AssCompact - Facebook AssCompact - Google+ AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Whats App AssCompact - Whats App

Änderung und Kündigung gerne digital, die Schadenmeldung eher nicht
22. Oktober 2015

Änderung und Kündigung gerne digital, die Schadenmeldung eher nicht

Die Digitalisierung ist in der Versicherungswirtschaft angekommen. Es wird eifrig investiert. Die steigende Kundenbereitschaft, Versicherungsangelegenheiten insbesondere in den Sachversicherungssparten digital und online zu erledigen, scheint die Maßnahmen zu rechtfertigen. Die tatsächliche Nutzung der Angebote hinkt aber oft hinterher und hängt sehr vom jeweiligen Anlass ab.


Die Digitalisierung in der Versicherungsbranche schreitet voran. Versicherer investieren in diesen Bereich und auch die Bereitschaft der Versicherungskunden in Deutschland, einzelne Versicherungsangelegenheiten online oder per App zu erledigen, steigt stetig an.

So sind sechs von zehn Bundesbürgern mit Internetzugang bereit, die Mitteilung über die Änderung ihrer Kontaktdaten online oder per App zu erledigen. Rund jeder Zweite würde sich darüber hinaus den aktuellen Stand der Versicherung im Netz einholen oder eine Vertragskündigung online übermitteln. Dies jedenfalls sind Ergebnisse der YouGov-Studie „Kundenmonitor Assekuranz“ mit dem Schwerpunktthema „Digitalisierung als Chance für die Kundenbeziehung“. Für die Studie wurden im Sommer rund 2.000 Personen befragt.

„Dennoch ist nicht mit einem disruptiven Umbruch zu rechnen. Wir wissen auch, dass die hier befragten Internetnutzer Kundenportale von Versicherern, wenn überhaupt, nur selten nutzen“, kommentiert Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov die Umfrageergebnisse. Das heißt auch: Die persönliche Beratung ist in Zukunft durchaus weiterhin relevant. So ist über die Hälfte der Versicherungsnehmer in Deutschland laut YouGov der Meinung, dass die persönliche Beratung auch in fünf Jahren noch genauso wichtig sein wird wie heute. Vor allem im Schadenfall sei sie von großer Bedeutung, und zwar dann, wenn ein Schaden gemeldet und konkrete Hilfe benötigt werde, weiß Gaedeke. Und wenn es um Details von Versicherungsverträgen – also um Leistungen und Vertragsbedingungen – gehe, benötigten die meisten Befragten ebenfalls persönliche Betreuung.

Online-Bereitschaft: Sachversicherungen haben die Nase vorn

Auch ist die Online-Bereitschaft der Versicherungskunden in Deutschland nicht über alle Versicherungssparten und -produkte hinweg gleich hoch: Im Bereich der Lebens- oder Rentenversicherung beispielsweise, liegt die Bereitschaft für Online-Aktivitäten nur bei einem knappen Drittel. Sachversicherungen hingegen liegen bei den Befragten vorn. Nahezu die Hälfte der Befragten könnte sich der YouGov-Studie zufolge vorstellen, online am Computer oder über eine App Informationen zur Reiseversicherung einzuholen. Der Autoschutzbrief liegt auf Platz zwei, gefolgt von der Kfz-, Hausrat- und privaten Haftpflichtversicherung. (ad)





AssCompact Abonement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung im ersten Halbjahr 2016 unter die Lupe genommen. Demnach verzeichnen die Kassen einen Überschuss von 600 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum erfassten die gesetzlichen Krankenkassen noch ein Defizit von 492 Mio. Euro. Als Grund für den nun vorliegenden Überschuss nennt die Zeitung die zu Jahresbeginn 2016 erhöhten Zusatzbeiträge. Doch diese können noch weiter steigen.