AssCompact suche
Home

0954

Unternehmensmeldungen

KPM und ERGO schließen bAV-Kooperation

Die KPM Pensions & Benefits GmbH und die ERGO Group haben eine strategische Zusammenarbeit gestartet. Die ERGO ist neuer Rückdeckungspartner des Kölner bAV-Spezialisten. Künftig nutzt KPM die bAV-Tarife der ERGO als Rückdeckung für sein Versorgungskonzept smart|pension.

Die KPM Pensions & Benefits GmbH und die ERGO Group AG haben eine strategische Kooperation geschlossen, um vor allem mittelständischen Firmen den Zugang zu Vorsorgelösungen zu erleichtern. Mit der ERGO als neuem Rückdeckungspartner baut KPM die Grundlage für sein Versorgungskonzept smart|pension um einen weiteren starken Partner aus.

„Die betriebliche Altersversorgung ist eine tragende Säule moderner Personalpolitik. Mit der ERGO haben wir einen Partner gewonnen, der die Relevanz für den Mittelstand erkennt und gemeinsam mit uns moderne, verständliche und wirtschaftlich sinnvolle Modelle in den Markt bringt“, erklärt Alexander Siegmund, Geschäftsführer der KPM Pensions & Benefits GmbH. Anspruch sei es, Arbeitgebern und Beschäftigten eine Lösung zu bieten, die Sicherheit, Transparenz und Flexibilität verbinde und dabei langfristig wirtschaftlich bleibe.

Kernpunkte der Kooperation

Im Rahmen der Kooperation nutzt KPM künftig die bAV-Tarife der ERGO als Rückdeckung für sein Versorgungskonzept smart|pension. Dies erweitere die Flexibilität und stärke die Wettbewerbsfähigkeit des Angebots, wie das Unternehmen mitteilt. Zudem steht eine realistische Kalkulation für eine höhere Rentenleistung im Fokus: Während klassische Versicherer oft mit Lebenserwartungen von bis zu 130 Jahren kalkulieren würden, setze smart|pension auf realistische Annahmen (durchschnittlich 93). Somit könnten bei gleichem Beitragsaufwand höhere Rentenleistungen erzielt werden, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Weiter teilt das Unternehmen mit, dass im Todesfall eines Mitarbeitenden vor Rentenbeginn das Kapital nicht beim Versicherer, sondern im Versorgungswerk verbleibe und somit der verbleibenden Belegschaft zugute komme. (tik)

News zu weiteren Kooperationen und Partnerschaften lesen Sie auch in unserer Rubrik“Assekuranz“ und „Management & Vertrieb“.
 

Neue Leitung Makler- und Assekuradeursvertrieb rhion.digital

Der Makler- und Assekuradeursvertrieb bei rhion.digital hat eine neue Leitung: Zum 01.01.2026 übernimmt Holger Janke den Posten. Er folgt auf Lars Fuchs, der zur DOMCURA AG wechselt. Janke soll die Entwicklung des Makler- und Assekuradeursvertriebs vorantreiben.

Zum 01.01.2026 wird Holger Janke Leiter des Makler- und Assekuradeursvertriebs bei rhion.digital. Der 54-Jährige wird Nachfolger von Lars Fuchs, der in den Vorstand der DOMCURA AG gewechselt ist. Mit seiner Affinität für Zukunftsthemen und Chancen im Markt der unabhängigen Vermittler und seinem Spartenwissen im Bereich SHUK Privat und Gewerbe soll Janke die Entwicklung des Makler- und Assekuradeursvertriebs vorantreiben.

Janke kommt von der Concordia Versicherung, wo er zuletzt die Vertriebsdirektion Ost geleitet hat. Er bringt mehr als 20 Jahre Vertriebs- und Führungserfahrung in der Versicherungsbranche mit, teilt das Unternehmen mit.

Er startete seine berufliche Karriere 1998 bei der Zurich Gruppe und durchlief dort unterschiedliche Stationen an verantwortlicher Stelle. Während dieser Zeit hatte Janke Leitungsfunktionen im Maklersegment sowohl auf regionaler als auch bundesweiter Ebene u. a. in Frankfurt/Main, Bonn und Köln inne. In Zukunft arbeitet er am RheinLandplatz in Neuss, dem Sitz der RheinLand Versicherungsgruppe, zu deren Markenfamilie rhion.digital gehört. (lg)

Bild: © rhion.digital

News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.
 

Führungswechsel bei der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG

Bei der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG steht ein Generationswechsel an: Nach sechs Jahren als CEO übergibt Andreas Kanning an seinen Nachfolger. Hanno Wienhausen übernimmt damit zum 01.01.2026 den Vorstandsvorsitz des Unternehmens. Damit einher gehen weitere personelle Änderungen.

Staffelstabübergabe bei der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG (ABV): Nach sechs Jahren als CEO übergibt Andreas Kanning an seinen Nachfolger Hanno Wienhausen. Der 43-jährige Wienhausen übernimmt ab 01.01.2026 den Vorstandsvorsitz der ABV. Die Grundlage für eine weitergehende Phase der Transformation ist nun laut dem Unternehmen gelegt, um die Zukunftsfähigkeit auszubauen und den Wachstumskurs konsequent voranzutreiben, wie es heißt.

Kanning ist seit über 30 Jahren bei der Allianz, die meiste Zeit davon im Vertrieb. Der 61-Jährige war zudem mehr als elf Jahre im Vorstand. Zum 31.12.2025 gibt er sein Mandat als Vorstandsvorsitzender ab und steht der ABV im Jahr 2026 noch beratend zur Seite. Seine Laufbahn begann er bei der Allianz im Jahr 1995 und übernahm im Laufe der Jahre diverse Positionen im Vertrieb.

Wienhausen bringt langjährige nationale und internationale Erfahrung in der Allianz als Versicherungsmanager mit. Von 2014 bis 2021 hatte er in der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG unterschiedliche Vertriebsführungsfunktionen inne. Anfang 2022 wechselte der promovierte Jurist zur Allianz Suisse, wo er als Chief Underwriting Officer und Mitglied der Geschäftsleitung das Schaden- und Unfallgeschäft und ab 2023 zusätzlich die Ressorts Schaden und Automotive leitete. Zudem verfügt er über Know-how in der Sachversicherung und hat in der Schweiz die Verknüpfung von technischer Exzellenz, Schadenmanagement und Vertrieb vorangetrieben, teilt Allianz mit. Seit Oktober 2024 war Wienhausen dann Vorstandsmitglied bei der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG und verantwortet dort seit dem 01.01.2025 den Vertrieb Süd. Bereits im ersten Jahr seiner Vorstandstätigkeit habe er wesentlich die Transformation des Geschäftsmodells der ABV forciert und neue Impulse für den Allianz Vertrieb gesetzt, wie es weiter heißt.

Weitere personelle Änderungen

Darüber hinaus gibt es weitere personelle Veränderungen in der ABV und der Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APKV): Daniel Bahr übernimmt zum 01.01.2026 das Vorstandsressort Vertrieb Süd der ABV. Alexander Vogel, der aktuell Chief Sales Officer für die Region Central Europe ist, wird von ihm das Vorstandsressort Leistung, Vertrieb und Personal der APKV übernehmen. Bahr ist seit 2014 bei der Allianz Private Krankenversicherungs-AG und kümmert sich als Vorstand um das Ressort Leistung, Vertrieb und Personal. Vogel begann seine Managementkarriere 2003 bei der Allianz Private Krankenversicherungs-AG und kehrte nach weiteren Stationen 2014 als Vertriebsleiter zurück. Seit März 2025 ist er Chief Sales Officer für die Region Central Europe.

Die Aufsichtsräte der ABV haben am 09.12.2025 und die der APKV am 12.12.2025 die erforderlichen Beschlüsse gefasst und die genannten Personen berufen. Die Ernennung von Alexander Vogel steht noch unter dem Vorbehalt der Unbedenklichkeitsprüfung durch die zuständige Aufsichtsbehörde. (lg)

News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © Allianz

 

BarmeniaGothaer stellt Zahlen aus dem ersten Post-Merger-Jahr vor

Kurz vor der Weihnachtspause stellt die BarmeniaGothaer vorläufige Zahlen aus ihrem ersten vollen Jahr nach der Fusion vor. Mit dem Konzernergebnis von über 100 Mio. Euro ist das Unternehmen „außerordentlich zufrieden“. Eine Verzögerung deutet sich bei der Zusammenführung der beiden Krankenversicherer an.

Nur wenige Tage vor der Weihnachtspause hat die BarmeniaGothaer das vorläufige Konzernergebnis ihres ersten vollen gemeinsamen Geschäftsjahres vorgestellt. Neben den beiden Co-CEOs Dr. Andreas Eurich und Oliver Schoeller waren  wie bereits im letzten Jahr auch Chief Financial Officer, Harald Epple, sowie die Spartenchefs Thomas Bischof (Komposit), Christian Ritz (Kranken) und Alina vom Bruck (Leben) anwesend, um die Ergebnisse zu präsentieren.

Versicherer wächst im ersten Post-Merger-Jahr über dem Markt

„Außerordentlich zufrieden“ ist man bei der BarmeniaGothaer mit den Zahlen aus dem ersten vollen Jahr Post-Merger. Das Jahr stand im „Zeichen des Zusammenwachsens“ für das Unternehmen – und das Unterfangen ist laut den Aussagen der beiden Chefs gelungen. Das Wachstum liegt auf einem marktüberdurchschnittlichen Niveau, getragen wurde es von allen drei Segmenten. So rechnet der Konzern mit einem Plus bei den Beitragseinnahmen von 7,9% auf voraussichtlich 9,27 Mrd. Euro – und damit einem Wachstum von 0,5 Prozentpunkten über dem Markt.

Der Konzernjahresüberschuss liegt bei 101 Mio. Euro. Das Ziel, die Solvency-II-Quote auf über 200% zu steigern, ist ebenfalls gelungen: Sie liegt mit 201% nun „im Kern auf Allianz-Niveau“. „Damit fühlen wir uns sehr wohl“, erklärt Schoeller. Im deutschen Versicherungsmarkt ist das neue Unternehmen vom 10. Platz auf Rang 9 aufgestiegen.

Komposit: „Turnaround“ im Bereich Kfz-Versicherung

Die beiden Sachversicherer Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG sowie die Gothaer Allgemeine Versicherung AG werden voraussichtlich um 9,4% und damit ebenfalls über dem Markt wachsen. Insbesondere im Bereich der marktweit gebeutelten Kfz-Versicherung habe man einen „schönen Turnaround“ hingelegt, erklärt Komposit-Chef Bischof. Der Konzern erwartet eine Combined Ratio zwischen 94 und 95% und damit eine Rückkehr in die Profitabilitätszone. Das liege teilweise an dem „außergewöhnlich wenig ereignisreichen Naturschadenjahr“, doch auch an der „Fokussierung auf Profitabilität“, also mit anderen Worten an den vorgenommenen Prämienanpassungen.

Im Wohngebäudebereich habe man eine Reihe von Beständen „überprüft und bearbeitet“, so Bischof. Das habe eine Trennung von Risiken beinhaltet, eine genaue Anzahl nannte der Konzern aber auch auf Nachfrage nicht.

Krankenversicherung: GOÄ-Reform verzögert Zusammenführung

Auch im Bereich Krankenversicherung kann der Versicherer gute Neuigkeiten vermelden. Die gebuchten Bruttobeiträge der Barmenia Krankenversicherung AG und der Gothaer Krankenversicherung AG werden voraussichtlich um 8,8% auf 3,83 Mrd. Euro wachsen, und damit etwa 0,8 Prozentpunkte marktüberdurchschnittlich. Vor allem auf das Bestandswachstum in der Vollversicherung sei man stolz. Im vergangenen Geschäftsjahr kamen rund 9.000 Menschen dazu, über die letzten drei Jahre stieg der Bestand im Saldo sogar um rund 18.000 vollversicherte Personen.

Bei der Zusammenführung der beiden Krankenversicherer wird es wohl zu Verzögerungen kommen. Grund dafür ist die geplante Novelle der Gebührenreform für Ärzte (GOÄ). Aus politischen Kreisen sei zu vernehmen, dass eine Implementierung der Reform für Anfang 2028 geplant ist. Das werde „im erheblichen Maße Kapazitäten binden“ und somit den Zeitpunkt der Zusammenführung nach hinten verlegen. Man habe auch schon über den neuen Zielzeitpunkt mit der BaFin gesprochen, während des Pressegesprächs wollte Ritz jedoch keinen genauen Zeitpunkt nennen.

Leben: Zurückhaltung bei den Einmalbeiträgen

In der Lebensversicherung ist die Zusammenführung der beiden Gesellschaften bereits abgeschlossen. Die gebuchten Bruttobeiträge werden voraussichtlich um 4,1% auf 1,44 Mrd. Euro klettern, der Markt wächst hier um 7%. Bei den Einmalbeiträgen legt das Unternehmen um 16% zu, der Marktdurchschnitt liegt bei 25%. Bei der BarmeniaGothaer sei man aufgrund ihrer volatilen Natur „zurückhaltend“ bei den Einmalbeiträgen, man fokussiere sich nicht auf Wachstum in diesem Feld. Bei den laufenden Beiträgen ist das Unternehmen um 0,5% gewachsen (Markt: -0,6%). Der Rohüberschuss vor Steuern sank im Vergleich zum Vorjahr um 44% von 200 Mio. Euro auf 113 Mio. Euro – dies habe mit einer geplanten „Substanzstärkung“ zu tun, wie vom Bruck während des Gesprächs erklärt.

KI im Fokus für 2026

Zusammenfassend seien die fusionierten Versicherer im Jahr 2025 nicht nur in Zahlen gewachsen, sondern auch als Unternehmen zusammengewachsen, erklärt Schoeller in seinem Ausblick. Das sei das „eigentlich bemerkenswerte“ an diesem Jahr. Er gab jedoch auch zu, mit „etwas Sorge“ auf das kommende Jahr 2026 zu blicken. „Die Versicherungsindustrie prosperiert dann, wenn Risiken beherrschbar bleiben“, so Schoeller. Das zeige sich bisher noch nicht. Weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene sehe er aktuell den nötigen Willen, um mutige Reformen durchzusetzen.

Im Unternehmen selbst seien weitere Investitionen in Digitalisierung eines der Kernthemen für das kommende Jahr. Man wolle gezielt in moderne Technologien und künstliche Intelligenz investieren, um Prozesse zu optimieren und künftige Herausforderungen zu meistern. Dafür sollen im kommenden Jahr „oberhalb von 30 Mio. Euro“ investiert werden. (js)

Lesen Sie auch: 
Das will die BarmeniaGothaer bis 2030 erreichen
Lamsfuß: „Unser Ziel ist, Makler noch individueller zu bedienen“
 

Peter Bangsgaard wird neuer CEO bei WECOYA

Zum 01.01.2026 hat die WECOYA UNDERWRITING GmbH einen neuen CEO: Peter Bangsgaard übernimmt diese Führungsposition und bleibt zugleich Gesamtverantwortlicher für die nordischen und britischen WECOYA-Gesellschaften.

Zum 01.01.2026 wird Peter Bangsgaard neuer CEO der WECOYA UNDERWRITING GmbH, wie die GGW Group GmbH bekannt gegeben hat. Zugleich behält er die Gesamtverantwortung für die nordischen und britischen WECOYA-Gesellschaften. Vor Kurzem wurde bekannt, dass Thomas Zimmermann, bisheriger CEO des Assekuradeurs, das Unternehmen zum Jahresende verlässt. Er wird in Zukunft in beratender Funktion tätig sein.

WECOYA hat als Ziel ausgegeben, bis 2030 Europas führender Assekuradeur zu werden. Um es zu erreichen, bringe Peter Bangsgaard über 25 Jahre Erfahrung aus dem Finanzsektor mit, heißt es vom Unternehmen. Er war in u. a. in leitenden vertrieblichen Positionen in großen Pensionsunternehmen sowie namhaften Maklerhäusern tätig. Bangsgaard hat zudem Know-how zu den Themen strategischer Weiterentwicklung, organisatorischer Transformation sowie Aufbau von Vertriebsmodellen.

Auch weist das Unternehmen in seiner Pressemitteilung darauf hin, dass WECOYA in eine neue Phase eintrete, geprägt von klareren Verantwortlichkeiten, schnelleren Entscheidungswegen sowie einer stärkeren Verzahnung von Strategie, Leistung und Kundennutzen. Dieses nächste Kapitel soll die Rolle von WECOYA als Plattform für Versicherer und Makler in ganz Europa weiter ausbauen. (lg)

Bild: © GGW/WECOYA

 

INFITECH: Norbert Porazik und Christine Schönteich als Co-CEOs

Die INFITECH Gruppe stellt sich strategisch neu auf. Mit dieser Entwicklung geht auch eine personelle Neuordnung auf Führungsebene einher. Ab dem 01.01.2026 übernehmen Norbert Porazik und Christine Schönteich als Co-CEOs die Gesamtverantwortung für die Gruppe.

Die INFITECH Gruppe, zu der auch die Fonds Finanz und der Deutsche Maklerverbund (DEMV) gehören, hat eine strategische Neuaufstellung bekannt gegeben. Dadurch soll die Zusammenarbeit ihrer Unternehmen intensiviert und die Weichen für nachhaltiges Wachstum gestellt werden, heißt es. Im Mittelpunkt steht dabei eine engere Verzahnung der Gruppenunternehmen und die zentrale Steuerung der Produktentwicklung sowie der technologischen Innovationen. Laut INFITECH sollen davon Makler und Produktgeber durch „noch besseren Service, modernste Technologie und langfristige Sicherheit“ profitieren. Als Ziel wird angegeben, Innovationen noch stärker voranzutreiben und die Gruppe zukunftssicher aufzustellen.

Mit dieser Weiterentwicklung geht auch die Stärkung der strategischen Steuerung der Gruppe durch eine C-Level-Struktur einher. So werden Norbert Porazik und Christine Schönteich ab dem 01.01.2026 Co-CEOs mit der Gesamtverantwortung für die INFITECH Gruppe. Zugleich bleiben sie Geschäftsführung der Fonds Finanz, das größte Gruppenunternehmen. Neu im Führungsteam ist die Position des Chief Product and Technology Officer (CPTO), der die gruppenweite Produkt- und IT-Entwicklung verantwortet. Daniel Seibert bleibt als CFO dabei. Alle bisherigen Geschäftsführer der INFITECH Gruppe und ihrer Tochtergesellschaften bleiben in ihren Funktionen und gestalten die operative Umsetzung aktiv mit, wie INFITECH mitteilt. Die strategische Neuausrichtung soll die Position der Gruppe unterstreichen, die sich als führender Anbieter von Versicherungs- und Finanztechnologie bezeichnet. (lg)

Bild: © Fonds Finanz

 

ARAG: Solides Wachstum, aber deutlich mehr Rechtsschutzfälle

Der Rechtsschutzversicherer ARAG hat eine erste Bilanz des laufenden Jahres gezogen – und zeigt sich mit den Zahlen zufrieden. Allerdings verbucht das Unternehmen neben höheren Beitragseinnahmen auch deutlich gestiegene Leistungsfallzahlen im Inland, insbesondere in den Bereichen Arbeit und Wohnen.

Kurz vor der Weihnachtspause zieht der Rechtsschutzversicherer ARAG SE eine erste Bilanz für das Jahr 2025. Kurzum: Es lief gut. Für das sich zum Ende neigende Jahr kann das Unternehmen einen Meilenstein präsentieren, den man erst in einigen Jahren erwartet hätte. So geht der Versicherer davon aus, dass das Unternehmen im Jahr 2025 um 12,5% wachsen wird. Die Beitragseinnahmen werden vermutlich bei 3,14 Mrd. Euro liegen, nach 2,79 Mrd. Euro im Vorjahr. „Ursprünglich hatten wir uns diese Marke erst für 2030 vorgenommen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Dr. Renko Dirksen. In den vergangenen vier Jahren sei der ARAG Konzern um mehr als 50% gewachsen. Das vorzeitige Erreichen des Konzernziels habe mit dem Erwerb den englischen Rechtsschutzversicherers DAS UK zu tun, aber auch die Nachfrage nach den Produkten, vor allem in den Bereichen Rechtsschutz und Krankenversicherung, hält an.

Im Vergleich zwischen dem deutschen und dem internationalen Geschäft hat das nationale Geschäft im laufenden Jahr die Nase leicht vorn: Innerhalb Deutschlands verzeichnet der Versicherer ein Beitragswachstum von 13%, international erwartet man gut 12%.

Beim versicherungstechnischen Ergebnis erwartet sich der Konzern ein Plus von 21% gegenüber dem Vorjahr und wird bei 116 Mio. Euro liegen, bei der Combined Ratio erwartet der Versicherer ebenfalls einen positiven Trend: Sie wird bei ca. 88% liegen, im Vorjahr waren es 91%.

Das Kapitalanlageergebnis wird sich um 8,1% auf 148 Mio. Euro verringern. Bedingt sei dies durch währungsbedingte Abschreibungen und geringe Ausschüttungen aus Spezialfonds.

Leistungsfälle in Deutschland um 5% angestiegen

Deutlich angestiegen sind dagegen die Leistungsfälle im Bereich Rechtsschutz im Inland. Anfang November lag die Zahl der Leistungsfälle hier bei gut 650.000 – und damit 5% über dem Vorjahreswert. Den größten Unterstützungsbedarf sieht die ARAG dabei im Bereich Arbeit – hier stiegen die Fälle um 15,5% gegenüber dem Vorjahr – sowie Miete und Wohnen, wo die Leistungsfälle ein Plus von 11% verzeichneten.

Im Bereich Arbeitsrecht seien vor allem Kunden mit niedrigen und mittleren Einkommen etwas häufiger betroffen, obwohl die Fallzahlen auch bei Kunden in der höheren Einkommensgruppe anziehen. „Klar erkennbar ist, dass die angekündigten Kündigungswellen in der Automobilbranche und bei ihren Zulieferern beginnen“, berichtet Dirksen.

Im Mietrecht sehe man einen Anstieg aller relevanter Themen, wie etwa Nebenkosten, Mieterhöhungen, Kündigungen wegen Mietrückständen und Eigenbedarfskündigungen.

Liberalisierung der Rechtsberatung bleibt zentrales Thema

Ein Thema, das das Unternehmen ebenfalls im Jahr 2026 weiter verfolgen möchte, ist die Liberalisierung der Rechtsberatung. Das deutsche Anwaltsmonopol, das auf einer bald 65 Jahre alten Rechtsprechung beruht, habe „den Kontakt zur Lebenswirklichkeit verloren“.

In Großbritannien verfügt das Unternehmen über eine eigene Anwaltskanzlei, die ARAG Law. 80% aller Leistungsfälle wickelt das Unternehmen laut eigenen Aussagen über diese Kanzlei ab, lediglich 14% davon führen zu einem Gerichtsurteil. Das würde der Versicherer auch in Deutschland gerne so machen und betreibt seit mehren Jahren Lobbyarbeit hierfür – zuletzt hatte die Kampagne aber einen Rückschlag erlitten: Mitte Dezember des vergangenen Jahres hatte allerdings der Europäische Gerichtshof das Beteiligungsverbot von Finanzinvestoren an Rechtsanwaltskanzleien bestätigt. Das Unternehmen begrüße daher die Initiative der bayerischen Staatsregierung, die vor- und außergerichtliche Rechtsberatung zu liberalisieren und für Rechtsschutzversicherer zu öffnen. (js)

Lesen Sie auch : Rechtsschutz: Makler favorisieren diese Schadenregulierer
 

Versicherungskammer Bayern kooperiert mit Smart InsurTech

Die Versicherungskammer Bayern setzt auf den digitalen Maklermandatswechsel von Smart InsurTech. Damit ermöglicht der Versicherer seinen Vertriebspartnern ab sofort die automatisierte Übertragung von Beständen bei einem Betreuerwechsel.

Bei der Bestandsübertragung arbeitet die Versicherungskammer Bayern (VKB) nun mit der Smart InsurTech AG zusammen. Damit bietet der Versicherer Vertriebspartnern ab sofort die Möglichkeit, Bestände automatisiert zu übertragen, wenn ein Betreuerwechsel erfolgt. Mit dem Service der Smart InsurTech, der auf der BiPRO-Norm 490 basiert, lassen sich fremdbetreute Bestände direkt aus den eigenen Systemen digital in den eigenen Bestand übertragen.

„Was uns bei der Automatisierung von Prozessen antreibt, ist die Kombination aus höchster Servicequalität für unsere Vertriebspartner und Effizienz in den eigenen Arbeitsabläufen“, betont Michael Obermüller, Abteilungsleiter Servicecenter Betreuerwechsel bei der VKB. „Die Einführung der BiPRO-Norm 490 als Grundlage für die automatisierte Bestandsübertragung ist für unsere Digitalisierungsstrategie ein wichtiger Meilenstein. Damit können Bestandsübertragungen beim Wechsel des betreuenden Maklers per Klick über die eigenen Systeme veranlasst werden.“

Zeitersparnis durch Dunkelverarbeitung

Der neue Prozess ersetzt die bisher papier- und E-Mail-basierten Abläufe und die Dunkelverarbeitung sorgt für Zeitersparnis.

„Mit den automatischen Status-Updates und Eskalationsmöglichkeiten bei Unklarheiten entlastet die automatisierte Bestandsübertragung im Zuge des Maklermandatswechsels die Mitarbeitenden in der Verwaltung nachhaltig. Der transparente Prozess macht Nachfragen nahezu überflüssig. So gewinnen die Mitarbeitenden mehr Freiraum für andere Tätigkeiten“, unterstreicht Markus Niederreiner, CEO der Smart InsurTech AG.

Datenaustausch ohne Medienbrüche durch BiPRO-Standards

Die Verknüpfung der BiPRO-Norm 490 mit dem Transferservice (BiPRO-Norm 430) ermöglicht einen durchgängigen Datenaustausch ohne Medienbrüche. Wie die VKB weiter mitteilt, bleibt im Rahmen der Multikanalstrategie des Unternehmens der Datentransfer zusätzlich über E-Mail oder Website möglich.

„Wir werden die BiPRO-Integration weiter ausbauen“, erklärt Julia Hölzl-Umminger, Abteilungsleiterin im Maklermanagement der VKB. „Dazu zählen perspektivisch auch die automatisierte Änderung von Bankverbindungs- und Partnerdaten mit Hilfe der entsprechenden BiPRO-Normen und des Services von Smart InsurTech.“ (tik)

Weitere Meldungen rund um neue Services und Tools lesen Sie in der Rubrik „Software“.
 

Allianz Esa: Änderungen in der Geschäftsführung

Bei den drei Allianz Esa-Gesellschaften ändert sich die Geschäftsführung. Walter Szabados legt sein Amt nieder. Die operative Verantwortung übernehmen die verbleibenden Geschäftsführer Manfred Lau, Uwe Lübben, Ralph Reimesch und Stefan Volle. Zusätzlich kommt Roland Hamata dazu.

Zum 01.01.2026 wird es einen Wechsel an der Spitze der Allianz Esa-Gesellschaften geben. Diese Entscheidung hat Walter Szabados, Gründer und langjähriger Vorsitzender der Geschäftsführung der Allianz Esa GmbH, Esa EuroShip GmbH & Co. KG Underwriting for Shipping und Allianz Esa EuroShip GmbH, gemeinsam mit dem Vorstand der Allianz Versicherungs-AG getroffen. Szabados wird seine Geschäftsführer-Tätigkeit zum 31.12.2025 einvernehmlich niederlegen. Er soll die Allianz Esa-Gesellschaften weiterhin als Mitglied des Aufsichtsrats bzw. Beirats und als Berater begleiten.

Das ist die neue Führungsriege bei den Allianz Esa-Gesellschaften

Die operative Verantwortung liegt dann bei der verbleibenden Geschäftsführung um Manfred Lau, Uwe Lübben, Ralph Reimesch und Stefan Volle. Des Weiteren wird Roland Hamata mit Wirkung zum 01.01.2026 als Geschäftsführer für die Esa EuroShip GmbH & Co. KG Underwriting for Shipping und die Allianz Esa EuroShip GmbH bestellt, wie das Unternehmen mitteilt.

„Unter Szabados Führung haben sich die Gesellschaften von kleinen Anfängen zu führenden Anbietern in der Versicherung der Binnenschifffahrt und des Wassersports sowie in der Technischen Versicherung und der Transportversicherung entwickelt. Sein unternehmerisches Gespür, seine fachliche Expertise und seine Leidenschaft für Qualität und Kundennähe haben die Allianz Esa nachhaltig geprägt“, heißt es Ulrich Stephan, Firmen- und Maklervertriebsvorstand der Allianz Versicherungs-AG sowie Aufsichtsrats- bzw. Beiratsvorsitzender der Gesellschaften. (lg)

Bild: © Allianz Esa

News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.