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4. März 2016
Absolute-Return-Fonds schaffen Praxistest

Absolute-Return-Fonds schaffen Praxistest

Positive absolute Renditen – das versprechen sich Anleger von Absolute-Return-Fonds. Lupus Alpha hat untersucht, inwieweit sie diesem Anspruch nach solider Performance gerecht worden sind. Starke Zuwächse verbuchten demnach vor allem hedgefondsähnliche Strategien.

Das 2. Halbjahr 2015 war laut einer Untersuchung von Lupus Alpha auch für Absolute-Return-Fonds eine Herausforderung. Am Ende Lag ihre durchschnittliche Wertentwicklung im Jahr 2015 bei 3,04%. Das ist zwar weniger als die 5,89% aus 2014 und als die Renditen der Aktienmärkte, aber eine deutliche Outperformance gegenüber den Anleihenmärkten. Auch die Performance investierbarer Hedgefonds-Indizes – der HFRXGLE verlor 4,38% – wurde deutlich übertroffen. Über fünf Jahre konnten Hedgefonds zudem lediglich eine durchschnittliche Rendite von −1,08% erzielen, Absolute-Return-Strategien hingegen schafften ein Plus von 2,73%.

Vermögen steigt um ein Viertel

Das verwaltete Volumen ist derweil im Jahresverlauf um rund ein Viertel von 153,1 auf 191,3 Mrd. Euro gestiegen. Hierbei waren hedgefondsähnliche Strategien die wesentlichen Wachstumstreiber. Die relativ stärksten Zuwächse entfielen auf Long/Short Equity, marktneutrale Aktienstrategien sowie Multi-Strategie-Ansätze. Die Anzahl der in Deutschland verfügbaren Fonds wuchs gleichzeitig um 43. Vor allem hedgefondsähnliche Strategien kamen neu hinzu. Diese Strategien wurden in der Vergangenheit vor allem von institutionellen Anlegern allokiert.

Alternative für Niedrigzinsen

Aktuell stellen Institutionelle ca. 40% der Anleger von hedgefondsähnlichen Strategien und etwa ein Drittel des Volumens im Absolute-Return-Segment insgesamt. „Das anhaltende Niedrigzinsumfeld zwingt institutionelle Anleger dazu, verstärkt in liquide alternative Strategien zu investieren“, erläutert Ralf Lochmüller, Gründungspartner und Sprecher von Lupus Alpha. „Dabei werden zunehmend traditionelle Anlagen durch Absolute-Return-Strategien substituiert.“

Verschlechterte Sharpe Ratio

Das Verhältnis von Risiko und Rendite in Form der Sharpe Ratios verschlechterte sich im Jahresvergleich. Nur etwa die Hälfte aller Absolute-Return Fonds erzielte auf Zwölf-Monatssicht eine positive Sharpe Ratio. Im Vorjahr waren es fast zwei Drittel. Über fünf Jahre jedoch erreichten 74% der Fonds eine positive Sharpe Ratio, über den Zeitraum von drei Jahren sogar 77%. „Absolute-Return-Fonds haben sich mit einer soliden Performance bewährt“, so Ralf Lochmüller. „Dies zeigt nicht nur die im Vergleich zu Hedgefonds überlegene Wertentwicklung sondern auch der große Anteil der Fonds, die langfristig ihr Produktversprechen attraktiver risikoadjustierter Erträge erfüllen.“ (mh)