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ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G.

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ALH-Gruppe: Ausschließlichkeit wird zu Mehrfachagenten

Die ALH-Gruppe überführt ihre Ausschließlichkeitsorganisation in das Modell der Mehrfachagenturen. Vertriebsvorstand Frank Kettnaker erklärt, wie der Wandel abläuft, welche Chancen und Risiken es gibt und warum das neue Modell für Vermittler und Kunden ein Gewinn sein kann.

Herr Kettnaker, die ALH Gruppe wandelt ihre Ausschließlichkeitsvertreter in Mehrfachagenturen um. Wie viele Vertreter sind davon betroffen?

Die ALH Gruppe überführt ihre Ausschließlichkeitsorganisation in das neue Modell der Mehrfachagenturen. Das sind ungefähr 180 Agenturen, von denen heute schon 120 das Angebot angenommen haben. Wir gehen davon aus, dass maximal 10% der Vermittler sich gegen eine Umwandlung ihres Geschäftsmodells – überwiegend aus Altersgründen – entscheiden werden.

Wie sieht das Modell aus?

Die Generalagenten werden in Mehrfachagenten umgewandelt und können ihren Kunden zukünftig ein breites Produktportfolio anbieten. Dafür führen wir die Bestände sukzessive in das Veraltungssystem des Maklerverbunds vfm und schulen die Mitarbeiter entsprechend.

Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Wir haben bisher gute Erfahrungen mit der Überführung unserer Ausschließlichkeitsvertreter zu Mehrfachagenten gemacht. Der Umstellungsprozess mit Unterstützung des Maklerverbunds vfm läuft schneller als gedacht: Wir sind vor unserer geplanten Zeit und die Ergebnisse sowie das Feedback der neuen MfA nach einem Jahr sind sehr positiv. Viele berichten uns von Fällen, in denen sie Kunden halten konnten, die sie als Generalagenten bisher verloren hätten. Wir sind insgesamt optimistisch, dass das Konzept bei uns aufgeht. Allerdings hatten wir einen vergleichsweise geringen AO-Anteil an der Produktion im Vergleich zu anderen Gesellschaften.

Was sind die Chancen und wo sind die Grenzen?

Die Chancen liegen darin, Kunden zu halten und den Agenten mehr Flexibilität in der Beratung zu ermöglichen. Insofern liegen die Chancen in einer höheren Kunden- und Vermittlerzufriedenheit.

Das Risiko lag für uns darin, dass Agenturen unsere gesamten Bestände umdecken und wir deren Loyalität verlieren. Das ist bisher nicht eingetreten, das Vertrauen zueinander stimmt und bisher erleben wir die Umstellung als Win-win-Situation.

Eine Umstellung ist dann riskanter, wenn ein ausgewogenes Verhältnis zwischen AO und Maklervertrieb besteht. Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Jahren weitere Umstellungen im Markt sehen werden. Aber das Konzept ist eben auch nicht in jedem Fall für Versicherer wie Vermittler passend.

Lesen Sie auch: Ausschließlichkeit im Wandel: Beginn eines Paradigmenwechsels?

Bild: Frank Kettnaker, Vertriebsvorstand der ALH-Gruppe. © ALH-Gruppe

 
Ein Interview mit
Frank Kettnaker

Allianz, Alte Leipziger und Co. legen Überschussbeteiligung fest

Allianz Leben, Alte Leipziger und IDEAL haben ihre Überschussbeteiligung für das Jahr 2025 festgesetzt. Demnach halten die Anbieter die Gesamtverzinsung stabil. Lediglich die Alte Leipziger macht für Verträge der neuen Tarifgeneration 2025 eine kleine Ausnahme.

Mit der Allianz Lebensversicherung, der Alte Leipziger sowie IDEAL haben weitere Versicherer ihre Überschussbeteiligung für das kommenden Jahr 2025 kommuniziert. Alle drei Anbieter halten an der Höhe der Gesamtverzinsung des Jahres 2024 fest, die jeweiligen Überschussbeteiligungen bleiben also stabil. Die Alte Leipziger hat indes für Neuverträge der Tarifgeneration 2025 eine geringfügige Erhöhung in Aussicht gestellt.

Allianz hält an Überschussbeteiligung fest 

Die Allianz Lebensversicherung (Allianz Leben) hält die Gesamtverzinsung aus dem Sicherungsvermögen stabil, teilte der Versicherer mit. Für das Jahr 2025 bleibt es bei der Marke von 3,8%. Für 2024 und 2023 hatte Allianz Leben die Verzinsung jeweils um 0,3 Prozentpunkte angehoben – ein Anstieg um 0,6 Prozentpunkte in nur zwei Jahren. „Wir haben den Zinsanstieg der vergangenen beiden Jahre genutzt, um mit deutlichen Zinsschritten ein starkes Zeichen für unsere Kundinnen und Kunden zu setzen. Dieses Niveau können wir nun stabil halten“, sagt Katja de la Viña, Vorstandsvorsitzende der Allianz Lebensversicherung.

Für das Vorsorgekonzept Perspektive bietet Allianz Leben eine Gesamtverzinsung von 3,8%. Die Gesamtverzinsung der klassischen Lebens- und Rentenversicherung bleibt bei 3,5%. Die in der Gesamtverzinsung enthaltene laufende Verzinsung beträgt bei Perspektive 2,8%, bei Klassik 2,7%. Bei den kapitalmarktnahen Vorsorgekonzepten KomfortDynamik und InvestFlex bietet die Allianz Leben für denjenigen Teil des Kapitals, der im Sicherungsvermögen angespart wird, ebenfalls eine Gesamtverzinsung von 3,8%.

Alte Leipziger bietet für Neuverträge etwas höhere Überschussbeteiligung

Die Höhe der Überschussbeteiligung der Alte Leipziger orientiert sich daran, ob es sich bei den modernen Rentenversicherungen im Produktportfolio um einen Bestands- oder Neuvertrag handelt. Denn die ab 2025 geschlossenen Verträge kommen in den Genuss des ab 01.01.2025 geltenden Höchstrechnungszinses von 1,0%. Für die modernen Rentenversicherungen AL_RENTE-Flex und AL_RENTE-KlassikPur der Tarifgeneration 2025 gilt eine laufende Verzinsung von 2,35% (Tarifgeneration 2022/23: 2,30%). Zusammen mit dem unveränderten Schlussüberschussanteil von 0,25% ergibt sich daraus eine Gesamtverzinsung von 2,60% (Tarifgeneration 2022/23: 2,55 %), kommuniziert die Alte Leipziger in ihrer Pressemitteilung. „Unsere Kunden erhalten auch nach dem deutlichen Zinsrückgang im vergangenen Jahr eine stabile und attraktive Überschussbeteiligung. Wir legen die Beiträge unserer Kunden nachhaltig sicher an, um unsere Garantieversprechen zu erfüllen“, erklärt Dr. Jürgen Bierbaum, Vorstand der Alte Leipziger Lebensversicherung.

Bei den klassischen Rentenversicherungen bleiben die laufende Verzinsung mit 2,25%, der Schlussüberschussanteil mit 0,20% sowie die Gesamtverzinsung mit 2,45% auf dem Vorjahresniveau. Bestehende Versicherungsverträge mit einem Rechnungszins von über 2,25% erhalten weiterhin die höhere garantierte Verzinsung.

Unverändert bleibt auch die Überschussbeteiligung 2025 in den Berufsunfähigkeits-, Grundfähigkeits- und Risikolebensversicherungen der Alte Leipziger. Damit bleiben die Zahlbeiträge im kommenden Jahr stabil.

Auch IDEAL bietet für 2025 stabile Überschussbeteiligung

Bereits das fünfte Jahr in Folge wiederum bietet die IDEAL Lebensversicherung a. G. den Kunden eine laufende Verzinsung in Höhe von 3,0%. Durch zusätzlich hohe Schlussüberschüsse ergibt sich, je nach Vertragskonstellation, eine Gesamtverzinsung von bis zu 3,7%, teilt der Anbieter mit. Auch für die IDEAL UniversalLife ist die laufende Verzinsung auf 3,0% festgesetzt. 

LVM hält Gewinnbeteiligung auf Vorjahresniveau

Die LVM-Lebensversicherung wiederum hält ebenfalls an der aktuellen Gewinnbeteiligung fest: Obwohl die EZB-Zinsen am Kapitalmarkt in den vergangenen Monaten zurückgegangen seien, heißt es vom Versicherer, erhalten Neukunden für Rentenversicherungen mit modernen Garantiekonzepten auch 2025 eine Gesamtverzinsung inklusive Schlusszahlung in Höhe von 3,1%. Die laufende Verzinsung beläuft sich dabei nach wie vor auf 2,4%. (as)

Bild: © Suriyo – stock.adobe.com

 

Leitungswasserschäden: Projekt von Alte Leipziger und Enzo

Die Alte Leipziger und das Start-up Enzo kooperieren, um Leitungswasserschäden zu verringern. Mithilfe der Sensoren von Enzo werden Wasserleitungen in ausgewählten Gebäuden mit Zustimmung der Versicherten digital überwacht, sodass sich Schäden frühzeitig erkennen lassen.

Die Wohngebäudeversicherungsbranche steht zunehmend vor enormen Herausforderungen. Neben der steigenden Zahl von Unwetterschäden ist die Hauptursache für die hohen Schadenaufwendungen in Wohngebäuden auf Leitungswasserschäden zurückzuführen. Laut Angaben des GDV gehen rund 50% aller Schäden in der Wohngebäudeversicherung auf undichte Wasserleitungen zurück. Im Rahmen eines Pilotprojekts machen die Alte Leipziger und das Technologie-Start-up Enzo gemeinsame Sache, um den steigenden Schadenkosten mit moderner IoT- und KI-Technologie entgegenzuwirken. Mit Hilfe der neuartigen Sensoren von Enzo werden in einem Testfeld Wasserleitungen in ausgewählten Gebäuden mit Erlaubnis der Versicherten digital überwacht.

Im Testfeld wird die Alte Leipziger die Enzo „one.drop IoT-Sensoren“ gezielt bei ihren Kunden einsetzen. Diese Sensoren ermöglichen es, den Wasserfluss in Gebäuden kontinuierlich digital zu überwachen. Erkennt das System ein Problem wie etwa ein Leck, wird automatisch eine Meldung an den Kunden übermittelt, sodass dieser schnell auf den Schaden reagieren und Reparaturmaßnahmen eingeleitet werden können.

Technologie ermittelt auch Mikro-Lecks

Die Technologie ist auch in der Lage, Mikro-Lecks zu entdecken, die oft über lange Zeit unbemerkt bleiben und so zu hohen Schäden führen. „Die teuersten Schäden sind die, die lange unentdeckt bleiben. Die Technologie von Enzo bietet die Möglichkeit, schneller zu reagieren und hohe Reparaturkosten zu vermeiden“, betont Kai Waldmann, Vorstand der Alte Leipziger Versicherung AG. „Wir sehen hier großes Potenzial unsere Schadenquote nachhaltig zu senken und gleichzeitig unseren Kunden einen echten Mehrwert zu bieten.“

Beide Unternehmen seien an einer langfristigen Partnerschaft interessiert, wie es in der Pressemitteilung dazu heißt. Im Vordergrund stehe nicht nur eine Reduzierung der Kosten, sondern auch die Förderung eines nachhaltigeren Umgangs mit Wasser. Denn frühzeitig erkannte Lecks bedeuten auch weniger Wasserverlust. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Alte Leipziger. Unsere Technologie bietet Versicherungen die Möglichkeit, proaktiv gegen die größten Schadenverursacher vorzugehen. Gemeinsam wollen wir nicht nur Schäden vermeiden, sondern auch die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Wohngebäudeversicherung vorantreiben“, sagt Sascha Wolf, der CEO von Enzo. (tik)

Bild: © Kitta – stock.adobe.com

 

Alte Leipziger: BU-Abschluss bei psychischen Vorerkrankungen

Die Alte Leipziger macht es einfacher für Menschen mit psychischen Vorerkrankungen, eine BU abzuschließen. Seit Anfang September arbeitet der Versicherer mit einer Ausschlussklausel für bestimmte psychische Vorerkrankungen, andere Auslöser bleiben davon unberührt.

Menschen mit psychischen Vorerkrankungen haben es oftmals schwer, eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abzuschließen. Die Alte Leipziger Lebensversicherung hat nun Anfang September eine Änderung eingeführt, die es bei bestimmten psychischen Vorerkrankungen ermöglicht, eine BU abzuschließen, ohne dass der Vertragsabschluss wie bisher zeitlich zurückgestellt werden muss. Möglich macht dies eine Ausschlussklausel für psychische Vorerkrankungen. Alle anderen Leistungsauslöser, wie etwa Krebs oder Gelenkerkrankungen bleiben von der Ausschlussklausel unberührt.

Die Ausschlussklausel kann in mehreren Fällen vereinbart werden. Als Beispiele nennt die Alte Leipziger erste Sitzungen bei einem Psychotherapeuten, ohne dass eine Therapie angeordnet wird, eine Arbeitsunfähigkeit oder eine Therapie als Reaktion auf einen Trauerfall, oder eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Prüfungsstress, Prüfungsangst, Arbeitsplatzkonflikt bzw. -wechsel oder Mobbing.

Nach zwölf bis 36 Monaten nach Abschluss ist eine Prüfung möglich, um zu entscheiden, ob die Ausschlussklausel wieder entfallen kann. Die Neuerung soll es mehr Menschen ermöglichen, ihre Arbeitskraft abzusichern, so die Alte Leipziger. (js)

Bild: © Flamingo Images – stock.adobe.com

 

bAV und bKV: Gemeinsam für starken Antrieb sorgen

Arbeitgeber benötigen schlagkräftige Argumente zur Gewinnung neuer Mitarbeiter. Betriebliche Vorsorge kann dabei eine entscheidende Rolle spielen, z. B. das Zusammenspiel von betrieblicher Altersversorgung und betrieblicher Krankenversicherung.

Ein Artikel von Sascha Marquardt, Leiter Kompetenzcenter Firmenkunden bei Hallesche Krankenversicherung a. G.

Der demografische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel haben bewirkt, dass sich Unternehmen mehr als je zuvor Gedanken darüber machen müssen, wie sie für Mitarbeitende attraktiv werden bzw. bleiben. Denn: In den nächsten 15 Jahren erreichen laut dem Statistischen Bundesamt rund 12,9 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Rentenalter und die jüngere Generation wird die ältere zahlenmäßig nicht ersetzen können. Die Zahl der baldigen Rentnerinnen und Rentner ist deshalb so hoch, da die geburtenreichen Jahrgänge der 1950er und 1960er, die sogenannten Babyboomer, das Renteneintrittsalter erreichen.

Die Maximierung des Vorsorge-Effekts kann bei der Mitarbeitergewinnung ein entscheidender Erfolgsfaktor sein

Doch wie lässt sich die Vorsorge maximieren? Mit der Kombination aus betrieblicher Altersversorgung (bAV) und betrieblicher Krankenversicherung (bKV) können Arbeitgeber ein dynamisches und sofort erlebbares Versorgungswerk gestalten, das ein entscheidender Erfolgsfaktor sein kann. So sorgt eine bAV später für finanzielle Sicherheit im Alter, während die positiven Effekte einer bKV für Mitarbeiter und Unternehmen sofort greifen.

bAV + bKV = Betriebliche Fürsorge

Die ALH Gruppe hat die Themen bAV und bKV unter dem Namen „Betriebliche Fürsorge“ miteinander verschmolzen. So können Unternehmen ihren Mitarbeitenden mit einer bKV einen direkt erlebbaren Mehrwert und mit der bAV eine intelligente Versorgung bei Invalidität und im Ruhestand bieten. Folgend einige Vorteile, die sich aus der Kombination ergeben:

  • Sofort und direkt erlebbare Mehrwerte
  • Stärkung des Employer Brandings und Unternehmensimages
  • Ergänzung bestehender Benefits um das Thema Gesundheit und Rente
  • Mitarbeiterzufriedenheit wird gesteigert und Fluktuation entgegengewirkt
  • Verbessertes Recruiting-Konzept
  • Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten
Alternative Gehaltserhöhung

Die bAV und bKV sind für den Arbeitgeber kostengünstiger im Vergleich zu einer Gehaltserhöhung und bieten zusätzliche Vorteile. Im Allgemeinen bewirken sie einen hohen emotionalen Wirkungsgrad, sofortige Erlebbarkeit und großen Nutzen. Während in der bAV in der Finanzierungsphase für den Mitarbeiter im Regelfall keine Steuern und Sozialabgaben anfallen, erhalten Mitarbeiter mit einer bKV ein jährliches Gesundheitsbudget (netto), mit dem sie sich individuelle Gesundheitsleistungen aussuchen können.

Bis zu 100% vom Chef möglich

Die bKV ist eine sinnvolle Ergänzung der gesetzlichen und der privaten Gesundheitsvorsorge: So kann sich jeder Mitarbeitende die Gesundheitsleistungen (z. B. für Zähne, Brille, Heilpraktiker, Vorsorgeuntersuchungen etc.) aussuchen, die er gerade benötigt. Darüber hinaus stehen ein Facharzttermin-Service und medizinische 24/7-Beratung in über 20 Sprachen sowie eine ärztliche Videotelefonie (Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen inklusive Psychotherapeuten) zur Verfügung. Bei der Initiierung einer bKV gibt es keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten und keine Ausschlüsse von bereits bestehenden Erkrankungen.

Zunehmende Bedeutung von Benefits

Mit der betrieblichen Fürsorge schlagen moderne Arbeitgeber gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie bieten ihren Mitarbeitern einen echten Mehrwert, mit dem die Verbundenheit zum Unternehmen gestärkt wird. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass die Belegschaft fit und leistungsfähig bleibt. Das Ergebnis: Weniger Fluktuation, weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten und schnellere Besetzung offener Stellen.

Steuer- und Sozialversicherungsersparnis

Die Beiträge zur bKV sind als Sachbezug im Rahmen der 50-Euro-Freigrenze steuer- und sozialversicherungsfrei. Alle empfangenen Leistungen aus einer bKV sind für den Arbeitnehmer nach § 3 Nr. 1a EStG steuerfrei. Es erfolgt somit keine nachgelagerte Versteuerung beim Arbeitnehmer. In der bAV sind steuerfreie Beiträge bis 8% der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG West) und sozialversicherungsfreie Beiträge bis 4% der BBG West (in 2023 sind es 292 Euro monatlich) möglich.

Verbesserung der individuellen Versorgung

Das Konzept der „betrieblichen Fürsorge“ sorgt in allen Lebensphasen für eine Verbesserung der Versorgungssituation bei den Mitarbeitern:

  • bei Krankheit (bKV)
  • bei einer Berufsunfähigkeit (BU)
  • bei Einschränkungen der Grundfähigkeiten (GF)
  • bei einer Erwerbsminderung (EM)
  • im Ruhestand (Altersversorgung)
Mit digitalen Kooperationspartnern zum Vertriebserfolg

Von der Beratung über den Abschluss bis hin zur Verwaltung – in Kooperation mit ausgewählten Partnern bietet die ALH Gruppe digitale Tools an, mit denen der gesamte Prozess – also die Etablierung von bAV und bKV im Unternehmen – komplett digital abgebildet werden kann.

  • Transparente Beratungs- und Verwaltungsprozesse
  • Zeit- und Kostenersparnis
  • Sicherheit in der Beratung
  • Nachhaltiger Geschäftsprozess durch papierlose Kommunikation
AssCompact Forum betriebliche Versorgung 2024

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des AssCompact Wissen Forums betriebliche Versorgung, das am 27.06.2024 in Köln stattfindet. Die ALH Gruppe ist dort mit einem Ausstellungsstand vertreten. Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter asscompact.de/forum-betriebliche-versorgung. Zur kostenlosen Anmeldung über die ALH Gruppe geht es hier: asscompact.de/bv/alh-gruppe.

Bild: © natali_mis ac– stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Sascha Marquardt

Höchstrechnungszins: Weitere Versicherer passen Produkte an

Weitere Lebensversicherer haben auf die Erhöhung des Höchstrechnungszinses reagiert und ihre Produkte entsprechend angepasst. Die Alte Leipziger macht Kunden mit Vertragsbeginn ab 01.06.2024 ein Umstellungsangebot, die ERGO führt ab Juni wieder die 100%-ige Bruttobeitragsgarantie ein.

Ende April kam aus Berlin die Entscheidung, auf die die Versicherer bereits händeringend gewartet hatten: Das Bundesministerium der Finanzen bestätigte, dass der Höchstrechnungszins zum Jahreswechsel von den aktuellen 0,25% auf 1% steigen wird – einige Versicherer reagierten prompt mit Produktanpassungen. Nun haben auch die ERGO Vorsorge Lebensversicherung und die Alte Leipziger Lebensversicherung a. G. Änderungen bekannt gegeben.

ERGO bringt 100%-ige Bruttobeitragsgarantie zurück

Die ERGO möchte die Erhöhung schnellstmöglich an ihre Kunden weitergeben und führt daher für alle Indexprodukte mit einer Laufzeit von zwölf Jahren, die ab dem 17.06.2024 abgeschlossen werden, wieder die 100%-ige Bruttobeitragsgarantie ein. Zusätzlich wird der Versicherer die garantierte Mindestrente ab dem 01.01.2025 mit dem höheren Rechnungszins neu berechnen. Kunden werden Anfang 2025 automatisch eine schriftliche Bestätigung mit der dann höheren garantierten Mindestrente erhalten, so die ERGO.

Auch auf Produkte in der Arbeitskraftabsicherung wirkt sich der höhere Höchstrechnungszins aus. Kunden, die ab dem 17.06.2024 eine Police in der ERGO Berufsunfähigkeitsversicherung oder in der Grundfähigkeitsversicherung ERGO Body Protect abschließen, erhalten für ihren Vertrag eine Umtauschoption, mit der sie bereits jetzt Versicherungsschutz erhalten und ab Januar 2025 zusätzlich von den Vorteilen des höheren Rechnungszinses profitieren.

Die deutlich gestiegenen Zinsen auf den Kapitalmärkten können sich dabei für Kunden doppelt positiv auswirken, so Rene Wördermann, Bereichsleiter Produktmanagement bei der ERGO Vorsorge. „Zum ersten durch eine attraktive Überschussbeteiligung und zum zweiten durch eine 100%-ige Beitragsgarantie zum Laufzeitende bei unseren Index-Produkten“, so Wördermann. „Gerade für mittel- bis langfristig orientierte Kunden, die viel Wert auf Sicherheit legen, ist das eine positive Entwicklung.“

Alte Leipziger bietet Kunden Umstellung an

Die Alte Leipziger macht ihren Kunden für Tarife aus allen Schichten der Altersvorsorge sowie für Biometrie-Produkte ein Umstellungsangebot. Für Verträge mit Versicherungsbeginn zwischen dem 01.06.2024 und Ende des Jahres prüft die Alte Leipziger automatisch, ob der Kunde von einer Umstellung des gewählten Tarifs auf die neue Tarifgeneration 2025 profitieren würden. Ergibt die Prüfung Vorteile für den Kunden, erhält er ein entsprechendes Angebot. Bei Zustimmung stellt der Versicherer den Tarif entsprechend um.

„Auch für Bestandskunden in der modernen oder fondsgebundenen Altersrentenversicherung kann sich die Rechnungszinserhöhung lohnen, da die Alte Leipziger für die Kalkulation der Bezüge beim Rentenbeginn den aktuellen Rentenfaktor einbezieht“, ergänzt Dr. Jürgen Bierbaum, Vorstand der Alte Leipziger Lebensversicherung. „Dieser steigt durch den neuen Zins ebenfalls.“ (js)

Bild: © sommart – stock.adobe.com

 

Steigender Höchstrechnungszins: Bedeutung für Versicherer

Ende vergangenen Jahres hat sich die Deutsche Aktuarvereinigung für eine Erhöhung des Höchstrechnungszinses ausgesprochen. Versicherer wünschen sich schnell Klarheit. Doch wie könnte sich eine Anhebung konkret auf die Altersvorsorgeprodukte der Unternehmen auswirken?

Anmerkung der Redaktion: Kurz nach Veröffentlichung dieses Artikels hat das Bundesministerium der Finanzen die Erhöhung des Höchstrechnungszinses von 0,25% auf 1% ab 2025 bekannt gegeben. 

Viele Versicherer warten derzeit gespannt auf Neuigkeiten aus Berlin. Im November 2023 hat sich nämlich die Deutsche Aktuarvereinigung e. V. (DAV) in ihrer alljährlichen Empfehlung an das Bundesfinanzministerium (BFM) für eine Erhöhung des Höchstrechnungszinses für Neuverträge in der Lebensversicherung ausgesprochen.

Sollte das BFM den Empfehlungen der DAV folgen, würde der Höchstrechnungszins das erste Mal seit 30 Jahren steigen – und zwar deutlich: Die Aktuare haben sich ab dem Jahr 2025 für eine Erhöhung von den derzeitigen 0,25% auf 1% ausgesprochen.

Renaissance der Klassik? Eher nicht

Was würde eine solche Steigerung für die Produkte in der privaten Altersvorsorge bedeuten? Grundsätzlich könnte eine Erhöhung zur Folge haben, dass die Nachfrage nach Lebensversicherungsprodukten mit Beitragsgarantien wieder steigen, sagt Jens Oliver Martin, Leiter Produktmanagement bei der Alte Leipziger Lebensversicherung a. G auf Nachfrage von AssCompact.

Bei der WWK sieht man das ähnlich. Eine Anhebung würde Produkte, bei denen das Sicherungsvermögen eine Rolle spielt, aus Kundensicht wieder attraktiver machen, so Dr. Winfried Gaßner, Abteilungsleiter Produktmanagement WWK Versicherungen. „Aber auch konventionelle Produkte und sogar fondsgebundene Tarife ohne Garantie profitieren von einem höheren Rechnungszins, beispielsweise in Form eines höheren garantierten Rentenfaktors, der der Berechnung der monatlichen Rente dient“, so Gaßner.

Allerdings: Bei der Alte Leipziger geht man derzeit nicht davon aus, dass die vorgeschlagene Erhöhung auf „nur“ 1% mit einer „Renaissance der Klassik“ einhergehen würde.

Lebt Riester wieder auf?

Wie sieht es mit den in den letzten Jahren in Ungnade gefallenen Riester-Produkten aus? Mit der Senkung des Höchstrechnungszinses stellten viele Versicherer das Riester-Neugeschäft ein, weil der Bruttobeitragserhalt nicht mehr gewährleistet werden konnte.

Wären die Produkte nach der Erhöhung wieder interessanter? Laut der Stuttgarter Versicherung und der R+V würde die Attraktivität zumindest wieder steigen, wie die Unternehmen während separater Pressegespräche vor einigen Wochen bestätigten. Guido Bader, Chef der Stuttgarter Lebensversicherung, würde eine Rückkehr von Riester „begrüßen“. Die Alte Leipziger dagegen glaubt nicht, dass ein Höchstrechnungszins von 1% ausreichend wäre, um Riester wieder attraktiv zu machen.

AKS-Produkte ebenfalls betroffen

Auch auf andere Produkte in der Altersvorsorge sowie in der Arbeitskraftabsicherung würde eine Anhebung Einfluss haben, erklärt die Stuttgarter. So würden etwa in der Risikolebensversicherung, in Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen sowie in Grundfähigkeits- und Dread-Disease-Produkten Prämien nach unten gehen. Er schätze, dass die Beiträge zwischen 5 bis 7% sinken werden, so Bader.

Entscheidung soll so schnell wie möglich kommen

Bisher hat man noch nichts aus Berlin gehört – auch nicht, wann mit einer Entscheidung gerechnet werden könnte. Die Versicherer jedoch möchten „besser gestern als heute“ Klarheit, so die WWK. Hier arbeitet man bereits mit Annahmen und verschiedenen Szenarien. „Eine zeitgerechte Umsetzung der ggf. neuen Rahmenbedingungen in unserer Produktwelt hat für unser Haus oberste Priorität“, so Gaßner.

Dabei geht es nicht nur darum, dass eine entsprechende Vorlaufzeit benötigt wird, so die Alte Leipziger. „Bei geförderten Produkten wie der Basisrente ist zwingend eine Klassifizierung des Chance-Risiko-Profils durch die Produktinformationsstelle Altersvorsorge (PIA) erforderlich, ebenso wie eine Zertifizierung der Bedingungen durch das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt). Hierfür müssen im Regelfall bis zu sechs Monate Vorlauf eingeplant werden“, so Martin. (js)

Bild: © chaylek – stock.adobe.com

 

ALH-Vorstand Kettnaker: „Gute Beratung wird Mangelware sein“

Bis zum Jahr 2030 werden viele Babyboomer in den Ruhestand gehen, unter ihnen auch viele Makler. Die schwindende Anzahl von Vermittlern macht der ALH-Gruppe Sorgen – und sie befürchtet, dass sich gute Beratung zur Mangelware entwickeln wird. Abhilfe solle die fortschreitende Digitalisierung schaffen.

Der Renteneintritt der Babyboomer bereitet vielen Branchen Kopfzerbrechen, wird sie doch den bereits vorhandenen Fachkräftemangel noch verschärfen. Auch die Versicherungs- und Finanzbranche ist davon betroffen. Über die letzten Jahre hat die Anzahl der bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) registrierten Versicherungsvermittler stetig abgenommen.

Auch der Alte Leipziger/Hallesche Gruppe (ALH) macht der Vermittlerschwund Sorgen. Während der digitalen Jahrespressekonferenz am Dienstag, den 26.03.2024, äußerte sich Frank Kettnaker, ALH-Vorstandsmitglied für Vertrieb und Marketing, zu dem Thema. Neben dem schrumpfenden Maklermarkt – wofür ein wesentlicher Treiber die Konsolidierung im Markt sei – gehe Kettnaker zudem davon aus, dass es eine größere Anzahl von Maklern gibt, die zwar derzeit ihre Bestände halten, aber keine aktive Betreuung mehr anbieten. Seinen Schätzungen nach fallen etwa 5.000 bis 10.000 Makler unter diese Kategorie, so Kettnaker während der Pressekonferenz.

Notwendigkeit für Beratung bei komplexen Produkten bleibt bestehen

Das hat selbstverständlich Konsequenzen. „Gute Beratung wird Mangelware darstellen“, prophezeit Kettnaker. Gleichzeitig sei jedoch bei vielen komplexen Produkten die Notwendigkeit für Beratung ungebrochen – Kettnaker nennt hier die betriebliche Altersvorsorge, die betriebliche Krankenversicherung, Cyberpolicen sowie Baufinanzierung als Beispiele.

Abhilfe schaffen könne die Digitalisierung, so Kettnaker. Um die benötigte Beratungsleistung noch aufrecht erhalten zu können, müsse man Bürokratie abbauen und die Digitalisierung im Vertrieb sowie im Kundenservice vorantreiben. Hier unternehme man bei der ALH-Gruppe Anstrengungen, um sich in diese Richtung weiterzuentwickeln. Gleichzeitig betont der Vorstand jedoch, dass es beispielsweise beim Einsatz von künstlicher Intelligenz keineswegs darum ginge, Mitarbeiter wegzurationalisieren, sondern um sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Des Weiteren unterstützt das Unternehmen die Ausbildung von Nachwuchskräften durch die Teilnahme an mehreren Brancheninitiativen. So haben Auszubildende aus Maklerbetrieben etwa die Möglichkeit, ein Praktikum bei dem Versicherer zu absolvieren, um den Betrieb besser kennenzulernen. (js)

Bild: © cherryandbees – stock.adobe.com

 

Alte Leipziger passt BU an

Die Alte Leipziger hat Neuerungen in ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung bekannt gegeben. Neben einer Beitragspause von bis zu 24 Monaten haben Kunden nun auch die Möglichkeit, eine Reihe von Gesundheitsservices mit Fokus auf mentale Gesundheit zu nutzen.

Die Alte Leipziger Lebensversicherung a. G. hat mehrere Neuerungen in ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bekannt gegeben.

Zum einen haben Neukunden sowie Bestandskunden mit Verträgen, die im Jahr 2022 oder später abgeschlossen wurden, ab sofort die Möglichkeit, die Beiträge für ihre BU oder Grundfähigkeitsversicherung bis zu einem Zeitraum von 24 Monaten auszusetzen, beispielsweise während eines Sabbaticals oder während der Elternzeit. Der Versicherungsschutz bleibt während der Beitragspause in vollem Umfang bestehen, versichert die Alte Leipziger.

Kunden können dann entscheiden, ob sie den gleichen Beitrag weiterzahlen möchten – in diesem Fall wird die Rentenhöhe zu Beginn der Pause neu berechnet und angepasst – oder ob die Rentenhöhe gleich blieben soll. Bei dieser Option wird der zu zahlende Beitrag im Anschluss an die Pause aufgrund der Restlaufzeit und Dauer der Pause neu berechnet.

Mentale Gesundheit steht im Fokus der Gesundheitsservices

Eine weitere Neuerung: Kunden haben nun Zugang zu kostenfreien, freiwilligen Gesundheitsservices, die den Fokus auf den Bereich mentale Gesundheit legen. Alle Neu- und Bestandskunden können Gebrauch von den Services machen, bei denen die Alte Leipziger auf die Expertise ihrer Schwestergesellschaft Hallesche Krankenversicherung zurückgreift.

Im Angebot sind Services zur Prävention als auch Unterstützung bei Krankheit. Der Terminservice von MD Medicus beispielsweise unterstützt bei der Suche nach einem Psychiater, Psychotherapeuten oder Psychologen. Mit dem Gesundheitsportal der Halleschen können Kunden Informationen rund um psychische und andere Erkrankungen recherchieren. Das persönliche Risiko für psychische Erkrankungen kann mithilfe des Online-Selbsttests von Novego ermittelt werden. (js)

Bild: © iana_kolesnikova – stock.adobe.com

 

ALH Gruppe erwartet mehrere Neugeschäftsrekorde

Die ALH Gruppe war auch im Jahr 2023 wieder auf Wachstumskurs. Die Gruppe erwartet für das vergangene Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von etwa 5,3 Mrd. Euro. Bei der Hallesche Krankenversicherung sowie der Alte Leipziger Versicherung hat das Unternehmen Rekorde im Neugeschäft bekannt gegeben.

Die ALH Gruppe ist im Geschäftsjahr 2023 auf Wachstumskurs geblieben. Das zeigen die vorläufigen Geschäftszahlen, die das Unternehmen letzte Woche veröffentlicht hat.

Demnach steigerte die Alte Leipziger Lebensversicherung ihr Neugeschäft gegen laufenden Beitrag gegenüber dem Vorjahr um 3,2% auf rund 220 Mio. Euro. Der Rückgang im Einmalbeitragsgeschäft sorgte allerdings dafür, dass das Neugeschäftsergebnis der Alte Leipziger für 2023 rund 14% unter dem Ergebnis vom Vorjahr liegt.

Das Neugeschäft im Bestand legte ebenfalls um etwa 3% zu. Der Rohüberschuss vor Steuern wuchs um etwa ein Drittel auf rund 445 Mio. Euro.

Hallesche erwartet stärkstes Neugeschäftsergebnis

Ihr bisher stärkstes Neugeschäftsergebnis konnte die Hallesche erzielen, deren Monatssollbeitrag mit rund 7,2 Mio. Euro um etwa 49% über dem Vorjahreswert lag. Wesentlicher Treiber war hierbei die Krankenvollversicherung (+55% gegenüber dem Vorjahr), doch auch die betriebliche Krankenversicherung (bVK) konnte mit einem Plus von 34% gegenüber dem Vorjahreswert deutliches Wachstum verzeichnen. Die gebuchten Bruttobeiträge der Hallesche stiegen um 8% verglichen mit 2022.

Privatschutzsparte verhilft Alte Leipziger zum Rekordergebnis

Auch die Alte Leipziger Versicherung konnte mit rund 100 Mio. Euro ein Rekordergebnis im Neugeschäft erzielen. Einen maßgeblichen Beitrag dazu leistete die Privatschutz-Sparte. Bei den Beitragseinnahmen im Privatschutzsegment wird über alle Sparten hinweg ein Wachstum der gebuchten Beiträge um rund 15% auf 480 Mio. Euro erwartet. Aufgrund von Preissteigerungen im Kraftfahrtbereich sowie einer Häufung von Naturereignissen mit entsprechenden Schadenzahlungen wird die Combined Ratio laut dem Unternehmen bei rund 100% liegen.

Gesamtumsatz klettert im Vergleich zum Vorjahr

Insgesamt erwartet die ALH Gruppe für das vergangene Geschäftsjahr einen Umsatz von etwa 5,3 Mrd. Euro, eine weitere Steigerung des Vorjahresergebnisses, das bei 5,2 Mrd. Euro lag. Der Gesamtumsatz der Gruppe schließt auch die Ergebnisse von Alte Leipziger Bauspar und Alte Leipziger Trust mit ein. Die Bauspargesellschaft konnte dabei eine beantragte Bausparsumme von rund 1,6 Mrd. Euro erzielen, das Baufinanzierungsgeschäft lag bei rund 198 Mio. Euro. Die Alte Leipziger Trust Investmentgesellschaft konnte beim Fondsvolumen ihrer Publikumsfonds ein Wachstum von rund 15% verzeichnen.

Insgesamt sei man im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen, die sich 2023 gegenüber dem Vorjahr noch verschärft haben, „sehr zufrieden“ mit dem Ergebnis, kommentiert Vorstandsvorsitzender Christoph Bohn die vorläufigen Zahlen. (js)

Bild: © ALH Gruppe