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Das unterschätzte Netzwerk – Vermittler sollten XING nutzen
13. Februar 2018

Das unterschätzte Netzwerk – Vermittler sollten XING nutzen

Warum XING gerade in der Finanz- und Versicherungsbranche eine große Rolle spielt und wie Makler am besten mit den stetigen Änderungen von Darstellung, Design und Logik in den sozialen Netzwerken umgehen können, erklärt der Online-Experte Martin Müller im AssCompact-Interview.


Herr Müller, welche Rolle spielt XING heute noch für die Finanz- und Versicherungsbranche?

XING wird von vielen Menschen unterschätzt. Auch wenn die Mitgliederzahl ständig steigt, so ist der Aktivitätsgrad der einzelnen Mitglieder doch sehr unterschiedlich. Viele nutzen es nur als sich selbst aktualisierende Visitenkartensammlung. Wenn man sich aber mit XING beschäftigt und erkennt, wie viele Kunden, Wettbewerber und Personen des eigenen Wirkungsfeldes sich dort befinden, dann erkennt man ebenso die Möglichkeiten der Selbstdarstellung und der Akquise.

Gerade in der Finanz- und Versicherungsbranche spielt XING eine große Rolle, da hier das Vertrauen, die Bekanntheit und die Neukundengewinnung sehr wichtig sind. Besonders die Zielgruppe dieser Branche ist in XING überdurchschnittlich vertreten. Ich habe in meiner aktiven Zeit als Finanzmakler viele Neukunden über XING gewonnen; genau wie heute, wenn es darum geht, andere in der optimalen XING Nutzung zu beraten.

Und auf Vermittlerbüros heruntergebrochen, sehen Sie hier großes Engagement?

Das Engagement steigt in den Vermittlerbüros, wenn die Vorteile der XING-Nutzung erkannt werden. In meiner Tätigkeit als XING-Trainer merke ich, dass vor den Seminaren die Nutzung oft sehr übersichtlich ist. Wenn aber die Möglichkeiten verstanden und das Potenzial in XING erkannt wird, dann steigt die Nutzung sehr schnell an. Sobald der erste neue Kunde über XING gewonnen oder eine wichtige branchenrelevante Info über XING dem Vermittler einen Vorteil gebracht hat, gehört die Nutzung zum Tagesgeschäft.

Die sozialen Netzwerke ändern stetig Darstellungen, Design und Logik. Wie kann man hier noch hinterherkommen?

XING passt sich natürlich den Trends an, die von den Nutzern und den Wettbewerbern vorgegeben werden. Dies ergibt natürlich nicht für jeden Nutzer sofort Sinn und manche Veränderungen verkomplizieren die individuelle Nutzung sogar, weil jeder seine eigenen Klickgewohnheiten hat. Wichtig ist, dass man regelmäßig mit XING arbeitet und zu den Änderungen auch die Kommentare oder Ankündigungen zur Kenntnis nimmt, um die Logik für die eigene Nutzung zu verstehen.

Gerade gibt es bei XING wieder eine Neuerung, die Profile haben sich geändert. Welche Änderungen sind das?

Weil der erste Profileindruck immer haften bleibt, hat XING den Kopf des Profils komplett neu gestaltet. Ähnlich einer Visitenkarte kann man nun mehrere Positionen oder Firmen auf den ersten Blick kenntlich machen und ein großes Hintergrundbild einfügen.

Was empfehlen Sie, hier zu tun?

Auch wenn die Neuerungen auf den ersten Blick nicht alle hilfreich sind, so sollte man auf jeden Fall XING-Premiummitglied sein, um das Hintergrundbild zu nutzen, einen perfekten ersten Eindruck zu machen. Auch kann man Ehrenämter oder eine zweite Firma nun auch nach oben setzen, sodass dies allen Profilbesuchern auf den ersten Blick ins Auge fällt. Dies ging vorher nicht. Besonders wichtig ist die Gestaltung eines eigenen XING-Portfolios – nichts anderes als die „Schaufensterdekoration“. Je besser diese gestaltet ist, desto mehr Profilbesucher zeigen Interesse an einem Kontakt.

Mit Blick in die Zukunft: Wo kann XING weiter nützlich sein? Welche Änderungen, neuen Funktionen oder auch Entwicklungen bei den Nutzern erwarten Sie als nächstes?

XING ist für alle Nutzer eine digitale Visitenkarte. Das XING-Profil ist bei Google für viele Nutzer oft noch vor der eigenen Homepage gelistet, wenn die Keywords passen und die Aktivität hoch ist. Daher ist ein XING-Profil unverzichtbar, wenn es um den digitalen Ersteindruck geht. Mit der geschickten Nutzung der Selektionsmöglichkeiten kann der Nutzer seien Wunschkunden identifizieren und professionell mit ihnen in Kontakt kommen. Durch das Schreiben von Fachbeiträgen, die dann in diese Zielgruppe gestreut werden können, kann sich der Nutzer als Experte qualifizieren. Aus eigener Erfahrung kommen dann die Beratungsanfragen ganz von selbst.

Als Nutzer steht man immer vor der Entscheidung, anderen digitalen Trends zu folgen, ohne zu wissen ob diese sich durchsetzen. Auch verbleiben sehr viele Vermittler in alten Strukturen, weil sie die Vorteile einer XING-Nutzung nicht auf den ersten Blick erkennen oder erkennen wollen. Die steigenden Nutzerzahlen bei XING beweisen, dass immer mehr Menschen die Vorteile aber doch erkennen. Bleibt zu hoffen, dass die weiteren Produktveränderungen von XING sich genau an den Anforderungen der Nutzer orientieren.

Mehr Tipps von Martin Müller zum neuen XING-Profil finden Sie hier.



Kommentare

von Stefan Groß (170599) am 13.02.2018 um 09:54 Uhr
Xing ist von der Idee her super; besser als Facebook. Wenn man nun noch irgendwie die Schwemme von irgendwelchen Mental-, Verkaufs- und sonstigen "Coaches" oder Trainees, Unternehmensberater und Co außen vor lassen könnte, die Xing scheinbar inhalliert haben und einem ständig auf die Nüsse gehen in der Hoffnung auf Umsatz, dann wäre das super.

Ich hatte auch schon einen Premium-Account, aber ich habe auch noch was anderes zu tun, als auf irgendwelche Pseudo-Kontakte zu antworten, die sich auf die Premium-Kontakte stürzen wie die Geier auf das Aas, Hauptsache Masse generieren, dann bleibt am Ende auch was hängen.

So bleibt Xing für mich eine Plattform, die maßgeblich von dieser Zielgruppe dominiert wird, eher uninteressant. Die meisten meiner Zielgruppe, die ich suche (Handwerker aller Couleur aus der Metall-, Holz-, Bau- und der Kunststoffbranche) scheinen zu arbeiten und keine Zeit zu haben, ihr wenn überhaupt vorhandenes Xing-Profil zu pflegen.

S. Groß, SachKontor GmbH

von Ludwig Barthel am 13.02.2018 um 19:44 Uhr
Ich halte Xing ebenfalls für stark überschätzt. Der Nutzen dieser Plattform hat sich mir noch nicht erschlossen. Ist eigentlich Kaltakquise per Internet und nur ein weiterer überflüssiger Zeitfresser und Tummelplatz von Dienstleistern, die sich gegenseitig akquirieren wollen....

L. Barthel



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