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Konto für Jedermann: „Ein verbraucherpolitischer Meilenstein“
26. Februar 2016

Konto für Jedermann: „Ein verbraucherpolitischer Meilenstein“

Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz zum Konto für Jedermann verabschiedet. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht darin einen verbraucherpolitischen Meilenstein. Zugleich kritisiert er aber unter anderem den mangelhaften Schutz vor überteuerten Entgelten.


Das im Bundestag verabschiedete Gesetz stellt laut dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sicher, dass Verbraucherinnen und Verbraucher einen verbindlichen Zugang zu einem Girokonto erhalten. „Die Einführung des Rechts auf ein Basiskonto ist ein verbraucherpolitischer Meilenstein“, kommentiert der vzbv das neue Gesetz. Auch für Verbraucher, die bereits ein Girokonto haben, seien Verbesserungen beschlossen worden. Ein Kontowechsel soll einfacher werden und die Kosten für ein Girokonto transparenter.

Kritik an Entgeltregelung

Als besonders positiv bewertet vzbv-Vorstand Klaus Müller, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bei der Durchsetzung des Anspruches auf ein Konto unmittelbar unterstützen kann. Unzufrieden ist der vzbv allerdings mit der gefundenen Entgeltregelung. „Ein Basiskonto müssen sich auch die bislang kontolosen Verbraucher leisten können“, fordert Müller. Der vzbv hatte sich für eine strenge Kostenregelung eingesetzt, um zu verhindern, dass wegen zu hoher Entgelte Kunden auch von einem Basiskonto ferngehalten werden.

Mehr Transparenz

Ein Erfolg für alle Verbraucher sei hingegen, dass sämtliche anfallenden Entgelte für eine Kontonutzung, einschließlich der Kosten für einen Dispo, jährlich ausgewiesen werden müssen. Diese Regelung gilt für alle Girokonten. „Das schafft mehr Transparenz und Verlässlichkeit für Verbraucher“, so Müller.

Private Preisvergleichsseiten problematisch

Der vzbv kritisiert aber auch, dass die Unabhängigkeit von Vergleichswebseiten zu Kontogebühren nicht gewährt sein werde, da die von der EU verlangten Vergleichswebseiten zu den Kontokosten von privaten Anbietern betrieben werden sollen. Diese würden naturgemäß ein wirtschaftliches Interesse verfolgen. Dabei gebe es einen möglichen Interessenkonflikt, sodass bei einem Vergleich nicht unbedingt das beste Marktangebot ausgewiesen werde. Dieser Konflikt lasse sich nicht auflösen, befürchtet der vzbv. Unabhängige Vergleichswebseiten seien wichtig, weil Kontoinstitute viele unterschiedliche Entgelte verlangen, die einen Preisvergleich erschweren. (mh)





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