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So ist es derzeit um Leistung und Preis der Unfallversicherungen bestellt
25. September 2018

So ist es derzeit um Leistung und Preis der Unfallversicherungen bestellt

Aktuell hat sich Finanztest auf dem Markt der privaten Unfallversicherungen umgesehen und 117 Tarife geprüft. Das Ergebnis: Elf Tarife von sechs Anbietern erhalten die Bestnote „sehr gut“, sind aber gleichzeitig auch kostspielig. Aber auch bei der Suche nach soliden, günstigen Tarifen wurden die Tester fündig.


Finanztest hat in seiner aktuellen Ausgabe das weite und komplexe Feld der privaten Unfallversicherungen durchforstet und insgesamt 117 Tarifangebote einer detaillierten Betrachtung unterzogen. Dabei erhielten elf Tarife von sechs Anbietern das Qualitätsurteil „sehr gut“ mit Noten zwischen 1,1 und 1,5. Weitere 69 Tarife wurden mit „gut“ bewertet, 37 Tarife waren „befriedigend“.

Kapitalzahlung und Verbraucherfreundlichkeit von Bedingungen und Antrag fließen ins Gesamturteil ein

Für die Bewertung hat Finanztest bei allen in Deutschland für den Vertrieb von Unfallversicherungen zugelassenen Versicherern nach ihrem günstigsten Tarif für eine private Unfallversicherung unter Einhaltung bestimmter Kriterien gefragt. Die Finanztest-Vorgaben: Die Tarife leisten ab 1% Invalidität, bei einer Invalidität von 25% zahlt der Versicherer eine Kapitalleistung von mindestens 25.000 Euro, bei 50% mindestens 100.000 Euro und bei Vollinvalidität gibt es mindestens 500.000 Euro. Die Todesfallleistung soll 10.000 Euro betragen. Das Gesamturteil setzt sich am Schluss zusammen aus der Kapitalzahlung (50%) und der Verbraucherfreundlichkeit der Bedingungen (40%) sowie der Anträge (10%). Bei der Untersuchung hat sich Finanztest eigenen Angaben zufolge an den GDV-Musterbedingungen für Unfallversicherungen orientiert und es als positiv bewertet, wenn die Leistungen des jeweils getesteten Versicherers darüber hinausgingen.

Vier Faktoren für gute Leistungen

Vier Faktoren, so Finanztest, sind dafür verantwortlich, ob eine Versicherung gute Leistungen bringt: Schutz und Leistung für den Kunden sind umso besser, je besser die Gliedertaxe und die Versicherungssumme sind, je steiler die Progression verläuft und je großzügiger die Bedingungen ausfallen. Wichtig sei aber auf jeden Fall, dass die Police zu Lebenssituation, Beruf und Hobbys des jeweiligen Kunden passe. So kostet es bei manchen Versicherern einen Aufschlag, wenn der Versicherte eine bestimmte Sportart wie Bergsteigen, Skifahren oder Motorradfahren ausübt. Zu den Risikosportarten, die nicht versichert werden (etwa Paragliding, Freeclimbing oder Boxsportarten, die darauf zielen, das Gegenüber zu verletzen oder außer Gefecht zu setzen) kann unter Umständen auch der Reitsport zählen. Außerdem komme es auch darauf an, wie der Versicherer den Beruf des Kunden einstufe: Bei gefahrenträchtigen Berufen wie etwa vielen Handwerksberufen bezahlt der Kunde mehr.

Testsieger Allianz, auch DFV, HanseMerkur, InterRisk, SLP und WGV „sehr gut“

Das Finanztestergebnis zeigt: Für alle mit „sehr gut“ bewerteten Tarife müssen Kunden viel Geld einplanen: Für den Testsieger Allianz UnfallschutzPlus (Gesamtnote 1,1) mit Topschutz müssen erwachsene Versicherte in der niedrigen Gefahrengruppe 354 Euro pro Jahr auf den Tisch legen, in der hohen Gefahrengruppe kostet der Jahresbeitrag 564 Euro. Der günstigste mit „sehr gut“ bewertete Tarif trägt den Namen Primus Plus und kommt von SLP. In der niedrigen Gefahrengruppe kostet er 243 Euro pro Jahr, in der hohen Gefahrengruppe allerdings schon 416 Euro.

Weitere mit „sehr gut“ bewertete Tarife kommen von DFV (Unfallschutz Exklusiv, Unfallschutz Flex Komfort und Unfallschutz Flex Premium), HanseMerkur (HanseMerkur Top mit Gliedertaxe III und Klassik Progression), InterRisk (XXL mit Maxi-Taxe, XXL mit Plus-Taxe, XL mit Maxi-Taxe), SLP (SLP Premium) und WGV (WGV Optimal).

Basler und Waldenburger besonders günstig

Neben den „Top-Versicherungsleistungen zu einem hohen Preis“ hat Finanztest aber auch „soliden Schutz zu weitaus geringeren Jahresbeiträgen“ ausgemacht und zusätzlich zur Auflistung der Tarife mit den besten Ergebnissen und dem besten Schutz auch besonders günstige Tarife, die mit dem Gesamturteil „gut“ bewertet wurden, in einer Tabelle zusammengefasst. Genannt sei hier beispielsweise der Basler-Tarif namens Silber (Gesamtnote 2,1), den es in der niedrigen Gefahrengruppe für einen Jahresbeitrag von 69 Euro gibt, in der hohen Gefahrengruppe für 121 Euro. Und der Premium-Tarif aus dem Haus der Waldenburger kostet in der niederen Gefahrengruppe 127 Euro im Jahr, in der hohen Gefahrengruppe 181 Euro.





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