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Durchschnittsalter bei Verwitwung nimmt zu
17. Juli 2017

Durchschnittsalter bei Verwitwung nimmt zu

 Aufgrund der steigenden Lebenserwartung trennt der Tod Ehepaare in Deutschland immer später: Heutzutage sind Frauen rund sechs Jahre später verwitwet als vor 20 Jahren, im Schnitt mit 72,3 Jahren. Dies belegen Daten der Deutschen Rentenversicherung, die die Initiative „7 Jahre länger“ analysiert hat.


„Bis dass der Tod euch scheidet“ trifft für Ehepaare in Deutschland immer später zu: Durch die steigende Lebenserwartung wurde für das Durchschnittsalter bei Verwitwung 2016 ein neuer Höchststand ermittelt: Witwen bezogen im Schnitt mit 72,3 Jahren, Witwer mit 74,9 Jahren erstmals eine Hinterbliebenenrente. Dies teilt die Initiative „7 Jahre länger“ mit, die Daten der Deutschen Rentenversicherung ausgewertet hat. Heutzutage werden Frauen rund sechs Jahre später Witwen als noch vor 20 Jahren. Männer sind rund acht Jahre älter, wenn sie erstmals eine Hinterbliebenenrente erhalten.

Durchschnittliche Ehedauer ist gestiegen

Auch der Deutsche Alterssurvey (DEAS), eine regelmäßig bundesweit durchgeführte Befragung von Personen zwischen 40 und 85 Jahren, belegt: Der Tod trennt Ehen immer später. Demnach waren 2014 die Befragten mit Familienstand „verwitwet“ im Schnitt 34,9 Jahre mit ihrem Ehepartner verheiratet. Im Jahr 1996 betrug die durchschnittliche Ehedauer noch 30,8 Jahre. Frauen überleben viel häufiger ihre Ehepartner als Männer, da Männer in einer Partnerschaft meistens älter sind als die Frau und Frauen eine höhere Lebenserwartung aufweisen.

Mehr Paare feiern Eiserne Hochzeit

Auch die Zahl der Eisernen Hochzeiten hat zugenommen: Immer mehr Paare können ihren 65. Hochzeitstag feiern. Im Jahr 2016 waren dies mehr als 13.000 Paare und damit so viele wie noch nie. Vor 20 Jahren gab es nur 2.175 Paare, die man zur Eisernen Hochzeit beglückwünschen durfte.

Zahl der Witwen gesunken

Obwohl die Bevölkerung immer älter wird, ist die Zahl der Witwen leicht zurückgegangen. Ende 2016 erhielten rund 4,26 Millionen Frauen eine Hinterbliebenenrente und damit 13% weniger als 1996. In den Bestandszahlen zeigen sich noch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges, in dem viele Frauen ihre Ehemänner verloren hatten. Inzwischen sind viele Kriegswitwen verstorben, so dass es insgesamt weniger Witwen gibt. Währenddessen hat die Zahl der Witwer um mehr als das Doppelte zugenommen. (tk)





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