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Unternehmensmeldungen

degenia bringt neue Hausratversicherung

Mit dem Tarif T26 aktualisiert degenia ihr Portfolio in der Hausratversicherung. Der neue Tarif verbindet bekannte Leistungsbausteine mit Komponenten rund um Nachhaltigkeit, Eigentumsschutz und digitale Risiken. In der optimum-Variante bietet der T26 beitragsfreie Mitversicherung unbenannter Gefahren.

degenia hat einen neuen Hausrattarif im Angebot. Unter dem Leitmotiv „sicher wohnen, sicher online“ kombiniert der neue Tarif T26 bekannte Leistungsbausteine mit Absicherung rund um Nachhaltigkeit, Eigentumsschutz und digitale Risiken. Der Hausratversicherung liegt ein durchgeschriebenes Bedingungswerk zugrunde, das die Leistungen transparent darstellt und Vermittlern sowie Kunden zusätzliche Orientierung bieten soll, wie degenia mitteilt.

Der neue Tarif bietet beitragsfreie Mitversicherung unbenannter Gefahren in der optimum-Variante. Somit lassen sich auch Schäden abdecken, die nicht ausdrücklich in den Versicherungsbedingungen benannt bzw. ausgeschlossen sind. In den Tarifen premium und optimum entfällt die Mindestwindstärke bei Sturmschäden. Zudem sind im Versicherungsschutz Brand, Blitzschlag sowie Sturm und Hagel auf dem Versicherungsgrundstück enthalten.

Balkonkraftwerke mitversichert

Nachhaltigkeit ist eine feste Komponente des T26. Balkonkraftwerke sind in allen drei Tarifvarianten classic, premium und optimum beitragsfrei mitversichert, in der Variante optimum außerdem auch E-Ladestationen. Darüber hinaus sind in den Varianten premium und optimum die Mehrkosten für energetisch modernisierte Haushaltsgeräte berücksichtigt. Der Diebstahl von Balkonkraftwerken ist im optimum eingeschlossen.

Absicherung bei Naturgefahren

Bei Einschluss der „Weiteren Elementargefahren“ bietet der T26 beitragsfreien Versicherungsschutz für Nässeschäden durch Witterungsniederschläge (Regen- oder Schmelzwasser) im optimum-Tarif sowie für weitere Naturgefahren auf dem Versicherungsgrundstück in den Tarifen premium und optimum. Zum Leistungsumfang der optimum-Variante zählt zudem eine beitragsfreie Konditionsdifferenzdeckung.

Service und Cyber als optionale Zusatzbausteine

Der neue Tarif lässt sich durch zwei neue optionale Zusatzbausteine erweitern: Zum einen ein Haus- und Wohnungsschutzbrief für schnelle organisatorische Unterstützung bei Notfällen im Haushalt wie etwa Schlüsseldienst, Rohr- und Elektroservice, Heizungs-Installateur, Schädlingsbekämpfung etc., und zum anderen ein Cyber-Paket zum Schutz bei Online-Betrug, Identitätsmissbrauch und weiteren digitalen Risiken. Beide Bausteine sind in den Tarifvariantenen premium und optimum verfügbar. (tik)

News zu weiteren neuen Produkten und Anpassungen finden Sie in unserer Rubrik Assekuranz.
 

Eva Stichler wird Geschäftsführerin bei Funk-Tochter

Eva Stichler wurde zum 01.01.2026 in die Geschäftsführung der Tochterfirma Funk Hospital-Versicherungsmakler GmbH berufen. Ihre Aufgabe wird es u. a. sein, die vertriebliche Ausrichtung des Spezialmaklers weiter zu schärfen und die strategische Beratung von Kunden im Segment Heilwesen voranzutreiben.

Die Funk Hospital-Versicherungsmakler GmbH hat eine neue Geschäftsführerin: Eva Stichler hat den Posten zum 01.01.2026 bei der Funk-Tochterfirma übernommen. In ihrer neuen Rolle soll die 54-Jährige die vertriebliche Ausrichtung des Spezialmaklers weiter schärfen und insbesondere die strategische Beratung von Kunden im Segment Heilwesen vorantreiben, teilt das Unternehmen mit.

Stichler ist gelernte Versicherungskauffrau, Versicherungsfachwirtin und Betriebswirtin. Sie bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Gewinnung und strategischen Betreuung großer Krankenhausbetriebe und Trägergesellschaften mit. Bevor sie Anfang 2025 als Mitglied der Geschäftsleitung zu Funk Hospital-Versicherungsmakler ins Stammhaus von Funk nach Berlin wechselte, war u. a. bei Dr. Schmitt Versicherungsmakler und Marsh Medical Consulting tätig. Ihre besondere Expertise liege laut Funk im Segment strategischer Risikotransfermodelle und insbesondere der Entwicklung von Heilwesenhaftpflicht- und Risikomanagementkonzepten.

Die Geschäftsführung der Funk Hospital-Versicherungsmakler GmbH besteht nun aus Dr. Alexander Klein, Dario Koch, Mathias Lenschow, Bernhard C. Schwanke, Eva Stichler und Johann Ulferts. (lg)

Bild:© Funk Gruppe

 

MRH Trowe übernimmt TravelProtect

Die German Underwriting GmbH, in der MRH Trowe seine Assekuradeure steuert, hat 100% der Anteile an der TravelProtect GmbH erworben. Das in Würzburg ansässige Unternehmen ist als Assekuradeur auf den Online-Vertrieb von Reiseversicherungen spezialisiert.

Die German Underwriting GmbH, in der MRH Trowe seine Assekuradeure bündelt, hat die Anteile des Gründers Jan Röhrle und der Geschäftsführerin Pia Röhrle sowie der Versicherungsgruppe die Bayerische an der TravelProtect GmbH gekauft. Das Unternehmen mit Sitz in Würzburg agiert als Assekuradeur mit Schwerpunkt auf dem Online-Vertrieb von Reiseversicherungen für Privatkunden. Das Portfolio reicht von Standard-Reiseversicherungen bis zu Premium-Lösungen inklusive Auslandsreisekrankenschutz und umfassenden Deckungsleistungen. Pia Röhrle bleibt weiterhin Geschäftsführerin und leitet das Unternehmen. Die langfristige Partnerschaft mit der Bayerischen im Travel-Segment soll fortgesetzt werden.

MRH Trowe stärkt Assekuradeur-Geschäftsfeld im Bereich Touristik

Durch die Übernahme will MRH Trowe das Kompetenzfeld als Assekuradeur für touristische Versicherungslösungen stärken. Mit der TAS Touristik Assekuranz-Service GmbH und der mdt travel underwriting GmbH verfügt MRH Trowe bereits über Expertise in der Touristik. TAS und mdt konzentrieren sich auf Lösungen für den gewerblichen Bereich und Reiseveranstalter, wohingegen TravelProtect vor allem für die Online-Sales-Kompetenz in diesem Geschäftsfeld stehe, wie es in der der Pressemitteilung dazu heißt.

„Durch den Fokus auf den Online-Abschluss von Reiseversicherungen für Privatkunden über Vergleichsportale und den Eigenvertrieb über die Website ist die TravelProtect GmbH eine ideale Ergänzung für unsere bestehenden Aktivitäten im Bereich Travel“, erklärt Lars Mesterheide, Mitglied des Boards von MRH Trowe.

Für die Kunden und die Mitarbeitenden habe die Transaktion keine Auswirkungen, wie das Unternehmen mitteilt. Über Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. (tik)

Lesen Sie auch: MRH Trowe erwirbt vier weitere Maklerunternehmen
Weitere Meldungen über Kooperationen, Zusammenschlüsse und Neuerung bei Maklerhäusern gibt es in der Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

Ammerländer baut Vertrieb um

Die Ammerländer stellt ihren Vertrieb neu auf. Künftig trennt der Versicherer zwischen Makler- und Kooperationsvertrieb. Im Maklervertrieb, der Makler, Verbünde, Pools sowie Konsolidierer umfasst, setzt die Ammerländer auf eine dezentralere Struktur. Die Leitung des Maklervertriebs übernimmt Kai Preuss.

Die Ammerländer Versicherung richtet ihren Vertrieb neu aus. Nachdem im vergangenen Jahr strategische Weichen gestellt wurden, stehe 2026 ganz im Zeichen der strukturellen Neuausrichtung, wie das Unternehmen mitteilt. Künftig trennt die Ammerländer zwischen Maklervertrieb und Kooperationsvertrieb. Zum Maklervertrieb gehören Makler, Verbünde, Maklerpools sowie Konsolidierer. Der Maklervertrieb ist laut Ammerländer mit mehr als 50% derzeit der stärkste Kanal des Versicherers. „Hier setzen wir auf eine deutlich dezentralere Struktur und verstärken das Team mit regionalen Maklerbetreuer*innen. Unser Ziel ist es, noch näher an den Partner*innen zu sein und Bedürfnisse und Veränderungen noch schneller wahrzunehmen und uns daran anzupassen“, erklärt Christian Buschkotte, Vorstand Vertrieb bei der Ammerländer. Kai Preuss wird den Maklervertrieb leiten.

Der Kooperationsvertrieb umfasst Vergleichsplattformen, digitale Versicherungsmanager sowie Struktur- und Multikanalvertriebe. Er macht derzeit rund ein Drittel des Vertriebsgeschäftes der Ammerländer aus. Die Verantwortung dieses Bereichs übernimmt künftig Christian Wagner. Er fungiert als bundesweiter Ansprechpartner für die dort angesiedelten Partner.

„Wir wollen unsere Kunden- und Maklerzufriedenheit durch eine gute digitale Infrastruktur mit einem hohen Automatisierungsgrad sowie durch gute Erreichbarkeit, Schnelligkeit und Transparenz weiter ausbauen“, so Buschkotte weiter. Diese Themen verantwortet der Bereich „Steuerung und Partnermanagement“, der von Bernd Timmermann geleitet wird.

Neben dem Makler- und Kooperationsvertrieb will sich die Ammerländer künftig auch dem Direkt- und Affiliatevertrieb stärker widmen und diese Kanäle ausbauen. (tik)

Im Bild oben v.l.n.r.: Christian Buschkotte, Bernd Timmermann, Kai Preuss, Reiner Ihnken, Christian Wagner; © Ammerländer

News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche finden Sie in der Rubrik „Personen“.
 

Wechsel in der Geschäftsführung der KlinikRente

KlinikRente, das Versorgungswerk für Einrichtungen im Gesundheitswesen, hat seine Führungsspitze neu aufgestellt. Seit Jahresbeginn ist Adrian Santoro neuer Geschäftsführer. Er folgt auf Hubertus Mund, der dem Versorgungswerk künftig als Senior Berater verbunden bleibt.

Zum 01.01.2026 hat Adrian Santoro die Geschäftsführung des Versorgungswerks für Einrichtungen im Gesundheitswesen übernommen. Der 47-Jährige tritt damit die Nachfolge von Hubertus Mund an, der KlinikRente über viele Jahre aufgebaut und geprägt hat. Mund begleitet die Übergabe und bleibt dem Versorgungswerk künftig als Senior Berater verbunden. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, erfolge der Geschäftsführerwechsel bewusst als Staffelstabübergabe. Erfahrung und gewachsene Strukturen würden erhalten bleiben, gleichzeitig werde Weiterentwicklung des Versorgungswerks konsequent fortgeführt.

Santoro ist seit mehreren Jahren in verantwortlicher Funktion für KlinikRente als Direktor Vertrieb tätig. In dieser Rolle hat er die Entwicklung des Versorgungswerks entscheidend mitgestaltet, die Zusammenarbeit mit Partnern weiter ausgebaut und die Positionierung im Markt gestärkt. Der 47-Jährige hat umfassende Erfahrung in der betrieblichen Altersversorgung. Unter anderem als Betriebswirt bAV und ausgewiesener Branchenexperte war er zuvor in verschiedenen Positionen bei Allianz und Swiss Life tätig. (tik)

News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © KlinikRente

 

Andreas Brunner ist neuer VEMA-Vorstandsvorsitzender

Andreas Brunner hat das Amt des Vorstandsvorsitzenden der VEMA übernommen. Er folgt in dieser Position auf Hermann Hübner, der nach vielen Jahren an der Spitze der Maklergenossenschaft seinen Ruhestand angetreten hat. Brunner ist bereits seit dem Jahr 2003 Vorstand der VEMA.

Die Staffelübergabe bei der VEMA ist wie angekündigt vollzogen: Mit Andreas Brunner hat die Maklergenossenschaft einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Brunner hat den Posten von Hermann Hübner übernommen. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Hübner hatte sich im November 2025 in den Ruhestand verabschiedet (AssCompact berichtete).

Brunner ist bereits seit Mitte Mai 2003 Vorstand der VEMA und war zuvor im Herbst 2002 Teil des Aufsichtsrats geworden. In den vergangenen 22 Jahren hat er zusammen mit seinem Vorgänger Hermann Hübner die Entwicklung der VEMA vorangetrieben, darunter auch die VEMA-Akademie. Sie wird weiterhin zum Zuständigkeitsbereich von Brunner gehören, ebenso wie der Vertrieb, das Backoffice, der Unternehmermarktplatz, der Motormarkt und das Konferenzzentrum, die alle am Standort Karlsruhe angesiedelt sind.

Wie die Maklergenossenschaft weiter mitteilt, sei es Brunner in der neuen Position ein wichtiges Anliegen, die Werte seines Vorgängers Hermann Hübner fortzuführen und in seiner Arbeit zu leben. So bilden Ehrlichkeit, Transparenz, Menschlichkeit und Bodenständigkeit die Grundlage seines Handelns. Sehr wichtig sei ihm die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Vorstandskollegen Dr. Johannes Neder, der für Produktmanagement, Marketing, Finanzen und Personal verantwortlich zeichnet, und Thomas Hirsch, dem IT-Vorstand. (tik)

Lesen Sie auch dieses Interview: „Wenn wirtschaftliche Vorgaben dominieren, ist neutrale Beratung gefährdet“
News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche finden Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © VEMA

 

Das sind die größten Risiken für Unternehmen

Was bereitet Unternehmen in Deutschland und der Welt momentan die größten Sorgen? Welche sind ihrer Meinung nach die schlimmsten Risiken, die aktuell für die Betriebe bestehen? Im Allianz Risk Barometer 2026 rücken mit neuen Entwicklungen auch neue Risiken weiter vor, andere Gefahren scheinen weiterhin nicht an Größe zu verlieren.

Die Meldungen im Jahr 2025 waren geprägt von KI, Cybervorfällen, Naturkatastrophen, aber auch bereits vollzogenen oder anstehenden politischen „Beben“, die die Weltgemeinschaft stark verändern könnten. Da läge es nahe, wenn auch die im Allianz Risk Barometer befragten Unternehmen, die je nach Branche mehr oder weniger von diesen Entwicklungen betroffen sind, sich besonders viele Gedanken um solche Themen machten. Doch welche sehen sie als die größte Gefahr für ihr Unternehmertum?

Platz 5 bis 10 im weltweiten Ranking

In die globalen Top 5 schaffen es noch die Naturkatastrophen, gefolgt von Klimawandel auf Platz 6. Platz 7 geht an politische Risiken und Gewalt. Auf Platz 8 liegen global die makroökonomischen Entwicklungen, Platz 9 belegt – zumindest je nach Branche – eine ganz konkrete Gefahr für Unternehmen: Feuer und Explosionen. Und auch die Marktentwicklungen schaffen es noch in die globale Top 10 im Jahr 2026: auf Platz 10.

Platz 4: Wozu zunehmender Protektionismus führen könnte

Gesetzes- und Regulierungsänderungen – einschließlich Handelszöllen – liegt weltweit auf Platz 4. Hier ist besonders interessant, dass sich die Prozentzahl der Befragten erhöht hat, die dieses Risiko nennen. Die Allianz führt dies auf die Sorge vor zunehmendem Protektionismus zurück. 51% der Befragten glauben übrigens, eine Lähmung der globalen Lieferketten aufgrund eines geopolitischen Konflikts wäre das wahrscheinlichste „black-swan“-Szenario, das in den nächsten fünf Jahren auftreten könnte. In Deutschland kommt die Sorge vor Änderungen in Gesetzgebung und Regulierung sogar auf Platz 3, also noch weiter vorn im Ranking.

Betriebsunterbrechungen nicht mehr unter den zwei größten Risiken weltweit

29% der Befragten stufen Betriebsunterbrechungen als größte Gefahr ein. Das ist Platz 3 im internationalen Ranking. Doch zum ersten Mal überhaupt gehören Betriebsunterbrechungen nicht mehr zu den beiden größten Risiken weltweit, wie die Allianz anmerkt. Allerdings bleiben sie ein wichtiges Thema, da sie oft als Folge anderer Risiken auftreten. In Deutschland liegen Betriebsunterbrechungen noch weiter vorne. Mit 40% landen sie hierzulande auf Platz 2.

KI – Risiko oder Chance für die Branchen? Oder beides?

Den größten Sprung in der diesjährigen globalen Rangliste macht die künstliche Intelligenz. Hatte es die KI im Vorjahr noch knapp in die Top 10 auf Platz 10 im internationalen Ranking geschafft, ist sie nun in die Spitzengruppe der globalen Unternehmensrisiken aufgestiegen. Im Jahr 2026 belegt KI mit 32% Platz 2. Sie wird in allen Regionen als ein wichtiger Faktor gesehen. In Europa landet KI auf Platz 3, in Deutschland mit 26% auf Platz 4. Auch stellt sie sich laut Allianz für Unternehmen jeder Größe als wachsendes Risiko dar: KI ist nun bei großen, mittleren und kleinen Unternehmen in den Top 3. Doch woher kommt das?

Da die Einführung von KI immer schneller voranschreitet und die Technologie immer tiefer in das Kerngeschäft eingebettet werde, erwarten die Befragten eine Zunahme der KI-bezogenen Risiken, insbesondere im Hinblick auf Haftungsfragen, so die Allianz. Die rasante Verbreitung generativer KI-Systeme in Verbindung mit ihrer zunehmenden Nutzung in der Praxis habe das Bewusstsein dafür geschärft, wie stark Unternehmen diesen Risiken ausgesetzt seien. Trotzdem meint rund die Hälfte der Befragten, dass KI ihrer Branche mehr Vorteile als Risiken bringen wird. Ein Fünftel ist gegenteiliger Meinung.

Einführung von KI oft schneller als Governance und Unternehmenskultur

„Unternehmen sehen KI zunehmend nicht nur als eine leistungsstarke strategische Chance, sondern auch als eine komplexe Quelle für operative, rechtliche und Reputationsrisiken. In vielen Fällen schreitet die Einführung schneller voran, als Governance, Regulierung und Unternehmenskultur mithalten können“, so Ludovic Subran, Chefökonom der Allianz. „2026 werden immer mehr Unternehmen versuchen den Einsatz von KI auszuweiten. Sie werden sich vermehrt mit Problemen hinsichtlich der Systemzuverlässigkeit, Datenqualität, Integrationshürden und dem Mangel an qualifizierten Fachkräften konfrontiert sehen.“ Gleichzeitig entstünden neue Haftungsrisiken im Zusammenhang mit automatisierten Entscheidungsprozessen, voreingenommenen oder diskriminierenden Modellen, dem Missbrauch geistigen Eigentums und der Ungewissheit darüber, wer haftet, wenn durch KI generierte Ergebnisse Schaden verursachen, sagt Subran.

Platz 1: Das größte Risiko für Unternehmen – weltweit und in Deutschland

Auf Platz 1 finden sich im Jahr 2026 nun schon zum fünften Mal in Folge Cybervorfälle als das weltweit größte Risiko. Mit 42% landen sie im internationalen Ranking mit Abstand auf dem vordersten Rang und sind damit das Top-Risiko. Zudem ist dies der höchste jemals erreichte Wert. Im Ranking für Deutschland liegen Cybervorfälle mit 52% prozentual sogar noch weiter vorne. Darüber hinaus stehen Cyberrisiken in jeder Region der Welt – das heißt Amerika, Asien-Pazifik, Europa sowie Afrika und Naher Osten – an erster Stelle, wie die Allianz mitteilt.

Warum schon zum fünften Mal in Folge?

Die anhaltende Spitzenplatzierung im Allianz Risk Barometer spiegele die zunehmende Abhängigkeit von digitaler Technologie in einer Zeit wider, in der sich die Cyberbedrohungslandschaft sowie das geopolitische und regulatorische Umfeld rasch verändern, heißt es weiter. Die anhaltende Bedrohung für Unternehmen aller Größen wird auch durch die jüngsten prominenten Cyberangriffe deutlich. Kleine und mittelgroße Firmen geraten vor allem aufgrund fehlender Ressourcen für Cybersicherheit zunehmend ins Visier von Kriminellen und stehen unter massivem Druck, so die Allianz.

Doch vollkommen ausgeliefert sind Unternehmen auch dieser Bedrohung nicht. Michael Bruch, Global Head of Risk Consulting Advisory Services bei Allianz Commercial, weist darauf hin, dass die Investitionen großer Unternehmen in Cybersicherheit und Resilienz sich ausgezahlt hätten. Diese Investitionen sorgten dafür, dass die Unternehmen Angriffe frühzeitig erkennen und darauf reagieren können, sagt er. „Allerdings entwickeln sich Cyberrisiken ständig weiter. Unternehmen sind zunehmend auf Drittanbieter für kritische Daten und Dienste angewiesen, während KI die Bedrohungen verstärkt, die Angriffsfläche vergrößert und bestehende Schwachstellen noch verschärft“, so Bruch.

Top 10: Die größten Risiken für Unternehmen in Deutschland

 

Das sind die größten Risiken für Unternehmen

 

Im Ranking für Deutschland bleiben die Plätze 1 und 2 unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Änderungen in Gesetzgebung und Regulierung sind jedoch neu auf Platz 3. Dies könnte der Allianz zufolge ein Hinweis auf bürokratische Pflichten für Unternehmen und regulatorische Unsicherheiten sein. KI ist übrigens ganz neu im Ranking vertreten. „Überraschend“ nennt die Allianz, dass politische Risiken und Gewalt gegenüber dem Vorjahr von Platz 6 auf 10 fallen, und zwar vor dem Hintergrund zahlreicher politisch motivierter Anschläge in Deutschland, z. B. auf die Bahn-Infrastruktur oder kürzlich in Berlin. In der nebenstehenden Grafik sind die zehn größten Risiken für Unternehmen in Deutschland aus dem Allianz Risk Barometer 2026 aufgelistet.

Über das Allianz Risk Barometer 2026

Für das Allianz Risk Barometer 2026, das von Allianz Commercial in Zusammenarbeit mit anderen Allianz-Einheiten erstellt wird, sind über 3.300 Teilnehmende, u. a. Risikoexperten, aus 97 Ländern nach ihren Top-Unternehmensrisiken befragt worden. (lg)

Grafik: © Allianz Commercial

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MRH Trowe bündelt Service für Auto-/Landmaschinenhandel

MRH Trowe hat die Expertise für die Bereiche Automobil-, Landmaschinen- und Baumaschinenhandel unter einem Dach zusammengeführt. In der ASV MotorSecure GmbH sind künftig die ASV Assekuranz-Service NRW Versicherungsmakler GmbH und Autohaus-Spezialisten von MRH Trowe vereint.

In der ASV MotorSecure GmbH hat das Makler- und Beratungshaus MRH Trowe Anfang des Jahres die bisherige ASV Assekuranz-Service NRW Versicherungsmakler GmbH aus Mönchengladbach und den Autohausbereich von MRH Trowe Stuttgart vereint. Damit soll der Versicherungsservice für die Zielmärkte Automobil-, Landmaschinen- und Baumaschinenhandel in einer hoch spezialisierten Einheit gebündelt werden, die Kunden individuell betreut.

ASV MotorSecure stellt Autohäusern sowie dem Land- und Baumaschinenhandel branchengerechte Gesamtlösungen bereit. Zum Angebot zählen Versicherungen, strukturiertes Risikomanagement sowie spezialisierte Konzepte. Unter den rund 900 Bestandskunden befinden sich Autohäuser und Kfz-Werkstätten sowie Betriebe der Land- und Bautechnik. Das Unternehmen arbeitet mit mehreren Branchenverbänden zusammen.

„Mit ASV MotorSecure bündeln wir zwei spezialisierte Einheiten zu einer starken Plattform. Für unsere Kunden bedeutet das: klare Ansprechpartner, effiziente Prozesse und Lösungen, die exakt auf die Anforderungen von Autohaus und LandBauTechnik zugeschnitten sind – bundesweit und mit einem konsequenten 360-Grad-Blick“, erklärt ASV-Geschäftsführer Olav Schirm.

„Die neue Einheit verbindet Spezialisierung und über 25 Jahre Erfahrung aus zwei starken Bereichen. Als MRH Trowe Stuttgart (ehemals Advertum) bringen wir tiefes Branchen-Know-how ein, das in Kombination mit ASV eine bundesweit schlagkräftige Betreuung mit echtem Mehrwert bietet“, betont Ilona Nitsche, Mitglied der Geschäftsleitung der ASV MotorSecure GmbH. (tik)

Lesen Sie auch: MRH Trowe erwirbt vier weitere Maklerunternehmen
Weitere Meldungen über Kooperationen, Zusammenschlüsse und Neuerung bei Maklerhäusern gibt es in der Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

Alexander Arias wird neuer CEO bei Berkley Deutschland

Ab dem 01.03.2026 hat Berkley Deutschland einen neuen CEO: Den Posten übernimmt Alexander Arias. Interimistisch leitet Florian Eisele das deutsche Geschäft seit August 2025.

Mit Wirkung zum 01.03.2026 wird Alexander Arias neuer Chief Executive Officer für Berkley Deutschland. Dazu berufen wurde er von der W.R. Berkley Europe AG. Arias wir Nachfolger von Florian Eisele, Head of Specialties Europe. Dieser leitet das deutsche Geschäft seit August 2025 zusätzlich zu seiner regionalen Verantwortung interimistisch.

Arias bringt langjährige Führungserfahrung in der nationalen wie internationalen Versicherungswirtschaft mit, teilt Berkley mit. Sein Fokus liegt auf der Gewerbe- und Industrieversicherung. Zuletzt, heißt es weiter, hatte der studierte Betriebswirt die Verantwortung für die digitale Transformation und die strategische Weiterentwicklung eines Multi-Line-Assekuradeurs in Deutschland. Davor war er bei namhaften Versicherungsunternehmen in Deutschland tätig. (lg)

Bild: © Berkley

 

LV 1871 aktualisiert Berufsunfähigkeitsversicherung

Die LV 1871 hat zum Jahreswechsel ihre Berufsunfähigkeitsversicherung Golden BU angepasst. Dabei liegt der Fokus auf Menschen in Kammerberufen sowie jungen Zielgruppen. Unter anderem bietet der Versicherer für sie günstigere Beiträge sowie höhere Absicherungsmöglichkeiten zu Vertragsbeginn.

Die Lebensversicherung von 1871 a. G. München (LV 1871) hat zum Jahreswechsel ihrer Berufsunfähigkeitsfähigkeitsversicherung Golden BU ein Update verpasst. Besonders im Fokus stehen dabei Kammerberufe und junge Zielgruppen.

Das Update lässt Kunden ihre Absicherung flexibel an steigende Einkommen, höhere Lebenshaltungskosten oder neue Lebensphasen anpassen. Unter anderem ist künftig die vereinfachte Risikoprüfung auch mit einer Dynamik von 4 bzw. 5% möglich. Obergrenzen für Nachversicherungen wurden deutlich angehoben und gleichzeitig in transparente Cluster gegliedert, was laut dem Versicherer den Beratungsprozess für Makler wesentlich vereinfacht.

Sinkende Beiträge für viele Kammerberufe

Auch die Absicherungsgrenzen beim Abschluss für Schüler, Auszubildende und Studierende hat der Versicherer erhöht. Für Schüler der gymnasialen Oberstufe beispielsweise liegt sie jetzt bei 1.800 Euro, 300 Euro höher als bisher.

Im Rahmen der vereinfachten Risikoprüfung für junge Leute bis 35 Jahre können für viele Berufe nun höhere BU-Rente abgeschlossen werden. Gleichzeitig sinken die Beiträge für zahlreiche Kammerberufe um rund 5%, für einige Ärzte und Architekten sogar um bis zu 10%. Auch für Studierende späterer Kammerberufe gelten günstigere Zahlbeiträge.

Auch für Makler lohnt es sich, Kammerberufe und Studierende besonders im Auge haben, so der Versicherer. „Sie müssen früh vorsorgen und werden später oft deutlich höhere Einkommen erzielen“, so Laura Sinner, Biometrie-Expertin der LV 1871. (js)

News zu weiteren neuen Produkten und Anpassungen finden Sie in unserer Rubrik Assekuranz.