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Immer mehr Makler leiden unter psychischen Folgen steigender Arbeitsbelastung
15. März 2016

Immer mehr Makler leiden unter psychischen Folgen steigender Arbeitsbelastung

Arbeiten in der Finanz- und Versicherungsbranche bedeutet für viele ein Leben unter Hochspannung. Das bleibt nicht ohne Folgen und trifft auch Makler. Sie sollten deshalb nicht nur ihre Kunden absichern, sondern auch auf Symptome eigener Überlastung achten. Kommentar von Claudia Nistor, Leiterin Controlling, Finanzen und Marketing, SOCIALSOLVENT GmbH.


Psychische Erkrankungen stellen schon seit langem einen der Hauptgründe für eine Berufsunfähigkeit dar. Analysehäuser wie MORGEN & MORGEN bestätigen diese Annahmen und gehen noch weiter: Belastungen der Psyche und deren Folgen sind mittlerweile mit beinahe 30% aller Fälle der Hauptgrund für eine Berufsunfähigkeit.1 Bei Frauen liegt der Anteil laut der Deutschen Rentenversicherung sogar bei fast 40%. Diese Entwicklung basiert nicht zuletzt auf Prozessen, deren Ursprung im Finanzmarktkapitalismus und dem Verhalten seiner Akteure zu finden sind. Psychische Belastungen, ausgelöst durch einen immer höher werdenden Erwartungsdruck und eine steigende Arbeitsintensität, durch Rationalisierungsprozesse und Einsparungen im Personalwesen, sind auf dem Vormarsch.

Finanz- und Versicherungsberater bieten Absicherungen und Lösungen für die Sorgen der Arbeitnehmer, wenn diese beispielsweise durch ungünstige Bedingungen am Arbeitsplatz berufsunfähig werden. Doch was geschieht, wenn Makler oder Finanzberater selbst unter dem enormen Druck leiden und psychisch erkranken? Gerade den Menschen, deren Job es ist, andere gegen das Risiko einer Berufsunfähigkeit abzusichern, fällt es oftmals besonders schwer, im Fall einer psychischen Erkrankung gut für sich selbst zu sorgen.

Immer mehr Makler und Finanzberater „brennen aus“

Insbesondere Burnout-Erkrankungen lassen sich vermehrt in der Finanz- und Versicherungsbranche feststellen. Knapp 85% der Mitarbeiter in der Versicherungsbranche fühlen sich durch ihre Arbeit übermäßig belastet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Branchendienstes Deutsche-Versicherungsbörse (dvb).

Die hohe Arbeitslast aber auch das schlechte Image bzw. die fehlende Wertschätzung innerhalb der Branche tragen dazu bei, dass viele Makler und Finanzberater unter ihren Arbeitsbedingungen leiden. Grund für diese rasante Zunahme der Unzufriedenheit ist unter anderem in dem stetig steigenden Leistungsdruck, gekoppelt an einen hohen Wettbewerb und die wachsenden Kundenansprüche zu suchen. Immer neue rechtliche Bestimmungen und EU-Vorgaben schränken die Tätigkeit ein oder lassen sie zumindest ein hohes Risiko eingehen. Das Stigma des psychisch Kranken möchten sich dennoch wenige der Betroffen anheften und ignorieren daher oft die Symptome oder verschweigen ihre Erkrankung so lange, bis es nicht mehr geht.

Eine gute Portion Mut gepaart mit Selbstreflektion und ein wohlwollendes Umfeld können oft dabei helfen, aus der belastenden Situation auszusteigen. Die notwendige, professionelle Unterstützung ist dann schnell gefunden. Hilfe finden Makler etwa über die Business Coaches der Stärkenberatung AG (www.staerkenberatung.de) und deren Netzwerkpartner.

1) http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/die-psyche-als-hauptursache-fuer-berufsunfaehigkeit-12912811.html, Stand: 02.03.16



Kommentare

von Frank L. Braun am 16.03.2016 um 10:03 Uhr
Ab 2018 wird es durch die „Beweislastumkehr“ noch mehr Frust bei der Altersvorsorge- und Geldanlageberatung geben, wenn der Beratungsprozess nicht durch eine Honorar-Option abgesichert ist. Nur wer bis dahin diese Vorgehensweise gelernt hat, wird noch Spaß an der Arbeit haben. Details s. eBooks bei mwsbraun.de




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