AssCompact suche
Home

0622

Fort- & Weiterbildung

„Das Thema Provision bleibt ein Dauerthema“

AssCompact feiert die 25 und fragt anlässlich des Jubiläums bei Branchenvertretern nach, die AssCompact schon lange begleiten oder auch erst neu für sich entdecken. Diesmal ist das Prof. Dr. Matthias Beenken, Fachhochschule Dortmund.

Interview mit Prof. Dr. Matthias Beenken, Fachhochschule Dortmund
Herr Beenken, Sie waren sieben Jahre Chefredakteur der deutschen Ausgabe des VersicherungsJournals – das in unserer Branche meist­gelesene Online-Medium. Also, so was wie eine Benchmark für unsere Website. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit?

Das ist lange her. Kennengelernt habe ich das VersicherungsJournal schon kurz nach seiner Gründung als einer der ersten Anzeigenkunden. Als ich mich 2004 ein zweites Mal selbstständig machte, sprach mich Claus-Peter Meyer an, in sein Team zu kommen. Damals hatte ich zwar Fachkenntnisse und etwas Erfahrung im Schreiben von Büchern und Artikeln in Fachzeitschriften, aber Online-Tagesjournalismus war eine neue Herausforderung. Dafür musste ich durch eine harte, aber lehrreiche Schule gehen.

Gelernt habe ich vor allem, dass man als Führungskraft nicht nur per Weisung führen kann, denn in einem Team von Freiberuflern hatte ich keine Weisungsmacht. Es ging nur über Motivation und Engagement – das aber sehr gut. Allerdings durfte man dabei nicht über geregelte Arbeits- und Urlaubszeiten oder freie Wochenenden nachdenken. Unternehmerisch war die Tätigkeit eine Herausforderung, denn die Honorare waren schmal und man musste sich mehrere Standbeine aufbauen. Das hat es sehr erschwert, Nachwuchskräfte für den Beruf des freien Versicherungsjournalisten zu gewinnen.

Geärgert hat mich das manchmal, wenn Branchenlobbyisten über schlechten Wirtschaftsjournalismus schimpften, aber nicht auf die Idee kamen, zum Beispiel im brancheneigenen Verlag regelmäßig Volontäre auszubilden und ihnen eine finanziell ausreichende Basis für eine Karriere im Versicherungsfachjournalismus zu verschaffen.

Wie hat sich denn aus Ihrer Sicht die Mediennutzung im Maklermarkt geändert?

Als ich beim VersicherungsJournal startete, gab es nach meiner Erinnerung nur den Newsletter des Versicherungsmagazins, für den ich heute noch schreibe. Dann aber kamen zahlreiche neue, gut gemachte Newsletter auf den Markt. Heute gibt es eine Vielfalt von Pressemitteilungsdiensten bis hin zu journalistischen Angeboten. Auch spielen Portale eine wichtige Rolle. Was sich leider nicht geändert hat, ist die geringe Bereitschaft, für guten Journalismus Geld zu bezahlen – Paid Content hat sich nicht durchgesetzt. Gerade Makler müssten eigentlich in ihrer Rolle als Sachwalter der Kunden an unabhängiger und objektiver Information interessiert sein. Sobald es aber etwas kostet, wird es schwierig. Das habe ich schon in meiner Zeit als Verlagsleiter vor 20 Jahren erlebt.

Wird ein renommierter Experte für den Versicherungsvertrieb gesucht, ist man bei Ihnen an der richtigen Stelle. Was sind denn aktuell die wichtigsten Treiber?

Eigentlich gibt es „Evergreens“ wie die demografische Entwicklung, den Schwund an selbstständigen Vermittlern, Fachkräftemangel, die nicht enden wollende Lust der Politik an der Regulierung der Branche, die Suche nach der „richtigen“ Digitalisierung sowie nach Marktpotenzialen in verteilten Märkten. In den letzten Jahren hat die Nachhaltigkeit stark an Bedeutung gewonnen. Die mag zwar Vermittlern noch etwas abstrakt vorkommen oder gar als Angriff auf bestimmte Lebenskonzepte missverstanden werden. Aber sie wird die Branche meiner Meinung nach mehr durchschütteln als alle anderen Trends.

Vermutlich haben Sie in den frühen Jahren ihrer Redaktionsarbeit auch schon von einem Provisionsverbot geschrieben. Wird dies ein Dauerthema bleiben?

Das Thema Provision bleibt ein Dauerthema, solange es sie in der heutigen Ausgestaltung gibt. Persönlich bin ich dabei hin- und hergerissen. Einerseits kennt man mich dafür, dass ich selbst aus dem Provisionsvertrieb komme und ihm wohlwollend gegenüberstehe. Die Gegner der Provision zeichnen Idealbilder von finanzrationalen und hochdiszipliniert über Jahrzehnte sparenden Kunden, die mir in der Praxis nie begegnet sind. Andererseits sehe ich kritisch, dass die Branche sich eisern an einer Existenzgründungshilfe aus dem 19. Jahrhundert, der gezillmerten Abschlussprovision in der Lebensversicherung, festklammert. Damit werden unnötige Angriffsflächen geboten.

Wenn wir vorhin über den Ver­sicherungsvertrieb allgemein gesprochen haben, wie fällt Ihr Blick auf den Maklermarkt aus?

Ich beobachte eine zunehmende Aufteilung in einen traditionellen, aber demografisch aussterbenden Markt der regional verwurzelten Kleinmakler mit unklarem Geschäftsmodell auf der einen Seite und einem finanziell, personell und technologisch hochgerüsteten Markt spezialisierter Geschäftsmodelle auf der anderen Seite. Die Kleinmakler sind oft aus dem Umstieg aus der Ausschließlichkeit in den 1980er- bis 1990er-Jahren im Westen oder Grüne-Wiese-Gründungen aus Mangel an Berufsperspektiven nach der Wende im Osten entstanden. Das sind leider oft Betriebe, die selbst die Kinder dieser Makler nicht übernehmen wollen.

Wie beobachten Sie die Maklerkonsolidierung, insbesondere unter Gewerbe- und Industrie­maklern?

Ich wundere mich etwas, wie viel Geld für ein traditionelles People Business ausgegeben wird, das vor allem von den persönlichen Beziehungen zu den Kunden lebt. Wenn die Aufkäufe genutzt werden, um professionellere Arbeitsweisen mit klarem Nutzen für die Kunden durchzusetzen, wäre das begrüßenswert. Wenn das Ziel aber der Aufbau von Verhandlungsdruck gegenüber Versicherern für höhere Courtagen und Sonderzahlungen sein sollte, sehe ich das als Fehlentwicklung an.

Seit 13 Jahren lehren Sie an der Fachhochschule Dortmund und sind insgesamt bereits seit 22 Jahren in der akademischen Lehre tätig. Das heißt, Sie sind im engen Kontakt mit dem Nachwuchs der Branche. Ist die junge Generation tatsächlich so anders?

Wahrscheinlich gehört es zum Älterwerden, die jeweils jüngere Generation als „anders“ wahrzunehmen, oft mit kritischem Unterton. Ich nehme ganz überwiegend höfliche, wissbegierige und leistungsbereite junge Menschen wahr. Manchmal sind sie mir fast zu brav, weil sie in der Schule nicht gelernt haben, Bestehendes infrage zu stellen und in der Sache hart über ihre Ideen zu diskutieren. Das habe ich in meiner Generation noch etwas anders wahrgenommen.

Aber wir erziehen die jungen Leute auch einseitig. Ein Beispiel: Im Zuge der Bologna-Reform wurde abgeschafft, wenige, aber mehrstündige Klausuren jeweils zum Ende des Grund- und des Hauptstudiums zu schreiben, in denen man in Ruhe strukturierte Lösungen entwickelte. Heute muss jede Lehrveranstaltung zum Ende eines jeden Semesters mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Aus Kapazitätsgründen finden fast nur kurze Klausuren und Multiple-Choice-Tests statt – und alles zählt für die Endnote. Die Folge ist eine Lern- und Prüfungs-­Bulimie. Woher soll da ein Interesse kommen, freiwillig an Sonderveranstaltungen teilzunehmen und sich auch mit nicht prüfungsrelevanten Themen auseinanderzusetzen, also sich zu bilden, den Geist zu formen?

Mit welcher Motivation starten Ihre Studenten und Studentinnen in die Versicherungswirtschaft?

In unserem dualen Studiengang finden sich regelmäßig zwei Gruppen: Die einen kommen durch persönlichen Bezug in die Branche, weil dort Verwandte arbeiten oder O sie durch ein Schulpraktikum ein solches Unternehmen kennengelernt haben. Die anderen waren auf der Suche nach einem dualen Studien- und Ausbildungsplatz. Dass sie nicht in Industrie oder Handel, sondern in der Versicherungsbranche fündig wurden, ist Zufall. Ich kann mich nicht erinnern, dass mal jemand schon als Kind von einer Karriere in der Versicherungswirtschaft geträumt hat. Das war bei mir damals auch nicht so, obwohl ich in dritter Generation in diese Branche gekommen bin.

Die meisten unserer dual Studierenden erfahren zudem spätestens zum Ende der Berufsausbildung ihre Zielposition, zumeist in einer Stabsabteilung in den Hauptverwaltungen der teilnehmenden Versicherungs- und Maklerunternehmen. Oft erlebe ich die jungen Leute schon während ihres letzten Studienjahres und kurz nach Abschluss, wie sie in ihren Aufgaben und Projekten aufgehen und früh Verantwortung übertragen erhalten. Es sind sogar schon die ersten Absolventinnen und Absolventen dieses erst 2010 gestarteten Studiengangs in Führungspositionen bis hinauf zur F1-Ebene gelangt. Das finde ich toll, denn auf solche Karrieren musste man zu meiner Zeit quälend lange warten.

Beschäftigen Sie sich im Studium auch mit neuen Arbeitswelten, mit KI und ähnlichen Trendthemen?

Ja, schon allein deshalb, weil unsere Studierenden neue Arbeitswelten und Digitalisierung in ihren Ausbildungsunternehmen kennenlernen. Wir haben beispielsweise mit dem Insurance Innovation Day in diesem Jahr zum siebten Mal mithilfe der Digital Impact Labs Leipzig Einblicke in Innovationstechniken, die Nutzung von Daten und den Aufbau neuer Geschäftsmo­delle geben können. Zweimal haben wir eine zweitägige interdisziplinäre Data Science Challenge mit Studierenden der Versicherungswirtschaft und der Informationstechnik durch­geführt mit Beteiligung von Partnern aus der Beratung und Daten aus der Ver­sicherungsbranche.

Und wenn wir Sie zum Abschluss noch zum 25-jährigen Bestehen von AssCompact befragen würden, was wäre Ihre Antwort?

Da gehört es sich als Erstes, von Herzen zu diesem besonderen Jubiläum zu gratulieren, und zweitens, alles Gute für die nächsten 25 Jahre zu wünschen! Ich bin stolz darauf, seit sehr vielen Jahren nicht nur die AssCompact zu lesen, sondern auch immer wieder in ihr schreiben zu dürfen. Als langjähriger Beirat bei den AssCompact-Studien freue ich mich über den überaus konstruktiven Austausch mit dem AssCompact-Team und die ständige Suche danach, nah am Puls der Maklerinnen und Makler zu sein.

Über Prof. Dr. Matthias Beenken

Prof. Dr. Matthias Beenken ist seit 2010 Professor im Fachbereich Wirtschaft der FH Dortmund mit dem Lehrgebiet Versicherungswirtschaft. Daneben ist er bis heute als freier Fachjournalist tätig und verfügt über eine langjährige Berufserfahrung in der Versicherungs- und der Verlagsbranche, die 1987 mit der Ausbildung zum Versicherungskaufmann startete. AssCompact begleitet Matthias Beenken schon sehr lange – und umgekehrt.

Dieses Interview lesen Sie auch in der AssCompact 09/2023 und in unserem ePaper.

Bild: © Prof. Dr. Matthias Beenken, Fachhochschule Dortmund

 
Ein Interview mit
Prof. Dr. Matthias Beenken

Finanzberatung: Analysenorm auch in Einzelmodulen möglich

Der DIN-Arbeitsausschuss „Finanzdienstleistungen für den Privathaushalt“ hat die Finanzanalyse-Norm DIN 77230 überarbeitet. Die bestehenden 42 Themenfelder sind nun in neun Bedarfsfeldern, sodass auch Teilanalysen möglich sind. Die ganzheitliche Finanzanalyse bleibt aber in ihrer Wichtigkeit bestehen.

Der DIN-Arbeitsausschuss „Finanzdienstleistungen für den Privathaushalt“ erarbeitete von 2014 bis 2018 die Finanzanalyse-Norm DIN 77230. Nun hat die Norm ein Update erhalten. Dieses soll die Finanzanalyse nach Norm neuen Zielgruppen zugänglich machen und einen flächendeckenden Einsatz der DIN 77230 ermöglichen. Das hat die DEFINO Institut für Finanznorm AG nun bekannt gegeben.

Einordnung der Teilanalysethemen in Gesamtheit der Finanzthemen

In der ursprünglichen Fassung wurden 42 Finanzthemen genannt, die nun in neun Module oder Bedarfsfelder gruppiert wurden. Dadurch ist es nun möglich, neben ganzheitlichen Analysen auch Teilanalysen unter Berufung auf die Norm zu erstellen. Am Ende der Teilanalyse erhalten Kunden einen Überblick, wo die im jeweiligen Bedarfsfeld auf Relevanz geprüften Finanzthemen im Gesamtranking der 42 Themen positioniert sind, heißt es von DEFINO. Dadurch bleibe der ganzheitliche Grundansatz der Norm gewahrt.

42 Finanzthemen in neun Bedarfsfeldern

Die einzelnen Finanzthemen sind unter folgenden Bedarfsfeldern gruppiert:

  • Krankheit und Pflege (KP)
  • Haftung und Rechtsschutz (HR)
  • Arbeitskraftverlust (AV)
  • Partner:in und Kinder (PK)
  • Liquidität und Vermögensbilanz (LV)
  • Vorsorge für das Alter (VA)
  • Haus und Wohnung (HW)
  • Mobilität und Reisen (MR)
  • Sparen und Vermögensbildung (SV)
Teilanalysen sparen Zeit

In der Teilanalyse müssen dann für die Feststellung des Sollstatus in der Altersvorsorge nur fünf Fragen beantwortet werden. Für die Feststellung des ganzheitlichen Solls, also des Absicherungs-, Vorsorge- und Vermögensbildungsbedarfs ohne Berücksichtigung schon vorhandener Lösungen über alle Finanzthemen, sind Antworten auf 49 Fragen erforderlich.

Für die ausführliche Version mangelt es so manchem an Zeit. Daher sollen nun die Teilanalysen nach Norm Abhilfe schaffen. Die einzige, aber wesentliche Bedingung für die Berufung der Berater auf die Norm ist DEFINO zufolge die Einordnung der Teilanalysethemen in die gesamte Liste an Finanzthemen der DIN 77230. „Durch diese Darstellung des Analyseergebnisses sehen Verbraucher, dass sie möglicherweise noch wichtigere Themen zu betrachten haben als die aus der Teilanalyse“, so Klaus Möller, Vorstand der Defino Institut für Finanznorm AG und Obmann des DIN-Arbeitsausschusses „Finanzdienstleistungen für den Privathaushalt“.

Der Änderungsentwurf ist auf der Website des Deutschen Instituts für Normung DIN zu finden. (lg)

Bild: © Omar – stock.adobe.com

 

DKM-News: Vermittlertombola mit tollen Preisen

Bei der DKM 2023, die an zwei Tagen vom 24. bis 25.10.2023 in Dortmund stattfindet, findet zum Messeabschluss wieder die traditionelle Vermittlertombola statt. Die Tombola lockt mit tollen Preisen und belohnt Fachbesucher und -besucherinnen für ihre Anwesenheit bis zum Ende der DKM.

Wie jedes Jahr endet auch die DKM 2023 mit der Vermittlertombola. Nach zwei Tagen voller Gespräche, Weiterbildung und regem Austausch können Vermittler und Vermittlerinnen am Ende der DKM, am Mittwoch, 25.10.2023, hochwertige Reise- und Sachpreise gewinnen. Die Tombola ist gute Tradition des Branchentreffs und belohnt Fachbesucher und Fachbesucherinnen für ihre Anwesenheit bis zum Messeschluss.

Der Hauptgewinn: drei Jahre Fahrspaß mit dem DS 3 Rivoli E-Tense im Wert von 46.000 Euro (sponsored by ACE und FleetService). In der Lostrommel befinden sich zudem ein Wohlfühlwochenende für zwei Personen in einem Vier-Sterne-Hotel in der Olympiaregion Seefeld (sponsored by Region Seefeld), ein Apple iPad Pro mit 11 Zoll, 128 GB und Apple Pencil (sponsored by HDI), zwei VIP-Karten für ein BVB-Spiel im SIGNAL IDUNA Park inklusive Hotel-Übernachtung (sponsored by SIGNAL IDUNA) sowie das Hollandrad Gazelle Classic in nostalgischem Schwarz (sponsored by DELA Lebensversicherungen). Nicht zuletzt wegen dieser Preise und der hohen Gewinnchance lohnt es sich, bis zum Ende der DKM vor Ort zu bleiben.

Aktuelle Informationen rund um die DKM 2023 gibt es regelmäßig auf asscompact.de und auf die-leitmesse.de.

Lesen Sie auch: DKM News: neuer Kongress „KI und ChatGPT im Vertrieb“

 

Neuer Wegweiser für rechtssichere Maklerkorrespondenz

Der Arbeitskreis Beratungsprozesse hat einen Wegweiser zu rechtskonformen Korrespondenzwegen für Versicherungsvermittler erarbeitet. Dieser beinhaltet u. a. Hinweise zu Rechtssicherheit bei der Beratungsdokumentation sowie Datenschutz – bezogen auf verschiedene Kommunikationswege.

Versicherungsvermittler haben viele Möglichkeiten, mit Versicherern und Kunden in Kontakt zu treten. Der Arbeitskreis Beratungsprozesse hat nun einen Wegweiser für die rechtssichere Maklerkorrespondenz veröffentlicht. Denn: Nicht jeder Kommunikationsweg sei gleich gut geeignet, dies gelte insbesondere bei rechtlichen Aspekten. Der Wegweiser soll nun Klarheit schaffen.

Beratungsdokumentation und Rechtssicherheit

Etwa beim Versand von Dokumenten und Erklärungen an Kunden – sei es persönlich, via Briefpost, Einschreiben, SMS, WhatsApp oder sogar noch Telefax – geht es auch um Fragen der Rechtssicherheit. Das kann laut dem Arbeitskreis vor allem bei der Beratungsdokumentation zum Problem werden. Denn die beste Dokumentation nütze nichts, wenn der Vermittler den Zugang beim Kunden nicht nachweisen könne, teilt der Arbeitskreis mit.

„Wenn Kunde Empfang erfolgreich bestreitet, taugt Beratungsdokumentation nicht zur Enthaftung“

Michael Franke, Vorstand im Arbeitskreis Beratungsprozesse e. V., erklärt: „Versicherungsvermittler müssen nach § 61 VVG schon vor dem Abschluss alle wesentlichen Inhalte ihrer Beratung, den sich daraus ergebenden Rat sowie die Entscheidung des Kunden dokumentieren.“ Dabei liege die Beweislast für die Einhaltung der Dokumentationspflichten immer beim Vermittler. Diese Auffassung habe nicht zuletzt das OLG Karlsruhe mit seinem Urteil vom 07.12.2021 – 9 U 97/19 bestätigt. „Eine Beratungsdokumentation kann noch so gut und präzise sein – wenn der Kunde den Empfang erfolgreich bestreitet, taugt sie nicht zur Enthaftung“, so Franke. Die Krux: Nicht alle Korrespondenzwege erbringen den Zugangsnachweis.

Wann ein rechtssicherer Zustellweg wichtig ist

Im gerade herausgebrachten Wegweiser des Arbeitskreis Beratungsprozesse erkennen Vermittler, ob und wie ein Nachweis erbracht werden kann. „Nicht jeder Geschäftsvorfall erfordert einen expliziten Zugangsnachweis. Oft reicht schon eine kurze Notiz“, sagt Franke. „Doch immer dann, wenn sich ein Kunde später auf eine vermeintliche Fehlberatung oder unterbliebene Nachricht berufen könnte, sollten sich Vermittler für einen rechtssicheren Zustellweg entscheiden.“ Ähnliches gelte für Erklärungen, deren fristgerechter Zugang beim Versicherer nachweisbar sein müsse – etwa die Änderung oder Kündigung eines Vertrages.

Datenschutz beachten

Zudem geht es auch um Datenschutz. Der Arbeitskreis weist darauf hin, dass manche Kommunikationswege für Vermittlerbüros bei diesem Kriterium problematisch oder sogar ungeeignet sind, z. B. Messenger wie WhatsApp. Der Wegweiser zeigt daher mögliche Kollisionen mit dem Datenschutz auf. Die Übersicht wird mit Hinweisen zum Praxiseinsatz ergänzt.

Fristkritische Vorgänge mit Originaldokumenten

Außerdem betont Franke: „Bei fristkritischen Vorgängen und Geschäftsvorfällen, die Originaldokumente verlangen, müssen Vermittler besonders aufpassen. Korrespondenz per E-Mail oder Telefax scheiden hier von vornherein aus.“

Weitere Informationen zum Wegweiser

Alle Arbeitshilfen des Arbeitskreis Beratungsprozesse sind für unabhängige Vermittlerinnen und Vermittler kostenfrei. Der Wegweiser Maklerkommunikation bewertet Datenschutz und Rechtssicherheit für insgesamt 15 Korrespondenzwege und Versandformen. 

Über den Arbeitskreis Beratungsprozesse

Der Arbeitskreis Beratungsprozesse ist ein Zusammenschluss der Berufsverbände AfW, BDVM, BVK und Verband der Fairsicherungsmakler sowie der Verbünde CHARTA AG und germanbroker.net AG. Verbände und Verbünde entwickeln hier praktikable Branchenlösungen für die Beratung und Vermittlung. Versicherer, Dienstleister, Vermittler und weitere Akteure der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche unterstützen den Arbeitskreis. (lg)

Bild: © fizkes – stock.adobe.com

 

Versicherungswirtschaft spricht in Ulm über KI

Der 16. Tag der Versicherungswirtschaft findet am 28.09.2023 in der IHK Ulm unter dem Motto „Künstliche Intelligenz (KI) – Fluch oder Segen im Versicherungsvertrieb“ statt. In Vorträgen und einer Diskussion geht es darum, welche Chancen und Herausforderungen KI für die Branche mit sich bringt.

Die IHK Ulm lädt alle Interessierten zum 16. Tag der Versicherungswirtschaft unter dem Motto „Künstliche Intelligenz (KI) – Fluch oder Segen im Versicherungsvertrieb“ ein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft (BWV) Südwest e. V., dem Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e. V. (BVK) sowie dem Bundesverband der Assekuranzführungskräfte e.V. (VGA Köln) am 28.09.2023 in der IHK Ulm statt.

Austauschen und diskutieren über den Einfluss von KI auf den Versicherungsvertrieb

Für die Teilnehmenden bietet sich dort die Möglichkeit, sich mit anderen aus der Branche über aktuelle Entwicklungen im Bereich der KI auszutauschen und über die zukünftige Ausrichtung und den Einfluss von KI auf den Versicherungsvertrieb zu diskutieren. Dabei wird es laut IHK Ulm um Fragen gehen wie: Welche Chancen und Risiken birgt der Einsatz von KI-induzierten Beratungssystemen? Welche datenschutz- und haftungsrechtlichen Aspekte spielen bei deren Einsatz eine Rolle? Wie werden zukünftig digitale Tools den Vertriebsalltag beeinflussen? Was versprechen sich Versicherer vom Einsatz künstlicher Intelligenz?

Die Begrüßung erfolgt durch Frank Stetter, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ulm. Es folgen Vorträge von Dr. Conrad Waldkirch (Universität Mannheim), Mark Klein (Chief Digital Officer ERGO Group AG), Günter Ripberger (Bezirksdirektor der ERGO Beratung und Vertrieb AG) sowie eine Diskussionsrunde. Die Moderation übernimmt Brigitte Horn, Chefredakteurin AssCompact. (lg)

Bild: © Alexander Limbach – stock.adobe.com

 

DKM-News: Start der DKM Streaming-Days heute

Es sind nur noch wenige Wochen bis zur DKM 2023, die am 24. und 25.10.2023 in der Messe Dortmund stattfindet. Doch schon heute starten die DKM Streaming-Days auf der digitalen Plattform DKM365.

Auf dem Weg zur DKM 2023 finden in diesem Jahr fünf DKM Streaming-Days auf der digitalen Plattform DKM365 statt. In Online-Workshops präsentieren DKM-Aussteller Produkte, Services und Trends. Teilnehmende Versicherungsmakler und Versicherungsmaklerinnen können bei den Veranstaltungen Wissen tanken und Weiterbildungszeit für ihr Konto bei „gut beraten“ sammeln.

Am 14.09.2023 geht der erste DKM Streaming-Day auf der digitalen Plattform DKM365 an den Start. Dabei sind etwa die Aussteller Allianz, Hallesche und CyberDirekt. Inhaltlich geht es beispielsweise um die Absicherung von Expats, um die Managerhaftpflicht und um die Cyberversicherung.

Alle Termine:

  • 14.09.2023
  • 21.09.2023
  • 28.09.2023
  • 12.10.2023
  • 19.10.2023

Das Programm zu den jeweiligen Terminen wird regelmäßig erweitert und findet sich hier.

Wer sich zur Präsenzmesse in Dortmund, die am 24. und 25.10.2023 in der Messe Dortmund stattfindet, anmeldet, hat auch sofort Zugang zur Welt von DKM365 und damit auch zu den Streaming-Days. Auf der Plattform lässt es sich auch bestens vernetzen und weiter über Inhalte der Online-Workshops diskutieren. Und nicht zuletzt können Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Themen vor Ort in Dortmund in Gesprächen mit den Ausstellern vertiefen.

Aktuelle Informationen rund um die DKM 2023 gibt es regelmäßig auf asscompact.de und auf die-leitmesse.de.

Lesen Sie auch: DKM-News: Diskussion zur Lage der Maklerunternehmen

 

AssCompact TRENDS: So denken Makler über Fort- und Weiterbildung

Die Studie AssCompact TRENDS III/2023 befasst sich dieses Mal in ihrem Sonderthema mit Fort- und Weiterbildung und hat sich dazu die Meinungen der ungebundenen Vermittler und Vermittlerinnen eingeholt. Bei welchen Anbietern werden Weiterbildungsmaßnahmen absolviert? Welche Weiterbildungsformen sind die beliebtesten? Und wie sollte Weiterbildung zeitlich verteilt sein? Die Ergebnisse zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.

Bild: © AKGK Studio – stock.adobe.com

 
von
 

Schlussspurt bei Bewerbung zum Award Unternehmer-Ass 2023

Noch bis 30.09.2023 können sich Versicherungsmakler und -agenturen für den Award Unternehmer-Ass 2023 bewerben. Wer daran teilnimmt, erhält einige Gelegenheiten, Impulse und Ideen für sich und seine Unternehmensentwicklung zu sammeln. Die Verleihung erfolgt auf der DKM 2023.

Der Award Unternehmer-Ass 2023 wird seit 2006 jährlich vergeben. Agenturen und Maklerbetriebe in der Assekuranz können sich in diesem Jahr noch bis zum 30.09.2023 dafür bewerben. Der Award ist eine Initiative vom BVK Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e. V., den Branchenmedien AssCompact und Versicherungsmagazin sowie der Institut Ritter GmbH. Die Teilnahme ist kostenfrei. Innerhalb weniger Minuten können sich Versicherungsagenturen und Versicherungsmakler unter unternehmerass.de anmelden. Dort finden sich auch weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen, der Jury und den bisherigen Preisträgern.

Welchen Nutzen hat die Teilnahme für Versicherungsmakler und Versicherungsagenturen?

Wer dabei ist, erhält im November ein Best-of-Training, bei dem es darum geht, was die besten Vermittler Deutschlands 2023 anders machen. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, sich mit Branchenplayern sowie Impulsgebern zu vernetzen und Ideen für die eigene Entwicklung zu sammeln. Für die immer wieder mal entstehenden Unternehmensfragen wird Steffen Ritter vom Institut Ritter den Teilnehmenden künftig zur Seite stehen.

Wer es in die Top-Drei der Makler und der Agenturen schafft, nimmt zudem an den Entwicklungstagen des Instituts Ritter für Vermittler(innen) teil. Auch können die Top-Drei künftig für sämtliche Korrespondenz, für ihre Homepage, Social-Media-Profile usw. das Deutschland-Award-Gold-, -Silber- bzw. -Bronze-Siegel nutzen.

Verleihung auf der DKM 2023

Die Preisträger werden in zwei Kategorien ausgezeichnet. Für die Kategorie Makler findet die Verleihung des Award Unternehmer-Ass im Jahr 2023 erstmals im Rahmen der DKM am 24.10.2023 in Dortmund statt. Die Verleihung des Awards in der Kategorie Agenturen erfolgt am 26.10.2023 in einem Online-Event. (lg)

Lesen Sie auch: Bewerbung für „Unternehmer-Ass 2023“ gestartet

 

Vertrieb meets KI: Evolution der Verkaufstrainings

Statt der klassischen Präsenztrainings oder E-Learnings setzt die Nürnberger Versicherung bei den Weiterbildungs­programmen für ihre Vertriebsmitarbeiter auf eine mit KI arbeitende Trainingsplattform. Wie funktioniert das und welchen Effekt haben solche Weiterbildungen? Welche Herausforderungen gibt es?

Ein Artikel von Robert Jung, Leiter HR Qualifizierung Vertrieb bei der Nürnberger Versicherung

Wie vermittelt man am effektivsten die Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die entscheidend zu Vertriebserfolg und Kundenzufriedenheit beitragen? Diese Frage stand am Anfang eines KI-Pilotprojekts bei der Nürnberger Versicherung.

Der Erfolg von Mitarbeitern mit Kundenkontakt basiert entscheidend auf ihrer Fähigkeit, die Anforderungen und Bedenken der Kunden zu erkennen, Lösungen zu präsentieren, Einwände zu behandeln, Vertrauen aufzubauen und Empathie zu zeigen.

Herkömmliche Trainingslösungen quantifizieren diese wichtigen Aspekte der Kundenkommunikation nur unzureichend. Eine Steuerung von Kundenorientierung ist somit kaum möglich. So wandte man sich der künst­lichen Intelligenz (KI) zu, auch weil viele andere Trainingsarten Defizite aufweisen.

Präsenztrainings und E-Learning

Warum sind Präsenztrainings problematisch? Oft fürchten Mitarbeiter, dass ihre Schwächen vor Kollegen und Vorgesetzten offenbar werden. Konventionelle Präsenztrainings sind oft noch passiv strukturiert und bewirken, dass sich die Teilnehmer abkoppeln. Die Informationen, die aufgenommen werden müssen, sind zu isoliert vom Arbeitskontext. Individuelles Feedback ist oftmals auf kurze Übungen limitiert, in denen Trainer ihren subjektiven Eindruck der Teilnehmer schildern (oftmals vor allen anderen Anwesenden). Es mangelt somit an objektivem Feedback. Der Erfolg solcher Trainingsmaßnahmen ist schwer bis nicht messbar, insbesondere wenn es um die nachgelagerte Steigerung des Vertriebserfolges geht.

Nicht zuletzt deshalb investieren viele (Versicherungs-)Unternehmen vermehrt in digitale Trainingslösungen in Form von E-Learnings. Diese Lösungen eignen sich zwar für die reine Wissensvermittlung, sind jedoch hinsichtlich ihrer Interaktivität und Vermittlung von Soft Skills stark eingeschränkt. Viele Fähigkeiten, die für Vertriebs- und Serviceerfolg entscheidend sind, lassen sich nicht einfach mittels eines Video-Tutorials erlernen.

Beratung wird im Video simuliert

Sowohl inhaltlich als auch methodisch besteht also noch viel Optimierungspotenzial. Die Nürnberger hatte sich deshalb entschlossen, nicht in Richtung Präsenztraining bzw. E-Learning zu gehen, sondern ein Weiterbildungsprogramm für Vertriebsmitarbeiter auf Basis einer mit KI arbeitenden Trainingsplattform zu entwickeln.

Die Trainingsplattform selbst stammt von der Firma Retorio und wurde entsprechend den Anforderungen angepasst. Retorio ist eine 2018 gegründete GmbH mit Sitz in München. Sie stellt eine video­basierte Plattform zur Verfügung, die künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen mit Erkenntnissen aus der modernen Verhaltenspsychologie verbindet. Es werden typische Situationen in der Beratung von Versicherungskunden mittels Video simuliert, z. B.: Kunde wünscht Angebot. In diesen Kundensituationen trainiert der Teilnehmer das passende Verhalten, z. B. beruhigend, aufmunternd oder moderativ zu wirken bzw. Produktfragen zu beantworten. Die KI zeichnet über Webcam und Mikrofon das Gespräch auf und analysiert die Videoaufnahme hinsichtlich Mimik, Gestik, Sprache und Stimme. Beim danach folgenden Abgleich werden Best-Practice-Ansätze erfahrener und erfolgreicher Vertriebsmitarbeiter aus der Versicherungsbranche (z. B. DEVK, DVAG oder Nürnberger) zugrunde gelegt. Auf dieser Basis erhalten die Teilnehmer nach der Bearbeitung der Übungen ein objektives Feedback mit konkreten Handlungsempfehlungen für ihre weiteren Entwicklungsschritte, die auf die speziellen Anforderungen und Erwartungen bei der Nürnberger zugeschnitten sind.

Ziele des Pilotprojekts

Mit dem Pilotprojekt sollten folgende Ziele erreicht und Mehr­werte geschaffen werden:

1. Kundenorientierung verbessern und steigern

2. Individuelle und passgenaue Trainings mit objektivem Feedback für jeden Teilnehmer („Persönlicher Coach“) anbieten

3. Realitätsnahe Trainings, da die Situationen aus dem eigenen Nürnberger-Vertriebsalltag kommen

4. Schaffung von psychologisch sicheren Trainingsräumen: Mitarbeitende trainieren und erhalten Feedback ohne Anwesenheit eines Dritten

5. Erfolgsmuster werden erkannt und auf das eigene Verhalten übertragen

6. Mehrwert für Vertrieb durch unabhängige Einschätzung der vertrieblichen Fähigkeiten

Einbindung, Feedback und Datenschutz

Durch das Einbinden von Vertriebsmitarbeitern von Beginn an wurde sichergestellt, dass sich die Trainingsinhalte stark am vertrieb­lichen Alltag der Teilnehmer orientieren. Dadurch stieg die Akzeptanz der Trainingsmaßnahme und die Bereitschaft, Zeit in das eigene Training zu investieren. Durch fortlaufendes und engmaschiges Feedback (anonym wie auch in persönlichen Gesprächen) wurden Wünsche der Anwender und Änderungsbedarfe schnell erkannt. Wegen der sensiblen Themen „Datenschutz der aufgezeichneten Videos“ und „Messbarkeit von Mitarbeiterleistung“ wurden Datenschutz und die Mitbestimmungsgremien frühzeitig eingebunden.

Training im geschützten Raum

Die Trainingsplattform wird von den Teilnehmern sehr positiv bewertet. In geschützten Trainingsräumen können sie üben, ohne sich einer anderen Person „aussetzen“ zu müssen. Besonders bei noch unerfahrenen Vertriebsmitarbeitern ist damit die Hürde, in der Gruppe performen zu müssen, genommen. Durch das orts- und zeitunab­hängige Trainieren lässt sich das Üben bestmöglich in den individuellen Vertriebsalltag integrieren. Zudem hilft es den eigenen Trainern und Coaches der Nürnberger, da sie die Trainingsplattform als Baustein in ihre Vertriebstrainings einbauen können.

Obwohl das Projekt KI in der Vertriebsausbildung komplex war und neue Wege gegangen werden mussten, konnte es recht schnell realisiert werden: Die Vorbereitungen starteten im November 2022, der aktive Test der Pilot­gruppe begann im April 2023 und aktuell läuft die Validierung des Piloten. Nach dem erfolgreichen Abschluss und Roll-out kann das gesamte Unternehmen profi­tieren, da die Trainingsinhalte auf die unterschiedlichsten Situationen im persönlichen beruflichen Alltag der Mitarbeitenden angepasst werden können.

Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 09/2023 und in unserem ePaper.

Bild: © Elnur – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Robert Jung

DKM News: neuer Kongress „KI und ChatGPT im Vertrieb“

Die DKM greift die drängenden Fragen unserer Zeit auf – und dazu gehört definitiv die künstliche Intelligenz. Im Kongress „KI und ChatGPT“ der DKM 2023 geht es deshalb darum, wie KI, ChatGPT und andere neue Technologien auch im Versicherungsvertrieb genutzt werden können.

Mit dem Launch von ChatGPT haben sprach- und textbasierte Chatbots eine neue Stufe der intelligenten Kommunikation erreicht. Aktuell treten weitere KI-Lösungen in den Wettbewerb ein. Doch wo macht eigentlich der Einsatz von KI bei Versicherern und bei Versicherungsmaklern Sinn? Dieser Frage geht der Kongress „KI und ChatGPT“ am 25.10.2023 auf der DKM 2023 in der Messe Dortmund auf den Grund.

Vorgestellt werden erste Erfahrungen bei Versicherern und Maklerunternehmen sowie Ergebnisse aus Studien und Labortests. Weiter im Programm enthalten sind Informationen und Tipps aus der Praxis: Was kann die KI, was nicht und wie kann sie effizient angewandt werden? Zudem fehlt auch die juristische Perspektive nicht.

Kooperationspartner für den Kongress ist das Unternehmen flexperto, ein Spezialist für digitale Beratungssoftware.

Hier geht es zum Programm des Kongresses KI und Chat GPT.

Aktuelle Informationen rund um die DKM 2023 gibt es regelmäßig auf asscompact.de und auf die-leitmesse.de.

Lesen Sie auch: DKM News: FemSurance – Frauen als Erfolgsfaktor