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Unternehmensmeldungen

AXA Deutschland bündelt weitere Vorstandsressorts

Zum 01.01.2019 soll der Vorstand der AXA Deutschland durch Bündelung weiterer Vorstandsressorts auf eine funktionale Organisation mit den vier Säulen Sachversicherung, Personenversicherung, Vertrieb und Operations und dem Ressort Kundenmanagement als „Klammer“ zu den vier Säulen ausgerichtet werden.

AXA Deutschland bündelt zum 01.01.2019 weitere Vorstandsressorts: Die bislang in zwei verschiedenen Ressorts angesiedelte Verantwortung für das Firmen- und Privatkundengeschäft sowie für das Industriekundengeschäft wird im Ressort „Sachversicherung“ zusammengeführt. Es umfasst neben der Sachversicherung auch die Unfall-, Haftpflicht- und Kfz-Versicherungen. Die Leitung übernimmt Dr. Nils Reich, bisher als Generalbevollmächtigter verantwortlich für das Firmen- und Privatkundengeschäft. Der bisherige Industriegeschäft-Vorstand Thierry Daucourt konzentriert sich zukünftig ganz auf seine Rolle als CEO der AXA Corporate Solutions Deutschland und seine internationalen Aufgaben im XL-Integrationsprojekt.

Trennung von Sparten und Vertrieb

Durch die klare Trennung von Sparten und Vertrieb sollen auch die Vertriebsorganisationen von der Reorganisation profitieren. Damit will AXA Deutschland nicht nur die Abstimmung von Sparte und Vertrieb auf Vorstandsebene beschleunigen, sondern auch die Wachstumsorientierung stärken. Übernehmen wird das Ressort „Vertrieb“ Kai Kuklinski, der seit 2014 CEO der AXA ART Versicherung ist und über langjährige Vertriebserfahrung bei AXA verfügt. Er folgt auf Dr. Thilo Schumacher, der bisher die Verantwortung sowohl für die Krankenversicherung als auch den Vertrieb innehatte.

Thilo Schumacher wird künftig die Verantwortung für das neue Ressort „Personenversicherung“ übernehmen. Dort ist er verantwortlich für die beiden bislang getrennt geführten Ressorts Vorsorge und Krankenversicherung. Der bislang für Vorsorge verantwortliche Dr. Patrick Dahmen verlässt auf eigenen Wunsch den AXA Konzern zum 31.12.2018 nach 20 Jahren Zugehörigkeit, davon elf Jahre als Mitglied des Konzernvorstands, um sich neuen Herausforderungen außerhalb von AXA zu stellen. 

Vier Säulen

Mit den beschriebenen Veränderungen soll der Vorstand strategisch auf eine funktionale Organisation mit den vier Säulen Sachversicherung, Personenversicherung, Vertrieb und Operations und dem Ressort Kundenmanagement als „Klammer“ zu den vier Säulen ausgerichtet werden. Alle Veränderungen gelten unter Vorbehalt der Zustimmung der betriebsrätlichen Gremien und der BaFin. Die konkrete Ausgestaltung in den Ressorts soll in den kommenden Monaten nach Abstimmung mit den betriebsrätlichen Gremien erfolgen. (ad)

 

Deutsche Familienversicherung stoppt geplanten Börsengang

Mit vollem Elan hatte sich die Deutsche Familienversicherung (DFV) in den vergangenen Monaten auf ihren Börsengang vorbereitet. Am Freitagabend hat sie diesen nun vorerst gestoppt. In einer Unternehmensmitteilung wird als Grund das schwierige Kapitalmarktumfeld angegeben.

In den vergangenen Monaten hat sich die Deutsche Familienversicherung auf ihren Börsengang vorbereitet und sämtliche Maßnahmen daraus ausgerichtet, sich vom klassischen Versicherer zum InsurTech zu wandeln. Zuletzt vermeldete sie den volldigitalen Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung über Alexa und kündigte bereits an, dass weitere Sparten bald folgen würden.

Für den Börsengang war mal ein Platzierungsvolumen zwischen 68 Mio. Euro und 92 Mio. Euro erwartet worden. Die Preisspanne pro Aktie wurde auf 17 Euro bis 23 Euro festgelegt. Die Zeichnungsfrist lief bis zum 09.11.2018. Am 14.11.2018 hätte die Erstnotierung an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgen sollen.

Verschiebung kurz nach Ende der Zeichnungsfrist

Am Freitagabend informierte das Unternehmen nach Zeichnungsfrist nun darüber, dass es zusammen mit den bestehenden Aktionären entschieden habe, den geplanten Börsengang aufgrund des schwierigen Kapitalmarktumfelds zu verschieben. Und darüber, dass die DFV nun erst einmal das Kapitalmarktumfeld beobachten und Möglichkeiten bezüglich der Wiederaufnahme des Börsengangs zu einem späteren Zeitpunkt bewerten wolle.

DFV-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan M. Knoll kommentiert das Vorgehen wie folgt: „Alle Investoren haben uns die Ausnahmestellung der DFV bestätigt. Regelmäßig wurden aber das schlechte Marktumfeld und die damit in Zusammenhang stehenden Verluste bei den Anlegern als Begründung aufgeführt, warum in diesem Jahr nicht mehr in einen IPO investiert werde. Ersteres werten wir als eine eindrucksvolle Bestätigung unserer Stellung als InsurTech und letzteres war zum Zeitpunkt der Entscheidung an die Börse zu gehen nicht absehbar.“ (bh)

Foto: DFV-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Knoll im Frühjahr 2018 bei der Präsentation der Deutschen Familienversicherung vor geladenen Gästen.

 

DOMCURA: „Wir befinden uns im Flow“

Der Assekuradeur DOMCURA will den Zeitenwandel mitgestalten und sich nicht von ihm überrollen lassen. Deshalb sind Erfolge in der Wohngebäudeversicherung und engere Kooperationen mit Vertriebspartnern nur ein Teil in der Unternehmensstrategie. Ein anderer ist das Ausprobieren neuer Technologien wie Blockchain. Interview mit Uwe Schumacher, Vorstandsvorsitzender der DOMCURA AG.

Herr Schumacher, DOMCURA ließ mit einigen Bekanntmachungen aufhorchen. Darunter ist auch eine Kooperation mit der TELIS Gruppe. Wie sieht diese aus?

Mit der TELIS Gruppe bzw. mit der DEMA, einem TELIS-Unternehmen, arbeiten wir seit Jahrzehnten eng und gut zusammen. Produkte, die wir als Assekuradeur bereitstellen, haben wir also schon bisher an TELIS-Anforderungen angepasst und über diesen Kanal vertrieben. Auch aufgrund dieser positiven Erfahrungen haben wir uns jetzt entschieden, aus einer gemeinsamen Gesellschaft heraus Produkte zu designen. So kam es zur Gründung des Assekuradeurs innoAssekuranz GmbH.

Diese Produkte sind dann aber nur für die TELIS Gruppe?

Ja, für TELIS und für DEMA. Insgesamt hat die DOMCURA ja aber drei große Vertriebswege – freie Vermittler, Pools und Vertriebe. Mit allen versuchen wir so individuell und konstruktiv wie möglich zusammenzuarbeiten. Jeder potenzielle Partner ab einem gewissen Geschäftsvolumen hat also grundsätzlich die Möglichkeit, maßgeschneiderte Lösungen von uns zu erhalten.

An der Zusammenarbeit mit Maklern im Allgemeinen ändert dies aber nichts?

Absolut nichts. Ich verweise in diesem Zusammenhang beispielsweise gerne auf unser noch junges Einfamilienhauskonzept, das laut Vergleichsportalen das beste Wohngebäudeprodukt am Markt ist. Das werden wir selbstverständlich weiterhin freien Vermittlern anbieten.

DOMCURA und Wohngebäude gehören irgendwie zusammen. Aber ist es nicht auch eine heikle Sparte?

Ich glaube, dass wir in den letzten zehn Jahren gezeigt haben, dass wir mit dieser Sparte umgehen können. Als ich vor fünf Jahren zur DOMCURA kam, war man gerade dabei, die Sparte zu sanieren. Unterdessen können wir den Versicherern eine Schadenquote präsentieren, die oftmals um 10 bis 15% besser ist als ihre eigene.

Trotzdem sind die Schäden der vergangenen Monate herausfordernd. Wie komfortabel ist die Situation für Sie?

Herausforderungen gibt es ja überall. Ich behaupte aber mal, dass sich die DOMCURA im Moment im Flow befindet. Nach dem Kauf durch MLP und nach dem Ausscheiden des Gründers aus dem operativen Tagesgeschäft haben wir einiges im Unternehmen weiterentwickelt und zudem Kunden und Vermittler mehr in unsere Entwicklungen eingebunden. Und das schon angesprochene Einfamilienhauskonzept wird im Markt sehr gut angenommen.

Wo wollen Sie dann das Unternehmen in Zukunft hinführen?

Bei der DOMCURA ist es mir wichtig, die traditionellen Beziehungen zu Vermittlern und die Reputation etwa im Bereich Wohngebäude zu erhalten, zugleich möchte ich dem Unternehmen durch Digitalisierung einen zusätzlichen Impuls geben. Dabei haben wir den einen Aspekt, das Effizienzthema, gut im Griff. Der andere Aspekt ist der, dass man die Digitalisierung dazu nutzt, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Und da probieren Sie sich gerade aus – mit einer Reisegepäckversicherung, basierend auf Blockchain-Technologie.

Ja, wir wollen natürlich auch nach außen darstellen, dass wir hier eine entsprechende Kompetenz haben. Ich will auch nicht verhehlen, dass ich mich persönlich diesen Themen sehr nahe fühle – ich habe schon meine Diplomarbeit über künstliche Intelligenz geschrieben, selbst wenn das ein paar Jahrzehnte her ist. Wir glauben, dass wir hier einen Akzent im Markt setzen können. Es gibt ja die B3i-Initiative der Versicherer, die können das Thema Blockchain sicherlich im größeren Stil vorantreiben, aber so richtig gibt es im Markt noch keine vertriebsfähigen Produkte. Wir wollen einfach zeigen: Nicht nur in Wohngebäude, sondern auch in der Digitalisierung muss und kann man mit der DOMCURA rechnen.

Wohin soll das letztlich führen?

Zunächst werden wir die Entwicklung zusammen mit der Basler Versicherung, die hier unser Partner ist, beobachten. Wir überlegen auch, wie wir diese Reisegepäckversicherung noch aufwerten können. Alles Weitere muss man dann sehen.

Dennoch dürfte dies bei Vertriebspartnern nicht überall positiv aufgegriffen werden.

Um es ganz deutlich zu sagen: Für uns ist und bleibt die enge Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern das Wichtigste! Bei unserer Reisegepäckversicherung muss ich noch einmal etwas ausholen. Wir können hier ja auf keinerlei Markterfahrungen aufbauen. Deshalb müssen wir natürlich ein gewisses Risikomanagement betreiben und bieten die Reisegepäckversicherung nur bestehenden Kunden an. Der Vermittler, über den wir den bestehenden Vertrag bekommen haben, der bekommt auch eine Courtage, wenn der Kunde die Reisegepäckversicherung abschließt. Er profitiert also sogar an dieser Stelle.

Wissen Sie, die DOMCURA könnte es sich im Warmen bequem machen – mit den Wohngebäudeprodukten und den gewachsenen Beziehungen. Aber ich glaube, das macht einen träge. Und wenn sich Pools oder auch neue Versicherer in Bereichen niederlassen, in denen man sich selbst heimisch fühlt und ein paar Jahre versäumt, dann ist es schwierig, hier wieder aufzuholen.

Hilft es auf Investitionsseite, dabei die MLP im Rücken zu haben?

Bisher haben wir dies noch nicht in Anspruch genommen, weil wir unser Geschäft selbst gut steuern können. Aber es macht einen freier in den Entscheidungen. Die Zusammenarbeit mit MLP empfinde ich als ausgesprochen positiv, wobei sich MLP aus unseren Entscheidungen heraushält. MLP ist zugleich auch schon lange einer unserer Kunden.

In der Cash-Hitliste sind Sie die Nummer 3. Wollen Sie weiter nach vorne?

Die richtige Antwort an dieser Stelle ist, dass wir nicht auf Rankings schauen. Aber natürlich sind sie ein Thema in der Branche. Wir für uns wollen zunächst die ertragsorientierten Ziele der Eigentümer erfüllen. Wir halten aber auch, und daraus mache ich keinen Hehl, Ausschau nach anderen Unternehmen.

Zuwächse gibt es dann also doch eher über Zukäufe?

Das habe ich nicht gesagt. Nehmen Sie unser Einfamilienhauskonzept: Da haben wir schon in bester Manier organisch zugelegt. Jetzt starten wir mit dem Mehrfamilienhauskonzept. Bis zu einem gewissen Grad kann man organisch wachsen, wenn sich aber Gelegenheiten für einen sogenannten „Step Change“ geben, würde das gut reinpassen.

Dann lassen Sie uns doch noch einmal über das Mehrfamilienhauskonzept sprechen.

Gerne. Wir gehen hier einen ähnlichen Weg wie bei dem Einfamilienhauskonzept. Dort gibt es die Deckungsvarianten Basis-, Komfort- und Top-Schutz. Beim Einfamilienhauskonzept können wir so eines der günstigsten Angebote darstellen und gleichermaßen mit „Top“ auch das beste. Beim Mehrfamilienhauskonzept haben wir auf die günstige Variante verzichtet, weil die Versicherungsprämie in der Regel durch die Mieter getragen wird. Deckungslücken durch ein preisgünstiges Produkt hingegen müssen vom Eigentümer/Vermieter getragen werden.

Auch das Feedback von unseren Vertriebspartnern und Kunden haben wir wieder bei der Entwicklung berücksichtigt. So sind zum Beispiel manche Einschränkungen den Kunden einfach nicht verständlich und da haben wir gesagt, das übernehmen wir. Das kostet nicht die Welt, befriedigt aber die Erwartungshaltung des Kunden. Im Bereich der Mehrfamilienhäuser werden zum Beispiel Mietnomaden als große Gefahr wahrgenommen, also haben wir dies auch aufgenommen. Wir glauben, mit dem neuen Mehrfamilienhauskonzept wieder ein Produkt geschaffen zu haben, das mit Sicherheit seine führende Position in diesem Segment ausbauen wird.

Foto: Trafen sich auf der DKM 2018 zum Gespräch: Uwe Schumacher, Vorstandsvorsitzender der DOMCURA AG, und Brigitte Horn, Chefredakteurin von AssCompact (Quelle: DOMCURA).

 

Partnerschaft mit zweitgrößtem Autoclub: Zurich und ACE kooperieren

Im Sommer wurde bekannt, dass ADAC und Zurich ihr Joint Venture bei Autoversicherungen Ende 2019 beenden werden. Nun gibt es eine neue Partnerschaft: Zurich kooperiert mit dem Auto Club Europa (ACE). Die Kooperation startet mit einer exklusiven Partnerschaft im Bereich Kfz-Versicherungen.

Die Zurich Gruppe Deutschland und der Auto Club Europa e. V. (ACE) kooperieren beim Angebot von Versicherungsprodukten. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Zurich Gruppe Deutschland sowie der ACE unterzeichnet. Die Kooperation startet mit einer exklusiven Partnerschaft im Bereich Kfz-Versicherungen.

Für alle Zurich-Vertriebswege offen

Zu Beginn der Kooperation werden ACE-Mitgliedern Sonderkonditionen für eine Kfz-Versicherung der Zurich eingeräumt. Diese Sonderkonditionen sind für alle Vertriebswege der Zurich Gruppe Deutschland, die Ausschließlichkeitsorganisation und Makler, verfügbar. Darüber hinaus sind sie über die Internetseite des ACE für dessen Mitglieder wählbar. Auch können ACE-Mitgliedschaften künftig von den Zurich-Agenturen vermittelt werden.

Gemeinsame Produktentwicklung rund um Mobilität

Die Kooperation mit dem ACE soll in Zukunft auch in eine gemeinsame Produktentwicklung münden. Neben den Kfz-Versicherungsprodukten wollen die beiden Partner das Thema Mobilität insgesamt betrachten und entsprechende Lösungen entwickeln. (bh)

 

Fahrzeuge für Liebhaber: Cover mit neuem Namen

Die German Underwriting GmbH bietet als Assekuradeur ein Deckungskonzept für besondere Fahrzeuge und Oldtimer an. Das Cover hat nun einen neuen Namen. Hintergrund ist auch der Wechsel des Risikoträgers.

Unter dem Namen Masterpiece Motor hat die German Underwriting GmbH Vermittlern und Endkunden bisher ein Deckungskonzept für Oldtimer, Sportwagen, Luxusfahrzeuge sowie PKW-Sammlungen angeboten. Dem Wechsel des Risikoträgers im Frühjahr dieses Jahres folgte vor Kurzem auch eine Namensänderung des Covers: Der neue Markenname lautet nun u.nique car cover. Risikoträger ist die Zurich Deutschland.

Oldtimer & Co. als Zweit- oder Drittfahrzeug

Mit u.nique car cover können PKWs versichert werden, die nicht im alltäglichen Gebrauch stehen. Unterschieden wird zwischen modernen Fahrzeugen (Fahrzeugalter bis 14 Jahre) und klassischen Fahrzeugen (Fahrzeugalter ab 15 Jahre). Das Bedingungswerk ist für beide Fahrzeuggruppen einheitlich.

So gilt die Deckung beispielsweise für eine jährliche Laufleistung bis 9.000 km, ab einem Fahreralter von 25 Jahren und für Brems- Betriebs- und Bruchschäden bis 100.000 Euro. Der Fahrzeugwert sollte mindestens 75.000 Euro, das gilt auch für den Einzelwert in PKW-Sammlungen. Der volle Versicherungsschutz wird auch außerhalb des Zulassungszeitraums gewährt. (bh)

 

Netflix als Vorbild: hepster launcht Abo-Modell für Versicherungsprodukte

Seit rund eineinhalb Jahren ist das InsurTech hepster mit situativen Versicherungen am Markt. Mittlerweile bietet das Unternehmen aber auch White-Label-Lösungen für Versicherer an. Nun startet hepster, das als Versicherungsvertreter bei der IHK registriert ist, ein Abo-Modell für Versicherungsprodukte.

Das Rostocker InsurTech hepster, eine Marke der MOINsure GmbH, startet ein Abomodell für Versicherungsprodukte und orientiert sich dabei an Anbietern wie Netflix oder Spotify. Auf den Streaming-Plattformen können Kunden für einen monatlichen Abo-Preis beinahe unbegrenzt Serien ansehen oder Songs anhören.

Dieses Konzept überträgt hepster nun auf Versicherungen. Kunden zahlen einen monatlichen Betrag und können die jeweilige Versicherung zum Ende des Monats kündigen, heißt es vonseiten des InsurTechs. Ein Beispiel: Eine Laptop-Versicherung für eine Versicherungssumme zwischen 751 und 1.000 Euro inklusive Diebstahlschutz gibt es im Abo für monatlich 7 Euro.

Im Abo zu haben: Versicherungen für Lifestyle- und Sportgeräte

Das Abo-Modell gilt zunächst für Elektronik-Versicherungen, wie Laptops, Kameras, Action Cams und Smartwatches sowie für Ausrüstungsversicherungen, zu denen Skis, Snowboards, Paddle, Kite- und Surfboards zählen. Auch für Fahrräder und E-Bikes ist das Modell buchbar. Weitere Produkte wie Reiseversicherungen und Unfallversicherungen sollen demnächst dazu kommen. Risikoträger sind dabei die Gothaer Allgemeine, Roland Schutzbrief-Versicherung, BD24 und die Europäische Reiseversicherung.

Automatische monatliche Verlängerung

Bisher konnte der Kunde einen Vertrag mit fester Laufzeit, der auf maximal ein Jahr begrenzt ist, abschließen. Dazu gesellt sich nun eben das sogenannte Abo-Modell. Dieses hat eine einmonatige Versicherungsperiode ohne Sonderkündigungsklauseln und Verrechnungen. Die Kündigungsfrist beträgt drei Werktage zum Ablauf der laufenden Versicherungsperiode. Kündigt der Kunde nicht, verlängert sich der Vertrag automatisch um einen Monat. Bei einigen Versicherungen, etwa im Bereich Elektronik, ist die Laufzeit auf vier Jahre beschränkt. (bh)

 

JDC unterstützt comdirect bei Einstieg ins Versicherungsgeschäft

comdirect plant künftig die Vermittlung von Versicherungen. Im nächsten Jahr sollen Kunden ihre Versicherungsverträge bei comdirect digital verwalten und optimieren können. Technische Unterstützung kommt von der Gruppe von Jung, DMS & Cie.

Die comdirect Gruppe befindet sich auf dem Wachstumspfad. Die Direktbank hat im dritten Quartal 60.000 B2C-Neukunden gewonnen, seit Jahresbeginn sind es rund 160.000. Gegenüber dem Vorjahr habe man damit das Kundenwachstum mehr als verdoppelt, erklärte Arno Walter, Vorstandsvorsitzender der comdirect bank AG, bei Veröffentlichung der aktuellen Quartalszahlen. Starkes Wachstum gab es bei den Depots, aber auch bei den Girokonten.

Finanzbegleiter in allen Bereichen, auch bei Versicherungen

Basis des Wachstums sind Investitionen in allen Bereichen der Bank - von Investment über Trading bis hin zu Strom und Gas. Über den comdirect sparCheck können Kunden so jetzt Strom- und Gasanbieter vergleichen und direkt wechseln. Die eingesparten Beträge sollen künftig automatisch in ETFs investiert werden können. „Als smarter Finanzbegleiter möchte comdirect die Kunden nicht nur bei ihren Bankgeschäften unterstützen, sondern ebenso dabei helfen, ihre Ausgaben zu optimieren“, so Walter.

Dies ist künftig auch für das Thema Versicherungen geplant. Kunden sollen im Laufe des nächsten Jahres nicht nur ihre Versicherungsverträge bei comdirect digital zusammenführen, sondern auch in wenigen Schritten optimieren können. Kunden hätten so neben den Finanzen auch ihre Versicherungen jederzeit im Blick.

Digitale Vertragsverwaltung kommt von JDC

Technologische Unterstützung erhält die comdirect vermutlich von der JDC Group. So eben wurde ein Letter of Intent (LOI) unterzeichnet. Demnach strebt comdirect an, die Versicherungsbestände der eigenen Kunden mit der JDC-eigenen Kunden- und Vertragsverwaltungssoftware iCRM zu managen. Mit den insgesamt 2,4 Millionen Kunden von comdirect bietet die geplante Kooperation ein großes Potenzial, erläutert dazu die börsennotierte JDC Group. Diese arbeitet vermehrt mit Großkunden zusammen. Im November 2017 hatte sie bekannt gegeben, dass der zur Gruppe gehörende Maklerpool Jung, DMS & Cie. eine Kooperation mit der Lufthansa-Tochter Albatros eingegangen sei. (bh).

 

Fusion von Provinzial Rheinland und Provinzial NordWest geht in nächste Phase

Ein weiterer Schritt ist bei der Fusion von Provinzial Rheinland und Provinzial NordWest getan. Nach der Billigung durch den Landschaftsverbands Rheinland (LVR) kommt nun die Due Diligence Prüfung der beiden öffentlich-rechtlichen Versicherer.

Mit der heutigen Entscheidung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) haben alle sieben Anteilseigner der Provinzial Rheinland und Provinzial NordWest die Inhalte des sogenannten „Memorandums of Understanding“ für eine Fusion gebilligt. Auf dieser Basis können nun die nächsten vereinbarten Arbeitsschritte eingeleitet werden, hierzu zählt insbesondere die sogenannte Due Diligence.

Darin werden beide Unternehmen sorgfältig auf ihre wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Verhältnisse analysiert, um daraus ein Bewertungsverhältnis zu ermitteln. Darüber hinaus stehen weitere rechtliche und vertragliche Prüfungen und Entscheidungen an.

Anfang September hatten die Spitzen der sieben Anteilseigner entsprechende gemeinsame Eckpunkte für eine mögliche Fusion der beiden Versicherer in einem Memorandum of Understanding erarbeitet und danach ihren Gremien vorgelegt.

 

Die Dialog stellt sich im Maklermarkt neu auf

Im Zuge der strategischen Transformation des Generali Konzerns in Deutschland überträgt die Generali ihr Maklergeschäft Leben und Komposit auf die Marke Dialog. Wie die Dialog bekannt gab, wird ab Januar 2019 die Dialog Lebensversicherungs-AG der neue Risikoträger für das bAV-Kollektivgeschäft sein.

Ihre Vertriebswege hatte die Generali im Rahmen ihrer strategischen Transformation neu aufgestellt: Unter der Marke Dialog konzentriert sich künftig das gesamte Maklergeschäft des Konzerns in Deutschland. Die Dialog nehme damit neben dem Exklusiv- und Direktvertrieb eine wichtige Säule ein, wie das Unternehmen auf der Pressekonferenz während der DKM in Dortmund mitteilte. Die neue Dialog wird sich künftig aus der bestehenden Dialog Lebensversicherungs-AG und der in Gründung befindlichen Dialog Versicherung-AG zusammensetzen. Diese soll zum 01.07.2019 ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen, unter der Voraussetzung, die BaFin gibt grünes Licht. Die von Maklern an die Generali Versicherung AG vermittelten Kompositversicherungsverträge werden mit allen Rechten und Pflichten auf die Dialog Versicherung AG übertragen. An Vereinbarungen und Leistungen gegenüber Kunden und Vertriebspartnern ändert sich nichts, wie auf der Pressekonferenz betont wurde.

Dialog Leben neuer Risikoträger für bAV-Geschäft

Ab Januar 2019 fungiert die Dialog Lebensversicherungs-AG zudem als neuer Risikoträger für das bAV-Kollektivgeschäft. Dr. David Stachon, Chief Business Officer Digital und Unabhängige Vertriebe im Vorstand der Generali Deutschland AG, erklärte: „Mit der Dialog Lebensversicherungs-AG sowie dem Komposit- und bAV-Geschäft der Generali führen wir das Beste aus zwei Welten zusammen. Unseren Fokus legen wir dabei klar auf die enge Zusammenarbeit mit unabhängigen Vertriebspartnern.“

Die Marke „Dialog“ in neuem Look

Im Zuge der Neuaufstellung im Maklermarkt präsentiert sich die Dialog auch mit einem neuen Markenauftritt. Mit „Kompetenz auf Augenhöhe“, so das neue Motto, und in engem Dialog mit den Vertriebspartnern will der Maklerversicherer weiter wachsen. Produkte, Services und Prozesse sollen speziell auf den Maklermarkt ausgerichtet sein.

Fokus auf Prozesse an der Schnittstelle zum Makler

Ihre Position im deutschen Markt will die Dialog nachhaltig ausbauen. Die Verantwortung für das Maklergeschäft hat zukünftig Bernd Felske inne, Vorstand der Generali Versicherungen und ab 01.11.2018 Vorstandsmitglied der Dialog Lebensversicherung. Zur Positionierung der neuen Dialog erklärte Felske: „Als Teil der Generali in Deutschland wird die Dialog ein starker Partner im Maklergeschäft sein.“

Was die Zusammenarbeit mit den unabhängigen Vertriebspartnern angeht, liegt der Fokus auf einer persönlichen Kooperationsebene, wie auf der Pressekonferenz betont wurde. Besonderes Augenmerk soll laut Felske auf der Digitalisierung und den Prozessen an der Schnittstelle zwischen Versicherer und Vertriebspartner liegen: „Prozesse sind die neue Währung für den gemeinsamen Erfolg. In Zukunft wird es entscheidend sein, mit zielgerichteten Prozessen den Aufwand in der Wertschöpfungskette des Maklers zu reduzieren.“

Stärkere Präsenz auf Vergleichsplattformen

Bei der Produktauswahl gewinnen Vergleichsplattformen für den unabhängigen Vermittler an Bedeutung. Daher will die Dialog künftig ihre Präsenz bei solchen Portalen noch weiter verstärken. Zudem setzt der Versicherer auf die persönliche Betreuung der Vertriebspartner. So betonte Stefanie Schlick, Direktorin Unabhängige Vertriebspartner bei den Generali Versicherungen und Projektleiterin für die Neuaufstellung des Maklergeschäfts, dass die Betreuung der Vertriebspartner eine zentrale Bedeutung in der neuen Dialog haben werde. (tk)

 

DKM 2018: Verein für besseres Branchenimage gegründet

Der auf der Leitmesse neu gegründete Verein „Zukunft für Finanzberatung e.V.“ soll als gemeinsames „Sprachrohr“ für mehr positive Wahrnehmung der Finanzberaterinnen und -berater in der Öffentlichkeit sorgen. Als erstes Projekt ist eine branchenweite Imagekampagne geplant.

„Zukunft für Finanzberatung e.V.“ lautet der Name eines neuen Vereins, den Verbände, Finanzberater und Dienstleister der Finanz- und Versicherungswirtschaft am Donnerstag im Rahmen der DKM in Dortmund gegründet haben. Der Verein soll als gemeinsames „Sprachrohr“ für mehr positive Wahrnehmung der Finanzberater in der Öffentlichkeit sorgen. Man versteht sich dabei nicht als Konkurrenz bereits am Markt vorhandener Initiativen sondern möchte vor allem die Arbeit der politischen Verbände ergänzen, seinen sozialpolitischen Auftrag wahrnehmen und ein Kanal zur Bündelung der diesbezüglich schon vorhandenen Aktivitäten sein.

Initiative bereits 2016 ins Leben gerufen

Gründungsmitglieder sind die Verbände Afw, SdV, VSAV und IGVM, sowie vonseiten der Finanzdienstleistungsunternehmen die BSC | Die Finanzberater, die PROFINANZ Finanz- und Versicherungsmakler AG, die Lieblingsmakler GmbH & Co. KG sowie die compexx Finanz AG. Außerdem sind die VersicherungsKarrieren und die NewFinance Mediengesellschaft mbH an der Gründung beteiligt. Die beteiligten Verbände repräsentieren einen Großteil der Vermittlerzunft in Deutschland. Neben den bereits beteiligten Verbänden wurden auch Gespräche mit dem VOTUM-Verband und dem BVK geführt. Man hoffe, auch diese beiden wichtigen Organisationen für die gemeinsame Sache gewinnen zu können, so der neu gewählte Vorsitzende des Zukunft für Finanzberatung e.V., Christian Schwalb.

Der Verein ist aus der fast gleichnamigen Initiative hervorgegangen, die Christian Schwalb bereits Ende 2016 ins Leben gerufen hatte. Seither sind immer mehr Unternehmen und Organisationen als Förderer eingestiegen – unter anderem Produktgeber wie der VOLKSWOHL BUND, die Versicherungsgruppe die Bayerische, die Condor, Dimensional Funds Advisors und die DWS Group.

Onlinelösung sammelt O-Töne zufriedener Kunden

Als erstes Projekt ist eine branchenweite Imagekampagne in Form einer Onlinelösung geplant, mit deren Hilfe positive Beratungserfahrungen geteilt werden können. Mit der so entstehenden Ansammlung von O-Tönen zufriedener Kunden sollen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Das Image der Branche in der Öffentlichkeit soll verbessert werden. Schließlich leide die Branche im Moment eher unter einem „Wahrnehmungsproblem“ als einem „Vertrauensproblem“. Außerdem soll auch die Nachwuchsgewinnung angekurbelt werden: Durch die positiven Kundenerlebnisse, die online geteilt werden, soll klar werden, dass der Beruf des Finanzberaters Spaß machen kann und von hoher Verantwortung gegenüber dem Kunden geprägt ist. Und letztendlich kommt diese Investition in die Nachwuchsförderung dann auch denjenigen zugute, die den Beraterberuf altersbedingt in den kommenden Jahren an den Nagel hängen und qualifizierte Nachfolger für ihre Bestände suchen. (ad)

Auf dem Bild (v.l.n.r.): Florian Haas (Profinanz), Frank Rottenbacher (AfW), Hans Steup (VersicherungsKarrieren), Dr. Rainer Demski (NewFinance), Markus Brochenberger (COMPEXX), Christian Schwalb (BSC), Hans Peter Wolter (VSAV), Peter J. O. Bartz (IGVM), Ralf W. Batth (VSAV), Robert Peukert (Lieblingsmakler).