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ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G.

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ALTE LEIPZIGER erweitert Fondsauswahl

Im Rahmen ihrer fondsgebundenen Versicherungsverträge bietet die ALTE LEIPZIGER seit Kurzem auch zwei passive Schwellenländerfonds von Franklin Templeton an.

Die beiden passiven ETFs Franklin FTSE China UCITS ETF und Franklin FTSE India UCITS ETF sind seit Kurzem im Rahmen von fondsgebundenen Versicherungsverträgen der ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung erhältlich.

„Franklin Templeton positioniert sich aktiv im Versicherungs- und Altersvorsorgemarkt, wobei wir sorgfältig darauf achten, einen Mehrwert zu den bestehenden Angeboten unserer Partner zu schaffen“, sagt Martin Stenger, Sales Director Business Development Insurance and Retirement bei Franklin Templeton. Deswegen freue man sich, mit der ALTE LEIPZIGER eine Kooperation für zwei passive Schwellenländer-ETFs initiiert zu haben. Kunden der ALTE LEIPZIGER könnten so mit China und Indien zwei der größten und am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt kosteneffizient in ihre Portfolios aufnehmen. (ad)

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Corona-Krise: Weitere Versicherer mit Sonderregelungen und Hilfen

Mehrere Gesellschaften haben ihre Bedingungen um Sonderregelungen erweitert und Services ausgebaut, um Kunden und Vertriebspartner in der Corona-Krise zu unterstützen. Auch Versicherer wie Allianz, Basler, Condor, Münchener Verein, HALLESCHE, Provinzial NordWest und uniVersa bieten Hilfen.

In den vergangenen Tagen haben etliche Versicherer Maßnahmenpakete geschnürt, um Kunden in der Corona-Krise zu unterstützen. Täglich kündigen eitere Gesellschaften Sonderregelungen bzw. Erleichterungen an und erweitern ihren Service um zusätzliche Hilfs- und Informationsangebote.

Provinzial NordWest kommt Privatkunden entgegen

Der Provinzial NordWest Konzern hat mit seinen Einzelunternehmen Westfälische Provinzial Versicherung, Provinzial Nord Brandkasse und Hamburger Feuerkasse ein Maßnahmen-Paket auf den Weg gebracht. „Als Versicherer mit starken regionalen Wurzeln und einem weit verzweigten Netz an Vertriebspartnern vor Ort ist es uns wichtig, dass wir unseren Kunden schnell und unbürokratisch helfen können“, erklärt Dr. Markus Hofmann, Vertriebsvorstand bei der Provinzial NordWest. So erhalten alle Kunden, die eine aktuelle Hausratversicherung abgeschlossen haben, den bislang optionalen Zusatzbaustein Internetschutz ohne Mehrbeitrag hinzu, und zwar zunächst bis Ende Juni.

Kfz-Kunden, die derzeit im Home-Office arbeiten, können die vertraglich vereinbarte Kilometerleistung ggf. herabsetzen lassen, um den Versicherungsbeitrag zu verringern. Dies gilt für alle bei der Provinzial versicherten Fahrzeuge. Zudem bietet die Provinzial NordWest die Möglichkeit, bei der Provinzial oder Feuerkasse versicherte und zurzeit nicht genutzte Zweitwagen auf eine beitragsfreie Ruheversicherung umzustellen.

Eine Sonderregelung gibt es auch bei der Unfallversicherung mit Krankenhaustagegeld. So bekommen Kunden der Provinzial NordWest das Krankenhaustagegeld ab sofort auch bei einer COVID-19-Behandlung im Krankenhaus, obwohl diese Leistung in den Versicherungsbedingungen nicht vorgesehen ist. „Die Maßnahmen werden laufend angepasst und da, wo es notwendig ist, erweitert“, ergänzt Hofmann. Für Versicherte in Zahlungsschwierigkeiten bietet der Konzern etliche individuelle Lösungen wie etwa Beitragsstundung oder eine vorübergehende Änderung des Versicherungsumfangs.

uniVersa erleichtert beitragsfreies Ruhen von Verträgen

Auch die uniVersa Lebensversicherung hat für ihre Versicherten eine -Soforthilfe auf den Weg gebracht. Bis zum 30.06.2020 können Altersvorsorgeverträge für drei oder sechs Monate beitragsfrei gestellt werden. Auf die bislang erforderlichen Mindestlaufzeiten und zeitliche Beschränkungen verhzichtet der Versicherer während dieses Zeitraums. Die Neuregelung gilt für alle drei Schichten der Altersvorsorge und damit ebenso für die Rürup-, Riester- und Privatrente sowie für die betriebliche Altersvorsorge. Damit will die uniVersa Arbeitnehmern in Kurzarbeit sowie Selbstständigen und Freiberuflern den Weg ebnen, um noch flexibler auf finanzielle Engpässe reagieren zu können. 

Allianz und Basler mit Gratis-Unfallschutz für Kinder

Sonderlösungen haben auch die Allianz und die Basler Versicherungen auf den Weg gebracht. Die Versicherer wollen angesichts der Corona-bedingten Schul- und Kitaschließungen ihre Kunden entlasten und bieten einen beitragsfreien Unfall-Zusatzschutz für Kinder an. So ermöglicht es die Basler im Rahmen ihrer „Gratis-Unfall-Initiative“ ihren Kunden, eine Kinder-Unfallversicherung beitragsfrei abzuschließen. Der Abschluss dieses Unfall-Zusatzschutzes erfolgt online über eine gemeinsam mit dem InsurTech KASKO entwickelte Landingpage. Der Versicherungsschutz beginnt mit der Anmeldung und endet automatisch zum 15.05.2020.

Die Allianz bieten ihren Unfallschutz allen Kindern von Privatkunden mit einem bestehenden Allianz Sach-, Kranken- oder Lebensversicherungsvertrag, deren Krippe, Kindertagesstätte, Kindergarten sowie Kinderhort oder Schule wegen Corona geschlossen hat. Der Versicherungsschutz startet mit der Registrierung und gilt bis zum 30.04.2020.

Münchener Verein unterstützt Handwerker

Auch der Münchener Verein steht in der Corona-Krise seinen Kunden zur Seite. So wurden Handwerkern und handwerklichen Versorgungswerken Informationsmaterial zur Verfügung gestellt mit Fragen und Fakten zum Hilfspaket der Bundesregierung, zu finanziellen Hilfen wie Krediten und Bankbürgschaften, Regeln zur Kurzarbeit, Insolvenz sowie Rechte und Pflichten für Arbeitgeber.

Beim derzeit viel diskutierten Thema Betriebsschließungsversicherung (AssCompact berichtete) hat sich der Versicherer klar positioniert: „Von Beginn an war es für uns selbstverständlich, Corona im Rahmen der Betriebsschließungsversicherung als versichert anzusehen. Wir leisten unbürokratisch und schnell. Das verstehen wir unter dem Solidarprinzip in der Versicherungswirtschaft,“ betont Dr. Rainer Reitzler, CEO der Münchener Verein Versicherungsgruppe. Man habe teilweise sechsstellige Summen bereits ausgezahlt, um zur Rettung von Existenzen im Handwerk beizutragen. Der Münchener Verein stellt das Coronavirus „2019-nCoV“ den in seinen Bedingungen für die gewerbliche Betriebsschließungsversicherung namentlich genannten Krankheitserregern gleich.

Condor Leben startet Hotline für Makler

Für ihre Vertriebspartner hat die Condor Lebensversicherung eine Corona-Hotline eingerichtet. Bei Fragen zur aktuellen Corona-Krise können sich Makler von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr an das Condor Makler-Service-Center wenden. Die Servicemitarbeiter geben Auskunft insbesondere zu den Auswirkungen auf Verträge zu Lebens- und Krankenversicherungen.

Infoseite zu Sonderregelungen der Condor

Außerdem hat der Versicherer in seinem Maklerportal eine Corona-Seite für Vertriebspartner erstellt. Darin finden Vermittler Informationen unter anderem zu den Sonderregelungen zur Beitragsstundung sowie zu weiteren Maßnahmen.

HALLESCHE bietet Online-Programm zur psychologischen Unterstützung

Auch zahlreiche weitere Versicherer wie etwa der ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern haben ihre Internetauftritte um Corona-Themenseiten für Kunden, Geschäftspartner und Vermittler erweitert und Services ausgeabaut. So bietet die HALLESCHE Krankenversicherung ihren Kunden ein Gesundheitstelefon, ärztliche Videosprechstunde sowie ein „Corona-Programm“ an. Das kostenlose Online-Programm von Selfapy wendet sich an Personen, die währende der aktuellen Lage psychologische Unterstützung und Hilfe suchen.

Video-Tool für Vertriebspartner

Geschäftspartnern, zu denen der ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern enge Geschäftsbeziehungen pflegt, bietet das Unternehmen vorübergehend an, für die kommenden drei Monate die Kosten für ein Videoberatungstool zu übernehmen, damit sich Vertriebspartner trotz der geforderten „sozialen Distanz“ um die persönliche Kundenberatung kümmern können. (tk)

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Corona-Krise: Weitere Versicherer starten Maßnahmen

Corona-Krise: Immer mehr Versicherer bieten Erleichterungen

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Corona-Krise: Weitere Versicherer starten Maßnahmen

Um Kunden und Vertriebspartnern angesichts der Corona-Pandemie zu helfen, haben weitere Versicherer Maßnahmen vorgestellt. So bieten ALTE LEIPZIGER, INTER, R+V, Swiss Life und VOLKSWOHL BUND erweiterte Services, Optionen wie Beitragsstundung oder Ratenzahlung und andere Erleichterungen.

Etliche Versicherer haben im Zuge der Corona-Pandemie und ihrer drastischen wirtschaftlichen Folgen bereits reagiert und Maßnahmen gestartet, um ihre Kunden und Vertriebspartner zu unterstützen. Immer mehr Versicherer bringen derzeit Erleichterungen für Kunden und vermittlerfreundliche Lösungen auf den Weg bzw. erweitern Service-Angebote oder passen Deckungen an.

Swiss Life ermöglicht Stundung oder befristete Beitragsfreistellung

So hat beispielsweise Swiss Life für alle Produkte die Option einer Stundung oder Beitragsfreistellung angekündigt. Je nach Produkt soll kurzfristig eine Stundungs- oder befristete Beitragsfreistellung für einen Zeitraum von sechs Monaten möglich sein. Eine Stundung empfiehlt der Versicherer bei Biometrie-Produkten, die befristete Beitragsfreistellung dagegen bei Altersvorsorgeprodukten. „Swiss Life ist ein verlässlicher Partner auch in Krisenzeiten. Dazu gehört, dass wir unbürokratisch helfen und unseren Geschäftspartnern und Kunden zur Seite stehen,“ heißt es vonseiten des Versicherer.

Verzicht auf mögliche Provisionsrückforderungen

Um Vertriebspartner zu unterstützen, stundet Swiss Life auch etwaige Provisionsrückforderungen. Zudem hat der Versicherer die Provisionsvergütung verändert. Damit Geschäftspartner ihre Vergütung noch schneller erhalten, erfolgt die Auszahlung ab sofort wöchentlich und bis auf Weiteres nicht mehr im vierzehntägigen Turnus.

Stundung eine von mehreren Optionen auch beim VOLKSWOHL BUND

Auch der VOLKSWOHL BUND hat etliche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um Kunden in finanziellen Schwierigkeiten davor zu bewahren, Verträge zu kündigen. Für alle Verträge können Kunden bis zu einem Jahr eine Aussetzung für künftige Beitragszahlungen beantragen (mit Ausnahme von Verträgen der Secunda Unterstützungskasse), und zwar bis zum 30.04.2020. Nach einer einjährigen Aussetzung sind die Beiträge dann mindestens für ein Jahr wieder zu zahlen. Die ausgesetzten Beiträge werden durch eine Beginn-/Ablaufverlegung verrechnet. Außerdem ermöglicht der VOLKSWOHL BUND bei allen Tarifen eine zinslose Stundung für bis zu drei Monate. Diese Sonderregelung gilt ebenfalls bis zum 30.04.2020. Auch längerfristige Stundungen sind möglich mit Ausnahme von Riester-Versicherungen und einigen Tarifen aus dem Bereich der Arbeitskraft-, Pflege- oder Todesfallabsicherung. Hier sind die Optionen unterschiedlich.

Beitragsurlaub, Ratenzahlung & Co.

Für alle Tarife beim VOLKSWOHL BUND, die separate Überschüsse ansammeln, also etwa alle privaten Lebens- und Rentenversicherungen oder BU-Versicherungen mit Ansammlung der Überschüsse in Fonds, können fällige Beiträge aus dem bereits angesammelten Guthaben beglichen werden. Bereits aufgetretene Beitragsrückstände lassen sich bei ausreichendem Vertragsguthaben begleichen. Auch Ratenzahlung von bis zu sechs Monatsraten räumt der Versicherer ein. Des Weiteren können Kunden bei allen Lebens- und Rentenversicherungen mit Todesfallabsicherung Geld bis zur jeweils aktuellen Höhe dieser Todesfallabsicherung entnehmen, außer bei Riester- und Basisrenten.

ALTE LEIPZIGER mit Sonderregelungen

Auch die ALTE LEIPZIGER Leben hat eine Lösung erarbeitet, um Kunden bei kurzfristigen Zahlungsschwierigkeiten zu helfen. Der Versicherer bietet eine zinslose Beitragsstundung für höchstens sechs Monate an. Danach können gestundete Beiträge auf einmal oder in Raten zurückgezahlt werden. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 30.06.2020 für alle Tarife, sofern keine rechtlichen Gründe dagegen sprechen, wie etwa bei der Unterstützungskasse. Für Großkollektive erfolgen individuelle Absprachen. Bei der Beitragsstundung bleibt der Versicherungsschutz in vollem Umfang erhalten und auch gezahlte Vergütungen werden nicht zurückbelastet.

R+V erweitert Service und bietet Erleichterungen für Kunden

Auch die R+V hat auf ihrer Bilanzpressekonferenz Maßnahmen vorgestellt, um die negativen Auswirkungen der Corona-Krise zu lindern und Kunden zur Seite zu stehen. „Für uns als R+V Versicherung geht es in erster Linie darum, unsere Mitarbeiter zu schützen und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, um auch weiterhin uneingeschränkt für unsere Kunden da zu sein und ihnen gerade jetzt schnell und unkompliziert zu helfen“, unterstreicht Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung AG. Für Privat- und Firmenkunden bietet der Versicherer in allen Sparten Hilfen bei finanziellen Problemen und Erleichterungen. So können für alle Sparverträge zum Vermögens- und Vorsorgeaufbau zinslose Stundungen bis zu einer Dauer von sechs Monaten gewährt werden. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 30.06.2020.

Tarifumstellung und Telemedizin für Krankenvollversicherte

Krankenvollversicherten bietet die R+V die Möglichkeit, ihren Vertrag auf einen Tarif mit geringerem Leistungsumfang und/oder höherem Selbstbehalt umstellen, um Beiträge zu sparen. Innerhalb von maximal sechs Monaten können Versicherte ohne erneute Gesundheitsprüfung in den ursprünglichen Tarif zurückwechseln. Darüber hinaus hat der Versicherer seine Angebote für Krankenvollversicherte um Telemedizin erweitert. Ab Anfang April haben alle Vollversicherten der R+V Krankenversicherung AG die Möglichkeit, eine Online-Sprechstunde per Telefon, Video oder Chat zu nutzen. Hierzu kooperiert der Versicherer mit der TeleClinic GmbH. Die Telemediziner stellen auch Rezepte oder Überweisungen sowie Krankschreibungen aus. Die Rechnung für das Arztgespräch erstattet die R+V nach dem jeweils versicherten Tarif.

Erleichterungen für Kfz-Firmenkunden, erweiterte Berufshaftpflicht für Ärzte

Für ihre Kfz-Firmenkunden bietet die R+V bis zum 30.04.2020 eine beitragsfreie Ruheversicherung ohne amtliche Stilllegung. Zudem wurde die jährliche Gewinnbeteiligung für Firmenkunden mit gutem Schadenverlauf vorgezogen. Darüber hinaus unterstützt die R+V ihre Firmenkunden dabei, Lkw und Zugmaschinen, die bisher nur für den Werkverkehr im Einsatz waren, auch für den Güterverkehr und damit beispielsweise für die Lieferung von Lebensmitteln nutzen zu können.

Für Ärzte hat die R+V den Versicherungsschutz im Rahmen der Berufshaftpflichtversicherung ausgedehnt. Nun sind unter anderem auch telemedizinische und telefonische Beratungen abgesichert oder auch die Vertretung von erkrankten ärztlichen Kollegen.

INTER unterstützt mit „CoronaLine“

Die INTER Versicherungsgruppe hat eine „CoronaLine“ gestartet, um rund um die Uhr Antworten auf medizinische Fragen rund um das Virus und die Lungenkrankheit COVID-19 zu geben. Die Hotline bietet Zugang zu kompetenten Informationen, ausführliche Beratung und umfangreiche Organisation rund um das Thema Corona. Dazu zählen im Einzelnen ärztliche Beratung – auch per Video, Informationen zu den bundesweiten Teststellen und Ambulanzen sowie zur Sicherstellung der Pflege ggf. Lieferung, etwa von Heils- und Heilmitteln gemäß Verordnung. Zum Service gehören außerdem die Bereitstellung eines Hausnotrufs für die häusliche Versorgung, die Organisation von Medikamenten gemäß Rezept sowie von Lebensmitteln oder Essen auf Rädern etc. (tk)

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ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE präsentiert Geschäftszahlen

Im Rahmen einer Videokonferenz hat der ALTE-LEIPZIGER – HALLESCHE-Konzern in der vergangenen Woche seine Geschäftszahlen für 2019 vorgestellt. Zudem ging es um Vertriebstrends und branchenaktuelle Themen im laufenden Jahr.

Beim Jahres-Pressegespräch im Rahmen einer Videokonferenz präsentierte der ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE-Konzern in der vergangenen Woche seine Geschäftsergebnisse 2019 und gab einen Ausblick auf das laufende Jahr. Demnach sind die Beiträge des Konzerns insgesamt um 4,8% auf 4,7 Mrd. Euro gewachsen. Wachstumsimpulse bei der Lebens- und Krankenversicherung gab es vor allem durch das Firmengeschäft (bAV und bKV). Die Neugeschäftsbeiträge der ALTE LEIPZIGER Leben liegen erstmals über 1 Mrd. Euro (+12,1%), die laufenden Beiträge sind dabei um 12,4% auf 212 Mio. Euro angestiegen. Konzernweit wird eine sehr solide Finanz- und Ertragslage mit hoher Risikotragfähigkeit von 3,6 Mrd. Euro vermeldet.

Vertriebstrends: Digitaler Makler und pay-as-you-live

Zusätzlich zu den Geschäftszahlen wurden bei der Pressekonferenz weitere branchenaktuelle Themen angesprochen. Frank Kettnaker, Vorstandsmitglied Vertrieb/Marketing, stellte die vertrieblichen Trends für 2020 vor und machte in Sachen Vertriebsunterstützung das Ziel klar, dass Makler alle onlinefähigen Produkte in ihre persönlichen Websites integrieren können. Was die Produkte angehe, so würden neben E-Health und usage-on-demand vor allem Produktwelten nach dem pay-as-you-live-Prinzip nachgefragt, so Kettnaker, der dies am Beispiel „Reiter“ verdeutlichte. Ein Kunde, zu dessen Hobbys das Reiten zähle, frage nach Versicherungsschutz für alles, was in der Lebenswelt der Reitercommunity wichtig sei: (Kranken-)versicherungsschutz fürs Pferd, persönliche Absicherung für die Reiterferien, eine passende Versicherung für den Pferdeanhänger am Kfz, ausreichender Schutz bei Diebstahl von Sattel oder Zubehör ...

Zudem ging Kettnaker auch auf die Videoberatung ein, die einen vollumfänglichen Abschlussprozess auf digitalem Weg ermögliche. Aber nicht nur in Sachen Vertriebstrends kam die Digitalisierung zur Sprache. So wird im Konzern beispielsweise auch die Digitalisierung des bAV-Geschäfts durch das Firmenportal vorangetrieben, das an die Personalverwaltungssysteme von Firmenkunden angebunden werden kann und auch Beratern bzw. Maklern den Zugriff auf die Bestandsdaten erlaubt. Dokumente können dort schnell und ressourcenschonend eingestellt und online bearbeitet werden. Des Weiteren strebt der Konzern an, seine API- und BiPRO-Fähigkeiten sowie weitere Schnittstellen so auszubauen, dass alle Marken plattformfähig werden.

bKV: Neue Serviceangebote und schnellere Prozesse

Die HALLESCHE bereitet ebenfalls ein Firmenportal für die betriebliche Krankenversicherung (bKV) vor und sieht es laut Vorstandsmitglied Wiltrud Pekarek für die Zukunft als wichtig an, ihre führende Position in Sachen bKV mithilfe neuer Serviceangebote und schnellerer Prozesse abzusichern bzw. auszubauen. Darüber hinaus verstehe man sich, so Pekarek, schon lange nicht mehr nur als Kostenerstatter, sondern als Partner der Kunden in allen Fragen rund um Gesundheit und Krankheit.

Corona: Entsprechende Maßnahmen eingeleitet

Natürlich kam auch die Corona-Thematik im Lauf der Pressekonferenz zur Sprache und alle anwesenden Vorstandsmitglieder versicherten, dass man hier schon ab Anfang Februar entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit eingeleitet habe. Im Home-Office könnten ca. 55% der Mitarbeiter arbeiten, derzeit würden 40% von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Der Vertrieb sei zudem vollständig mobil. Auf die Folgen der Corona-Krise für die Kapitalmärkte angesprochen, betonte Vorstandsmitglied Martin Rohm (Kapitalanlagen/Finanzen), dass er einen global synchronisierten Abschwung kommen sehe, und auch eine Rezession, von der aber noch nicht bekannt sein könne, wie stark sie sein werde und wie lange sie dauern werde. Je schneller das Coronavirus eingedämmt werden könne, umso schneller werde aber das Vertrauen der Anleger zurückkommen. (ad)

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ALTE LEIPZIGER: stellvertretender Vorstandsvorsitzender ernannt

Dr. Jürgen Bierbaum ist seit 01.01.2020 neuer stellvertretender Vorsitzender der Vorstände bei der ALTE LEIPZIGER. An seinen bisherigen Ressortverantwortlichkeiten ändert sich dabei nichts.

Dr. Jürgen Bierbaum wurde zum Jahresbeginn 2020 zum neuen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G., der HALLESCHE Krankenversicherung a.G. sowie der ALTE LEIPZIGER Holding AG ernannt. Die Ressortverantwortung von Dr. Jürgen Bierbaum umfasst unverändert die Bereiche Produkte, Mathematik, Vertrag und Leistung für die Lebensversicherung.

Bierbaum ist bereits seit 2011 für die ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung tätig. 2012 übernahm der promovierte Volkswirt und Aktuar die Leitung des Zentralbereichs „Aktuariat und Versicherungstechnik“ und wurde zum verantwortlichen Aktuar der ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung, ALTE LEIPZIGER Pensionskasse und des ALTE LEIPZIGER Pensionsfonds bestellt. 2016 folgte die Berufung in die Vorstände der ALTE LEIPZIGER Leben, HALLESCHE Krankenversicherung und ALTE LEIPZIGER Holding. (bh)

Bild: © ALTE LEIPZIGER

 

ALTE LEIPZIGER Leben senkt Überschussbeteiligung

Die ALTE LEIPZIGER Leben, die in der bAV noch klassische Tarife anbietet, senkt die Überschussbeteiligung. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Gleichermaßen kündigt der Versicherer neue BU-Tarife an.

Die ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung passt ihre Überschussbeteiligung an und begründet dies mit der fortdauernden Niedrigzinsphase. Die laufende Verzinsung für die flexible Rentenversicherung AL_RENTEFlex beträgt demnach 2,35% (2019: 2,60%). Die Gesamtverzinsung liegt künftig bei 2,65% (2019: 3,10%).

Die laufende Verzinsung der klassischen Rentenversicherungen erreicht 2,25% (2019: 2,50%). Ihre Gesamtverzinsung wird von 2,90% auf 2,50% gesenkt.

Im Zuge der Überschussdeklaration verweist die ALTE LEIPZIGER auf ihre überdurchschnittlich stabile Kapitalausstattung. Auch die Solvenzquote per 31.12.18 in Höhe von 357% (ohne Volatilitätsanpassungen und Übergangshilfen) sei marktüberdurchschnittlich und für 2019 werde ein sehr guter Solvenz-Wert erwartet.

Für das laufende Jahr erwartet der Lebensversicherer ein gutes Neugeschäft und ein Beitragswachstum im Bestand. Insbesondere basiere das Ergebnis auf einem guten bAV-Geschäft, heißt es aus dem Unternehmen. Noch für Ende des Jahres kündigt die ALTE LEIPZIGER zudem die Einführung einer neuen Generation von Berufsunfähigkeitsversicherungen an, die sich an die veränderte Arbeitswelt mit neuen Berufsbildern orientiere. (bh)

Bild: Firmensitz der ALTE LEIPZIGER in Oberursel © ALTE LEIPZIGER

 

ALTE LEIPZIGER bringt neue Cyberversicherung für KMU

Mit „AL_CYBER“ bietet die ALTE LEIPZIGER einen neuen Cyberschutz für kleine und mittelgroße Unternehmen. Das Produkt ist modular aufgebaut – Größe, Risikoeinschätzung und vorhandene Absicherungen werden berücksichtigt. Für kleinere Firmen sind Versicherungssummen ab 10.000 Euro möglich.

Die ALTE LEIPZIGER hat ab sofort eine neue Cyberversicherung im Angebot. „AL_CYBER“ wendet sich an kleine und mittelgroße Unternehmen und ist modular konzipiert. Dadurch werden Größe, Risikoeinschätzung und bereits vorhandene Absicherungen einer Firma berücksichtigt. Auch Deckungssummen und Selbstbehalte beziehen sich speziell auf den gewählten Baustein. Laut ALTE LEIPZIGER sind insbesondere für kleinere Unternehmen die geringen Einstiegsprämien interessant: Versicherungssummen sind bereits ab 10.000 Euro möglich.

IT-Forensik, Datenwiederherstellung und Schadenprävention

Zu den Leistungen der neuen Cyberversicherung zählen unter anderem die Suche nach der Ursache eines Cyberangriffs (IT-Forensik), sowie die Datenwiederherstellung und Entfernung von Schadsoftware. Zudem leistet die Versicherung bei Betriebsunterbrechung einschließlich Mehrkosten durch Cloud-Ausfall und kommt für Schadensersatzansprüche an den Versicherungsnehmer auf, wenn beispielsweise in Folge eines Cyberangriffs die Datenschutzrichtlinien nicht eingehalten werden konnten. „AL_CYBER“ umfasst darüber hinaus die Einführung sinnvoller Sicherheitsverbesserungen nach einer Cyberattacke.

Soforthilfe von IT-Spezialisten

Im Schutz inbegriffen ist auch eine telefonische Soforthilfe rund um die Uhr. Die IT-Spezialisten der Hotline bieten erste Hilfe schon bei Verdacht auf einen Schaden. (tk)

Bild: © Rawpixel.com – stock.adobe.com

 

ALTE LEIPZIGER und Vanguard kooperieren bei Fondsrenten

Ab sofort arbeiten die ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung und der Fondsmanager Vanguard im Bereich Fondsrenten zusammen. Der Versicherer hat sein Fondsportfolio um zwei ETFs von Vanguard erweitert: den FTSE All-World und den Global Value Factor.

Die ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung und der Fondsmanager Vanguard haben eine Zusammenarbeit im Bereich Fondsrenten vereinbart. Sein Fondsportfolio hat der Versicherer um zwei ETFs von Vanguard erweitert. Neu hinzugekommen sind der FTSE All-World (ISIN: IE00B3RBWM25) und der Global Value Factor (ISIN: IE00BYYR0B57).

Hohes Interesse an ETFs

Die ALTE LEIPZIGER verzeichnet bei ihren Kunden eine starke Nachfrage nach ETFs. „Wegen der niedrigen Kosten und dem langfristigen Anlagehorizont bei ETFs entscheiden sich bei der ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung heute bereits 50% der Kunden bei fondsgebundenen Altersvorsorgetarifen für eine Anlage in ETFs“, erklärt Frank Kettnaker, Vorstandsmitglied Vertrieb/Marketing des ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzerns. Für die Anlage ihrer Beiträge haben Kunden die Möglichkeit, aus 24 verschiedenen Einzel-ETFs auszuwählen.

 Breite Diversifizierung der Fonds von Vanguard

Die beiden Fonds FTSE All-World Aktien-ETF und Global Value Factor Aktien-ETF unterstreichen Vanguards langfristiges Engagement für kosteneffiziente und unkomplizierte Anlagelösungen. So zeichnet sich der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF neben einer Gesamtkostenquote von 0,25% auch durch eine breite Diversifizierung aus durch die Abdeckung des globalen Aktienmarktes. Der Index deckt 90% der weltweit investierbaren Marktkapitalisierung ab. Sebastian Külps, Head of Germany and Austria bei Vanguard betont: „Wir verfolgen bei Vanguard eine Philosophie, die auf vier Prinzipien beruht: klare und realistische Ziele zu setzen, jedes Anlagevermögen auf breit diversifizierte Fonds zu verteilen, Kosten zu minimieren und langfristig zu planen, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.“ (tk)

Bild: © Nuthawut – stock.adobe.com

 

200 Jahre ALTE LEIPZIGER Sach – Lange Tradition und neue Wege

Auch in der neuen, digitalen Welt ist es viel wert, wenn man sich seit Jahren kennt. Bei der Sachversicherung der ALTE LEIPZIGER und ihren Vertriebspartnern ist das so. Im Jubiläumsjahr baut der Serviceversicherer sein Produktangebot weiter aus, inklusive einer neuen Cyberversicherung für mittelständische Unternehmen. Interview mit Kai Waldmann und Sven Waldschmidt, Vorstände der ALTE LEIPZIGER Versicherung AG.

Herr Waldschmidt, Herr Waldmann, wir gratulieren zu Ihrem Jubiläum. Ist in unserer heutigen schnellen und digitalen Welt eine so lange Tradition eher Segen oder Bürde?

Sven Waldschmidt: Herzlichen Dank für Ihre Glückwünsche. Damals wie heute stehen die Kunden im Mittelpunkt. Wie für die Gründer unseres Unternehmens vor 200 Jahren haben sie auch für uns den höchsten Stellenwert bei allen strategischen Entscheidungen. Und es wird auch weiterhin eine Herausforderung sein, den Bedarf der Kunden zu erkennen, uns danach auszurichten und entsprechende Lösungen anzubieten.

Wie hat sich denn der Markenkern – insbesondere in der jüngeren Vergangenheit – verändert?

Kai Waldmann: In der Sachversicherung mit ihren häufigen Kundenkontakten spüren wir besonders, dass Kunden vermehrt transparente Informationen, einfache Kommunikation on- und offline sowie eine hohe fachliche Qualifikation bei der Beratung zu komplexen Themen erwarten.

SW: Unsere Vertriebspartner schätzen die Kompetenz und die Flexibilität unserer Mitarbeiter, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Dabei spielt nicht zuletzt die Größe der ALTE LEIPZIGER Sach eine Rolle. Man kennt sich seit vielen Jahren. Fragen – aber auch Probleme – können schnell beantwortet bzw. gelöst werden. Auch für Endkunden gilt: Unterstützung und Kundenservice stehen an erster Stelle.

Wo packen Sie dann aktuell insbesondere an, um sich auf die stetigen Marktveränderungen einzustellen?

KW: Auch im Versicherungsmarkt erleben wir, dass die zunehmende Digitalisierung zu einem veränderten Kundenverhalten führt. Immer mehr Kunden wünschen schnell verfügbare Informationen. Diesem Bedürfnis entsprechen wir zum Beispiel mit der Kunden-App fin4u. Über die App können unsere Kunden jederzeit Einblick in ihre Vertragsdaten und -dokumente nehmen. Außerdem haben die Versicherten mit fin4u die Möglichkeit, schnell und bequem Vertragsänderungen vorzunehmen oder Schadenfälle zu melden.

Was bedeutet das für die Zusammenarbeit mit Vermittlern sowie Pools, Vertrieben, Plattformen?

SW: Als erfahrener Servicevermittler leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Vermittlererfolg und zur Endkunden-Zufriedenheit. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die regulatorischen Anforderungen an die Kundenberatung und deren Dokumentation. Leistungsstarke Produkte, eine digital unterstützte Beratungsdokumentation sowie webbasierte Angebotssysteme reduzieren die administrativen Tätigkeiten des Vermittlers. Er gewinnt so mehr Zeit für seine Kernaufgaben: qualifizierte Kundenberatung und -bindung sowie Gewinnung von Neukunden. Unsere Service- und Vermittlerorientierung berücksichtigt die unterschiedlichen Profile unserer Geschäftspartner.

Kommen wir näher heran an die Relevanz des Sachgeschäfts: Welchen Stellenwert hat der Bereich heute im ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern?

KW: Aufgrund der sich ändernden Rahmenbedingungen in der Kranken- und Lebensversicherung tragen die Aktivitäten in der Kompositversicherung zu einer sinnvollen und zukunftsgerichteten Diversifizierung bei. So erhöhten sich im letzten Jahr die gebuchten Beiträge der ALTE LEIPZIGER Sach gegenüber dem Vorjahr – ohne Berücksichtigung des Verkaufs der Rechtsschutzsparte – um 1,5%. Das Neugeschäft in den Gewerbesparten stieg sogar um 8,6%. Die Gesellschaft steuert regelmäßig einen stabilen Beitrag zum Erfolg des Konzerns bei.

In der privaten Sachversicherung ist insbesondere die Kfz-Versicherung stark. Welche Entwicklungen gibt es hier?

KW: Mit einem Anteil von mehr als einem Drittel, bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge, hat die Kfz-Versicherung einen signifikanten Portfolioanteil. Umso wichtiger ist es, dass wir auch in der Kfz-Versicherung nachhaltig auskömmliche Ergebnisse erwirtschaften.

Wir wollen durch attraktive Produktgestaltung und kundenorientierte Prozesse das Privatkundensegment ausbauen und gleichzeitig im gewerblichen Kfz-Geschäft unsere Position im Markt festigen. Insbesondere im Bereich der Flottenversicherung haben wir in den letzten Jahren die Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern intensiviert und uns als qualifizierter Partner, auch für komplexere Themenstellungen, profiliert.

Wo gibt es weitere neue Ansätze im Bereich der Privatkunden?

KW: Wir haben mit unserem aktuellen Unfalltarif eine moderne Lösung geschaffen, die sogar in der compact-Linie einen Vertragsabschluss ohne weitere Gesundheitsfragen ermöglicht. Im Bereich Smart Home werden derzeit mit unserem Partner Pipe Systems und mit der Firma Rockethome verschiedene Ansätze für Anwendungsfälle im vernetzten Heim getestet.

Hat die ALTE LEIPZIGER mittlerweile denn auch in der Gewerbeversicherung Fuß gefasst?

SW: In der Absicherung von Gewerberisiken sind wir bereits heute sehr gut aufgestellt. Das bestätigen auch unsere Vertriebspartner, die uns zum Beispiel in den vierteljährlichen Befragungen der AssCompact TRENDS regelmäßig unter den Top Ten der Gewerbe-Anbieter sehen. Wir wollen diese Position festigen und weiter ausbauen.

Auf welche Unternehmen wollen Sie sich konzentrieren?

SW: Das Hauptaugenmerk liegt auf der Gestaltung von hochwertigem Versicherungsschutz für mittelständische Unternehmen. Hier erkennen wir, insbesondere vor dem Hintergrund ihrer häufig immer komplexeren Geschäftsfelder, nach wie vor sehr hohe Anforderungen an individuelle Beratung und Betreuung, welche die spezifischen Bedürfnisse der Kunden angemessen berücksichtigen.

Wir wollen die Zusammenarbeit mit den in diesem Segment tätigen Maklern weiter ausbauen. Sie haben einen hohen Bedarf an qualifizierten, persönlichen Ansprechpartnern in allen Fragen der Gewerbeversicherung. Diesen erfüllen wir außer im Innendienst auch mit unseren bundesweit tätigen Accountmanagern sowie fachlich besonders spezialisierten Direktionsbevollmächtigten, die vor Ort tätig sind.

Welche Neuerungen gibt es im Gewerbebereich?

SW: Grundsätzlich überprüfen wir unsere gesamte Produktpalette regelmäßig und passen sie bei Bedarf an die sich verändernden Marktanforderungen an. Voraussichtlich im dritten Quartal 2019 werden wir mit einem völlig neuen Cyberprodukt an den Markt gehen. Damit wird die ALTE LEIPZIGER mit Blick auf diese marktweit immer stärker in den Fokus rückenden Risiken eine eigene Versicherungslösung anbieten.

Mit Blick auf die nächsten Jahre: Wohin geht die Entwicklung?

KW: Wir wollen ein Unternehmen sein, das seine Kunden bedarfsgerecht und fachlich qualifiziert berät, vorhandene Risiken mit effizienten Prozessen zuverlässig absichert und verlässlich, schnell und unkompliziert die versprochenen Leistungen erfüllt. Daran arbeiten wir mit all unserer Kraft.

Das Interview lesen Sie auch in AssCompact 05/2019, Seite 30 f.

Bild: © Sergey Nivens – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Kai Waldmann
Sven Waldschmidt

ALTE LEIPZIGER und HALLESCHE stärken Finanzkraft

Die ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung und die HALLESCHE Krankenversicherung konnten 2018 ein Beitragswachstum über Marktdurchschnitt verzeichnen. Über Kennzahlen, Erreichtes und Pläne gab das Konzern-Vorstandsgremium Journalisten in der vergangenen Woche am Oberurseler Unternehmenssitz Auskunft.

Die weitere Stärkung der Finanzkraft hat Dr. Christoph Bohn, Vorsitzender der Vorstände des ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzerns, in der vergangenen Woche vor Journalisten als ein primäres Unternehmensziel bezeichnet. Im Jahr 2018 ist man diesem Ziel dann auch wieder etwas näher gekommen: Die ALTE LEIPZIGER hat ihr Eigenkapital um 44 Mio. Euro erhöht, die HALLESCHE um 15 Mio. Euro. Beide Gesellschaften konnten zudem ihre Solvabilitätsquoten verbessern. Die der ALTE LEIPZIGER Leben stieg 2018 auf über 350%, die der HALLESCHE Kranken verzeichnete einen Anstieg von 684% auf über 700%. Wie im Vorjahr wurden hierzu von den Gesellschaften weder Übergangsmaßnahmen noch eine Volatilitätsanpassung in Anspruch genommen.

Lebensversicherung: Verschiebung hin zur modernen Klassik

Die Beiträge erhöhten sich in der Lebensversicherung 2018 um 4,2% auf 2,5 Mrd. Euro. Das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag ging dabei 2018 zurück, was der Versicherer mit Sondereffekten in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) im Vorjahr erklärt. Das Einmalbeitragsgeschäft zog dagegen an. Bei der Rentenversicherung wurde eine Verschiebung hin zur modernen Klassik verzeichnet: Beinahe ein Drittel der Neukunden hat sich für die AL_RenteFlex entschieden. Die alte Klassik spielte so gut wie keine Rolle mehr, über 72% wählten eine Fondsrente.

Wichtige Bestandteile des Lebengeschäfts bleiben zudem die Berufsunfähigkeitsversicherung und die bAV. So bietet die ALTE LEIPZIGER ihren Kunden in der BU-Versicherung seit Anfang des Jahres eine Soforthilfe bei einer Krebserkrankung. In der bAV will der Versicherer ebenfalls weiter punkten: Mit etwa 50.000 Firmenkunden, die die bAV zusammen mit der ALTE LEIPZIGER realisieren, sieht sich der Versicherer im Markt gefestigt. In Sachen Sozialpartnermodell erwartet er aber keine schnellen Entwicklungen.

Krankenversicherung: Dynamik im bKV-Markt

Die Bruttobeiträge der HALLESCHEN erhöhten sich um 2,1% auf 1,2 Mrd. Euro. Das Neugeschäft ging leicht zurück, weil man sich im Bereich der Zusatzversicherung von Verbindungen getrennt habe, die stark auf die GKV-Wechselberatung abzielten, was zu unerwünschten Effekten bei Zu- und Abgängen geführt habe, so Aussagen des Versicherers.

Mit neuen Zusatzversicherungen will sich die HALLESCHE in den nächsten Monaten neue Geschäftspotenziale erschließen. Im Bereich betriebliche Krankenversicherung (bKV) sieht sich der Krankenversicherer als Pionier und mit einem Marktvorsprung. 2018 habe man die bKV-Gruppenverträge um ca. 75% gesteigert. Bei rund 12% Marktanteil schätzt die HALLESCHE ihre Position im bKV-Markt. Für 2019 hat der Krankenversicherer in dem Bereich hohe Ambitionen.

Sachversicherung: Auf dem Weg zum Gewerbeversicherer

Die ALTE LEIPZIGER Versicherung AG, der Sachversicherer im Konzern, wird in diesem Jahr 200 Jahre alt und will verstärkt auch als Gewerbeversicherer wahrgenommen werden, hieß es auf der Pressekonferenz. Derzeit hat der Bereich Gewerbe einen Anteil von rund 31% am Beitragsvolumen. 2019 ist ein Wachstum von 3% angestrebt. Aktuell stärkste Sparte ist die Kfz-Versicherung.

Digitalisierung im Sinne von Kunden und Vertriebspartnern

„Wir setzen technische Neuerungen dort ein, wo sie für unsere Vermittler und Kunden nützlich sind“, sagte der Vorstandsvorsitzende Christoph Bohn beim Pressegespräch zum Thema Digitalisierung. Für eine erfolgreiche Transformation müssten einerseits die Mitarbeiter mitgenommen, andererseits die Prozesse entlang der Customer Journey digitalisiert werden.

Zu den wichtigen Projekten des Versicherers zählen etwa e-VOTUM, ein Tool zur elektronischen Risikoprüfung, oder auch die digitale Kundenplattform fin4u. Rund 50.000 Anwender würden die App mittlerweile nutzen, jeder sechste Nutzer mindestens einmal pro Woche. Von allen Registrierten haben mehr als 42% ein Konto oder Depot eingebunden. Zudem unterstützt der Versicherer seine Vertriebspartner bei der Umsetzung von Videoberatung.

Intensiv digitalisiert werden auch die Services bei der HALLESCHE Krankenversicherung. Mit der Entscheidung, ob und inwiefern man einer elektronischen Gesundheitsakte beitreten wolle, will sich der Versicherer aber noch Zeit lassen. Erst wolle man sehen, welches Format sich am Markt durchsetze. (bh)

Foto: Dr. Christopher Bohn, Vorstandsvorsitzender des ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzerns, beim Pressegespräch am 21.03.2019 in Oberursel.