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Unternehmensmeldungen

Neuer Finanzvorstand für die Bayerische

Die Versicherungsgruppe die Bayerische wird Michael Scheriau zum 01.06.2026 in den Vorstand berufen. Zum 01.09.2026 übernimmt Scheriau dann auch das Finanzressort von Thomas Heigl, der den Ruhestand antritt.

Die Versicherungsgruppe die Bayerische ordnet ihre Finanzressorts für die nächsten Jahre neu auf. In diesem Zusammenhang hat der Versicherer nun bekannt gegeben, dass Michael Scheriau zum 01.06.2026 in den Vorstand berufen wird. Nach einer dreimonatigen Übergangsphase wird er zum 01.09.2026 dann die Verantwortung für das Finanzressort von Thomas Heigl übernehmen, der nach langjähriger Tätigkeit als Finanzvorstand der Bayerischen in den Ruhestand gehen wird, wie das Unternehmen mitteilt.

Scheriau hat über zwei Jahrzehnte Erfahrung in Finanzsteuerung, Kapitalanlagen, Rechnungswesen, ALM und strategischer Unternehmensplanung. Zuvor war u. a. bei Swiss Life, MEAG und zuletzt der Münchener Verein Versicherungsgruppe tätig. Dort war er Fachbereichsleiter Rechnungswesen und leitete wesentliche Modernisierungsschritte, z. B. den Neuaufbau des Asset-Liability-Managements, die Einführung eines neuen Kapitalanlagensystems sowie die organisatorische Weiterentwicklung des gesamten Finanzbereichs.

Er übernimmt die Verantwortung für ein Ressort, das in einer Phase hoher regulatorischer Anforderungen, veränderter Zinslandschaften und wachsender Nachfrage nach transparenter Kapitalsteuerung eine zentrale Rolle spielt, heißt es von die Bayerische. (lg)

Bild: © die Bayerische

News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.
 

IDEAL nimmt nach Cyberangriff erste Systeme wieder in Betrieb

Nachdem sie Ende letzter Woche Opfer eines Cyberangriffs wurde, hat die IDEAL Gruppe nun gemeldet, erste Systeme wieder in Betrieb genommen zu haben. Auch die telefonische Erreichbarkeit ist wiederhergestellt. Der Versicherer geht weiterhin davon aus, dass keine Kundendaten abgeflossen sind.

Ende letzter Woche hatte die IDEAL Gruppe verkündet, dass sie Opfer eines Cyberangriffs geworden sei. Nun hat der Versicherer ein Update zu der Situation veröffentlicht. Demnach wurden erste Systeme wieder in Betrieb genommen, wie es in der Pressemitteilung heißt. Die telefonische Erreichbarkeit für Kunden und Vertriebspartner sei bereits Anfang der Woche wiederhergestellt worden. Der Geschäftsbetrieb wird mit Einschränkungen fortgeführt, so der Versicherer.

Auch Leistungsfälle können inzwischen wieder eingereicht werden. Für „sensible Situationen“, wie etwa Todesfälle, steht Betroffenen ein spezielles Formular zur Meldung eines Sterbefalls zur Verfügung. Die darüber eingehenden Anliegen werden priorisiert und sukzessive bearbeitet. Für Vertriebspartner sind laut Aussage des Unternehmens die bekannten Kontaktwege wieder verfügbar.

Weiterhin keine Hinweise auf Abfluss von Kundendaten

Der Cyberangriff wurde von der Ramsomware Akira durchgeführt. Akira ist eine seit März 2023 aktive Hackergruppe, die sich laut der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) auf Unternehmen verschiedenster Branchen spezialisiert. Die Gruppe stiehlt demnach Daten von Unternehmen und droht mit ihrer Veröffentlichung, sollte kein Lösegeld gezahlt werden.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand liegen weiterhin keine Hinweise vor, dass während des Angriffs Kundendaten abgeflossen sind, so IDEAL. (js)

 

Die Stuttgarter: Per Protoschill folgt auf Dr. Henriette Meissner

Wechsel an der Spitze der Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH: Dr. Henriette Meissner gibt den Staffelstab an Per Protoschill weiter. Die bAV-Expertin geht nach über 20 Jahren bei der Stuttgarter in den Ruhestand. Protoschill übernimmt nun die operative Gesamtverantwortung in der Geschäftsführung der GmbH.

Dr. Henriette Meissner verabschiedet sich nach mehr als zwei Jahrzehnten Engagement für Die Stuttgarter und die betriebliche Altersversorgung (bAV) in den Ruhestand. Sie verlässt das Unternehmen zum 31.12.2025, nachdem sie seit dem Jahr 2005 Teil der Stuttgarter war. Zudem war sie bis zuletzt als Geschäftsführerin der Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH und Generalbevollmächtigte für die bAV der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. tätig.

Ihr Nachfolger wird Per Protoschill, der bereits seit April 2024 gemeinsam mit Meissner die Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH leitete. Ab dem 01.01.2026 übernimmt Protoschill nun die operative Gesamtverantwortung in der Geschäftsführung der GmbH.

Meissner gilt als bAV-Expertin, die die Position der Stuttgarter als Anbieter von Vorsorgelösungen maßgeblich mitgeprägt hat. Unter anderem war sie laut Unternehmen eine zentrale Figur in der Weiterentwicklung moderner Vorsorgekonzepte sowie in der Verbesserung der Beratungsunterstützung und der professionellen Qualifizierung von Vermittlerinnen und Vermittlern. „Henriette Meissner hat Die Stuttgarter fachlich wie menschlich bereichert und entscheidend dazu beigetragen, dass wir heute als anerkannter bAV-Spezialist gelten“, so Dr. Guido Bader, Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter. „Mit ihrer Fachlichkeit, Beharrlichkeit und Orientierung an praktischer Umsetzbarkeit hat Frau Meissner maßgebliche Standards bei uns und in der Branche gesetzt.“

Auch in der Branche ist Meissner bekannt: Als Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) und Leiterin der Fachvereinigung Unterstützungskassen brachte sie viele Jahre entscheidende Praxisimpulse in politische und regulatorische Weiterentwicklungen ein, wie es vom Versicherer heißt. Zudem rief sie den Stuttgarter bAV-Preis ins Leben, der seit dem Jahr 2012 Abschlussarbeiten im Rahmen des Studiengangs Betriebswirt/-in bAV der Hochschule Koblenz prämiert. Sie war überdies als Dozentin im Studiengang bAV-Betriebswirt und Leiterin des Fachkreises bAV bei der Deutschen Maklerakademie (DMA) sowie als Mitherausgeberin des Kompass bAV und Vorsorge aktiv. „Mir war es immer wichtig, dass gute Lösungen in der bAV nicht nur auf dem Papier funktionieren, sondern die Menschen wirklich erreichen. Daran mitzuwirken und Wissen zu teilen, hat mich stets motiviert“, sagt Meissner. (lg)

Lesen Sie auch: Zum aktuellen Stand und zur Zukunft der bAV
News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © Stuttgarter

 

KPM und ERGO schließen bAV-Kooperation

Die KPM Pensions & Benefits GmbH und die ERGO Group haben eine strategische Zusammenarbeit gestartet. Die ERGO ist neuer Rückdeckungspartner des Kölner bAV-Spezialisten. Künftig nutzt KPM die bAV-Tarife der ERGO als Rückdeckung für sein Versorgungskonzept smart|pension.

Die KPM Pensions & Benefits GmbH und die ERGO Group AG haben eine strategische Kooperation geschlossen, um vor allem mittelständischen Firmen den Zugang zu Vorsorgelösungen zu erleichtern. Mit der ERGO als neuem Rückdeckungspartner baut KPM die Grundlage für sein Versorgungskonzept smart|pension um einen weiteren starken Partner aus.

„Die betriebliche Altersversorgung ist eine tragende Säule moderner Personalpolitik. Mit der ERGO haben wir einen Partner gewonnen, der die Relevanz für den Mittelstand erkennt und gemeinsam mit uns moderne, verständliche und wirtschaftlich sinnvolle Modelle in den Markt bringt“, erklärt Alexander Siegmund, Geschäftsführer der KPM Pensions & Benefits GmbH. Anspruch sei es, Arbeitgebern und Beschäftigten eine Lösung zu bieten, die Sicherheit, Transparenz und Flexibilität verbinde und dabei langfristig wirtschaftlich bleibe.

Kernpunkte der Kooperation

Im Rahmen der Kooperation nutzt KPM künftig die bAV-Tarife der ERGO als Rückdeckung für sein Versorgungskonzept smart|pension. Dies erweitere die Flexibilität und stärke die Wettbewerbsfähigkeit des Angebots, wie das Unternehmen mitteilt. Zudem steht eine realistische Kalkulation für eine höhere Rentenleistung im Fokus: Während klassische Versicherer oft mit Lebenserwartungen von bis zu 130 Jahren kalkulieren würden, setze smart|pension auf realistische Annahmen (durchschnittlich 93). Somit könnten bei gleichem Beitragsaufwand höhere Rentenleistungen erzielt werden, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Weiter teilt das Unternehmen mit, dass im Todesfall eines Mitarbeitenden vor Rentenbeginn das Kapital nicht beim Versicherer, sondern im Versorgungswerk verbleibe und somit der verbleibenden Belegschaft zugute komme. (tik)

News zu weiteren Kooperationen und Partnerschaften lesen Sie auch in unserer Rubrik“Assekuranz“ und „Management & Vertrieb“.
 

Neue Leitung Makler- und Assekuradeursvertrieb rhion.digital

Der Makler- und Assekuradeursvertrieb bei rhion.digital hat eine neue Leitung: Zum 01.01.2026 übernimmt Holger Janke den Posten. Er folgt auf Lars Fuchs, der zur DOMCURA AG wechselt. Janke soll die Entwicklung des Makler- und Assekuradeursvertriebs vorantreiben.

Zum 01.01.2026 wird Holger Janke Leiter des Makler- und Assekuradeursvertriebs bei rhion.digital. Der 54-Jährige wird Nachfolger von Lars Fuchs, der in den Vorstand der DOMCURA AG gewechselt ist. Mit seiner Affinität für Zukunftsthemen und Chancen im Markt der unabhängigen Vermittler und seinem Spartenwissen im Bereich SHUK Privat und Gewerbe soll Janke die Entwicklung des Makler- und Assekuradeursvertriebs vorantreiben.

Janke kommt von der Concordia Versicherung, wo er zuletzt die Vertriebsdirektion Ost geleitet hat. Er bringt mehr als 20 Jahre Vertriebs- und Führungserfahrung in der Versicherungsbranche mit, teilt das Unternehmen mit.

Er startete seine berufliche Karriere 1998 bei der Zurich Gruppe und durchlief dort unterschiedliche Stationen an verantwortlicher Stelle. Während dieser Zeit hatte Janke Leitungsfunktionen im Maklersegment sowohl auf regionaler als auch bundesweiter Ebene u. a. in Frankfurt/Main, Bonn und Köln inne. In Zukunft arbeitet er am RheinLandplatz in Neuss, dem Sitz der RheinLand Versicherungsgruppe, zu deren Markenfamilie rhion.digital gehört. (lg)

Bild: © rhion.digital

News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.
 

Führungswechsel bei der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG

Bei der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG steht ein Generationswechsel an: Nach sechs Jahren als CEO übergibt Andreas Kanning an seinen Nachfolger. Hanno Wienhausen übernimmt damit zum 01.01.2026 den Vorstandsvorsitz des Unternehmens. Damit einher gehen weitere personelle Änderungen.

Staffelstabübergabe bei der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG (ABV): Nach sechs Jahren als CEO übergibt Andreas Kanning an seinen Nachfolger Hanno Wienhausen. Der 43-jährige Wienhausen übernimmt ab 01.01.2026 den Vorstandsvorsitz der ABV. Die Grundlage für eine weitergehende Phase der Transformation ist nun laut dem Unternehmen gelegt, um die Zukunftsfähigkeit auszubauen und den Wachstumskurs konsequent voranzutreiben, wie es heißt.

Kanning ist seit über 30 Jahren bei der Allianz, die meiste Zeit davon im Vertrieb. Der 61-Jährige war zudem mehr als elf Jahre im Vorstand. Zum 31.12.2025 gibt er sein Mandat als Vorstandsvorsitzender ab und steht der ABV im Jahr 2026 noch beratend zur Seite. Seine Laufbahn begann er bei der Allianz im Jahr 1995 und übernahm im Laufe der Jahre diverse Positionen im Vertrieb.

Wienhausen bringt langjährige nationale und internationale Erfahrung in der Allianz als Versicherungsmanager mit. Von 2014 bis 2021 hatte er in der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG unterschiedliche Vertriebsführungsfunktionen inne. Anfang 2022 wechselte der promovierte Jurist zur Allianz Suisse, wo er als Chief Underwriting Officer und Mitglied der Geschäftsleitung das Schaden- und Unfallgeschäft und ab 2023 zusätzlich die Ressorts Schaden und Automotive leitete. Zudem verfügt er über Know-how in der Sachversicherung und hat in der Schweiz die Verknüpfung von technischer Exzellenz, Schadenmanagement und Vertrieb vorangetrieben, teilt Allianz mit. Seit Oktober 2024 war Wienhausen dann Vorstandsmitglied bei der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG und verantwortet dort seit dem 01.01.2025 den Vertrieb Süd. Bereits im ersten Jahr seiner Vorstandstätigkeit habe er wesentlich die Transformation des Geschäftsmodells der ABV forciert und neue Impulse für den Allianz Vertrieb gesetzt, wie es weiter heißt.

Weitere personelle Änderungen

Darüber hinaus gibt es weitere personelle Veränderungen in der ABV und der Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APKV): Daniel Bahr übernimmt zum 01.01.2026 das Vorstandsressort Vertrieb Süd der ABV. Alexander Vogel, der aktuell Chief Sales Officer für die Region Central Europe ist, wird von ihm das Vorstandsressort Leistung, Vertrieb und Personal der APKV übernehmen. Bahr ist seit 2014 bei der Allianz Private Krankenversicherungs-AG und kümmert sich als Vorstand um das Ressort Leistung, Vertrieb und Personal. Vogel begann seine Managementkarriere 2003 bei der Allianz Private Krankenversicherungs-AG und kehrte nach weiteren Stationen 2014 als Vertriebsleiter zurück. Seit März 2025 ist er Chief Sales Officer für die Region Central Europe.

Die Aufsichtsräte der ABV haben am 09.12.2025 und die der APKV am 12.12.2025 die erforderlichen Beschlüsse gefasst und die genannten Personen berufen. Die Ernennung von Alexander Vogel steht noch unter dem Vorbehalt der Unbedenklichkeitsprüfung durch die zuständige Aufsichtsbehörde. (lg)

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Bild: © Allianz

 

BarmeniaGothaer stellt Zahlen aus dem ersten Post-Merger-Jahr vor

Kurz vor der Weihnachtspause stellt die BarmeniaGothaer vorläufige Zahlen aus ihrem ersten vollen Jahr nach der Fusion vor. Mit dem Konzernergebnis von über 100 Mio. Euro ist das Unternehmen „außerordentlich zufrieden“. Eine Verzögerung deutet sich bei der Zusammenführung der beiden Krankenversicherer an.

Nur wenige Tage vor der Weihnachtspause hat die BarmeniaGothaer das vorläufige Konzernergebnis ihres ersten vollen gemeinsamen Geschäftsjahres vorgestellt. Neben den beiden Co-CEOs Dr. Andreas Eurich und Oliver Schoeller waren  wie bereits im letzten Jahr auch Chief Financial Officer, Harald Epple, sowie die Spartenchefs Thomas Bischof (Komposit), Christian Ritz (Kranken) und Alina vom Bruck (Leben) anwesend, um die Ergebnisse zu präsentieren.

Versicherer wächst im ersten Post-Merger-Jahr über dem Markt

„Außerordentlich zufrieden“ ist man bei der BarmeniaGothaer mit den Zahlen aus dem ersten vollen Jahr Post-Merger. Das Jahr stand im „Zeichen des Zusammenwachsens“ für das Unternehmen – und das Unterfangen ist laut den Aussagen der beiden Chefs gelungen. Das Wachstum liegt auf einem marktüberdurchschnittlichen Niveau, getragen wurde es von allen drei Segmenten. So rechnet der Konzern mit einem Plus bei den Beitragseinnahmen von 7,9% auf voraussichtlich 9,27 Mrd. Euro – und damit einem Wachstum von 0,5 Prozentpunkten über dem Markt.

Der Konzernjahresüberschuss liegt bei 101 Mio. Euro. Das Ziel, die Solvency-II-Quote auf über 200% zu steigern, ist ebenfalls gelungen: Sie liegt mit 201% nun „im Kern auf Allianz-Niveau“. „Damit fühlen wir uns sehr wohl“, erklärt Schoeller. Im deutschen Versicherungsmarkt ist das neue Unternehmen vom 10. Platz auf Rang 9 aufgestiegen.

Komposit: „Turnaround“ im Bereich Kfz-Versicherung

Die beiden Sachversicherer Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG sowie die Gothaer Allgemeine Versicherung AG werden voraussichtlich um 9,4% und damit ebenfalls über dem Markt wachsen. Insbesondere im Bereich der marktweit gebeutelten Kfz-Versicherung habe man einen „schönen Turnaround“ hingelegt, erklärt Komposit-Chef Bischof. Der Konzern erwartet eine Combined Ratio zwischen 94 und 95% und damit eine Rückkehr in die Profitabilitätszone. Das liege teilweise an dem „außergewöhnlich wenig ereignisreichen Naturschadenjahr“, doch auch an der „Fokussierung auf Profitabilität“, also mit anderen Worten an den vorgenommenen Prämienanpassungen.

Im Wohngebäudebereich habe man eine Reihe von Beständen „überprüft und bearbeitet“, so Bischof. Das habe eine Trennung von Risiken beinhaltet, eine genaue Anzahl nannte der Konzern aber auch auf Nachfrage nicht.

Krankenversicherung: GOÄ-Reform verzögert Zusammenführung

Auch im Bereich Krankenversicherung kann der Versicherer gute Neuigkeiten vermelden. Die gebuchten Bruttobeiträge der Barmenia Krankenversicherung AG und der Gothaer Krankenversicherung AG werden voraussichtlich um 8,8% auf 3,83 Mrd. Euro wachsen, und damit etwa 0,8 Prozentpunkte marktüberdurchschnittlich. Vor allem auf das Bestandswachstum in der Vollversicherung sei man stolz. Im vergangenen Geschäftsjahr kamen rund 9.000 Menschen dazu, über die letzten drei Jahre stieg der Bestand im Saldo sogar um rund 18.000 vollversicherte Personen.

Bei der Zusammenführung der beiden Krankenversicherer wird es wohl zu Verzögerungen kommen. Grund dafür ist die geplante Novelle der Gebührenreform für Ärzte (GOÄ). Aus politischen Kreisen sei zu vernehmen, dass eine Implementierung der Reform für Anfang 2028 geplant ist. Das werde „im erheblichen Maße Kapazitäten binden“ und somit den Zeitpunkt der Zusammenführung nach hinten verlegen. Man habe auch schon über den neuen Zielzeitpunkt mit der BaFin gesprochen, während des Pressegesprächs wollte Ritz jedoch keinen genauen Zeitpunkt nennen.

Leben: Zurückhaltung bei den Einmalbeiträgen

In der Lebensversicherung ist die Zusammenführung der beiden Gesellschaften bereits abgeschlossen. Die gebuchten Bruttobeiträge werden voraussichtlich um 4,1% auf 1,44 Mrd. Euro klettern, der Markt wächst hier um 7%. Bei den Einmalbeiträgen legt das Unternehmen um 16% zu, der Marktdurchschnitt liegt bei 25%. Bei der BarmeniaGothaer sei man aufgrund ihrer volatilen Natur „zurückhaltend“ bei den Einmalbeiträgen, man fokussiere sich nicht auf Wachstum in diesem Feld. Bei den laufenden Beiträgen ist das Unternehmen um 0,5% gewachsen (Markt: -0,6%). Der Rohüberschuss vor Steuern sank im Vergleich zum Vorjahr um 44% von 200 Mio. Euro auf 113 Mio. Euro – dies habe mit einer geplanten „Substanzstärkung“ zu tun, wie vom Bruck während des Gesprächs erklärt.

KI im Fokus für 2026

Zusammenfassend seien die fusionierten Versicherer im Jahr 2025 nicht nur in Zahlen gewachsen, sondern auch als Unternehmen zusammengewachsen, erklärt Schoeller in seinem Ausblick. Das sei das „eigentlich bemerkenswerte“ an diesem Jahr. Er gab jedoch auch zu, mit „etwas Sorge“ auf das kommende Jahr 2026 zu blicken. „Die Versicherungsindustrie prosperiert dann, wenn Risiken beherrschbar bleiben“, so Schoeller. Das zeige sich bisher noch nicht. Weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene sehe er aktuell den nötigen Willen, um mutige Reformen durchzusetzen.

Im Unternehmen selbst seien weitere Investitionen in Digitalisierung eines der Kernthemen für das kommende Jahr. Man wolle gezielt in moderne Technologien und künstliche Intelligenz investieren, um Prozesse zu optimieren und künftige Herausforderungen zu meistern. Dafür sollen im kommenden Jahr „oberhalb von 30 Mio. Euro“ investiert werden. (js)

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Peter Bangsgaard wird neuer CEO bei WECOYA

Zum 01.01.2026 hat die WECOYA UNDERWRITING GmbH einen neuen CEO: Peter Bangsgaard übernimmt diese Führungsposition und bleibt zugleich Gesamtverantwortlicher für die nordischen und britischen WECOYA-Gesellschaften.

Zum 01.01.2026 wird Peter Bangsgaard neuer CEO der WECOYA UNDERWRITING GmbH, wie die GGW Group GmbH bekannt gegeben hat. Zugleich behält er die Gesamtverantwortung für die nordischen und britischen WECOYA-Gesellschaften. Vor Kurzem wurde bekannt, dass Thomas Zimmermann, bisheriger CEO des Assekuradeurs, das Unternehmen zum Jahresende verlässt. Er wird in Zukunft in beratender Funktion tätig sein.

WECOYA hat als Ziel ausgegeben, bis 2030 Europas führender Assekuradeur zu werden. Um es zu erreichen, bringe Peter Bangsgaard über 25 Jahre Erfahrung aus dem Finanzsektor mit, heißt es vom Unternehmen. Er war in u. a. in leitenden vertrieblichen Positionen in großen Pensionsunternehmen sowie namhaften Maklerhäusern tätig. Bangsgaard hat zudem Know-how zu den Themen strategischer Weiterentwicklung, organisatorischer Transformation sowie Aufbau von Vertriebsmodellen.

Auch weist das Unternehmen in seiner Pressemitteilung darauf hin, dass WECOYA in eine neue Phase eintrete, geprägt von klareren Verantwortlichkeiten, schnelleren Entscheidungswegen sowie einer stärkeren Verzahnung von Strategie, Leistung und Kundennutzen. Dieses nächste Kapitel soll die Rolle von WECOYA als Plattform für Versicherer und Makler in ganz Europa weiter ausbauen. (lg)

Bild: © GGW/WECOYA

 

INFITECH: Norbert Porazik und Christine Schönteich als Co-CEOs

Die INFITECH Gruppe stellt sich strategisch neu auf. Mit dieser Entwicklung geht auch eine personelle Neuordnung auf Führungsebene einher. Ab dem 01.01.2026 übernehmen Norbert Porazik und Christine Schönteich als Co-CEOs die Gesamtverantwortung für die Gruppe.

Die INFITECH Gruppe, zu der auch die Fonds Finanz und der Deutsche Maklerverbund (DEMV) gehören, hat eine strategische Neuaufstellung bekannt gegeben. Dadurch soll die Zusammenarbeit ihrer Unternehmen intensiviert und die Weichen für nachhaltiges Wachstum gestellt werden, heißt es. Im Mittelpunkt steht dabei eine engere Verzahnung der Gruppenunternehmen und die zentrale Steuerung der Produktentwicklung sowie der technologischen Innovationen. Laut INFITECH sollen davon Makler und Produktgeber durch „noch besseren Service, modernste Technologie und langfristige Sicherheit“ profitieren. Als Ziel wird angegeben, Innovationen noch stärker voranzutreiben und die Gruppe zukunftssicher aufzustellen.

Mit dieser Weiterentwicklung geht auch die Stärkung der strategischen Steuerung der Gruppe durch eine C-Level-Struktur einher. So werden Norbert Porazik und Christine Schönteich ab dem 01.01.2026 Co-CEOs mit der Gesamtverantwortung für die INFITECH Gruppe. Zugleich bleiben sie Geschäftsführung der Fonds Finanz, das größte Gruppenunternehmen. Neu im Führungsteam ist die Position des Chief Product and Technology Officer (CPTO), der die gruppenweite Produkt- und IT-Entwicklung verantwortet. Daniel Seibert bleibt als CFO dabei. Alle bisherigen Geschäftsführer der INFITECH Gruppe und ihrer Tochtergesellschaften bleiben in ihren Funktionen und gestalten die operative Umsetzung aktiv mit, wie INFITECH mitteilt. Die strategische Neuausrichtung soll die Position der Gruppe unterstreichen, die sich als führender Anbieter von Versicherungs- und Finanztechnologie bezeichnet. (lg)

Bild: © Fonds Finanz