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Assekuranz bAV allgemein

Gothaer: „Große Chancen im Kollektivgeschäft im Bereich BU und bKV“

Das Kollektivgeschäft bei der Gothaer wächst, sagt Oliver Brüß, Vorstand Vertrieb der Gothaer Versicherungen, in einem Interview für AssCompact 10/2016. Die Redaktion hat vorab noch einmal nachgefragt, warum er für Vermittler insbesondere in der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) und in der selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung große Chancen sieht.

<h5>Herr Brüß, könnte das Kollektivgeschäft in naher Zukunft wichtiger für Versicherer und Vertrieb werden?</h5><p>Auf jeden Fall. Wir sehen große Chancen im Kollektivgeschäft – insbesondere in der Berufsunfähigkeitsversicherung und in der betrieblichen Krankenversicherung, wo wir seit Jahren ein starkes Wachstum verzeichnen und aktuell auch wieder Erfolge erzielt haben.</p><h5>Wie sehen diese aus?</h5><p>Wir können hier beispielsweise unsere Kooperation mit der Knappschaft anführen. Die Knappschaft ist insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen eine interessante gesetzliche Krankenkasse, da die Umlagebeiträge sehr günstig sind. Wer als Arbeitgeber bei den Umlagebeiträgen spart, ist dann oft auch gewillt, für die Mitarbeiter in der bAV oder bKV etwas zu tun. Auch bezüglich Großunternehmen verzeichnen wir eine stark steigende Nachfrage nach unseren preislich und leistungsseitig attraktiven Lösungen im Bereich BU und bKV mit stark vereinfachter oder sogar Entfall der Gesundheitsprüfung.</p><h5>An anderer Stelle läuft das Kollektivgeschäft aber zäh.</h5><p>Die große Herausforderung ist die Durchdringung der Kollektive bei Arbeitnehmerfinanzierung. Ich denke, wir müssen hier neue Wege gehen. Die Gothaer hat beispielsweise im Bereich der bKV eine digitale Einkaufsgemeinschaft auf den Markt gebracht. Wir haben das zunächst im Rahmen eines Piloten bei uns im Haus getestet. Man muss sich das folgendermaßen vorstellen: Im Intranet konnten die Mitarbeiter über ein neues Portal einen stationären Ergänzungstarif abschließen. Mit Erreichen eines Schwellenwertes wurde auf die sonst übliche Gesundheitsprüfung verzichtet. Den aktuellen Stand der Anmeldungen konnten dann alle im Portal sehen. Das bieten wir jetzt auch Kunden an. Es gibt auch schon zwei Großunternehmen, die dieses Instrument nutzen wollen. </p><h5>Können auch Versicherungsmakler künftig mehr von der bKV profitieren? Erwartet wurde mal ein ähnlicher Geschäftsumfang wie in den USA. Aber so einfach ist die Beratung, Einrichtung und Verwaltung dann doch nicht?</h5><p>Versicherungsmakler profitieren bereits heute und werden das in der Zukunft noch stärker tun. Die Gothaer bietet die bKV im Übrigen nicht nur arbeitgeber-, sondern auch arbeitnehmerfinanziert an. Da gerade Versicherungsmakler über die Sachversicherung oder die bAV Zugang zu Unternehmen mit großen Belegschaften haben, wird sich auch die eigenfinanzierte bKV weiter positiv entwickeln. Gerade hier unterstützen wir Vermittler aktiv durch digitalisierte Vertriebsprozesse wie zum Beispiel die Online-Anmeldung oder die digitale Einkaufsgemeinschaft. </p><h5>Sie hatten die BU angesprochen. Wie kann diese im Kollektivgeschäft etwa von Maklerseite platziert werden?</h5><p>Die Gothaer bietet mit der SBU Premium einen sehr leistungsstarken Tarif an, der unter anderem bei den sogenannten „guten“ Berufsgruppen oft auch preislich anderen Wettbewerbern klar überlegen ist. In Kombination mit einer sogenannten Dienstobliegenheitserklärung anstelle der Einzel-Risikoprüfung sowie mit attraktiven Rentenhöhen im arbeitgeber- und auch arbeitnehmerfinanzierten Bereich hat dies auf Maklerseite zu einem schönen Zusatz-Wachstum geführt.</p><h5>Und Ihr Ausblick für die bAV?</h5><p>Derzeit wächst unser bAV-Neugeschäft stark, unter anderem auch mit unserem neuen, indexgebundenen Hybridprodukt „GarantieRente Performance“. Dazu tragen sicherlich auch die niedrigen Zinsen bei – die steuerliche Förderung der bAV rückt so wieder stärker in den Vordergrund. Vermittler erkennen, dass auch in der bAV ein hoher Aktienanteil von Vorteil für die künftige Rendite ist. Die weitere Entwicklung des bAV-Marktes wird sicherlich auch von der Politik, insbesondere den derzeitigen Diskussionen um eine Reform der bAV (Stichwort: Sozialpartnermodell) und der Verbesserung der steuerlichen Förderung, abhängen. </p><p>Das weitere Interview mit Oliver Brüß lesen Sie in AssCompact 10/2016. Das Heft erscheint in der ersten Oktoberwoche.</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/301554EB-3624-42E4-89D9-40A9B8D03C14"></div>

 

bAV trotz Niedrigzinsen eine gute Altersvorsorgelösung?

Die Niedrigzinsphase drückt auf das bAV-Geschäft. Die Folgen sind im Neugeschäft spürbar, aber auch der Bestand ist vor Veränderungen nicht gefeit. Produktlösungen haben sich seither spürbar verändert, wie auch die Courtagen. Die Folgen der Niedrigzinsen für die bAV waren auch großes Thema des AssCompact Wissen Forums „betriebliche Vorsorge“ am Dienstag in Neuss.

<p>Die betriebliche Altersversorgung (bAV) leidet unter der Niedrigzinsphase. Das Interesse der Arbeitnehmer sinkt. F&uuml;r Versicherungsmakler wird es schwieriger, die Bedeutung der bAV f&uuml;r die Altersvorsorge darzustellen. Fallende Zinsen, eine hohe Volatilit&auml;t an den Kapitalm&auml;rkten, die marginale Inflation, ein kritisches Weltwirtschaftswachstum und eine &bdquo;sinkende Sterblichkeit&ldquo; werden die bAV k&uuml;nftig noch weiter treffen, sagte Rainald Meyer, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Funk Vorsorgeberatung, auf dem gestrigen AssCompact Wissen Forum &bdquo;betriebliche Vorsorge&ldquo;. Neben vielen Detailfragen zu bAV, bKV und BU im Kollektivgesch&auml;ft sowie einem Ausblick auf die kommenden Reformpl&auml;ne durch Prof. Dr. Bert R&uuml;rup fiel der Blick immer wieder auf die Niedrigzinsen &ndash; insbesondere im Zusammenhang mit der Direktversicherung, mit der Versicherungsmakler &uuml;ber 70% ihre Courtage-Einnahmen im bAV-Gesch&auml;ft erwirtschaften, wie Dr. Christian Durchholz, Leiter der Studie &bdquo;AssCompact AWARD Betriebliche Altersversorgung 2016&ldquo;, gestern ebenfalls darlegte.</p>
<h5>
Courtagen sinken</h5>
<p>Mit der n&auml;chsten Absenkung des H&ouml;chstrechnungszinses zum 01.01.2017 wird das bAV-Neugesch&auml;ft noch schwieriger. F&uuml;r Versicherer sei es heute schon schwierig, die Beitragsgarantien bzw. den Beitragserhalt zu stemmen, so Meyer. Versicherer m&uuml;ssten immer mehr auf die Kosten sehen und vor diesem Hintergrund w&uuml;rden sich die Courtagen in der Lebensversicherung und im bAV-Gesch&auml;ft weiter deutlich reduzieren. Er geht davon aus, dass sich Versicherungsmakler je nach Laufzeiten auf 20% weniger Courtagen einstellen m&uuml;ssen. Im Bestand rechnet der Mathematiker mit einer weiteren Absenkung der &Uuml;bersch&uuml;sse und einer Reduktion der Rentenfaktoren im Tarif.</p>
<p>Was Versicherungsmakler ihren Kunden aber klar machen m&uuml;ssten, sei, dass die Niedrigzinsen nicht nur die Versicherer betreffen. Man k&ouml;nne sogar sagen, dass die Lebensversicherung im Vergleich zu anderen Anlageklassen &bdquo;sogar noch gut dastehe.&ldquo;</p>
<h5>
Sind die neuen Produkte die L&ouml;sung?</h5>
<p>Die Zinssituation hat dazu gef&uuml;hrt, dass die Versicherer neue Lebensversicherungsprodukte &ndash; auch f&uuml;r die bAV &ndash; auf den Markt gebracht haben, etwa Drei-Topf-Hybride oder indexorientierte Versicherungen. Manche Versicherer haben ihre klassischen Kollektive mittlerweile f&uuml;r den Neuzugang gesperrt. Die klassischen Produkte verschwinden tendenziell vom Markt. Versicherungsmakler reagieren aber auch skeptisch aufgrund der Komplexit&auml;t und der Vielfalt der Produkte. Die neuen Produkte seien kein Allheilmittel, es g&auml;be aber auch keine Alternative zu diesen Produkten, so Meyer. Und man solle sich vor Augen f&uuml;hren, dass sie bei einem sich abzeichnenden steigendem Zins auf jedem Fall im Vorteil w&auml;ren. (bh)</p>
<p>Bilder vom AssCompact Forum betriebliche Vorsorge am 13.09.2016 in Neuss sehen Sie <a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/forum-betriebliche-vorsorge-erste…; target="_blank">hier</a>.</p>
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„Der Rechtsrahmen muss für alle bAV-Anbieter gleich sein“

Fabian von Löbbecke, Vorstandsvorsitzender der Talanx Pensionsmanagement und verantwortlich für bAV bei HDI, erklärt, welche Folgen die Einführung des Sozialpartnermodells in der bAV für Versicherer und Makler hätte und warum er gegen ein Opting-out-Modell ist. Hinsichtlich der bAV-Produkte plädiert er für weniger Garantien.

<p class="frage">Herr von L&ouml;bbecke, das Bundesarbeitsministerium hat nach Berlin zum bAV-Dialog eingeladen. Ist das ein Einlenken im Hinblick auf das vom Ministerium favorisierte Sozialpartnermodell?</p>
<p class="frage">
<p>Ich sehe kein Einlenken. Offenbar h&auml;lt Frau Nahles immer noch an ihrem Vorhaben fest, ein zweites, tarifliches Zwangssystem neben die bew&auml;hrte bAV zu setzen &ndash; mit eigenen Regeln und Vorschriften. Ein eigenes Rechtssystem f&uuml;r die Tarifrente f&uuml;hrt jedoch zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen. Das ist nicht fair. Der Rechtsrahmen muss f&uuml;r alle bAV-Anbieter gleich sein. Anstatt ein Paralleluniversum zu schaffen, sollte die Politik lieber die bestehende bAV vereinfachen, B&uuml;rokratie abbauen und Anreize setzen, damit auch kleine und mittlere Bertriebe eine bAV einf&uuml;hren.</p>
<p class="frage">Sollte das Sozialpartnermodell doch kommen, was w&uuml;rde das f&uuml;r Versicherer und f&uuml;r Versicherungsmakler bedeuten?</p>
<p class="frage">
<p>Ein Parallelsystem w&uuml;rde die bAV noch komplexer machen und alle Beteiligten nur verunsichern. Die Frage ist auch, ob das Ganze &uuml;berhaupt legal ist. Professor Schwintowski von der Humboldt-Universit&auml;t h&auml;lt es f&uuml;r europarechtswidrig, weil es massiv in die Wettbewerbsfreiheit eingreifen w&uuml;rde. F&uuml;r Makler bedeutet es ebenfalls nichts Gutes, weil sie bei der neuen L&ouml;sung au&szlig;en vor bleiben sollen. Eine Beratung sieht das Sozialpartnermodell nicht vor. Das hei&szlig;t, man nimmt den Maklern und Versicherern ein Gesch&auml;ftsfeld.</p>
<p class="frage">Und f&uuml;r die Arbeitgeber und Arbeitnehmer?</p>
<p>Arbeitgeber m&uuml;ssten k&uuml;nftig sechs verschiedene Durchf&uuml;hrungswege verwalten. Und Arbeitnehmer k&ouml;nnten denken, dass sie mit der Tarifrente ausreichend vorgesorgt h&auml;tten, obwohl ihre Versorgungsl&uuml;cke noch weit klafft.</p>
<p class="frage">Lassen Sie uns andere Modelle ansehen. Welche Reformen w&uuml;rden Sie vorschlagen?</p>
<p class="frage">
<p>Wir haben als HDI Lebensversicherung einen 10-Punkte-Plan aufgestellt, wie man die bestehende bAV verbessern kann. Darin fordern wir unter anderem, die volle Beitragspflicht auf Betriebsrenten in der Kranken- und Pflegeversicherung abzuschaffen. Damit auch Geringverdiener eine bAV abschlie&szlig;en, sollten Betriebsrenten zudem nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden. Die steuerliche F&ouml;rderung sollte vereinheitlicht und ausgebaut werden. Die Anhebung des Dotierungsrahmens auf bis zu 10% der Beitragsbemessungsgrenze innerhalb eines Durchf&uuml;hrungsweges w&uuml;rde die bAV deutlich vereinfachen und verbessern. Und ganz wichtig: Die Beratung durch Experten sollte beibehalten werden.</p>
<p class="frage">Ein Freund von Opting-Out-Modellen sind Sie nicht?</p>
<p class="frage">
<p>Wohin Opting-out f&uuml;hren kann, sieht man am Beispiel der Mini-Jobber: Hier hat der Gesetzgeber festgeschrieben, dass diese automatisch gesetzlich rentenversichert sind &ndash; mit der M&ouml;glichkeit, sich daraus aktiv zu befreien. Das Ergebnis: &Uuml;ber 80% der Mini-Jobber w&auml;hlten die Rentenversicherungspflicht ab. Opting-out-Modelle f&uuml;hren vielleicht zu einer h&ouml;heren Verbreitung der bAV, aber nicht zu einer bedarfsgerechten Versorgung. Wichtig ist, dass der Gesetzgeber einen belastbaren Rechtsrahmen schafft, damit Betriebe, die ein Opting-out einf&uuml;hren wollen, nicht nachher von &bdquo;zwangsbegl&uuml;ckten&ldquo; Arbeitnehmern verklagt werden.</p>
<p class="frage">Warum klappt es dann aber mit der Verbreitung der bAV heute nicht besser? Und warum gibt es so wenig arbeitgeberfinanzierte bAV?</p>
<p>Die gr&ouml;&szlig;ten Hemmnisse f&uuml;r eine weitere Verbreitung der bAV sind neben der Anrechnung auf die Grundsicherung und die volle Verbeitragung der Leistungen auch die Komplexit&auml;t. Arbeitnehmern und Arbeitgebern fehlen Informationen und Anreize. Die Arbeitnehmer kennen ihr Recht auf Entgeltumwandlung oft nicht und die Arbeitgeber kl&auml;ren sie nicht auf. Viele wissen nicht, dass ein Zuschuss f&uuml;r sie aufwandsneutral w&auml;re. Aktive Information und finanzielles Engagement der Arbeitgeber k&ouml;nnten viel bewirken. Unternehmen sollten Teile der Lohnnebenkosten, die sie durch eine bAV einsparen, als Zuschuss an ihre Mitarbeiter weitergeben.</p>
<p class="frage">Erste Pensionskassen, auch aus Ihrem Konzern, haben die Verzinsung f&uuml;r bestehende bAV-Vertr&auml;ge gesenkt. Wird das Schule machen und mit welchen Konsequenzen? Und ist die von Ihnen oft erw&auml;hnte &bdquo;Systemrendite&ldquo; tats&auml;chlich ein schlagendes Argument?</p>
<p class="frage">
<p>Eins ist klar: Die gesetzliche Rente wird in Zukunft nicht ausreichen, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Eine zus&auml;tzliche, kapitalgedeckte Vorsorge ist zwingend notwendig, sonst landen viele B&uuml;rger in der Altersarmut. Kritiker zweifeln an der Entgeltumwandlung. Sie irren. Professor Dommermuth vom Institut f&uuml;r Vorsorge und Finanzplanung hat diverse Szenarien durchgerechnet. Das Ergebnis: Die bAV lohnt sich allein schon wegen der staatlichen F&ouml;rderung. Trotz nachgelagerter Besteuerung und Sozialversicherungspflicht im Alter ist die bAV anderen Vorsorgeformen h&auml;ufig &uuml;berlegen.</p>
<p class="frage">Vor demselben Hintergrund, also dem Niedrigzins, k&ouml;nnen Sie sich auch bAV-Produkte vorstellen, die nur 80 oder 90% Beitragsgarantie enthalten. Das widerspricht der bisherigen bAV-Idee. Wie k&ouml;nnten solche Produkte aussehen und wird sich das durchsetzen lassen?</p>
<p class="frage">
<p>Wir m&uuml;ssen weg von Zinsgarantien. Sie sind Renditekiller. Wir befinden uns in einer Zinseiszeit. Sichere Staatsanleihen haben inzwischen einen Nullzins erreicht. 100% Beitragsgarantie lassen sich im anhaltenden Niedrigzinsumfeld kaum noch darstellen. Die Politik sollte daher die Beitragsgarantie flexibilisieren. Wir unterst&uuml;tzen Vorst&ouml;&szlig;e, Garantien abzusenken, wie es Dr. Arteaga in seinem Gutachten f&uuml;r das Bundesarbeitsministerium vorschl&auml;gt. Mir gef&auml;llt das niederl&auml;ndische Modell der &bdquo;Defined Ambition&ldquo; ganz gut: Bei dem sog. Zielrentensystem gibt es eine feste Beitragszusage, die sp&auml;tere Leistung wird jedoch nicht verbindlich festgelegt, sondern nur gewissenhaft gesch&auml;tzt. Ich glaube, das ist ein guter Mittelweg zwischen den im Niedrigzinsumfeld schwer kalkulierbaren Beitragszusagen mit Mindestleistung einerseits und reinen Beitragszusagen andererseits. Au&szlig;erdem zwingen hohe Garantien Versicherer zu einer restriktiven und damit chancenbegrenzten Kapitalanlage. Wenn der Gesetzgeber uns lie&szlig;e, k&ouml;nnten wir kapitaleffizientere Produkte in der bAV anbieten, die eine h&ouml;here Rendite in Aussicht stellen.</p>
<p class="frage">Vor Kurzem sagten Sie auf einer Ihrer Veranstaltungen, dass HDI weiter in die bAV investieren werde. Sehen Sie, dass sich andere Anbieter aus dem Markt zur&uuml;ckziehen?</p>
<p class="frage">
<p>Das sehen wir zwar nicht, aber wir sehen, dass sie nicht mehr in das bAV-Gesch&auml;ft investieren. Wir als HDI setzen jedenfalls weiterhin klar auf das bAV-Gesch&auml;ft und wollen unsere Position als einer der f&uuml;hrenden bAV-Anbieter in Deutschland ausbauen. Dabei werden wir weiter in digitale Services investieren, um Kunden und Vertriebspartner besser zu unterst&uuml;tzen. So haben wir mit dem &bdquo;HDI bAVnet&ldquo; ein Online-Portal zur Verwaltung von bAV-Vertr&auml;gen eingef&uuml;hrt. Damit sind wir Vorreiter am Markt und haben beim Wettbewerb &bdquo;Digitaler Leuchtturm Versicherung&ldquo;, der von der S&uuml;ddeutschen Zeitung und Google ausgerichtet wird, den ersten Platz belegt. Au&szlig;erdem wollen wir das Gesch&auml;ft mit der Auslagerung von Pensionszusagen forcieren. Hier haben wir eine besondere Expertise, die in Zeiten steigender Pensionsr&uuml;ckstellungen von den Firmen dringend ben&ouml;tigt wird.</p>
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Ein Artikel von
Fabian von Löbbecke

Allianz: Neue Produkte boomen in der bAV

Kunden wählen bei bAV-Produkten laut Marktführer Allianz vor allem Angebote mit neuen Garantien. Klassikprodukte machen demnach hingegen nur rund ein Drittel des bAV-Neugeschäfts aus, bei der privaten Vorsorge sogar nur noch rund ein Zehntel.

<p>Immer mehr Kunden der Allianz entscheiden sich f&uuml;r Produkte mit neuen Garantien. Das gelte inzwischen auch in der bAV. Demnach wurden allein im ersten Halbjahr 2016 &uuml;ber 32.000 Vertr&auml;ge der beiden Vorsorgekonzepte Perspektive oder KomfortDynamik mit einem Beitragsvolumen von 1,4 Mrd. Euro im Firmengesch&auml;ft der Allianz Leben abgeschlossen. Im Gesamtgesch&auml;ft von Allianz Leben &ndash; also bei Firmen- und Privatkunden &ndash; waren es knapp 79.000 solcher Vertr&auml;ge mit einer Beitragssumme von rund 3,3 Mrd. Euro.</p>
<h5>
Perspektive am gefragtesten</h5>
<p>Der Gro&szlig;teil entschied sich f&uuml;r das Mitte 2013 eingef&uuml;hrte Konzept Perspektive &ndash; im Firmenkundengesch&auml;ft waren das im ersten Halbjahr knapp 28.700 Vertr&auml;ge. &bdquo;Perspektive kommt bei unseren Firmenkunden an, denn es verbindet das starke Sicherungsverm&ouml;gen der Allianz mit modernen Garantien und bietet Sicherheiten, die sich viele unserer Kunden w&uuml;nschen&ldquo;, kommentiert Andreas Wimmer, im Vorstand von Allianz Leben verantwortlich f&uuml;r das Firmenkundengesch&auml;ft.</p>
<h5>
KomfortDynamik punktet bei Firmenkunden</h5>
<p>Neben Perspektive werde auch das 2015 eingef&uuml;hrte Konzept KomfortDynamik immer st&auml;rker nachgefragt. Rund die H&auml;lfte des Neugesch&auml;fts dieses Konzeptes stammt aus dem Firmenkundenbereich. &bdquo;KomfortDynamik erschlie&szlig;t die Chancen des Kapitalmarktes verbunden mit dem gewohnten Komfort und dem geringen Verwaltungsaufwand einer klassischen bAV&ldquo;, so Wimmer. Mit dem Produkt habe man daher einen neuen Bestseller f&uuml;r chancenorientierte Betriebsrenten geschaffen.</p>
<h5>
Klassische Garantien immer weniger gefragt</h5>
<p>Nur noch jeder dritte Euro im Neugesch&auml;ft mit Firmenkunden floss Allianz Leben im ersten Halbjahr 2016 bei traditionellen, klassischen Vertr&auml;gen zu &ndash; mit stark sinkender Tendenz. Bei den Privatkunden w&uuml;rden sogar nur noch rund 10% zu diesem Produkt greifen. (mh)</p>
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Forum betriebliche Vorsorge: Fachwissen und Vernetzung in Zeiten wachsender Herausforderungen

Reformen, niedrige Zinsen, kritische Arbeitgeber und besorgte Arbeitnehmer: Die Herausforderungen in der Beratung zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) werden nicht weniger. In vier Wochen bietet das AssCompact Forum betriebliche Vorsorge Orientierung und aktuellste Informationen zum Thema und hat namhafte Experten nach Neuss eingeladen.

<p>Am 13.09.2016 ist es wieder soweit. Das Forum bAV öffnet seine Pforten für Vermittler, Entscheider und bAV-Experten im Swissôtel Neuss. Einer davon ist Professor Bert Rürup, der in seinem Vortrag gleich drei große Politika auf den Prüfstand stellen möchte: Nahles-Fonds, Schäuble Zuschuss und Deutschland-Rente. Die Bundessozialministerin möchte die bAV in kleineren und mittleren Unternehmen ausweiten, der Finanzminister einen staatlichen Zuschuss für Geringverdiener einführen und die Deutschland-Rente soll ein günstiges Rentenstandardprodukt für alle werden. </p><p>Die politischen Reformpläne beschäftigen jedoch nicht nur die Branche, sie verunsichern auch die baV-Kunden, Unternehmer und Mitarbeiter gleichermaßen. Hier sind die Vermittler gefragt, ihren Kunden durch transparente und umfassende Beratung die Angst zu nehmen. Kein leichtes Unterfangen neben der Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu den ohnehin komplexen betrieblichen Altersvorsorgekonzepten. Das Forum bietet auch hier Unterstützung in den zahlreichen Workshops, in denen sich Vermittler gezielt Fachwissen zu den Themen aneignen können, die sie in ihrem Arbeitsalltag am meisten beschäftigen. </p><h5>Fachwissen in Vorträgen und Workshops, persönliches Gespräch an den Ständen</h5><p>Weitere Referenten sind unter anderem Alexander Schrehardt, der über die Absicherung von Arbeitskraft in der betrieblichen Altersversorgung sprechen wird und die Rechtsanwältin Margret Kisters-Kölkes. Dass die Niedrigzinsphase zu den größten Herausforderungen in der bAV-Beratung zählt, hat erst jüngst die Studie AssCompact AWARD zur betrieblichen Altersversorgung ergeben. Welche Folgen diese für die bAV hat, thematisiert Rainald Mayer in seinem Eröffnungsvortrag auf dem Forum. </p><p>Auch die Möglichkeit, sich persönlich mit den Versicherungsgesellschaften auszutauschen und sich über neueste Angebote zu informieren, kommt nicht zu kurz. Persönliche Ansprechpartner stehen an den Fachständen den Tag über für Gespräche zur Verfügung. Beim Besuch der Veranstaltung können Weiterbildungspunkte der Initiative „gut beraten“ gesammelt werden. (tos) </p><h5>Termin &amp; Ort</h5><p>AssCompact Forum betriebliche Vorsorge am 13.09.2016 in Neuss (Swissôtel Düsseldorf/Neuss)</p><p>Mehr Infos zum Forum und zum Programm gibt es <a href="http://www.asscompact.de/forum-betriebliche-vorsorge&quot; target="_blank" >hier.</a> </p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/ADAABE58-F32E-4FE8-BE9E-1BD6EC85D9E7"></div>

 

Credit Life und Assistance Services bringen betriebliche Arbeitsunfähigkeitsversicherung

Mit der neuen betrieblichen Arbeitsunfähigkeitsversicherung (bAU) von Credit Life und Assistance Services GmbH können Arbeitnehmer im Rahmen eines Gruppenversicherungsvertrages über den jeweiligen Arbeitgeber versichert werden. Die bAU zahlt im Krankheitsfall monatlich einen fest vereinbarten Betrag, um die Einkommenslücke zwischen dem Krankengeld und dem vorherigen Nettoeinkommen zu schließen.

<p>Die Lohnfortzahlung endet für Arbeitnehmer im Krankheitsfall ab dem 43. Tag ihrer Erkrankung, danach wird nur noch das Krankengeld von der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt. Assistance Services GmbH und Credit Life International wollen mit einer neuen arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Arbeitsunfähigkeitsversicherung (bAU) nun helfen, die Einkommenslücke zwischen dem von der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlten Krankengeld und dem vorherigen Nettoeinkommen zu schließen (<a href="http://www.betriebliche-au.de&quot; target="_blank" >www.betriebliche-au.de</a&gt;). </p><p>Im Leistungsfall zahlt die bAU monatlich einen fest vereinbarten Betrag. Versichern lassen sich die Arbeitnehmer im Rahmen eines Gruppenversicherungsvertrages über den jeweiligen Arbeitgeber. Die Abwicklung erfolgt über eine eigene Onlineplattform. Interessierte Vertriebe können angebunden werden. So erhalten große Vertriebsgesellschaften, Maklerpools und -organisationen sowie Banken den Zugang zu einem Marktsegment mit gut 30 Millionen potenziellen Kunden – so viele Menschen sind in Deutschland sozialversicherungspflichtig bei ihren Arbeitgebern angestellt. </p><p>Der Monatsbeitrag für alle Mitarbeiter liegt laut Credit Life in der Regel bei 0,5% der monatlichen Lohnsumme. Die Beiträge sind alters- und geschlechtsneutral, es werden keine Gesundheitsfragen gestellt. Bei Vertragsbeginn besteht eine Wartezeit von drei Monaten. Ein Bestandteil der neuen bAU sind umfangreiche Assistance-Leistungen, wie eine Telefonhotline für medizinische Informationen, fachliche Beratung für den akuten Krankheitsfall und Vermittlung von Dienstleistern, die die Genesung unterstützen. (ad) </p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/3190099C-1148-46B4-908B-B371B84D33A0"></div>

 

AssCompact AWARD – Betriebliche Altersversorgung 2016

Die Relevanz der betrieblichen Altersversorgung hat in den vergangenen Jahren für die unabhängigen Vermittler stetig zugenommen. Welche Anbieter überzeugen derzeit mit dem besten Angebot und der besten Servicequalität?

<p>Die Studie „AssCompact AWARD – Betriebliche Altersversorgung 2016“ hat wieder die Favoriten der Makler ermittelt sowie aktuelle Herausforderungen und Trends im bAV-Geschäft aufgespürt.</p><ul><li><a href="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/bAV_2016_Flyer.pdf&q…; target="_blank" >Studienbestellung</a></li><li><a href="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/AssCompact_AWARD_bAV…; target="_blank" >Untersuchungsdesign und Methodik</a></li><li><a href="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/Artikel_bAV2016.pdf&…; target="_blank" >Artikel aus AssCompact 08/2016</a></li></ul><h5>Ansprechpartner:</h5><p><b/></p><p><b>Studienbestellung</b></p><p>Florian Stasch, stasch@bbg-gruppe.de, 0921 75758–38</p><p><b/></p><p><b>Inhalt und Konzeption</b></p><p>Dr. Christian Durchholz, durchholz@bbg-gruppe.de, 0921 75758–35</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/5BBDBEA7-5C30-4288-919E-4CB5B2541688"></div>

 
Ein Artikel von
Dr. Christian Durchholz
Florian Stasch

Weniger Unfälle trotz mehr Arbeitsstunden

Trotz gestiegener Beschäftigung sinken die Arbeitsunfallzahlen. Wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung bekannt gibt, sind die meldepflichtigen Arbeitsunfälle um 1,3% zurückgegangen. Auch die Zahl der Schulunfälle ist rückläufig.

<p>Das Risiko, einen Arbeitsunfall zu erleiden, ist im vergangenen Jahr noch einmal gesunken – und das obwohl die Beschäftigung weiter zugenommen hat. Es wurden 1,5% mehr Arbeitsstunden geleistet als im Vorjahr, gleichzeitig sank die Zahl auf insgesamt 866.056. Das sind rund 21,9 meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter, 1,3% weniger als im Vorjahr. Diese Zahlen gehen aus den Geschäfts- und Rechnungsergebnissen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die ihr Verband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), vor Kurzem in Berlin vorgelegt hat. 470 Menschen starben infolge eines Arbeitsunfalls, 13 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle ist 2015 hingegen um 2,84% auf 179.181 gestiegen. 348 endeten tödlich, das sind 26 mehr als im Vorjahr.</p><p>Der Grund für das Rekordtief seien die Arbeitsbedingungen, die in Deutschland immer sicherer würden, so die DGUV. Ein weiteres Indiz hierfür sieht der Verband auch in der Tendenz, dass nicht nur die Zahl der meldepflichtigen, sondern auch die der schweren Unfälle abnimmt.</p><h5>Berufskrankheit Hautkrebs</h5><p>Erst seit dem 01.01.2015 steht der weiße Hautkrebs durch UV-Strahlung auf der Berufskrankheitenliste. Seither erhielten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bereits 5.531 Verdachtsanzeigen. „Volkskrankheiten wie der weiße Hautkrebs stellen uns vor besondere Herausforderungen“, so Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV. „Wann ist ein Hautkrebs durch die Arbeit im Freien verursacht und wie lässt sich das feststellen? Bei diesen Fragen soll uns auch die GENESIS-Messkampagne zur UV-Belastung bei Arbeit im Freien weiterhelfen.“ </p><h5>Nicht jeder Verdacht erhärtet sich</h5><p>Insgesamt registrierten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen 76.991 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit. In 37.149 Fälle bestätigte sich der Verdacht. In 5.049 Fällen wurde eine neue Rente bewilligt. 2.409 Menschen starben infolge einer Berufskrankheit.</p><h5>Umlagesoll und Beitragssatz</h5><p>Das Umlagesoll der Berufsgenossenschaften ist 2015 um 1,5% auf 10,840 Mrd. Euro gestiegen, das der Unfallkassen der öffentlichen Hand um 3,9% auf 1,493 Mrd. Euro. Trotzdem ist der durchschnittliche Beitragssatz zu den Berufsgenossenschaften, der bereits 2014 ein Allzeit-Tief erreicht hatte, nochmals um zwei Prozent gesunken. Die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mussten 2015 nur 1,19% der beitragspflichtigen Entgelte für die Versicherung gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zahlen. Gründe hierfür sind weiterhin die hohe Beschäftigung und die anhaltend rückläufige Entwicklung der Unfallzahlen.</p><h5>Schülerunfälle</h5><p>Erfreulicherweise gab es auch in der Schülerunfallversicherung weniger Unfälle als 2014. Die Zahl der Schulunfälle sank um 3,03% auf 1.244.577. Auf dem Schulweg blieb die Zahl der Unfälle fast konstant: Sie stieg um 0,2% auf 110.200. Insgesamt 61 Schülerinnen und Schüler kamen in der Bildungseinrichtung oder auf dem Weg dorthin ums Leben. Das sind 19 mehr als im Vorjahr. (sg)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/B3DEE5FB-1FD6-42C6-B1C5-CD759BE54DDE"></div>

 

Zahl der bAV-Verträge wächst – Reform zieht sich

Die Versicherungsbranche bemängelt die nur langsame Entwicklung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Dennoch sind laut GDV-Zahlen die Verträge im vergangenen Jahr um 1,8% angewachsen. Die Versicherer fordern aber seit langem eine Vereinfachung der bAV. Währenddessen lässt ein Gesetzesentwurf zur bAV-Reform weiter auf sich warten.

<p>Die Zahl der bAV-Vertr&auml;ge ist nach GDV-Angaben im vergangenen Jahr um 1,8% auf 15,3 Millionen gestiegen. Das meiste davon sind Direktversicherungen. Mit rund 7,7 Millionen Vertr&auml;gen macht dieser Durchf&uuml;hrungsweg fast die H&auml;lfte der bAV aus. Die Vertr&auml;ge bei den Pensionskassen der Versicherer liegen bei 3,7 Millionen und bei den Pensionsfonds bei 532.000. Hinzu kommen 3,3 Millionen R&uuml;ckdeckungsversicherungen, die Arbeitgeber oder Unterst&uuml;tzungskassen zur Absicherung von Rentenzusagen abgeschlossen haben. Weiteren Berechnungen zufolge summierten sich die Beitr&auml;ge in der bAV im Jahr 2015 auf rund 19,1 Mrd. Euro. Im Vorjahresvergleich ist dies ein Zuwachs von ann&auml;hernd 16%. Zu diesem Ergebnis trug ma&szlig;geblich die &Uuml;bertragung von Versorgungszusagen auf Pensionsfonds bei. Nachzulesen sind diese Angaben in der aktuellen GDV-Brosch&uuml;re &bdquo;Lebensversicherung in Zahlen 2016&ldquo;.</p>
<h5>
Verbreitungsquote stagniert</h5>
<p>Zufrieden sind die Versicherer mit der Durchdringung der bAV aber trotzdem nicht. Der Zuwachs habe in den letzten Jahren zwar mit dem allgemeinen Besch&auml;ftigungswachstum schritthalten k&ouml;nnen, die Verbreitungsquote stagniere hingegen bei knapp 60%, so der Versicherer-Verband. Nach wie vor erreiche die bAV noch zu wenige Arbeitnehmer in den kleinen und mittleren Unternehmen.</p>
<p>Die weitere Verbreitung der bAV hatte sich auch die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode zum Ziel gesetzt. Die geplante bAV-Reform l&auml;sst aber auf sich warten, auch weil das von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bevorzugte Sozialpartnermodell viel Kritik hervorgerufen hat. Aktuell konkurrieren die Vorschl&auml;ge zweier ministerieller Gutachten miteinander. Auf dem Weg hin zum Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz stehen jetzt erst noch einmal viele Diskussionen an.</p>
<p>Nun wurde vonseiten des Bundesarbeitsministeriums ein &bdquo;Dialog Alterssicherung&ldquo; eingeleitet. Dort sollen die Positionen von Experten, Wissenschaftlern, Gewerkschaften, Arbeitgebern und Verb&auml;nden in die &Uuml;berlegungen einbezogen werden. Dazu geh&ouml;rt auch die Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r betriebliche Altersversorgung (aba), die gerade &uuml;ber den weiteren Zeitplan informiert hat. Demnach werde in Plenumssitzungen am 08.07.2016 der Bereich der zus&auml;tzlichen Altersvorsorge behandelt, am 04.10.2016 solle es um grundlegende Fragen zur gesetzlichen Rentenversicherung gehen. Dazwischen w&uuml;rden verschiedene Workshops den Prozess begleiten. Die Abschlusssitzung des Dialogs zur Alterssicherung sei dann f&uuml;r den 20.10.2016 angesetzt. Schnelle Ergebnisse erwartet die aba dabei nicht. Vor dem Hintergrund der Terminplanung erscheine es sehr ambitioniert, ein Gesetzgebungsverfahren noch vor der Bundestagswahl oder gar den Landtagswahlen 2017 abzuschlie&szlig;en, hei&szlig;t es im bAV-Update der aba. Urspr&uuml;nglich hatte die Branche mit einem Gesetzesentwurf noch vor der Sommerpause, sp&auml;testens aber in diesem Fr&uuml;hherbst, gerechnet. (bh)</p>
<p>Lesen Sie auch: <a href="http://www.asscompact.de/nachrichten/das-ringen-um-die-bessere-bav&quot; target="_blank">Das Ringen um die bessere bAV</a></p>
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Niedrigzinsphase und bAV: Überprüfung des Versorgungswerks aus Unternehmersicht erforderlich

Viele Unternehmen halten es in Zeiten der Niedrigzinsen hinsichtlich der bAV für erforderlich, ihr Versorgungswerk grundsätzlich zu überprüfen. Bei der Wahl eines neuen Versicherungsproduktes ist einem Großteil die finanzielle Stabilität des Anbieters sehr wichtig. Viele wünschen sich zudem, die Leistungen bei Alter, Tod und Invalidität in einem Versicherungsvertrag zu bündeln. Das ergibt eine Studie von Aon Hewitt.

<p>Die Lebensversicherer reagieren mit neuen Produkten und eingeschr&auml;nkten Garantieversprechen auf das Niedrigzinsumfeld und die Anforderungen, die sich aus der europ&auml;ischen Richtlinie Solvency II ergeben. Zunehmend wirkt sich dies auch auf die betriebliche Altersversorgung (bAV) aus: Inzwischen h&auml;lt es fast die H&auml;lfte der Unternehmen f&uuml;r erforderlich, ihr Versorgungswerk grunds&auml;tzlich zu &uuml;berpr&uuml;fen. Das zeigt die Studie &bdquo;Insurance Survey 2016: Rethink Insured Pensions&ldquo;, die der Anbieter von Services im Bereich Human Resources Aon Hewitt durchgef&uuml;hrt hat. Demzufolge hat bereits mehr als ein F&uuml;nftel der Unternehmen Ver&auml;nderungen vorgenommen, indem sie beispielsweise die zugesagte Verzinsung reduziert oder von leistungs- auf beitragsorientierte Zusagen umgestellt haben.</p>
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Festhalten an der arbeitgeberfinanzierten Versorgung</h5>
<p>Kein Zweifel besteht allerdings daran, dass die bAV auch zuk&uuml;nftig eine wichtige Rolle spielen wird, um neue Mitarbeiter zu gewinnen und Arbeitnehmer zu binden, daher will der &uuml;berwiegende Anteil der befragten Unternehmen an der arbeitgeberfinanzierten Versorgung festhalten.</p>
<p>F&uuml;r viele Unternehmen w&auml;re es der Studie zufolge sogar denkbar, ihre Versorgungsregelung komplett neu zu gestalten. Bei der Wahl eines neuen Versicherungsproduktes ist einem Gro&szlig;teil der Befragten demnach die finanzielle Stabilit&auml;t des Anbieters sehr wichtig &ndash; gefolgt von Transparenz und Flexibilit&auml;t. F&uuml;r die Mehrheit der Arbeitgeber sind au&szlig;erdem die M&ouml;glichkeit, Hinterbliebene im Todesfall und Mitarbeiter im Fall der Berufsunf&auml;higkeit abzusichern, wichtige Bestandteile des bAV-Angebotes. Zwei Drittel der befragten Unternehmen w&uuml;nschen sich daher, die Leistungen bei Alter, Tod und Invalidit&auml;t in einem Versicherungsvertrag zu b&uuml;ndeln. &bdquo;Hier sind die Lebensversicherer aufgefordert, die Produkte der neuen Generation dahingehend weiterzuentwickeln, dass sie sich auch f&uuml;r die Abbildung komplexer Versorgungsordnungen eignen, um sie uneingeschr&auml;nkt f&uuml;r die bAV tauglich zu machen&ldquo;, erl&auml;utert Thorsten Teichmann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Pensions Insurance Broker GmbH in Hamburg und Partner bei Aon Hewitt.</p>
<p>Gro&szlig;e Unsicherheiten bestehen laut Insurance Survey 2016 noch bei den Handlungsoptionen und deren Vor- und Nachteilen. &bdquo;Das Angebot an neuen Produkten ist nicht mehr so homogen und selbst f&uuml;r Fachleute nicht immer transparent&ldquo;, berichtet der Aon-Hewitt-Manager. Bei den Produkten der neuen Generation k&ouml;nne sowohl die garantierte als auch die zum Rentenbeginn hochgerechnete Leistungsh&ouml;he nur sehr eingeschr&auml;nkt als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden. Um das passende Produkt zu finden, seien &ndash; anders als bei klassischen Tarifen &ndash; Produktmerkmale, wie beispielsweise Gestaltungsrechte bei der Kapitalanlage oder die Einschlussm&ouml;glichkeit von Zusatzversicherungen, ausschlaggebend.</p>
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&Uuml;ber die Studie</h5>
<p>F&uuml;r die Aon-Hewitt-Studie &bdquo;Insurance Survey 2016: Rethink Insured Pensions&ldquo; wurden mehr als 70 &ndash; sowohl im DAX gef&uuml;hrte als auch mittelst&auml;ndische &ndash; Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen befragt.&nbsp;(ad)</p>
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