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aB-Agenta integriert neue KI-Bürokraft von InsurMagic

Das Start-up InsurMagic hat sein Produktangebot um eine KI-gestützte Bürokraft für Makler erweitert. Das Tool „HalloFelix“ übernimmt die vollständige telefonische Erstbearbeitung eingehender Anrufe. Zum Start ist die Lösung in das MVP aB-Agenta der artBase! Software GmbH eingebunden.

Die InsurMagic GmbH, die bereits WhatsApp-Lösungen für Versicherungsmakler im Portfolio hat, hat ihr Produktportfolio um „HalloFelix“ ausgebaut. Es handelt sich dabei um eine KI-basierte Bürokraft für Versicherungsmakler, die die vollständige telefonische Erstbearbeitung eingehender Anrufe erledigt. Die artBase! Software GmbH hat das Tool bereits in ihr Maklerverwaltungsprogramm aB-Agenta integriert. Die Lösung baut auf der bestehenden Zusammenarbeit zwischen InsurMagic und artBase! Software auf und soll das digitale Ökosystem erweitern, wie die Unternehmen mitteilen.

KI-Tool für strukturierte Prozessunterstützung

„HalloFelix“ übernimmt als digitale Bürokraft eingehende Anrufe rund um die Uhr, also auch außerhalb regulärer Bürozeiten. Anliegen werden nicht nur entgegengenommen, sondern systematisch erfasst, kategorisiert und direkt an aB-Agenta übergeben. Zum Funktionsumfang gehören außerdem eine strukturierte Lead-Qualifizierung mit vollständiger Datenerfassung, Schadenaufnahme mit standardisierter Abfrage relevanter Informationen sowie eine Terminkoordination inklusive Kalenderabgleich und Bestätigung. Je nach Anliegen und Verfügbarkeit erfolgt eine intelligente Weiterleitung. Es gibt eine automatische Dokumentation im MVP aB-Agenta. Die KI-Lösung erkennt Bestands- und Neukunden und kann unerwünschte Vertriebsanrufe systematisch abwehren.

DSGVO-konforme Verarbeitung

Die Verarbeitung erfolgt DSGVO-konform auf europäischen Servern. Die erzeugten Gesprächsprotokolle werden strukturiert in das MVP überführt und stehen dort unmittelbar zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung.

„Mit HalloFelix verstehen wir KI nicht als reines Assistenztool, sondern als operative Bürokraft, die aktiv Prozesse vorbereitet und strukturiert. Die enge Integration in aB-Agenta ist dabei entscheidend, um Medienbrüche zu vermeiden“, betont Janik Sauerbier, Geschäftsführer der InsurMagic GmbH.

Weiterentwicklung geplant

Für das Jahr 2026 soll die KI-Lösung schrittweise ausgebaut werden. Perspektivisch soll „HalloFelix“ neben Telefonie auch E-Mail- und WhatsApp-Kommunikation integrieren und zudem eigenständig Aktionen in aB-Agenta vorschlagen und auslösen. (tik)

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„KI macht die Vorarbeit, der Makler übernimmt den Abschluss“

 

Digital Insurance Podcast: Was passiert nach dem Vertrieb?

In dieser Live-Aufzeichnung eines Expertenpanels im November 2025 in München präsentiert Jonas Piela den ersten Teil der „Digital Insurance Show“. In der Diskussion geht es darum, wie sich die digitale Beziehung zum Kunden so relevant gestalten lässt, dass echte Loyalität entsteht.

Am 19.11.2025 traf sich vor der Kulisse der Versicherungsgruppe die Bayerische in München ein hochkarätiges Expertenpanel bei „Digital Insurance Show“. Vor der Kulisse der Bayerischen Versicherung versammelte sich ein hochkarätiges Expertenpanel, um eine der drängendsten Fragen der Branche zu beantworten: Wie lässt sich die digitale Beziehung zum Kunden so relevant gestalten, dass echte Loyalität entsteht? Die Diskussion verdeutlicht schnell, dass es nicht mehr ausreicht, lediglich Apps anzubieten. Vielmehr geht es um die Erschaffung digitaler Welten, in denen sich Versicherungskunden dauerhaft aufgehoben fühlen.

Zwischen KI-Utopie und menschlichem Vertrauen

Ein zentraler Streitpunkt der Debatte war die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) im Beziehungsmanagement. Während die These im Raum stand, dass Algorithmen durch ihre ständige Verfügbarkeit und Emotionslosigkeit eine höhere Verlässlichkeit als Menschen bieten könnten, zeigten sich die Experten differenziert. Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen, betonte zwar das enorme Potenzial von KI, unterstrich jedoch, dass gerade in komplexen Beratungsfeldern wie der Privaten Krankenversicherung (PKV) Vertrauen oft noch an die menschliche Interaktion gebunden sei. Robert Müthing von Liferay ergänzte hierzu, dass Kunden am Ende vor allem Lösungen für ihre Probleme suchen – ob diese durch einen sympathischen Algorithmus oder einen Menschen geliefert werden, wird zunehmend zweitrangig, sofern die Qualität stimmt.

Effizienzsprünge in der Leistungsregulierung

Besonders deutlich wurden die Vorteile der Digitalisierung im Bereich der Leistungs- und Schadensabwicklung. Lars Fuchs von der DOMCURA und Fabian Ober von der Versicherungskammer Bayern erörterten, wie automatisierte Prozesse die Wartezeiten für Kunden dramatisch senken können. Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, dass die KI bei der Bayerischen bereits einfache Fälle wie die Zahnprophylaxe in Bruchteilen von Sekunden reguliert. Die Experten waren sich einig, dass diese Effizienzgewinne den Maklern den Rücken freihalten, damit diese sich wieder verstärkt auf ihre Rolle als „menschlicher Filter“ und Vertrauensperson bei komplexen Risiken konzentrieren können.

Datenschutz als europäischer Wettbewerbsvorteil

Abschließend thematisierte die Runde die regulatorischen Hürden und die Bedeutung des Datenschutzes. Trotz der hohen Kosten und der Komplexität wurde die europäische Herangehensweise an die Datensicherheit als langfristiger Vorteil gewertet. Ein „Datenkonto“, über das der Kunde die volle Souveränität behält, wurde als Vision für die Zukunft skizziert. Dieser erste Teil der Show legte den Grundstein für eine tiefgreifende Analyse der Branchentransformation, deren Fortsetzung in der kommenden Woche erwartet wird.

Hier geht es zur Folge:
Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

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„KI macht die Vorarbeit, der Makler übernimmt den Abschluss“

Bei der Produktplattform Snoopr ist eine autonome KI-Assistentin namens AVA integriert. Was die KI kann, inwiefern Makler profitieren und was AVA mit dem T-800 aus Terminator 2 gemeinsam hat, erläutert Markus Heussen, Gründer und CEO der b-tix GmbH und Ava GmbH, Betreiberin von Snoopr, im Interview.

Herr Heussen, mit der Plattform Snoopr verfolgen Sie einen anderen Ansatz als herkömmliche Vergleichsportale. Worin bestehen die konkreten Unterschiede – und Mehrwerte für Vermittler?

Die meisten Menschen fühlen sich von Versicherungsvergleichen überfordert – zu viele Felder und Informationen, zu viele Fachbegriffe und zu lange Listen. Am Ende vertrauen sie darauf, dass der Vergleicher schon richtig sortiert hat, und wählen meist unter den Top 5. Mit Snoopr ist das anders: Ein Satz im Gespräch mit der KI-Assistentin AVA reicht, und sie übernimmt alles Weitere. Das fühlt sich nicht mehr nach Versicherung an, sondern wie ein modernes Tech-Produkt. Für Makler ist genau das spannend: Wenn Verbraucher natürlicher und offener mit einer KI sprechen, entstehen qualifizierte Anfragen, die sie über klassische Vergleichsportale nicht bekommen. Makler können zusätzlich ihre eigenen Produkte direkt bei Snoopr listen und werden so Teil dieser KI-gestützten Suche. Das schafft Sichtbarkeit und einen digitalen Vertriebsweg, den Vergleichsportale ihnen nicht bieten.

Sie haben Ihre Plattform gerade in einer neuen Version vorgestellt. Welche zentralen Neuerungen wurden eingeführt?

Bislang war Snoopr aufgebaut wie eine Suchmaschine mit einem Suchschlitz wie bei Google. Doch die klassische Suche stirbt. Menschen interagieren zunehmend mit KI, und diese übernimmt die Suche inzwischen schneller und sogar präziser, als wir es selbst könnten. Genau deshalb haben wir Snoopr von Grund auf neu entwickelt und eine der ersten autonomen Versicherungs-KI unserer Branche zum Leben erweckt.

Herzstück des Systems ist die bereits erwähnte KI-Assistentin AVA. Was kann AVA alles und inwiefern profitieren Vermittler?

AVA macht die Suche persönlich: Nutzer schildern ihr einfach ihre Situation – AVA versteht den Kontext, recherchiert eigenständig weiter, bewertet konsequent aus Verbrauchersicht und organisiert sogar selbstständig Angebotsanfragen. Sie findet und erklärt Produkte und vermittelt zwischen Kunden und Maklern. Dabei wirkt sie ein wenig wie der T-800 aus Terminator 2 – mit einem einzigen Ziel: dich zu schützen. Makler profitieren davon: AVA führt das Vorgespräch und liefert qualifizierte Leads, Makler bringen ihre Expertise ein und übernehmen den Abschluss.

AVA übernimmt also relativ viele Aufgaben eigenständig. Wie stellen Sie sicher, dass diese Prozesse transparent bleiben und Makler weiter die Kontrolle über ihre Daten und Empfehlungen behalten?

Auch wenn AVA viele Schritte selbstständig übernimmt, bleibt der Prozess für Verbraucher und Makler jederzeit transparent. AVA zeigt offen, welche Informationen sie nutzt und welche Produkte sie gefunden hat. Sie zitiert aus Produktinformationen, die Nutzer selbst einsehen können, und erläutert nachvollziehbar, wie sie zu ihren Einschätzungen kommt. Nichts passiert im Hintergrund, ohne dass es nicht sichtbar wäre. Weil AVA aufgrund ihrer Eigenschaften unter den Hochrisikobereich des EU AI Acts fällt, bleibt der Mensch immer eingebunden. In der Welt der KI-Agenten nennt man das den „Human in the Loop“ – und genau deshalb gehören Makler als Partner von AVA ebenfalls zum Herzstück unserer Plattform. Die KI übernimmt die Vorarbeit, doch der Makler prüft, begleitet und verantwortet den Abschluss. So arbeiten Mensch und Maschine Hand in Hand.

Die Plattform sucht auch Spezial- und Nischenversicherungen aus dem privaten und gewerblichen Bereich, die auf Vergleichsportalen oft nicht erscheinen. Wie gelingt es der KI, diese Produkte zuverlässig einzuordnen und vergleichbar zu machen?

Unsere KI arbeitet nicht wie ein Vergleichsrechner, der nur Tarife aus einer festen Datenbank abbilden kann und Produkte direkt gegenüberstellt. AVA versteht zuerst die Situation des Nutzers und leitet daraus ab, welche Schwerpunkte für genau diesen Fall relevant sind. Auf dieser Basis findet und ordnet sie auch Spezial- und Nischenprodukte ein. Dabei vergleicht sie Produkte nicht direkt miteinander, sondern indirekt, indem sie deren Eigenschaften mit den Anforderungen des Nutzers vergleicht. So entsteht eine Relevanzlogik, die unabhängig von den starren Strukturen klassischer Vergleichsportale funktioniert.

Auf der Plattform lassen sich inzwischen Produkte von nahezu allen Versicherern in Deutschland finden, darunter speziell für KI optimierte Produkte. Was bedeutet „KI-optimiert“ konkret?

AVA ist nicht darauf beschränkt, nur die Produkte zu nutzen, die Anbieter in der Plattform Snoopr hinterlegt haben. Sie kann auch selbstständig Produkte finden, analysieren und in ihre Datenbasis aufnehmen – sie lernt also täglich dazu. Bei KI-optimierten Produkten wird AVA von uns gezielt darauf trainiert, ein Produkt im Detail zu verstehen. Über technische Schnittstellen stellen wir ihr umfangreiche Produktdaten bereit. Dafür nutzen wir die Vernetzungsplattform b-OX LD von b-tix und MCP AgentLink, die KI-Agenten-Schnittstelle der Plattform – eine Art USB-C-Standard für künstliche Intelligenz. Denn je mehr AVA über ein Produkt weiß, desto präziser kann sie es der Situation eines Nutzers zuordnen. Das führt oft zu höherer Sichtbarkeit, weshalb diese Option meist von Assekuradeuren und Versicherern mit BiPRO-Schnittstelle genutzt wird.

Wie muss die Listung von Produkten erfolgen, um künftig in der KI-Welt sichtbar zu sein? Und was ergibt sich daraus für Vermittler?

Für die Sichtbarkeit in einer KI-basierten Suche ist generell entscheidend, wie gut ein Produkt sprachlich beschrieben ist. AVA findet zwar auch Produkte, die gar nicht in Snoopr gelistet sind, doch die höchste Qualität erreicht sie dann, wenn Anbieter ihre Produkte direkt bei uns einstellen und klar formulieren. Besonders effektiv sind BiPRO-Schnittstellen, weil die KI dadurch zusätzliche Produktdaten erhält. Das alles Entscheidende ist jedoch die Sprache: Produkte müssen so beschrieben sein, dass sie die Bedürfnisse der Zielgruppen klar adressieren. Interessanterweise sind Makler den Versicherern an dieser Stelle oft voraus, weil sie die Sprache der Verbraucher sprechen – und AVA liebt solche klaren, alltagsnahen Formulierungen. Wer seine Produktbroschüren, Leistungsbeschreibungen und Bedingungen entsprechend aufbereitet und direkt bei Snoopr listet, sorgt dafür, dass die KI das Produkt besser versteht und es den passenden Nutzern sichtbar macht.

Lassen Sie uns über Ihr Makler-Partnerprogramm sprechen: Welche Leistungen bieten Sie Vermittlern?

Im Makler-Partnerprogramm geht es vor allem darum, dass Makler von unserer KI profitieren können. AVA bringt Verbraucher mit konkretem Bedarf zu den passenden Experten. Diese Angebotsanfragen vermitteln wir an die angeschlossenen Partner. Das ist für viele Makler ein neuer digitaler Zugangsweg, der direkt aus dem realen Verhalten der Nutzer entsteht. Darüber hinaus können Makler ihre eigenen Produkte bei Snoopr listen und so in der KI-Suche sichtbar machen. Makler erhalten also nicht nur qualifizierte Leads, sondern können über das Anbieterprogramm – genauso wie Assekuradeure und Versicherer – ihre Expertise aktiv in die Plattform einbringen.

Welche Erweiterungen planen Sie für die Plattform?

Wir entwickeln Snoopr konsequent zur KI-Plattform für Versicherungen weiter. AVA wird dazulernen und immer autonomer agieren: tiefer recherchieren, Marktsegmente eigenständig erschließen und Nutzer über längere Zeit begleiten. Auch Makler sollen künftig Zugang zur neuen Snoopr-Version erhalten und damit erstmals selbst von einer autonomen Produktrecherche im Zusammenspiel mit Produktgebern profitieren. Parallel verlassen wir den klassischen Branchenpfad: AVA wird als Tech-Produkt vermarktet – mit Kampagnen, die gezielt die KI-affine Generation von 25 bis 40 ansprechen. Mehr Endkunden heißt auch: mehr qualifizierte Leads für Makler.

Wenn die KI künftig noch stärker autonom agiert: Wie verändert das die Rolle des Maklers? Sehen Sie darin eine weitere Entlastung oder eine strukturelle Veränderung des Berufsbilds?

Zum Berufsbild eines Maklers gehört heute noch viel Grundlagenarbeit: Produkte suchen, Bedingungen vergleichen, Angebote einholen und hinterherlaufen. Genau solche Tätigkeiten übernehmen künftig KI-Agenten wie AVA – schneller und präziser. Dadurch werden Makler entlastet und ihr Job verschiebt sich dorthin, wo sie ihren größten Wert haben: nah am Kunden. Sie kennen ihre Kunden, denken mit, übernehmen Verantwortung und schaffen Mehrwerte, etwa indem sie Menschen miteinander vernetzen oder Chancen frühzeitig erkennen.

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Versicherer und KI: Schwindet Skepsis der Verbraucher?

Was die Nutzung von KI in Unternehmen angeht, hat sich die Zustimmung von Verbrauchern in den vergangenen zwei Jahren erhöht. Doch es gibt Unterschiede je nach Branche. In puncto verantwortungsvollem Umgang mit sensiblen Daten bei Versicherern haben Verbraucher offenbar noch Vorbehalte.

Die Mehrheit der Menschen hierzulande steht dem KI-Einsatz durch Unternehmen und Institutionen positiv gegenüber. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung durch forsa im Auftrag des Softwareunternehmens SAS unter 1.000 Verbrauchern. Dabei ging es um die Einstellung zu KI-Nutzung in ausgewählten Branchen. Laut Umfrage befürworten zwei Drittel der Befragten den Einsatz künstlicher Intelligenz insbesondere bei Behörden (66%) und im Gesundheitswesen (64%), Versicherungen folgen mit 58% auf Rang 3. Anders sieht es bei der Nutzung von KI in Banken aus: Zwei Drittel der Befragten sind explizit gegen einen Einsatz der Technologie bei Finanzinstituten.

 

Versicherer und KI: Schwindet Skepsis der Verbraucher?

 

Ein Fünftel der Umfrageteilnehmer lehnt KI-Nutzung generell ab. Männer sprechen sich grundsätzlich häufiger für einen Einsatz der Technologie aus als Frauen. Dies gilt für alle abgefragten Bereiche.

KI und sensible Daten: Versicherer mit Vertrauensdefizit

Bei der Frage, ob Verbraucher einem Unternehmen zutrauen, im Zusammenhang mit KI verantwortungsvoll mit ihren sensiblen Daten umzugehen, zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Hier sind die Versicherungen das Schlusslicht der abgefragten Branchen hinter Gesundheitswesen, Banken und Behörden.

 

Versicherer und KI: Schwindet Skepsis der Verbraucher?

 

So meinen nur 41% der Befragten, ihre Daten seien bei Versicherern im Kontext mit KI in guten Händen. Ganz oben im Vertrauensranking landet das Gesundheitswesen: 65% der Umfrageteilnehmer sind der Ansicht, dass Ärzte, Kliniken und Krankenkassen beim Einsatz von KI sorgfältig mit ihren Daten umgehen.

Skepsis geringer als noch vor zwei Jahren

Im Vergleich zu einer forsa-Umfrage aus dem Jahr 2024 ist das Vertrauen gewachsen. Zwei Jahre zuvor fühlte sich noch eine teilweise deutliche Mehrheit der Befragten eher unwohl bei der Vorstellung, dass KI medizinische Diagnosen stellt und Behandlungsempfehlungen gibt (61%), über staatliche Unterstützungsleistungen entscheidet (65%) oder in Bank- und Versicherungsgeschäften eingebunden ist (69%).

„2026 geht es nicht mehr darum, wer KI als Erster einsetzt. Entscheidend ist, wer funktionierende Rahmenwerke für die verantwortungsvolle Nutzung aufbaut“, erklärt Ingo Macht, Country Leader Deutschland von SAS. Denn nur, wer sich dadurch das Vertrauen und die Akzeptanz von Verbrauchern und Mitarbeitern sichere, schaffe die Grundlage für Wertschöpfung aus intelligenten Technologien. (tik)

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Digital Insurance Podcast: KI als Feature, Produkt oder Co-Pilot?

In der neuesten Ausgabe des Digital Insurance Podcast dreht sich wieder alles um künstliche Intelligenz. Konkret diskutieren Gastgeber Jonas Piela und sein Mitarbeiter Thomas Fröhlich über KI am Arbeitsplatz, Prompts als Drehbuch und den Weg zu mehr „Great Work“.

In der aktuellen Episode des Digital Insurance Podcast, dem KI-Update im Februar 2026, widmen sich Gastgeber Jonas Piela und sein Mitarbeiter Thomas Fröhlich einer grundlegenden Frage, die die Software- und Arbeitswelt gleichermaßen bewegt: Ist künstliche Intelligenz (KI) lediglich ein Feature oder ein eigenständiges Produkt? Die spannende Diskussion beleuchtet nicht nur die theoretischen Aspekte dieser Klassifizierung, sondern auch die praktischen Auswirkungen auf den beruflichen Alltag und die individuelle Produktivität.

Die Gretchenfrage: KI als Feature oder Produkt?

Jonas Piela und Thomas tauchen tief in die Debatte ein, ob KI als Baustein in komplexen Systemen agiert oder als eigenständige Lösung bestehen kann. Piela argumentiert vehement, dass KI primär ein Feature ist, das bestehende Produkte – sei es E-Mail-Programme, Dokumentenverarbeitungssoftware oder Videokonferenz-Tools – aufwertet und effizienter macht. Als Beispiel dient die kurzlebige Clubhouse-App, die als eigenständiges Produkt startete, aber letztlich als Feature in etablierten Plattformen wie LinkedIn oder Twitter landete.

Thomas stimmt dieser Einschätzung zu und untermauert sie mit der Analogie des Schraubenziehers: KI sind die austauschbaren Bits, die einen bewährten Schraubenzieher (das Produkt) vielseitig und mächtig machen. Beide sind sich einig, dass der Markt die Integration von KI in bestehende Software belohnt, während Unternehmen, die KI noch nicht ausreichend nutzen, abgestraft werden. Dies führt dazu, dass KI-Fähigkeiten zunehmend nahtlos in den digitalen Alltag einfließen, anstatt als isolierte Anwendungen zu existieren.

Der Sparringspartner: Ein Muss für jeden?

Trotz der Einordnung als Feature erkennen Piela und Thomas die einzigartige Rolle von Chat-Assistenten wie ChatGPT an. Sie bezeichnen diese als „allwissende Kollegen“ oder „Sparringspartner“, die jederzeit für Fragen und Ideenaustausch zur Verfügung stehen. Diese Form der KI, die als direktes Kommunikationsmittel fungiert, bildet für viele den ersten und wichtigsten Kontaktpunkt. Thomas Pielas Empfehlung lautet daher: „Start with a personal question.“ Der einfache Dialog mit einer KI, sei es zu Kochrezepten oder philosophischen Fragen, ist der niederschwelligste Weg, die Möglichkeiten und Grenzen der Technologie kennenzulernen. Diese zugängliche Form der Interaktion macht KI zu einem Muss für alle, die produktiver und effizienter sein wollen.

Mehr „Great Work“ durch Automatisierung

Ein zentraler Aspekt der Diskussion ist die Frage, ob KI zu mehr oder weniger Arbeit führt. Piela und Thomas greifen hier auf das Konzept von „Bad Work, Good Work, und Great Work“ von Michael Bungay Stanier zurück. „Bad Work“ umfasst sinnlose, zeitraubende Aufgaben, „Good Work“ die notwendigen, aber nicht immer inspirierenden Routineaufgaben, und „Great Work“ die kreativen, strategischen und erfüllenden Tätigkeiten.

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Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

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Warum Makler mit nur einem KI-Modell Potenzial verschenken

Leona Spauszus ist Trainerin und Speakerin für künstliche Intelligenz im Versicherungsvertrieb. Als KI-Pionierin zeigt sie, wie KI den Arbeitsalltag von Vermittlern und Führungskräften im Vertrieb effizienter macht. Für AssCompact gibt sie in ihrer monatlichen KI-Kolumne praxisnahe KI-Tipps speziell für Makler.

Künstliche Intelligenz ist im Makleralltag angekommen. Was vor zwei Jahren noch mit einer Mischung aus Skepsis und Staunen betrachtet wurde, ist für viele Makler heute ein selbstverständliches Werkzeug für Texte, Analysen, Vorbereitung und Organisation. Parallel dazu hat sich die Landschaft der KI-Modelle stark weiterentwickelt. Neue Versionen, neue Anbieter und neue technische Schwerpunkte verändern kontinuierlich, wie und wofür KI sinnvoll eingesetzt werden kann. Viele Versicherungsmakler stellen sich deshalb eine naheliegende Frage:

Reicht ein KI-Modell für alles?

Die kurze Antwort lautet: Nein. Und zwar nicht, weil es inzwischen spezialisierte KI-Modelle für einzelne Versicherungsaufgaben gäbe, sondern weil sich große Sprachmodelle trotz ähnlicher Grundlagen im praktischen Einsatz deutlich unterscheiden. Texte, Analyse, Kundenkommunikation und Dokumentenarbeit stellen sehr unterschiedliche Anforderungen an ein KI-Modell. Wer hier mit nur einem System arbeitet, nutzt häufig ein Werkzeug außerhalb seiner größten Stärke und verschenkt damit wertvolles Potenzial im Arbeitsalltag.

Große KI-Modelle, unterschiedliche Stärken

ChatGPT, Gemini, Claude, Mistral und Co. gehören alle zur Gruppe der Large Language Models, auf Deutsch große Sprachmodelle. Sie sind universell einsetzbar und nicht auf einzelne Branchen oder Tätigkeiten spezialisiert. Dennoch zeigen sich im Makleralltag klare Unterschiede. Diese entstehen durch unterschiedliche Trainingsschwerpunkte, technische Architektur, Kontextverarbeitung und die Art, wie die Modelle in Produkte eingebettet sind. Für Makler ist daher nicht entscheidend, welches Modell theoretisch am besten ist. Entscheidend ist, welches Modell für welche Aufgabe im Alltag aktuell den größten Mehrwert liefert.

ChatGPT als stabiler Allrounder im Maklerbüro

ChatGPT ist ein klassischer Generalist. Genau darin liegt seine Stärke. Das Modell ist darauf ausgelegt, sehr unterschiedliche Aufgaben zuverlässig zu bewältigen und flexibel zwischen Themen zu wechseln. Im Makleralltag zeigt sich das besonders bei Aufgaben, die Struktur, Kreativität und Kontextwechsel erfordern. Dazu gehören das Verfassen von Texten, das Strukturieren von Gedanken, die Vorbereitung von Kundengesprächen, Ideensammlungen für Aktionen oder schnelle Zusammenfassungen komplexer Inhalte.

ChatGPT überzeugt nicht, weil es für diese Aufgaben optimiert wäre, sondern weil es unterschiedliche Anforderungen gut miteinander verbinden und verständlich aufbereiten kann. Für viele Versicherungsmakler ist ChatGPT deshalb das zentrale Einstiegswerkzeug und bleibt auch langfristig ein verlässlicher Begleiter im Tagesgeschäft.

Gemini und der Umgang mit sehr großen Dokumenten

Die besondere Stärke von Gemini liegt in der Verarbeitung sehr großer Textmengen. Durch seine technische Auslegung auf besonders große Kontextfenster kann das Modell umfangreiche Dokumente in einem Durchgang erfassen.

Das ist vor allem dann relevant, wenn Makler regelmäßig mit langen Versicherungsbedingungen, umfangreichen Vertragswerken oder mehreren zusammenhängenden Unterlagen arbeiten. Der Vorteil liegt weniger in einer besseren inhaltlichen Bewertung, sondern darin, dass Zusammenhänge erhalten bleiben, ohne Texte aufwendig aufteilen zu müssen. Gerade bei komplexen Sachverhalten kann das die Arbeit deutlich vereinfachen und Fehler reduzieren, die durch fragmentierte Analyse entstehen.

Claude und sprachliche Qualität in der Kommunikation

Claude überzeugt vor allem dort, wo Sprache im Mittelpunkt steht. Texte wirken besonders flüssig, logisch aufgebaut und sehr nah an menschlicher Kommunikation. In der Kundenkommunikation, bei erklärungsbedürftigen Themen oder redaktionellen Inhalten wird dieser Unterschied schnell spürbar. Als Makler kann man Claude gezielt einsetzen, wenn Tonalität, Argumentationslogik und sprachliche Feinheit entscheidend sind. Texte sollen hier nicht nur korrekt informieren, sondern Vertrauen aufbauen und Sicherheit vermitteln.

Mistral und der Blick auf europäische Rahmenbedingungen

Mistral nimmt eine besondere Rolle ein. Der Fokus liegt bei diesem KI-Modell auf europäischen Werten wie Datenschutz, Transparenz und regulatorischer Sicherheit. Mistral ist ein europäisches Unternehmen mit Sitz in Frankreich und positioniert sich bewusst als Alternative zu US-Anbietern. Das KI-Modell ist auf Effizienz getrimmt. Das bringt in der Praxis oft schnellere Antwortzeiten bei komplexen deutschen Texten, ohne dass man dafür die Rechenpower eines kalifornischen Großrechenzentrums benötigt.

Ergebnisse absichern durch Modellvergleich

Ein weiterer praktischer Vorteil der Arbeit mit mehreren KI-Modellen liegt im Gegencheck von Ergebnissen. Sprachmodelle können überzeugend formulieren und dennoch inhaltlich falsch liegen. Diese sogenannten Halluzinationen lassen sich reduzieren, wenn wichtige Aussagen von einem zweiten Modell überprüft werden. Gerade bei fachlich sensiblen Themen oder bei der Vorbereitung von Kundenkommunikation erhöht dieser Vergleich die Sicherheit erheblich.

Datenschutz: Der Elefant im Raum

Ein wichtiger Aspekt, der oft unterschätzt wird: Allein die Wahl eines europäischen Modells wie Mistral bedeutet nicht automatisch, dass alle Anforderungen an den Datenschutz im Maklerbüro erfüllt sind. Es kommt weniger auf das Woher des Modells an, sondern vor allem auf das Wie der Nutzung.

In der Praxis sollten Makler daher vor allem auf die technischen Rahmenbedingungen achten. Viele Hersteller bieten spezielle Business-Versionen an, bei denen die eingegebenen Daten im Gegensatz zu kostenlosen Privat-Accounts nicht zum Training der KI verwendet werden. Zudem bleibt die Anonymisierung von Kundendaten eine der wichtigsten Routinen im Umgang mit jeder KI. Je weniger Rückschlüsse auf reale Personen möglich sind, desto sicherer ist der Prozess. Da die Anforderungen an den Datenschutz und die IT-Sicherheit komplex sind, ist für die rechtskonforme Einbindung von KI in den eigenen Betrieb die Rücksprache mit einem Datenschutzbeauftragten oder spezialisierten Juristen ratsam.

Fazit: KI als Werkzeugkasten denken

Die Arbeit mit KI entwickelt sich weg vom Gedanken eines einzelnen Alleskönners. Stattdessen etabliert sich ein KI-Werkzeugkasten aus mehreren Modellen, die je nach Aufgabe gezielt eingesetzt werden. Makler, die KI strategisch nutzen möchten, profitieren davon, die unterschiedlichen Stärken der Modelle zu kennen und bewusst zu kombinieren. Nicht Spezialisierung ist der Schlüssel, sondern situative Passung. Genau darin liegt der nachhaltige Nutzen von KI im Makleralltag.

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Digital Insurance Podcast: Orchestrierung statt Altlasten

In der neuesten Folge des Digital Insurance Podcast sind Thomas Rodewis, Chief Innovation Officer des Konzerns Versicherungskammer, und Ewa Chocianowska von Dataiku zu Gast bei Moderator Jonas Piela. Es geht um KI-Erfolg trotz veralteter Legacy-Systeme und Mainframes.

In der neuesten Folge des Digital Insurance Podcast diskutiert Moderator Jonas Piela mit Dr. Thomas Rodewis, Chief Innovation Officer des Konzerns Versicherungskammer, und Ewa Chocianowska von Dataiku über den entscheidenden Wendepunkt der künstlichen Intelligenz in der Versicherungsbranche. Dataiku ist eine führende Plattform für künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML), die 2013 gegründet wurde. Sie ermöglicht Unternehmen, Datenanalysen zu demokratisieren, indem sie sowohl technische Experten (Data Scientists) als auch Geschäftsanwender (Business User) befähigt, KI-Projekte von der Datenaufbereitung bis zur Produktion (Everyday AI) umzusetzen. Das Gespräch verdeutlicht, dass die Phase des reinen Experimentierens beendet ist und KI nun als notwendige Infrastruktur zur Bewältigung massiver demografischer Herausforderungen dienen muss.

Vom Hype zur messbaren Wertschöpfung

Dr. Thomas Rodewis betont, dass die Versicherungskammer bereits seit fast einem Jahrzehnt an KI-Themen arbeitet, die Intensität durch generative KI jedoch massiv zugenommen hat. Er stellt klar, dass es im Jahr 2026 nicht mehr um isolierte Pilotprojekte geht, sondern um die Skalierung von „Archetypen“ – Lösungen, die strukturiert durch alle Unternehmensprozesse gerollt werden. Dabei steht nicht die Technologie selbst, sondern die Lösung konkreter Probleme für Kunden und Mitarbeiter im Vordergrund. Ewa Chocianowska ergänzt, dass Unternehmen KI nun als kritische Infrastruktur begreifen müssen, die zuverlässig, sicher und wertstiftend funktioniert.

KI als Schutzschild gegen den Fachkräftemangel

Ein zentrales Thema der Episode ist der „Demografie-Hammer“. Bis 2030 werden die Versicherungskammer rund 2.000 Mitarbeitende verlassen, was etwa einem Viertel der Belegschaft entspricht. Laut Rodewis ist es weder möglich noch gewollt, diese Babyboomer eins zu eins durch neue Menschen zu ersetzen. Stattdessen soll KI repetitive, weniger wertschöpfende Tätigkeiten übernehmen, damit sich die verbleibenden Mitarbeitenden auf komplexe und verantwortungsvolle Aufgaben konzentrieren können. Besonders kritisch ist hierbei die Rettung von Expertenwissen. Ewa Chocianowska sieht in KI ein Werkzeug, um das implizite „Bauchgefühl“ langjähriger Underwriter zu kodifizieren und in institutionelles Vermögen zu verwandeln.

Integrierte Lösungen statt isolierter Chatbots

Die Zukunft der Versicherung sieht Dr. Rodewis nicht in einer unüberschaubaren Ansammlung einzelner Chatbots, sondern in integrierten Assistenten-Systemen auf einer gemeinsamen technologischen Plattform. Die Versicherungskammer setzt hierbei bereits erfolgreich auf „KammerGPT“, eine interne, datenschutzkonforme Instanz auf Basis von Microsoft Azure und OpenAI. Über 50% der Belegschaft nutzen dieses Tool bereits aktiv, um E-Mails zu formulieren, Protokolle zu erstellen oder komplexe Prozessanalysen durchzuführen.

Demokratisierung der Daten als Erfolgsfaktor

Für eine erfolgreiche Skalierung fordert Ewa Chocianowska eine Demokratisierung der KI-Werkzeuge. KI darf kein reines IT-Projekt bleiben, sondern muss in die Fachbereiche wandern. Wenn Aktuare und Schadenexperten befähigt werden, mit Daten zu arbeiten, ohne programmieren zu müssen, wird die IT vom Flaschenhals zum Enabler. Nur durch diese breite Akzeptanz und Transparenz der Modelle kann das Vertrauen der Mitarbeitenden gewonnen und der Sprung zur messbaren Business-Effizienz vollzogen werden.

Hier geht es zur aktuellen Folge:
Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

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Übernimmt ChatGPT künftig den Job von Vermittlern?

OpenAI hat ChatGPT nun für Versicherungsangebote via Apps von Drittanbietern geöffnet. Zu den ersten Unternehmen gehören der spanische Digitalversicherer Tuio, der Hausratlösungen anbietet, und die US-Vergleichsplattform Insurify. In der Versicherungsbranche ließ die Nachricht aufhorchen.

Der US-Softwareanbieter OpenAI hat erstmals Versicherungsangebote über integrierte Apps für ChatGPT zugelassen. Über die neue App-Bibliothek können Drittanbieter spezielle Anwendungen in ChatGPT einbinden. Bei den beiden ersten Unternehmen handelt es sich um den spanischen Digitalversicherer Tuio sowie um die US-Vergleichsplattform Insurify. Die Anbieter der Apps nutzen die KI-Vertriebsinfrastruktur des Technologieunternehmens WaniWani. Über die App von Tuio haben Nutzer in ChatGPT die Möglichkeit, sich personalisierte Angebote für Hausratversicherungen erstellen zu lassen. Insurify bietet einen Vergleich und teilweise den Abschluss von Versicherungen über seine Online-Plattform an.

Reaktion an der Börse

Nach der Ankündigung vor allem von Insurify gerieten vor allem die Aktien US-amerikanischer Maklerhäuser kurzzeitig unter Druck. So berichtete „Insurance Business“, die Zulassung der ersten auf Versicherungen spezialisierten ChatGPT-Apps habe die Versicherungsmärkte aufgerüttelt. „Nach der Bekanntgabe fielen die Aktien großer US-amerikanischer Broker wie Willis Towers Watson, Aon und Arthur J. Gallagher am 09.02.2026 um etwa 8 bis 11%. Dies spiegle die Besorgnis der Anleger über das disruptive Potenzial von KI wider“, wie das Medium weiter schreibt.

ChatGPT als zusätzlicher Vertriebskanal?

In der Branche sorgen die neuesten Entwicklungen für Gesprächsstoff. So stellt sich die Frage, ob sich ChatGPT nun zu einem zusätzlichen Vertriebskanal entwickeln und gar Vermittlern perspektivisch den Rang ablaufen wird. Gerade für beratungsintensive Sparten erwarten Branchenbeobachter keine Bedrohung für Makler. Dennoch ist bereits von einem „Meilenstein“ in der digitalen Versicherungsvermittlung die Rede. Denn die Versicherungs-Apps in ChatGPT setzen dort an, wo viele Kunden ohnehin schon recherchieren. Das Medium Reinsurance News zitiert Juan García, Mitgründer und CEO von Tuio, wie folgt: „Wir haben KI massiv genutzt, um unser Versicherungserlebnis zu verbessern und effizienter zu arbeiten. Als erster Anbieter, der live auf ChatGPT vertreten ist, können wir Neukunden direkt beim ersten Kontakt gewinnen.“ Für ein offizielles Angebot verweist Tuio Kunden auf die eigene Website.

DSGVO & Co.: Regulatorische Hürden in Deutschland

Ob solche Apps bald auch hierzulande verfügbar sein werden, bleibt abzuwarten. Laut Handelsblatt gehen Branchenbeobachter davon aus, dass sich die Versicherer in Deutschland bereits mit den Optionen für eine Einbindung in ChatGPT befassen. Wie Stephen Voss, Mitgründer der Neodigital Versicherung, gegenüber dem Handelsblatt mitteilt, seien solche Angebote technisch möglich. Regulatorisch hält er es hierzulande aber für nur „schwer umsetzbar“. Voss verweist in diesem Zusammenhang unter anderem auf die DSGVO und die Versicherungsvertriebsrichtlinie.

Das sagt der GDV

Die Frage, ob sich in diesem Zusammenhang auch regulatorische Probleme ergeben, verneint der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). So schreibt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV, auf LinkedIn: „KI-Agenten verkaufen keine Versicherungen, somit liegt auch kein regulatorisches Problem vor. KI-Agenten unterstützen bei der Orientierung und Produktsuche. Darauf müssen sich alle Anbieter einstellen, deren Angebote gefunden werden sollen. Die Versicherer haben diese Entwicklung fest im Blick.“

Für Versicherungen in Deutschland gelte dabei ganz klar: Angebote würden ausschließlich von regulierten Anbietern stammen, dazu gehören Versicherer ebenso wie Vergleichsportale oder andere zugelassene Versicherungsvermittler. „Wer Versicherungen anbietet oder vermittelt, muss die geltenden Regeln einhalten – unabhängig davon, ob KI-Agenten oder andere digitale Tools genutzt werden“, so Asmussen weiter.

Weitere Anbieter werden mit Apps nachziehen

Wie Raphael Vullierme, Mitgründer von WaniWani, in Medienberichten zitiert wird, würden weitere KI-Apps für Versicherungen bereits in den Startlöchern stehen. Zudem würden andere Dienste wie Anthropics oder Google für Gemini an eigenen Standards für Drittanbieter-Apps arbeiten. Was die künftigen Entwicklungen angeht, meint Vullierme: „Jeder Versicherer wird betroffen sein, unabhängig davon, ob er eine KI-App entwickelt hat oder nicht.“ (tik)

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M&M Office mit neuer Funktion zur Berufszuordnung

Die Vergleichssoftware M&M Office aus dem Hause MORGEN & MORGEN bietet mit einem Update eine neue Funktion: Die Software erledigt die Berufszuordnung der Versicherer bei biometrischen Produkten auf Knopfdruck und ermöglicht eine gezielte Feinjustierung im Einzelfall.

Die Vergleichssoftware M&M Office verfügt nach einem aktuellen Update über eine neue Funktion zur automatischen Berufszuordnung. Hierzu hat MORGEN & MORGEN das bislang schon im Hintergrund arbeitende Berufsgruppenmapping überarbeitet, um die manuelle Nachjustierung der den einzelnen Tarifen zugesteuerten Berufe auf ein Minium zu verringern. Zudem lassen sich die Berufszuordnungen direkt in der Angebotsstrecke für Vermittler einsehen. Sie können bei Bedarf in Einzelfällen gezielt manuell angepasst werden – auf Tarif- und Anbieterebene.

Intelligente Zuordnungsautomatik und Möglichkeit zur Feinjustierung

Wie MORGEN & MORGEN hierzu erläutert, adressiere die Neuerung ein zentrales Problem bei der Berechnung biometrischer Produkte: Die Berufsgruppeneinstufung habe maßgeblichen Einfluss auf Beitrag und Leistung während Versicherer mit sehr unterschiedlich strukturierten Berufslisten arbeiten würden. Eine manuelle Auswahl aus diesen Listen sei im Beratungsalltag weder praktikabel noch fachlich konsistent. MORGEN & MORGEN hat hier Abhilfe geschaffen mit einem Berufsmapping. Vermittler wählen einen Beruf aus einer einheitlichen Berufsliste und das System ordnet im Hintergrund automatisch die passenden Versichererberufe zu. Nun verbindet M&M Office eine intelligente Zuordnungsautomatik mit der Möglichkeit zur fachlich genauen Feinsteuerung. Dies soll laut MORGEN & MORGEN den komplexen Prozess nachvollziehbar und steuerbar machen sowie für mehr Transparenz, Kontrolle und fachliche Sicherheit in der Beratung biometrischer Produkte sorgen.

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MLP steigt bei comparit ein

Mit der MLP Finanzberatung hat comparit einen weiteren Kooperationspartner gewonnen. Im Zuge der Zusammenarbeit beteiligt sich MLP wie bereits die bestehenden Partner zuvor auch gesellschaftsrechtlich an dem Anbieter von Vergleichssoftware für Versicherungen im B2B-Bereich.

comparit hat eine weitere strategische Partnerschaft geschlossen: Die MLP Finanzberatung SE ist neuer Kooperationspartner und Investor des Anbieters von Vergleichssoftware für Versicherungen im B2B-Umfeld. MLP hat eine Beteiligung von knapp 2% erworben. Mit MLP als neuem Partner stärkt comparit seine Position als unabhängige Brancheninitiative für praxisnahe Vergleichslösungen für Makler. Ziel der Beteiligung sei eine partnerschaftliche Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung und Optimierung von Vergleichsrechnern. Neben MLP sind 13 Maklerpools und Finanzvertriebe an comparit beteiligt: Apella, ascent, blau direkt, BCA, FiNet, FondsKonzept, germanBroker.net, PHÖNIX MAXPOOL, Netfonds, OVB Vermögensberatung, TauRes Gesellschaft für Investmentberatung mbH, TELIS FINANZ und WIFO. (tik)

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