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Deutschland wird zum Land der Immobilien-Erben
08. Juni 2017

Deutschland wird zum Land der Immobilien-Erben

Laut einer Studie der Quirin Privatbank und des Marktforschungsinstituts YouGov werden Erbschaften in Deutschland zur Massenerscheinung. Mehr als jeder dritte Erwachsene hat mindestens schon einmal geerbt. Da Immobilien-Nachlässe zunehmen, wird künftig jede fünfte Erbschaft einen Wert von 250.000 Euro übersteigen. Mit der zunehmenden Bedeutung des Themas Erben und Vererben wächst auch der Beratungsbedarf.


Hierzulande hat jeder dritte Bundesbürger mindestens schon einmal geerbt (35%), bei den über 55-Jährigen beträgt der Anteil sogar mehr als die Hälfte. Das geht aus einer bundesweiten Erhebung der Quirin Privatbank in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov Deutschland hervor. Die Studie „Erbschaften in Deutschland 2017“ hat anhand von über 7.400 Online-Interviews untersucht, wie viele Erwachsene schon einmal geerbt haben, zukünftig mit einem Erbe rechnen oder selbst ein Erbe vergeben wollen. Am häufigsten erben die Menschen in Bayern, Schlusslichter sind Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Immobilien werden bei Erbschaften immer wichtiger

Bisher sind große Erbschaften am häufigsten in Hessen zu verzeichnen, hier erhielt jeder vierte Erbe mindestens 100.000 Euro, gefolgt von Bayern und Hamburg. Laut Studie werden Erbschaften in dieser Größenordnung immer wahrscheinlicher. Denn vier von zehn Deutschen, die ein Erbe vergeben wollen, schätzen den Wert der Erbmasse auf mindestens 100.000 Euro. Wie die Umfrage zudem ergeben hat, wird wohl jede fünfte Erbschaft künftig eine Viertelmillion Euro übersteigen. Eine wesentliche Ursache dafür sind Immobilien. So rechnet jeder zweite Befragte, der vererben will bzw. jeder zweite, der eine Erbschaft erwartet, mit Immobilien als Teil der Erbschaft. Damit wächst die Bedeutung von Immobilien für Erbschaften. Bislang gehören Häuser, Grundstücke oder Wohnungen bundesweit zu jedem dritten Erbe (34 %), und zwar vor allem in Rheinland-Pfalz (46 %), am seltensten in Sachsen (22 %). In der Vergangenheit, so ein Ergebnis der Studie, haben bundesweit allerdings nur etwa ein Viertel der Erben die geerbte Immobilie auch selbst genutzt.

Jeder zweite Deutsche will vererben

Wie die Studie außerdem zeigt, plant jeder zweite Erwachsene in Deutschland, ein Erbe zu vergeben. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit 55 %, am seltensten wollen die Menschen in Sachsen ein Erbe vergeben (40 %). Die Aufteilung des Erbes im Vorfeld mit den Beteiligten zu besprechen, ist nur jedem achten Deutschen wichtig. Die Hälfte der Befragten empfinden eine exakt gleichmäßige Verteilung unter den Erben als gerecht. Jeder fünfte Deutsche hält es aber ebenfalls für gerecht, wenn diejenigen, die es nötig haben, mehr als andere oder sogar alles erhalten.

Beratungsbedarf rund ums Erben und Vererben steigt

Knapp die Hälfte aller Deutschen fühlt sich der Studie zufolge in puncto Erben und Vererben nicht ausreichend informiert. Der größte Bedarf an Beratung zeigt sich bei den Themen Erbschaftsteuer, Testamente und Beurkundungspflichten. Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank, unterstreicht: „Die Themen Erben und Vererben werden in Deutschland immer wichtiger – damit steigen der Informationsbedarf der Menschen und die Anforderungen an die Berater nachhaltig.“ (tk)





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