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Digitalisierungstrends gehen an kleineren Versicherern vorbei
15. Dezember 2015

Digitalisierungstrends gehen an kleineren Versicherern vorbei

Laut der INNOVALUE-Studie „Trends im Schadenmanagement 2015“ schreiben kleine Versicherer mit verdienten Bruttobeiträgen unter 1 Mrd. Euro p. a. den technologiebasierten Themen im Schadenmanagement für ihr eigenes Unternehmen nur geringe Bedeutung zu und könnten dadurch von der Konkurrenz abgehängt werden.


Kleine Versicherer messen Digitalisierungstrends im Schadenmanagement deutlich weniger Relevanz bei als große. Angesichts der teils rasanten Entwicklung drohen sie dadurch, von der finanzkräftigeren Konkurrenz abgehängt zu werden. Dies ergibt die Studie „Trends im Schadenmanagement 2015“, für die die INNOVALUE Management Advisors GmbH und die Universität Lausanne mehr als 50 Verantwortliche aus 37 Versicherungsunternehmen in Deutschland und der Schweiz befragt haben.

Digitalisierungstrends gehen an kleineren Versicherern vorbei

Die Studie offenbart, dass kleinere Versicherer (verdiente Bruttobeiträge unter 1 Mrd. Euro p. a.) insbesondere technologiebasierten Themen sowohl gegenwärtig als auch mit Blick auf die Zukunft nur eine geringe bis mäßige Bedeutung für das eigene Unternehmen beimessen. Größere Versicherer attestieren Themen wie dem digitalen Schadentracking und der digitalen Schadenbegutachtung, aber auch der Automatisierung im gesamten Schadenmanagement demgegenüber deutlich höhere Relevanz. „Die Einschätzungen der verschiedenen Marktteilnehmer spiegeln auch ihre jeweiligen Kapazitäten wider. Für kleinere Versicherer ist es schwerer, das nötige Know-how und Investitionsvolumen aufzubringen. Weil sie im Verhältnis weniger Schadenmeldungen bearbeiten, dauert es zudem länger, bis sich diese Investitionen amortisieren. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass sie im digitalisierten Schadenmanagement Vorreiterrollen einnehmen werden“, sagt Dr. Stephan Maier, Managing Partner der INNOVALUE Management Advisors. „Mit einer klaren Fokussierung auf ausgewählte Themen können aber auch sie Mehrwerte für Kunden und Unternehmen schaffen.“

Insgesamt sind sich die Manager der Studie zufolge aber einig, dass die Digitalisierung im Schadenmanagement relevant ist: 96% glauben, dass effizientes Schadenmanagement zur Sicherung der eigenen Kundenbasis relevant oder hochrelevant ist. Knapp 90% sind der Meinung, dass dies durch konsequente Digitalisierung der Prozesse ermöglicht wird. Vier von fünf Managern sehen hohe Einsparpotenziale bei der Betrugsprüfung mit Hilfe von Big Data.

Digitalisierungstrends gehen an kleineren Versicherern vorbei

Dennoch sehen Entscheider ihre eigenen Unternehmen bei Schlüsseltrends im Schadenmanagement gegenüber der Konkurrenz im Hintertreffen. Mehr als 40% sind der Meinung, dass ihr Unternehmen gegenüber den Wettbewerbern nur mäßig gut oder sogar schlecht aufgestellt sei. (ad)





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