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Pflegereform findet Zustimmung der Bevölkerung
28. September 2015

Pflegereform findet Zustimmung der Bevölkerung

Die aktuelle Reform der Pflegeversicherung findet breite Unterstützung in der Bevölkerung. Das hat eine vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebene Studie ergeben. Die fünf neuen Pflegegrade, die mit dem Pflegestärkungsgesetz II auf den Weg gebracht werden, werden darin als Schritt in die richtige Richtung bewertet.


Die Ziele des Pflegestärkungsgesetzes II – fünf Pflegegrade statt wie bisher drei Pflegestufen und ein gleichberechtigter Zugang aller Pflegebedürftigen zu den Leistungen der Pflegeversicherung – finden laut einer Studie des Bundesgesundheitsministeriums eine hohe Zustimmung in der Bevölkerung. Drei Viertel der Deutschen bezeichnen dies als Schritt in die richtige Richtung. 16% sehen eine deutliche Verbesserung.

Eine der wichtigsten Änderungen des Gesetzes betrifft die Demenz, heute eine der folgenschwersten und häufigsten Alterserkrankungen. So sollen für die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit ab 01.01.2017 nicht nur Einbußen bei der Mobilität oder die Unterstützung bei der täglichen Körperpflege und der Nahrungsaufnahme berücksichtigt werden, sondern beispielsweise auch kognitive und kommunikative Defizite. Gleichzeitig setzt die Reform weiter auf ambulante Pflege zu Hause. Mit der alternativen oder kombinierten Auszahlung von Pflegegeld und Pflegesachleistungen sollen vor allem Familienangehörige zur Übernahme von pflegerischer Verantwortung motiviert werden.

Dabei bleiben weiterhin viele Fragen offen, zum Beispiel, wer die Pflege tatsächlich übernehmen und wie die Finanzierung erfolgen soll. Das scheint heute aber weniger Deutschen Sorge zu machen als noch vor einigen Jahren. Die Studie des Bundesgesundheitsministeriums zumindest hat ergeben, dass sich 57% der Befragten keine Sorgen über eine finanzielle Absicherung im Falle einer Pflegebedürftigkeit machen. Dies seien 19% mehr als bei einer vergleichbaren Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach noch vor fünf Jahren, so das Ministerium. Auch bei der Versorgung von Pflegebedürftigen sind die meisten zuversichtlich: 33% der Befragten gehen von einer unveränderten Lage in den kommenden 20 Jahren aus, 36% rechnen mit einer Verbesserung der Situation. (bh)





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