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Scope: Gute Stimmung bei Anbietern offener Immobilienfonds
12. Juni 2018

Scope: Gute Stimmung bei Anbietern offener Immobilienfonds

Einem aktuellen Scope-Rating zufolge sind die Risiken offener Immobilienfonds angestiegen, was jedoch durch steigende Renditen ausgeglichen wird. Sämtliche Anbieter offener Immobilienfonds beurteilen ihre Lage in diesem Jahr als gut oder sehr gut. Auch für 2019 sei keine Eintrübung der Stimmungslage in Sicht.


Die Ratingagentur Scope hat 13 offene Immobilienfonds für Privatanleger und weitere sieben Fonds für institutionelle Investoren analysiert. Das Volumen der bewerteten Fonds beläuft sich zusammen auf rund 85 Mrd. Euro.

Dem Rating zufolge sind die Risiken der offenen Immobilienfonds im Durchschnitt angestiegen. Hauptgrund dafür sind laut Scope hohe Ankaufsvolumina bei aktuell hohen Marktpreisen. Das höhere Risiko werde jedoch durch steigende Renditen ausgeglichen, so Scope. Die Renditesteigerungen würden vor allem auf hohen Vermietungsquoten und steigenden Immobilienwerten basieren. Hinzu komme, dass das Renditeniveau von Alternativanlagen weiter gesunken sei.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Ratings von fünf Fonds verbessert. Ein Rating hat sich verschlechtert. Darüber hinaus ist der grundbesitz Fokus Deutschland erstmals bewertet worden.

Durchschnittliche Liquiditätsquote gesunken

Trotz hoher Mittelzuflüsse ist die durchschnittliche Liquiditätsquote im vergangenen Jahr von 22,2% auf 21,0% gesunken. Zurückzuführen ist dieser leichte Rückgang vor allem auf effektive Liquiditätssteuerung und rege Investitionsaktivitäten. Allerdings befindet sich die durchschnittliche Liquiditätsquote mit über 20% weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Vermietungsquoten steigen weiter

Die nach Fondsvermögen gewichtete durchschnittliche Vermietungsquote der Fonds liegt aktuell bei 95,3%. Damit wurde der schon im Vorjahr hohe Vermietungsstand (94,5%) übertroffen. Der erneute Rückgang des Leerstandes in den Objekten offener Immobilienfonds basiert wesentlich auf dem weiterhin positiven konjunkturellen Umfeld in Europa. In diesem Jahr erwartet rund die Hälfte der Anbieter weiter steigende Vermietungsquoten.

Fonds erhöhen Investitionen um 50%

Die von Scope betrachteten offenen Immobilienpublikumsfonds investierten 2017 insgesamt 9,2 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 wurden Objekte mit einem Volumen von zusammen 6,3 Mrd. Euro erworben. Den Grund für die Zunahme des Investitionsvolumens sieht Scope vor allem in den nach wie vor hohen Mittelzuflüssen. Die beiden aktivsten Fonds 2017 waren der hausInvest und der UniImmo: Europa. Beide Fonds übernahmen jeweils Objekte für mehr als 1,5 Mrd. Euro in ihre Portfolios.

Gute Stimmung unter den Anbietern

Sämtliche Anbieter offener Immobilienfonds beurteilen ihre Lage in diesem Jahr als gut oder sehr gut. Auch für 2019 ist keine Eintrübung der Stimmungslage in Sicht. Fast 60% der Anbieter rechnen mit deutlichen Zuflüssen in diesem Jahr (das heißt: mehr als 5% des Bestandsvolumens). Rund ein Viertel der Befragten erwartet moderate Zuflüsse. Nur 15% rechnen mit einer Stagnation. Kein Anbieter rechnet mit Netto-Mittelabflüssen. Die Renditeerwartungen sind im Vergleich zur Vorjahresumfrage signifikant gestiegen.

Ausblick

Laut dem Ausblick, mit dem Scope das Rating beschließt, werden sich offene Immobilienfonds auch in diesem Jahr großer Nachfrage erfreuen. Hauptgrund bleibe die im aktuellen Marktumfeld vergleichsweise attraktive Rendite. Die hohen Mittelzuflüsse in bestehende Fonds würden dazu führen, dass neue Anbieter auf den Markt drängen. Die größte Herausforderung für Asset-Manager stellt Scope zufolge der Ankauf von attraktiven Objekten dar. Die Manager nähmen dabei zunehmend größere Risiken in Kauf, um die ihnen zufließenden Mittel zu investieren. (ad)





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