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Erschwinglichkeit von Wohnraum in Deutschland nimmt zu
07. Januar 2019

Erschwinglichkeit von Wohnraum in Deutschland nimmt zu

In Deutschland sind in den letzten Jahren nicht nur die Mieten stark gestiegen. Auch der Arbeitsmarkt und damit die Löhne haben sich dynamisch entwickelt. Oft ist Wohnraum dadurch sogar erschwinglicher geworden. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervor.


In Deutschland sind in den letzten Jahren nicht nur die Mieten stark gestiegen. Auch der Arbeitsmarkt und damit die Löhne haben sich dynamisch entwickelt. Oft ist Wohnraum dadurch sogar erschwinglicher geworden. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervor.


Erschwinglichkeit von Wohnraum in Deutschland nimmt zu

Eine aktuelle Studie des IW hat ermittelt, wie viel Wohnraum sich ein Arbeitnehmer in jedem der 401 Kreise in Deutschland durchschnittlich leisten kann. Insgesamt hat sich demnach die Erschwinglichkeit von Mietwohnungen zwischen 2013 und 2017 in rund zwei Dritteln der Kreise erhöht. Selbst in einigen Großstädten wie Hamburg oder Frankfurt am Main hat dem IW zufolge die Erschwinglichkeit etwas zugenommen, in Berlin und vor allem München ist sie dagegen zurückgegangen.

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Starke regionale Unterschiede

Die regionalen Unterschiede sind erwartungsgemäß immens. In Städten wie Salzgitter, Pirmasens oder Zweibrücken können Arbeitnehmer bei einem Ausgabenanteil für Wohnraum von 26% am Nettolohn im Schnitt eine Wohnung mit einer Größe von über 100 m2 mieten, während in München und den umliegenden Kreisen bei gleicher relativer Belastung die Wohnungsgröße bei deutlich unter 50 m2 liegt.

Anderes Bild bei Kaufpreisen

Bei Wohnungskäufen hat die Erschwinglichkeit zwischen 2013 und 2017 abgenommen, hier ist die finanzierbare Wohnfläche in rund zwei Dritteln der Kreise gesunken. Allerdings können sich die Käufer bei gleichem Ausgabenniveau für Zins und Tilgung wie für die Miete im Durchschnitt größere Wohnungen leisten. Insgesamt sei der Kauf aufgrund niedriger Zinsen immer noch attraktiv, wobei jedoch der günstigste Zeitpunkt für den Kauf vermutlich schon überschritten sei.

Arbeits- und Wohnungsmarkt nicht immer im Gleichklang

Die Studie zeigt darüber hinaus auf, dass höhere Löhne und günstige Wohnungen kein Widerspruch sein müssen. Zahlreiche Regionen abseits der Metropolen weisen den Forschern zufolge sehr attraktive Arbeitsmärkte bei geringen Mieten und Kaufpreisen auf. Vor allem zahlreiche ostdeutsche Kreise haben demnach erheblich an Attraktivität gewonnen. (mh)




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