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Unverstanden, ungeliebt und ungenutzt: Altersvorsorge mit Aktien
29. Juni 2018

Unverstanden, ungeliebt und ungenutzt: Altersvorsorge mit Aktien

Vier von zehn Deutschen halten Aktien für zu unsicher und gefährlich für die Altersvorsorge. Das zeigt eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Die Anbieter von Altersvorsorgeprodukten müssten daher noch viel Überzeugungsarbeit leisten.


43% Deutschen halten Altersvorsorge mit Aktien für zu unsicher und deren Kursschwankungen für zu gefährlich. Das ergab eine Umfrage des DIA, die von INSA Consulere durchgeführt worden ist. Vor allem unter Frauen ist die Auffassung verbreitet, dass sich Aktien für die Altersvorsorge nicht eignen: 47% schätzen Aktien als zu unsicher für die Anlage von Altersvorsorgevermögen ein. Unter den Männern vertreten nur 39% diese Auffassung.

Noch viel Überzeugungsarbeit

Das Vorurteil, das sich laut dem DIA nicht mit Fakten belegen lässt, ist demzufolge weit unter den deutschen Sparern verbreitet. „Die Anbieter von Altersvorsorgeprodukten werden noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen“, folgert DIA-Sprecher Klaus Morgenstern daher nach der Auswertung der jüngsten DIA-Umfrage.

Nahezu lineare Altersabhängigkeit

Nicht nur beim Geschlecht, sondern auch in Bezug auf das Alter gibt es jedoch Unterschiede. Die Umfrage zeigte eine fast schon lineare Abhängigkeit vom Alter. Während unter den 18– bis 24-Jährigen lediglich gut jeder Vierte (27%) Aktien als problematisch für die Altersvorsorge hält, ist es in der Altersgruppe ab 65 Jahren mehr als jeder Zweite.

Einkommensunterschiede

Ein klarer Zusammenhang zeigt sich auch mit dem Einkommen. Je höher das Einkommen, desto eher werden Aktien als geeignetes Mittel für die Altersvorsorge angesehen. Aktien in der Altersvorsorge sind somit am ehesten bei jüngeren Männern mit höherem Einkommen anzutreffen. (mh)





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