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Fort- & Weiterbildung

Tierversicherung: Trends, Tipps und Produkte

Am 16.06.2026 geht es beim AssCompact Digitalkongress um aktuelle Trends und Produkte in der Tierversicherung. Das Online-Event zeigt spannende Einblicke in die Entwicklung der Sparte und liefert wertvolle Informationen sowie Vertriebsanstöße für die Beratung.

Die Tierversicherungsbranche in Deutschland wächst und frühere Nischenprodukte gehören heutzutage für jeden verantwortungsvollen Tierbesitzer dazu. Gründe dafür sind steigende Tierarztkosten, eine höhere emotionale Bindung zu Haustieren und neue digitale Versicherungsangebote.

Für Makler ergeben sich hier neue Vertriebspotenziale. Doch die Beratung zu Tierversicherung erfordert Feingefühl gegenüber den Haustierbesitzern. Im Digitalkongress „Tierversicherung“ erfahren Interessierte, was wichtig ist. Los geht es am Dienstag, den 16.06.2026, um 9:00 Uhr.

Das ist das Programm beim Digitalkongress „Tierversicherung“
  • 9:00 – 9:30 Uhr: AssCompact Studienupdate: Tierversicherung – Chancen, Trends und Vertriebspotenziale für Makler; Referent: Sebastian Sommerer, Research Consultant bei der bbg Betriebsberatungs GmbH
  • 9:30 – 10:00 Uhr: Tierversicherung, ein Must-have in jedem Maklerportfolio; Referent: Arne Bröker, Teamlead Produkt bei der AGILA Haustierversicherung AG
  • 10:00 – 10:30 Uhr: Tier-OP und Tierkrankenversicherung für Hunde und Katzen; Referentin: Denise Bryx, Teamleiterin Sales- & Marketingmanagement bei der BarmeniaGothaer

Die Moderation des Online-Events liegt bei Michael Kind aus der AssCompact Redaktion.

Im ersten Teil der Veranstaltung wird Sebastian Sommerer von den AssCompact Studien anhand aktueller Marktdaten diverse Themen behandeln, die die Tierversicherung bewegen. So wird er unter anderem untersuchen, welche Erwartungen Tierhalter heute an die Absicherung ihrer Haustiere haben und welche Vertriebschancen sich daraus für Maklerinnen und Makler ergeben.

Der zweite Beitrag, gestellt von der AGILA Haustierversicherung AG, dreht sich um die Funktionalität einer Tierkranken- oder OP-Versicherung in der täglichen Arbeit mit Kunden und wie das Haustier als Türöffner für die Beratung dienen kann.

Im dritten Beitrag von der BarmeniaGothaer geht es um Tierversicherungen für Hunde und Katzen, welche Trends es dort gibt – und welche Risiken sich im Kleingedruckten finden.

Über Zoom anmelden und Weiterbildungszeit sammeln

Der Digitalkongress „Tierversicherung“ findet über „Zoom“ statt. Zwischen den 30-minütigen Vorträgen gibt es keine Pausen. Mit einer Teilnahme an dieser Veranstaltung können Makler bis zu 60 Weiterbildungsminuten nach IDD erlangen.

Teilnehmende brauchen einen Zugang zur Plattform, sie müssen sich aber nicht schon vorher für den Digitalkongress anmelden. So ist auch eine spontane Teilnahme möglich. Bereit liegen für die Anmeldung über Zoom sollte die eigene E-Mail-Adresse und möglichst auch die Kundennummer (Personen-ID) für die AssCompact Informationswelt sowie die gutberaten-ID, wenn Teilnehmende Weiterbildungszeit sammeln möchten.

Weitere Infos zum Digitalkongress finden Sie hier.
Direkt zum Zoom-Call bzw. zur Webinar-Registrierung geht es hier.
 

Unternehmen: Wo sollte es für Frauen besser laufen?

42% der Frauen halten die Entwicklung der Gleichstellung in ihrem Unternehmen für gut. Doch nur 50% glauben z. B., dass sich eine Führungsposition für sie unter den aktuellen Rahmenbedingungen lohnen würde. Wie weit ist die Arbeitswelt 2026 bei Gleichberechtigung, Transparenz und Mitarbeiterbindung?

Wie weit ist die deutsche Arbeitswelt im Jahr 2026 in den Bereichen Gleichberechtigung, Transparenz und Mitarbeiterbindung? Das hat HiBob, Anbieter von HR-Technologie, gemeinsam mit Pollfish untersucht. Eine Wahrnehmungslücke zeigt sich z. B. in Sachen Gleichstellung: 65% der männlichen Befragten bewerten die Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten hierzulande positiv. Doch lediglich 47% der Frauen sind derselben Meinung. Auf Unternehmensebene empfinden 56% der Männer die Entwicklung in ihrer eigenen Organisation als besser, bei den Frauen sind es 42%.

Schlechter gestellt nach Elternzeit?

 

Unternehmen: Wo sollte es für Frauen besser laufen?

 

65% der Frauen, die in den vergangenen fünf Jahren Elternzeit genommen haben, geben an, dass es danach mindestens eine negative berufliche Veränderung gab. 35% kehrten ohne Konsequenzen zurück. Bei Männern haben 49% keine beruflichen Folgen nach der Elternzeit gespürt. Weitere Auswirkungen für Frauen waren z. B. weniger Sichtbarkeit im Unternehmen (25%), eine veränderte Rolle (25%) und Verzögerung bei Gehalt oder Beförderung (21%). Zudem weist HiBob darauf hin, dass die Vereinbarkeit von Care-Arbeit und beruflicher Entwicklung häufig ein Problem darstellt, das Unternehmen nicht ignorieren dürfen.

Frauen halten Führungsposition nicht immer für lohnenswert

Was das Thema Beförderung und Führung angeht, trauen sich 67% der Frauen eine Führungsrolle zu. Jedoch meint nur die Hälfte, dass sich Führung für sie unter den aktuellen Rahmenbedingungen lohnt. Bei den Männern beträgt dieser Wert 63%. Hier sieht HiBob den Unterschied nicht im Selbstbild, sondern im Systemvertrauen. Unter den Personen, die eine Beförderung konkret angestrebt haben, waren 57% der Männer erfolgreich, bei den Frauen waren es 53%.

 

Unternehmen: Wo sollte es für Frauen besser laufen?

 

Folgen der Ungleichheit

Gehaltsungleichheit, intransparente Beförderungskriterien, die Nachteile nach der Elternzeit und das mangelnde Systemvertrauen von Frauen ergeben zusammen ein Bild struktureller Ungleichheit, folgert HiBob. Wenn Unternehmen diese Themen nicht beachten, können hohe Fluktuation und Produktivitätsverlust die Folge sein. Dazu hat der HR-Technologie-Anbieter weitere Zahlen: 25% der Beschäftigten denken ernsthaft über einen Jobwechsel nach, weitere 28% sind unentschieden. Weiteres Umdenken und konsequente Umsetzung in Unternehmen könnte also auch zu höherer Mitarbeiterbindung führen.

Über die Studie

Über ein zufälliges Sample wurden 2.000 Mitarbeiter von Unternehmen befragt, je zur Hälfte Frauen und Männer. Die Studie ging quer durch alle Branchen, Unternehmensgrößen und Hierarchieebenen. Die gesamten Ergebnisse können hier nachgelesen werden. (lg)

Lesen Sie auch: KPI statt Bauchgefühl: Warum Fachkräftesicherung messbar sein muss

Grafiken: © HiBob

 

Digitale Sichtbarkeit: Relevanz von Zielgruppenverständnis

Die meisten Makler haben eine ansprechende Website und haben auch schon über Suchmaschinenoptimierung nachgedacht. Trotzdem bleibt der gewünschte Effekt oft aus: Die Website wird kaum gefunden, qualifizierte Anfragen über Google bleiben selten. Woran es haken könnte, erklärt Katharina Vogt.

Das Problem mangelnder Sichtbarkeit einer Website liegt selten im Design oder in fehlenden technischen Maßnahmen. Viel häufiger fehlt die strategische Grundlage: ein klares Verständnis der eigenen Zielgruppe und ihrer konkreten Suchbedürfnisse. Und genau hier entsteht in der Praxis eine der größten Fehleinschätzungen im digitalen Marketing von Versicherungsmaklern: die Annahme, dass Sichtbarkeit automatisch entsteht, sobald eine Website „gut gemacht“ ist.

Ohne Zielgruppenverständnis bleibt eine Website wirkungslos

Viele Websites von Maklern sind aus Unternehmenssicht aufgebaut. Sie beschreiben Leistungen, zeigen Zertifikate und stellen das Team vor. Für bestehende Kunden kann das sinnvoll sein. Für potenzielle Neukunden reicht das jedoch nicht. Denn die suchen nicht nach einem Versicherungsmakler – sie suchen nach einer Lösung für ein konkretes Problem.

Typische Suchanfragen sind zum Beispiel:

  • „Betriebshaftpflicht für GmbHs im Vergleich“
  • „Rechtsschutzversicherung für kleine Unternehmen sinnvoll?“
  • „Betriebliche Altersvorsorge für Mitarbeiter“
  • „Welche Versicherungen benötige ich als Arbeitgeber?“

Wer mit seiner Website genau auf diese Fragen antwortet, wird sichtbar. Wer stattdessen allgemeine Leistungsversprechen kommuniziert, bleibt austauschbar und damit unsichtbar. Eine Website ohne Zielgruppenverständnis ist deshalb kein Vertriebsinstrument, sondern lediglich eine digitale Visitenkarte.

Zielgruppenverständnis als Wettbewerbsvorteil

Um relevante Inhalte zu identifizieren, denken viele Unternehmer und Makler, sie bräuchten aufwendige Tools oder immer externe Beratung. In der Realität liegt das Wissen oft bereits im eigenen Büro und in der Kundendatei. Die wertvollsten Inhalte entstehen aus echten Kundengesprächen:

  • Welche Fragen werden im Erstgespräch immer gestellt?
  • Welche Einwände tauchen regelmäßig auf?
  • Welche Schadenfälle bleiben besonders im Gedächtnis?

Diese Themen sind kein Zufall, sondern sie spiegeln exakt das wider, wonach Menschen auch bei Google suchen.

Ein Geschäftsführer, der nach „D&O Versicherung Kosten“ sucht, hat eine völlig andere Erwartung als eine Familie bei „Hausratsversicherung Vergleich“. Wer diese Unterschiede nicht berücksichtigt, verliert Sichtbarkeit – unabhängig von Budget oder Websitequalität.

Die richtigen Themen entstehen nicht im Marketing, sondern im Alltag

Natürlich gibt es zahlreiche SEO-Tools wie die Google Search Console, Keyword Planner oder Sistrix. Sie zeigen, wonach gesucht wird und wo Potenziale liegen. Doch ein häufiger Fehler ist die falsche Erwartung: Tools ersetzen keine strategische Entscheidung. Sie beantworten nicht die zentrale Frage: Für welche Zielgruppe möchte ich überhaupt sichtbar sein? Ohne diese Entscheidung führen selbst die besten Daten lediglich zu mehr Content, aber nicht zu mehr Relevanz.

Um herauszufinden, wonach potenzielle Kunden tatsächlich suchen, stehen heute zahlreiche SEO-Tools zur Verfügung. Diese Daten liefern wertvolle Hinweise darauf, welche Themen für eine Website wirklich relevant sind. Häufig zeigt sich dabei, dass die wichtigsten Suchanfragen der Zielgruppe auf der eigenen Website bisher gar nicht vorkommen.

Social Media ist Unterstützung, aber kein Fundament

Viele Makler setzen heute stark auf Social Media. Plattformen wie LinkedIn, „X“ oder Instagram können sinnvoll sein, um Reichweite aufzubauen und Vertrauen zu stärken. Für die gezielte Neukundengewinnung ersetzen sie jedoch keine suchoptimierte Website. Der Unterschied liegt im Nutzerverhalten:

  • Social Media: Inhalte werden „gesehen“
  • Suchmaschinen: Lösungen werden aktiv „gesucht“

Wer nur auf Social Media setzt, verzichtet auf genau die Sichtbarkeit, die im entscheidenden Moment entsteht: wenn ein konkreter Bedarf vorhanden ist.

Fazit: Sichtbarkeit entsteht durch Klarheit

Für Versicherungsmakler bedeutet das: Erfolgreiches Online-Marketing beginnt nicht mit SEO-Maßnahmen oder Content-Produktion, sondern mit einer strategischen Entscheidung.

Dazu gehört vor allem:

  • eine klar definierte Zielgruppe
  • ein Verständnis der Suchintention dieser Zielgruppe
  • Inhalte, die konkrete Fragen beantworten
  • eine Website-Struktur, die diese Themen sichtbar macht

Wer seine Zielgruppe klar definiert und deren Fragen beantwortet, wird sichtbar. Wer dagegen versucht, „für alle“ relevant zu sein, bleibt für die meisten unsichtbar. Digitale Sichtbarkeit ist damit keine Frage des Budgets, sondern der Klarheit. Und genau diese Klarheit entscheidet darüber, ob eine Website Anfragen generiert – oder nur existiert.

Über die Autorin

Katharina Vogt ist Geschäftsführerin der Vogt digital GmbH und Expertin für suchmaschinenbasiertes Marketing. Gemeinsam mit ihrem Team unterstützt sie Unternehmen dabei, ihre digitale Sichtbarkeit strategisch aufzubauen und messbar zu steigern.

 

Heute: Digitalkongress „Cyberversicherung“

Viele Unternehmen hierzulande sind nicht oder nicht ausreichend gegen Cybergefahren abgesichert. Der AssCompact Digitalkongress widmet sich heute ganz dem Thema „Cyberversicherung“. Das Online-Event informiert über aktuelle Entwicklungen und Trends.

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen ihre Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe ausbauen. Angemessene Beratung zum passenden Schutz kann für Vermittler im Segment Cyberversicherung auch mehr Umsatzpotenzial heißen. Dazu müssen Makler bestens informiert sein. Der Digitalkongress „Cyberversicherung“ bietet sowohl Information und als auch Produktupdates für Vermittler. Er findet heute, am 12.05.2026, ab 9:00 Uhr über „Zoom“ statt.

Worum geht es beim Digitalkongress „Cyberversicherung“?

Das ist das Programm heute beim Digitalkongress „Cyberversicherung“:

  • 9:00 – 9:30 Uhr: AssCompact Studienupdate: Aktuelle Entwicklungen und Trends aus den Bereichen Digitalisierung und KI; Referent: Dr. Alexander Ströhl, Chefredakteur AssCompact
  • 9:30 – 10:00 Uhr: Next Level Cyber-Schutz: Das Hiscox Cyber-Update – smarter Antrag, bessere Absicherung, starke Unterstützung für Ihre Kundenansprache; Referenten: Tobias Knoll, Head of Wholesale & Partnerships, Hiscox SA, und Carsten Ebert, Underwriting Manager – Small Business, Hiscox SA
  • 10:00 – 10:30 Uhr: Der INTER CyberGuard: Komplettschutz gegen die Gefahren aus dem Internet; Referent: Fabian Zeth, Maklerreferent Komposit, INTER Versicherungsgruppe

Die Moderatorin ist Jennifer Schebella aus der AssCompact Redaktion.

Über Zoom anmelden und Weiterbildungszeit sammeln

Der Digitalkongress „Cyberversicherung“ findet über „Zoom“ statt. Zwischen den 30-minütigen Vorträgen gibt es keine Pausen. Mit einer Teilnahme an dieser Veranstaltung können Makler bis zu 60 Weiterbildungsminuten nach IDD erlangen.

Teilnehmende brauchen einen Zugang zur Plattform, sie müssen sich aber nicht schon vorher für den Digitalkongress anmelden. So ist auch die spontane Teilnahme heute möglich. Bereit liegen für die Anmeldung über Zoom sollte die eigene E-Mail-Adresse und möglichst auch die Kundennummer (Personen ID) für die AssCompact Informationswelt sowie die gutberaten-ID, wenn Teilnehmende Weiterbildungspunkte sammeln möchten.

Weitere Infos zum Digitalkongress finden Sie hier.
Direkt zum Zoom-Call bzw. zur Webinar-Registrierung geht es hier.
 

Automatisierung, KI und Pools: Was die junge Maklerbranche bewegt

Wohin geht’s mit den Maklern? Die Branche ist stark in Bewegung und bei der Jungmakler MasterClass wird klar: Sie verändert sich von Tag zu Tag. Im Fokus dieses Jahr standen Themen wie Automatisierung und KI sowie das Thema Pool- oder Direktanbindung.

In der Maklerbranche gibt es dieses Jahr so einige Fragestellungen, die sich auftun: Wie wird es denn nun mit dem Altersvorsorgedepot? Was ist mit der Konsolidierung im Markt? Wie relevant sind Pools wirklich für den einzelnen Makler? Und auch Prozessautomation und künstliche Intelligenz beschäftigen nach wie vor die Gemüter.

Die Jungmakler MasterClass bringt seit 2023 jedes Jahr junge Makler und Versicherer für spannende Workshops und einen angeregten Austausch zusammen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Jungmakler Awards der bbg Betriebsberatungs GmbH statt, wird von diversen Förderern des Jungmakler Awards gesponsert und richtet sich exklusiv an vergangene und aktuelle Teilnehmer des Awards. Am 06. Und 07.05.2026 fand sie zum vierten Mal erneut im Hotel FREIgeist in der Göttinger Innenstadt statt.

bbg-Co-Geschäftsführer Tobias Knörrer sowie Andreas Wollermann, Head of Growth & Sales bei der bbg, führten die Besucher durch die Veranstaltung unter der Prämisse: Man müsse auch über die Unternehmensseite sprechen, nicht nur die reine Maklerseite – auch dafür sei die MasterClass da.

KI und Automation im Fokus

Steffen Ritter, langjähriger Begleiter des Jungmakler Awards (er gestaltet den Award seit dessen Beginn im Jahr 2011 mit) gab wie schon in den Jahren zuvor einen Impulsvortrag zum Besten, der sich schwerpunktmäßig mit KI und Prozessoptimierung auseinandersetzte. Und sein Appell war klar: Jeder moderne Makler, jede Maklerbetreuerin, jeder Versicherer müsse sich beim Thema KI jetzt die Frage beantworten, was er oder sie nun damit machen wird. Heute sei man strategisch wie nie zuvor gefragt, wo es mit dem eigenen Unternehmen hingehen soll und der Unternehmer müsse „denken, bis eh weh tut“.

Ritter selbst arbeitet vorwiegend mit Superchat und der Claude AI, die seiner Meinung nach am besten für Prozessautomationen funktioniere, was er auch live demonstrierte anhand eines Prozesses zur Transkription und Dokumentation von Kundengesprächen.

Ein Punkt, der vor allem den Jungmaklern sehr wichtig war, wie in einem weiteren Workshop von Steffen Ritter zum gleichen Thema deutlich wurde: Makler und wir als Gesellschaft tragen eine gewisse Verantwortung und können ebenso dazu einen Beitrag leisten, Menschen an künstliche Intelligenz heranzuführen.

Pool- oder Direktanbindung?

Beinahe kontrovers ging es in Andreas Wollermanns als Diskussionsrunde konzipiertem Workshop zum Thema Pools zu. Er stellte die Frage: Pool- oder Direktanbindung? Daraus entstand eine durchaus emotionale Debatte über die Vor- und Nachteile, die Pools liefern, und ergaben sich außerdem neue Fragen, die dabei, vor allem für den einzelnen Makler selbst, geklärt werden müssen: Wie abhängig fühle ich mich bei einer Poolanbindung wirklich? Wie viel Geschäft mache ich bei einem einzelnen Versicherer? Wie viele Kosten nehmen mir Pools wirklich ab, da ich mich nicht um ein eigenes MVP und eigene Vergleichstools kümmern muss? Geht dadurch meine unternehmerische Abhängigkeit wirklich verloren?

 

Automatisierung, KI und Pools: Was die junge Maklerbranche bewegt

 

Das Fazit lässt sich wohl so fassen, dass sich Direktanbindungen vor allem dann lohnen, wenn man über einen Versicherer viel Geschäft macht, während sich für breiter aufgestellte Makler, die ihr Geschäft auf viele verschiedene Produktgeber verteilen, eine Poolanbindung mehr lohnt – was natürlich nicht pauschal gilt.

Hoher Besuch

Mit dabei war auch Dr. Claus Hunold, Marketing- und Vertriebsvorstand bei der Haftpflichtkasse, der den Jungmaklern für eine Q&A-Session Rede und Antwort stand. Die Jungmakler waren sehr interessiert an Hunolds Erfahrungen in der Versicherungsbranche, seinen Ansichten zum Thema KI und was zukünftig für die Haftpflichtkasse geplant ist. So erläuterte Hunold etwa, dass man bei der Haftpflichtkasse zukünftig plane, in die Gewerbeversicherung einzusteigen, bspw. in die Vermögensschadenhaftpflicht und Hausrat für Kleingewerbe.

Auch zum Thema Pools äußerte sich Hunold. Für ihn sei es enorm wichtig, dass ein Pool dem Versicherer weiter Zugang zu den Maklern gewährt, denn wenn der Versicherer mit dem Makler nicht in Kontakt treten könne, dann habe der Makler auch nichts davon. Hunolds Empfehlung: Für die Versicherer, mit denen man favorisiert Geschäft macht, sollte man sich eine Direktanbindung anlegen.

Datenplattform für Makler

Tobias Knörrer stellte außerdem zusammen mit Makler-Urgestein Michael Richthammer Pläne der bbg für eine Art Maklerdaten-Plattform vor, auf der öffentlich zugängliche Daten von Maklerunternehmen gesammelt und zur Verfügung gestellt werden, um das Interesse von Jungmakler-Seite genauer zu eruieren. Die Rückmeldungen waren sehr positiv – allerdings mit einem kleinen Twist: Die Jungmakler sahen darin weniger eine Möglichkeit für den Konkurrenzvergleich („Wie stehe ich im Vergleich zu anderen Maklern finanziell da?“), sondern eher ein Tool, um andere Maklerunternehmen zu finden, mit denen sich potenziell eine spannende, ergiebige Zusammenarbeit ergeben könnte.

Viele Jungmakler kommen aus der AO-Welt, wo es eher mit ausgefahrenen Ellenbogen zugehen würde, wie ein Jungmakler erklärte. Der Austausch in der Jungmakler-Community, könnte durch solch eine Plattform noch zusätzlich gefördert, nicht aber ersetzt werden.

MasterClass 2027

Die MasterClass dürfte mittlerweile als feste Größe in der Jungmakler-Community gelten, getrieben durch den Austausch zwischen „Jungmakler-Veteranen“ und Branchen-Neulingen sowie Vertretern von Versicherern. Auch nächstes Jahr wird die MasterClass wieder im FREIgeist in Göttingen stattfinden, dann zum fünfjährigen Jubiläum. (mki)

Lesen Sie auch: Wie Makler die nicht-familieninterne Nachfolge schaffen
 

DVA: Neue Weiterbildungsreihe für spezialisierte Beratung

Die Deutsche Versicherungsakademie launcht eine neue Weiterbildungsreihe. Gewählt werden kann zwischen drei Lehrgängen. Damit will die Branchenakademie ihr Angebot gezielt in drei zentralen Kompetenzfeldern ausbauen. Die Programme richten sich jeweils an Berater mit unterschiedlichen Erfahrungsstufen.

Aufgrund eines erhöhten Bedarfs an spezialisierter Fachkompetenz in der Versicherungswirtschaft startet die Deutsche Versicherungsakademie (DVA) eine neue Weiterbildungsreihe. Gelauncht werden die Programme „Kompetenzpartner:in in betriebliche und private Vorsorge (DVA)“, „Kompetenzpartner:in in Gesundheit und Absicherung (DVA)“ und „Kompetenzpartner:in in Financial Lines (DVA)“.

Damit erweitert die Branchenakademie ihr Angebot gezielt in drei zentralen Kompetenzfeldern, wie es heißt. Denn in vielen Bereichen zeige sich, dass klassische Generalistenmodelle an ihre Grenzen stoßen. Die Anforderungen an Fachkräfte sowohl in der Beratung als auch in der Risikobewertung sind komplex.

Praxisnah und konkret

Die neue Weiterbildungsreihe der DVA will die Herausforderungen der Beratung gezielt angehen und stellt laut Angaben des Unternehmens praxisnahe Inhalte, konkrete Fallbeispiele und die direkte Übertragbarkeit in den beruflichen Alltag in den Mittelpunkt. So berichten laut DVA zum Beispiel Berater im Firmenkundengeschäft von steigenden Anforderungen bei der Einordnung komplexer Haftungsrisiken und äußern den Wunsch, diese eigenständig und fundiert betreuen zu können. Im Gesundheitsmarkt wiederum ist die Entwicklung sehr dynamisch und Produktlandschaften sind teils so vielfältig, dass die verständliche Vermittlung von Lösungen im Kundengespräch schwierig ist. Was den Vorsorgebereich angeht, wird die Verzahnung von betrieblicher und privater Absicherung zunehmend anspruchsvoll. „Wir sehen in der Branche sehr deutlich, dass Fachkräfte nicht nur mehr Wissen benötigen, sondern vor allem mehr Sicherheit im Umgang mit komplexen Themen“, so Victoria Durner, Produktreferentin bei der DVA.

Zielgruppe: Vom Mitarbeitenden im Kompetenzaufbau bis hin zu erfahrenem Experten

Die Programme richten sich an unterschiedliche Erfahrungsstufen. Das Spektrum reicht dabei von Mitarbeitenden im Kompetenzaufbau bis hin zu erfahrenen Experten, die ihr Know-how gerne vertiefen wollen. Der Kompetenzaufbau gilt auch als strategischer Faktor für Unternehmen. Daher adressiere die DVA mit der neuen „Kompetenzpartner“-Reihe neben der individuellen Weiterbildung auch die Anforderungen von Unternehmen. Die drei neuen Lehrgänge sollen den systematischen Aufbau von Handlungssicherheit in komplexen Themenfeldern fördern.

Weitere Infos für Interessierte
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DVA startet Lehrgang „Berater:in für Unternehmensnachfolge“
 

Makler-Summit: Wandel und Dynamik im Maklermarkt

Beim diesjährigen Makler-Summit Süd-West gab es spannende Impulse zu aktuellen Themen und Entwicklungen im Makler- und Versicherungsmarkt. Anstehende Veränderungen und Umbrüche sowie der tiefgreifende Wandel in verschiedenen Bereichen mit seiner hohen Dynamik prägten das Programm.

Neben der Gelegenheit zum Networking und zu persönlichen Gesprächen wartete der Makler-Summit Süd-West am 29.04.2026 auf dem W&W-Campus in Kornwestheim mit einem breit gefächerten Themenspektrum auf. Die Spanne reichte unter anderem von Konsolidierung im Maklermarkt und aktuellen Entwicklungen im Pool- und Verbundmarkt über KI und ihre künftige Rolle in Maklerverwaltungsprogrammen bis hin zu den anstehenden Veränderungen im Bereich Altersvorsorge sowie die Auswirkungen der Reform auf die Beratung. Auch das Thema Verkauf eines Maklerunternehmens stand auf der Agenda.

Nach der Begrüßung durch Rainer Gelsdorf und Eric Sauerborn, Geschäftsführer der Württembergische Vertriebspartner GmbH, sowie Tobias Knörrer, Co-CEO der bbg Betriebsberatungs GmbH, startete das Vortragsprogramm mit der ersten Keynote.

Hohe Dynamik im Pool- und Verbundmarkt

Klaus-Jürgen Baum, Inhaber der KJB Consulting, gab interessante Einblicke in die aktuellen Entwicklungen im Pool- und Verbundmarkt. Anhand der Ergebnisse der neuen AssCompact Trendstudie zu Maklerpools & -verbünden zeigte er die hohe Dynamik auf, die sich derzeit auf dem Markt beobachten lässt. Laut Baum hätten sich die wesentlichen Annahmen aus dem Basisszenario der ersten Auflage der Studie aus dem Jahr 2024 bestätigt. Die Outperformer unter den Pools und Verbünden (blau direkt, Fonds Finanz, JDC und VEMA) konnten ihren Vorsprung ausbauen, jüngst noch befeuert durch den Zusammenschluss von blau direkt und Netfonds sowie die Übernahme von verticus durch INFITECH. Der Konzentrationsgrad ist kontinuierlich gestiegen und auf die erfolgreichen Player entfällt ein immer größeres Stück vom Kuchen. Zugleich bleiben die Eigentümerstrukturen in Bewegung und die Finanzinvestoren auf dem Vormarsch. Weiter ist zu beobachten, dass das Investmentgeschäft verstärkt in den Fokus rückt und sich Geschäftsmodelle im Wandel befinden, was für eine zusätzliche Branchendynamik sorgt.

KI im Maklerverwaltungsprogramm: Wie sieht das MVP von morgen aus?

Nach spannenden Vorträgen von Fachreferenten einiger Versicherer unter anderem zum Thema Altersvorsorge oder auch Lösungen für die Ruhestandsplanung folgte die zweite Keynote. Marc Rindermann, Geschäftsführer der Acturis Deutschland GmbH/ASSFINET GmbH widmete sich in seinem Vortrag dem Thema KI-Integration im MVP und der Frage, was heute geht und morgen kommt. Wie Rindermann erwähnte, habe die Dynamik rund um KI in den vergangenen Monaten selbst Experten überrascht. Künstliche Intelligenz hat längst auch in Maklerverwaltungsprogrammen Einzug gehalten. Mit dem Einsatz agentischer KI im MVP werden die Systeme zunehmend intelligenter.

 

Makler-Summit: Wandel und Dynamik im Maklermarkt

 

Rindermann gab einige praktische Einblicke anhand von Chatflows und dem Thema Betrugserkennung. Je mehr KI ins Spiel kommt, desto mehr erweitern sich auch die Gestaltungsmöglichkeiten für Makler. Die zunehmende KI-Integration im MVP bedeutet für Makler perspektivisch weniger Dateneingabe und mehr Zeit für die Betreuung von Kunden und somit also „mehr Makler“ und „weniger Büro“.

Konsolidierungswelle rollt weiter

Um den Wandel im Maklermarkt und die hohe Dynamik, die sich dabei zeigt, ging es auch in der anschließenden Diskussionsrunde. Moderator Klaus-Jürgen Baum bot vor Beginn des Panel-Talks einige interessante Einblicke rund um die Konsolidierungswelle im Maklermarkt. So vereinen größere Konsolidierer immer mehr Marktanteile auf sich und die Übernahmewelle wird weiterrollen. Gerade auch für kleinere Maklerunternehmen stellt sich rund um das Thema Nachfolgeplanung die Frage: Welche Option kommt in Betracht: Run-off, Maklerrente, Bestandsaufgabe bzw. der Unternehmensverkauf?

Nachfolgeplanung und Verkauf von Maklerunternehmen auf Augenhöhe

In einem spannenden Paneltalk ging es dann konkret um die Frage, wie Makler das Thema Nachfolge angehen können, wenn ein Verkauf des Maklerunternehmens im Raum steht. Die Panel-Diskussion beleuchtete den Verkaufsprozess aus Sicht von Verkäufer und Käufer sowie auch aus der Perspektive eine Beraters. Teilnehmer der Runde, die Klaus-Jürgen Baum moderierte, waren Efstratios Bezas, Chief Sales Officer der Tjara GmbH (blau direkt), Simon Nörtersheuser, Geschäftsführer der Aventus Maklergruppe, sowie Luca Eschweiler, Vice President der Wagner & Hines Associates GmbH, und Tobias Krahl, Director der Wagner & Hines Associates GmbH, die Makler bei Transaktionen berät und begleitet. So erörterten die Experten unter anderem die Frage, wann aus Verkäufersicht ein guter Zeitpunkt zum Verkauf sein könnte, worauf Maklerkonsolidierer beim Kauf wiederum Wert legen und aus welchen Gründen Makler einen Berater hinzuziehen sollten.

Dabei stellten sowohl Efstratios Bezas wie auch Simon Nörtersheuser klar, dass eine erfolgreiche Nachfolgeregelung bzw. Übergabe eine gewisse Übergangsphase erfordert und entsprechend weiter im Voraus geplant sein sollte. Ein Aussteigen von heute auf morgen funktioniere nicht, so Bezas.

Das Altersvorsorgedepot und die Auswirkungen für Makler

Zum Abschluss des Weiterbildungsevents standen ebenfalls nochmals Veränderungen und ein Wandel auf dem Programm, und zwar in der Altersvorsorge: So ging es in der Keynote von Prof. Michael Hauer, Geschäftsführer beim Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), um die Konsequenzen der Reform der privaten Altersvorsorge. Die private Altersvorsorge in Deutschland steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Das hierbei geplante Altersvorsorgedepot soll Anfang 2027 starten - inklusive der Pflicht für Anbieter, ein Standardprodukt anzubieten. Prof. Hauer gab zunächst einen Überblick der grundlegenden Änderungen wie etwa die künftigen Garantie-Level.

Beim Standarddepot ist davon auszugehen, dass es von unterschiedlichen Anbietern, darunter auch Neobrokern, einfache und sehr kostengünstige Lösungen geben wird, die Kunden online abschließen können. Inwieweit es um die Qualität der Produkte bestellt sein wird, bleibe abzuwarten, so Prof. Hauer. Ebenfalls noch offen ist, mit welchen Lösungen die Versicherer aufwarten (lesen Sie hierzu auch: Altersvorsorgedepot: Wie sollten sich Versicherer aufstellen?). Der Altersvorsorgeexperte sieht im Übrigen durchaus auch eine Konkurrenz zur bAV.

 

Makler-Summit: Wandel und Dynamik im Maklermarkt

 

Für welche Kunden (noch) Riester, für wen das AV-Depot?

Anhand von einem Beispiel eines Musterkunden zeigte Hauer auf, unter welchen Voraussetzungen bzw. Gegebenheiten es die bessere Wahl sei, beim bestehenden Riestervertrag zu bleiben anstatt umzustellen. „In vielen Fällen wird das Altersvorsorgedepot besser sein als Riester“, so der Experte weiter. Maklern rät er, jetzt proaktiv auf ihre Kunden zuzugehen und das Thema anzusprechen. „Kunden müssen das Gefühl haben, dass sie informiert sind und betreut werden“, betonte Hauer. Jede Änderung sei auch eine Chance. (tik)

Eine Übersicht der weiteren AssCompact Wissen Veranstaltungen finden Sie unter asscompact.de/veranstaltungen.

 

12.05.2026: Digitalkongress „Cyberversicherung“

Am 12.05.2026 dreht sich beim AssCompact Digitalkongress alles um das Thema „Cyberversicherung“. Wachsende Cyberrisiken stellen Unternehmen, Versicherer und Makler vor neue Herausforderungen. Das Online-Event bietet die Chance, sich über aktuelle Entwicklungen und Trends zu informieren.

Häufig hört man aktuell von Unternehmen, die Opfer eines Cyberangriffs geworden sind. Als Unternehmer reicht es nicht, nur zu hoffen, dass der eigene Betrieb nicht zum Ziel wird. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind gefordert, ihre Schutzmaßnahmen zu verstärken. Dabei spielen eine gute Informationslage zum Thema im Unternehmen selbst sowie passender Schutz eine bedeutende Rolle. Für Versicherungsmakler kann sich im Segment Cyberversicherung dadurch Umsatzpotenzial ergeben.

Also: Wie entwickelt sich der Markt derzeit? Und mit welchen Neuerungen ist vonseiten der Versicherer zu rechnen?

Der Digitalkongress „Cyberversicherung“ bietet sowohl Information als auch Produktupdates für Vermittler. Er findet am 12.05.2026 ab 9:00 Uhr über „Zoom“ statt.

So läuft der Digitalkongress „Cyberversicherung“ ab

Das Programm auf dem Digitalkongress „Cyberversicherung“ setzt sich wie folgt zusammen:

  • 9:00 – 9:30 Uhr: AssCompact Studienupdate: Aktuelle Entwicklungen und Trends aus den Bereichen Digitalisierung und KI; Referent: Dr. Alexander Ströhl, Chefredakteur AssCompact
  • 9:30 – 10:00 Uhr: Next Level Cyber-Schutz: Das Hiscox Cyber-Update – smarter Antrag, bessere Absicherung, starke Unterstützung für Ihre Kundenansprache; Referenten: Tobias Knoll, Head of Wholesale & Partnerships, Hiscox SA, und Carsten Ebert, Underwriting Manager – Small Business, Hiscox SA
  • 10:00 – 10:30 Uhr: Der INTER CyberGuard: Komplettschutz gegen die Gefahren aus dem Internet; Referent: Fabian Zeth, Maklerreferent Komposit, INTER Versicherungsgruppe

Die Moderation übernimmt Jennifer Schebella aus der AssCompact Redaktion.

Im AssCompact Studienupdate wird gezeigt, warum das Thema Cyber für Makler von so großer Bedeutung ist. Welche Chancen und Risiken bieten KI und Digitalisierung? Auch ein Blick auf Schadenfälle bei KMU wird dabei sein. Letztendlich geht es um die Frage: Warum konkret ist die Cyberversicherung so relevant?

Im zweiten Beitrag wird es um die wichtigsten Updates bei Hiscox gehen, eine praxisnahe Anwendung des Antragsprozessess im Beratungsalltag sowie die Frage, wie Makler konkret in der Kundenansprache unterstützen können – praxisnah, verständlich und direkt einsetzbar für den Vertrieb.

Im Beitrag der INTER wird es darum gehen, wie Makler ihre Kunden mit dem INTER CyberGuard ganzheitlich absichern und gleichzeitig neue Beratungsanlässe schaffen.

Anmeldung und Weiterbildungszeit

Der Digitalkongress „Cyberversicherung“ findet nun über „Zoom“ statt. Zwischen den halbstündigen Vorträgen gibt es keine Pausen. Mit einer Teilnahme an dieser Veranstaltung können Makler bis zu 60 Weiterbildungsminuten nach IDD erlangen.

Interessierte benötigen einen Zugang zur Plattform, für den Digitalkongress voranmelden müssen sie sich aber nicht. Parat haben für die Anmeldung über Zoom sollten die Teilnehmenden ihre E-Mail-Adresse und möglichst auch ihre Kundennummer (Personen-ID) für die AssCompact Informationswelt sowie die gutberaten-ID, wenn sie Weiterbildungspunkte sammeln möchten.

Weitere Infos zum Digitalkongress
Direkt zum Zoom-Call bzw. zur Webinar-Registrierung
 

Makler-Summit: Diskussion zum Verkauf von Maklerbetrieben

In dieser Woche ist es soweit: Am 29.04.2026 lädt der Makler-Summit Süd-West zum fachlichen Austausch und Netzwerken nach Kornwestheim bei Stuttgart. Die Fachbesucher erwartet neben hochkarätigen Vorträgen auch eine spannende Diskussionsrunde zum Thema Verkauf eines Maklerunternehmens.

Auf dem W&W-Campus in Kornwestheim trifft sich die Branche in dieser Woche am Mittwoch, den 29.04.2026, um über die Trends und Entwicklungen im Makler- und Versicherungsmarkt zu sprechen. Beim Makler-Summit Süd-West auf dem W&W-Campus haben die Fachbesucherinnen und Fachbesucher nicht nur Gelegenheit, Fachwissen zu tanken und Weiterbildungszeit zu sammeln, sondern das Event bietet auch einen idealen Rahmen zum Austausch mit Vermittlerkollegen und Experten der anwesenden Aussteller vor Ort.

Vielfältiges Vortragsprogramm

Das breit gefächerte Vortragsprogramm deckt die Themen ab, die Vermittler aktuell bewegen. Umbrüche im Maklermarkt, die fortschreitende Konsolidierung und technologische Abhängigkeiten verändern die Spielregeln. Der Makler-Summit bietet Orientierung für wichtige strategische Entscheidungen der kommenden Jahre.

Die Bandbreite an Themen reicht von der privaten Altersvorsorge über Umbrüche im Markt der Maklerpools und Verbünde bis hin zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Maklerverwaltungsprogramme. Die Keynote-Speaker sind Prof. Michael Hauer, Geschäftsführer beim Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), Klaus-Jürgen Baum, Inhaber von KJB Consulting, sowie Marc Rindermann, Geschäftsführer der Acturis Deutschland GmbH/ASSFINET GmbH. Infos zu den Vorträgen finden Sie auf der Webseite zum Makler-Summit Süd-West 2026.

Diskussionsrunde beleuchtet Verkauf von Maklerunternehmen

In einem spannenden Paneltalk geht es schließlich darum, wie Maklerinnen und Makler das Thema Nachfolge angehen können, wenn ein Verkauf des Maklerunternehmens im Raum steht. Die Panel-Diskussion beleuchtet den Verkaufsprozess aus drei Perspektiven – Verkäufer, Käufer und Berater – und gibt einen realistischen Einblick in typische Abläufe, Herausforderungen und Verhandlungssituationen. Diskutiert werden unter anderem die Vorbereitung eines Verkaufs, Bewertungsansätze und Käufermodelle, typische Themen in der Due Diligence sowie zentrale Punkte in Vertragsverhandlungen und Transaktionsstrukturen.

Teilnehmer der Panel-Diskussion sind Klaus-Jürgen Baum, Inhaber von KJB Consulting, der die Runde moderiert, Efstratios Bezas, Chief Sales Officer der Tjara GmbH (blaudirekt), Luca Eschweiler, Vice President der Wagner & Hines Associates GmbH, Tobias Krahl, Director der Wagner & Hines Associates GmbH, und Simon Nörtersheuser, Geschäftsführer der Aventus Maklergruppe.

Weitere Informationen zur Diskussionsrunde, zum Programmablauf und zur Anmeldung finden Sie auf der Webseite zum Makler-Summit Süd-West 2026.

Aussteller

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Fördermittel als strategisches Instrument für Vermittler

Förderprogramme sind zu einem erheblichen Teil explizit dienstleistungsorientiert ausgestaltet. Das heißt, auch Vermittlerbetriebe können sie als Wachstumshebel nutzen – und damit für betriebliche Entwicklungsschritte. Acht Erfolgsfaktoren für Fördermittel- bzw. Investitionsprojekte.

Ein Artikel von Kai Schimmelfeder, Fördermittelexperte und Geschäftsführer feder consulting GmbH

Versicherungsvermittler – insbesondere Einzelunternehmer, kleine Makler­büros und Mehrfachagenturen – zählen formal zu den kleinen und Kleinstunternehmen . Sie verfügen häufig über stabile, aber margensensible Einnahmestruk­turen, sind stark reguliert und zugleich in einem ausgeprägt digitalen Wettbewerb tätig. Genau diese Kombination führt dazu, dass betriebliche Investitionen regelmäßig aufgeschoben werden, obwohl sie betriebswirtschaftlich nötig sind.

Förderprogramme werden noch immer überwiegend als industriepolitisches Instrument für produzierende Unternehmen wahrgenommen. Tatsächlich ist jedoch ein erheblicher Teil der Programme explizit dienstleistungsorientiert ausgestaltet – auch für Vermittlerbetriebe.

Digitalisierung und Plattformdruck

Kunden erwarten heute Online-Terminbuchung, Vergleichsrechner, digitale Vertragsübersichten und auch schnelle Reaktionszeiten. Gleichzeitig konkurrieren Vermittler mit Direktversicherern, Pools und Vergleichsportalen. Kosten durch Maklerverwaltungsprogramme, CRM-Systeme, automatisierte Dokumen­tation, elektronische Signaturver­fahren oder auch IT-Sicherheitsmaßnahmen sind betriebswirtschaftlich notwendig, werden jedoch häufig unterlassen.

Ertragsdruck und Bestandsabhängigkeit

Viele Vermittler arbeiten stark provisionsbasiert. Gleichzeitig steigen Stornohaftungsrisiken, Bestandsübertragungsaufwände oder auch Kundenservicekosten. Investi­tionen werden daher regelmäßig verschoben, obwohl gerade diese langfristig die Stabilität beim Vermittler erhöhen würden. Nicht fehlende Wirtschaftlichkeit verhindert Investitionen, sondern fehlende Über-Liquidität im Zeitpunkt der Umsetzung.

Förderprogramme als Wachstumshebel für Vermittler

Förderprogramme wirken für Vermittlerbetriebe funktional wie externes Wachstumskapital: Ob Zuschüsse, Eigenkapitalersatz, Förderkredite o. Ä., diese Förder­programme reduzieren Investitionsrisiken, ohne die wirtschaftliche Unabhängigkeit einzu­schränken. Wesentlich ist: Fördermittel finanzieren keine laufenden Betriebskosten, sondern betriebliche Entwicklungsschritte. Genau hier liegt der Ansatzpunkt.

Projekte erfolgreich planen und umsetzen – acht Erfolgsfaktoren
1. Schriftliche Grundkonzep­tion als Fundament

Ein zentraler Erfolgsfaktor liegt in der Verschriftlichung der Projektidee. Vermittler, die bereits zu Beginn eine ein- bis zweiseitige schriftliche Beschreibung ihres Vorhabens vor­legen konnten, erzielten signifikant höhere Erfolgsquoten in der Bewilligungs- und Umsetzungsphase.

Ein informelles Konzept ersetzt keinen Businessplan, bildet jedoch die Basis für Förderstellen, Banken und Beteiligungspartner. Erfahrungsgemäß sind Projekte ohne schriftliche Grundlage in der Antrags- und Genehmigungsphase deutlich verzögert oder scheitern bereits zu Beginn.

2. Realistische Kosten- und Angebotsbasis

Parallel zur Konzeption ist eine Grobkalkulation der Investitionskosten essenziell. Erfolgreiche Projekte zeichnen sich durch verifizierbare Zahlen aus – sei es durch Angebote, Preisindikationen oder Kalkulationsunterlagen. Eine belastbare Kostenstruktur schafft Transparenz und ermöglicht eine frühzeitige Einschätzung von Förderhöhen und Finanzierungsbedarf.

3. Analyse der operativen Auswirkungen

Jede Investition hat Folgewirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb. Vermittler sollten daher bereits in der Planungsphase prüfen, welche Auswirkungen das Vorhaben auf Personal, Tagesgeschäft, Logistik, Verwaltung und Vertrieb hat.

4. Klare Begründung und Zielsetzung („Das Warum“)

Ein wei­terer Erfolgsfaktor ist ein klar definiertes Motiv für die Investition. Vermittler, die ihr „Warum“ formulieren können – also den strategischen oder persönlichen Beweggrund für die Inves­tition –, halten Projekte auch in anspruchsvollen Phasen konse­quenter durch. Diese Zielklarheit hilft, Entscheidungen auch bei Rückschlägen auf einer rationalen Grundlage zu treffen. Sie stärkt die innere Überzeugung und dient als Leitlinie für das gesamte Projektteam.

5. Unternehmerisches Mindset und Haltung

Fördermittelprojekte verlangen Ausdauer, Struktur und eine positive Grundhaltung. Ein lösungs­orientiertes, zukunftsge­richtetes Mindset wirkt sich unmittelbar auf die Qualität der Zusammenarbeit mit Banken, Förderstellen und Beratern aus.

6. Fokussierung auf das Investitionsvorhaben

Der Geschäfts­führer sollte konsequent auf das Ziel ausgerichtet sein. Projekte mit einer klaren Verantwortlichkeit und hoher persönlicher Identifikation des Entscheidungsträgers erreichen eine wesentlich höhere Erfolgsquote.

7. Konzentration und Diszi­plin in der Umsetzung

Ergänzend zur Fokussierung ist Konzentration die operative Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Ablenkungen – sei es durch parallele Projekte, externe Einflüsse oder interne Konflikte – müssen aktiv minimiert werden.

8. Energie und Umsetzungs­dynamik

Die Umsetzungskompetenz steht und fällt mit der Energie des Projektverantwortlichen. Energie bedeutet in diesem Zusammenhang nicht Arbeitszeit, sondern Qualität der Umsetzungskraft. Unternehmer mit hoher Energie sorgen für Fortschritt, schaffen Motivation im Team und halten auch bei Widerständen Kurs.

Wirtschaftliche Wirkung – beispielhafte Effekte
  • Liquidität bleibt erhalten.
  • Investitionen werden vorge­zogen statt verschoben.
  • Haftungsrisiken sinken durch standardisierte Prozesse.
  • Bestände werden systematischer entwickelt.
  • Mitarbeiter können produktiver eingesetzt werden.

Fördermittel schützen die Zukunft, steigern den Umsatz und beschleunigen betriebliche Entwicklungsschritte.

Lösungszusammenfassung

Versicherungsvermittlerbetriebe stehen weniger vor einem Absatz­problem als vor einem Struktur­problem: steigende regulatorische Anforderungen bei gleichzeitigem Digitalisierungsdruck. Die erforder­lichen Investitionen sind betriebswirtschaftlich sinnvoll, werden jedoch aus Liquiditätsgründen häufig nicht umgesetzt.

Förderprogramme stellen hierfür ein geeignetes Instrument dar. Sie wirken als ergänzender Finanzierungsbaustein und ermöglichen insbesondere kleinen Vermittlerbetrieben Maßnahmen, die sonst erst Jahre später erfolgen würden. Für Vermittler bedeutet das: Förderprogramme sind kein Zusatzthema, sondern Teil moderner Unternehmensführung. Sie ersetzen nicht unternehmerische Entscheidung, erleichtern jedoch deren Um­setzung erheblich.

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Ein Artikel von
Kai Schimmelfeder