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Jung und teuer: So finanzieren die Deutschen ihre Immobilien
16. August 2017

Jung und teuer: So finanzieren die Deutschen ihre Immobilien

Die Niedrigzinsen locken immer mehr Menschen in die eigenen vier Wände. Und auch als Kapitalanlage boomen Immobilien. Schließlich sind die Bauzinsen niedrig und die Renditealternativen zu Betongold rar gesät. Wie hat das die Baufinanzierung in Deutschland verändert? Das hat Dr. Klein nun umfassend analysiert.


Dr. Klein hat 120.000 Baufinanzierungen analysiert, um herauszufinden wie sich die Spielregeln für Immobilienkredite durch die anhaltenden Niedrigzinsen verändert haben. Was die Zahlen ohne Wenn und Aber zeigen, ist, dass die Deutschen deutlich mehr Geld aufnehmen müssen, als noch vor fünf Jahren. Für die Erstfinanzierung eines Hausbaus sind im Schnitt 296.000 Euro notwendig. 2011 lag der allgemeine Durchschnitt noch bei 224.000 Euro. Innerhalb von nur fünf Jahren sind die Finanzierungssummen damit um fast ein Drittel gestiegen. Selbstständige nehmen sogar 320.000 Euro für ein eigenes Haus auf.

Wohnungen: Billiger aber dynamischer

Für Wohnungen müssen Bundesbürger mit 229.000 Euro im Schnitt deutlich weniger investieren als für Häuser. Allerdings ist der Teuerungstrend noch stärker ausgeprägt. Vor fünf Jahren lag die durchschnittliche Kredithöhe für Wohnungen bei lediglich 161.000 Euro. Das entspricht einer Steigerung der Darlehenssumme von 42%. Pro Jahr hat sich die Summe damit um mehr als 7% erhöht. Ebenfalls um insgesamt 42% gestiegen ist die Darlehenssumme für den Kauf eines bestehenden Hauses gestiegen. Nahmen Käufer 2011 noch 175.000 Euro auf, sind es fünf Jahre später noch 248.000 Euro.

Verjüngungstrend

Ein weiterer eindeutiger Trend ist die Verjüngung der zukünftigen Immobilienbesitzer. Deutsche Bauherren sind mittlerweile im Schnitt 38 Jahre alt. Damit sind sie durchschnittlich fünf Jahre jünger als 2011. Angestellte und Arbeitnehmer bauen ihr Haus sogar bereits mit 37 Jahren. Bauherren entscheiden sich darüber hinaus deutlich früher für die Umsetzung des Traums der eigenen vier Wände als Käufer bestehender Immobilien. Im Schnitt sind sie eineinhalb Jahre jünger. Doch auch bei Käufern vorhandener Immobilien ist der Altersdurchschnitt um fünf Jahre gesunken – auf nunmehr 39 Jahre.

Vermieter sind älter als Eigennutzer

Spürbare Unterschiede macht Dr. Klein zwischen eigengenutzten und vermieteten Immobilien aus. Vermieter nehmen im Schnitt 229.000 Euro auf, und damit 16.000 Euro mehr als Finanzierer eines Eigenheims. Der Preisanstieg fällt aber deutlich geringer aus. Auf Sich von fünf Jahren hat die Finanzierungssumme nur um 6,5% zugelegt. Von den deutlich zweistelligen Werten bei Krediten für eigengenutzte Immobilien ist die Teuerung bei vermieteten Wohnungen damit weit entfernt. Vermieter haben zudem einen höheren Altersdurchschnitt. Im Schnitt sind sie zum Zeitpunkt der Finanzierung 48 Jahre alt. Fünf Jahre zuvor waren Vermieter mit 53 Jahren allerdings noch fünf Jahre älter. (mh)





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