgreich aufbauen oder weiterentwickeln möchte, profitiert von unserem neuen Zertifikats­lehrgang „Versicherungsmakler (IHK)“.

Der Lehrgang vermittelt das Know-how, um ein Maklerbüro effizient zu führen, Prozesse zu digitalisieren und KI gezielt einzusetzen. Inhalte wie Steuern, Compliance, Unternehmensführung sowie Marketing und Vertrieb ergänzen das Programm. Er richtet sich an alle, die ihr Maklerbüro zukunftssicher machen wollen oder den Schritt in die Selbstständigkeit professionell planen.

Woran arbeitet die DMA aktuell? Welche Bereiche sollen zukünftig weiter ausgebaut werden?

Aktuell liegt unser Fokus auf dem Ausbau des Themen­felds gewerbliche und industrielle Versicherungen. Unternehmen sind heute vielfältigen Risiken ausgesetzt – von Cyberangriffen über Lieferkettenstörungen bis zu Naturgefahren. Gleichzeitig treiben wir Zukunfts­themen wie Digitalisierung, KI im Maklerbetrieb und strategische Unternehmensführung voran, um Makler dabei zu unterstützen, ihre Kunden auch in komplexen und dynamischen Märkten sicher zu beraten.

Neue Lehrgänge und Formate entstehen bei uns häufig in enger Zusammenarbeit mit unseren Fördermitgliedern. Sie bringen konkrete Marktimpulse und Bedarfe aus der Praxis ein – wir entwickeln daraus passende Qualifizierungen, die anschließend auch in unser offenes Programm einfließen. So entsteht Weiterbildung, die wirklich gebraucht wird. Parallel kooperieren wir mit Fachverbänden und Versicherern, um Inhalte zu vertiefen und Synergien zu nutzen.

Zum Schluss: Wie sieht für Sie die Zukunft der Maklerweiterbildung aus?

Die Zukunft der Maklerweiterbildung ist hybrid, adaptiv und wirkungsorientiert. Wir kombinieren flexible Lernformate mit klaren Werkzeugen für den Alltag – damit Weiterbildung nicht neben dem Maklergeschäft läuft, sondern dessen Leistungsfähigkeit nachhaltig steigert. Entscheidend wird sein, Wissen schnell in Anwendung zu bringen und Lernen als kontinuierlichen Bestandteil des Berufsalltags zu verstehen.

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Ein Interview mit
Ronny Schröpfer

Neustart des Bachelorstudiengangs Insurance Management

Die DVA hat den Bachelorstudiengang Insurance Management neu strukturiert. Gemeinsam mit der TH Köln und fünf BWV Regional als Studienstandorten ist ein bundesweit abgestimmtes Studienangebot für die Versicherungswirtschaft entstanden. Es gibt Online- und Präsenzteile.

Ab 2026 hat die Deutsche Versicherungsakademie (DVA) den Bachelorstudiengang Insurance Management (B. A.) in einer neu akkreditierten und modern ausgebauten Studienstruktur im Sortiment. Das bundesweit abgestimmte Studienangebot für die Versicherungswirtschaft gibt es in Zusammenarbeit mit dem Institut für Versicherungswesen der Technischen Hochschule Köln und fünf BWV Regional als Studienstandorten. Das Studium wurde neu strukturiert, digital erweitert und stärker modularisiert, teilt die DVA mit.

Mehr Flexibilität und Verzahnung mit dem beruflichen Alltag

Zielgruppe sind Fachkräfte, die ihre berufliche Entwicklung mit einem anerkannten akademischen Abschluss verbinden möchten. Bei vorhandener Vorqualifikation kann der Bachelorabschluss in vier Semestern erreicht werden. Zudem beträgt der Online-Anteil rund 50%, dazu gibt es vier neue, vollständig digitale und synchron für alle BWV-Regionalstandorte durchgeführte Module. So soll das Studium mehr Flexibilität bieten als bisher. Das Online-Lernangebot wird mit praxisnahen Präsenzphasen verbunden und stellt gleichzeitig eine Verzahnung mit dem beruflichen Alltag her.

Das Studium läuft also berufsbegleitend und qualifiziert Fachkräfte gezielt für „anspruchsvolle Aufgaben- und Verantwortungsbereiche in der Versicherungswirtschaft“, heißt es von der DVA. Es schaffe eine fundierte Basis für den nächsten Karriereschritt. Aufbauend auf dem Bachelor-Professional bzw. Fachwirt-Abschluss erhalten die Teilnehmenden einen akademischen Abschluss, der ihre Führungs- und Entscheidungskompetenzen stärke und sie auf komplexe Managementaufgaben vorbereite.

„Das Besondere an dem Studiengang ist die durchdachte Kombination aus Präsenz- und Online-Modulen, der kompakten Studiendauer und den hohen Anrechnungsmöglichkeiten“, so Prof. Dr. Gabriele Zimmermann, zentrale Studiengangsleitung am Institut für Versicherungswesen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der TH Köln. „Damit ermöglichen wir eine maximale Vereinbarkeit von Studium und beruflicher Verantwortung.“

Start an fünf Standorten 2026 und 2027

Die wissenschaftliche Leitung liegt bei der TH Köln, die die akademische Qualität des Studiengangs sichert. Die BWV Regional begleiten mit Präsenz- und Online-Modulen an den fünf Studienorten Berlin (Studienstart 2026), Köln (Studienstart 2026), München (Studienstart 2026), Dortmund (Studienstart 2027) und Stuttgart (Studienstart 2027).

Was den Inhalt angeht, ist das Studium auf zentrale Themen und Herausforderungen der Versicherungswirtschaft abgestimmt, u. a. durch praxisorientierte Module von Data Science bis Digitalisierung, von Führungsmodulen bis Versicherungsrecht vermittelt es aktuelle Kenntnisse. Interessierte können sich ab sofort anmelden. Weitere Informationen finden sich auf der Website der DVA. (lg)

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Wie ein Schüler auf die Finanz- und Versicherungsbranche blickt

Nachwuchs wird in der Branche dringend gebraucht. Adrian Schmidt hat die Initiative ergriffen und seinen Cousin, Moritz Lanz, als Praktikanten in sein Maklerhaus, KÄPSELE, geholt. Moritz ist 16 Jahre alt, noch Schüler und weiß aber bereits, dass er später in die Finanzbranche einsteigen will.

Interview mit Adrian Schmidt, Geschäftsführer bei KÄPSELE, und Moritz Lanz, Schüler und Praktikant

 

Wie ein Schüler auf die Finanz- und Versicherungsbranche blickt

 

Moritz, du hast ein Praktikum bei KÄPSELE gemacht, dem Unternehmen deines Cousins. Wie kam es dazu?

Moritz Lanz Ich interessiere mich schon lange für Geld und Finanzen. Mit zehn wollte ich unbedingt reich werden und habe das Buch „Rich Dad Poor Dad“ gelesen. Danach war ich fasziniert vom Kapitalmarkt und habe mich mit Aktien und ETFs beschäftigt. Inzwischen bereite ich mich auf die Sachkundeprüfung nach § 34f GewO vor. Das Praktikum bei Adrian war für mich die Gelegenheit, in die Branche reinzuschnuppern und zu sehen, wie das in der Praxis funktioniert.

Was waren deine Aufgaben während des Praktikums?

ML Ich durfte bei Beratungsgesprächen zuhören, habe LinkedIn-Posts erstellt und war bei der Jungmakler MasterClass in Göttingen dabei. Außerdem habe ich den internen Onboarding-Kurs von KÄPSELE durchlaufen, in dem erklärt wird, wie die Beratung, Software und Abläufe funktionieren. Das war superspannend – fast so, als wäre ich schon ein richtiger Mitarbeiter.

Adrian, wie war es für dich, Chef deines eigenen Cousins zu sein?

Adrian Schmidt Total entspannt. Unser Team ist insgesamt sehr jung – im Schnitt Ende 20 – und ich gebe gern Wissen weiter. Ich finde es motivierend, jungen Leuten zu zeigen, wie Selbstständigkeit funktioniert, zumal viele Eltern schlicht Angestellte sind. Da kann ich noch mal einen anderen Impuls Richtung Unternehmertum geben.

Moritz, viele junge Menschen haben kein gutes Bild von der Finanz- oder Versicherungsbranche. Warum, glaubst du, ist das so?

ML Ich glaube, da gibt es viele Gründe, aber u. a. überzogene Renditeversprechen und auch, dass viele Menschen früher schlechte Erfahrungen mit Aktien gemacht haben – jeder war selbst oder kennt irgendwen, der damals in Telekom investiert war. Außerdem ist Geld in Deutschland immer noch ein Tabuthema. Man redet kaum darüber, also gibt es auch wenig Vertrauen.

AS Ich sehe das ähnlich. Junge Leute haben schlicht keinen Bezug zur Branche. Kaum jemand geht mit den Eltern mal zum Finanzberater. Was bleibt, sind Vorurteile, grauer Anzug, Verkäufer, der nur Geld aus der Tasche ziehen will ... Auch Finanzbildung hängt stark vom Elternhaus ab. Es gibt Azubis mit Mini-Gehalt, die schon ein Depot haben, und Gutverdiener mit Konsumschulden. Am Ende ist es, denke ich, eine Frage der Eigenverantwortung.

Wie hat sich dein Bild von der Branche durch das Praktikum verändert, Moritz?

ML Vorher hätte ich einen älteren Herrn im Anzug mit Aktentasche beschrieben – vielleicht leicht grauhaarig, sehr analog unterwegs, ähnlich wie es Adrian schon erwähnt hat. Heute sehe ich das ganz anders. Die Branche ist viel durchmischter geworden. Viele sind sportlicher, kleiden sich lockerer und sind nah an den Themen der jungen Generation. Business Casual statt Krawatte – das finde ich sympathisch.

Was müsste passieren, damit dieses neue Bild auch außen ankommt?

ML Es sollte schon in der Schule anfangen. Dort redet kaum jemand über Geld, und wenn, dann oft negativ. Ich glaube, mehr Offenheit würde helfen – und Sichtbarkeit über soziale Medien. Finfluencer leisten da einen Beitrag, weil sie Finanzen verständlich und nahbar machen.

AS Ich glaube, der beste Weg ist, selbst gute Beispiele zu schaffen und diese z. B. über soziale Medien nach außen zu tragen. Wenn junge Leute moderne, erfolgreiche Unternehmen sehen, ändert sich das Bild automatisch. Coole Firmen sind das beste Gegenmittel gegen alte Klischees.

Apropos soziale Medien: Du bist auch schon auf LinkedIn aktiv, Moritz?

ML Ja. Ich finde es sehr spannend, mich mit anderen auszutauschen. Ich poste regelmäßig – Themen wie Riester-Rente z. B. laufen gut – und habe schon interessante Kontakte geknüpft. Manche Gespräche haben mir völlig neue Sichtweisen eröffnet. Langfristig will ich mir dort ein Netzwerk aufbauen, das ich später für mein eigenes Unternehmen nutzen kann.

AS Das finde ich stark. Mit 16 auf LinkedIn zu starten, zeigt Eigeninitiative. Viele in der Branche machen das erst viel später.

Moritz, du hast Finfluencer erwähnt. Viele in der Branche sehen sie kritisch, auch angesichts der aktuellen Regulierungsdiskussion. Wie seht ihr beide das?

ML Insgesamt sorgen Finfluencer, dadurch dass sie Finanzthemen auch offener ansprechen, dafür, dass sich mehr Menschen, auch jüngere, damit beschäftigen. Das ist meiner Meinung nach eine sehr positive Entwicklung, deshalb würde ich Finfluencer auch weniger kritisch sehen.

AS Ich finde, man sollte das Thema nicht überregulieren. Die Zulassungen nach § 34d oder § 34f sagen wenig über die tatsächliche Beratungsqualität aus. In der Prüfung geht es oft ums Auswendiglernen. Am Ende darfst du dann Anlageprodukte wie eine Rentenversicherung verkaufen, aber über Geldanlage selbst lernt man eigentlich recht wenig. Eine anspruchsvollere Ausbildung – ähnlich wie beim Steuerberaterexamen – könnte allerdings helfen, das Image der Branche zu verbessern.

Bei der Geldanlage ist auch KI ein prominentes Thema. Viele nutzen Chatbots inzwischen, um sich zu Finanzthemen beraten zu lassen. Was hältst du davon, Adrian?

AS Abstand. ChatGPT ist ein Ja-Sager. Das Ergebnis hängt stark davon ab, wie man die Frage formuliert. Viele meiner Kunden nutzen KI, um unsere Beratung nachzuprüfen. Wenn die KI zum gleichen Ergebnis kommt wie wir, freut mich das. Wenn sie etwas anderes sagt, ärgert es mich oft, weil die Begründungen teilweise unsinnig sind.

Moritz, du hast erzählt, dass du dich mit künstlicher Intelligenz über Geldanlage austauschst. Wie genau kann man sich das vorstellen?

ML Ich nutze KI gerne als Hilfsmittel, um neue Denkanstöße zu bekommen, indem ich mit der KI über Finanzthemen diskutiere. Etwa über die Frage, ob es noch sinnvoll ist, in Aktien zu investieren, oder ob man eine stärkere Eigenkapitalrendite bei Immobilien erzeugen kann. Natürlich muss man aufpassen, was man übernimmt, weil es auf die Trainingsdaten und die Fragestellung ankommt. Aber KI kann helfen, Zusammenhänge zu verstehen – gerade wenn man noch am Anfang steht.

Adrian, was würdest du jungen Menschen raten, die in die Finanzbranche einsteigen möchten?

AS Auch wenn das umstritten ist: Ich halte gute Strukturvertriebe für eine hervorragende Ausbildung. Nirgendwo sonst bekommst du so intensive fachliche und vertriebliche Schulung. Natürlich merkt man irgendwann, dass man lieber selbstständig arbeiten möchte – auch viele Jungmakler kommen ja aus dem Strukturvertrieb und gehen dann diesen Weg. Aber als Einstieg ist es top.

Moritz, wie geht’s für dich weiter?

ML Ich will auf jeden Fall in der Finanzbranche bleiben – vielleicht im Bereich Geldanlage, Investment oder Immobilien. Versicherungen sind spannend, aber da muss ich noch tiefer einsteigen. Mein Traum ist, später ein eigenes Unternehmen zu gründen.

AS Ich unterstütze das voll. Ich finde, mehr junge Menschen sollten unternehmerisch aktiv sein, und ich glaube, die Finanzbranche bietet jungen Leuten eine niedrige Einstiegshürde und viele Chancen.

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Heute: Digitalkongress „Kfz-Versicherung“

Es ist wieder Wechselsaison für die Kfz-Versicherung. Der Stichtag ist gewöhnlich der 30.11. Auf welche neuen Entwicklungen, Anforderungen und Angebote man sich einstellen kann und muss, erfahren Interessierte heute beim Digitalkongress „Kfz-Versicherung“.

Die Wechselsaison für die Kfz-Versicherung ist im Gange. Der 30.11. ist üblicherweise der Stichtag für den Wechsel. Welche neuen Entwicklungen, Anforderungen und Angebote gibt es? Die Experten auf dem Digitalkongress „Kfz-­Versicherung“ halten auf dem Laufenden. Das Online-Event findet heute, am 06.11.2025, auf der Plattform dkm365.de statt.

Und darum geht es:

  • 9:00 – 9:30 Uhr: Mit der Itzehoer Versicherung durch den Kfz-Herbst!; Referent: Volker Picht, Vertriebsleiter bei Itzehoer Versicherungen
  • 10:00 – 10:30 Uhr: Mehr Umsatz im Kfz-Geschäft – digital, effizient und IDD-konform mit PROCHECK24; Referent: Daniel Hering, Geschäftsführer der PROCHECK24 GmbH

Moderator der Veranstaltung ist Daniel Hackenberg aus dem Team Vertrieb bei der bbg Betriebsberatungs GmbH.

Zwischendrin im Breakout-Room informieren und diskutieren

Zwischen den halbstündigen Vorträgen besteht wie immer die Möglichkeit, den Breakout-Room, Videotelefonie und den Chat für Fragen und zur Diskussion der Themen zu nutzen. Auch können die Teilnehmenden dort mit Kolleginnen und Kollegen sowie Referentinnen und Referenten in den Austausch gehen.

Log-in und Weiterbildungszeit

Der Digitalkongress „Kfz­-Versicherung“ ist ein Live-Event auf dkm365.de. Wer teilnehmen möchte, benötigt einen Zugang zur Plattform – eine vorherige Anmeldung ist aber nicht nötig. So ist auch eine spontane Teilnahme möglich. Bei dieser Veranstaltung können Maklerinnen und Makler bis zu 60 Weiterbildungsminuten nach IDD erlangen.

Aktuelle Informationen zu diesem und zahlreichen weiteren Digitalkongressen gibt es unter asscompact.de/digitalkongresse.

 

Award Unternehmer-Ass 2025: Das sind die Gewinnerbetriebe

Drei Maklerbetriebe und drei Agenturen einer Exklusivorganisation haben 2025 den Award Unternehmer-Ass erhalten. Zum 20-jährigen Bestehen wurden dieses Jahr beide Awards erstmals auf der DKM verliehen. Wer sind die Gewinner?

Der Award Unternehmer-Ass würdigt unternehmerische Exzellenz deutscher Vermittlerbetriebe der Finanz- und Versicherungsbranche. In diesem Jahr wurde er zum 20. Mal in Folge verliehen. Erstmals wurden beide Awards, einmal an die besten deutschen Versicherungsagenturen und einmal an die besten deutschen Versicherungsmakler, auf der DKM vergeben.

Die vier Initiatoren, BVK, AssCompact, Versicherungsmagazin und Institut Ritter, wollen die Teilnahme für jeden Vermittlerbetrieb – unabhängig vom Abschneiden – unternehmerisch enorm wertvoll machen. In die Bewertung fließen Kriterien wie wirtschaftliche Kennzahlen, strategische Klarheit, Unternehmenskultur, Führungskompetenz und persönliche Weiterentwicklung mit ein.

„Nach zwei Jahrzehnten ist der Award Unternehmer-Ass zu einer Institution und zugleich zu einer Art Community geworden. Jedes Jahr stellt sich eine große Zahl von Vermittlerbetrieben der Challenge, misst sich mit den Besten“, so Steffen Ritter, Geschäftsführer des Instituts Ritter.

The winner is ..

Die Gewinner 2025 in der Kategorie Agenturen einer Exklusivorganisation sind:

  • GOLD: R+V Agentur Klenk GmbH, R+V Versicherung, Marco Klenk
  • SILBER: Jansen & Jansen OHG, Generalvertretung der Allianz Versicherung
  • BRONZE: Dario Palumbo, Generalagentur der SV Sparkassenversicherung

In der Kategorie Maklerbetriebe dürfen sich im Jahr 2025 freuen:

  • GOLD: VMK Versicherungsmakler GmbH, Bastian Kunkel
  • SILBER: DI Wirtschaftsberatung GmbH, Daniel Ivakovic
  • BRONZE: Paladinum GmbH, Moritz Heilfort

Weitere Informationen gibt es unter unternehmerass.de. (lg)

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Bild v. l. n. r.: Dieter Knörrer, Tobias Knörrer, beide bbg Betriebsberatungs GmbH; Daniel Ivakovic; Bastian Kunkel; Moritz Heilfort; Andreas Vollmer, BVK; Steffen Ritter

 

DKM 2025: Weitere Bilder von der Messe

Die diesjährige DKM ist vorüber. Auf der Leitmesse der Finanz- und Versicherungsbranche gab es viel Information, Kommunikation und fachlichen Austausch. Hier noch einige Eindrücke vom Messegeschehen in einer AssCompact Bildergalerie.

 
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DKM 2025: Bilder vom ersten Messetag

Die diesjährige DKM in Dortmund ist in vollem Gange. Am ersten Tag der Leitmesse war der Besucherandrang groß und es herrschte reges Messetreiben. Einige Impressionen aus Dortmund fasst AssCompact in einer Bildergalerie zusammen.

 
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Erste Bilder von der DKM 2025

Die DKM 2025 öffnet in wenigen Stunden ihre Tore. Beim Aufbau der Messestände herrschte in Dortmund bis zuletzt noch emsiges Treiben. Auch in diesem Jahr bietet die Leitmesse den Fachbesuchern ein breites Programm. Einige Eindrücke von den Messevorbereitungen zeigt eine AssCompact Bildergalerie.

 
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