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Ein katastrophenreiches Jahr geht zu Ende
21. Dezember 2015

Ein katastrophenreiches Jahr geht zu Ende

Gemäß vorläufigen sigma-Schätzungen wird der gesamtwirtschaftliche Schaden aus Natur- und man-made-Katastrophen im Jahr 2015 ca. 85 Mrd. US-Dollar betragen. Die Höhe der versicherten Schäden hingegen wird sich voraussichtlich auf 32 Mrd. US-Dollar belaufen. Insgesamt fordern Katastrophen dieses Jahr etwa 26.000 Menschenleben – doppelt so viele wie 2014.


Laut sigma-Schätzungen beträgt der gesamtwirtschaftliche Schaden für 2015 rund 85 Mrd. US-Dollar, verglichen mit 113 Mrd. US-Dollar in 2014 und 192 Mrd. US-Dollar Schaden im Zehnjahresdurchschnitt. Naturkatastrophen verursachten Schäden in Höhe von 74 Mrd. US-Dollar, die übrigen Schäden in Höhe von 11 Mrd. US-Dollar entstanden aus man-made-Katastrophen. Von den gesamtwirtschaftlichen Schäden waren 32 Mrd. US-Dollar versichert – 23 Mrd. US-Dollar resultierten aus Naturkatastrophen. Der wirtschaftliche Schaden aus Naturkatastrophen fällt somit um einiges geringer aus als der Zehnjahresdurchschnitt (55 Mrd. US-Dollar).

Ein katastrophenreiches Jahr

Mehrere schwerwiegende Naturkatastrophen, darunter Stürme, Hurrikane, Erdbeben, Überschwemmungen und Waldbrände verursachten im Jahr 2015 Schäden verschiedenster Art. Ein Wintersturm im Februar in den USA hat in diesem Jahr den größten Schaden aus Naturkatastrophen verursacht, mit einem Gesamtversicherungsschaden in Höhe von mehr als 2 Mrd. US-Dollar. Aufgrund der geringen Aktivität während der Hurrikansaison im Nordatlantik ist der weltweite Gesamtversicherungsschaden insgesamt jedoch verhältnismäßig niedrig ausgefallen.

Ein katastrophenreiches Jahr geht zu Ende

Auch in anderen Teilen der Welt kam es zu schwerwiegenden Katastrophen, wodurch sich die Anzahl der Todesopfer mit 26.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat. Im April hat ein Erdbeben der Stärke 7,8 Nepal und die angrenzenden Staaten erschüttert und eine humanitäre Katastrophe ausgelöst: Etwa 9.000 Menschen starben und an die 500.000 Häuser wurden zerstört. Der wirtschaftliche Schaden wird auf mehr als 6 Mrd. US-Dollar geschätzt. Bedingt durch die geringe Versicherungs-durchdringung sind davon jedoch nur etwa 160 Mio. US-Dollar versichert.

2015 das wärmste Jahr seit Erfassung der Wetterdaten

Der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zufolge wird das Jahr 2015 wohl das bisher wärmste Jahr seit Erfassung der Wetterdaten werden. Außergewöhnlich hohe Temperaturen und geringe Niederschlagsmengen haben in vielen Regionen zu Dürren, Waldbränden und Hitzewellen geführt. Mehr als 5.000 Menschen sind im Sommer in Indien, Pakistan, Europa, Nordafrika und im Nahen Osten aufgrund extremer Hitzewellen zu Tode gekommen. In Indien und Pakistan erreichten die Temperaturen im Mai und Juni Werte von über 48 °C – die höchsten Temperaturen seit 1995 – und forderten mehr als 3.000 Todesopfer. Weitere Todesfälle waren aufgrund des Kenterns zahlreicher, in der Regel nicht seetüchtiger, Flüchtlingsboote zu beklagen, die aus Krisengebieten in Nordafrika und dem mittleren Osten auf dem Weg nach Europa waren.

Teuerste manmade-Katastrophe aller Zeiten: Explosion in China

Von Menschen verursachte Katastrophen haben im Jahr 2015 einen Gesamtversicherungsschaden in Höhe von 9 Mrd. USD verursacht (7 Mrd. USD im Jahr 2014). Die kostenträchtigste Katastrophe des Jahres waren die Explosionen in einer Lagerhalle im Hafen von Tianjin im Nordosten Chinas am 12.08.2015. Die Explosionen forderten 173 Todesopfer und noch weit mehr Verletzte, beschädigte und zerstörte Fahrzeuge, Schiffscontainer, Produktionsanlagen und umliegendes Gelände. Erste Prognosen lassen Schäden in Höhe von mindestens 2 Mrd. USD erwarten, womit es sich für die Versicherungswirtschaft um die teuerste man-made-Katastrophe aller Zeiten im asiatischen Raum handeln würde. (sg)

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