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Assekuranz bAV allgemein

Die Bayerische feilt an ihrer bAV

Die Bayerische stellt ihre bAV neu auf – mit neuen Absicherungsoptionen, wählbaren Garantien und einer größeren Fondsauswahl. Zudem lassen sich die Beiträge über die Laufzeit flexibel anpassen. Des Weiteren bietet die Bayerische eine BU-Beitragsbefreiung ohne Gesundheitsprüfung.

Bei der Weiterentwicklung ihrer betrieblichen Altersversorgung (bAV) setzt die Bayerische auf Nachhaltigkeit sowie auf Flexibilität, um modernen Erwerbsbiografien Rechnungen zu tragen. Neben neuen Absicherungsoptionen, wählbaren Garantien und einer größeren Auswahl nachhaltiger Fonds hat der Versicherer die bAV dahingehend angepasst, dass sie über die gesamte Laufzeit flexibel bleibt – von dynamisch wachsenden Beiträgen über Lösungen für Einkommenspausen bis hin zu einer verlängerbaren Ansparphase. Ziel ist laut der Versicherungsgruppe die Bayerische eine bAV, die sich über Jahrzehnte hinweg an verschiedene Lebenssituationen anpasst.

Kern der neuen bAV-Generation bleiben die Produktwelten „bAV Blue Invest“ mit nachhaltiger Ausrichtung, „bAV Hallo Zukunft“ als wertpapierorientierte Lösung sowie die „KlassikRente bAV“ mit Anlage im Sicherungsvermögen. Alle Varianten sind weiterhin als Direktversicherung und als Rückdeckungsversicherung für Unterstützungskassen verfügbar – jeweils gezillmert und ungezillmert.

Flexible Beitragsgestaltung über die Laufzeit

Zu den Neuerungen der bAV-Generation 2026 zählt die Möglichkeit einer flexiblen Anpassung der Beiträge – prozentual oder automatisch entlang der Beitragsbemessungsgrenze. Zuzahlungen und Fondsumschichtungen sind jederzeit möglich. Für Phasen mit geringerem Einkommen stehen geregelte Optionen wie Beitragspausen, Beitragsfreistellung oder Stundungen zur Verfügung.

Optionale BU-Beitragsbefreiung ohne Gesundheitsprüfung

Erstmals bietet die Bayerische in „bAV Blue Invest“ und „bAV Hallo Zukunft“ eine optionale Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit ohne Gesundheitsprüfung an. Nach einer Wartezeit von drei Jahren, die bei Unfall entfällt, wird die Altersvorsorge auch bei längerer Berufsunfähigkeit fortgeführt. Eine vereinbarte Dynamik bleibt dabei erhalten.

Größere Fondsauswahl

Die „bAV Blue Invest“ bietet nun eine ausgeweitete Auswahl an Fonds. Neben nachhaltigen Sachwerte-Fonds stehen künftig auch nachhaltige (also nach Artikel 8 oder Artikel 9 der Offenlegungsverordnung klassifiziert) Publikumsfonds sowie ein gemanagtes nachhaltiges Portfolio zur Verfügung.

Weitere Anpassungen

Anstelle eines festen Garantieniveaus gibt es bei der neuen Produktgeneration Beitragsgarantien zwischen 50 und 80%. Neu eingeführt hat die Bayerische zudem ein Ablaufmanagement, das Marktrisiken kurz vor Rentenbeginn noch effektiver reduziert. Der erreichte Vertragswert wird schrittweise abgesichert: zu Beginn mit 80%, dann erhöht sich der Sicherungsanteil jährlich um fünf Prozentpunkte. Ziel sei laut dem Versicherer, Renditechancen zu nutzen und gleichzeitig das Risiko ungünstiger Marktzeitpunkte zu begrenzen.

Auch künftig setzt die Bayerische auf eine differenzierte Hochrechnung. Der Sicherungsanteil wird mit der aktuell deklarierten Verzinsung dargestellt, der Fondsanteil mit einer unterstellten Wertentwicklung. Sicheres und chancenorientiertes Kapital werden damit klar getrennt ausgewiesen. Als neue Option bietet der Versicherer eine gemeinsame Hochrechnung, bei der beide Anteile einheitlich modelliert werden für zusätzliche Vergleichbarkeit.

Mehr Flexibilität in der Leistungsphase

Auch in der Leistungsphase bietet die neue bAV-Generation mehr Flexibilität. Neu geregelt und gebündelt sind Optionen wie lebenslange Rente, Kapitalauszahlung sowie eine Teilkapitalisierung von bis zu 30%. Zudem gibt es Möglichkeiten für Zuzahlungen, Fondswechsel und Lösungen bei Zahlungsschwierigkeiten wie Beitragspausen oder Stundungen. (tik)

News zu weiteren neuen Produkten und Anpassungen finden Sie in unserer Rubrik Assekuranz.
 

Altersarmut? Galadinner!

Die bAV muss von der Vermittlerschaft aus einer neuen Perspektive gedacht werden, meint Cordula Vis-Paulus: von den „Rändern“ der Gesellschaft, denen die Altersarmut droht. Genau diese Gruppe sollte auch am „Galadinner“ der Altersvorsorge teilhaben und nicht nur von außen zuschauen.

Ein Kommentar von Versicherungsmaklerin und bAV-Expertin Cordula Vis-Paulus

Der 50-Euro-Vertrag ist das Aspirin der Altersvorsorge. Prickelt kurz, der Schmerz ist weg. Doch eine resiliente Gesellschaft braucht weniger Aspirin und mehr Holistik: neue Fragen, wirksamere Antworten. Also: Wie wird die bAV für Randgruppen zum heim­lichen Systemretter?

Rente, brennender Zukunftsnerv – die Junge Union hat es uns allen gezeigt. Den Kanzler haben sie unter Hochdruck an die Renten­reform getrieben. Was daraus wird? Zweifel sind erlaubt. Braucht es in der Altersvorsorgeberatung ein radikales Umdenken? Weg vom wohligen Durchschnitt hin zu den Rändern, an denen Armut, Überforderung und strukturelle Ungleichheit sichtbar werden?

Weg vom Durchschnitt hin zu den Rändern

Nicht der Durchschnittsverdienst entscheidet über die Stabilität des Systems, sondern diejenigen, die trotz jahrzehntelanger Arbeit auf eine Rente unterhalb der Armutsgrenze zusteuern. Wer unter etwa 3.500 Euro brutto verdient, bewegt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in Richtung Altersarmut – auch bei langer Erwerbsbiografie. Besonders betroffen sind Teilzeitkräfte, Geringverdienende, Beschäftigte in kleinen Betrieben und schwachen Regionen, Menschen mit Sprachbarrieren und ohne starke Interessenvertretung. Sie alle sind die „Ränder“, die im Beratungsalltag zu oft unsichtbar bleiben – und später die Staatskasse mit Grundsicherung, Wohngeld und Co. sowie höheren Gesundheits- und Pflegeausgaben massiv belasten.

Die unterschätzte Gruppe der Teilzeit-Mütter

Die teilzeitberufstätige Mutter steht sinnbildlich für diese stille Mehrheit. Sie macht nur rund 20% der beschriebenen Gruppe aus, ist aber ein Brennglas für strukturelle Schieflagen: jahrzehntelange Teilzeit, geringere Löhne, begrenzte Aufstiegschancen – und am Ende eine Rente, von der allein man kaum existieren kann. Viele von ihnen werden später nicht nur auf ergänzende staatliche Leistungen angewiesen sein, sondern auch überproportional Gesundheits- und Pflegekosten verursachen, weil ein Leben lang finanzielle Unsicherheit Spuren hinterlässt. Wer wissen will, wer von „Altersarmut plus Stütze“ leben muss, darf sich nicht an Durchschnittswerten orientieren, sondern muss genau auf diese Ränder schauen.

Warum klassische Privatvorsorge hier versagt

Maklerinnen und Makler brauchen zahlungskräftige Kundschaft, um wirtschaftlich arbeiten zu können – das ist legitim. Doch genau die beschriebenen Gruppen gehören meist nicht dazu: niedrige Einkommen, kaum Spielraum im Budget, geringe Finanzbildung, wenig Zugang zu Anlage- und Investmentthemen. Privat finden sie selten den Weg in tragfähige Vermögensbildung, selbst wenn der Wille vorhanden wäre. Klassische Privatvorsorge sortiert damit ausgerechnet diejenigen aus, bei denen der Vorsorgebedarf am höchsten ist – mit fatalen Folgen für Betroffene und für den Staatshaushalt.

Die bAV als Galadinner – nicht als Fast Food

Betriebliche Altersvorsorge – die vielleicht einzige Vorsorgeform, die für die Gesellschaft wirklich den Unterschied machen kann?! Weil sie alle Beschäftigten erreichen könnte. Die „Menükarte“ der „bAV und Benefits“ muss einen ganzheitlichen Blick auf das Leben der Menschen ermöglichen:

  • Sie muss Teilzeiteinkommen und knappe Budgets berücksichtigen und gleichzeitig den massiv erhöhten Vorsorgebedarf durch Teilzeit abfedern.
  • Sie muss Sprach- und kognitive Hürden ernst nehmen, verständliche Angebote machen und Orientierung geben.
  • Sie muss zeigen, dass unterschiedliche Lebenslagen – Mütter, Väter, Migrantinnen und Migranten, Fachkräfte in körperlich anstrengenden Jobs, High Performer – bewusst mitgedacht wurden.

Menükarte: Der „Gruß aus der Küche“ holt alle ab – wie wäre es mit einem arbeitgeberfinanzierten Grundbaustein à la § 100 EStG? Bei den nächsten Gängen jubeln die Geschmacksknospen: knackige Rentenbausteine nachhaltig auf ETF-Essenz, ein Crunch an Invaliditätsschutz, zarte Pflegekomponenten, frische Gesundheitsakzente und ein sattes Plus an finanzieller Resilienz. Betriebliche Altersvorsorge ist wie ein Galadinner: alles drin, was das Leben stark macht – und gleichzeitig so angerichtet, dass man gar nicht anders kann, als begeistert Platz zu nehmen.

Alle sind eingeladen: Mütter, Manager, Leader, Akademiker, Abfall­entsorger, Dachdecker, Autoschrauber, Zimmer­leute. So sollte es sein. Faktisch aber ist es in Deutschland anders: Fast die Hälfte der Menschen hat weder eine bAV noch ein alterna­tives Ruhestandsdepot – sie stehen buchstäblich vor der Tür und schauen auf ein Fest, zu dem sie nie eine Einladung bekommen haben. Und die andere Hälfte zahlt oft viel zu wenig für ihr „Gala­dinner“: Wer für den halben Preis – etwa mit Bei­trägen von 130 Euro bei Männern und 98 Euro bei Frauen – antritt, bekommt am Ende eher Fast Food als eine ausge­wogene, tragfähige Altersversorgung.

 

Altersarmut? Galadinner!

 

Alle mitdenken!

Eine verantwortungsvolle „bAV- und Benefits-Menükarte“ betrachtet den Menschen als Ganzes – in seinem familiären, gesundheitlichen, beruflichen und kulturellen Umfeld. Angebote müssen als sinnstiftend, erleichternd, zuversichtlich, gesundheitsbewahrend und -fördernd erlebbar sein. Es geht nicht nur um Produkte, sondern um psychologische Sicherheit: „Hier werde ich auch als Mensch gesehen: Alles zusammen gibt mir das die Sicherheit, die ich mir und meiner Familie wünsche.“ Genau das macht den Unterschied für Frauen, für Teilzeitkräfte, für Care-­Verantwortliche und für all jene, die sonst durch das Raster fallen. Noch was: Wir brauchen mehr Beraterinnen als Rolemodels über alle drei Schichten: von der Vorspeise bis New York Super Fudge Chunk.

Lesen Sie auch: FemSurance: Veränderung durch Community

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bavonline und J2M arbeiten zusammen

Die bavonline gmbh und J2M GmbH haben eine Kooperation bekannt gegeben. Die bavonline gmbh kann damit ihr Leistungsangebot im Bereich der Leadgenerierung erweitern und in Zukunft auch professionelle Telefonterminierungen anbieten.

Die bavonline gmbh hat eine Partnerschaft mit der J2M GmbH bekannt gegeben. Damit erweitert das Unternehmen sein Leistungsangebot im Bereich der Leadgenerierung. Die bavonline gmbh bietet die Software-Tools bav|guard für die betriebliche Altersversorgung (bAV) und die betriebliche Krankenversicherung (bKV) sowie twoforty für die digitale Leadakquise an. Mit der neuen Partnerschaft wird es künftig auch professionelle Telefonterminierungen geben.

Versicherungsvermittler und Finanzdienstleister erhalten damit zu attraktiven Konditionen qualifizierte Telefontermine, heißt es von bavonline. Die telefonische Ansprache umfasst Themen rund um die Digitalisierung der bAV, der bKV sowie ergänzend Sachversicherungslösungen. Mit der Erweiterung des Angebots möchte bavonline die Vertriebsunterstützung für Vermittler im Gewerbekundensegment stärken. (lg)

Lesen Sie auch: Warum klassische Verwaltungstools für die bAV nicht mehr ausreichen
 

Die Stuttgarter: Per Protoschill folgt auf Dr. Henriette Meissner

Wechsel an der Spitze der Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH: Dr. Henriette Meissner gibt den Staffelstab an Per Protoschill weiter. Die bAV-Expertin geht nach über 20 Jahren bei der Stuttgarter in den Ruhestand. Protoschill übernimmt nun die operative Gesamtverantwortung in der Geschäftsführung der GmbH.

Dr. Henriette Meissner verabschiedet sich nach mehr als zwei Jahrzehnten Engagement für Die Stuttgarter und die betriebliche Altersversorgung (bAV) in den Ruhestand. Sie verlässt das Unternehmen zum 31.12.2025, nachdem sie seit dem Jahr 2005 Teil der Stuttgarter war. Zudem war sie bis zuletzt als Geschäftsführerin der Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH und Generalbevollmächtigte für die bAV der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. tätig.

Ihr Nachfolger wird Per Protoschill, der bereits seit April 2024 gemeinsam mit Meissner die Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH leitete. Ab dem 01.01.2026 übernimmt Protoschill nun die operative Gesamtverantwortung in der Geschäftsführung der GmbH.

Meissner gilt als bAV-Expertin, die die Position der Stuttgarter als Anbieter von Vorsorgelösungen maßgeblich mitgeprägt hat. Unter anderem war sie laut Unternehmen eine zentrale Figur in der Weiterentwicklung moderner Vorsorgekonzepte sowie in der Verbesserung der Beratungsunterstützung und der professionellen Qualifizierung von Vermittlerinnen und Vermittlern. „Henriette Meissner hat Die Stuttgarter fachlich wie menschlich bereichert und entscheidend dazu beigetragen, dass wir heute als anerkannter bAV-Spezialist gelten“, so Dr. Guido Bader, Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter. „Mit ihrer Fachlichkeit, Beharrlichkeit und Orientierung an praktischer Umsetzbarkeit hat Frau Meissner maßgebliche Standards bei uns und in der Branche gesetzt.“

Auch in der Branche ist Meissner bekannt: Als Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) und Leiterin der Fachvereinigung Unterstützungskassen brachte sie viele Jahre entscheidende Praxisimpulse in politische und regulatorische Weiterentwicklungen ein, wie es vom Versicherer heißt. Zudem rief sie den Stuttgarter bAV-Preis ins Leben, der seit dem Jahr 2012 Abschlussarbeiten im Rahmen des Studiengangs Betriebswirt/-in bAV der Hochschule Koblenz prämiert. Sie war überdies als Dozentin im Studiengang bAV-Betriebswirt und Leiterin des Fachkreises bAV bei der Deutschen Maklerakademie (DMA) sowie als Mitherausgeberin des Kompass bAV und Vorsorge aktiv. „Mir war es immer wichtig, dass gute Lösungen in der bAV nicht nur auf dem Papier funktionieren, sondern die Menschen wirklich erreichen. Daran mitzuwirken und Wissen zu teilen, hat mich stets motiviert“, sagt Meissner. (lg)

Lesen Sie auch: Zum aktuellen Stand und zur Zukunft der bAV
News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © Stuttgarter

 

Die Versicherer mit der größten bAV-Expertise

MORGEN & MORGEN hat zum ersten Mal die Expertise der Lebensversicherer im Bereich betriebliche Altersvorsorge unter die Lupe genommen. Das neue Rating bewertet die fachliche, technische und prozessuale Stärke der Anbieter. Achtmal haben die Experten die Höchstnote vergeben.

Das Analysehaus MORGEN & MORGEN hat erstmals untersucht, welche Lebensversicherer wie kompetent im Bereich betriebliche Altersvorsorge (bAV) sind. Die bAV gewinnt angesichts demografischer Veränderungen, Fachkräftemangel und wachsender regulatorischer Anforderungen immer weiter an Bedeutung. Mit der Verabschiedung des Zweiten Betriebsrentenstärkungsgesetzes durch den Bundestag Anfang Dezember erhofft sich die Bundesregierung, mehr Menschen für die bAV zu gewinnen – sollte der Bundesrat zustimmen, könnte das Gesetz bereits zum Jahreswechsel in Kraft treten. Zudem bringt das neue Jahr weitere wichtige Änderungen in der bAV.

Beratung im Bereich bAV ist komplex

Die bAV gilt als eines der komplexesten Beratungsfelder in der Versicherungswirtschaft. Vor diesem Hintergrund haben die Analysten das erste bAV-Expertise-Rating veröffentlicht, welches die fachliche, technische und prozessuale Stärke der Versicherer systematisch bewerten soll. „Die bAV erfordert weit mehr als gute Tarife“, erklärt Thorsten Saal, Bereichsleiter Rating und Mathematik bei MORGEN & MORGEN. „Arbeitgeber brauchen verlässliche Partner, die fachlich stark aufgestellt sind und sie sicher durch komplexe rechtliche, steuerliche und prozessuale Themen führen.“

Rating bewertet bAV-Leistungsfähigkeit in fünf Bereichen

Das Rating bewertet die Leistungsfähigkeit der Anbieter im bAV-Geschäft anhand von den fünf zentralen Komponenten Bestand, Produkte, Allgemein, Beratung und Vertrieb sowie Verwaltung. Die Teilnahme am Rating ist für die Versicherer freiwillig. Um teilzunehmen, müssen sie einen detaillierten und umfangreichen Fragebogen beantworten, der eine Abstimmung über mehrere Fachbereiche hinweg benötigt und eine hohe zeitliche Anforderung an die Teilnehmer stellt, erklärt MORGEN & MORGEN.

Für das Erstrating haben 13 Versicherer alle Anforderungen für die Teilnahme erfüllt. Die fehlende Teilnahme weiterer Anbieter sei in erster Linie auf den erforderlichen Ressourceneinsatz zurückführen und erlaube keine Rückschlüsse auf deren bAV-Expertise.

Diese Versicherer erhalten im Erstrating die Höchstnote

Der erste Jahrgang zeigt ein durchgehend hohes Bewertungsniveau. Das ließe sich vor allem darauf zurückführen, dass gerade Versicherer mit einem starken bAV-Fokus bereit waren, sich der Analyse zu unterziehen. So können 8 der 13 Teilnehmer die Höchstbewertung von fünf Sternen erhalten. Das sind (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Allianz
  • Alte Leipziger
  • BL die Bayerische
  • ERGO Vorsorge
  • Stuttgarter
  • Swiss Life
  • Württembergische
  • WWK

Die restlichen fünf Teilnehmer erreichen die zweitbeste Bewertung von vier Sternen:

  • Canada Life
  • Continentale
  • Gothaer
  • LVM
  • VOLKSWOHL BUND

Die Ergebnisse und die Ratingdokumentation sind auf der Website von MORGEN & MORGEN verfügbar. (js)

 

 

Die bAV-Anbieter mit dem besten Maklerservice

Service ist im Zusammenspiel von Versicherern und Vermittlern von großer Bedeutung. Die Studie „AssCompact AWARD – Maklerservice 2025“ beleuchtet in verschiedenen Sparten die Favoriten der Vermittler in Sachen Maklerservice – darunter auch die bAV-Anbieter, die in diesem Bereich punkten.

 
von
 

PSVaG setzt Beitragssatz für 2025 auf 1,2 Promille fest

Steigende Insolvenzen und ein höheres Schadenvolumen sorgen dafür, dass der PSVaG den Beitragssatz für 2025 deutlich anhebt. Dank verschiedener entlastender Faktoren konnte der Anstieg aber unterhalb des Durchschnittswertes abgefedert werden.

Der Pensions-Sicherungs-Verein VVaG (PSVaG) in Köln hat in der vergangenen Woche den Beitragssatz für das Jahr 2025 auf 1,2 Promille festgelegt. Im Vorjahr lag er noch bei 0,4 Promille.

Die Schutzeinrichtung für die betriebliche Altersversorgung, der rund 105.400 Unternehmen angehören, begründet den Anstieg mit der seit 2022 kontinuierlich steigenden Zahl an Unternehmensinsolvenzen. Neben der Zunahme der Insolvenzen ist auch das Schadenvolumen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Bereits im Juli hatte der PSVaG einen Beitragssatz für 2025 unterhalb des Zehnjahresdurchschnitts von 1,9 Promille in Aussicht gestellt. Dank entlastender Effekte aus dem insgesamt freundlichen Kapitalmarktumfeld sowie der Auflösung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung aus dem Vorjahr konnte nun ein Satz von 1,2 Promille festgesetzt werden. Durch den Beitragssatz von 1,2 Promille und die gemeldete Beitragsbemessungsgrundlage von 402 Mrd. Euro ergibt sich für dieses Jahr ein Beitragsvolumen der Mitgliedsunternehmen von rund 482 Mio. Euro. Im Vorjahr lag es noch bei 157 Mio. Euro.

Wie der PSVaG zudem mitteilt, ist für Zusagen über Pensionskassen in diesem Jahr letztmalig ein zusätzlicher Beitrag zu entrichten. Dieser dient der Dotierung des Ausgleichsfonds und beträgt 1,5 Promille der jeweiligen Beitragsbemessungsgrundlage für Pensionskassenzusagen. (bh)

 

SIGNAL IDUNA und Metzler gehen bAV-Kooperation ein

SIGNAL IDUNA und Metzler sind eine strategische Partnerschaft eingegangen und stellen gemeinsam eine digitale Bestandsverwaltung für bAV-Lösungen bereit. Ziel sei es laut den Unternehmen, die Verbreitung der bAV zu unterstützen und Zugangshürden zu senken.

SIGNAL IDUNA und Metzler sind eine Kooperation in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) eingegangen. Die Vertragspartner SIGNAL IDUNA Pensions-Management GmbH und die Metzler Pension Management GmbH wollen gemeinsam eine „digitale und hocheffiziente Bestandsverwaltung mit Hilfe moderner bAV-Systeme anzubieten“.

Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liege auf der Bestandsverwaltung von Kunden des Metzler Sozialpartner Pensionsfonds und des Metzler Mittelstands-Pensionsfonds. Insbesondere soll die Kooperation kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie größeren Kollektiven mit heterogenen Arbeitgeberstrukturen leichteren und transparenteren Zugang zu bAV-Lösungen ermöglichen.

Durch die Kombination aus „innovativen Anlagestrategien und einer vollständig digitalisierten Prozesslandschaft“ soll nicht nur eine nachhaltige Finanzierung der Pensionsverpflichtungen sichergestellt werden, sondern auch die Verwaltungsaufwände für alle Beteiligten spürbar reduziert werden.

Laut den Unternehmen bringt Metzler Pension Management seine langjährige Erfahrung als Pensionsanbieter in die Kooperation ein. SIGNAL IDUNA steuert ihre Expertise für die Systeme und die digitale Information und Verwaltung von bAV-Beständen bei. (js)

 

Was sich 2026 bei der betrieblichen Altersversorgung ändert

Versicherungsmakler und Arbeitgeber sollten rechtzeitig prüfen, welche Änderungen 2026 für die betriebliche Altersversorgung (bAV) bringt, etwa neue Beitragsbemessungsgrenzen, das BRSG II und die Aktivrente. Die DCS Deutsche Clearing Stelle hat wichtige Aspekte zusammengestellt.

Auch 2026 bringt wichtige Änderungen für die betriebliche Altersversorgung (bAV). Versicherungsmakler sollten also wissen, was sich für Arbeitgeber und Beschäftigte ändert. Die DCS Deutsche Clearing Stelle GmbH, Spezialistin für bAV-Verwaltung und -Abwicklung, hat hierzu relevante Punkte zusammengestellt.

Neue Beitragsbemessungsgrenzen und höhere Zuschüsse

Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass zum 01.01.2026 die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der Renten- und Arbeitslosenversicherung bundeseinheitlich auf 101.400 Euro jährlich bzw. 8.450 Euro monatlich angehoben wird. Daraus ergeben sich neue Höchstbeträge für die bAV: Bis zu 8% der BBG – also 8.112 Euro pro Jahr bzw. 676 Euro im Monat – können steuerfrei in eine Direktversicherung eingebracht werden. Sozialversicherungsfrei bleiben davon 4% der BBG, entsprechend 4.056 Euro jährlich oder 338 Euro monatlich.

Arbeitgeber sind verpflichtet, einen Zuschuss von 15% der umgewandelten Entgeltbestandteile zu leisten. Wer den maximal sozialversicherungsfreien Betrag von 338 Euro nutzt, erhält somit 44,09 Euro monatlich vom Arbeitgeber. Unternehmen, die ihren Beschäftigten freiwillig mehr bieten möchten, können diesen Zuschuss auf die volle 8%-Grenze ausweiten – das entspricht 88,17 Euro monatlich.

Maximale Arbeitgeberförderung bleibt 2026 unverändert

Der maximale Arbeitgeberförderbetrag nach § 100 EStG bleibt im kommenden Jahr noch unverändert. Er beträgt weiterhin 288 Euro pro Jahr, bei einem förderfähigen Arbeitgeberbeitrag von bis zu 960 Euro. Erst 2027 ist eine Erhöhung auf 360 Euro jährlich und einen förderfähigen Beitrag von 1.200 Euro vorgesehen.

BRSG II: Mehr Dynamik für die bAV

Mit dem zweiten Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG II) sollen ab 2026 weitere Impulse zur Verbreitung der bAV gesetzt werden. Auch hierzu informiert die DCS: Erstmals soll ein Opting-out-Modell auch außerhalb von Tarifverträgen ermöglicht werden. Beschäftigte werden damit automatisch in eine bAV einbezogen, können aber widersprechen. Außerdem sollen Geringverdiener stärker gefördert werden – etwa durch höhere Einkommensgrenzen und verbesserte Zuschüsse.

Aktivrente: Neue Spielräume, aber auch Beitragspflichten

Zum 01.01.2026 wird mit der Aktivrente ein steuerfreies Einkommen von bis zu 2.000 Euro monatlich für sozialversicherungspflichtig beschäftigte Rentner eingeführt. Laut DCS unterliegt dieser Freibetrag nicht dem Progressionsvorbehalt und wird nicht auf die bAV angerechnet. Allerdings gilt: Auf die ausgezahlte Betriebsrente wie auch auf das Arbeitseinkommen fallen weiterhin Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an – sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber sind hiervon betroffen.

Jetzt bAV-Vereinbarungen prüfen und Chancen nutzen

Angesichts der veränderten Rahmenbedingungen in der bAV empfiehlt es sich, dass Arbeitgeber und Versicherungsmakler bestehende Versorgungsvereinbarungen frühzeitig prüfen und bei Bedarf anpassen, um die neuen Gestaltungsmöglichkeiten optimal zu nutzen. (bh)

Lesen Sie auch: Änderungen zur Jahresmitte: Was schon gilt, kommt und geplant ist
 

„Durchdachtes Versorgungskonzept ist strategische Investition“

Xempus setzt darauf, betriebliche Vorsorge für alle Beteiligten zu vereinfachen. Im Interview im Rahmen der DKM 2025 erklären Martin Bockelmann und Malte Dummel, Co-CEOs von Xempus, welche Rolle digitalen Lösungen zukommt, um die bAV weiter zu verbreiten – und warum die DKM Impulsgeber ist.

Interview mit Martin Bockelmann, Gründer und Co-CEO der Xempus AG, und Malte Dummel, Co-CEO der Xempus AG
Herr Bockelmann, Xempus begleitet die DKM schon seit etlichen Jahren. Was zeichnet die Messe Ihrer Ansicht nach aus?

Martin Bockelmann: Die DKM ist für uns ein zentraler Treffpunkt der Branche. Sie bringt Menschen zusammen, die Vorsorge gestalten – Vermittlerinnen und Vermittler, Produktanbieter sowie Technologiepartner. Der persönliche Austausch ist wertvoll, weil er zeigt, was die Branche bewegt. Für uns ist die DKM ein Impulsgeber: Wir nehmen konkrete Rückmeldungen mit, die direkt in die Weiterentwicklung unserer Lösungen einfließen.

Herr Dummel, wie erleben Sie den persönlichen Austausch mit den Fachbesuchern? Und welche Impulse erhalten Sie darauf für Ihr Angebot und Ihre Services?

Malte Dummel: Der Dialog auf Augenhöhe ist für uns entscheidend. Vermittlerinnen und Vermittler berichten uns, wie sie mit dem XEMPUS advisor beraten und wo sie sich noch mehr Unterstützung wünschen. Diese Gespräche helfen uns, unsere Lösungen noch besser auf die Praxis abzustimmen – verständlich, effizient und skalierbar.

In den vergangenen „DKM-Jahren“ hat sich bei Xempus viel getan. Was waren im Rückblick besondere Meilensteine?

Martin Bockelmann: In den vergangenen Jahren haben wir die ganzheitliche Beratung der betrieblichen Vorsorge konsequent weiterentwickelt. Vermittlerinnen und Vermittler beraten heute mit dem XEMPUS advisor die betriebliche Altersversorgung, die betriebliche Krankenversicherung und die betriebliche Arbeitskraftabsicherung – verständlich, digital und in einem Prozess. Mit dem Budget-Berater lässt sich gemeinsam mit dem Arbeitgeber ein Versorgungskonzept entwickeln, das alle Bausteine berücksichtigt. Damit alle Beteiligten den vollen Mehrwert erhalten, sollte der gesamte Prozess einfach, effizient und digital ablaufen – von der Bedarfsermittlung über den Abschluss bis zur Verwaltung. Daran arbeiten wir.

Wie sehen Sie das Unternehmen heute aufgestellt und wo liegen die Schwerpunkte?

Malte Dummel: Xempus ist heute breit aufgestellt. Vermittlerinnen und Vermittler nutzen unsere Lösungen, um betriebliche Versorgungskonzepte verständlich und effizient umzusetzen – von der Bedarfsermittlung über die Beratung bis zur Verwaltung. Arbeitgeber profitieren von klaren Prozessen und einfacher Administration. Und Versicherer von automatisierten Prozessen. Der Fokus liegt auf der weiteren Automatisierung. KI-gestützte Datenintegration, zentrale Schnittstellen und vernetzte Systeme schaffen die Grundlage für skalierbare Beratung und digitale Verwaltung. So wird Vorsorge für alle Beteiligten einfacher – und zukunftssicher.

Auch wenn die Bedeutung der bAV immer wieder betont wird, stagniert die weitere Verbreitung in den vergangenen Jahren, vor allem bei kleinen Unternehmen. Worin bestehen nach wie vor die größten Hürden?

Martin Bockelmann: Viele kleine Unternehmen scheuen den Aufwand und die Komplexität. Genau hier setzen wir an: Mit digitalen Lösungen, die einfach zu nutzen sind und die Verwaltung erleichtern. Wenn die bAV verständlich erklärt und unkompliziert umgesetzt wird, steigt die Bereitschaft zur Einführung deutlich.

Mit dem Zweiten Betriebsrentenstärkungsgesetz soll die bAV ausgebaut und breiter etabliert werden. Fachleute sehen Licht und Schatten. Welche Aspekte sind aus Ihrer Sicht zu begrüßen, wo gehen die vorgesehenen Maßnahmen nicht weit genug?

Martin Bockelmann: Es ist positiv, dass die Politik die betriebliche Altersversorgung weiter stärken will. Die gesetzlichen Vorgaben zu Opting-out und die verbesserte Geringverdienerförderung sind wichtige Schritte. Gleichzeitig braucht es mehr Wahlfreiheit und Flexibilität als bisherige Lösungen, damit die bAV bei Arbeitgebern und Mitarbeitenden an Akzeptanz gewinnt.

In den vergangenen Jahren sind die betriebliche Krankenversicherung (bKV) und die betriebliche Arbeitskraftabsicherung (bAKS) zunehmend in den Fokus gerückt. Wie beurteilen Sie hier die Entwicklungen?

Martin Bockelmann: Arbeitgeber erkennen zunehmend, wie wichtig es ist, betriebliche Vorsorge ganzheitlich zu denken. Die Kombination aus bAV, bKV und bAKS hilft, Versorgungslücken zu schließen und die Belegschaft langfristig zu binden. Entscheidend ist, die Vorteile zu verstehen und zu wissen, wie sich Vorsorge einfach und kostengünstig finanzieren lässt.

Ein gut gestaltetes Versorgungskonzept ist eine strategische Investition. Es hilft, Kosten durch Vakanzen, Krankheitstage oder Kündigungen zu reduzieren. Je besser die Bausteine ineinandergreifen, desto stärker wirkt Vorsorge als Wettbewerbsvorteil. Digitale Lösungen helfen in der Beratung, die Vorteile aufzuzeigen und mit dem Arbeitgeber ein ganzheitliches Versorgungskonzept zu erstellen und das notwendige Budget dafür zu verteilen.

Digitale Prozesse spielen in der Vorsorgeberatung eine immer größere Rolle und sollen sie einfacher und transparenter machen. Sehen Sie die Branche hier ein gutes Stück vorangekommen?

Malte Dummel: Ja, definitiv. Die Digitalisierung hat die Beratung verändert – sie ist heute schneller, verständlicher und effizienter. Aber es bleibt noch viel zu tun. Wir als Branche müssen weiter daran arbeiten, Prozesse zu vereinfachen und Medienbrüche zu vermeiden. Wir leisten gerne unseren Beitrag dazu.

Welchen Stellenwert hat die Beratung angesichts der zunehmenden Digitalisierung?

Malte Dummel: Beratung bleibt zentral. Digitale Tools unterstützen, aber sie ersetzen nicht das persönliche Gespräch. Vermittlerinnen und Vermittler sind entscheidend, wenn es darum geht, komplexe Themen verständlich zu machen und Vertrauen aufzubauen. Unsere Lösungen stärken sie in dieser Rolle.

Übernimmt diese Aufgabe vielleicht schon bald die KI?

Malte Dummel: Künstliche Intelligenz wird die heute etablierten Abläufe maßgeblich verändern – beispielsweise bei der Analyse von Daten oder der Vorbereitung von Gesprächsinhalten. Dennoch bleibt Vorsorge für viele ein Vertrauensthema und somit die persönliche Beratung unverzichtbar. In Kombination mit KI wird sie auf ein neues Level gehoben.