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Die meisten Deutschen würden elektronische Gesundheitsakte nutzen
09. November 2017

Die meisten Deutschen würden elektronische Gesundheitsakte nutzen

Eine elektronische Gesundheitsakte stößt bei der Mehrheit der Bundesbürger auf Akzeptanz. Dies zeigt eine Umfrage von SPLENDID RESEARCH. Was die Funktionen der Akte betrifft, die alle Gesundheitsdaten eines Patienten vereinen soll, erwarten die Nutzer vor allem eine Zeit- und Aufwandsersparnis.


In der elektronischen Gesundheitsakte sollen künftig alle Informationen zum Gesundheitszustand eines Patienten zusammengeführt sein sollen. In einer Umfrage hat das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH nun beleuchtet, wie es um die Akzeptanz der Gesundheitsakte innerhalb der Bevölkerung steht und welche Erwartungen die Nutzer haben. Wie die Ergebnisse belegen, würde die Mehrheit der Deutschen (56%) die elektronische Gesundheitsakte nutzen. Lediglich 10% sprechen sich gegen eine Zusammenführung ihrer Gesundheitsdaten in elektronischer Form aus. Ein Drittel der Befragten zeigt sich noch unentschlossen und muss Vor- und Nachteile erst noch abwägen.

Gesundheitsakte soll Zeit und Aufwand sparen

Welche Funktionen die Akte bieten soll, davon haben die Deutschen klare Vorstellungen. In erster Linie versprechen sich die Nutzer eine Zeit- und Aufwandsersparnis. Am stärksten nachgefragt werden dabei die Notfalldatenfunktion und der elektronische Impfpass. 60% Prozent der Deutschen erwarten eine automatisierte Übertragung der Gesundheits- und Behandlungsdaten sowie die flächendeckende Einbindung von Ärzten, Krankenkassen und Apotheken.

Deutsche erwarten positiven Einfluss auf Behandlungsverlauf

Außerdem gehen die meisten Bundesbürger davon aus, dass die elektronische Gesundheitsakte einen positiven Einfluss auf Behandlungsverlauf und Gesundheitsverhalten haben wird: So sind drei von vier Personen der Meinung, dass die Gesundheitsakte Ärzte im Notfall wertvolle Informationen bieten kann. Die Hälfte der Befragten erhofft sich zudem eine Erhöhung der Behandlungssicherheit, wenn die medizinischen Daten umfassend zur Verfügung stehen. Ebenfalls die Hälfte der Befragten erwartet von der elektronischen Gesundheitsakte positive Auswirkungen auf das eigene Gesundheitsverhalten, etwa durch häufigeres Blutdruckmessen.

Bedenken in Sachen Datenschutz

SPLENDID RESEARCH wollte auch wissen, welche Befürchtungen die Menschen in Bezug auf die elektronische Gesundheitsakte hegen: So sehen sechs von zehn Deutschen sowohl die Gefahr des gläsernen Bürgers als auch das Potenzial des Missbrauchs durch Kriminelle. Für acht von zehn Befragtte ist es wichtig, zu jeder Zeit selbst die Kontrolle über den Inhalt der gespeicherten Daten zu haben. (tk)





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