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Versicherungsmitarbeiter identifizieren sich kaum mit der eigenen Marke
15. April 2015

Versicherungsmitarbeiter identifizieren sich kaum mit der eigenen Marke

Die richtige Markenpositionierung ist auch für Versicherer ein wichtiger Erfolgsfaktor. Mitarbeiter von Versicherungen identifizieren sich einer aktuellen Studie zufolge aber kaum mit der Marke des eigenen Unternehmens. Das liege unter anderem an einer mangelhaften internen Markenvermittlung.


Einer aktuellen Studie von AMC und GMK Markenberatung zufolge richtet sich die Markenführung der Versicherer nur selten gezielt an die eigenen Mitarbeiter. Nur knapp ein Drittel der Mitarbeiter in Versicherungsunternehmen identifiziert sich daher mit den Inhalten der Markenpositionierung. Dass den Mitarbeitern beim Aufbau der Marke eine besondere Rolle zukommt, werde der Studie zufolge von Versicherungsunternehmen zwar verstanden, der tatsächliche Einfluss der Markeninhalte auf den Arbeitsalltag bleibe aufgrund der mangelnden internen Implementierung jedoch gering.

Mehrheit kennt Markenpositionierung nicht

In nur vier von zehn Versicherungen übt die Markenpositionierung großen oder sehr großen Einfluss auf die tägliche Arbeit der Mitarbeiter bzw. ihre Leistung aus. In zwei von drei Versicherungen kennen die Mitarbeiter die eigene Markenpositionierung gar nicht. Vor diesem Hintergrund wundert es laut den Studienautoren nicht, dass 63% der befragten Markenverantwortlichen den zu geringen Stellenwert der internen Markenführung beklagen.

Kaum aktive Vermittlung

Die interne Markenvermittlung ist oftmals auf Richtlinien, Vorgaben und Manuale beschränkt. Weniger als die Hälfte der Versicherungen vermitteln die Inhalte der Markenpositionierung aktiv an ihre Mitarbeiter. Während Manuale zur Corporate Identity in drei Vierteln der befragten Versicherungen Mitarbeitern Orientierung zu Markeninhalten liefern sollen, werden Markenworkshops oder interne Schulungen in nicht einmal einem Viertel der Versicherungen durchgeführt. (mh)



Kommentare

von Jürgen Diefenbach am 16.04.2015 um 10:10 Uhr
Aus eigener - lange zurückliegender - Erfahrung kenne ich dieses grundsätzliche Problem. Leider liegt die Ursache viel tiefer, als dargestellt.

Da Kunden-Mitarbeiter häufig bessere Konditionen erhalten, als die eigenen Angestellten, fällt die Identifizierung mit der Marke, bzw. dem Unternehmen erwartungsgemäß gering aus. Dies wird jedoch kein Angestellter in dieser Offenheit sagen.

Trotz dieser verständlichen Verärgerung sollten sich die Mitarbeiter den bekannten Spruch "Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe" vor Augen führen. Immerhin finanziert der Arbeitgeber mit dem Gehalt den meist nicht gerade schlechten Lebensstandard.

Aber in der heutigen Zeit gibt es ( leider von beiden Seiten ) keine Dankbarkeit mehr.



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