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Danske Invest bringt nachhaltigen Unternehmensanleihenfonds

Die Titelauswahl des neuen European Corporate Sustainable Bonds Fund aus dem Hause Danske Invest basiert auf einer Bewertung des Unternehmens aus Kreditnehmergesichtspunkten und aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten, wobei auch Faktoren aus den Bereichen Umwelt und Soziales berücksichtigt werden.

<p>Danske Invest hat nun mit dem European Corporate Sustainable Bonds Fund einen in europäische Unternehmensanleihen investierten Fonds im Angebot, dessen Titelauswahl auf zwei Hauptkriterien basiert: einer finanziellen Bewertung des Unternehmens aus Kreditnehmergesichtspunkten und einer Bewertung des Unternehmens auf Basis seiner Nachhaltigkeit. Mindestens 75% des Portfolios im European Corporate Sustainable Bonds Fund sollen aus Unternehmensanleihen mit Investment Grade bestehen, während bis zu 25% in Hochzinsanleihen angelegt werden können.</p><p>Das Management des Nachhaltigkeitsfonds hat sich zum Ziel gesetzt, eine erwartete jährliche Rendite von 1 bis 1,5% nach Gebühren zu erreichen. Dabei sind 97% des Währungsrisikos abgesichert. Der Chefportfoliomanager des Fonds ist Andreas Dankel, Leiter für Unternehmensanleihen bei Danske Invest.</p><h5>Unterschied zu „grünen Anleihen“</h5><p>Im Gegensatz zu sogenannten „grünen Anleihen“ hat das Fondsmanagement des European Corporate Sustainable Bonds Fund eine breitere Ausrichtung auf das Thema Nachhaltigkeit: Sie berücksichtigen ebenfalls Faktoren aus den Bereichen Umwelt und Soziales. Investoren von „grünen Anleihen“ hingegen beziehen sich nur auf die Nachhaltigkeit im Bereich CO<sub>2</sub>-Emissionen. Bei der Titelauswahl arbeitet Danske Invest mit drei Beratungsunternehmen im Bereich Nachhaltigkeit – Sustainalytics, ISS-Ethix und True Cost – zusammen. (ad) </p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/CDA31137-FE4D-4B20-84E3-29A7F68D137B"></div>

 

HSBC erweitert ihr Produktangebot um Nachhaltigkeitsfonds

Mit zwei Publikumsfonds der HSBC können institutionelle und private Investoren künftig gezielt nachhaltige Strategien einsetzen. Dabei handelt es sich um einen Aktien- und einen Rentenfonds, die innerhalb der Eurozone anlegen.

<p>Der neu aufgelegte HSBC Sustainable Euro Bond Fonds investiert nach einem Best-in-Class-Ansatz in Staats- und Unternehmensanleihen, die in Euro denominiert sind. Beim ebenfalls neu aufgelegten HSBC Sustainable Euroland erhalten Anleger ein Portfolio von Aktienwerten der Eurozone, die ebenfalls nach einem Best-in-Class-Ansatz allokiert werden. Beide UCITS-Fondskonzepte bestehen seit über zehn Jahren und sind nun auch in Deutschland zum Vertrieb zugelassen.</p><h5>Langfristiger Einfluss auf Wertentwicklung</h5><p>HSBC ist davon überzeugt, dass Entwicklungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung die Wertentwicklung einer Anlage langfristig beeinflussen und Investitionen in diesen Bereichen die Wettbewerbsposition eines Unternehmens entscheidend stärken. Für die Analyse greift die HSBC auf die Dienste renommierter ESG-Analysehäuser zurück und verbindet diese Erkenntnisse mit dem professionellen und langjährig-bewährten hauseigenen Investmentprozess. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/C6AF1F60-1C3E-4397-8ED9-F328A7CC14D0"></div>

 

Neuer nachhaltiger Aktienfonds von Kames Capital

Die britische Investmentgesellschaft Kames Capital plant die Auflage eines neuen Nachhaltigkeitsfonds. Der Kames Global Sustainable Equity Fund wird in Aktien von nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen aus Europa investieren. Nachhaltigkeitskriterien haben dabei auch Auswirkungen auf den Anteil der Einzeltitel am Gesamtportfolio.

<p>Kames Capital hat den baldigen Start eines neuen Fonds bekanntgegeben. Der Kames Global Sustainable Equity Fund nutzt für eine Identifizierung des Investmentuniversums das firmeneigene Nachhaltigkeits-Screening. Dieses beinhaltet Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien. Bestimmte Themen und Sektoren sind zudem ausgeschlossen, wie etwa Tabakunternehmen. Die Nachhaltigkeitskriterien geben nicht nur einen Rahmen für die Titelauswahl vor, sondern bestimmen auch direkt die Positionsgröße einer Aktie im Portfolio. </p><h5>35 bis 45 Einzeltitel</h5><p>Darüber hinaus kommen auch branchenübliche fundamentale Anlageprozesse zum Einsatz. Am Ende soll so ein Portfolio von 35 bis 45 Titeln entstehen. Der Fonds wird für die europäischen Schlüsselmärkte Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, Schweden, die Schweiz sowie das Vereinigte Königreich zugelassen. Die Managementgebühr beträgt 0,75%. Ziel des Fonds ist es, den MSCI All Country World Index Total Return Index über einen rollierenden Zeitraum von 36 Monaten um 3 Prozentpunkte zu übertreffen. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/B56AC5C6-F942-4DEB-BE60-50B244F3BC7E"></div>

 

Fondsbranche feiert drittbesten Jahresauftakt seit der Finanzkrise

Fonds bleiben bei den Deutschen hoch im Kurs. Im April 2016 sammelten die deutschen Fondsgesellschaften fast doppelt so viel ein wie im Vormonat. Das Absatzergebnis in den gesamten ersten vier Monaten des Jahres war das drittbeste seit der Finanzkrise 2008.

<p>Die Fondsgesellschaften sammelten in Deutschland im April 2016 netto 7,3 Mrd. Euro neue Gelder ein. Das ist fast doppelt so viel wie im Vormonat M&auml;rz, als ihnen 4,2 Mrd. Euro zugeflossen sind. Seit Jahresbeginn summierten sich die Zufl&uuml;sse damit auf insgesamt 35 Mrd. Euro. Das ist das drittbeste Absatzergebnis in den ersten vier Monaten eines Jahres seit der Finanzkrise 2008.</p>
<h5>
Aktienfonds verdoppeln Verm&ouml;gen</h5>
<p>Insgesamt verwaltete die Fondsbranche Ende April 2016 ein Verm&ouml;gen von 2,6 Bio. Euro. Davon entfallen 1,4 Bio. Euro auf Spezialfonds, 868 Mrd. Euro auf Publikumsfonds und 387 Mrd. Euro auf freie Mandate. Aktienfonds sind seit Ende April 2009 die volumenst&auml;rkste Gruppe der Publikumsfonds. Das von ihnen verwaltete Verm&ouml;gen ist seither von 148 auf 310 Mrd. Euro gestiegen. Das entspricht einem Marktanteil von gut einem Drittel. Auf aktiv gemanagte Aktienfonds entfielen 228 Mrd. Euro, auf Aktien-ETFs 82 Mrd. Euro.</p>
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Mischfonds legen am st&auml;rksten zu</h5>
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<div class="zoomImage">
<a href="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom_large/pu…; rel="prettyPhoto" title=""><img alt="Fondsbranche feiert drittbesten Jahresauftakt seit der Finanzkrise" height="151" src="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom/public/z…; typeof="Image" width="200" /><img class="zoomIcon" src="/sites/asscompact.de/themes/asscompact/gfx/zoom_icon.png" width="54" /></a></div>
<p>Mischfonds verzeichneten seit Ende April 2009 den gr&ouml;&szlig;ten prozentualen Zuwachs beim Verm&ouml;gen mit einem Plus von 84 auf 213 Mrd. Euro. Ihren Marktanteil steigerten sie dadurch von 14 auf 25% (siehe Grafik). Davon entfallen &uuml;ber 70% auf weltweit anlegende Mischfonds. Rentenfonds belegten Ende April 2016 mit 193 Mrd. Euro den dritten Rang. Hierbei verwalteten die Gesellschaften 120 Mrd. Euro in Fonds mit europ&auml;ischen Anleihen, 31 Mrd. Euro in Fonds mit Corporate Bonds und 11 Mrd. Euro in Fonds mit Anleihen aus Emerging Markets. Auf aktiv gemanagte Rentenfonds entfallen 175 Mrd. Euro, auf Renten-ETFs 18 Mrd. Euro. Offene Immobilienfonds erreichten einen Marktanteil von 10%. Das entspricht einem Verm&ouml;gen von 86 Mrd. Euro. (mh)</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/38FE4DBC-3D26-43D4-8E20-8D94EEC88703"></div>

 

Der Pioneer Investments Multi Manager Best Select – vereinte Kraft für Ihre Anlage!

Damit die Fondsanlage so stabil wie möglich ist, arbeiten mehrere Top-Fondsmanager unter einem Dach! Wir bezeichnen diese Taktik gern als „größtmögliche Diversifikation über alle Anlageklassen, Anlagestrategien und Fondsmanager“. Unterschiedliche Experten und Fonds arbeiten also mit vereinter Kraft auf ein Ziel hin: die kontinuierliche Wertentwicklung Ihrer Vermögensanlage.

<p>Wie passt sich ein Investment laufend dem Marktumfeld an? Indem die besten Fondsmanager in einer Mannschaft spielen. Im Interview zeigt Reinhard Stork, Manager des Pioneer Investments Multi Manager Best Select (MMBS), wie eine möglichst breite Diversifikation funktionieren kann.</p><h5>Was verbirgt sich hinter dem Label MMBS?</h5><p>MMBS steht für Multi Manager Best Select und damit für eine Dachfonds-Innovation im Bereich der vermögensverwaltenden Mischfondsprodukte. Die Investmentphilosophie des MMBS bringt Multi Manager, Multi Asset und Multi Style in einer Anlage zusammen.</p><h5>Können Sie uns das erklären?</h5><p>Zum einen können wir mit unserem flexiblen Multi Asset-Ansatz die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Märkte ausnutzen – zum Beispiel mit den Investments unserer Zielfonds in Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder auch Währungen. Zudem ermöglicht der Multi Manager-Gedanke die Suche nach Fonds mit ausgesprochen guten Managementleistungen. Last, but not least, erlaubt uns das Multi-Style-Konzept, Mischfonds jeglicher Ausprägung in unserem Fonds zu berücksichtigen – zum Beispiel offensiv bzw. defensiv orientierte Mischfonds, aber auch absolut-orientierte Strategien und quantitative Mischfonds-Modelle. </p><h5>Was macht den MMBS aus – heute und auch in Zukunft?</h5><p>Wir agieren mit unserem flexiblen Investmentansatz wie der Trainer einer Fußballmannschaft. Ein formschwacher Spieler wird auch einmal ausgewechselt und gegen einen neuen Akteur ausgetauscht. Das stärkt die gesamte Mannschaft – also unseren Fonds. Nebenbei bemerkt wurde ich wegen dieses plakativen Vergleichs von meinen Kollegen scherzhaft auch schon mal als der Jogi Löw von Pioneer Investments bezeichnet. </p><h5>Würden Sie denn mit Jogi Löw tauschen wollen? </h5><p>Das klingt verlockend – aber dafür mache ich meinen Job zu gerne. Obwohl die Märkte oft unvorhersehbar sind und wir viele Komponenten bei der Konstruktion unseres Portfolios abwägen müssen, haben wir doch zwei entscheidende Vorzüge gegenüber unserem Bundestrainer. Unsere Spieler – in dem Fall die selektierten Zielfonds – können wir während eines Spieles jederzeit aus- und auch wieder einwechseln. Und: Je nach aktueller Stärke des Spielers – also unserer Einschätzung der künftigen Performanceerwartung eines Zielfonds – können wir „unsere Jungs“ stärker oder schwächer im Fonds gewichten. Hier sind wir gegenüber einer Fußball-„Elf “ also klar im Vorteil.</p><p>Erfahren Sie mehr unter: <a href="http://www.pioneerinvestments.de/MMBS&quot; target="_blank" >www.pioneerinvestments.de/MMBS</a></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/B9F786C9-7E58-4285-844E-DD676A6A9801"></div>

 

Schroders legt globalen Multi-Credit-Fonds auf

Der britische Asset-Manager Schroders hat die Auflegung des Schroder ISF Global Multi Credit bekanntgegeben. Das Management des neuen Fonds wird global an den Anleihemärkten investieren, um die sich weltweit bietenden Chancen der Anlageklasse zu nutzen.

<p>Schroders hat sein Produktangebot um den Schroder ISF Global Multi Credit erweitert. Hinter dem Namen „Multi Credit“ verbirgt sich der Ansatz, weltweit in Rentenpapiere unterschiedlicher Bonität und Emittenten zu investieren. Das Anlage-Universum des Fonds deckt ein globales Anleihespektrum ab – dazu gehören Hochzinspapiere, Staats- und Unternehmensanleihen aus Schwellenländern, vermögensbesichterte Wertpapiere sowie Kommunal- und Wandelanleihen.</p><h5>Themenorientierte Prozesse</h5><p>Das Fondsmanagement agiert benchmarkunabhängig, um die größtmögliche Freiheit an Investment-Chancen wahrnehmen und Risiken jederzeit verringern zu können. Leitender Portfolio-Manager ist Patrick Vogel. Er und sein Anleihespezialisten-Team mit Sitz in London managen den Fonds nach einem themenorientierten Investment- und Research-Prozess. Mit diesem Vorgehen habe das Team bereits bei vier bestehenden Anleihestrategien eine Wertentwicklung im obersten Quartil erzielt. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/82426C49-E2C3-4652-983E-1239B75F5E79"></div>

 

Sectoral Asset Management lanciert neuen Biotech-Fonds

Sectoral Asset Management hat einen neuen Biotech-Fonds im Vertrieb. Der Variopartner SICAV – Sectoral Biotech Opportunities Fund ist auf Small und Mid Caps konzentriert. Aufgrund der aktuell attraktiven Bewertung von Biotech-Titeln biete der neue Fonds interessante Anlagemöglichkeiten für private wie auch für institutionelle Investoren.

<p>Sectoral Asset Management verwaltet seit 1994 Biotech-Strategien. In dieser Zeit hat das Unternehmen mit seiner Biotech-Strategie eine annualisierte Bruttorendite von 15,3% sowie mit seiner auf Small und Mid Caps fokussierten Biotech-Strategie eine annualisierte Bruttorendite von 24,7% erzielt. Nun hat die Gesellschaft den Variopartner SICAV – Sectoral Biotech Opportunities Fund aufgelegt. Der Fonds ist auf Small und Mid Caps aus dem Biotech-Bereich konzentriert.</p><h5>Attraktive Bewertungen</h5><p>Aufgrund der aktuell attraktiven Bewertung von Biotech-Titeln biete der neue Fonds interessante Anlagemöglichkeiten für private wie auch für institutionelle Investoren. Nach der jüngsten Kurskorrektur seien die Bewertungen im Biotech-Sektor auf ein Niveau gesunken, das es seit fünf Jahren nicht mehr gegeben hat. </p><h5>30 Titel mit hoher Überzeugungskraft</h5><p>Dank der Erfahrung und der umfassenden Analysefähigkeiten der Investmentboutique sei es möglich, für den neuen Fonds, innovative Unternehmen und Technologien in der globalen Biotech-Industrie zu finden. Das Portfolio des Fonds soll rund 30 Titel mit hoher Überzeugungskraft beinhalten. Die Investmentstrategie folgt einem Bottom-Up-Ansatz. Die avisierte Zielgröße des Fonds beträgt 300 bis 500 Mio. Dollar. Das Anfangsvolumen bei Markteinführung beläuft sich auf mehr als 50 Mio. Dollar. (mh) </p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/0DAE64AD-8DA9-4A4E-BDC8-2CD2515718D0"></div>

 

„Der Euro ist ein kapitaler Fehler“

Mit „Kapitalfehler“ haben Matthias Weik und Marc Friedrich gerade ihren dritten Bestseller veröffentlicht. Das Duo sieht für das aktuelle Finanz- und Wirtschaftssystem weiterhin schwarz. Nach wie vor sehen sie gleich mehrere Kapitalfehler im aktuellen System – wie etwa den Euro an sich.

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Herr Friedrich, Ihr neues Buch hat den Titel Kapitalfehler. Was ist der gr&ouml;&szlig;te Kapitalfehler im aktuellen Finanz- und Wirtschaftssystem?</h5>
<p>Marc Friedrich: Das ist leider nicht nur einer, sondern mehrere. Das f&auml;ngt mit dem Euro an. Er ist ein kapitaler Fehler, der sich gerade aber auch schon wieder im Niedergang befindet. Auch die EU in ihrer jetzigen Form ist ein Fehler, weil die Menschen sich nicht mehr abgeholt f&uuml;hlen und dadurch zu extremen Parteien neigen, was gef&auml;hrlich f&uuml;r die Demokratie ist. Dass Banken aus dem nichts Geld sch&ouml;pfen k&ouml;nnen, ist ein weiterer kapitaler Fehler. Das ist brandgef&auml;hrlich und bringt das System immer wieder an den Rand des Abgrunds. Zudem begehen die Notenbanken einen kapitalen Fehler nach dem anderen.</p>
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Welche Fehler macht sie denn?</h5>
<p>Matthias Weik: Wir erleben gerade ein Notenbankexperiment par excellence. Die Notenbanken kreieren eine Finanzmarktblase nach der anderen um das Geldkarussell am laufen zu halten. Eine Nullzinsphase hat es so noch nie gegeben. Bald gibt es vielleicht auch eine Negativzinsphase. Die letzte gro&szlig;e Krise entstand aber doch durch zu niedrige Zinsen und somit zu viel billigem Geld. Gel&ouml;st werden soll sie mit noch mehr billigem Geld in Form von Nullzinsen oder gar negativen Zinsen. Wer wirklich glaubt, dass eine solche Hom&ouml;opathie an den Finanzm&auml;rkten funktioniert, ist von allen guten Geistern verlassen.</p>
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Was w&auml;re die Alternative? Zinsen anheben und daf&uuml;r eine Rezession in Kauf nehmen?</h5>
<p>MF: Ja nat&uuml;rlich. Die Rezession kommt so oder so. Das einzige was die Notenbanken erreichen, ist, sich teuer Zeit zu erkaufen. Jeden Tag an dem wir den Markt manipulieren wird die Fallh&ouml;he nach oben justiert und die Kollateralsch&auml;den steigen parallel. Wenn die EZB die Zinsen jetzt erh&ouml;ht, w&auml;ren die S&uuml;dl&auml;nder Europas sofort bankrott. Die niedrigen Zinsen erhalten S&uuml;deuropa am Leben. Der Euro ist f&uuml;r Italien, Griechenland oder auch Portugal viel zu stark und f&uuml;r uns viel zu schwach. Es war von Anfang an ein kapitaler Fehler volkswirtschaftlich unterschiedlich starke Staaten in ein Zins- und W&auml;hrungskorsett zu zwingen. Das ist noch nie gut gegangen und wird auch heute nicht gut gehen.</p>
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Von der Schuldenkrise in Europa oder gar einem Crash h&ouml;rt man derzeit aber wieder relativ wenig. Bleibt der Crash nicht vielleicht doch aus?</h5>
<p>MW: Nein, denn die Krise wurde ja nicht gel&ouml;st. Man hat sich nur mit billigem Geld Zeit erkauft. Seit 2008 haben sich die weltweiten Schulden mehr als verdoppelt auf mehr als 200 Bio. Dollar. Verdoppeln wir bei der n&auml;chsten Krise die Schulden einfach auf 400 Bio. Dollar? Geld ist heute nur noch mit Vertrauen gedeckt. Wenn wir aber so weiter Schulden machen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Menschen das Vertrauen in den Wert des Geldes verlieren.</p>
<p>Die mathematische Lebenszeit des aktuellen Finanzsystems ist 2008 nachweislich abgelaufen. Seitdem wird der Patient nur k&uuml;nstlich am Leben gehalten &ndash; auf Kosten der B&uuml;rger. Wer kann bei einem Zinsumfeld von 0% schlie&szlig;lich noch ad&auml;quat f&uuml;rs Alter vorsorgen? Da kommt eine Welle der Altersarmut auf Deutschland zu, die auch der Exportweltmeister nicht stemmen kann. Noch schlimmer ist die Lage der Millionen Arbeitslosen in S&uuml;deuropa, die absolut nichts in die Altersvorsorge einzahlen k&ouml;nnen. Und an der finanziellen Situation der s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder hat sich doch auch nichts ver&auml;ndert. Griechenland ist zwar im Moment etwas von der Fl&uuml;chtlingskrise verdr&auml;ngt, aber kommt allm&auml;hlich auch wieder auf den Schirm. Das Land kommt ohne die lebensverl&auml;ngernden Spritzen schlie&szlig;lich nicht mehr aus. Spanien hat immer noch eine Arbeitslosenquote von &uuml;ber 20% und in Frankreich gehen die Menschen in gro&szlig;en Mengen auf die Stra&szlig;e.</p>
<p>W&auml;hrungsgemeinschaften sind immer gescheitert. Und das hat nicht nur finanzielle, sondern auch politische und soziale Folgen. Das politische Spektrum hat sich nicht grundlos oder nur wegen der Fl&uuml;chtlingskrise verschoben. Ich bin &uuml;berzeugter, freiheitsliebender und liberaler Demokrat, aber was wir momentan erleben, zeigt starke Parallelen zu den 20er-Jahren auf &ndash; und da sollten eigentlich bei allen die Alarmglocken l&auml;uten.</p>
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Wie h&auml;tte man diese Entwicklung verhindern k&ouml;nnen?</h5>
<p>MF: Der gr&ouml;&szlig;te Fehler war, dass 2008 nicht die richtigen Lehren gezogen wurden. Jahrzehntelang wurde dem Neoliberalismus gehuldigt. Man hat aber doch gesehen wohin das f&uuml;hrt. Man hat die Finanzm&auml;rkte dereguliert und so daf&uuml;r gesorgt, dass uns das globale Finanzsystem fast um die Ohren geflogen w&auml;re. Seither wird es mit Billionen von Steuergeldern am Leben gehalten statt mit einer Regulierung f&uuml;r Ordnung im Bankensystem zu sorgen. Wir m&uuml;ssen die Finanzbranche strikt regulieren, ansonsten wird das Ganze in einem Desaster enden.</p>
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Das klingt aber ganz und gar nicht nach liberaler Grundhaltung&hellip;</h5>
<p>MF: Es bringt nichts ein Dogmatiker zu sein. Es ist wichtig Br&uuml;cken zu bauen zwischen den verschiedenen Denkrichtungen, um ein langfristig funktionierendes System aufzubauen. Die Finanzm&auml;rkte k&ouml;nnen alles. Aber sie k&ouml;nnen sich nicht selbst regulieren. Zudem ist die Finanzbranche f&uuml;r unser System so gef&auml;hrlich wie keine andere Branche. Sie nicht zu regulieren endet immer in einem beinahe-Kollaps. Das muss durch eine knallharte Regulierung verhindert werden &ndash; auch wenn es einer liberalen Grundhaltung widerspricht. Das in den 30er-Jahren eingef&uuml;hrte Trennbankensystem hat zum Beispiel sieben Jahrzehnte lang gut funktioniert. Seine Wiedereinf&uuml;hrung hat man 2008 verpasst.</p>
<p>Der aktuelle Raubtierkapitalismus f&uuml;hrt immer zu Ungerechtigkeiten und zur Konzentration von Verm&ouml;gen. 62 Menschen auf der Welt besitzen mittlerweile so viel Verm&ouml;gen wie 3,5 Mrd. Menschen. Das geht langfristig nicht gut. Irgendwann gehen die Leute auf die Stra&szlig;e oder auf die Flucht. Flucht hat ja nicht nur Kriegsgr&uuml;nde, sondern auch wirtschaftliche. Wenn Menschen keine Arbeit haben oder f&uuml;r Hungerl&ouml;hne billige T-Shirts oder Turnschuhe produzieren m&uuml;ssen, muss man sich nicht wundern wenn sie an einen besseren Ort fl&uuml;chten.</p>
<p>Profiteur sind in der Regel die westlichen Unternehmen, die kaum Steuern zahlen und in Steueroasen fl&uuml;chten. Wenn jeder Handwerker ordnungsgem&auml;&szlig; alles versteuern muss, Gro&szlig;konzerne aber durch internationale Steuersparmodelle nur in hom&ouml;opathischen Dosen zahlen, kann man das doch keinem Menschen mehr erkl&auml;ren. Das ist auch kein fairer marktwirtschaftlicher Wettbewerb. Der richtige Kapitalismus w&uuml;rde funktionieren. Aber nicht, wenn st&auml;ndig interveniert und manipuliert wird, sodass die Gro&szlig;en immer gr&ouml;&szlig;er werden und die Armen immer &auml;rmer. Wir sehen eine ungesunde Abh&auml;ngigkeit der Politik von der Finanzindustrie. Alle Staaten der Welt m&uuml;ssen sich bei Banken und Versicherungen verschulden. Solange sich daran nichts &auml;ndert, wird die Finanzbranche bestimmen wo es lang geht.</p>
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Dabei beschweren sich auch Banken und Versicherungen &uuml;ber den Niedrigzins&hellip;</h5>
<p>MW: Aber wer schimpft denn? Es sind die Sparkassen und Volksbanken. Ich habe noch nicht geh&ouml;rt, dass sich eine deutsche oder internationale Gro&szlig;bank beklagt. Leidtragende sind vor allem die ordentlich aufgestellten Sparkassen und Volksbanken. Bei der Recherche f&uuml;r das neue Buch sind wir auf den Trichter gekommen, dass die Krisen gewollt sind. Die Profiteure versuchen den Ball solange wie m&ouml;glich im Spiel zu halten. Die gro&szlig;en Banken sind von den Krisenverursachern zu den Krisengewinnern geworden. Durch das viele billige Geld haben sie sich weiter aufgepumpt und sind noch systemrelevanter geworden. An ihrer Politik haben sie nichts ge&auml;ndert. Sie spekulieren und zocken munter weiter.</p>
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Werden die niedrigen Zinsen durch die niedrige Inflation oder sogar eine Deflation nicht ausgeglichen?</h5>
<p>MF: Im Supermarkt, am Aktienmarkt oder bei Immobilien sehe ich keine Deflation. Nat&uuml;rlich gibt es aufgrund des &Ouml;lpreises und des Preisverfalls bei Technik derzeit eine gewisse Deflation. Das liegt aber an der Zusammenstellung des statistischen Warenkorbes. Dinge des t&auml;glichen Konsums und Mieten sind in den letzten Jahren stark gestiegen.</p>
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Bei aller Skepsis wollen Sie in Ihrem Buch aber auch aufzeigen, wie ein vern&uuml;nftiger Kapitalismus m&ouml;glich ist. Was braucht es daf&uuml;r, dass das Wirtschafts- und Finanzsystem nachhaltig funktioniert?</h5>
<p>MF: Vor allem br&auml;uchte man zun&auml;chst tugendhafte Politiker, die sich den Menschen verpflichtet f&uuml;hlen und nicht nur ein verl&auml;ngerter Arm der Wirtschaft sind.</p>
<p>Wir ben&ouml;tigen ein neues Geldsystem. Wir pl&auml;dieren f&uuml;r ein gedecktes Vollgeldsystem und demokratisch gew&auml;hlte und politisch unabh&auml;ngige Notenbanken. Die Giralgesch&ouml;pfung der banken muss beendet werden und der destruktive Euro endlich ad acta gelegt werden. Dann kann man den s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern wirklich aus der Krise helfen. Im Anschluss stellt sich die Frage, wie es mit der EU weiter geht, um den Extremisten den N&auml;hrboden zu entziehen. Zus&auml;tzlich brauchen wir mehr Volksabstimmungen um die B&uuml;rger wieder in den Entscheidungsprozess mit einzubinden und somit den extremen Kr&auml;ften den N&auml;hrboden zu entziehen. Warum l&auml;sst man nicht das Volk &uuml;ber die EU abstimmen? Meines Erachtens reicht eine wirtschaftliche Union vollkommen aus &ndash; und w&auml;re am Ende des Tages sogar stabiler. (mh)</p>
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apoBank startet Mischfonds mit Wertsicherungsmechanismus

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) hat einen neuen Fonds für ihre Private Banking Kunden aufgelegt. Er soll die Möglichkeit bieten, an den Chancen des Kapitalmarktes teilzuhaben und gleichzeitig das Risiko zu reduzieren und Verluste abzufedern.

<p>Die niedrigen Zentralbankzinsen stellen insbesondere defensiv orientierte Anleger unverändert vor große Herausforderungen. Herkömmliche Portfolioansätze stoßen aufgrund der geringen Zinsen für sichere Anleihen mittlerweile an ihre Grenzen. „Wenn es um die Kombination von Sicherheit und Rendite geht, brauchen wir einen modifizierten Investmentansatz“, kommentiert Inga Krzeczkowska, Leiterin Analytics &amp; Engineering im Asset Management der apoBank. </p><h5>Günstige und flexible Strategien gefragt</h5><p>Gefragt sei in diesem Umfeld eine Strategie, die an einem breit diversifizierten, globalen Portfolio partizipiert, bei starken Marktbewegungen Verluste schnell und aktiv begrenzen kann und darüber hinaus kostengünstig ist. Eine solche verfolgt der neu aufgelegte apo MultiAsset Mandat Protect PB. </p><h5>Drei Investmentbausteine</h5><p>Der Fonds besteht aus insgesamt drei Investmentbausteinen: Strategische Asset-Allokation, Taktische Asset-Allokation und Wertsicherungsmechanismus: Bei der strategische Asset-Allokation wird auf Basis eines langfristig orientierten Grundportfolios das Fondsvolumen auf verschiedene Aktien- und Rentenklassen verteilt. Dabei kommt das Konzept der Risikoparität zur Anwendung. Bei der taktischen Asset-Allokation wird die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen ausgehend von der Strategischen Asset-Allokation monatlich angepasst. Dabei ist die Aktienzielquote auf 30% begrenzt. Die dritte Komponente, der Wertsicherungsmechanismus, sorgt für die Verlustminderung. Experten der apoBank überwachen das Risiko kontinuierlich und passen die Asset-Allokation bei Bedarf an. Je nach Lage an den Märkten wird das Portfolio auf risikoärmere oder -reichere Anlageklassen umgeschichtet. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/449BA915-60B3-4A2D-8513-6CD2F503D88E"></div>

 

„Aktien sollten eine größere Rolle bei der Geldanlage der Deutschen spielen“

Die Finanzmärkte präsentieren sich nach wie vor extrem volatil und sorgen für große Verunsicherung. AssCompact bittet Investmentexperten um Orientierungshilfe in Form von Antworten auf fünf grundlegende Anlegerfragen. Diesmal mit Olgerd Eichler, Manager des Mainfirst Top European Ideas.

<h5>Herr Eichler, Aktien gelten vielen Deutschen nach wie vor als zu riskant. Zu Recht?</h5><p>Kurzfristig sind Aktien eine Anlageklasse, welche sowohl überdurchschnittlichen Schwankungen, als auch Verlusten ausgesetzt sein kann. Langfristig erwirtschaftet die Mehrheit der Unternehmen Gewinne, welche sich in steigenden Substanzwerten der Firmen widerspiegeln. In der Regel resultieren diese Unternehmensentwicklungen auch in höheren Aktienkursen. Des Weiteren schütten die meisten Unternehmen eine Dividende aus, welche unabhängig von der Kursentwicklung ein attraktives Einkommen darstellt. Aus diesen Gründen sollten Aktien eine größere Rolle bei der Geldanlage der Deutschen spielen.</p><h5>Gibt es am Anleihemarkt noch attraktive Zinsen bzw. Renditen?</h5><p>Die deutsche zehnjährige Staatsanleihe bietet aktuell nur noch circa 0,15% Rendite. Kürzere Laufzeiten sind sogar negativ verzinst. Wer mehr Zinsen haben möchte, muss stärker ins Risiko gehen, damit bieten Anleihen aus unserer Sicht kein attraktives Rendite-Risiko-Profil. Auch wenn Inflation zurzeit nicht vorhanden ist, besteht insbesondere bei langen Laufzeiten das Risiko einer wieder steigenden Inflation und damit können auch als sicher geltende Anleihen kurzfristigen Kursverlusten ausgesetzt sein.</p><h5>Wie gefährlich ist die Lage in China für die Finanzmärkte?</h5><p>Die Lage in China ist herausfordernd aber nicht bedrohlich. Die chinesische Wirtschaft steht vor der Entwicklung einer industriegetriebenen Expansion zu einer Volkswirtschaft, die verstärkt von der Binnennachfrage abhängt. In manchen Industriebereichen herrschen Überkapazitäten und hohe Verschuldungen. Diese zu bereinigen kann in Teilbereichen schmerzhaft sein und wird Wirtschaftswachstum kosten. Da aber auch ein Krisenszenario unwahrscheinlich ist und sich die letzten Konjunkturdaten stabilisiert haben, gehe ich davon aus, dass sich das chinesische Wirtschaftswachstum in Zukunft fortsetzen wird – wenn auch mit weniger Dynamik als in der Vergangenheit.</p><h5>Was ist derzeit die größte Gefahr für die Finanzmärkte?</h5><p>Wir stufen die Lage an den Finanzmärkten als stabil ein. Die Unternehmen und Marktteilnehmer haben sich mittlerweile auf ein niedrigeres globales Wirtschaftswachstum eingestellt und können damit umgehen. Dazu tragen vor allem die schwächelnden Emerging Markets bei. Auch Europa wird nur niedriges, aber robustes Wirtschaftswachstum liefern. Das größte Gefahrenpotenzial geht tatsächlich von China aus, da die Abhängigkeit vieler Unternehmen von diesem Land mittlerweile groß ist und Ansteckungsgefahren nicht ausgeschlossen werden können. Da sich die Lage dort aber stabilisiert hat, bin ich zuversichtlich was die Entwicklung an den Kapitalmärkten angeht.</p><h5>Befindet sich der Immobilienmarkt inmitten einer Blase?</h5><p>Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren überproportional gestiegen. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war das gefallene Zinsniveau. Durch die niedrigeren Finanzierungskosten ist der Anstieg der Preise die logische Folge. Daher würde ich nicht von einer Blase sprechen, zumal die Banken in Deutschland die Finanzierungen auf solide Beine stellen. Dennoch bleibt eine Abhängigkeit vom Zinsumfeld. Sollten die Zinsen steigen, kann das fallende Immobilienpreise zur Folge haben. (mh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/9CE6FFA2-0000-4254-9EF0-E03DB646D7BE"></div>