Betongeld für den Ruhestand: 24% der Erwerbstätigen setzen aufs Eigenheim, um sich finanziell fürs Alter abzusichern. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank. Auch für viele Rentner ist Wohneigentum ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge. Rund 22% nutzen die eigene Immobilie. Damit ist sie nach der gesetzlichen Rente die am häufigsten verwendete Form der finanziellen Vorsorge für den Ruhestand.
Wer im Ruhestand keine Miete mehr zahlen muss, kann seine monatlichen Lebenshaltungskosten deutlich reduzieren. Gerade vor dem Hintergrund stetig steigender Mietpreise bietet Wohneigentum damit eine wichtige finanzielle Entlastung. Zudem profitieren Eigentümer von dieser Form der Vorsorge nicht erst im Rentenalter, sondern bereits während ihres Erwerbslebens, meint Manuel Beermann, Leiter Produktmanagement Immobilien bei der Postbank.
Allerdings eignet sich eine Immobilie nicht für jeden gleichermaßen als Altersvorsorge. Der Immobilienkauf bindet langfristig Kapital und erfordert ausreichende finanzielle Spielräume. Neben der Finanzierung müssen auch laufende Nebenkosten, notwendige Modernisierungen und Instandhaltungsmaßnahmen berücksichtigt werden. Besonders im Alter können diese Ausgaben eine erhebliche Belastung darstellen.
Daher ist es wenig überraschend, dass Wohneigentum vor allem bei Menschen mit höherem Einkommen als Vorsorgeform verbreitet ist. Rund 29% der Befragten mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 2.500 Euro geben an, mit einer eigenen Immobilie für den Ruhestand vorzusorgen. Bei Befragten mit geringerem Einkommen liegt der Anteil dagegen lediglich bei 10%. (tik)
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