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ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G.

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Ein ganzheitlicher Beratungsansatz für bAV, bKV und bAKS

Die moderne Firmenkundenberatung geht über den reinen Produktverkauf hinaus hin zu einer umfassenden Beratung in allen relevanten Aspekten. Für die ALH Gruppe gehören zu einem ganzheitlichen Versorgungskonzept deshalb die drei „Puzzlesteine“ bAV, bKV und bAKS.

<h5>Interview mit Frank Kettnaker, Vorstand Vertrieb und Marketing der ALH Gruppe, Christian Häsch, Bereichsleiter dezentraler Vertrieb der Alte Leipziger Lebensver­sicherung, und Sascha Marquardt, Leiter Kompetenzcenter Firmenkunden der Hallesche Krankenversicherung</h5><h5>Die Alte Leipziger ist ein relevanter Player im bAV-Markt und die Hallesche im bKV-Markt. Bei der Einführung der bKV gab es dann aber doch eine längere Anlaufphase. Nun rückt immer mehr die betriebliche Arbeitskraftabsicherung in den Fokus. Welche Erfahrungen nehmen Sie dafür aus den beiden erstgenannten Bereichen mit?</h5><p><b>Frank Kettnaker</b> Wir sehen die betriebliche Arbeitskraftabsicherung als integralen Bestandteil unseres ganzheitlichen Beratungsansatzes für die betriebliche Versorgung. Das mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, doch in der Praxis zeigt sich, dass Kunden genau diesen Ansatz sowie ein dynamisch erlebbares Versorgungskonzept suchen. Die resultierende Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden ist entscheidend dafür, im Fachkräftewettbewerb qualifizierte Mitarbeiter zu binden und neue Talente zu gewinnen.</p><p><b>Christian Häsch</b> Die betriebliche Arbeitskraftabsicherung ist somit neben bAV und bKV ein substanzielles Puzzlestück auf dem Weg zum attraktiven Arbeitgeber. Die moderne Firmenkundenberatung geht über den reinen Produktverkauf hinaus hin zu einer umfassenden Beratung in allen relevanten Aspekten. Uns ist bewusst, dass sich dieser ganzheitliche Ansatz am Markt erst etablieren muss.</p><h5>Warum sollte sich der Arbeitgeber eigentlich auch noch um die Arbeitskraftabsicherung seiner Mitarbeiter kümmern?</h5><p><b>CH</b> Wenn ein Arbeitgeber ein ganzheitliches Versorgungskonzept inklusive betrieblicher Arbeitskraftabsicherung anbietet, signalisiert er gegenüber seinen Mitarbeitenden, dass ihm deren persönliches Wohlergehen und finanzielle Sicherheit wichtig sind. Das kann wiederum die Mitarbeiterbindung deutlich stärken.</p><h5>Und warum sollte ein Arbeitnehmer darauf eingehen? Es gibt durchaus ein paar steuerliche Aspekte und Portabilitätsfragen.</h5><p><b>CH</b> Im Rahmen der bAV sprechen wir oft über vergünstigte Gruppentarife und eine vereinfachte Risikoprüfung. In aller Regel beteiligt sich der Arbeitgeber am Beitrag. Zudem mindert die Steuerfreiheit in der Ansparphase die monatliche Belastung für den Arbeitnehmer. Erst im Leistungsfall wird die Leistung versteuert. Eine offene Kommunikation mit dem Arbeitnehmer und die Absicherung höherer Leistungen ist Voraussetzung dafür, dass es im Leistungsfall zu keinem Nachteil für den Arbeitnehmer kommt.</p><p>Auch in Bezug auf die Portabilität hat der Gesetzgeber viele Möglichkeiten geschaffen. Wenn eine Übertragung auf den neuen Arbeitgeber nicht möglich ist, kann der Arbeitnehmer den bestehenden Vertrag privat fortführen und weiterhin von den vergünstigten Gruppenkonditionen profitieren. Wenn der Vertrag nach Ausscheiden auf den Arbeitnehmer übertragen wurde, kann er die Überschüsse auch zur Beitragsreduzierung nutzen.</p><p><b>Sascha Marquardt</b> In der bKV gibt es die Portabilität hin zu einem anderen Arbeitgeber (noch) nicht. Betrachtet man den steuerlichen Aspekt, so kann ein Arbeitgeber seiner Belegschaft die bKV in den meisten Fällen über den Sachbezug bis 50 Euro steuerfrei zukommen lassen. Das ist für Firmenkunden sehr lukrativ.</p><h5>Für welche Berufe und Branchen ist die betriebliche Arbeitskraftabsicherung besonders interessant?</h5><p><b>FK</b> Eine besonders hohe Relevanz hat eine betriebliche Arbeitskraftabsicherung in Berufen, denen der Zugang zu einer privaten Absicherung zu kostspielig oder gar nicht möglich ist. Auch Personen mit Vorerkrankungen profitieren von vereinfachten Risikoprüfungen in der betrieblichen Arbeitskraftabsicherung – idealerweise mit finanzieller Beteiligung des Arbeitgebers. Insgesamt steigt jedoch in allen Branchen und Berufsbildern das Risiko von psychischen Erkrankungen und somit auch das Ausfallrisiko von Mitarbeitenden für den Arbeitgeber.</p><h5>Welche zentralen Kundenwünsche stehen in der Firmenkundenberatung im Fokus? Letztlich müssen Arbeitgeber, Arbeitnehmer und sagen wir im speziellen Fall auch der Versicherungsmakler zufrieden sein.</h5><p><b>FK</b> Firmenkunden wünschen sich einfache, verständliche und individuell ausgerichtete Versorgungskonzepte mit einer guten Kommunikationsstrategie und wenig Eigenaufwand.</p><p>Der Einsatz von digitalen Tools ist deshalb inzwischen ein entscheidender Erfolgsfaktor. Dafür arbeitet die ALH Gruppe mit marktführenden Anbietern zusammen. Ziel ist, jedem Firmenkunden das passende Tool anbieten zu können. Auch bei der Verwaltung der Versorgung sind wir mit eigenen Systemen und Kooperationen bestens aufgestellt und entwickeln uns stetig weiter.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||Welche Produktlösungen werden im Firmensegment nachgefragt?--><h5>Welche Produktlösungen werden im Firmensegment nachgefragt?</h5><p><b>SM</b> In der bKV sind es hauptsächlich unsere Budgettarife FEELfree. Je nach Produktlinie bieten wir ein Gesundheitsbudget, das bei Nutzung steigt oder, neu seit Jahresbeginn, die Integration von Vorsorgeunter­suchungen und Schutzimpfungen im Angebot hat. Aber auch Produkte für den stationären Klinikaufenthalt sind weiterhin sehr beliebt.</p><p><b>CH</b> Im Rahmen der bAV spielen moderne fondsgebundene Tarife mit entsprechender Flexibilität und einer gewissen Einfachheit die wichtigste Rolle. In der betrieblichen Arbeitskraftabsicherung ist es die bewährte Berufsunfähigkeitsversicherung. Allerdings gewinnt die Absicherung der Grundfähigkeit zunehmend an Bedeutung.</p><h5>Immer noch gibt es bei Arbeitgebern Vorbehalte gegen die bAV, zum Beispiel zu viel Administra­tion und Haftung. Wie lassen sich diese Vorbehalte entkräften?</h5><p><b>CH</b> Die Digitalisierung der Prozesse sowohl im Vertragsabschluss als auch in der Verwaltung sorgt für weniger Administrationsaufwand und höhere Qualität der Prozessdokumentation. Auch mögliche Fehlerquellen in der Beratung, beim Abschluss und während der Vertragslaufzeit können damit reduziert werden. Neben dem Einsatz digitaler Tools spielen Berater und Vermittler eine zentrale Rolle in der Kommunikation zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Versicherer.</p><p><b>FK</b> Die Begleitung im Anbahnungsprozess sowie die fortlaufende Betreuung sind hier wesentliche Punkte, um Haftungsrisiken und Verwaltungsaufwände so weit wie möglich zu reduzieren. Die ALH Gruppe bietet in jeder Phase vollumfängliche Unterstützung an – egal ob durch Spezialisten vor Ort oder dezentrale Vertriebseinheiten.</p><h5>Und wie können die Arbeitnehmer in der Breite am besten erreicht werden?</h5><p><b>SM</b> Moderne Kommunikationswege durch Apps, digitale Tools und Benefit-Portale sowie die Nutzung aller verfügbaren Medien sind entscheidend in der Kommunikation mit dem Arbeitnehmer, und das gerne in mehreren Sprachen. Auch Belegschaftsveranstaltungen in Präsenz sind und bleiben ein zentraler Kommunikationsweg. Schlussendlich muss individuell geprüft werden, wie das Unternehmen aufgestellt ist und welche Kommunikationswege die richtigen sind.</p><h5>Kann die Fürsorge des Arbeitgebers auch im Sinne von ESG verstanden werden? Und wie nachhaltig sind die Produkte selbst?</h5><p><b>FK</b> Mit bAV, bKV und bAKS zahlen Arbeitgeber direkt auf zwei der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – SDGs – ein, nämlich „Gesundheit und Wohlergehen“ sowie „Keine Armut“. Insbesondere die bAV kann dabei helfen, Altersarmut zu verhindern, da sich Mitarbeitende schon mit kleinen Beiträgen eine lebenslange zusätzliche Rente sichern können.</p><p><b>CH</b> Was die Produkte angeht, bieten wir bei bAV und betrieblicher Arbeitskraftabsicherung mit VisionGrün ein Konzept an, bei dem die Geldanlage auf Wunsch ausschließlich in Fondsprodukte mit ausgewählten Nachhaltigkeitsmerkmalen fließt. Wir stellen sicher, dass während der gesamten Vertragslaufzeit sämtliche Anlagen nach ESG-Kriterien gemanagt werden, zum Beispiel bei Fondswechseln oder Zuzahlungen. Alles in allem ein flexibles Zusatzfeature!</p><p><b>SM</b> In der bKV haben wir als erster Anbieter ein Nachhaltigkeits-Testat der Concern GmbH in Kooperation mit der Universität Bayreuth für unsere „FEEL-Produkte“ erhalten. Bewertet wurden Kriterien wie die Förderung ethischer Prinzipien und deren Nachhaltigkeit, das Erzielen einer sozialen Wirkung und die Glaubwürdigkeit von uns als Anbieter.</p><p>Dieses Interview lesen Sie auch in AssCompact 01/2024 und in unserem <a href="https://epaper.asscompact.de/de/profiles/53e4066999da-asscompact/editio…; target="_blank" >ePaper</a>.</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: v. l. n. r.: Christian Häsch, Frank Kettnaker, Sascha Marquardt; © ALH</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/97D8E4F4-E546-479E-94FD-B9E491E0BE81"></div>

 
Ein Interview mit
Christian Häsch
Frank Kettnaker
Sascha Marquardt

ALH-Vorstand Kettnaker über die Trends bei Direktanbindungen

Die ALH Gruppe zählt vergleichsweise viele Direktanbindungen von Maklerhäusern. Welche Bedeutung hat die Direktanbindung für den Versicherer? Wie war die Entwicklung in den letzten Jahren? Und wie beeinflussen aktuelle Veränderungen das Geschäft? AssCompact hat bei Frank Kettnaker, Vertriebsvorstand bei der ALH Gruppe, nachgefragt.

Interview mit Frank Kettnaker, Vertriebsvorstand bei der ALH Gruppe
Herr Kettnaker, laut einer Studie von HEUTE & MORGEN zählt die Alte Leipziger zu den Top 3 der Versicherer mit den meisten Direktanbindungen an Makler. Warum ist die Alte Leipziger in diesem Bereich erfolgreich und was macht diesen Kanal attraktiv?

Das ist tatsächlich historisch gewachsen. Die ALH Gruppe gehört in das Portfolio eines jeden Maklers. Der Makler sucht für seine wichtigsten Gesellschaften eine Direktvereinbarung. Dadurch hat er den direkten Kontakt zu unseren kompetenten Ansprechpartnern. Unser engagierter Außendienst ist über zahlreiche Aktivitäten und Formate immer dabei, neue Geschäftsvereinbarungen zu schließen.

Wie war denn bei den Makleranbindungen die Entwicklung in den letzten Jahren und welche Erklärung gibt es dafür?

Die Anzahl der Makler wächst nicht mehr. Wir nehmen allerdings im Bereich Neuanbindungen eine steigende Qualität der Geschäftspartner wahr. Es sind auch wieder mehr junge Makler, die sich mit neuen Geschäftsmodellen am Markt etablieren. Unser Ziel ist nicht die hohe Zahl der Anbindungen. Wir richten uns vermehrt auf Makler mit entsprechendem Potenzial in unseren Geschäftsfeldern aus.

Wie wirken sich Direktanbindungen von Maklerhäusern auf die Kundenerfahrung aus, und welche Maßnahmen ergreift die Alte Leipziger, um sicherzustellen, dass die Kunden von diesen Entwicklungen auch profitieren?

Der Kunde sucht neben der qualitativ hochwertigen Beratung durch den Makler den digitalen Support für seine abgeschlossenen Verträge. Mit unseren Endkunden Apps „Fin4u“ und „Hallesche4u“ bieten wir Endkunden diverse Selfservices. Von der Nutzung der Selfservices profitiert auch der Makler. Wichtig ist, dass der Makler in den vom Kunden initiierten Aktivitäten involviert ist. Dies ist Teil unserer Omni-Kanal Strategie. Zusätzlich bieten wir für den Makler über unser Vermittlerportal und digitalen Schnittstellen zu seinem Maklerportal einen modernen Zugang zu seinen Kundendaten und Dokumenten.

In der oben genannten Studie bemängeln die befragten Makler generell den digitalen Support aufseiten der Versicherer. Konkret nennt die Studie zum Beispiel ein Wirrwarr unterschiedlicher digitaler Schnittstellen und Datenaustauschwege. Wie löst man bei Alte Leipziger diese mitunter komplizierte digitale Integration?

Indem wir an den Prozessschnittstellen bestmöglich Transparenz herstellen und Komplexität reduzieren. Um den heterogenen Anforderungen unserer Geschäftspartner zu entsprechen, wurden über die Jahre viele proprietäre, d. h. herstellereigene Schnittstellenlösungen geschaffen. In den letzten fünf Jahren hat die Nutzung der Services auf Basis der BiPRO-Normen stark an Fahrt aufgenommen und damit auch die Entwicklung in Richtung normierter Schnittstellen. Wir werden unsere Services auf Basis dieser normierten Branchenstandards ausbauen.

Im Rahmen der Brancheninitiative BiPRO-Hub werden weitere Schritte in Richtung Normierung von digitalen Services vollzogen. Auch wir werden unsere digitalen Services über den BiPRO-Hub anbieten.

Die Datenqualität und -aktualität hat ebenfalls direkte Auswirkung auf die Kundenzufriedenheit am point of sale, besonders im Bereich Kranken oder BU. Wie stellt die Alte Leipziger sicher, dass die Daten stets auf dem aktuellen Stand sind?

Wir bieten dem Makler einen tagesaktuellen Austausch über die GDV-Schnittstellen und Zugriff auf alle Vertragsdokumente seiner Kunden. Es handelt sich um einen sehr umfangreichen Bestandsdatensatz. Von unseren Vertriebspartnern erhalten wir regelmäßig positives Feedback über Umfang und Qualität der Datenlieferung.

Über unsere BiPRO-Services stellen wir geänderte Vertragsdaten unmittelbar nach der Änderung unseren Vermittlern zum Abruf zur Verfügung. Diese Services werden sukzessive für alle Sparten ausgebaut und stehen heute bereits für die Privatsparten der Sach sowie für Schaden zur Verfügung.

Die Maklermarktstruktur befindet sich im Umbruch, die Konsolidierung und die Konzentration im Markt schreitet voran. Was bedeutet das für die Alte Leipziger mit Blick auf das Geschäft mit Direktanbindungen?

Wir sehen schon seit Jahren eine starke Konzentration auf Pools, Vertriebe und Verbünde. Dadurch entscheiden sich weniger Makler für eine Direktvereinbarung.

Welche strategischen Schritte plant die Alte Leipziger, um diesen Trends gerecht zu werden?

Wir richten unsere Betreuungskonzepte verstärkt auf Pools, Vertriebe, Verbünde und regionale Potenzialmakler aus. Wir bauen in diesem Bereich unsere Betreuungskapazitäten aus und unterstützen mit Spezialisten individuell nach den Bedürfnissen unserer Partner.

Bild: © Yaruniv-Studio – stock.adobe.com; ALH Gruppe

 

Überschussbeteiligung: So deklarieren Alte Leipziger, ERGO und IDEAL

Die Tendenz bei der Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung für das Jahr 2024 zeigt generell nach oben. Auch die Alte Leipziger und die ERGO Lebensversicherer heben die Verzinsung an. Bei der IDEAL bleibt alles wie im Vorjahr.

<p>Die Alte Leipziger Lebensversicherung hebt die laufende Verzinsung 2024 um 20 Basispunkte an. Wie der Versicherer mitteilt, profitieren alle Verträge, die nach dem 01.01.2007 abgeschlossen wurden. Bestehende Versicherungsverträge mit einem Rechnungszins von über 2,25% erhalten weiterhin die höhere garantierte Verzinsung.</p><p>Ab Jahresbeginn 2024 steigt die laufende Verzinsung bei den Rentenversicherungen AL_RenteFlex und AL_RenteKlassikPur auf 2,30% (Vorjahr: 2,10%). Bei den klassischen Rentenversicherungen wird sie auf 2,25% angehoben (Vorjahr: 2,05%). Für die beiden genannten modernen Rentenversicherungen ergibt sich eine Gesamtverzinsung von 2,55% (Vorjahr: 2,40%), bei den klassischen Produkten steigt der Wert auf 2,45% (Vorjahr: 2,30%). </p><p>Auch bei der Grundfähigkeitsversicherung hebt die Alte Leipziger Leben die Überschussbeteiligung an, da ein etwas besserer Risikoverlauf erwartet wird. Dementsprechend sinken die Zahlbeiträge sowohl für neue als auch bestehende Verträge. Für die Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherungen bietet die Gesellschaft auch 2024 eine unveränderte Überschussbeteiligung. Damit bleiben die Zahlbeiträge wie in den Vorjahren stabil. </p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title|| ERGO hebt Verzinsung ebenfalls an--><h5> ERGO hebt Verzinsung ebenfalls an</h5><p>ERGO Vorsorge, der Lebensversicherer der ERGO Group, erhöht die Gesamtverzinsung für das Jahr 2024. Auch die beiden für die traditionellen klassischen Lebensversicherungsprodukte zuständigen Gesellschaften ERGO Leben und Victoria Leben erhöhen ihre Gesamtüberschussbeteiligung im Vergleich zum Vorjahr. </p><p>Bei der ERGO Vorsorge Lebensversicherung gibt es eine deutliche Erhöhung um bis zu 0,6 Prozentpunkte auf bis zu 4,1%, teilt der Versicherer mit. Für die ERGO Lebensversicherung und die Victoria wiederum steigt die Gesamtüberschussbeteiligung im Jahr 2024 jeweils um 0,4 Prozentpunkte auf insgesamt 2,5%.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title|| IDEAL bleibt auf hohem Niveau konstant--><h5> IDEAL bleibt auf hohem Niveau konstant</h5><p>Die IDEAL Lebensversicherung, die anders als in den Vorjahren diesmal nicht zuerst deklariert hat, bietet ihren Kunden auch für das kommende Jahr eine laufende Verzinsung von 3%. Inklusive der jährlichen Schluss-Überschussanteile bzw. der Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven ergibt sich, je nach Vertragskonstellation, eine Gesamtverzinsung von bis zu 3,7%. Auch für die IDEAL UniversalLife ist die laufende Verzinsung auf 3,0% festgesetzt.</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © angbor – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/259B5988-50F2-4D6A-863B-107B66424613"></div>

 

Alte Leipziger: „Positiver Druck“ auf Arbeitgeber, bAV anzubieten

Die gesetzliche Rente allein wird in Zukunft nicht ausreichen. Mithilfe einer bAV können Arbeitnehmer effektiv vorsorgen, doch vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen sieht es bei der Durchdringung der bAV „mau“ aus. Darum ging es unter anderem im Herbstpressegespräch der Alte Leipziger.

Während die gesetzliche Rente auch in Zukunft ein wichtiger Baustein in der Altersvorsorge bleiben wird, wird sie doch die alleinige Versorgung künftig nicht leisten können. „Wer das behauptet, der liegt einfach falsch.“ So die Worte von Christoph Bohn, dem Vorstandsvorsitzenden der ALH Gruppe, während des Herbstpressegesprächs der Alte Leipziger am Donnerstag, den 05.10.2023.

Zusätzliche Vorsorge sei deswegen unabdingbar und abzuwarten wäre hier der schlechteste Rat, so Bohn weiter. Die Alte Leipziger sehe in diesem Zusammenhang die betriebliche Altersversorgung (bAV) als wichtiges Instrument. In Deutschland gebe es hier aber noch einiges an Ausbaupotenzial.

„Positiver Druck“ auf Arbeitgeber in Bezug auf bAV-Angebot

Während die Durchdringung der bAV in größeren Unternehmen und Unternehmen mit Tarifbindung nicht schlecht dastehe, sehe es vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen ohne Tarifbindung „mau“ aus, kommentierte Dr. Jürgen Bierbaum, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der ALH Gruppe.

Wenn mehr kleinere Arbeitgeber mit ins Boot geholt werden sollen, müsse man über eine Vereinfachung der bAV sprechen, so Bierbaum. Hier wünsche er sich mehr „positiven Druck“ auf Arbeitgeber, ihren Mitarbeitern ein Angebot unterbreiten zu müssen, mit einem „Opt-out“-System für Mitarbeiter außerhalb von Tarifverträgen. Zudem müsse der Abschluss einer bAV vereinfacht und verschlankt werden – mit einer volldigitalen Plattform, die Arbeitgeber einfach nutzen können, gemeinsam mit schlanker und effizienter Beratung.

Fokusgruppe: Aufweichung von verpflichtender Verrentung kritisch

Auch die Vorschläge der von der Bundesregierung eingesetzte Fokusgruppe private Altersvorsorge waren Thema während des Gesprächs. Vor allem den Wegfall der verpflichtenden Verrentung zugunsten von mehr Flexibilität bei der Auszahlung des Altersvorsorgevermögens, wie die Fokusgruppe es vorschlägt, hält Bierbaum für kritisch.

Hierfür zitiert er Zahlen vom Statistischen Bundesamt: Demnach erleben zwei Drittel der Frauen, die heute das Rentenalter erreichen, ihren 85. Geburtstag, ebenso wie die Hälfte der Männer. Mehr als 10% der Menschen, die aktuell das Rentenalter erreichen, werden sogar älter als 95. Da auf einen Auszahlungsplan anstatt eine lebenslange Rente zu setzen, halte er für „ziemlich gefährlich“, so Bierbaum.

ALH erwartet über alle Sparten leichtes Wachstum für 2023

Während des Pressegesprächs gab Bohn auch einen kurzen Überblick über die den Stand der Alte Leipziger Lebensversicherung. Für das Jahr 2023 wird in der Sparte Leben für die gebuchten laufenden Beiträge eine Steigerung um rund 2%. Damit hebe sich die ALH im Vergleich zur Branche deutlich von ihren Konkurrenten ab, die sich eher im negativen Bereich befinden.

Im Einmalbeitrag erwarte er zwar ein Minus – insgesamt gehe man jedoch über alle Sparten, inklusive der Sachversicherung, von einem leichten Wachstum aus, so Bohn. (js)

Bilder: © Alte Leipziger

 

Alte Leipziger: Neuerungen bei Privathaftpflicht

Die Alte Leipziger hat ihrer Privathaftpflichtversicherung ein Update verpasst und neue Produktinhalte ergänzt. Auch in der Tierhaftpflichtversicherung wurden einige Verbesserungen gemacht. Mit der papierlosen Option können Versicherungsnehmer bis zu 10% der Prämie sparen.

<p>Die Alte Leipziger hat ihre Privathaftpflichtversicherung überarbeitet. Die vorgenommenen Updates gelten dank der Innovationsklausel sowohl für Neu- als auch Bestandskunden. </p><p>Zu den Neuerungen zählt der Ausgleich bei Beschädigung eigener Sachen. Wenn durch eine dritte Person ein Sachschaden entsteht, zahlt deren Versicherung meistens den Zeitwert. Für Versicherte der Tarifvariante comfort übernimmt die Alte Leipziger nach einem Schaden die Differenz zwischen Zeit- und Neuwert von bis zu 10.000 Euro. </p><h5>Nebenberufliche Tätigkeiten, erneuerbare Energien mitversichert </h5><p>Wenn Versicherte einen Schaden reparieren lassen anstatt einen Neukauf zu tätigen, erstattet die Alte Leipziger über „Repair&Care“ 30% über den Zeitwert der beschädigten Sache hinaus, bis maximal 5.000 Euro. Damit will der Versicherer Nachhaltigkeit unterstützen.</p><p>Zudem sind ab sofort auch nebenberufliche Tätigkeiten, etwa als Influencer, Nachhilfelehrer oder Hundesitter mitversichert. </p><p>Bei einem Schaden an einem Car-Sharing-Kfz oder gemieteten E-Scootern und E-Bikes übernimmt der Versicherer im Schadenfall die Selbstbeteiligung bis zu einer Höhe von 1.000 Euro. Zudem leistet er bei Schäden an gemieteten oder bei Verlust an geliehenen Sachen, beispielsweise bei im Urlaub gemietete E-Bikes. </p><p>Auch Anlagen zur Wärme- und Energieerzeugung bis zu einer gewissen Größe sind für Immobilienbesitzer in der Police mitversichert. </p><h5>Papierlos-Option führt zu reduzierter Prämie</h5><p>Auch in der Tierhaftpflichtversicherung wurden einige Änderungen vorgenommen. Bei nachgewiesenen Tierarztkosten von Hunden durch Giftköder oder bei Verletzungen von Pferden durch Pferderipper kommt die Alte Leipziger für bis zu 5.000 Euro der Kosten für Hunde und bis zu 10.000 Euro der Kosten für Pferde auf. </p><p>Wählen Versicherte die Papierlos-Option, bei der die Police sowie die weitere Kommunikation ausschließlich digital erfolgt, können bis zu 10% der Prämie eingespart werden. (js)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Robert Kneschke – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/F30CB2B2-9D8E-407D-9BF5-2B9EDA6C8ED3"></div>

 

bAV und bKV: Die Stärken der betrieblichen Fürsorge

Arbeitgeber benötigen schlagkräftige Argumente zur Gewinnung neuer Mitarbeiter. An der Stelle kommt die Einrichtung einer bAV und einer bKV ins Spiel. Die ALH Gruppe (Alte Leipziger-Hallesche) fasst beide Segmente unter dem Begriff der „betrieblichen Fürsorge“ zusammen.

Ein Artikel von Sascha Marquardt, Leiter Kompetenzcenter Firmenkunden der Hallesche Krankenversicherung a. G.

Der demografische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel haben bewirkt, dass sich Unternehmen mehr als je zuvor Gedanken darüber machen müssen, wie sie für Mitarbeiter attraktiv werden bzw. bleiben. Denn: In den nächsten 15 Jahren erreichen laut Destatis rund 12,9 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Rentenalter und die jüngere Generation wird die ältere zahlenmäßig nicht ersetzen können. Die Zahl der baldigen Rentnerinnen und Rentner ist deshalb so hoch, da die geburtenreichen Jahrgänge der 1950er und 1960er, die sogenannten Babyboomer, das Renteneintrittsalter erreichen.

Deshalb kann die Maximierung des Vorsorge-Effekts bei der Mitarbeitergewinnung ein entscheidender Erfolgsfaktor sein. Doch wie lässt sich die Vorsorge maximieren?

Mit der Kombination aus betrieblicher Altersversorgung (bAV) und betrieblicher Krankenversicherung (bKV) können Arbeitgeber ein dynamisches und sofort erlebbares Versorgungswerk gestalten, das ein entscheidender Erfolgsfaktor sein kann. So sorgt eine bAV später für finanzielle Sicherheit im Alter, während die positiven Effekte einer bKV für Mitarbeiter und Unternehmen sofort greifen.

bAV und bKV ergibt „betriebliche Fürsorge“

Die ALH Gruppe hat die Themen bAV und bKV unter dem Namen „betriebliche Fürsorge“ miteinander verschmolzen. So können Unternehmen ihren Mitarbeitern mit einer bKV einen direkt erlebbaren Mehrwert und mit der bAV eine intelligente Versorgung bei Invalidität und im Ruhestand bieten.

Folgend einige Vorteile, die sich aus der Kombination ergeben:

  • Sofort und direkt erlebbare Mehrwerte
  • Stärkung des Employer Brandings und Unternehmensimages
  • Ergänzung bestehender Benefits um das Thema Gesundheit und Rente
  • Mitarbeiterzufriedenheit wird gesteigert und Fluktuation entgegengewirkt
  • Verbessertes Recruiting-Konzept
  • Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten
Alternative Gehaltserhöhung

Die bAV und bKV sind für den Arbeitgeber kostengünstiger im Vergleich zu einer Gehaltserhöhung und bieten zusätzliche Vorteile. Im Allgemeinen bewirken sie einen hohen emotionalen Wirkungsgrad, sofortige Erlebbarkeit und großen Nutzen. Während in der bAV in der Finanzierungsphase für den Mitarbeiter im Regelfall keine Steuern und Sozialabgaben anfallen, erhalten Mitarbeiter mit einer bKV ein jährliches Gesundheitsbudget (netto), mit dem sie sich individuelle Gesundheitsleistungen aussuchen können.

Bis zu 100% vom Chef möglich

Die bKV ist eine sinnvolle Ergänzung der gesetzlichen und der privaten Gesundheitsvorsorge: So kann sich jeder Mitarbeiter die Gesundheitsleistungen (z. B. für Zähne, Brille, Heilpraktiker, Vorsorgeuntersuchungen etc.) aussuchen, die er gerade benötigt. Darüber hinaus stehen ein Facharzttermin-Service und medizinische 24/7-Beratung in über 20 Sprachen sowie eine ärztliche Videotelefonie (Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen inkl. Psychotherapeuten) zur Verfügung. Bei der Initiierung einer bKV gibt es keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten und keine Ausschlüsse von bereits bestehenden Erkrankungen.

Zunehmende Bedeutung von Benefits

Mit der betrieblichen Fürsorge schlagen moderne Arbeitgeber gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie bieten ihren Mitarbeitern einen echten Mehrwert, mit dem die Verbundenheit zum Unternehmen gestärkt wird. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass die Belegschaft fit und leistungsfähig bleibt. Das Ergebnis: Weniger Fluktuation, weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten und schnellere Besetzung offener Stellen.

Steuer- und Sozialversicherungsersparnis

Die Beiträge zur bKV sind als Sachbezug im Rahmen der 50-Euro-Freigrenze steuer- und sozialversicherungsfrei. Alle empfangenen Leistungen aus einer bKV sind für den Arbeitnehmer nach § 3 Nr. 1a EStG steuerfrei. Es erfolgt somit keine nachgelagerte Versteuerung beim Arbeitnehmer. In der bAV sind steuerfreie Beiträge bis 8% der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG West) und sozialversicherungsfreie Beiträge bis 4% der BBG West (2023 sind es 292 Euro monatlich) möglich.

Verbesserung der individuellen Versorgung

Das Konzept der „betrieblichen Fürsorge“ sorgt in allen Lebensphasen für eine Verbesserung der Versorgungssituation bei den Mitarbeitern:

  • bei Krankheit (bKV)
  • bei einer Berufsunfähigkeit (BU)
  • bei Einschränkungen der Grundfähigkeiten (GF)
  • bei einer Erwerbsminderung (EM)
  • im Ruhestand (Altersversorgung)
Mit digitalen Kooperationspartnern zum Vertriebserfolg

Von der Beratung über den Abschluss bis hin zur Verwaltung – in Kooperation mit ausgewählten Partnern bietet die ALH Gruppe digitale Tools an, mit denen der gesamte Prozess – also die Etablierung von bAV und bKV im Unternehmen – komplett digital abgebildet werden kann. Im Ergebnis heißt das:

  • Transparente Beratungs- und Verwaltungsprozesse
  • Zeit- und Kostenersparnis
  • Sicherheit in der Beratung
  • Nachhaltiger Geschäftsprozess durch papierlose Kommunikation
AssCompact Forum betriebliche Versorgung 2023

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des AssCompact Wissen Forums betriebliche Versorgung, das am 20.06.2023 in Neuss stattfindet. Die ALH Gruppe ist dort mit einem Ausstellungsstand vertreten. Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie unter asscompact.de/forum-betriebliche-versorgung.

Bild: © Katsiaryna – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Sascha Marquardt, Leiter Kompetenzcenter FirmenkundenHallesche Krankenversicherung a. G.

Alte Leipziger integriert Diebstahlschutz für Wärmepumpen

Diebe haben es immer öfter auf Wärmepumpen abgesehen. Darauf reagiert nun auch die Alte Leipziger und erweitert den Versicherungsschutz von Wärmepumpen, aber auch von fest installierten Balkon-Solaranlagen im Bereich Privatschutz.

Der vermehrte Einbau von Wärmepumpen ruft auch Diebe auf den Plan. Immer häufiger wird von Diebstählen berichtet, was für ein böses Erwachen bei den Besitzern sorgt. Derartige Anlagen sind nicht automatisch in der Wohngebäudeversicherung mit eingeschlossen. Auf diese Entwicklung reagiert nun die Alte Leipziger Versicherung und erweitert den Versicherungsschutz von Wärmepumpen sowie fest installierten Solaranlagen auf Balkon oder Terrasse im Bereich Privatschutz.

Demnach sind in der „Tarifvariante comfort“ der Gebäude- und Immobilienschutzversicherung Wärmepumpen ab 01.07.2023 bis 30.000 Euro gegen Diebstahl versichert. Ebenfalls ab Juli sind Balkonkraftwerke in der Hausratversicherung bis 2.500 Euro gegen Diebstähle abgesichert (Comfort-Schutz).

Der Versicherer betont, dass der Versicherungsschutz bereits heute für Wärmepumpen und Balkon-Solaranlagen Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel und Elementargefahren einschließt. Weil das im Wortlaut bisher nicht klar herausgestellt ist, macht die Alte Leipziger diesen Sachverhalt nun in den Versicherungsbedingungen deutlich. Zudem profitieren nicht nur Neukunden von den Verbesserungen, sondern dank Innovationsklausel auch Bestandskunden. (bh)

Bild: © Hermann – stock.adobe.com

 

ALH Gruppe bestätigt Wachstumskurs und nimmt Stellung

Sowohl die Alte Leipziger Leben als auch die Hallesche Kranken trugen 2022 zum Wachstum der ALH Gruppe bei. Am Dienstag bestätigte der Vorstand die vorläufigen Zahlen vom Jahresanfang. Auch zu Regulierung und Gesetzesvorhaben nahm der Vorstand Stellung.

Für die Lebensversicherung war 2022 aufgrund der Kaufzurückhaltung der Verbraucher ein schwieriges Jahr. Die Alte Leipziger Lebensversicherung jedoch konnte sich diesen negativen Vorzeichen entziehen und wuchs beispielsweise im laufenden gebuchten Beitrag fünfmal so stark wie der Markt. Bei der Bilanzpressekonferenz der ALH Gruppe am Dienstag bezeichnete Christoph Bohn diese Entwicklung als ein Highlight im Geschäftsjahr. Das Wachstum lag bei 5,1%, der Markt wiederum ist nur um 0,9% gestiegen. Im Gegensatz zu Einmalbeiträgen liefern die laufenden Einnahmen Stabilität und Sicherheit, so Bohn.

Die gebuchten Bruttobeiträge in der Lebensversicherung gesamt sind um 2,2% auf 2,97 Mrd. Euro gestiegen. „Ein moderates Wachstum, wie man meinen möchte“, kommentiert Bohn. Im Vergleich zu einer „schrumpfenden Branche“ sei dies allerdings ein guter Wert. Fondspolicen und Biometrieprodukte machten im Neugeschäft den Hauptanteil aus. Auch aus dem Bestand heraus konnte der Leben-Bereich wachsen. Bohn betonte folglich, dass der Vorstand angesichts der allgemeinen Rahmenbedingungen mit dem Ergebnis sehr zufrieden sei.

Ebenfalls im Plus lagen die Beitragseinnahmen der Sachversicherung, die um 6,2% auf 417,3 Mio. Euro gestiegen sind. Auch hier zeigt sich der Vorstand zufrieden. Zuwächse gab es vor allem in der Gewerbe- und Transportversicherung. Allerdings erhöhten sich auch die Schadenaufwendungen, wie dies in der Branche überall zu beobachten ist.

Hallesche Kranken mit starkem Plus

Wie schon den im Januar veröffentlichten Zahlen zu entnehmen war, hat die Hallesche Krankenversicherung das zweitbeste Neugeschäftsergebnis ihrer Firmengeschichte erzielt mit einem Plus von 50%, davon plus 75% in der Vollversicherung. Die bKV der Halleschen wächst zudem weiter stark mit plus 21% im Monats-Soll-Beitrag.

Dass sich die Entwicklung in der Vollversicherung noch nicht in den Geschäftskennzahlen widerspiegelt, erklärt der Versicherer damit, dass die Neuverträge erst mit Jahresstart 2023 beginnen. Weitere Ursachen liegen zudem in buchhalterischen Effekten und Stichtagsbetrachtungen. Insofern ist der Brutto-Überschuss geringer als im Vorjahr. Allerdings sind auch die Aufwendungen angestiegen, vor allem getrieben von Mehrleistungen in der Pflegeversicherung.

„Im vergangenen Jahr wechselten mehr Menschen von der GKV in die PKV als umgekehrt. Bei der Hallesche liegt das einerseits an dem sehr attraktiven Vollversicherungsprodukt und andererseits an der sinkenden Attraktivität der GKV“, erklärt Kranken-Vorständin Wiltrud Pekarek zur Entwicklung in der Vollversicherung. Die PKV bleibe attraktiv und sei per se nachhaltig, so Pekarek weiter.

Forderung nach Erleichterungen für Kapitalanlagen in Erneuerbare Energien

Im Rahmen des Pressegesprächs formulierte der Vorstand weitere Statements zu bestehender Regulierung und zu Gesetzesvorhaben.

Vorstandsmitglied Martin Rohm etwa kritisiert den hohen Aufwand, den Versicherer bei nachhaltigen Investments in Infrastrukturanlagen betreiben müssen. Windparks würden beispielsweise nicht per se als nachhaltig eingestuft, obwohl sie bereits im Genehmigungsverfahren eine Umweltunverträglichkeitsprüfung durchlaufen müssen, so Rohm. Versicherer müssten sich noch einmal die Nachhaltigkeitsdaten bei den Betreibern beschaffen, was Zeit und Geld koste und letztlich dem Ziel, nachhaltige Investments zu fördern, entgegenlaufe. Hier brauche es dringend Erleichterungen, so Rohm.

Gegen eine Elementarschaden-Pflichtversicherung

Einer Pflichtversicherung gegen Elementarschaden wiederum erteilt der Vorstandsvorsitzende Bohn eine Absage, sofern es keine Änderungen bei den Bauvorschriften gebe. Auch die Hauseigentümer müssten ihren Beitrag leisten. Sollte eine Pflichtversicherung ohne weitere Maßnahmen kommen, würde dies die Preise für die Wohngebäudeversicherung in die Höhe treiben. Dies führe zu einer Kostenexplosion, in der alle Beteiligten unzufrieden wären, schildert Bohn mögliche Konsequenzen.

Provisionsberatung verringert Altersarmut

Auch das Thema Provisionsverbot stand auf der Agenda des Pressegesprächs: „Provisionen ermöglichen eine hohe Marktdurchdringung von Altersvorsorgeprodukten in allen Gesellschaftsschichten. Provisionen zu verbieten und stattdessen Honorarberatung vorzuschreiben, würde einer hohen Zahl von Kleinanlegern den Zugang zu Anlageberatung erschweren. Kleinanleger wären im Fall eines Provisionsverbots schlechter gestellt als wohlhabende Kunden. Die Gefahr der Altersarmut wird dadurch umso größer, da die gesetzliche Rente allein nicht ausreicht. Eine ergänzende, lebenslange Absicherung ist wichtig, um den Lebensstandard zu halten – und dies kann nur die Lebensversicherung bieten. Durch Honorarberatung sinken zwar die Kostenquoten der Produkte, aber nicht die Altersarmut“, erklärt Leben-Vorstand Dr. Jürgen Bierbaum. Er hält die Diskussion um die Altersvorsorge für ideologisch geprägt und verweist darauf, dass laut einem EIOPA-Report die Kosten deutscher privater Altersvorsorgeprodukte im Vergleich zu anderen Ländern niedriger seien.

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Bild: © ALH Gruppe

 

Alte Leipziger überarbeitet Unfallversicherung

Die Alte Leipziger hat ihre private Unfallversicherung überarbeitet. Sie bietet neben zusätzlichen Leistungen eine vereinfachte Gesundheitsprüfung und vier optional zubuchbare Pakete.

Die Alte Leipziger hat ihre private Unfallversicherung aktualisiert. Damit rundet der Versicherer die Erneuerung seiner Privatschutzpalette ab. Der überarbeitete Tarif bietet eine vereinfachte Gesundheitsprüfung, bestehend aus nur einer Frage, die mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden kann und sich auf acht eindeutig definierte Erkrankungen in den letzten drei Jahren bezieht. So können Versicherungsnehmer jederzeit wissen, ob sie sich für die Police qualifizieren oder nicht.

Best-Leistungs-Garantie im Schadensfall

Das Produkt verfügt außerdem über eine Best-Leistungs-Garantie, welche Lücken schließt, sollte ein Wettbewerber im Markt zum Zeitpunkt eines Schadens zusätzliche Leistungen anbieten. Hinzu kommen eine Vorversicherungsgarantie und eine Innovationsklausel.

Neu sind außerdem die Progressionsstufen 800 – welche laut Pressemitteilung des Versicherers einmalig auf dem Markt ist – und 1000. Auch erhält der Versicherungsnehmer bereits bei 75% Invalidität die volle Kapitalleistung. Ein optionales Extra stellt die Gliedertaxe „exklusiv“ dar, die besonders hohe Werte für die einzelnen Gliedmaßen enthält und in der leistungsstärksten Tarifvariante erhältlich ist.

Zusatzpakete für erweiterten Schutz

Je nach Tarif erhalten Versicherungsnehmer auch Sofortgeld im Falle von Krebs oder anderen schweren Erkrankungen oder Unfällen. Sachschäden sind hier ebenfalls mitversichert. Die vier Zusatzpakete „Zuhause, Tier & Co.“, „Sport, Freizeit & Co.“, „Hilfe & Pflege“ sowie „Rehamanagement“ können individuell zugebucht werden.

Kunden, die bereit sind, auf postalische Kommunikation zu verzichten und stattdessen exklusiv das Online-Portal nutzen, können durch diese Option bis zu 10% der Prämie sparen. Ein Verzicht auf die Kapitalleistung bei bis zu 25% Invalidität kann sogar eine bis zu 60% günstigere Prämie bedeuten. (js)

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Alte Leipziger: Altersvorsorge-Hybridtarif auch für Privatkunden

Der Hybridtarif AL_DuoSmart der Alten Leipziger Lebensversicherung wurde 2021 in der betrieblichen Altersversorgung eingeführt. Nun hat der Versicherer das Produkt auch Privatkunden zugänglich gemacht.

Die Alte Leipziger Lebensversicherung hat den Hybridtarif AL_DuoSmart für Privatkunden zugänglich gemacht. Der Tarif wurde 2021 in der betrieblichen Altersversorgung (baV) eingeführt und kombiniert die klassische Geldanlage im Sicherungsvermögen mit einem ertragsorientierten Fondskonzept. 80% der Beiträge sind garantiert, und damit eignet sich der Tarif neben laufenden Beitragszahlungen besonders für die Einmalanlage größerer Summen, so der Versicherer.

Umschichtung für Profit und Sicherheit

Je nach Entwicklung der Märkte wird hierbei ein größerer oder kleinerer Anteil der Fondsanlagen laufend zwischen dynamischen und klassischen Anlagen umgeschichtet, um das beste Ergebnis zu erzielen und gleichzeitig die Beitragsgarantie zu sichern. Drei Jahre vor Rentenbeginn wird zur Absicherung des Guthabens der Anteil der sicheren Anlagen sukzessive erhöht. Bei der Auswahl der Fonds werden auch ökologische und soziale Merkmale berücksichtigt. Vermittler müssen sich hierbei nicht um die Fondsauswahl, Umschichtung oder Ablaufmanagement kümmern.

Flexibilität für Anleger

Der Tarif bietet flexible Optionen für Anleger, zum Beispiel kann die Rente mit jährlichen Zuzahlungen erhöht werden. Am Ende der Ansparphase können Versicherungsnehmer zwischen monatlicher Auszahlung oder einmaliger Kapitalzahlung wählen. Auch kann der Rentenzeitpunk noch nach Vertragsbeginn flexibel angepasst werden. (js)

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