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Die wichtigsten Produktmerkmale bei Kinderrentenversicherungen
30. November 2015

Die wichtigsten Produktmerkmale bei Kinderrentenversicherungen

Kinderrentenversicherungen sind umstritten, Verbraucherschützer raten häufig davon ab. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) dagegen meint, sie können trotzdem attraktiv sein und hat in einem Rating untersucht, auf welche Produktmerkmale es ankommt.


Rentenversicherungen geraten in der Niedrigzinsphase unter Druck. Das gilt umso mehr für Kinderrentenversicherungen. Die Policen haben aber auch Vorteile, meint das IVFP im Zusammenhang mit einem neuen Rating. „Kinderrentenversicherungen, vor allem fondsgebundene, haben den Vorteil, dass sie neben der Kapitalbildung gleichzeitig die Möglichkeit zur Absicherung bieten“, sagt Frank Nobis, IVFP-Geschäftsführer, „auf diese Weise werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.“ Er kommt zu dem Schluss, Sicherheit und Sparen – im Versicherungsmantel abgeltungssteuerfrei geschützt – über einen langen Zeitraum durch den Zinseszinseffekt gepusht, sei eine gar nicht so schlechte Kombination.

Das IVFP hat Kinderrentenversicherungen untersucht und dabei die wichtigsten Produktmerkmale herausgearbeitet. Besonders wichtig sei bei Kinderpolicen die Flexibilität. Wichtige Bestandteile eines Vertrags seien flexible Zuzahlungen, Kapitalentnahmen und Beitragspausen. Auch sei eine Vertragsübernahme ab 18 durch das Kind sinnvoll, ebenso die Versorgerabsicherung oder die Option auf Schulunfähigkeit oder Unfallversicherung für das Kind. Andererseits sollte diese Flexibilität nicht teuer bezahlt werden müssen. „Noch immer gibt es Anbieter, die bei einer Kapitalentnahme hohe Gebühren verlangen“, so Nobis. „Gerade bei Kinderrentenprodukten darf das nicht sein, da hier sehr lange Laufzeiten vorliegen und die Wahrscheinlichkeit, der Kapitalentnahme dementsprechend hoch ist.“ Auch darauf gelte es deshalb bei der Produktauswahl zu achten.

Weiterhin sollte man beim Abschluss beachten, welche Optionen die Produkte bieten, so das IVFP weiter. Die Möglichkeit, den Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, also die sogenannte Nachversicherungsgarantie, sei eines dieser besonderen Features.

65 Tarife im Test

Unter der Lupe standen beim IVFP-Rating 65 Tarife von 25 Anbietern. Demnach erhielt der Tarif der EUROPA mit 1,2 die beste Note in der Kategorie der klassischen Lebensversicherung. Bei den fondsgebundenen Tarifen mit Beitragsgarantie schneiden Allianz, Stuttgarter und ALTE LEIPZIGER mit der Note 1,3 am besten ab. Bei den fondsgebundenen Tarifen ohne Beitragsgarantie erreicht die Allianz ebenfalls eine 1,3 und liegt damit vor ihren Mitbewerbern. Und der Marktführer liegt auch im Bereich der neuen Klassik und der Indexpolicen vorne. In der Kategorie „Index“ kommt er sogar auf eine 1,1. (bh)

Alle Ergebnisse finden sich hier.





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