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Unternehmensmeldungen

Allianz schraubt Erwartungen für 2025 nach oben

Die Allianz hat ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal sowie die ersten neun Monate des Jahres 2025 veröffentlicht. Und das Ergebnis kann sich so weit sehen lassen. Der Vorstand erwartet nun ein operatives Ergebnis von mindestens 17 Mrd. Euro.

Der Branchenprimus Allianz muss sich mit seinen Zahlen nicht verstecken – und tut dies auch nicht, angesichts des ausführlichen Berichts, den der Konzern nun zu seinen Geschäftszahlen im dritten Quartal und den ersten neun Monaten des Jahres 2025 offengelegt hat. Denn die Stimmung bei der Allianz ist angesichts dieser Zahlen wieder optimistischer und sorgt auch für eine Anpassung des erwarteten operativen Ergebnisses nach oben. Das sind die wichtigsten Zahlen.

Schaden-/Unfallgeschäft treibt Wachstum an

Das gesamte Geschäftsvolumen der Allianz stieg in den ersten neun Monaten auf 141,2 Mrd. Euro an, wobei starkes Wachstum in allen Geschäftsbereichen zum internen Wachstum von 8,5% beigetragen hätten, so die Mitteilung des Unternehmens. Operativ sei das Ergebnis mit 13,1 Mrd. Euro hervorragend gewesen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum handle es sich dabei um einen Anstieg von 10,4%.

Wichtigster Wachstumstreiber sei der Bereich Schaden- und Unfallversicherung gewesen. Im dritten Quartal erhöhte sich hier das gesamte Geschäftsvolumen auf 19,7 Mrd. Euro, mit einem „hervorragenden“ internen Wachstum von 9,5%. Ebenso zufrieden ist man mit der Schaden-Kosten-Quote in diesem Bereich, die sich auf ein Niveau von 91,9% (von 93,5% im Vorjahreszeitraum) verbesserte. Die Schadenquote lag wiederum bei 69,8%, ebenfalls niedriger als im Vorjahreszeitraum (69,8%). Sowohl im Privat- als auch im Gewerbekundengeschäft war die Performance im dritten Quartal stark, mit 8% internem Wachstum im Privatkundengeschäft und 11% im Gewerbekundengeschäft.

Weitere Zahlen

Weiterhin erhöhte sich das bereinigte Ergebnis je Aktie um 12,2% auf 21,43 Euro. Bereinigt um die Steuerrückstellung und den Veräußerungsgewinn steigt das bereinigte Ergebnis je Aktie um 9,9%.

Die Solvency-II-Kapitalisierungsquote bleibe mit 209% auf „starkem Niveau bei hervorragender Kapitalgenerierung“.

Für das Gesamtjahr 2025 erwartet die Allianz nun ein operatives Ergebnis von mindestens 17 Mrd. Euro. Im Halbjahresbericht war hierbei noch von 16 Mrd. Euro, plus oder minus 1 Mrd. Euro die Rede. Voraussichtlich werde das operative Ergebnis in der Spanne zwischen 17 und 17,5 Mrd. Euro liegen. (mki)

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ATTIKON erweitert Expertise im Bereich Vereine und Möbelhäuser

Die Mewes Versicherungsmakler GmbH wird Mitglied bei der ATTIKON Gruppe. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Kunden aus den Bereichen gemeinnützige Einrichtungen, Vereine, Verbände, kirchliche Organisationen sowie Möbel- und Einrichtungshäuser.

Nachdem sich im Oktober die Meyer & Meyer Versicherungsmakler GmbH und die eurowest Versicherungsmakler GmbH angeschlossen haben, hat die ATTIKON Gruppe nun ein weiteres neues Mitglied: Die Mewes Versicherungsmakler GmbH.

Das Unternehmen ist in Mainz und Jork bei Hamburg ansässig. Der Beitritt des Maklerhauses zur ATTIKON Gruppe soll vor allem ihre Expertise in der Betreuung gemeinnütziger Organisationen sowie von Möbelhäusern stärken.

Die Mewes Versicherungsmakler GmbH ist seit über 30 Jahren tätig. Das Team arbeitet größtenteils am Standort Jork und betreut anspruchsvolle Kunden aus den Bereichen gemeinnützige Einrichtungen, Vereine, Verbände, kirchliche Organisationen sowie Möbel- und Einrichtungshäuser. Die Integration in die ATTIKON Gruppe soll den Kunden ein erweitertes Leistungsspektrum der Plattform bieten, u. a. digitale Servicelösungen, spezialisierte Versicherungskonzepte aus anderen Geschäftsbereichen und ein umfassendes Risikomanagementsystem. Die Kompetenz und lokale Verankerung von Mewes bleiben dabei vollständig erhalten, heißt es.

Mit Schritten wie diesem will die ATTIKON Gruppe spezialisierte und kundennahe Maklerhäuser unter einem Dach vereinen und die eigene Position im deutschen Versicherungsmarkt weiter auszubauen, teilt das Unternehmen mit. (lg)

Weitere Meldungen rund um Konsolidierung im Maklermarkt finden Sie in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

Dr. Stefanie Alt wird Vorständin Leben bei Provinzial

Die Provinzial Holding AG hat ab 01.03.2026 eine neue Vorständin: Dr. Stefanie Alt übernimmt das Leben-Ressort. Alt wechselt von der TELIS Unternehmensgruppe AG zum Provinzial Konzern.

Dr. Stefanie Alt wurde vom Aufsichtsrat der Provinzial Holding AG zur neuen Vorständin berufen. Die 49-Jährige übernimmt das Leben-Ressort. Dieses wird derzeit nach dem Ausscheiden von Guido Schaefers von Finanzvorstand Dr. Ulrich Scholten kommissarisch geleitet.

Die promovierte Betriebswirtin wechselt zum 01.03.2026 von der TELIS Unternehmensgruppe AG zu Provinzial. Sie verfügt über langjährige und vielseitige Erfahrung in der Versicherungsbranche und Altersvorsorge. Aktuell ist Alt Vorständin des Finanzdienstleisters TELIS Unternehmensgruppe AG und dort für ein breites Spektrum an Aufgaben verantwortlich, u. a. Operations, Service und Kommunikation, Marketing, HR, Prozessmanagement und IT. Umfassende Fach- und Branchenkenntnisse bringt sie zudem aus früheren Vorstandsmandaten in verschiedenen Konzerngesellschaften der Nürnberger Versicherung mit. (lg)

News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © Provinzial

 

Athora Lebensversicherung erhöht Überschussbeteiligung

Als erster Lebensversicherer hat Athora seine Überschussbeteiligung für das Jahr 2026 bekannt gegeben. Der Run-off-Spezialist bietet seinen Kunden im kommenden Jahr eine laufende Verzinsung von 3,5%. Die Gesamtverzinsung steigt auf 4,5%, die erste Erhöhung nach mehreren Jahren der Stabilität.

Die Athora Lebensversicherung AG hat ihre Überschussbeteiligung für das kommende Jahr bekannt gegeben. Demnach steigt die Gesamtverzinsung für 2026 auf 4,5%. Sie setzt sich aus einer laufenden Verzinsung von 3,5% und einem Schlussbonus von 1,0% zusammen. Damit klettert die Verzinsung um 0,5 Prozentpunkte, nachdem sie in den letzten fünf Jahren stabil bei 4,0% gelegen hatte.

Grund für den Anstieg der Versicherungsnehmerbeteiligung ist das erneut solide Kapitalanlageergebnis des Unternehmens, erklärt der Run-off-Spezialist in einer Pressemitteilung.

Im November und Dezember häufen sich die Deklarationen für die Überschussbeteiligungen fürs kommende Jahr. Athora hat dieses Jahr den Anfang gemacht und als erstes Lebensversicherungsunternehmen deklariert. Es bleibt abzuwarten, in welche Richtungen andere Versicherer gehen werden.

Assekurata: Durschnittliche laufende Verzinsung für 2025 liegt bei 2,53%

Für das laufende Jahr hat etwa jedes zweite Unternehmen seine Überschussbeteiligungen erhöht. Das zeigt eine Marktstudie der Assekurata Assekuranz Rating-Agentur von 39 Lebensversicherern, die nach Prämieneinnahmen einen Marktanteil von 62% repräsentieren.

Laut der Studie liegt die laufende Verzinsung für das Jahr 2025 durchschnittlich bei 2,53%. Der Vorjahreswert lag im Schnitt bei 2,42%. Der höchste Einzelwert für 2025 liegt bei 3,25%; für das Jahr 2023 lag er bei 3,0%. Im Durchschnitt liegt die in Aussicht gestellte Gesamtverzinsung inklusive Schlussüberschüsse und sonstigen Gewinnanteilen für 2025 bei 3,22%. Bezogen auf den gesamten Beitrag des Kunden entspricht dies einer illustrierten Beitragsrendite von 2,32%, wie Assekurata in der Studie, die im März veröffentlicht würde, mitgeteilt hat. (js)

 

Generali ernennt neuen Group Deputy CEO

Im Rahmen eines aktuellen Strategieplans hat die Generali Group personelle Veränderungen bekannt gegeben: Giulio Terzariol wird Direttore Generale bzw. Group Deputy CEO.

Die Generali Group entwickelt ihre Organisationsstruktur weiter und hat bekannt gegeben, dass sie ihren strategischen Fokus auf die erfolgreiche Umsetzung des Plans „Lifetime Partner 27: Driving Excellence” verstärke. Es handelt sich dabei um einen Strategieplan, den Generali dem Markt Anfang des Jahres vorgestellt hat. Zudem soll die Governance in ihren Kerngeschäftsbereichen weiter gestärkt werden.

Neuer Direttore Generale

Personell gab es dazu ebenfalls eine Neuerung: Giulio Terzariol wurde zum Direttore Generale – Group Deputy CEO ernannt. Terzariol soll demnach das Versicherungsgeschäft der Gruppe leiten und die Aufsicht über die Banca Generali übernehmen. Diese Aufgaben wurden ihm vom Verwaltungsrat übertragen. Er werde sie in voller Übereinstimmung mit den Direktiven des Group CEO ausüben, heißt es.

Terzariol hatte in seiner Karriere u. a. bereits verschiedene Positionen bei der Allianz SE inne, bevor er im Jahr 2024 bei Generali als CEO Insurance startete.

Die Ernennung zum Direttore Generale wird wirksam, wenn die übliche Prüfung durch die IVASS2 abgeschlossen ist. Die Generali Group teilt außerdem mit, dass die Funktion des CEO Insurance mit dem Amtsantritt von Terzariol wegfallen wird. (lg)

Bild: © Generali

News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.
 

MVP keasy mit neuen KI-gestützten Funktionen

Das Maklerverwaltungsprogramm keasy bietet neue KI-basierte Tools. Dazu zählen eine automatisierte Verarbeitung von Schadenmeldungen, rechtskonforme Beratungsdokumentationen, Policenkontrolle, Zusammenfassung von Vertragsdetails und die Möglichkeit, individuelle KI-Prompts zu hinterlegen.

Das Maklerverwaltungsprogramm keasy stellt Versicherungsmaklern neue KI-gestützte Features bereit. Die neuen Funktionen sollen zu mehr Effizienz im Makleralltag beitragen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören eine automatisierte Verarbeitung von Schadenmeldungen. So werden eingehende Nachrichten vom System keasy automatisch analysiert, relevante Informationen extrahiert und eine Schadenaktivität erstellt. Fehlende Angaben fordert keasy auf Wunsch per E-Mail vom Kunden an und bereitet eine vollständige Schadenmeldung an die Gesellschaft vor. Eine weiteres neues Tool betrifft rechtskonforme Beratungsdokumentationen. Unstrukturierte Notizen aus Beratungsgesprächen wandelt das Programm automatisch in eine rechtskonforme Dokumentation um, die alle regulatorischen Anforderungen erfüllt.

Policenkontrolle und „Smart Paste“ für Vertragsdaten

Beim neuen Feature Policenkontrolle erfolgt eine Überprüfung der Vertragsunterlagen nach der Policierung. Etwaige Abweichungen oder Fehler werden direkt angezeigt. Mit der Funktion „Smart Paste“ für Vertragsdaten lassen sich Inhalte aus Policen, Ausweis, Fahrzeugschein etc. ins MVP einfügen. Relevante Vertragsdaten erkennt das System dabei automatisch und ordnet es in der Vertragsdatenbank korrekt zu. Zudem lassen sich mit KI-Unterstützung nun Informationen aus bestehenden Verträgen wie etwa Deckungsumfang oder Fahrerkreis präzise zusammenfassen. Makler können außerdem eigene Prompts hinterlegen, um die KI-Nutzung individuell an ihre Prozesse anzupassen.

„Unsere Vision ist es, Maklern eine Arbeitsweise zu ermöglichen, die nicht nur effizienter, sondern auch zukunftssicher ist. keasy schafft durch Innovationen wie diese den Spagat zwischen moderner Technologie und den individuellen Bedürfnissen der Makler“, erklärt Robert Schmidt, Geschäftsführer der vfm Konzept GmbH, einer Dienstleistungsgesellschaft der vfm-Gruppe, die keasy entwickelt.

Sicherheit und Flexibilität

Datenschutz und Datensicherheit stehen auch bei den neuen Funktionen im Mittelpunkt. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, gewährleiste die Einbindung eines eigenen KI-Kontos, dass alle Eingaben unter der Kontrolle der Makler verbleiben. Zugleich lassen sich die neuen Funktionen flexibel auf die Bedürfnisse der Nutzer abstimmen. (tik)

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Weitere Informationen zu neuen Tools und Services sowie Meldungen rund um Software und KI finden Sie in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

AXA erweitert bKV um Beratungsangebot „Lebensstärke“

Die AXA hat im Rahmen der betrieblichen Krankenversicherung ein neues Beratungsangebot für Unternehmen vorgestellt. „Lebensstärke“ soll Mitarbeitende bei persönlichen und beruflichen Herausforderungen unterstützen. Dafür können sie sich mit Experten in Verbindung setzen.

Mit „Lebensstärke“ stellt die AXA Krankenversicherung AG ein neues Beratungsangebot für Unternehmen im Rahmen der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) vor. Das Angebot soll Mitarbeitende in persönlichen und beruflichen Herausforderungen unterstützen und ergänzt die bestehenden Servicebausteine rund um mentale Gesundheit, erklärt das Unternehmen.

Das neue Angebot umfasst individuelle Beratungsleistungen durch erfahrene Experten. Das Spektrum an Themen, mit denen sich Mitarbeitende an die Berater wenden können umfasst neben der Unterstützung zu familiären Themen, Erziehungsfragen oder Herausforderungen im Bereich der Pflege auch Hilfe bei finanziellen Schwierigkeiten sowie bei gesundheitlichen Fragen und Sucht.

Mitarbeitende können telefonisch, per Video oder persönlich vor Ort an insgesamt 17 Standorten in Deutschland mit Experten in Kontakt treten. Nutzern steht eine feste Ansprechperson zur Seite, die den Beratungsprozess begleitet und bei Bedarf an interne oder externe Spezialisten vermittelt.

Für das Angebot und dessen professionelle Umsetzung arbeitet der Versicherer mit der ias Gruppe zusammen, ein Dienstleister für Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit, Arbeitspsychologie und betriebliches Gesundheitsmanagement. (js)

Mehr aktuelle Meldungen zu neuen Produkten finden Sie in unserer Rubrik „Assekuranz“.
 

SIGNAL IDUNA wird Investor bei Perseus

SIGNAL IDUNA steigt als strategischer Investor bei dem Anbieter von Cybersicherheitslösungen Perseus ein. Beide Unternehmen intensivieren damit ihre bestehende Zusammenarbeit. Ziel sei, Synergien zu nutzen und gemeinsam an Lösungen zur Absicherung von Firmen vor digitalen Risiken zu feilen.

Perseus Technologies hat die SIGNAL IDUNA Gruppe als strategischen Investor gewonnen. Beide Unternehmen verbindet bereits eine langjährige Kooperation. Seit 2018 erweitert SIGNAL IDUNA ihre Cyberpolicen mit den Präventionslösungen und der Notfallhilfe von Perseus. Mit dem Einstieg von SIGNAL IDUNA bei dem 2017 gegründeten Anbieter von Cybersicherheitslösungen Perseus sollen die Weichen für eine noch engere Partnerschaft gestellt werden. Ziel sei, wie beide Unternehmen mitteilen, Synergien zu nutzen und gemeinsam Lösungen zum Schutz von Firmen vor digitalen Risiken weiterzuentwickeln.

Angesichts des fortschreitenden digitalen Wandels und des zunehmenden Einsatzes von künstlicher Intelligenz (KI) ergeben sich für Unternehmen neue Herausforderungen. Von Cyberangriffen sind immer häufiger auch kleine und mittelständische Unternehmen sowie Handwerksbetriebe betroffen. Vor diesem Hintergrund gewinne die enge Zusammenarbeit zwischen Versicherern und spezialisierten Cybersicherheitsanbietern zunehmend an Bedeutung, wie SIGNAL IDUNA und Perseus mitteilen. SIGNAL IDUNA habe einen klaren Fokus auf die Risikodeckung für Handwerksbetriebe sowie für kleine und mittelständische Unternehmen. Die vertiefte Partnerschaft ermögliche es nun, die Stärken beider Partner zu nutzen, um Cyberrisiken besonders für den deutschen Mittelstand beherrschbar zu machen. (tik)

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Finfluencerin auf Platz 3: Mit vier Fs in die Zukunft

Freya Früh von Frau Finanzen hat eine Mission: für Frauen und deren finanzielle Zukunft da sein. Aktuell ist sie das schon für über 100.000 Followerinnen. Dieser Erfolg hat ihr den 3. Platz beim Jungmakler Award 2025 eingebracht. Im Interview mit AssCompact erklärt sie, wie sie das geschafft und was sie vor hat.

Interview mit Freya Früh, Geschäftsführerin von Frau Finanzen und Drittplatzierte beim Jungmakler Award 2025
Hi, Freya, wie kam es denn dazu, dass du Maklerin geworden bist?

Hauptberuflich war ich bis zuletzt Senior Social-Media-Managerin bei der HDI Versicherung. Im Rahmen einer Kampagne zur Altersvorsorge wurde mir klar, dass Frauen in der Ansprache häufig übersehen werden. Ich wollte das ändern und bin auf die Straße gegangen, habe mit dieser Zielgruppe gesprochen und festgestellt: Wir reden zu wenig über Geld. Aus diesem Impuls heraus entstand „Frau Finanzen“.

Als die Kampagne beendet wurde, hatte ich mit Frau Finanzen bereits Reichweite, Preise gewonnen und viele Anfragen von Frauen, die sich beraten lassen wollten. Also habe ich mich informiert, was ich eigentlich brauche, um Versicherungsmaklerin und Anlageberaterin zu werden, und den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Seit Oktober bin ich nun zu 100% Maklerin – und zu 100% Frau Finanzen.

Du warst also Social-Media-Managerin und bist nun Versicherungsmaklerin und zugleich Influencerin. Was verbindet diese beiden Welten?

Menschen folgen Menschen, keinen Marken. Ein Versicherer hat es schwer, Vertrauen aufzubauen – eine Person dagegen kann authentisch auftreten und ihre Geschichte erzählen. Ich nutze Social Media, um genau das zu tun: Wissen zu vermitteln, Hemmschwellen abzubauen und den Dialog über Geld zu fördern. Heute folgen mir über 100.000 Frauen, und meine Inhalte erreichen monatlich rund zwei Millionen Menschen. Diese Reichweite nutze ich, um finanzielle Bildung kostenfrei zugänglich zu machen – und bei Bedarf natürlich auch Beratung anzubieten.

Warum konzentrierst du dich so stark auf Frauen als Zielgruppe?

Weil 69% der Frauen laut Studien lieber von einer Frau beraten werden – aber der Markt bietet das kaum. Ich selbst arbeite komplett digital, ohne Büro, orts- und zeitunabhängig. Das ist für viele Mütter und auch für Selbstständige ein Modell, mit dem sich Beruf und Familie gut vereinen lassen. Mein Alleinstellungsmerkmal dabei ist die Community. Frauen tauschen sich darin untereinander aus, lernen voneinander, überwinden die Angst, Fehler zu machen. Diese Energie erinnert mich, salopp gesagt, an eine „Tupperparty“ – nur eben für Finanzen.

Du bist also Finfluencerin – aber eben mit dem entsprechenden Hintergrund. Wie siehst du die Diskussion um Regulierung und Coaching-Angebote im Netz?

Ich glaube, es muss eine gewisse Regulierung geben. Viele Onlinekurse kosten viel Geld und bieten wenig Inhalt. Bildung, vor allem finanzielle, sollte kostenfrei zugänglich sein. Das ist mein Anspruch und auch mein Beitrag.

Welche Herausforderungen beschäftigen dich aktuell am meisten?

Ich bin Gründerin, Mutter und Unternehmerin – und ehrlich gesagt: Ich stoße an Grenzen. Die Nachfrage ist groß, Leads habe ich genug. Jetzt geht es darum, Strukturen aufzubauen, ein Vertriebsteam zu formen und das Projekt wirtschaftlich stabil weiterzuentwickeln. Content, Community und Beratung – all das kostet Zeit und Geld. Aber es gibt einen Bedarf, und den muss ich decken. Und das treibt mich an.

Was ist dein nächstes großes Ziel?

Ich möchte Partnerinnen finden, die Frau Finanzen mit mir groß machen – ob im Vertrieb, in der Beratung oder in der Geschäftsführung. Langfristig wünsche ich mir auch eine eigene Maklerinnen-Vereinigung, in der sich Frauen vernetzen und gegenseitig stärken. Denn in der Branche sind nach wie vor zu wenige Frauen sichtbar.

Was möchtest du zukünftigen Bewerberinnen und Bewerbern des Jungmakler Awards mitgeben?

Einfach machen! Der Award ist eine großartige Chance, Erfahrungen zu sammeln, sich zu vernetzen und Inspiration zu finden. Für mich war die Teilnahme vor allem eines: ein Türöffner zu einem neuen Netzwerk. Und wer weiß – vielleicht entstehen genau daraus die Ideen, die unsere Branche wirklich verändern.

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FondsKonzept setzt auf Vergleichsrechner comparit

Die FondsKonzept AG stellt ihren angebundenen Versicherungsmaklern die Vergleichsrechner der cpit comparit GmbH zur Verfügung. Mit der Vergleichs- und Analysesoftware lassen sich Kfz- und Personenversicherungen auf die aktuellen Kundenbedürfnisse abstimmen.

Die FondsKonzept AG hat für ihre administrierten Versicherungsmakler die den neuen Vergleichsrechner comparit der cpit comparit GmbH in der cpit-App freigeschaltet. Mit der Vergleichs- und Analysesoftware können Nutzer Sach- und Personenversicherungen noch genauer an die Anforderungen der Kunden anpassen, wie das Unternehmen mitteilt. Künftig soll das Portfolio um die ersten Sachversicherungssparten erweitert werden.

Das Vergleichs- und Analysehaus cpit comparit GmbH ist vor drei Jahren als Brancheninitiative zur Entwicklung einer unabhängigen Vergleichsplattform an den Start gegangen. Der Vergleichsrechner der cpit App wurde ab 2022 in Form einer unabhängigen Plattform für Versicherungsvergleiche aufgebaut. Derzeit wird der Rechner von aktuell insgesamt 13 Maklerpools und Finanzvertrieben getragen und von diesen bereitgestellt. Die breite Streuung bei den Unterstützern und die gemeinsame Entwicklung sollen für Neutralität in der Kundenberatung sorgen, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt. 

Neue Partner für comparit

Wie die cpit comparit GmbH außerdem vor Kurzem bekannt gegeben hat, haben sich die OVB Vermögensberatung AG und die ascent AG an der comparit Vergleichsplattform beteiligt. Neben den beiden neuen Partnern gehören elf Maklerpools und Finanzvertriebe der Initiative an: Apella, blau direkt, BCA, FiNet, FondsKonzept, germanBroker.net, die Phönix Maxpool Gruppe, Netfonds, TauRes Gesellschaft für Investmentberatung, TELIS FINANZ und WIFO. (tik)
 

Weitere Meldungen rund um neue digitale Tools und Services lesen Sie auch in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.
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