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So ist es derzeit um die Privatrenten bestellt
18. Mai 2018

So ist es derzeit um die Privatrenten bestellt

In einem aktuellen Rating hat IVFP die am Markt befindlichen Privatrententarife einer detaillierten Bewertung unterzogen. Das Ergebnis: Ein Anbieter kann sich in fünf von sieben Kategorien an die Spitze setzen. Außerdem sieht das IVFP die Notwendigkeit, Altersvorsorge wieder verständlicher und einfacher zu gestalten.


Eine der Auswirkungen der Niedrigzinsphase ist das zunehmende Verschwinden der klassischen Tarife vom Versicherungsmarkt. Auch der Markt der privaten Rentenversicherungen ist in Bewegung, alternative und kapitalmarkteffiziente Altersvorsorgeprodukte sind auf dem Vormarsch.

Vor diesem Hintergrund hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) in einem aktuellen Rating Privatrenten-Tarife unter die Lupe genommen. Konkret wurden 147 Tarife von 53 Anbietern auf bis zu 85 Kriterien untersucht. Aufgeteilt ist das Rating in die sieben Kategorien „klassisch“, „Klassik Plus“, „Indexpolicen“, „fondsgebunden mit Garantien (Beitragsbezogen)“, „fondsgebunden mit Garantien (Sicherungsvermögensbezogen)“, „fondsgebunden ohne Garantien“ und „Comfort“. Erstmals wurde, zumindest in den Kategorien „klassisch“ und „fondsgebunden ohne Garantien“ auch zwischen Service- und Direktversicherern unterschieden. Wie in IVFP-Ratings üblich, ergibt sich das Gesamtergebnis jeweils aus der Summe der vier Teilbereiche Unternehmensqualität (35%), Rendite (30%), Flexibilität (20%) sowie Transparenz und Service (10%).

Allianz setzt sich ab

In fünf der sieben untersuchten Kategorien – in „Klassik Plus“, „Indexpolicen“, „fondsgebunden mit Garantien (Beitragsbezogen)“, „fondsgebunden mit Garantien (Sicherungsvermögensbezogen)“, „fondsgebunden ohne Garantien“ und „Comfort“ – kann sich die Allianz mit ihren PrivatRenten Perspektive, InvestFlex, IndexSelect Plus sowie KomfortDynamik und Gesamtnoten zwischen 1,0 und 1,1 als Sieger durchsetzen

Auch ALTE LEIPZIGER und R+V punkten

In der Kategorie „fondsgebunden mit Garantien (Sicherungsvermögensbezogen)“ setzt sich die ALTE LEIPZIGER mit ihrer AL_RENTEFlex und einer Gesamtnote von 1,2 an die Spitze. Dahinter folgen AachenMünchener (1,6) und Basler (1,7) sowie vier weitere Gesellschaften mit Gesamtnoten von 1,8 und 1,9. Außerdem punktet die ALTE LEIPZIGER auch in drei der von der Allianz dominierten Kategorien („Klassik Plus“, „fondsgebunden mit Garantien (Beitragsbezogen)“ und „fondsgebunden ohne Garantien“), und setzt sich hier jeweils hinter der Allianz auf Platz 2.

Die Kategorie „klassisch“ kann die R+V mit ihrer R+V PrivatRente und einer Gesamtnote von 1,4 für sich entscheiden, dahinter folgen Continentale (1,5) und NÜRNBERGER (1,6). Außerdem erhalten sieben weitere Gesellschaften Gesamtnoten zwischen 1,7 und 1,9 und neun weitere kommen auf Noten zwischen 2,0 und 2,4.

EUROPA bei Direktanbietern vorne

Bei den Direktanbietern heißt der Sieger in den beiden untersuchten Kategorien „klassisch“ und „fondsgebunden ohne Garantien“ EUROPA mit ihren beiden Tarifen E-R Rentenversicherung Pur und E-FR – Fonds-Rente.

Transparenz und Verständlichkeit gefragt

Die Untersuchungen zum Privatrenten-Rating hätten außerdem deutlich gemacht, dass die Mehrheit der Versicherer den Anforderungen von Solvency II gerecht werden konnte, so das IVFP (siehe dazu auch: Solvenzquoten: Branche übererfüllt regulatorische Anforderungen). Eine Offensive in puncto Transparenz lasse allerdings noch auf sich warten, so das IVFP mit Verweis auf die unterschiedlichen Berechnungsmethoden, die zu Verwirrung bei den Verbrauchern führten und die teilweise irritierenden Basisinformationsblätter (BIB), die seit Januar für viele Anlageprodukte verpflichtend sind. IVFP-Geschäftsführer Frank Nobis sieht die dringende Notwendigkeit, Altersvorsorge wieder verständlicher und einfacher zu gestalten. Die Verbraucher müssten von der Wichtigkeit und den Vorteilen der Altersvorsorge überzeugt werden. Außerdem müsse ihnen die Alternative zu den altgewohnten Garantien näher gebracht werden. (ad)

Zu den Ratingergebnissen geht es hier.





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