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Internet- und Cyberrisiken: „Der beste Virenschutz sitzt vor dem Computer“
17. Juli 2017

Internet- und Cyberrisiken: „Der beste Virenschutz sitzt vor dem Computer“

Cyberkriminalität nimmt zu, daran dürfte es nach den neuesten Attacken keinen Zweifel geben. Wie die Polizei die Risiken einordnet und wie Versicherer und Berater reagieren, war Inhalt des Vermittlertags der IHK Heilbronn-Franken am vergangenen Donnerstag. Einheitliche Meinung war, dass jeder selbst mehr zum eigenen Schutz beitragen könne.


Beim Vermittlertag der IHK Heilbronn–Franken am 13.07.2017 wurden unterschiedlichste Ansichten zum Thema Cyberversicherung angebracht. Gastreferenten waren Experten aus der Versicherungswirtschaft, aber auch von der Polizei.

„Alles kritisch hinterfragen“

Spricht man von Cybergefahren, unterteilt die Polizei in Internetkriminalität und Computerkriminalität. Bei der Computerkriminalität ist der Computer, wie beispielsweise durch Computersabotage, als solches direkt betroffen, oftmals mit dem Ziel, das Gerät unbrauchbar zu machen. Internetkriminalität umfasst herkömmliche Delikte, dessen Tatbestände sich im Internet abspielen, wie bspw. Beleidigungen. Jochen Krieg vom Polizeipräsidium Heilbronn erklärte auf der IHK-Veranstaltung, dass „der beste Virenschutz vor dem Computer“ sitzt und „man heutzutage alles kritisch hinterfragen sollte“ in Bezug auf eingehende E-Mails etc.

Die Risiken steigen. Welche Bedeutung hat dies für die Versicherungswirtschaft? Karlheinz Buchzik, geschäftsführender Gesellschaft der eurosec GmbH in Wüstenrot, sieht ein „breites Bedrohungspotenzial von internen bis externen Quellen. Ob klein oder groß, jedes Unternehmen ist denselben Gefahren ausgesetzt.“ Thomas Gebhardt, Vorstandsvorsitzender der Waldenburger Versicherung, empfiehlt, dass der Vermittler einerseits immer stärker in die Beratungsleistung zur Schadensprävention gehen muss und dahingehende Kompetenzen durch Weiterbildung aufbauen sollte. Andererseits muss seiner Meinung nach im Vermittlerbüro selbst dem Thema Cyberrisiko mehr Beachtung geschenkt werden, indem man entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffe, um die vorhandenen und zukünftig eintreffenden Daten umfassend zu schützen.

Cybersparte größer als Sachsparte?

Deputy General Manager von AIG, Andreas Krause, führte bei der Podiumsdiskussion ins Feld, dass die Vermittler in der Beratung und Produktauswahl weg von den Sparten hin zu einer Multiline-Lösung umdenken müssten. Allerdings stehe dem jede Menge Komplexität entgegen, da die Kunden nicht alle einem Cluster zuordenbar seien. „Ob Cyberversicherung letztendlich eine größere Position einnimmt als die Sachsparte, steht in der Kristallkugel und lässt sich so leicht nicht sagen. Wir als AIG haben bereits Schäden abgewickelt. Es ist jedenfalls in den letzten 18 Monaten eine steile Entwicklung in dem Bereich zu verzeichnen.“, so Krause. Er stelle fest, dass sich die Scheu vor dem Thema lege und Angriffe auf Unternehmen eher öffentlich gemacht werden – auch weil selbst große Institutionen wie etwa die Bundesregierung oder große Konzerne schon Opfer von Cyberattacken wurden. (kk)





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