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GKV-Zusatzversicherung: Lob für Zahntarife, Kritik für Stationärtarife
09. Dezember 2015

GKV-Zusatzversicherung: Lob für Zahntarife, Kritik für Stationärtarife

Keine andere Zusatzversicherung wird so oft abgeschlossen wie die Zahnzusatzversicherung. Über 14 Millionen Versicherte haben sich dafür entschieden. Dass sie eine gute Wahl getroffen haben, bescheinigt nun ein aktuelles Rating von ASSEKURATA: das Bedingungswerk der Zahnzusatztarife sei gut bis sehr gut. Völlig konträr fällt das Urteil bei den stationären Zusatzversicherungen aus.


In einem aktuellen Rating bescheinigt die Ratingagentur ASSEKURATA den deutschen Zahnzusatzversicherungen ein kundenfreundliches Bedingungswerk. Die heutige Tarifgeneration versichere nicht mehr nur Zahnersatz inklusive Inlays und Implantate, sondern übernehme auch Mehrkosten für Zahnbehandlungen, Prophylaxe-Maßnahmen sowie Kieferorthopädie – Bereiche also, in denen die gesetzliche Krankenkasse nicht leistet.

Insbesondere bei den Erwachsenentarifen sei die Qualität der Angebote hoch und die Bedingungswerke der einzelnen Anbieter lägen nahe beieinander, so die Rater, die 41 Zahntarife untersucht haben. Bei den Tarifen führt demnach die INTER das Bewertungsfeld an, gefolgt von AXA und GOTHAER. Alle drei erhielten für ihre Bedingungsqualität das Gesamturteil „sehr gut“. Bei den Zahntarifen für Kinder und Jugendliche teilen sich sogar vier Versicherer die beste Bewertung. Neben der INTER und der AXA sind dies die Württembergische und die Deutsche Familienversicherung.

Bei den Kindertarifen stellt das Rating aber größere Unterschiede fest, als bei den Erwachsenentarifen, meist bei der Übernahme kieferorthopädischer Behandlungen. Hier würde dem Kunden zwar oftmals eine hohe Erstattung von bis zu 100% in Aussicht gestellt, jedoch sei in vielen Fällen die Leistung entweder pro Kalenderjahr oder pro Versicherungsfall auf einen Maximalbetrag begrenzt.

Stationäre Zusatztarife weit weg von Bestnote

Kein Lob ernten dagegen die stationären Zusatztarife, mit denen bei einer Krankenhausbehandlung, für die die GKV die allgemeinen Krankenhausleistungen trägt, stationäre Wahlleistungen abgesichert werden. Denn diese Erwartungshaltung erfülle – zumindest bedingungsmäßig – keiner der untersuchten 38 Einbett- und 25 Zweibettzimmertarife, erläutert ASSEKURATA. In keinem Bedingungswerk finde sich die eigentlich naheliegende Definition: „Der Leistungsfall ist eine stationäre Behandlung, für die die gesetzliche Krankenversicherung die allgemeinen Krankenhausleistungen erstattet.“ Stattdessen legten die Unternehmen fest, dass der Versicherungsfall genau dann eintrete, wenn die medizinische Notwendigkeit durch den privaten Krankenversicherer anerkannt werde.

Das bedeutet letztlich, dass der Versicherer auch dann die medizinische Notwendigkeit des stationären Aufenthaltes infrage stellen und die Übernahme stationärer Wahlleistungen ablehnen kann, wenn die gesetzliche Krankenversicherung durch die Übernahme der allgemeinen Krankenhausleistungen die medizinische Notwendigkeit bejaht hat. In der Praxis folge die PKV zwar der GKV-Entscheidung, trotzdem bedürfe es einer Klarstellung, erläutert die Ratingagentur, die gleichermaßen dringend eine Modernisierung der Tarife fordert.

Im Ergebnis vergab ASSEKURATA für die Tarifbedingungen bei stationären Zusatztarifen, die neben wahlärztlichen Leistungen die gesonderte Unterbringung im Einbettzimmer bei stationären Krankenhausaufenthalten vorsehen, gleich 16 Mal das Urteil „mangelhaft“ und in elf Fällen „ausreichend“. Eine sehr gute Bewertung erreichte keiner der untersuchten Tarife. Mit der Note „gut“ erzielt ein Tarif der Central die beste Bewertung. Auch bei den 23 untersuchten Zweibettzimmertarifen bleibt es grundsätzlich beim gleichen Bild: Elf Mal lautet das Ergebnis „mangelhaft“ und acht Mal „ausreichend“. Einzig ein Tarif der Concordia erhält mit der Note „befriedigend“ – einer 2,8 – noch eine zwei vor dem Komma. (bh)



Kommentare

von Pierre Esser am 09.12.2015 um 11:58 Uhr
Der x Vergleich für den Gesamtbereich der KV Zusätze ? Weder der Fachwissende noch der ( zukünftige ) Kunde kann es mehr hören ! Mehr Licht als Schatten gibt die Assekurata von sich bei Stationären Tarifen , Kundenfreundlichkeit bei Zahnzusätzen ...

Bei 43 PKV Unternehmen mit jeweils ca. 3 unterschiedlichen Zahnzusätzen (in der Summe um die 128 Tarife ) gibt der Test nicht annährend einen Überblick über "Licht & Schatten" wieder wie behauptet ! Ebenso ergeben sich über 40 Stationäre Tarife (Zweibett / Chefarzt ) ..23 wurden verglichen ? ..Erschreckend !

Als Makler der sich auf PKV Zusatz sowie Krankheitskosten Vollversicherung Gebiet seit Jahrzehnten bewegt kann ich weder die genannten Tarife der Inter Kranken (Zahn) vorne sehen , noch die Central bei Stationär bestätigen mit "sehr gut" ..

Komplex sind die Basic´s solcher Zusätze : Risikotarif oder nicht ? , Versicherungsumfang, Service & Standing ( Finanzkraft /Beitragstabilität )..z.Bsp. sahen andere zuletzt die Central nicht nur wegen der hohen Verluste an Versicherten ,des Austausch von Vertriebsvorstand und Anpassungen von Leistungshöhen eher mit einem ausreichend darstehen ..

Es gibt mittlerweile ein geflügeltes Wort bei Vermittlern für solche "Test" : Test / Theorie / Aufmerksamkeit !
So etwas schadet eher als das es nutzt ...

In diesem Sinne
HG DerMakler



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