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KI im MVP: blau direkt startet AMEISE COPILOT

Das Lübecker Technologieunternehmen blau direkt hat AMEISE COPILOT gelauncht. Der integrierte KI-Agent erweitert das Maklerverwaltungsprogramm AMEISE um ein intelligentes Interface. Damit fällt der Startschuss für den Ausbau eines agentischen Betriebssystems für Makler.

blau direkt hat den offiziellen Start des AMEISE COPILOT bekannt gegeben und integriert damit künstliche Intelligenz in das Maklerverwaltungsprogramm AMEISE. Der eingebundene KI-Agent erweitert das MVP um ein zentrales, intelligentes Interface, das Verwaltung automatisiert, Versicherungswissen bündelt und Prozesse per Text- und Spracheingabe steuerbar macht. Laut blau direkt markiert dies den Startschuss für den Ausbau eines agentischen Makler-Betriebssystems. Dabei geht es um eine Plattform, die Aufgaben zunehmend eigenständig koordiniert und ausführt. Ziel ist, Vermittler im Tagesgeschäft zu entlasten und die Produktivität zu erhöhen.

Drei LLMs arbeiten zusammen

Der AMEISE COPILOT bündelt mehrere spezialisierte digitale Assistenten in einer zentralen Oberfläche. Vermittler haben die Möglichkeit, Aufgaben direkt im System zu formulieren. Technologische Grundlage sind drei spezialisierte Large Language Models (LLMs), die innerhalb einer klar definierten strukturellen Architektur zusammenarbeiten. 

Ein operatives Systemmodell vollzieht konkrete Aktionen im MVP und greift dabei auf strukturierte Kunden-, Vertrags- und Gesellschaftsdaten zu. Ein versicherungsspezifisches Know-how-Modell stellt geprüftes Fachwissen zur Verfügung und beantwortet komplexe Fragestellungen kontextbezogen im Beratungsszenario. Ein Support- und Prozessmodell hilft bei Anwendungs- und Systemfragen und erläutert Abläufe innerhalb der Plattform.

Steuerung über agentische Orchestrierungsschicht

Wie blau direkt erläutert, werden die drei Modelle über eine agentische Orchestrierungsschicht gesteuert. Diese übernimmt Intent-Erkennung (Handlungsintention), Kontextzuordnung und Modell-Routing, also die Steuerung der Anfrage zum richtigen KI-Modell. Statt einer isolierten Chatfunktion entsteht eine skalierbare, rollenbasierte Assistenz-Infrastruktur. Anders als generische KI-Integrationen stützt sich der AMEISE COPILOT also nicht auf ein einzelnes Sprachmodell, sondern auf eine mehrschichtige Architektur mit klarer Modelltrennung, strukturierter Datenbasis und agentischer Steuerungslogik. 

Aufbau eines agentischen Makler-Betriebssystems

„Mit dem AMEISE COPILOT führen wir KI nicht als zusätzliche Funktion ein, sondern verankern sie strukturell in der Plattformarchitektur. Unser Anspruch ist es, ein agentisches Makler-Betriebssystem aufzubauen, dass Prozesse nicht nur beschleunigt, sondern intelligent koordiniert“, erklärt Ait Voncke, CEO blau direkt GmbH. (tik)

Anwendungsfelder

Der AMEISE COPILOT unterstützt bei der Datenerfassung, der Recherche, bei Systemwechseln und wiederkehrender Administration. Neue Kunden werden per Text- oder Spracheingabe angelegt, bestehende Daten erweitert oder Kundenbeziehungen verknüpft. Vertragsdaten lassen sich anlegen, anpassen oder kündigen und Dokumente werden automatisch analysiert und dem richtigen Kunden oder Vertrag zugeordnet. Auch bei der Vorbereitung von Bestandsübertragungen oder Maklervollmachten hilft der KI-Agent.

blau direkt feilt kontinuierlich am KI-Agenten

Den AMEISE COPILOT will blau direkt im Jahresverlauf konsequent ausbauen und um neue Funktionalitäten ergänzen. Im nächsten Update sollen etwa Risikovoranfragen und Basisanalysen ohne manuelle Suche oder Medienbruch vorbereitet, relevante Kundendaten abgerufen und an den Kunden versendet werden. (tik)

Weitere Meldungen zur neuen Tools und Services lesen Sie auch in der Rubrik „Management & Vertrieb“.
Um aktuelle Entwicklungen rund um KI und MVPs geht es auch beim Makler-Summit Süd-West 2026 am 29. April in Kornwestheim. Weitere Informationen zu dem Event finden Sie auf asscompact.de/makler-summit-2026.
 

Der große Irrtum über KI-Automatisierungen im Maklerbüro

Leona Spauszus ist Trainerin und Speakerin für künstliche Intelligenz im Versicherungsvertrieb. Als KI-Pionierin zeigt sie, wie KI den Arbeitsalltag von Vermittlern und Führungskräften im Vertrieb effizienter macht. Für AssCompact gibt sie in ihrer monatlichen KI-Kolumne praxisnahe KI-Tipps speziell für Makler.

Kaum ein Thema taucht derzeit im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz so häufig auf wie der Begriff „Automatisierung“ oder „Automationen“. Und viele Makler bekommen derzeit schnell den Eindruck, dass sich mit künstlicher Intelligenz nun ganze Büros automatisieren lassen. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Eine Automatisierung hat zunächst einmal nichts mit künstlicher Intelligenz zu tun. Für Makler lohnt es sich daher, den aktuellen Hype rund um dieses Thema etwas genauer anzuschauen und richtig einzuordnen.

Automatisierung ist ein alter Schuh

Zunächst einmal ist Automatisierung nichts Neues. Schon Henry Ford führte im Jahr 1913 die bewegliche Fließbandproduktion ein und damit eine der bekanntesten Formen der Automatisierung.

Auch digitale Prozesse werden schon seit vielen Jahren automatisiert, lange bevor ChatGPT und ähnliche Systeme im Maklerbüro angekommen sind. Ein Kunde füllt auf einer Website ein Formular aus und erhält automatisch eine Bestätigungsmail. Nach einer Terminbuchung wird automatisch eine Kalendereinladung verschickt. Einige Tage später folgt eine Erinnerungsnachricht. Solche Abläufe basieren auf klar definierten Regeln. Wenn ein bestimmtes Ereignis (Trigger) ausgelöst wird, wird eine vorher festgelegte Aktion aktiviert. Technisch spricht man hier auch von Workflows oder Prozessautomatisierung.

Wie KI eine Automatisierung unterstützen kann

Während Automatisierung festen Regeln folgt, arbeitet KI mit Inhalten. Systeme wie ChatGPT oder ähnliche Large Language Models analysieren Texte, erkennen Muster und formulieren daraus neue Antworten. Sie können E-Mails erstellen, Inhalte zusammenfassen, komplexe Themen verständlich erklären oder Leads vorqualifizieren. Die Antwort entsteht jedes Mal neu auf Basis von Trainingsdaten und Wahrscheinlichkeiten.

Leads mit KI: Ein Praxisbeispiel

Ein potenzieller Kunde interessiert sich für eine Berufsunfähigkeitsabsicherung. Statt eines statischen Formulars chattet er mit einem KI-Assistenten auf der Makler-Website. Die KI kann in diesem Fall mehrere Aufgaben übernehmen.

Individuelle Bedarfsermittlung

Die künstliche Intelligenz fragt nicht nur Daten ab, sondern reagiert auf Antworten. Schreibt der Kunde zum Beispiel „Ich bin Handwerker“, kann die KI direkt spezifischer und anders auf den Interessenten eingehen als bei einem potenziellen Kunden mit einem Bürojob.

Vorklärung wichtiger Kriterien

Die KI kann im Dialog bereits klären, ob Vorerkrankungen bestehen oder ob der Kunde risikorelevante Hobbys ausübt. Sie gibt keine Beratung ab, bereitet aber eine mögliche Risikovoranfrage vor.

Vorqualifizierter Lead

Der Makler erhält dadurch einen durch KI vorqualifizierten Datensatz. Gleichzeitig kann die KI bereits eine individuelle Angebotsmail und Terminabstimmung mit dem Interessenten vorbereiten.

DSGVO bei KI-Automatisierungen mitdenken

Bei aller Begeisterung für KI-Automatisierungen sollte ein Punkt nicht vergessen werden: der Datenschutz. Gerade im Versicherungsvertrieb werden besonders sensible personenbezogene Daten verarbeitet. Dazu gehören zum Beispiel Gesundheitsangaben oder finanzielle Informationen.

Auch wenn sich Automatisierungen ohne KI mittlerweile relativ einfach DSGVO-konform umsetzen lassen, sieht das Ganze anders aus, wenn Makler hier künstliche Intelligenz in den Prozess einbinden wollen. Hier ist es wichtig, sich rechtlich genau zu informieren.

Die Checkliste: Macht KI-Automatisierung hier Sinn?

Nicht jeder Prozess sollte automatisiert werden und nicht jede Automatisierung braucht künstliche Intelligenz. Gerade deshalb lohnt es sich, sich bei jeder Automatisierung ein paar wichtige Fragen zu stellen:

  • Ist der Prozess überhaupt für eine Automatisierung geeignet?
  • Bringt die künstliche Intelligenz im Prozess einen spürbaren Mehrwert oder reicht ein einfacher Workflow?
  • Ist an dieser Stelle im Prozess der menschliche Kontakt für den Kunden entscheidend?
KI-Agenten statt komplexe Workflow-Builder

KI-Agenten wie Claude Cowork von Anthropic zeigen, wohin die schnelle KI-Entwicklung geht. Der KI-Agent ermöglicht die Automatisierung alltäglicher Aufgaben direkt auf dem eigenen lokalen Rechner. Statt einen Prozess vorab zu definieren und festzulegen, welcher Auslöser (Trigger) welche Aktion auslöst, beschreibt der Makler dem KI-Agenten einfach ein Ergebnis.

Der KI-Agent entscheidet selbst, welche Schritte dafür nötig sind, führt sie eigenständig aus und liefert das fertige Resultat. Kein Regelwerk, kein Workflow-Builder, kein komplexes technisches Set-up.

Fazit

Für Makler bedeutet das: Der Unterschied zwischen klassischer Automatisierung, KI-Automatisierung und einem KI-Agenten ist kein technisches Detail. Er verändert grund­legend, wie Arbeit im Maklerbüro organisiert werden kann. Wer heute noch mühsam Workflows konfiguriert, wird morgen einem KI-Agenten einfach sagen, was herauskommen soll. Das ist keine Zukunftsmusik, denn die ersten Anwendungen sind bereits da. Entscheidend ist nicht, jeden Trend mitzumachen, sondern zu verstehen, was sich wirklich verändert und was davon für das eigene Büro relevant ist. Künstliche Intelligenz hält den Rücken frei für das, was kein KI-Agent ersetzen kann: die persönliche Beratung des Maklers.

Im KI-Starterpaket erfahren Makler, mit welchen KI-Tools und welchen Prompts (KI-Befehlen) sie ihren digitalen KI-Klon erzeugen können, um Zeit und Kosten bei ihrem Online-Auftritt zu sparen. Dies kommt besonders Maklern entgegen, die ihre Sichtbarkeit ausbauen möchten, ohne selbst regelmäßig vor der Kamera zu stehen. Mehr Infos zum Starterpaket gibt es unter ki-starterpaket.asscompact.de.

Lesen Sie auch: 
KI-Klon des Maklers: Wo digitale Doppelgänger eingesetzt werden

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Entwicklungen rund um KI und MVPs ist eines der Themen beim Makler-Summit Süd-West 2026 am 29. April in Kornwestheim. Weitere Informationen zu dem Event finden Sie auf asscompact.de/makler-summit-2026.
 

Digital Insurance Podcast: Facility Management und New Work

Warum Facility Management die unsichtbare Grundlage für New Work ist und mehr als nur Instandhaltung, darum geht es in der neuesten Folge des Digital Insurance Podcast. Zu Gast bei Jonas Piela ist Jacqueline Baumer, Bereichsleiterin für Facility Management bei der SIGNAL IDUNA.

In der aktuellen Episode des „Digital Insurance Podcast“ begrüßt Moderator Jonas Piela einen Gast, der eine oft unterschätzte, aber entscheidende Rolle in der modernen Arbeitswelt beleuchtet: Jacqueline Baumer, Bereichsleiterin für Facility Management bei der SIGNAL IDUNA. Unter dem Titel „Kein New Work ohne funktionierende Infrastruktur“ diskutieren die beiden, warum das Management von Gebäuden und Ressourcen weit mehr ist als nur ein Hausmeisterservice und wie es maßgeblich zum Erfolg der digitalen Transformation beiträgt.

Facility Management: Mehr als nur Instandhaltung

Jacqueline Baumer, die ihre Karriere als Architektin begann, teilt im Gespräch ihre Leidenschaft für das Facility Management. Sie betrachtet Gebäude nicht als statische Objekte, sondern als lebendige Orte der Begegnung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Unternehmenskultur und das Wohlbefinden der Mitarbeiter haben. Ein Gebäude ist aus ihrer Sicht nie wirklich fertig; es entwickelt sich kontinuierlich mit seinen Nutzern weiter. Baumer koordiniert bei der SIGNAL IDUNA rund 5.000 Pflanzen und 65 Handwerker, um eine Umgebung zu schaffen, die Kreativität und produktives Arbeiten fördert.

Die unsichtbare Basis von New Work

Ein zentraler Aspekt des Gesprächs ist die Bedeutung einer funktionierenden Infrastruktur für moderne Arbeitskonzepte wie New Work. Baumer betont, dass technische Störungen – sei es eine flackernde Lampe oder eine defekte Kaffeemaschine – den Fokus der Mitarbeiter massiv stören können. Diese scheinbaren Kleinigkeiten summieren sich und beeinflussen die Wahrnehmung des Arbeitgebers sowie die allgemeine Arbeitsatmosphäre. Das Facility Management agiert hierbei oft im Verborgenen: Wenn alles reibungslos läuft, wird es kaum wahrgenommen. Erst bei Problemen, wie einem nächtlichen Wasserrohrbruch in der Tiefgarage, wird die Relevanz dieser Arbeit deutlich.

Nachhaltigkeit und technologische Innovation

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle. Die SIGNAL IDUNA setzt verstärkt auf energieeffiziente Lösungen, wie die Umrüstung auf LED-Beleuchtung und die Prüfung von Photovoltaik-Anlagen. Baumer erklärt, dass moderne Gebäude über komplexe Lüftungs- und Wärmekonzepte verfügen, die einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ermöglichen. Die Digitalisierung hilft dabei, diese Prozesse zu steuern und durch computergestützte Programme (CAFM) Wartungsintervalle und Reparaturen effizient zu planen.

Zukunftsvisionen für die Bürowelt

Mit Blick auf die Zukunft diskutieren Piela und Baumer über die veränderte Nutzung von Büroflächen durch den Trend zum Homeoffice. Baumer sieht hierin eine Chance, die Attraktivität der Standorte durch zusätzliche Serviceleistungen zu erhöhen, etwa durch Concierge-Services oder Sportangebote. Das Ziel ist es, einen Mehrwert zu schaffen, der die Mitarbeiter gerne ins Büro zurückkehren lässt.

Hier geht es zur aktuellen Folge:
Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

Weitere Podcasts
 

Digital Insurance Podcast: Makler & Captive – perfektes Tandem

Zu Gast bei Jonas Piela in der aktuellen Folge des Digital Insurance Podcast ist Tobias Winkler, Mitglied des Vorstands der Delvag Versicherungs-AG und Mitglied der Geschäftsführung der Albatros Versicherungsdienste GmbH. Winkler erklärt das Erfolgsmodell der Delvag Gruppe.

In einer neuen Episode des „Digital Insurance Podcast“ begrüßt Moderator Jonas Piela den Versicherungsexperten Tobias Winkler, Vorstand der Delvag Versicherungs-AG und Mitglied der Geschäftsführung der Albatros Versicherungsdienste GmbH. Im Fokus des Gesprächs steht die besondere Rolle der Delvag Gruppe als konzerneigener Dienstleister der Lufthansa Group. Winkler erläutert, wie das Zusammenspiel zwischen dem Makler Albatros und dem Captive-Versicherer Delvag funktioniert und welche Vorteile diese Struktur für einen global agierenden Konzern wie die Lufthansa bietet.

Die Delvag Gruppe: Mehr als nur Risikoträger

Tobias Winkler verdeutlicht im Gespräch, dass die Delvag Gruppe weit über die reine Schadenzahlung hinaus agiert. Während die Albatros als Makler die Risiken analysiert und am Markt platziert, übernimmt die Delvag als Risikoträger gezielt Segmente, die intern effizienter gesteuert werden können. Ein zentraler Mehrwert liegt in der tiefen Branchenkenntnis und der engen Vernetzung innerhalb des Lufthansa-Konzerns. Winkler betont, dass man durch den ständigen Austausch mit Fachabteilungen, wie beispielsweise der Personalabteilung, proaktiv Lösungen entwickeln kann, noch bevor klassische Versicherungsthemen am Markt angefragt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung spezieller Absicherungen für das Kabinenpersonal, die direkt aus Tarifverhandlungen hervorgingen.

Innovation und Agilität im Spezialsegment

Trotz der Zugehörigkeit zu einem Großkonzern bewahrt sich die Delvag Gruppe mit rund 300 Mitarbeitenden eine Agilität, die schnelle Reaktionen auf neue Risikoszenarien ermöglicht. Winkler beschreibt die Delvag in gewisser Weise als Innovationslabor für die Lufthansa. Durch den Zugriff auf konzerneigene Daten und die Möglichkeit, neue Konzepte in einem kontrollierten Umfeld zu testen, können Versicherungslösungen präzise maßgeschneidert werden. Dies betrifft beispielsweise die Optimierung von Selbstbehalten in Sachversicherungsprogrammen oder die Anpassung von Gesundheitsprüfungen in der Lizenzverlustversicherung für Piloten, was zu einem deutlichen Mehrwert für die Versicherten führt.

Digitalisierung und der Einsatz von KI

Auch die digitale Transformation ist ein Kernthema der Episode. Winkler gibt Einblicke in aktuelle IT-Projekte zur Verbesserung der Datenanalyse und zur Schaffung von Self-Service-Portalen für Firmenkunden. Hinsichtlich künstlicher Intelligenz vertritt Winkler eine differenzierte Ansicht: Er sieht KI weniger als Instrument zum massiven Personalabbau, sondern vielmehr als Werkzeug zur Effizienzsteigerung und zur Unterstützung der Mitarbeitenden bei komplexen Analyseaufgaben. Das Ziel sei es, die Belegschaft auf einer Lernreise mitzunehmen und eine Kultur der Neugier und Experimentierfreude zu fördern, um die Potenziale der Technologie optimal zu nutzen.

Hier geht es zur aktuellen Folge:
Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

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MORGEN & MORGEN stellt neue „Berater-KI“ vor

Mit dem „M&M Companion“ präsentiert MORGEN & MORGEN einen neuen KI-gestützten Fachassistenten. Die Anwendung unterstützt Vermittler und Fachabteilungen dabei, komplexe Tarif- und Leistungsfragen im Kundengespräch zu beantworten. Die KI greift auf die Tarifdatenbank des Analysehauses zurück.

Das Analyse- und Softwarehaus MORGEN & MORGEN präsentiert eine neue „Berater-KI“ für AVB-Fragen in Beratung und Service. Der „M&M Companion“ soll MORGEN & MORGEN soll Vermittler, Serviceeinheiten und Fachabteilungen dabei unterstützen, Tarif- und Leistungsfragen in der täglichen Praxis schneller und sicherer zu beantworten. Die Anwendung stützt sich dabei auf die Tarifdatenbank von MORGEN & MORGEN. Alle Inhalte seien fachlich geprüft und würden kontinuierlich aktualisiert, wie das Analysehaus mitteilt. Damit eigne sich die Lösung sowohl für den Einsatz im direkten Beratungsgespräch als auch für die Vorbereitung von Kundenterminen oder die Bearbeitung von Serviceanfragen, wie es von MORGEN & MORGEN weiter heißt. 

„M&M Companion“ liefert auch Fundstellen und Belege

Im Unterschied zu generischen KI-Anwendungen liefere der KI-basierte Fachassistent „M&M Companion“ nicht nur die Antworten innerhalb von wenigen Sekunden, sondern verweist auch auf die zugrunde liegenden Textstellen in den AVBs und stellt damit die Nachvollziehbarkeit sicher. Damit eignet sich die Lösung sowohl für den Einsatz im direkten Beratungsgespräch als auch für die Vorbereitung von Kundenterminen oder die Bearbeitung von Serviceanfragen. 

„Mit dem M&M Companion machen wir punktgenaues Tarifwissen im entscheidenden Moment verfügbar“, erklärt Alena Winter, Produktmanagerin bei MORGEN & MORGEN. „Vermittler und Service-Teams erhalten in Sekunden präzise und nachvollziehbare Antworten und gewinnen so Sicherheit und Souveränität im Kundengespräch.“ 

Einsatz in Beratung, Service und Backoffice 

Der „M&M Companion“ lässt sich flexibel nutzen: als Stand-alone-Lösung oder eingebunden in bestehende Systeme wie CRM- oder Maklerverwaltungsprogramme. Die Anwendung ist ab sofort verfügbar, Testversionen sind vorhanden. (tik)

Weitere Meldungen zu neuen Tools und Services lesen Sie auch in der Rubrik „Management & Vertrieb“.
Aktuelle Entwicklungen im Bereich der Maklerverwaltungsprogramme ist eines der Schwerpunktthemen beim Makler-Summit Süd-West 2026 am 29. April in Kornwestheim. Weitere Informationen zu dem Event finden Sie auf asscompact.de/makler-summit-2026.
 

Digital Insurance Podcast: Maximale Effizienz mit KI-Workflows

In der neuesten Episode des Digital Insurance Podcast dreht sich wieder alles um das Thema künstliche Intelligenz. Jonas Piela und Thomas Fröhlich im Deep Dive über automatisierte Verträge, interaktive Sachbücher und warum ChatGPT dein bester Coach ist.

In der neuesten Ausgabe des Digital Insurance Podcasts widmen sich Jonas Piela und sein Kollege Thomas Fröhlich einem Thema, das die moderne Arbeitswelt und den privaten Alltag gleichermaßen revolutioniert: die praktische Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI). In einer entspannten Atmosphäre teilen die beiden Experten ihre persönlichen Erfahrungen und zeigen auf, wie tief KI-Systeme wie Gemini bereits in ihre täglichen Routinen integriert sind. Die Episode bietet nicht nur theoretische Einblicke, sondern konkrete Anwendungsbeispiele, die den Nutzwert dieser Technologie greifbar machen.

KI im Alltag: Von der Lederpflege bis zur Reiseplanung

Jonas Piela berichtet begeistert von seiner Nutzung der Google-Welt und insbesondere von Gemini. Ein markantes Beispiel aus seinem Alltag ist die Pflege seiner alten Lederschuhe. Anstatt mühsam nach Anleitungen zu suchen, fotografierte er die Schuhe sowie ein gefundenes Pflegemittel und ließ sich von der KI detailliert erklären, wie er diese am besten behandelt. Auch komplexe Aufgaben wie das Zusammenfassen von langen YouTube-Videos oder die Klärung technischer Fragen zu Werbemechanismen auf Newsseiten delegiert er an seinen digitalen Assistenten. Thomas Fröhlich ergänzt diese Erfahrungen mit Beispielen aus der Reiseplanung. Er nutzte die KI, um unter Berücksichtigung aktueller Spritpreise und Bahntarife die effizienteste Verbindung für seinen Osterurlaub in Österreich zu ermitteln. Dabei betont er, wie die KI als Ratgeber fungiert, der verschiedene Dimensionen wie Preis, Dauer und Komfort gegeneinander abwägt.

Die Evolution der Benutzeroberflächen: Das Ende der Apps?

Ein zentraler Diskussionspunkt der Episode ist die Hypothese von Thomas Fröhlich, dass wir vor dem Ende der klassischen Apps stehen könnten. Er prognostiziert, dass sich KI direkt auf die Betriebssystemebene heben wird und Funktionen, die wir heute über separate Applikationen nutzen, als integrierte „Skills“ zur Verfügung stehen werden. Ob PowerPoint-Erstellung, Datenmanagement oder komplexe Analysen – die KI greift direkt auf den Kontext der Nutzerdaten zu und erledigt Aufgaben auf Zuruf oder per Prompt. Jonas Piela zeigt sich hierbei zwar etwas skeptischer und verweist auf die Vorteile spezialisierter Interfaces für bestimmte Aufgaben wie das Zeittracking, erkennt aber ebenfalls das enorme Potenzial der nahtlosen Integration von KI in bestehende Workflows an.

Verantwortung und Ausblick auf die Zukunft der KI-Interaktion

Abschließend reflektieren Piela und Fröhlich über die moralische und praktische Verantwortung im Umgang mit KI. Trotz der beeindruckenden Fähigkeiten, wie der Simulation von Autorenstimmen zur Wissensvermittlung oder der Unterstützung bei emotionalen und therapeutischen Fragestellungen, bleibt die Letztentscheidungsgewalt beim Menschen. Die Episode schließt mit einem humorvollen Blick auf bekannte KI-Fehler, wie das Zählen von Buchstaben in Wörtern, und unterstreicht damit, dass die Technologie zwar ein mächtiges Werkzeug, aber kein fehlerfreier Ersatz für menschliches Denken ist. Die Hörer dürfen gespannt sein auf weitere Updates, die den rasanten Fortschritt in diesem Bereich begleiten werden.

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Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

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KI-InsurTech Onesurance startet Pilotphase in Deutschland

Das niederländische Unternehmen Onesurance beginnt eine Pilotphase im deutschen Versicherungsmarkt. Das InsurTech setzt dabei auf eine neue KI-gestützte Lösung zur Datenanalyse, die Versicherer und Makler bei der Bestandsverwaltung unterstützen soll.

Onesurance ist ein niederländischer Anbieter von KI-basierten Datenanalyse-Lösungen für Versicherungsmakler, Pools und Konsolidierungsplattformen. Das InsurTech ist seit über fünf Jahren in den Niederlanden am Markt und arbeitet mit mehreren teils international tätigen Großkunden aus der Versicherungswirtschaft zusammen. Die Erfahrungswerte will das Unternehmen nun im deutschen Versicherungsmarkt einbringen und seine Lösungen hierzulande etablieren. Hierzu startetet Onesurance gemeinsam mit einem Pool und einem Assekuradeur eine Pilotphase in Deutschland. Das InsurTech positioniere seinen Ansatz bewusst als Enablement- und Infrastrukturmodell – nicht als Disruption, wie es in der Pressemitteilung heißt.

KI-gestützte Datenanalyse

Onesurance entwickelt KI-basierte Datenanalyse-Lösungen für den Vertrieb von Versicherungs- und Finanzdienstleistungen. Die Lösungen werten bestehende Kunden- und Bestandsdaten systematisch aus und übersetzen sie in konkrete Steuerungsimpulse für Beratung und Kundenkontakt. In den Niederlanden komme die Technologie laut Onesurance bereits seit fünf Jahren bei Maklerhäusern unterschiedlicher Größe zum Einsatz.

„Der deutsche Versicherungsmarkt steht vor ähnlichen strukturellen Fragen wie der niederländische vor einigen Jahren“, erläutert Jack Vos, Gründer und CEO von Onesurance. „Wachstum, Konsolidierung und steigende Kundenerwartungen erfordern neue Ansätze in der Bestandssteuerung.“ Das Team um Jack Vos wird beim Markteintritt in Deutschland von Erik de Voogd, ehemaliger CEO von Voogd & Voogd, begleitet.

Datenbasierte Priorisierung

Die KI-basierte Datenanalyse von Onesurance wertet bestehende Kunden- und Vertragsdaten kontinuierlich aus und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab. Maklerbetriebe sollen Unterstützung erhalten, um den Beratungs- und Kontaktaufwand gezielt zu priorisieren und Ressourcen effizient einzusetzen. Erste belastbare Erkenntnisse („Time-to-Value“) würden laut Onesurance – je nach Datenlage – typischerweise innerhalb von vier bis sechs Wochen vorliegen. Auf dieser Grundlage bekommen Makler Hinweise darauf, bei welchen Kunden es erhöhte Abwanderungsrisiken gibt, wo sich konkrete Cross-Selling-Potenziale erkennen lassen und zu welchem Zeitpunkt eine Kontaktaufnahme sinnvoll ist. Zugleich soll die datenbasierte Priorisierung dabei helfen, Beratungsaufwände zu strukturieren und den Fokus auf die jeweils relevantesten Kundenbeziehungen zu legen. (tik)

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KI mischt bei Finanzentscheidungen längst mit

60% der Verbraucher hierzulande und damit mehr als der europäische Durchschnitt haben KI bereits bei finanziellen Entscheidungen als Hilfsmittel genutzt. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Die Umfrage zeigt auch, wofür die Anwender künstliche Intelligenz nutzen und wo es noch Vertrauenslücken gibt.

Künstliche Intelligenz etabliert sich zunehmend als praktisches Instrument zur Finanzplanung. Zu diesem Fazit kommt eine Studie der Neobank bunq, für die Erwachsene in Großbritannien, den USA, Frankreich, Deutschland, Spanien, den Niederlanden und Irland im Februar 2026 befragt wurden. Den Ergebnissen zufolge haben sechs von zehn Deutschen KI bereits eingesetzt, um eine finanzielle Entscheidung zu treffen. Das liegt noch über dem europäischen Durchschnitt von 56% und deutlich vor den US-amerikanischen Umfrageteilnehmern, von denen nur 37% die Technologie verwendet haben. Den Experten von bunq zufolge laute die Frage für Finanzinstitute also nicht mehr, ob Kunden diese Tools nutzen werden, sondern wie schnell Banken sie in großem Maßstab bereitstellen könnten.

KI wird immer mehr zum Hilfsmittel bei der Finanzplanung

Wie die Untersuchung bestätigt, entwickelt sich KI immer mehr zum praktischen Werkzeug bei der Finanzplanung, zumal Anwender auf Sicherheit und Genauigkeit setzen. So nutzen 29% der Verbraucher hierzulande KI bei der Finanzplanung, um Gebühren, Überziehungen und Doppelzahlungen zu vermeiden. 26% meinen, dass KI sie vor Betrug schützt. 22% der Befragten greifen auf künstliche Intelligenz zurück, um ihr Vermögen zu vermehren.

Skepsis bleibt

Dennoch ist der Studie zufolge weiterhin eine merkliche Skepsis vorhanden. So haben 27% der Deutschen überhaupt kein Vertrauen in KI, wenn es um Bankangelegenheiten geht. 29% würden dabei der KI mehr vertrauen, wenn sie Informationen über ihre finanzielle Situation hätte. 36% der Anwender sorgen sich wegen Fehlinformationen durch KI.

Was die konkreten Tools betrifft, vertrauen 51% der Deutschen dem Chatbot ihrer Bank mehr als allgemeinen KI-Modellen wie ChatGPT. Dieses Vertrauen werde laut bunq zusätzlich durch die Tatsache gestärkt, dass 70% der Befragten der Ansicht sind, KI-Sicherheitsmaßnahmen könnten ihrer Bank helfen, sie effektiver vor Betrug zu schützen.

Ausblick: Deutschland KI-offenster der befragten Märkte

57% der befragten Verbraucher in Deutschland können sich vorstellen, KI in den nächsten zwei bis drei Jahren verstärkt für Geldangelegenheiten einzusetzen. Damit stellt Deutschland neben den Niederlanden (57%) und knapp hinter Spanien (60%) einen der KI-offensten der befragten Märkte dar. 46% fühlen sich mit KI als Assistenten für allgemeine Finanzfragen wohl. 47% sind bereit für künstliche Intelligenz als Berater, der personalisierte Empfehlungen gibt, während der Nutzer die endgültige Entscheidungsgewalt behält.

KI längst Stütze bei finanziellen Entscheidungen

„KI ist bereits heute ein fester Bestandteil unseres Lebens und oft Teil der Entscheidungsfindung bei vielen Menschen. Auch bei finanziellen Entscheidungen gehört KI als Stütze schon dazu“, erklärt Joe Wilson, Chief Evangelist bei bunq. Die Menschen würden von ihrer Bank erwarten, dass sie mit dem globalen Tempo Schritt hält und erstklassige Tools bereitstellt, die ihnen helfen, bei Geldangelegenheiten den Überblick zu bewahren und ihre Finanzen zu verwalten. „Es geht nicht darum, dass die KI das Geld eigenständig für die Menschen verwaltet, sondern darum, sie so zu befähigen, dass es zu ihrem Lebensstil passt“, so Wilson weiter. Die Chance für Banken in der Nutzung von KI bestehe darin, das menschliche Urteilsvermögen zu unterstützen, statt es zu ersetzen. (tik)

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Lesetipp der Redaktion: ChatGPT – Helfer oder Konkurrent der Versicherungsmakler?
KI und deren Einzug in Maklerverwaltungsprogramme ist eines der Themen beim Makler-Summit Süd-West am 29.04.2026. Mehr Infos zu dem Weiterbildungsevent gibt es auf der Website zur Veranstaltung.
 

Digital Insurance Podcast: Der agile Versicherer

In der aktuellen Episode des Digital Insurance Podcast begrüßt Moderator Jonas Piela Dr. Sebastian Schulz, Vorstand und Mitinhaber der Pentadoc AG, und Timm Hendrik Krieger von der SIGNAL IDUNA Gruppe. Es geht um die digitale Transformation: Geschwindigkeit, KI und der Faktor Mensch.

In der neuesten Folge des „Digital Insurance Podcast“ spricht Moderator Jonas Piela zwei Experten der Versicherungsbranche, um über die tiefgreifenden Herausforderungen der digitalen Transformation zu sprechen: Dr. Sebastian Schulz, Vorstand und Mitinhaber der Pentadoc AG, und Timm Hendrik Krieger, der bei der SIGNAL IDUNA Gruppe für die agile Transformation verantwortlich ist. Im Fokus der Diskussion steht die Erkenntnis, dass der Erfolg der Digitalisierung weniger von der Technologie allein abhängt, als vielmehr von der konsequenten Erneuerung des organisatorischen Fundaments und der Überwindung kultureller Widerstände.

Komplexität statt Trägheit: Das Dilemma der Versicherungsbranche

Zu Beginn der Episode räumt Sebastian Schulz mit dem Vorurteil auf, die Versicherungsbranche sei lediglich träge. Er betont, dass die Branche vor allem durch eine immense Komplexität geprägt ist, die seit Jahrzehnten auf Stabilität getrimmt wurde. Diese gewachsene Struktur erschwert schnelle Veränderungen. Schulz unterstreicht, dass die digitale Transformation nicht als reines IT-Problem missverstanden werden darf, sondern den Kern des Geschäftsmodells betrifft. Die Geschwindigkeit der Transformation hänge dabei maßgeblich davon ab, wie schnell sich die beteiligten Menschen anpassen können.

Radikale Agilität bei der Signal Iduna

Timm Hendrik Krieger gibt detaillierte Einblicke in den beeindruckenden Transformationsprozess der SIGNAL IDUNA Gruppe , der bereits im Jahr 2016 initiiert wurde. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, ein Betriebsmodell zu entwickeln, das flexibel auf Marktveränderungen reagiert. Inzwischen arbeiten rund 4.000 der 5.000 Innendienstmitarbeitenden in agilen Strukturen, wie etwa den sogenannten „Squad-Strukturen“. Dabei arbeiten Business-Analysten, Produktspezialisten und IT-Experten in crossfunktionalen Teams dauerhaft zusammen, um digitale Services und Versicherungsprodukte aus der Kundenperspektive zu entwickeln. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei die enge Verzahnung von Business und IT sowie die Etablierung von „Quarterly Business Reviews“, um Initiativen auf Quartalsebene zu priorisieren und anzupassen.

Mut und Konsequenz als Treiber des Wandels

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Bedeutung von Mut und Konsequenz. Sebastian Schulz beobachtet, dass die Branche zwar kein Erkenntnisproblem, wohl aber ein Umsetzungsproblem hat. Mut bedeute in diesem Kontext oft, die eigene Komfortzone zu verlassen und neue Wege in der Zusammenarbeit zu gehen. Krieger ergänzt, dass die SIGNAL IDUNA durch die Veränderung des Kontextes, in dem Menschen interagieren, auch die Unternehmenskultur nachhaltig verändert hat. Ein aktuelles Beispiel für die gewonnene Entscheidungsgeschwindigkeit ist die Einführung eines internen KI-Assistenten namens „COSY“ auf Basis von Google Gemini Enterprise, die innerhalb von nur sechs Monaten für die gesamte Organisation realisiert wurde.

Ausblick: KI als nächste Phase der Transformation

Für die Zukunft sehen beide Experten die Integration von künstlicher Intelligenz in die Geschäftsprozesse als nächste große Phase der Transformation. Es gehe darum, KI so einzusetzen, dass sie die Mitarbeitenden in ihrer täglichen Arbeit effektiv unterstützt. Dabei bleibe die Fähigkeit zur kontinuierlichen Veränderung eine Kernkompetenz für Versicherungsunternehmen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

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Neuer Unterstützungsservice für BU-Leistungsprüfung

Credit Life und Proventem bieten als Dienstleister gemeinsam einen Service an, der die Transparenz in der BU-Leistungsbearbeitung erhöhen und Durchlaufzeiten verkürzen soll: Der integrierte Prozess gestaltet die Leistungsprüfung und -bearbeitung vollständig digital.

Für Versicherte und BU-Anbieter ist die Leistungsprüfung und -bearbeitung in der Berufsunfähigkeitsversicherung von entscheidender Relevanz. Nun bieten Credit Life und Proventem erstmals als Dienstleister gemeinsam einen integrierten Prozess an, der den gesamten Ablauf – von der Meldung über die Prüfung bis zur Entscheidung – digital gestaltet.

Proventem bringt im Rahmen der Kooperation seine digitale Claims-Plattform als die technologische Basis ein. Die Plattform bildet die Leistungsprüfung vollständig digital ab und integriert dabei Endkunden. Somit wird die Leistungsprüfung zu einem durchgängigen End-to-End-Prozess. Im Rahmen des Providing bietet Credit Life diese Leistungsprüfung anderen Versicherern an. 

Die Leistungsprüfung bleibe skalierbar, ohne dass dabei Qualität, Service Level oder Nachvollziehbarkeit leiden, wie die beiden Unternehmen unterstreichen. Entscheidungen seien besser dokumentiert, Abläufe nachvollziehbar und Ergebnisse konsistent. Dies soll für mehr Effizienz und Qualität in der Leistungsprüfung sorgen. (tik)

Weitere News über neue Services und Tools lesen Sie auch in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.