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Starke Zuwächse bei nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland

Das Volumen nachhaltiger Geldanlagen hat 2015 im deutschsprachigen Raum kräftig zugelegt. Das geht aus den aktuellen Jahresstatistiken des Fachverbands Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) hervor. Der Anteil am Gesamtmarkt verharrt allerdings nach wie vor im einstelligen Prozentbereich.

<p>Laut der aktuellen Statistik des FNG sind Investments, bei denen neben finanziellen auch ökologische und soziale Kriterien Berücksichtigung finden, um rund zwei Drittel auf 326 Mrd. Euro angewachsen. In Deutschland, wie auch in Österreich und der Schweiz, konnte das nachhaltige Segment ein höheres Plus verzeichnen als sein konventionelles Pendant.</p><h5>Alles deutet auf Wachstum</h5><p>„Erneut hat sich gezeigt, dass institutionelle Investoren wie Privatanleger zunehmend auf nachhaltige Geldanlagen setzen“, kommentiert der FNG-Vorstandsvorsitzende Volker Weber während der Präsentation des neuen FNG-Marktberichts die Zahlen. Zwar liege die Quote in allen drei DACH-Ländern noch im einstelligen Prozentbereich, jedoch deute alles auf weiteres Wachstum hin. Zudem sei bei den Berechnungen der viel umfassendere Bereich des verantwortlichen Investments im Umfang von über 4 Bio. Euro nicht berücksichtigt.</p><h5>Klimawandel gewinnt an Relevanz</h5><p>Angesichts der fortschreitenden globalen Erwärmung und der Beschlüsse des Gipfels von Paris gewinne außerdem der Klimawandel für Finanzakteure weiter an Relevanz. „Unsere Analysen speziell zu diesem Thema haben ergeben, dass sich die Branche zunehmend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist“, erläutert FNG-Geschäftsführerin Claudia Tober. „Aus Sicht von Investoren und Vermögensverwaltern geht es jedoch auch darum, mögliche Risiken für Anlagen aktiv und vorausschauend zu managen.“</p><h5>Mehrere beliebte Strategien</h5><p>Beliebte Strategien hierfür sind dem FNG zufolge die Nutzung der Einflussmöglichkeiten über Dialoge und auf Aktionärsversammlungen, das Divestment CO<sub>2</sub>-intensiver Titel sowie klimafreundliche Investitionen. Auch der CO<sub>2</sub>-Fußabdruck von Portfolios werde immer wichtiger. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/A24ED07A-E42F-4861-8FE2-63B50CAAB08F"></div>

 

EYB & WALLWITZ gewinnt Mandat für Versorgungswerk

EYB & WALLWITZ Vermögensmanagement GmbH baut ihr Geschäft im institutionellen Bereich weiter aus. Der Asset-Manager hat den Zuschlag für das Mandat des Psychotherapeutenversorgungswerk (PVW) erhalten.

<p>Die EYB &amp; WALLWITZ Vermögensmanagement GmbH hat ein weiteres Vermögensverwaltungsmandat im institutionellen Geschäftsbereich gewonnen. Das Psychotherapeutenversorgungswerk (PVW) in Langenhagen hat dem Münchener Unternehmen das Asset-Management-Mandat erteilt. „Wir freuen uns, dass sich erneut eine berufsständische Versorgungseinrichtung für unser Asset Management entschieden hat und damit den Fokus auf eine zuverlässige und stabile Wertentwicklung des Portfolios legt“, kommentiert Eduardo Mollo Cunha, Head of Distribution bei EYB &amp; WALLWITZ.</p><h5>Wichtiger Schritt</h5><p>Das Psychotherapeutenversorgungswerk ist Träger der berufsständischen Versorgung im Alter, bei Berufsunfähigkeit und für Hinterbliebene der Mitglieder. Zuständig ist das Versorgungswerk für die Mitglieder der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen (PKN) und die Kammermitglieder der Landespsychotherapeutenkammern Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Zuvor hatte EYB &amp; WALLWITZ zuletzt bereits ein Mandat einer Versorgungseinrichtung der Bauwirtschaft erhalten. „Die beiden unmittelbar hintereinander gewonnenen Mandate für berufsständische Versorgungseinrichtungen der Bauwirtschaft und der Heilberufe sind ein wichtiger Schritt beim weiteren Ausbau unseres institutionellen Geschäftes“, kommentiert Cunha. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/CF14169C-0517-4B45-BA68-0C4DFB6AFF22"></div>

 

Neuer Union-Investment-Fonds legt Fokus auf Ausschüttungen

Regelmäßige und planbare Ausschüttungen stehen bei deutschen Anlegern hoch im Kurs. Die Fondsgesellschaft Union Investment kommt diesem Wunsch mit einer Neuauflage nach. Der Uni Ausschüttung schüttet die Erträge quartalsweise aus und streut das Anlegerkapital auf mehrere Anlageklassen.

<p>Union Investment bietet ab sofort den Multi-Asset-Fonds UniAusschüttung an. Mit der Auflegung kommt Union Investment dem Wunsch vieler Anleger nach regelmäßigen und planbaren Ausschüttungen entgegen. Diese erfolgen grundsätzlich quartalsweise und werden durch die Nutzung unterschiedlicher Ausschüttungsquellen, z.B. Dividenden, Zinsen oder Options-Prämien, erzielt. Sein Anlageschwerpunkt liegt auf einer breiten Streuung über mehrere Anlageklassen hinweg, dazu gehören Aktien weltweit, Renten weltweiter Emittenten und Währungen sowie Geldmarktinstrumente. </p><h5>Aktive und breite Streuung</h5><p>Darüber hinaus bietet der Fonds laut Union Investment durch seine weltweite, aktive Allokation über verschiedene Anlageklassen und Instrumente hinweg die Chance, zusätzlich mittel- bis langfristig von Kursgewinnen zu profitieren. „Mit dem UniAusschüttung können Anleger von Unternehmen profitieren, die eine hohe und nachhaltige Dividendenpolitik haben, gleichzeitig aber auch von attraktiven Zinsniveaus, beispielsweise bei Staatsanleihen aus den Schwellenländer“, erläutert Portfoliomanager Michael Nipp aus dem Multi-Asset Management-Team bei Union Investment. „Er kann den Anlegern helfen, ihre Sparziele, wie beispielsweise die Ergänzung der staatlichen Rente, den Vermögensaufbau für Kinder oder die Erfüllung von Lebenswünschen, auch im Umfeld niedriger Zinsen zu erreichen“, sagt Nipp.</p><h5>Mittel- bis langfristiger Anlagehorizont</h5><p>Auch für Sparer, die nach einer Beimischung zur Diversifikation des Depots suchen, sei der UniAusschüttung geeignet. Der Anlagehorizont sollte Union Investment zufolge mittel- bis langfristig sein. Anleger sollten zudem bereit sein, für attraktive Ertragschancen auch erhöhte Risiken in Kauf zu nehmen. Neben Einmalanlagen ist ab 25 Euro monatlich auch eine Besparung mittels Sparplan möglich. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/7CA41D4C-05D6-4B76-BD54-38CEBCFEED7E"></div>

 

Hauck & Aufhäuser kauft Robo-Advisor easyfolio

Hauck & Aufhäuser hat die Übernahme des Robo-Advisors easyfolio bekanntgegeben. Die Privatbank will im Zuge des Deals das aus ETF-Lösungen bestehende easyfolio-Angebot durch weitere Anlagemöglichkeiten ergänzen und bestehende Partnerschaften fortführen und ausbauen.

<p>Die Privatbank Hauck &amp; Aufhäuser übernimmt easyfolio. Der Anbieter von Vermögensanlagen im Internet gehörte bisher zur F.A.Z.-Gruppe. easyfolio soll eine einfache, individuelle und transparente Geldanlage auf Online-Basis gewährleisten. Hauck &amp; Aufhäuser will seine Erfahrung und Professionalität im Investmentmanagement mit dem digitalen Vertriebskanal von easyfolio verbinden und sich so im schnell wachsenden Markt für digitale Vermögensanlagen etablieren. Die Kooperation der Privatbank mit dem FinTech biete für die Zielgruppen beider Unternehmen eine deutliche Erweiterung ihrer Anlagemöglichkeiten.</p><h5>Digitalisierung wird sich fortsetzen</h5><p>„Der Trend zur Digitalisierung von Bankdienstleistungen wird sich massiv fortsetzen und bringt enorme Chancen für die digitale Unterstützung in der Anlageberatung. Mit der Akquisition von easyfolio bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, sich jederzeit online zu informieren und über einen sicheren digitalen Zugang nach ihren individuellen Wünschen Vermögensaufbau zu gestalten“, kommentiert Stephan Rupprecht, der zuständige Partner bei Hauck &amp; Aufhäuser.</p><h5>Neue Kooperationsmöglichkeiten</h5><p>Die Zusammenarbeit mit Hauck &amp; Aufhäuser schaffe neue Kooperationsmöglichkeiten für beide Partner. „Dabei bleibt das Leitbild von easyfolio – die einfache, verständliche und transparente Geldanlage – bestehen“, ergänzt Jonas Marggraf, Geschäftsführer von easyfolio. Der Anbieter standardisierter Online-Vermögensverwaltung bietet weltweit gestreute Anlagestrategien auf ETF-Basis, die zusammen eine individuelle und gleichzeitig breite Angebotsplatte im Aktien- und Anleihemarkt abdecken. </p><h5>Bestehende Partnerschaften ausbauen</h5><p>Hauck &amp; Aufhäuser will das Angebot von easyfolio durch weitere Anlagemöglichkeiten ergänzen und damit für seine Kunden ein attraktives digitales Portfolio für den Vermögensaufbau schaffen. Die Privatbank wird die bestehenden Partnerschaften von easyfolio mit etablierten Partnern wie etwa der F.A.Z.-Gruppe fortführen und ausbauen. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/2100D092-7704-48E6-8450-5DB5F2902070"></div>

 

GAM lanciert neue Multi-Asset-Lösungen

GAM hat eine neue Multi-Asset-Fondsreihe gestartet. Die GAM Star Target Return Fonds setzen auf indexunabhängige Anlageideen und sollen ohne nennenswerte Aktien-, Durations- oder Kreditrisiken gleichmäßige Erträge erzielen. Dafür investieren sie in Portfolios aus etwa 20 bis 30 Aktien-, Anleihen-, Währungs- und Rohstoffideen.

<p>Mit der Auflegung der GAM Star Target Return Fonds verbreitert der unabhängige aktive Asset-Manager GAM sein Angebot an Multi-Asset-Lösungen. Die neuen Multi-Asset-Fonds setzen auf indexunabhängige Anlageideen, die über unterschiedlichste Relative-Value- und Long-Allokationen in traditionellen und alternativen Anlageklassen umgesetzt werden. Der GAM Star Target Return Fund und der GAM Star Target Return Plus Fund wollen dabei ohne nennenswerte Aktien-, Durations- oder Kreditrisiken gleichmäßige jährliche Erträge von 3% beziehungsweise 5% oberhalb des Interbankenzinses LIBOR erreichen.</p><h5>Dreistufiger Anlageprozess</h5><p>Die neuen Fonds richten sich sowohl an private als auch an institutionelle Kunden. Sie geben Anlegern Zugang zu Investments, die unabhängig von den Gesamtmarkttrends stetigen Kapitalzuwachs generieren sollen. Die Fonds halten in der Regel etwa 20 bis 30 globale Positionen. Im Rahmen des dreistufigen Anlageprozesses entwickelt das Anlageteam Investmentideen, die makroökonomische Katalysatoren, Marktanomalien, Anlagethemen und technische Faktoren nutzen. Auf dieser Basis erfolgt ein disziplinierter, faktorbasierter Portfolioaufbau mit kontinuierlichem Portfolio- und Risikomanagement mittels detaillierter Faktor-Attribution und Stresstests. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/76EB6722-4016-43B3-A151-13B687D78D99"></div>

 

BMO Global Asset Management legt weiteren True-Styles-Fonds auf

BMO Global Asset Management hat seine „True Styles“-Fondsreihe erweitert. Der neue BMO Global Equity Market Neutral (SICAV) soll Anlegern die Erträge wissenschaftlich fundierter Investmentstile erschließen. Ziel des Fonds ist ein jährlicher Bruttomehrertrag von 4,5 Prozentpunkten gegenüber Geldmarktanlagen.

<p>BMO Global Asset Management managt seit 2007 Stilstrategien und verwaltet umgerechnet rund 2,8 Mrd. Euro in stilorientierten Publikums- und Spezialfonds für private und institutionelle Anleger. Die „True Styles“-Fondsreihe hat die Gesellschaft nun um den BMO Global Equity Market Neutral (SICAV) erweitert.</p><h5>Kombination von fünf Investmentstilen</h5><p>Der BMO Global Equity Market Neutral kombiniert fünf verschiedene Stile: Value, Momentum, Low Volatility, Size und GARP (Growth at a Reasonable Price). Jeder von ihnen wird nach einer True-Styles-Philosophie und einem leistungsfähigen, kosteneffizienten Investmentprozess gemanagt. Die Kombination dieser Stile soll stabile Erträge ergeben und gleichzeitig Einzelwertrisiken sowie unerwünschte Faktorrisiken begrenzen. Insgesamt soll so ein jährlicher Bruttomehrertrag von 4,5 Prozentpunkten gegenüber Geldmarktanlagen bei einer Volatilität von 6% erzielt werden.</p><h5>Liquidität im Fokus</h5><p>Der Fonds investiert ausschließlich in Aktien des MSCI World. Dieses Anlageuniversum soll in Verbindung mit strengen Liquiditätslimits sicherstellen, dass die Fondsanleger eine liquide alternative Strategie erhalten. Die Fondslancierung ist Teil der andauernden Anstrengungen von BMO Global Asset Management, das Produktangebot für Wholesale-Kunden und institutionelle Investoren in Europa zu erweitern. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/E9475F39-43E3-461F-9776-6DDD9E273551"></div>

 

AXA und Fidelity starten gemeinsame Anlagelösungen

AXA und Fidelity haben zusammen neue Anlagelösungen der risikokontrollierten Vermögensverwaltung entwickelt. Dabei setzen sie auf fest definierte Schwankungsbreiten für das Anlagevermögen und einen Risiko-Rendite-Indikator. Die Anlagelösungen sollen Beratungssicherheit für den Vertrieb und Verlässlichkeit für Kunden garantieren.

<p>Die AXA Lebensversicherung AG und Fidelity International haben zusammen neue Anlagelösungen der risikokontrollierten Vermögensverwaltung entwickelt. Kernidee der neuen Produkte ist es, für den gesamten Anlagezeitraum das Vermögen innerhalb definierter Schwankungsbreiten zu managen. Die neuen Vermögensverwaltungen bedienen sich zur Portfoliosteuerung des Synthetischen Risiko Rendite Indikators (SRRI). Er berücksichtigt die Schwankungsbreite einer Anlage in den vergangenen fünf Jahren und kategorisiert das entsprechende Risiko in sieben Klassen.</p><h5>Transparante Gegenüberstellung</h5><p>Im Beratungsgespräch lasse sich die so klassifizierte Schwankungsbreite einer Geldanlage transparent dem jeweiligen Risikoappetit des Kunden gegenüberstellen. Ein gleichbleibender SRRI-Wert stehe für eine Geldanlage, die dauerhaft über den gesamten Anlagezeitraum zum individuellen Risikoprofil eines Kunden passt. Sollte sich die Situation beim Kunden ändern, kann er jederzeit in ein Portfolio mit einer anderen SRRI-Klassifizierung wechseln.</p><h5>Keine Anpassung durch Kunde und Vermittler nötig</h5><p>Weder der Kunde noch der Vermittler muss während der Vertragslaufzeit eigenständig Veränderungen im Portfolio vornehmen, da die Anlageexperten von AXA und Fidelity mittels Multi-Asset-Lösungen die Steuerung der Portfolios übernehmen und diese regelmäßig den Marktbedingungen anpassen. Für Makler und Finanzberater sei das aufgrund der erhöhten Beratungssicherheit ein entscheidendes Plus. </p><h5>Entwicklung passender Multi-Asset-Strategien</h5><p>Basierend auf den Risikovorgaben des SRRI-Indikators entwickeln AXA und Fidelity in ihren Produktkonzepten passende Multi-Asset-Strategien. Die definierten SRRI-Klassifizierungen werden durch die Kombination unterschiedlicher Anlageklassen mit unterschiedlichen Schwankungsprofilen erreicht. Dabei wird die Schwankung der Vermögensverwaltung laufend kontrolliert, um zu gewährleisten, dass die SRRI-Klassifizierung des Portfolios zu jedem Zeitpunkt im gesamten Anlagezeitraum gleich bleibt. </p><h5>AXA Portfolio Balance und Fidelity SMART Fonds</h5><p>AXA nutzt die neuen Klassifizierungen im Anlagekonzept „Portfolio Balance“, das seit Anfang 2016 auf dem Markt ist und sich besonders an Kunden richtet, die Geld aus auslaufenden Lebensversicherungen oder Erbschaften anlegen möchten und dabei Wert auf Renditechancen und Stabilität legen. Portfolio Balance bietet insgesamt drei Lösungen. Fidelity International bietet seine risikokontrollierten, volatilitätsgesteuerten SMART Fonds Risk Targeted ab Juli 2016 an. Sie werden die in der Praxis häufig nachgefragten SRRI-Klassen 3 und 4 mit einer maximalen Schwankung von weniger als 5 bzw. 10% besitzen. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/DE0A5CC5-8A72-4E42-8E09-A3BF0D60CD2D"></div>

 

„Die Ängste, die letzten Winter geschürt wurden, waren übertrieben“

Die Finanzmärkte präsentieren sich nach wie vor extrem volatil und sorgen für große Verunsicherung. AssCompact bittet Investmentexperten um Orientierungshilfe in Form von Antworten auf fünf grundlegende Anlegerfragen. Diesmal mit Stefan Keller, Investmentstratege und Fondsmanager bei Candriam.

<h5>Herr Keller, Aktien gelten vielen Deutschen nach wie vor als zu riskant. Zu Recht?</h5><p>Das hängt einerseits vom Anlagehorizont, andererseits aber auch von den Alternativen ab. Bei einem Anlagehorizont über mehrere Jahre sollten Aktien nach wie vor ein wichtiger Bestandteil eines Portfolios sein. Und bei negativen Renditen der Bundesanleihen über einen Zeitraum von bis zu acht Jahren halten Anleger eher ein renditefreies Risiko statt eine risikofreie Rendite. In diesem Umfeld sind kontinentaleuropäische Aktien attraktiv, gerade nach dem Rückschlag am Jahresanfang. In Europa hat der Anstieg der politischen Risiken wie z. B. das EU-Referendum in Großbritannien weitere Unsicherheiten geschürt. Allerdings bleiben relativ billige Rohstoffpreise, ein schwacher Euro und lockerere Geld- und Fiskalpolitik als Wachstumstreiber bestehen. Unser Augenmerk sollte aber auch Aktien aus den Schwellenländern gelten, da diese heute so günstig bewertet sind wie z. B. nach der Rezession von 2001/02 und der Finanzkrise 2008/09. Die Bewertungen sollten Aktienanleger auf alle Fälle berücksichtigen.</p><h5>Gibt es am Anleihemarkt noch attraktive Zinsen bzw. Renditen?</h5><p>Wir gehen davon aus, dass das niedrige Zinsumfeld auf vorhersehbare Sicht weiter bestehen bleibt, auch wenn es mittelfristig deutlich mehr „Luft nach oben“ gibt. Daher halten wir insgesamt eine relative kurze Duration. Auf der Suche nach attraktiven Renditen gelten unsere stärksten Überzeugungen Unternehmensanleihen guter Qualität in USA und Europa, die Anfang des Jahres stark gefallen sind und ein sehr negatives volkswirtschaftliches Szenario eingepreist haben. Im Bereich der Staatsanleihen halten wir auch Emissionen aus Schwellenländern, da wir dort eine Stabilisierung der Volkswirtschaften erwarten. Ferner sind sogenannte inflationsgeschützte Anleihen interessant, da diese aufgrund des niedrigen Niveaus der Rohstoffpreise extrem attraktiv sind und die Rendite auch bei zunehmenden Preisspannungen geschützt ist.</p><h5>Wie gefährlich ist die Lage in China für die Finanzmärkte?</h5><p>Die letzten Entwicklungen zeigen, dass die Ängste eines bevorstehenden Abschwungs, die letzten Winter geschürt wurden, übertrieben waren. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wird auch weiterhin wichtige Wachstumsimpulse setzen, auch wenn das Wachstum nicht mehr ganz so hoch wie noch zur Jahrtausendwende ist. Von wichtiger Bedeutung für den Rest der Welt ist die Tatsache, dass die Herstellerpreise im März das erste Mal seit zwei Jahren wieder im Vergleich zum Vormonat gestiegen sind. Dadurch, und auch dank eines stabilen Yuans, sind die Gefahren einer exportierten Deflation gesunken. Die Verantwortlichen in China kennen auch die Ungleichgewichte und insbesondere die Überkapazitäten, die in den letzten Jahren angewachsen sind – mittelfristig sollten diese graduell abgebaut werden, ohne dass es zu extremen Verwerfungen kommen sollte.</p><h5>Was ist derzeit die größte Gefahr für die Finanzmärkte?</h5><p>Ein unerwarteter Schock, der eine Rezession auslöst, oder ein plötzlicher, starker Anstieg der Inflation wären die beiden Szenarien, die große Schwankungen an den Märkten auslösen würden. Wie wir Anfang des Jahres gesehen haben, ist die Reaktion der Märkte aus Furcht vor einem Abschwung besonders heftig ausgefallen, auch weil die US-Wirtschaft einen sehr untypischen Wachstumszyklus durchläuft. Die Zentralbanken verfolgen weltweit eine noch lockerere Geldpolitik als bisher erlebt. Dadurch konnte eine Depression wie Anfang der 1930er Jahre abgewendet werden. Die derzeitige Reaktion der Zentralbanken ist darauf zurückzuführen, dass sich die Wirtschaft und die Inflation nach der Finanzkrise schwächer entwickelt haben als erhofft. Heute rechnen nur wenige Anleger mit einem starken Anstieg der Inflation.</p><h5>Wie sieht für Sie der ideale Anlagemix aus?</h5><p>Der Schlüssel liegt unserer Ansicht nach darin, tatsächlich in viele verschiedene Anlageklassen zu investieren, um mit einem breit diversifizierten Portfolio stabile Renditen zu erzielen. Anleger sollten sich dabei aber nicht unbedingt nur auf ihr Heimatland bzw. ihre Region beschränken, sondern die internationalen Anlagemöglichkeiten nutzen. So haben wir neben europäischen Aktien auch Einstiegschancen bei Unternehmensanleihen in USA oder bei Emissionen in den Schwellenländern ausfindig gemacht. Da die Zinsen mit den Aktienmärkten stark korrelieren, ist eine klassische Aktien/Renten-Diversifikation nicht mehr ausreichend. Über Aktie und Rente hinaus sollten Anleger auch die Währungs- und Rohstoffmärkte im Blick haben. Dadurch können sie beispielsweise die Erholung an den Rohstoffmärkten und die geringeren Erwartungen an die Straffung der US-Geldpolitik nutzen, um auf eine Aufwertung des kanadischen oder australischen Dollar gegenüber dem US-amerikanischen Dollar zu setzen.(mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/5CFECE75-92CA-45FF-83A5-28452DC9FE33"></div>

 

FERI baut Sachwertebereich aus

Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Sachwerten will FERI die Zusammenarbeit mit verschiedenen Asset-Spezialisten aus den Bereichen Immobilien, Private Equity und Infrastruktur ausbauen. Die exklusive Kooperation mit US Treuhand im Bereich US-Immobilien wurde hingegen aufgelöst.

<p>Die anhaltende Nachfrage nach Sachwerten nimmt FERI zum Anlass, das Angebot in diesem Bereich auszubauen. Das Tochterunternehmen FEREAL AG als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) wird demnach für die Asset-Klassen Immobilien, Private Equity und Infrastruktur gezielt neue Angebote entwickeln und mit erfahrenen Partnern umsetzen.</p><h5>Fokus auf nicht exklusive Zusammenarbeiten</h5><p>„In den vergangenen Monaten hat sich die FEREAL AG als unsere Kapitalverwaltungsgesellschaft etabliert. Wir wollen auch weiterhin transparente Sachwertinvestments anbieten. Dabei setzen wir in Zukunft noch stärker auf eine nicht exklusive Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Asset-Spezialisten“, sagt Marcel Renné, Vorstand der FEREAL AG.</p><h5>Ende der Kooperation mit US Treuhand</h5><p>In diesem Zusammenhang wird aus strategischen Überlegungen die im Jahr 2013 begründete exklusive Kooperation mit der US Treuhand im Bereich US-Immobilien aufgelöst. Beide Gesellschaften haben entschieden, in Zukunft wieder getrennte Wege zu gehen. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/43F0278D-F986-49EA-9EBB-00BEE746C4B6"></div>

 

Deutsche ignorieren Chancen von Investmentfonds

Viele Deutsche ignorieren laut einer Umfrage von Gothaer Asset Management AG (GoAM) noch immer die Chancen von Investmentfonds. Ihr Geld lassen sie demnach unverändert vor allem in sicheren Produkten liegen statt es in renditestärkere Vehikel zu investieren.

<p>Bei der zum siebten Mal durchgeführten repräsentativen Gothaer Anlegerstudie erklärte nur einer von fünf Befragten, sein Geld in Investmentfonds zu investieren. Und das, obwohl 59% der Deutschen es angesichts der niedrigen Zinsen unverändert schwierig finden, ihre Ziele bei der Altersvorsorge zu erreichen. </p><h5>Safety first</h5><p>„Die Deutschen suchen derzeit bei der Geldanlage vor allem Sicherheit und sind nicht bereit, auf renditestärkere Investmentvehikel zu setzen. Dabei ist ihnen durchaus bewusst, dass sie mit Fonds und Aktien deutlich höhere Renditen erzielen können.“, kommentiert Christof Kessler, Vorstandssprecher der GoAM. „Oft überschätzen Anleger ihren unmittelbaren Liquiditätsbedarf und unterschätzen den Anteil, den sie für die Altersvorsorge benötigen und daher auch langfristig anlegen können.“ </p><h5>Streuen beachten</h5><p>Vermögensverwaltende Fonds seien ideale Instrumente für die Altersvorsorge zumindest sofern ein Anlagehorizont von sechs bis zehn Jahren unterstellt werde. In jedem Marktumfeld lohnt es sich laut Kessler, Chancen und Risiken über verschiedene Fonds hinweg zu streuen. Gleiches gelte für die verschiedenen Anlageklassen innerhalb eines Fonds. Wichtig sei zudem, dass ein Fonds sollte zum Anlagehorizont und Risikoprofil des Anlegers passt. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/770A845F-B042-4C90-BAD4-DEA8CC1AE4E9"></div>