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Unternehmensmeldungen

Oliver Lang rückt in HEP-Geschäftsführung auf

Der Solarfondsspezialist HEP hat Oliver Lang zum 01.06.2026 in die Geschäftsführung seiner Vertriebsgesellschaft HEP Vertrieb GmbH berufen. Nach führenden Positionen in der Finanzdienstleistungsbranche, darunter bei BCA, Jung, DMS & Cie. sowie blau direkt, startete Lang im Mai 2025 bei HEP.

Die HEP Vertrieb GmbH, Vertriebsgesellschaft des Solarfondsspezialisten HEP Kapitalverwaltung AG baut ihr Führungsgremium aus. Seit Anfang Juni 2026 ist Oliver Lang Teil der Geschäftsführung. Der 58-Jährige lenkt das Unternehmen künftig gemeinsam mit Thorsten Eitle.

Lang ist seit Mai 2025 als Leading Expert Business Development Sales für die HEP Vertrieb GmbH tätig. In dieser Funktion habe er maßgeblich den Vertrieb von Investmentprodukten und Investmentfonds vorangetrieben, wie es von HEP heißt. Als Vertriebsgesellschaft unterstützt die HEP Vertrieb GmbH insbesondere die HEP Kapitalverwaltung AG bei der Platzierung ihrer Solarfonds.

Lang verfügt über langjährige Expertise im Finanzdienstleistungs- und Investmentbereich und ein großes Branchennetzwerk. Er hatte führende Positionen unter anderem bei der BCA AG, Jung, DMS & Cie. sowie blau direkt inne.

News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © HEP

 

Aon-Manager Jan-Oliver Thofern geht in den Ruhestand

Jan-Oliver Thofern, CEO von Reinsurance Solutions Deutschland und Chairman des Country Boards von Aon Deutschland, tritt nach über 30 Jahren bei Aon ab Januar 2027 seinen Ruhestand an. Seine Nachfolge werde in einem bereits gestarteten strukturierten Prozess bestimmt und bekannt gegeben, teilt Aon mit.

Wie das globale Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Aon bekannt gegeben hat, scheidet Jan-Oliver Thofern, der langjährige Aon-Manager, zum 01.01.2027 aus dem Unternehmen aus. Der Chief Executive Officer (CEO) von Reinsurance Solutions Deutschland und Chairman des Country Boards von Aon Deutschland verabschiedet sich nach über 30 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand.

Thofern habe maßgeblich dazu beigetragen, Aon als führende Rückversicherungsplattform in Deutschland zu etablieren. Unter seiner Führung habe das Unternehmen außergewöhnliche Kundenbeziehungen, fundierte Marktkenntnisse und ein starkes, integriertes Team aufgebaut, betont Tomas Novotny, Chairman of International und CEO EMEA bei Reinsurance Solutions.

Der 1964 in Stuttgart geborene Thofern startete seine berufliche Laufbahn bei der Allianz Lebensversicherungs-AG, bevor er 1993 zu Aon wechselte. Nach verschiedenen in- und ausländischen Führungsaufgaben im Rückversicherungsbereich des Konzerns trat er 2008 in die Geschäftsführung der Aon Deutschland Holding GmbH ein. Gleichzeitig wurde er zum CEO von Aon Reinsurance Solutions Deutschland berufen. Später übernahm er zusätzlich den Vorsitz des Country Boards für alle Solutions Lines von Aon Deutschland.

Bis zu seinem Wechsel in den Ruhestand wird Thofern seine Aufgaben in vollem Umfang weiterführen. Seine Nachfolge werde in einem bereits gestarteten strukturierten Prozess bestimmt und bekannt gegeben, wie Aon weiter mitteilt. (tik)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bilder: © Aon

 

MRH Trowe richtet Führungsstruktur neu aus

MRH Trowe erweitert das Management-Board: Christiane Schneider wird CCO Insurance. CEO Ralph Rockel und Co-CEO Maximilian Trowe übernehmen die strategische und operative Leitung. Michael Hirz verantwortet den Bereich Real Estate gesamthaft. Lars Mesterheide wechselt in den Aufsichtsrat.

Im Zuge seine Wachstumsstrategie baut MRH Trowe seine Führungsstruktur um. Im Fokus bleibe die Segmentstruktur mit Insurance, Benefits, Finance, Private & Commercial sowie Products, wie das Unternehmen mitteilt. Das Segment Insurance verantwortet künftig Christiane Schneider als Chief Commercial Officer (CCO). Die 53-Jährige kommt von der AXA Deutschland, wo sie den Exklusivvertrieb leitete. Zuvor war sie unter anderem in leitenden Funktionen beim Allianz-Konzern tätig. Die neue Führungsstruktur legt den Fokus auf klare Verantwortlichkeiten für die verschiedenen Geschäftsfelder.

Segmentführung durch CCOs

Neben Schneider als CCO Insurance sind weiterhin Norman Dreger als CCO Benefits und Dirk Dahlheimer als CCO Finance verantwortlich. Das Segment Private & Commercial leitet interimistisch Ralph Rockel. Co-CEO Maximilian Trowe ist interimistischer CCO für das Segment Products, in dem die Assekuradeurs-Aktivitäten gebündelt sind.

Micheal Hirz mit Gesamtverantwortung für Real Estate

Michael Hirz, bislang CCO, hat künftig als CEO die Gesamtverantwortung des Bereichs Real Estate inne. Das Spezialsegment, das sich an eine anspruchsvolle Kundengruppe wendet, bleibe neben den bestehenden Segmenten ein zentraler Bestandteil des Angebots, wie es von MRH Trowe weiter heißt.

Ralph Rockel und Maximilian Trowe mit strategischer und operativer Gesamtleitung

Die strategische und operative Gesamtleitung von MRH Trowe übernehmen künftig gemeinsam Ralph Rockel, CEO, und Maximilian Trowe, Co-CEO. Rockel verantwortet die Bereiche Unternehmensentwicklung, Vertrieb und Kommunikation, Trowe das Carrier-Management, die Kundenbetreuung und den Bereich M&A sowie die Post Merger Integration (PMI). Die weiteren Funktionsbereiche leiten Peter Gabriel als Chief Investment Officer (CIO) und Leonid Karlinski als Chief Operating Officer (COO).

Lars Mesterheide wechselt in den Aufsichtsrat

Der MRH Trowe-Mitgründer Lars Mesterheide übergibt seine operative Vorstandstätigkeit und wechselt in den Aufsichtsrat. Dort wird er künftig die strategische Ausrichtung der Mesterheide Rockel Hirz Trowe ASG Holding mitgestalten.

„Wir haben in den vergangenen Jahren ein Unternehmen aufgebaut, das heute eigenständig und stark aufgestellt ist – genau das war immer unser Ziel. Nun ist der richtige Zeitpunkt für mich, die operative Verantwortung abzugeben und der nächsten Führungsgeneration den Weg zu überlassen“, erklärt Mesterheide. Als Aufsichtsratsmitglied will er insbesondere M&A-Initiativen vorantreiben und die zielgerichtete Kundengewinnung sowie Kundenbetreuung intensiv begleiten. (tik)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.
 

Führungswechsel bei Allianz Partners Deutschland

Olivia Pauthner übernimmt ab Juni 2026 die Leitung von Allianz Partners Deutschland. In dieser Position folgt sie auf Carsten Staat, der innerhalb der Allianz Gruppe eine weiterführende Führungsaufgabe übernimmt. Pauthner war zuvor im Büro des Vorstandsvorsitzenden der Allianz SE, Oliver Bäte.

Allianz Partners, weltweiter Anbieter von B2B2C-Versicherungs- und Assistance-Lösungen, hat Olivia Pauthner zum 01.06.2026 zur Managing Director von Allianz Partners Deutschland berufen. Zudem übernimmt sie den Posten als Hauptbevollmächtigte der AWP P&C S.A., Niederlassung für Deutschland. In dieser Funktion wird sie an Jolanta Karny, Regional Managing Director Europe, berichten. Als Deutschlandchefin von Allianz Partners folgt Pauthner auf Carsten Staat, der innerhalb der Allianz Gruppe eine weiterführende Führungsaufgabe übernehmen wird. Die Bekanntgabe der neuen Funktion erfolge zu einem späteren Zeitpunkt, wie das Unternehmen mitteilt.

Olivia Pauthner kommt aus dem Büro des Vorstandsvorsitzenden der Allianz SE, Oliver Bäte. Seit Februar 2023 war sie dort an zentralen strategischen Initiativen auf Konzernebene beteiligt, unter anderem an der Weiterentwicklung der Wachstums- und Vertriebsstrategie der Allianz Gruppe. Zuvor sammelte sie umfassende operative Erfahrung im Bereich Kraft Privat bei der Allianz Versicherungs-AG, wo sie die Leitung des Produktmanagements innehatte. Zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn war Pauthner im Bereich Retail P&C sowie im Marktmanagement von Allianz Deutschland tätig und verantwortete unter anderem die Markteinführung der Unfallversicherung. (tik)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © Allianz Partners

 

Neu gegründeter Spezialmakler MAP geht an den Start

Unter dem Namen Mittelstands-Assekuranz-Partner (MAP) betritt ein neuer Player den Maklermarkt, der sich als Multi-Spezial-Makler positioniert und von Private-Equity-Investor Inflexion unterstützt wird. MAP will durch die Integration von ausgewählten Maklern wachsen. Ein erster Partner ist bereits gefunden.

Gegründet hat das neue Maklerunternehmen namens Mittelstands-Assekuranz-Partner (MAP) der langjährige Willis Towers Watson-Manager Mathias Pahl gemeinsam mit zwei weiteren Branchenexperten, Markus Hausberger und Kolja Zweering. MAP hat seinen Sitz in München und startet als integrierter und technologiegestützter Multi-Spezial-Versicherungsmakler für mittelständische und gewerbliche Kunden sowie vermögende Privatkunden, der regionale und persönliche Kundennähe mit spezialisierter Risikoberatung verbindet. „Unser Anspruch ist es, mittelständischen Kunden Zugang zu spezialisierten Versicherungslösungen und Risikokonzepten zu ermöglichen, die bislang häufig nur großen Unternehmen vorbehalten waren“, betont Mathias Pahl, einer der Gründer und Geschäftsführer von MAP.

Unterstützt wird MAP von dem Private-Equity-Investor Inflexion, der mit Standorten unter anderem in London, Amsterdam und Frankfurt seit etlichen Jahren den Aufbau spezialisierter Maklerunternehmen begleitet.

Cremer Assekuranz als erster strategischer Partner an Bord

Mit der Cremer Assekuranzmakler GmbH konnte MAP zum Start ein traditionsreiches Maklerhaus aus Düsseldorf als strategischen Partner gewinnen. „Mit MAP habe ich die Möglichkeit, das weiterzuentwickeln, was ich mit meinem Team über Jahre aufgebaut habe. Wir bieten Versicherungsmaklern mit MAP die Möglichkeit, langfristig und partnerschaftlich ihre Unternehmen zu stärken und ein hohes Maß an Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen“, erklärt Kolja Zweering, Geschäftsführer von Cremer. „Für mich war bei allen Überlegungen auch entscheidend, dass die Eigentümerfamilien geschlossen an Bord bleiben und ich weiterhin parallel als Geschäftsführer der Cremer Assekuranz fungiere“, so Zweering weiter.

Durch die Integration weiterer ausgewählter Maklerhäuser will MAP gezielt zusätzliche Spezialisierungen sowie Branchen- und Risikokompetenz aufbauen und das Leistungsangebot für Kunden erweitern. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen Partner unter MAP ihre Identität behalten und von konsequenter Integration und dem Zugang zu zentraler Infrastruktur, Technologie, Spezial-Know-how, Skaleneffekten und zusätzlichen Wachstumsimpulsen profitieren.

Herausforderungen am Maklermarkt

„Wir erleben seit einigen Jahren, dass mittelständische Makler zunehmend unter strukturellem Druck stehen“, erklärt Pahl. „Themen wie Nachfolge, Fachkräftemangel und steigende Anforderungen an IT und Digitalisierung, nicht zuletzt durch neue Möglichkeiten rund um KI, spielen dabei eine sehr große Rolle. Gleichzeitig nimmt die Komplexität von Risiken und die Anforderung der Versicherer an Versicherungsmakler weiter zu.“ Gerade kleinere Versicherungsmakler würden dadurch vor Herausforderungen, die sich im Alleingang künftig kaum bewältigen lassen, so Pahl weiter.

 

Neu gegründeter Spezialmakler MAP geht an den Start

 

„Mit MAP bauen wir ein Unternehmen auf, das von Anfang an für hohe Beratungsqualität, eine unternehmerische Kultur und ein starkes Leistungsspektrum steht“, erklärt Markus Hausberger, Mitgründer und Geschäftsführer von MAP. „Uns ist wichtig, Partner zu finden, die genau diese Haltung in sich tragen.“ Es gehe nicht um möglichst schnelles Wachstum um jeden Preis, sondern um den langfristigen Aufbau eines gemeinsamen Unternehmens, so Hausberger weiter. (tik)

Weitere Neuigkeiten aus dem Maklermarkt lesen Sie in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

HDI Global: Neuer Head of Liability Global Risk

HDI Global beruft Kai Schulte-Schrepping zum Head of Liability Global Risk. Er tritt in die Fußstapfen von Daniel Maurer, der sich im Zuge seines Übergangs in den Ruhestand aus seiner derzeitigen Führungsrolle zurückzieht.

Kai Schulte-Schrepping wird ab 01.07.2026 Head of Liability Global Risk beim Corporate- & Specialtyversicherer HDI Global. Er folgt damit auf Daniel Maurer, der sich im Zuge seines Übergangs in den Ruhestand schrittweise aus seiner aktuellen Führungsrolle zurückzieht, wie das Unternehmen mitteilt.

Schulte-Schrepping verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung bei HDI Global und bringt umfassende technische Underwriting-Expertise sowie ausgeprägte Führungserfahrung im Bereich komplexer globaler Haftpflichtrisiken mit. Auf seinem neuen Posten verantwortet er das weltweite Liability Global Risk Portfolio von HDI Global. Berichten wird er direkt an Dr. Mukadder Erdönmez, Mitglied des Vorstands von HDI Global und verantwortlich für Liability, Cyber, Motor und den US-Markt.

Maurer war seit 2021 bei HDI Global und spielte eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung der Liability Global Risk-Strategie, dem Ausbau des Portfolios und der Etablierung des globalen Leistungsversprechens von Liability Global Risk, heißt es von HDI Global. Er wird weiterhin beim Unternehmen tätig sein und eine neue Rolle im Bereich US Market Management übernehmen. Auch er berichtet weiterhin an Dr. Erdönmez. (lg)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © HDI Global

 

Als Geschäftsführerin Bewährtes erhalten und neue Impulse setzen

Ulla Dörfler wird ab Juli Teil der Geschäftsleitung bei der vfm-Gruppe. Dort hat sie schon ihre Ausbildung gemacht. Was hat ihre Karriere geprägt? Und wie blickt sie auf das Thema „Frauen im Vertrieb“ – besonders in Führungspositionen?

Interview mit Ulla Dörfler, Prokuristin bei der vfm-Gruppe
Frau Dörfler, wenn Sie auf Ihren bisherigen Weg zurückblicken – von der Auszubildenden 2008 bis zur künftigen Geschäftsführerin ab Juli 2026: Welche drei Worte beschreiben diese Reise am besten?

vfm-Familie, Engagement, Leidenschaft.

Sie sind einen eher ungewöhnlichen Weg gegangen: Aufstieg im selben Unternehmen über fast zwei Jahrzehnte. Was hat Sie bei vfm gehalten? Und was entgegnen Sie denen, die sagen, man müsse heute wechseln, um Karriere zu machen?

Bei vfm hat mich vor allem die Möglichkeit gehalten, mich innerhalb des Unternehmens immer weiterentwickeln zu können. Es kam nie das Gefühl auf, auf der Stelle zu treten. Im Gegenteil: Mit jeder Phase kamen neue Aufgaben und neue Verantwortung dazu. Die letzten 18 Jahre waren doch sehr dynamisch.

Ich war nie der Mensch, der darauf gewartet hat, dass sich ein Schritt von selbst ergibt, sondern habe immer versucht, Dinge anzupacken und Impulse zu setzen. Genau das war entscheidend: mitgestalten zu können. Deshalb war mein Weg bei vfm nie Stillstand, sondern immer Entwicklung, die glücklicherweise gesehen und unterstützt wurde.

Auch die Unternehmenskultur spielt darin eine wichtige Rolle – wir haben den Hashtag vfm-Familie geprägt. Das ist nicht nur ein nettes Wort, sondern beschreibt unsere partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Vertriebs- und Produktpartnern sehr konkret.

Und zu der Frage, ob man wechseln muss, um Karriere zu machen: Aus meiner Sicht gibt es darauf keine pauschale Antwort. Ein Wechsel kann sinnvoll sein. Aber die eigene Weiterentwicklung entsteht nicht automatisch durch einen Wechsel, einen neuen Namen oder Titel auf der Visitenkarte. Entscheidend ist doch, ob man lernen, wachsen und gestalten kann und anpacken möchte. Wenn ein Unternehmen einem diese Möglichkeiten gibt, kann auch ein langer Weg im gleichen Unternehmen sehr erfüllend sein. Genau das war hier der Fall.

Gab es einen Moment, in dem Sie gemerkt haben: Das ist mein Weg, der Vertrieb ist mein Zuhause?

Das war weniger der eine große Moment als vielmehr eine Entwicklung. Nach der Ausbildung begann der Weg im Kompetenzcenter Komposit, zunächst mit fachlicher Zuarbeit für unsere Vertriebspartner. Stück für Stück kamen dann immer mehr Einblicke in Richtung Außendienst dazu. In der Zeit wurde mir immer klarer, wie sehr mir der Vertrieb liegt, weil hier Fachlichkeit, Beziehung und unternehmerisches Denken zusammenkommen. Mir ging es schon immer darum, Menschen zu verstehen, Lösungen zu entwickeln und gemeinsam etwas voranzubringen.

Dieses Zusammenspiel aus Nähe zur Branche, Verantwortung und Gestaltung gemeinsam mit unseren Vertriebspartnern hat mir sehr früh gezeigt: Hier bin ich richtig.

Frauen im Vertrieb – erst recht in Führungspositionen – mit einer Karriere wie Ihrer, sind in der Branche weiterhin die Ausnahme. Was war auf Ihrem Weg die größte Hürde, die Sie als Frau nehmen mussten? Und was hat Ihnen geholfen, sie zu überwinden?

Ich habe meinen Weg nie mit dem Anspruch betrachtet, als Frau eine Sonderrolle einzunehmen. Einsatz, Leistung und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, standen immer im Vordergrund. Die Überzeugung dahinter ist klar: Mit Engagement, Verlässlichkeit und fachlicher Stärke lässt sich viel bewegen.

Gleichzeitig ist spürbar, dass es in unserer Branche noch nicht überall selbstverständlich ist, Frauen in Vertriebs- und Führungsrollen gleich zu betrachten. Die Hürden sind dabei oft gar nicht immer offen sichtbar. Es sind eher Erwartungen oder Denkmuster, die noch mitschwingen – wer als besonders durchsetzungsstark gilt, wem Führung intuitiv zugetraut wird oder wer sich häufiger erst einmal zusätzlich beweisen muss. Umso wichtiger ist es, den eigenen Weg klar zu gehen und sich nicht kleiner zu machen, als man ist. Auch für mich war das ein langer Entwicklungsprozess, bei dem ich genau das Beschriebene über die Jahre hinweg selbst lernen durfte.

Geholfen hat vor allem, sich davon nicht verunsichern zu lassen, sondern den eigenen Weg konsequent weiterzugehen und vor allem „man selbst“ zu bleiben. Entscheidend ist doch, bei sich als Mensch zu bleiben und nicht darauf zu warten, dass einem etwas zugeschrieben wird.

Wer hat an Sie geglaubt, als Sie selbst vielleicht (noch) nicht daran geglaubt haben? Gab es Menschen, die für Ihre Entwicklung entscheidend waren?

Ja auf jeden Fall! Ich bin ein absoluter Familienmensch, daher sind mein Partner, meine Familie und engen Freunde bis heute ein wichtiger Rückhalt und haben mir indirekt immer wieder Stärke gegeben und mich geerdet.

Aber auch beruflich entwickelt man sich nie allein. Über viele Jahre mit Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten, die einen fördern, fordern und einem Vertrauen entgegenbringen, prägt natürlich. Ich bin sehr dankbar für dieses Zusammenspiel – teilweise seit über 18 Jahren – aus persönlichem Rückhalt und beruflichem Miteinander.

Was müsste sich Ihrer Meinung nach gesellschaftlich und in der Branche ändern, damit Fragen wie die vorherige(n) irgendwann überflüssig sind?

Wir sind dann einen großen Schritt weiter, wenn Karrierewege von Frauen nicht mehr als Besonderheit erzählt werden müssen, sondern als Selbstverständlichkeit wahrgenommen werden. Dafür braucht es mehrere Dinge: Sichtbare Vorbilder, faire Entwicklungschancen und vor allem den Abbau von unbewussten Rollenbildern.

Sie kommen selbst aus der Ausbildung. Heute stehen junge Frauen am selben Punkt, an dem Sie 2008 standen. Was sagen Sie ihnen, was Sie sich damals selbst gern gesagt hätten?

Traut euch! Man muss nicht auf den perfekten Moment warten, denn den gibt es meistens nicht. Oft wächst man genau an den Aufgaben, die zunächst ein bisschen größer wirken als das, was man sich selbst schon ganz sicher zutraut.

Welche Werte oder Überzeugungen prägen Ihren Führungsstil – und woher kommen diese?

Ich tue mich ehrlich gesagt schwer damit, einen Führungsstil in klassische Schlagworte zu fassen. Ich habe Führung nie als etwas verstanden, das man besonders inszenieren muss. Wichtig ist doch, dass Dinge funktionieren, dass Menschen gut und gerne zusammenarbeiten und dass unsere Vertriebspartner sich auf uns verlassen können.

Besonders prägend ist dabei schon unser hoher Dienstleistungs- und Servicegedanke – nach außen hin genauso wie im Team. Positiv zu bleiben, lösungsorientiert zu denken und für das Team eine verlässliche Ansprechpartnerin zu sein, gehört ganz wesentlich dazu.

Führung zeigt sich deshalb weniger in großen Begriffen als ganz konkret im Miteinander: daran, ob Vertrauen da ist, Zusammenarbeit gelingt und sich gemeinsam etwas entwickeln kann.

Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Rolle am meisten – und was nehmen Sie sich vor, auch außerhalb der Karriere nicht aus dem Blick zu verlieren?

Ich freue mich vor allem darauf, die Zukunft von vfm in neuer Verantwortung aktiv mitzugestalten und dabei eine wichtige Schnittstelle zwischen Vertrieb und Fachlichkeit zu bilden – gemeinsam mit dem vfm-Team und mit dem Blick auf das, was unsere Vertriebspartner wirklich brauchen. Besonders spannend wird die Verbindung aus Kontinuität und Weiterentwicklung, also das zu bewahren, was vfm stark macht, womit wir gewachsen sind und gleichzeitig neue Impulse zu setzen.

Im Privaten möchte ich mir ganz bewusst das bewahren, was mir persönlich Kraft gibt und Bodenhaftung verleiht: die Zeit mit meinem Partner, meiner Familie und Freunden, aber auch die Leidenschaft für den Bergsport. Gerade in einer verantwortungsvollen Rolle ist es wichtig, Dinge zu haben, die einen aus dem Alltag herausholen, einen bei sich selbst halten und den Kopf freipusten. Für mich sind die Berge genau dieser wichtige Ausgleich.

Lesen Sie auch: Wie Makler die nicht-familieninterne Nachfolge schaffen
 

MARTENS & PRAHL: Wolf von Buchwaldt Teil des Leitungsteams

Wolf von Buchwaldt wird ab dem 01.01.2027 Teil der Geschäftsleitung der MARTENS & PRAHL Versicherungskontor GmbH & Co. KG (Holding). Er soll das aktuelle Team erweitern und unterstützen.

Ab dem 01.01.2027 wird Wolf von Buchwaldt die Geschäftsleitung der MARTENS & PRAHL Versicherungskontor GmbH & Co. KG (Holding) erweitern und unterstützen. Das hat das Unternehmen AssCompact auf Anfrage mitgeteilt. Derzeit besteht das Team aus Peter Ballauff, Holger Mardfeldt, Julie Schellack, Thomas Großmann, Alexandra Jung und Thes Dallmeier-Tießen. (lg)

 

OVB Holding AG beruft neuen Finanzvorstand

Ab 01.01.2027 wird Dr. Ulf Spessert Chief Financial Officer bei der OVB Holding AG. Er wird dort die Verantwortung für das Finanzressort übernehmen. Derzeit ist er CFO beim Spezialversicherer Markel Insurance SE.

Zum 01.01.2027 hat der Aufsichtsrat der OVB Holding AG Dr. Ulf Spessert zum Chief Financial Officer (CFO) bestellt. Der 42-Jährige soll das Finanzressort der OVB Holding AG verantworten, teilt der Finanzvermittlungskonzern mit.

Spessert bringt langjährige Erfahrung im Versicherungs- und Finanzumfeld mit und gilt als ausgewiesener Expertise in den Bereichen Finanzsteuerung, Rechnungslegung und Versicherungsrecht. Aktuell ist er Chief Financial Officer der Markel Insurance SE, einem europäischen Spezialversicherer der Markel Group mit Niederlassungen in den Niederlanden, Frankreich, Spanien, der Schweiz, Irland und dem Vereinigten Königreich. Zugleich lehrt er derzeit an der Technischen Hochschule Köln im Versicherungsstudiengang Steuerrecht und ist zudem ehrenamtlich als Handelsrichter tätig. Zuvor hatte Spessert diverse leitende Funktionen bei AXA XL, XL Catlin und Catlin inne. Seine Karriere startete er in der Wirtschaftsprüfung bei Deloitte. (lg)

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Bild: © OVB

 

Hallesche hat neuen Vertriebschef

Dr. Julian Zienicke übernimmt spätestens ab Oktober 2026 die Leitung des Vertriebs der Hallesche Krankenversicherung. Er folgt damit auf Lars Hertwig. Dieser hatte den Zentralbereich seit April 2025 kommissarisch geführt. Zienicke soll die vertriebliche Weiterentwicklung der Hallesche maßgeblich mitgestalten.

Spätestens zum 01.10.2026 wird Dr. Julian Zienicke Leiter des Vertriebs der Hallesche Krankenversicherung. Er wird Nachfolger von Lars Hertwig, der den Zentralbereich seit April 2025 zusätzlich zu seiner Verantwortung als Bereichsleiter Key-Account kommissarisch geführt hatte. Mit seiner langjährigen, spartenübergreifenden Vertriebserfahrung und seiner breiten Führungsexpertise soll Zienicke die vertriebliche Weiterentwicklung der Hallesche maßgeblich mitgestalten.

Der 54-jährige arbeitet seit dem 01.01.2020 als Leiter der Düsseldorfer Servicedirektion bei der Hallesche. In dieser Funktion verantwortet er mit 120 Mitarbeitenden einen substanziellen Teil des Leistungsmanagements, heißt es von der Hallesche. Davor war er 17 Jahre lang für die Allianz tätig. Dort sammelte er umfassende Erfahrung in Vertrieb und Führung. Des Weiteren kümmerte er sich als Assistent des CEO der Allianz Lebensversicherung um strategische Aufgaben, war Leiter im Bankenvertrieb und für das Nachwuchsprogramm für Vertriebsführungskräfte verantwortlich.

Hertwig konzentriere sich nach der Übergabe wieder vollständig auf seine Aufgabe als Bereichsleiter Key-Account der Hallesche, teilt das Unternehmen mit, und verantworte dabei weiterhin die Zusammenarbeit mit zentralen und strategisch wichtigen Vertriebspartnern. (lg)

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Bild: © Hallesche