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ÖKOWORLD: Das hat die neue Unternehmensleitung vor

ÖKOWORLD hat bewegte Monate hinter sich. Nach dem Rückzug von Gründer Alfred Platow übernahmen im August 2023 drei neue Vorstände das Ruder. Wie wollen sie den Anbieter weiterentwickeln? Und wie denken sie über den Vertrieb von nachhaltigen Kapitalanlagen?

Interview mit Katrin Hammerich, Andrea Machost und Torsten Müller, Vorstandsmitglieder der ÖKOWORLD AG
Vorgänger Alfred Platow prägte die ÖKOWORLD AG über Jahrzehnte. Was bedeutet sein Abschied für das Unternehmen?

Andrea Machost Der Generationswechsel ist für ÖKOWORLD ein markanter Einschnitt. Alfred Platow hat unser Unternehmen fast 50 Jahre lang erfolgreich aufgebaut und weiterentwickelt. Er hat es geprägt. Er hat viel bewegt und sehr viel erreicht. Unsere dunkelgrünen Nachhaltigkeitsfonds verwalten heute ein Vermögen von rund 3 Mrd. Euro. Dieses Geld gibt uns wichtigen Einfluss auf Unternehmen, und diesen Einfluss nutzen wir, um unsere Welt sozial, ökologisch und ethisch nachhaltiger zu machen. An dieser Strategie hat sich nach dem Ausscheiden von Alfred Platow selbstverständlich nichts geändert. Unser engagierter Einsatz für eine bessere und nachhaltigere Welt geht mit dem neuen Führungsteam unverändert und mit voller Kraft weiter.

Welche neuen Möglichkeiten mit Blick auf Kunden und Produkte ergeben sich für ÖKOWORLD mit dieser personellen Neuaufstellung an der Spitze?

Katrin Hammerich Das neue Vorstandsteam wird die erfolgreiche Arbeit des Firmengründers fortsetzen. Hierfür hat das neue Vorstandsteam drei wichtige Handlungsfelder definiert: „Neue Themen“, „Neue Produkte“ und „Neue Zielgruppen“. Bei einigen nachhaltigen Themen wollen wir den Dialog intensivieren. Beispielsweise plant die Bundesregierung die Einführung einer kapitalgedeckten Rente. Hier geht es um nicht weniger als die Sicherheit der Rentenzahlung künftiger Generationen. Bei diesem Thema muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die angelegten Gelder nur in Unternehmen investiert werden, die zu 100% ethisch, ökologisch und sozial werteorientiert aufgestellt sind.

AM Sowohl auf der Anlageseite als auch im Vorsorgebereich sehen wir Chancen für eine Weiterentwicklung unserer dunkelgrünen Produkte. Beispielsweise wollen wir für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge auch ratierliche Anlagen mit in unser Angebot aufnehmen. Zusätzlich planen wir, unsere Aktivitäten im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge weiter auszubauen.

Torsten Müller ÖKOWORLD war in der Vergangenheit stark auf eine ältere Zielgruppe ausgerichtet. Das wollen wir ändern. Wir wollen in Zukunft deutlich stärker auch jüngere Menschen ansprechen, ohne unsere bisherige Zielgruppe zu vernachlässigen. Jüngere Menschen sind überaus umweltbewusst und engagieren sich sehr stark für Nachhaltigkeit und gegen den Klimawandel. Diese Veränderung wird Einfluss haben auf unsere Aktivitäten in den Bereichen Marketing und Vertrieb.

In den letzten Jahren hat das Bewusstsein für nachhaltige Kapitalanlagen stetig zugenommen. Welche Top-Herausforderungen und Top-Chancen sieht die neue Vorstandschaft gegenwärtig für ÖKOWORLD in diesem Wachstumsmarkt?

TM Allein in Deutschland liegt das Gesamtvolumen nachhaltiger Geldanlagen inzwischen bei mehr als 500 Mrd. Euro. Das zeigt, dass sehr viele Anlegerinnen und Anleger ihr Geld auch tatsächlich nachhaltig investieren wollen. Und da wir diejenigen sind, die sich seit Gründung im Jahr 1975 auf ethisch-ökologische Geldanlagen spezialisiert haben und ausschließlich zu 100% nachhaltige Fonds anbieten, sehen wir hier weiterhin große Wachstumschancen. Viele Verbraucher sind inzwischen verunsichert und was wir brauchen, ist dringend mehr Orientierung für die Verbraucher.

KH Ja, leider ist nicht überall Nachhaltigkeit drin, wo Nachhaltigkeit draufsteht. Das führt zu einer deutlichen Verunsicherung der Verbraucher. Das sehen wir beispielsweise auch bei Stiftung Warentest. In der September-Ausgabe von Finanztest wurden rund 1.000 nachhaltige Fonds auf ihre Nachhaltigkeit hin untersucht. Rund die Hälfte ist bereits beim ersten Screening durchgefallen und nur 8 von 1.000 erhielten die Bestnote von fünf Sternen  darunter natürlich die zwei getesteten ÖKOWORLD-Fonds. Von dieser Transparenz brauchen wir dringend mehr. Auch wir sehen uns hier in der Verpflichtung, für noch mehr Transparenz zu sorgen. Nachhaltigkeit ist ein komplexes Thema und wir müssen in einfachen, aber klaren Botschaften den Kundinnen und Kunden vermitteln, dass unsere Fonds echte Nachhaltigkeit enthalten.

Nachhaltigkeit kann auf viele Arten interpretiert werden – von Umweltschutz über soziale Verantwortung bis hin zu guter Unternehmensführung. Bislang dominiert am Markt die Berücksichtigung von Umweltschutzbelangen. Wird sich das in absehbarer Zeit verändern? Und wie reagiert ÖKOWORLD darauf?

AM ÖKOWORLD war schon immer der Meinung, dass Nachhaltigkeit mehr ist als nur Umweltschutz. Deshalb haben wir bereits vor über 20 Jahren entschieden, dass wir bei unseren Fonds nur dort investieren, wo neben unseren ökologischen Anforderungen auch unsere ethischen und sozialen Bedingungen erfüllt werden. Diese breite Definition von Nachhaltigkeit ist für unsere Gesellschaft und für unseren Planeten extrem wichtig. Leider fehlen hier immer noch allgemeingültige strenge Regeln. Einen Ansatz in die richtige Richtung liefern hier die EU-Taxonomien. Nur leider ist dieser Prozess sehr politisch, weshalb hier zu viele Kompromisse gemacht werden. Es ist beispielsweise ein absolutes Unding, dass Atomkraft laut der EU-Taxonomie als nachhaltige Energie eingestuft wird. Und bei der Social-Taxonomie kommt die EU leider aus politischen Gründen aktuell überhaupt nicht voran. Das ist sehr schade, denn eine EU-weite Definition von menschenwürdiger Arbeit und angemessenen Lebensstandards würden wir als ersten Schritt in die richtige Richtung sehr begrüßen.

Es gibt eine wachsende Debatte darüber, ob nachhaltige Kapitalanlagen auch konkurrenzfähige Renditen im Vergleich zu traditionellen Anlagen bieten können. Wie begegnet ÖKOWORLD diesem Thema und welche Argumente haben Sie für Skeptiker?

TM Selbstverständlich müssen nachhaltige Fonds auch eine marktkonforme Rendite bringen. Aber das können sie auch. Nehmen wir mal unseren größten Fonds: ÖKOWORLD ÖKOVISION Classic. Dieser hat in den vergangenen zehn Jahren sieben Mal eine zweistellige Rendite geschafft, einmal war die Rendite einstellig und nur zweimal war sie leider negativ. Besonders im Jahr 2022 hat uns der Ukraine-Krieg schwer zu schaffen gemacht. Dieser hat einen regelrechten Boom bei Unternehmen mit fossilen Energien ausgelöst. Aber daran ist nichts nachhaltig. An einer solchen Entwicklung können und wollen wir deshalb auch nicht partizipieren.

Angesichts der globalen Herausforderungen wie Klimawandel, soziale Ungleichheit und Biodiversitätsverlust: Welche Rolle spielt ÖKOWORLD in der Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft und wie wollen Sie das Unternehmen in den nächsten Jahren strategisch ausrichten?

AM Wir wollen weiter wachsen. Je mehr Kundinnen und Kunden ihr Geld in unsere Fonds anlegen, desto mehr Einfluss können wir im Sinne von sozialer, ökologischer und ethischer Nachhaltigkeit auf Unternehmen, Politik und Gesellschaft ausüben. In einer global entwickelten Wirtschaft ist Geld das entscheidende Mittel, um Veränderungsprozesse voranzutreiben. Wir wollen gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden die Gesellschaft nachhaltig, ökologisch und sozial verändern.

Jüngst bezog unter anderem das Forum Nachhaltige Geldanlagen e. V. Stellung zur Nachhaltigkeitsabfrage in der Finanzanlagenvermittlung. Das Fazit: zu komplex, zu wenig anlegerfreundlich. Ist dieses Fazit für ÖKOWORLD nachvollziehbar?

KH Diese Einschätzung teile ich. Deshalb haben wir uns auch als ein wichtiges Ziel gesetzt, für mehr Transparenz im Markt für Nachhaltigkeitsfonds zu sorgen. Wir müssen den Investorinnen und Investoren verständliche und zugleich nachvollziehbare Guidelines an die Hand geben, mit deren Hilfe sie leichter erkennen können, wer wirklich nachhaltig ist und wer nur Greenwashing betreibt.

Bild: © t0pkul3 – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Andrea Machost
Katrin Hammerich
Torsten Müller

Global verwaltetes Vermögen ist 2022 stark gesunken

Die hohen Inflationsraten, steigende Zinsen sowie geopolitische Spannungen haben zu einem merklichen Rückgang des global verwalteten Vermögens geführt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Marktanalyse. Die Allianz SE zählt demzufolge zu den Top-Ten-Vermögensverwaltern der Welt.

Im Jahr 2022 verzeichneten die 500 größten Vermögensverwalter der Welt einen Rückgang der verwalteten Vermögenswerte (Assets under Management, AuM) um –13,7% auf 113,7 Bio. US-Dollar. Dies stellt den ersten signifikanten Rückgang seit der globalen Finanzkrise 2008 dar. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Marktanalyse des Thinking Ahead Institute (TAI) – ein Analysehaus unter dem Dach des global tätigen Versicherungsmaklers WTW.

Inflations- und Wachstumssorgen sind nach wie vor groß

Diese Entwicklung basiere dem TAI zufolge vor allem auf den Marktkorrekturen im Laufe des Jahres bei Aktien und Anleihen. Während etwa japanische Investmentmanager besser abschnitten und nur einen Rückgang von –5,5% hinnehmen mussten, erlebten nordamerikanische Vermögensverwalter einen Rückgang von –14,2% und europäische (einschließlich des Vereinigten Königreichs) Manager einen überdurchschnittlichen Rückgang von –16,8%.

Jessica Gao, Direktorin des TAI, kommentiert diese Dynamik: „Während des gesamten Jahres 2022 mussten die Anleger inmitten erheblicher Turbulenzen, hoher Inflation und Zinsen sowie geopolitischer Spannungen Verluste hinnehmen, die einen Großteil der während des rekordverdächtigen Jahres 2021 erzielten Gewinne zunichte machten. In unseren Gesprächen mit Vermögensverwaltern haben wir immer wieder darauf hingewiesen, dass die Zinssätze weiter steigen werden und die Inflations- und Wachstumssorgen nach wie vor groß sind, was darauf hindeutet, dass die Vermögensverwalter noch nicht aus dem Schneider sind.“

Passive Anlageformen holen auf

Außerdem interessant: Die aktuelle Studie zeigt auch eine fortschreitende Entwicklung bei der Verteilung von aktiv und passiv verwalteten Vermögenswerten zugunsten der passiven Anlageformen. Passiv verwaltete Fonds machten 2022 nämlich bereits rund 35% des Gesamtvermögens aus, ein Anstieg um 4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem bleibt ein Großteil von rund 65% des global investierten Kapitals aktiv verwaltet.

Bei den Anlageklassen führten die Rückgänge an den Aktien- und Anleihemärkten zu einer leichten Verschiebung der Gewichtungen. Auf Jahressicht stieg der Anteil aller Investitionen in alternative Kapitalanlagen wie Private Equity auf 7,1% an. Im Gegensatz dazu führten die Marktrückgänge zu einer Verringerung der kombinierten Aktien- und Anleiheallokation um 2,4 Prozentpunkte auf einem aber weiterhin hohen Anteil von rund 79%.

Allianz SE befindet sich unter den Top-Ten weltweit

Die Rückgänge der global verwalteten Vermögenswerte hinterließen auch Spuren in den Bilanzen der Top-20-Vermögensverwalter weltweit. Ihr Anteil am Gesamtvermögen sank von 45,2% im Jahr 2021 leicht auf 44,2% im Jahr 2022. BlackRock bleibt trotz eines Rückgangs der AuM von etwas über 10 Bio. US-Dollar auf etwas rund 9,6 Bio. US-Dollar im Jahr 2022 der weltweit größte Vermögensverwalter, gefolgt von der Vanguard Group (7,3 Bio. US-Dollar). Fidelity Investments (3,7 Bio. US-Dollar) und State Street Global (3,5 Bio. US-Dollar), die auf den Plätzen 3 und 4 rangieren, sahen ihre Vermögenswerte auf unter 4 Bio. US-Dollar sinken. Der international tätige Versicherer Allianz SE schaffte es als erster europäischer Vermögensverwalter mit AuM in Höhe von 2,3 Bio. US-Dollar auf Rang 7. (as)

Bild: © Monster Ztudio – stock.adobe.com

 

Franklin Templeton lanciert drei neue aktive Anleihen-ETFs

Der Vermögensverwalter Franklin Templeton legt drei neue aktiv-gemanagte Anleihen-ETFs für europäische Investoren auf. Zwei der neuen ETFs, die unter Artikel 9 der EU SFDR fallen, investieren in grüne Anleihen.

Franklin Templeton gibt die Auflegung von drei neuen aktiv verwalteten Anleihen-ETFs bekannt: den Franklin Euro IG Corporate UCITS ETF, den Franklin Sustainable Euro Green Sovereign UCITS ETF und den Franklin Sustainable Euro Green Corp 1–5 Year UCITS ETF. Mit den beiden letztgenannten baut Franklin das Angebot an grünen Anleihen-ETFs weiter aus.

So verfolgt der Franklin Sustainable Euro Green Sovereign UCITS ETF, der gemäß Artikel 9 der EU SFDR eingestuft ist, ein nachhaltiges Anlageziel, indem er ein Engagement hauptsächlich in den europäischen Markt für grüne Staatsanleihen bietet und dabei die Gesamtrendite maximiert.

Der Franklin Sustainable Euro Green Corp 1–5 Year UCITS ETF, der ebenfalls als Artikel 9 eingestuft ist, verfolgt ein nachhaltiges Anlageziel, indem er ein Engagement in den europäischen Markt für grüne Unternehmensanleihen mit einer kurzen bis mittleren Laufzeit von weniger als fünf Jahren bietet und dabei die Gesamtrendite maximiert.

Beide Green-Bonds-ETFs wollen ihre Anlageziele erreichen, indem sie mindestens 90% des Vermögens in nachhaltige Anlagen investieren und mindestens 75% des Vermögens in grüne Anleihen investieren, während der Rest aus konventionellen Anleihen besteht, die vom Portfoliomanagementteam als nachhaltige Anlagen eingestuft werden.

Euro IG Corporate ETF hat europäische Unternehmensanleihen im Blick

Das Anlageziel des Franklin Euro IG Corporate UCITS ETFs wiederum besteht darin, Erträge auf dem Markt für europäische Unternehmensanleihen zu erzielen und gleichzeitig das Kapital zu erhalten. Der Fonds, der nach Artikel 8 der EU-SFDR eingestuft ist, investiert hauptsächlich in auf Euro lautende Unternehmensschuldtitel mit Investment-Grade-Rating, die von europäischen Unternehmen begeben werden und mindestens 20% ihres Vermögens in ökologisch nachhaltige Anlagen und 1% in sozial nachhaltige Anlagen tätigen.

Für alle drei Fonds verweist Franklin Templeton auf eine günstige Kostenstruktur. Die Gesamtkostenquote für die beiden Green-Bonds-Fonds beträgt 0,18% und für den Franklin Euro IG Corporate UCITS ETF 0,15%. (bh)

Bild: © valiantsin – stock.adobe.com

 

Wie sich INNO INVEST als Haftungsdach aufstellt

Seit dem Start als klassische Vermögensverwaltung hat sich bei der in Darmstadt ansässigen INNO INVEST einiges verändert. So bietet das Wertpapierinstitut heute ein Haftungsdach und einen Maklerpool. Mehr darüber erzählt der Geschäftsführer Stefan Schmitt im Gespräch mit AssCompact.

Interview mit Stefan Schmitt, Geschäftsführer der INNO INVEST (Innovative Investment Solutions GmbH)
Herr Schmitt, INNO INVEST gibt es seit fast zehn Jahren, gegründet als traditionelle Vermögensverwaltung für Privat- und Geschäftskunden. Wie ist das Unternehmen denn heute aufgestellt?

Das ist richtig. 2014 startete die INNO INVEST als klassische Vermögensverwaltungsboutique. Heute ist unser Wertpapierinstitut anders aufgestellt. Wir haben uns als Vorreiter im digitalen Private Banking und Wealth-Management eta­bliert. Mit einem breiten Leistungsspektrum bedienen wir sowohl B2C- als auch B2B-Kunden.

Für Privatkunden und Unternehmer bieten wir unsere intelligente Vermögensverwaltung an – klassisch oder als Robo-Advisor –, die sich durch modernste Technologie und intelligentes Risikomanagement auszeichnet. Darüber hinaus haben wir mit Promisioo.de unsere hauseigene Onlinebroker-Plattform, auf der für unschlagbare 50 Cent pro Trade in Aktien, ETFs, Optionen und mehr investiert werden kann.

Im B2B-Geschäft, also für vertraglich gebundene Vermittler, bietet die INNO INVEST das innovativste Haftungsdach in Deutschland, und für §34f-Finanzanlagenvermittler den INNO-Maklerpool mit maximal 5% Anbindungskosten.

Mit Blick auf das Haftungsdach für vertraglich gebundene Vermittler: Gehen Sie davon aus, dass im Zuge der Provisionsdebatte für Anlageberater der Bedarf wächst?

Definitiv ja. Allerdings nicht nur aufgrund der Provisionsdebatte. Die Kleinanlegerstrategie der EU betrifft vornehmlich den Pool-Markt für 34f-Vermittler, die von hohen Bestandsprovisionen leben, sowie Neobroker, die mit dem Vergütungsprozess Payment for Order Flow (PFOF) herausgefordert werden.

Vertraglich gebundene Vermittler hingegen befinden sich eher im Bereich der Anlageberatung. Hier greift das Provisionsverbot nicht. Aber die Implementierung neuer Preis- und Abrechnungsmodelle sind gefragt. Beispielsweise stellen wir sehr vermehrt den Einsatz von Servicepauschalen fest, während gleichzeitig auf Ausgabeaufschläge immer öfter verzichtet wird.

Darüber hinaus machen sich aber auch immer mehr angestellte Vermögensverwalter und Private-Banking-Berater selbstständig. Deswegen steigen die Anfragen bei Haftungs­dächern, da strenge Vorschriften und komplexe BaFin-Regeln den Weg in die Unabhängigkeit stark erschweren. Hinzu kommen immer wieder neue BaFin-Auflagen, etwa beim Inhaberkontrollverfahren, im Wertpapier­institutsgesetz (WpIG) sowie durch die MiFID II. Ein Haftungsdach bietet daher oft eine attraktive Alter­native zur eigenen BaFin-­Erlaubnis – gerade für FinTechs, aber auch für Private Banker oder angestellte Vermögensverwalter sowie für wert­papieraffine Versicherungsmakler.

Ihr Angebot basiert vor allem auf einer digitalen Finanzplattform. Wie sieht diese aus?

Private Banking und Wealth-Management sehen heute anders aus als noch vor ein paar Jahren. Die Zeiten, in denen Anträge in Papierform ausgedruckt, versandt und unterschrieben zugeschickt werden müssen, sind definitiv vorbei. Als modernes Wertpapierinstitut und FinTech sind wir mit unserer hauseigenen Wealthtech-Plattform daher so gut aufgestellt, dass wir die gesamte Wertschöpfungskette im Wertpapiergeschäft volldigital abwickeln können.

Sämtliche Prozesse werden digital dargestellt, etwa die Protokollierung der Anlageberatung, die Depoteröffnung, der Abschluss einer Vermögensverwaltung bis hin zum digitalen Order-Tool. Gleichzeitig erkennt unsere künstliche Intelligenz (KI) in der Beratungssoftware Dokumentationsfehler, unterstützt Akquisitionsprozesse effizient und erledigt vollautomatisiert die Provisionsabrechnung. Grund­lage ist die eigenentwickelte Wealthtech-Plattform. Über die Plattform wickelt die INNO INVEST auch das gesamte eigene Kundengeschäft ab.

Welche Services bieten Sie darüber hinaus?

Neben den genannten Geschäftsfeldern punkten wir mit innovativen Lösungen in den Bereichen Investment-APIs und digitaler Beratungssoftware. Diese Tools bieten Kunden und Partnern die Möglichkeit, gezielter und effizienter in die Welt der Wertpapiere einzusteigen.

Die Investment-APIs ermöglichen die nahtlose Integration von Finanzlösungen in bestehende Anwendungen und Plattformen, während die digitale Beratungssoftware eine MiFID-II-konforme Beratung und Dokumentation sicherstellt. Als modernes Wertpapier­institut verbinden wir modernste Technologie, individuelle Vermögensverwaltung und ein breites Dienstleistungsangebot – von der Vermögensverwaltung über das Haftungsdach bis hin zum Online-Brokerage.

Lassen Sie uns noch über den Maklerpool für 34f- und 34h-Vermittler sprechen, den Sie eingangs erwähnten und den Sie im Frühjahr gestartet haben. Wie kam es zu diesem Schritt – die Konkurrenz ist ja nicht gerade klein?

Üblicherweise werden von tradierten Maklerpools heute noch 10% und mehr als Courtage-Abzug veranschlagt. Das ist definitiv zu teuer. Für uns gibt es daher keinen besseren Zeitpunkt, in den Markt einzusteigen. Immerhin möchten wir nur maximal 5% Anbindungskosten haben und als Preisführer wahrgenommen werden. Darüber hinaus befindet sich der Pool-Markt aktuell in einer starken Konsolidierungsphase. Margen-Erosion und stark steigende Kosten belasten die Branche – insbesondere auch getrieben durch den Fortschritt der Digitalisierung. Das ist unsere Chance.

Die Konsolidierung haben Sie angesprochen. Welche Entwicklung erwarten Sie hier?

Unter den deutschen Maklerpools wird es definitiv zu einem großen Qualitäts- und Preiskampf kommen. Durch den Einstieg von Investoren wurde die Dynamik an Übernahmen kleinerer Pools sogar beschleunigt.

Meine Vermutung ist, dass klassischen Pools nichts anderes übrig bleiben wird, als ihre internen Margen zu erhöhen. Gleichzeitig steigen die internen Entwicklungskosten, um den digitalen Mindeststandard zu erreichen. Auf angebundene Vermittler werden definitiv Preiserhöhungen zukommen, in dem Anbindungskosten erhöht werden. Da klingen 5% bei der INNO INVEST am Ende sehr attraktiv.

Dieses Interview lesen Sie auch in AssCompact 10/2023 und in unserem ePaper.

Bild: © INNO INVEST

 

Inside the Market: Der Kapitalmarkt in Unruhe

Die Märkte haben es derzeit gewiss nicht einfach – dafür gibt es zu viele negative Einflüsse. Der Kongress Investment auf der DKM in Dortmund wurde mit der Diskussionsrunde „Inside the Market“ eröffnet, in der vier Experten die aktuelle Marktlage analysierten.

Hohe Zinsen, eine hohe Inflation, Rezessionsängste. Als Privatanleger hat man es derzeit nicht leicht – wo also hingehen? Welcher Anlageklasse sein Geld anvertrauen? Die Börse ist gebeutelt, und das sorgt für Unsicherheit. Und auch wenn es am Ende zwar sicher ist, dass sich der Markt irgendwie weiterdreht, würde man sich doch freuen, wenn man den richtigen Kurs fahren würde.

Um den Weg zu ebnen für einen erfolgreichen Kongress Investment auf der DKM in Dortmund, war der erste Programmpunkt hier die Diskussionsrunde „Inside the Market“ über die aktuelle Lage am Kapitalmarkt. Teilgenommen haben Charles Neus, Head of Retirement Solutions beim German Branch von Schroders Investment Management, Martin Stenger, Director of Sales bei Franklin Templeton in Deutschland, Jan Strobel, Business Development Manager Germany bei Setanta Asset Management, und, als Vertreter der Versicherer, Thomas Buchholz, Leiter Partnervertrieb bei der LV 1871. Die Diskussionsrunde lief unter der Moderation von Frank O. Milewski, Chefredakteur der Cash. Media Group GmbH.

Aktiv statt passiv und Multi-Asset?

Die vier Diskutanten waren sich recht einig: Jetzt ist die Zeit für aktives Anlegen. Denn die Lage sei sehr angespannt und die Märkte volatil. Jan Strobel ließ anklingen, dass es vielleicht eine sinnvolle Strategie sei, sich in den nächsten Monaten und Jahren wieder auf aktives Portfoliomanagement zu konzentrieren und nicht nur passiv Märkte zu kaufen. Auch Martin Stenger sieht, gerade aufgrund der geopolitischen Lage, aktive Anlagen derzeit eher als Kerninvestments und passiv mehr als Zusatzanlagen. Außerdem sei eine breite, globale Aufstellung wichtiger als je zuvor.

Charles Neus betonte allerdings, dass die grundsätzliche Frage bei der Beratung sein sollte, wer einem gegenüber sitzt. Vor allem aber, wenn sich jemand noch nicht so gut mit den Märkten auskennen sollte und auch aufgrund der derzeitigen Volatilität, bei der sich die Situation jeden Monat ändern könnte, sei Multi-Asset „das A und O“.

Aktien „klar vorne“

Bei der Analyse der Asset-Klassen seien Aktien derzeit ganz vorne, meldete Strobel. Die Bond- und Immobilien-Komponente sei dagegen unter Druck geraten. Neben den Aktien gebe es höchstens auf der Rohstoffseite eine positive Entwicklung.

Beim Thema Zinsen waren sich die Diskutanten insgesamt einig, dass dieser langfristig nicht ausreiche, um die Inflation auszugleichen. Strobel betonte klar, dass es nicht um Kapitalerhalt, sondern um Kapitalaufbau im Sinne der Altersvorsorge gehe. Hier müsse man die Inflation „vom Norden“ anschauen. Laut Stenger gelinge dies mit den Zinsen derzeit noch nicht, hier schaue man immer noch „von unten“ drauf. Thomas Buchholz von der LV 1871 sieht in diesem Zusammenhang ebenfalls die Aktien als zielführendstes Mittel, denn man müsse den positiven Realzins im Auge behalten, und das schaffe man eben auf der Aktienseite. Die Aufgabe der Versicherer sei dabei, so Buchholz, den Kunden die Angst vor der Aktienanlage zu nehmen.

Digitale Rentenübersicht: Man ist gespannt

Auch die digitale Rentenübersicht fand einen Platz in der Diskussionsrunde – und traf auf vorsichtigen Optimismus, denn, so Stenger, wenn die Rentenübersicht es möglich macht, zu sichten, was ich für meine Rente schon gemacht habe, dann wäre diese Übersicht durch den Bundesadler abgedeckt. „Was will man denn mehr?“

Neus begrüßt grundsätzlich das Vorhaben der digitalen Rentenübersicht, gab aber zu Bedenken, dass man erst abwarten müsse, ob sie in Deutschland auch so gut funktioniert und dargestellt wird, wie sie dies in anderen angelsächsischen Ländern tue.

Ähnlich halten es die beiden mit der Fokusgruppe private Altersvorsorge. Für Stenger, der stellvertretende Vorsitzende des BVI-Ausschusses Altersvorsorge, ist das Ziel der Fokusgruppe vorerst erfüllt – die Frage sei nun allerdings, was im Gesetz ankommt. Und auch Neus setzt Hoffnung auf die weiteren Entwicklungen. Denn Tatsache sei, dass es ohne Hilfe des Gesetzgebers nie funktioniert habe, aus dem Deutschen jemanden zu machen, der fürs Sparen auch zum Kapitalmarkt greift. Dass Altersvorsorge mit diesem nun kombiniert werden soll, könnten „wir alle nur begrüßen“. (mki)

Bild: © DKM

 

So investierten Asset-Manager in den letzten fünf Jahren

Das Institut für Vermögensaufbau und der Anbieter von Wealth Management Software QPLIX stellen den Trendmonitor Vermögensverwaltung 2023 vor. Mehr als 54.000 reale Kundenportfolios wurden ausgewertet und geben darüber Auskunft, in welche Anlagen in den letzten fünf Jahren Geld floss.

Über 100 unabhängige Vermögensverwalter nahmen an der Erstellung des Trendmonitors Vermögensverwaltung 2023 teil. Die Studie wurde vom Institut für Vermögensaufbau (IVA) und dem Wealth-Software-Anbieter QPLIX durchgeführt. Untersucht wurden über 54.000 reale Kundenportfolios. Damit sei der Trendmonitor die größte und fundierteste Auswertung dieser Art im deutschsprachigen Raum, so die Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die anonymen und aggregierten Portfoliobestandsdaten wurden von den Depotbanken V-BANK, DAB BNP Paribas, Deutsche Bank, Baaderbank und Donner & Reuschel bereitgestellt. Im nun ersten Trendmonitor analysieren IVA und QPLIX die Zusammensetzung der Portfolios 2022 (Aktien, Fonds, Renten) sowie Verschiebungen während der vergangenen fünf Jahre. Auch enthält die Studie Sonderauswertungen zur Ukraine-Krise (Energie, Rüstung), zur Corona-Pandemie (Pharma, Home-Office) sowie zu Trendthemen wie ESG und Kryptowährungen. Auch ermittelt der Trendmonitor die 20 beliebtesten Aktien der Deutschen und vergleicht die Struktur kleinerer mit der größerer Depots.

Ukraine-Krieg und Energie

Eine Erkenntnis des Trendmonitors ist, dass sich vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs seit 2022 der Anteil von Rüstungskonzernen verdopple – allerdings von einem niedrigen Niveau. 2019 lag der Anteil der Rüstungstitel schon einmal deutlich höher. Der Abwärtstrend könnte sich allerdings dauerhaft umgekehrt haben. Am größten seien die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs dagegen im Energiesektor. „Über Beteiligungen an Energieunternehmen nahmen die Vermögensverwalter die Profite dieser Sonderkonjunktur in Folge der hohen Strom- und Gaspreise im ersten Halbjahr 2022 gerne stellvertretend für ihre Mandantinnen und Mandanten mit“, so Deck.

Tech-Unternehmen und Corona

Generell beschleunigt sich auch der Trend in Richtung Technologieunternehmen rasant. Denn die US-amerikanischen Tech-Megakonzerne hätten ihren Anteil in den Depots beinahe verdoppelt, sagt IVA-Vorstand Andreas Ritter. Home-Office-relevante Aktien wie Videokonferenz-Anbieter hätten ihren Anteil sogar verdreifacht. Dieser Trend habe sich sogar stabilisiert. Weiterhin gab es laut Ritter eine Corona-Sonderkonjunktur im Healthcare-Bereich – und zwar seit dem ersten Quartal 2020 und im Jahr 2021. Mit der Pandemie zusammen flaute diese jedoch wieder ab.

„America first“ – goodbye „Old Europe“

Wenn es um Investitionen in die Zukunft geht, setzen Vermögensverwalter immer stärker auf US-Aktien, wie der Trendmonitor zeigt. Der Anteil europäischer Papiere ist seit 2018 konstant rückläufig. Der Anteil der Euro-Länder ist im Untersuchungszeitraum sogar insgesamt um mehr als zehn Prozentpunkte gefallen – 2022 erstmals unter 30%. Natürlich stehe diese Entwicklung auch in Zusammenhang mit der Beliebtheit der US-Tech-Riesen und der starken Performance des US-Aktienmarktes, so Ritter.

China dagegen verliert im Regionen-Ranking in den vergangenen Jahren kontinuierlich Anteile, was laut dem IVA-Vorstand nicht nur an den gestiegenen geopolitischen Risiken liegen dürfte, sondern auch an der allgemein schwächelnden Konjunktur.

Niedrigzinsphase

2021 gab es ein Hoch beim Aktienanteil in den Depots – nämlich 60%. Rentenpapiere sanken 2022 erstmals unter die Schwelle von 20%. Allerdings zeigten neueste Portfolioveränderungen schon die Vorboten einer Zinswende, wie aus dem Trendmonitor hervorgeht. Die durchschnittlichen Restlaufzeiten innerhalb der Rentenportfolios sanken 2021 deutlich.

Medientrends ESG und Kryptowährungen

Dass mediale Aufmerksamkeit nicht analog mit der Wirklichkeit korreliert, zeigen laut der Mitteilung von IVA und QPLIX die „Hype-Themen“ ESG und Kryptowährungen. Denn hier belege der Trendmonitor weder eine Verschiebung in Richtung ESG-konformer Unternehmen noch die Geburt einer neuen relevanten Anlageklasse durch Kryptowährungen. In professionell verwalteten Depots bewege sich ihr Anteil eher im Promille-Bereich, so QPLIX-Marketing-Director und Co-Autor des Trendmonitors Sebastian Deck.

Der Trendmonitor soll künftig regelmäßig als Kooperation zwischen QPLIX und IVA veröffentlicht werden. Eine derartig genaue Analyse der Portfolios sei insbesondere deswegen im Vergleich zu Umfragen interessant, da sie keine reinen Stimmungen wiedergeben, sondern konkret zeigen würden, welche finanziellen Auswirkungen Anlageprofis bestimmten Entwicklungen wirklich beimessen und wie sie im Auftrag ihrer Mandantinnen und Mandanten darauf reagieren, erläutert QPLIX-Marketing-Director und Co-Autor Sebastian Deck. (mki)

Bild: © Christian – stock.adobe.com

 

J.P. Morgan AM mit neuem aktiven ETF auf globale Anleihen

Die Vermögensverwaltungstochter von J.P. Morgan, J.P. Morgan AM, hat einen neuen aktiven Anleihen-ETF gelistet. Der Fonds zielt auf ein diversifiziertes Investment in globale Anleihen ab.

Aktive ETFs haben in den letzten zwölf Monaten ein starkes Wachstum verzeichnet, wie kürzlich das Analysehaus Scope Fund veröffentlichte (AssCompact berichtete: Aktive ETFs verbuchen deutliches Wachstum). Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie das größte Verkaufsargument der passiven ETFs, die günstigen Gebühren, mit der Expertise eines Portfolio-Management-Teams vereinbaren sollen, indem sie sich an einer Benchmark orientieren, ein Portfoliomanager die Titelauswahl und die Gewichtung allerdings an die Marktverhältnisse anpasst.

J.P. Morgan AM ist in diesem Markt auch in Deutschland der aktivste Anbieter. Die Vermögensverwalter-Tochter der US-Großbank hat jetzt einen neuen Anleihen-ETF auf den Markt gebracht – den JPM Active Global Aggregate Bond UCITS ETF. Dieser soll auf Basis der bewährten globalen Aggregate-Bond-Strategie des Unternehmens ein diversifiziertes Investment in globale Anleihen ermöglichen und ist damit der erste aktive Anleihen-ETF dieser Art, so J.P. Morgan AM.

Neuer globaler Anleihen-ETF von J.P. Morgan AM

Der JPM Active Global Aggregate Bond UCITS ETF deckt als Kernallokation ein breites Spektrum an Anleihemärkten ab, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Dazu zählen Staats- und Unternehmensanleihen, staatsnahe Emittenten, Schwellenländer-Bonds sowie verbriefte Anleihen in 25 lokalen Währungsmärkten.

Das Portfolio-Team wird geleitet von Myles Bradshaw, Iain Stealey und Linda Raggi und wird von einem globalen Research-Team mit über 70 quantitativen und fundamentalen Research-Analysten unterstützt. Es setzt auf eine Wertpapierauswahl nach dem Bottom-Up-Prinzip, die mit einer Sektorallokation nach dem Top-Down-Prinzip verbunden wird. Gleichwohl könnten Chancen auch durch Sektorrotation genutzt werden. Ziel sei es, langfristig den Bloomberg Global Aggregate Index Total Return USD Unhedged nach Abzug der Gebühren zu übertreffen. Der ETF wird gemäß EU-SFDR-Verordnung als Artikel 8 eingestuft.

Der JPM ACtive Global Aggregate Bond UCITS ETF wird seit dem 18.10.2023 an der London Stock Exchange, der Deutschen Börse Xetra, der Schweizer Börse und Borsa Italiana notiert. Die Gesamtkostenquote liegt bei 30 Basispunkten. (mki)

Bild: © abdulmoizjaangda – stock.adobe.com

 

Nachhaltig investieren: Der Wille ist da

Eine aktuelle von der Fondsgesellschaft Invesco beauftragte Umfrage zeigt, dass das Interesse an nachhaltigen passiven Anlageprodukten wächst. Doch es gibt immer noch Gründe, warum die Anleger doch noch ohne ESG-Faktoren investieren. Hauptsächlich wünschen sie sich mehr Informationen.

Nachhaltige passive Anlageprodukte geraten mehr in den Fokus von Privatanlegern. Das ergibt eine aktuelle Umfrage, die von Invesco in Auftrag gegeben wurde und 1.000 deutsche befragte Privatanleger umfasst. Laut der Mitteilung von Invesco halten deutsche Privatanleger eine Portofolioallokation von 35% in börsengehandelten Fonds (ETFs) mit ESG-Schwerpunkt für ideal. Die Mehrheit (54%) der deutschen Privatanleger will das Engagement in ESG-ETFs in den nächstne drie Jahren erhöhen.

Außerdem wollen 80% der Investoren, die derzeit nicht in ESG-ETFs investiert sind, ein derartiges Engagement in den nächsten drei Jahren in Betracht ziehen, so Invesco. Damit sich ESG-ETFs in Zukunft mehr durchsetzen, müssen Invesco zufolge vor allem Wissenslücken geschlossen werden.

ETFs für ESG-Anlagen

Die Umfrage zeigt, dass viele Investoren ETFs nutzen, um in ESG-Themen zu investieren. Fast drei Viertel derjenigen, die in ESG investieren, nutzen ETFs für mindestens einen Teil dieses Exposures, und bei diesen Anlegern machen ESG-ETFs mehr als ein Drittel (38%) der Gesamtportfolios aus.

Darüber hinaus ergab die Umfrage ein großes Interesse an einer Ausweitung des ESG-ETF-Engagements in den kommenden Jahren. Von den Anlegern, die bereits in ESG-ETFs investieren, erwartet die Mehrheit (54%), ihr Engagement künftig auszuweiten, während nur 6% beabsichtigen, es zu reduzieren.

Bei denjenigen, die aktuell nicht in ESG-ETFs investiert sind, gebe es laut Invesco eine „große Aufgeschlossenheit“ für diese Anlageprodukte. Denn 80% gaben an, in den nächsten drei Jahren Investitionen in ESG-ETFs in Betracht ziehen zu wollen, während nur 16% dies nicht tun wollen Das Interesse sei dabei über alle Portfoliogrößen ähnlich ausgeprägt und offenbar weitgehend unabhängig von der Investmenterfahrung.

„E“, „S“ und „G“ unterschiedlich bedeutend

Die drei ESG-Kriterien („E“ für Umwelt, „S“ für Soziales und „G“ für Governance oder gute Unternehmensführung) sind für die Anleger unterschiedlich bedeutend, meldet Invesco. 38% der Befragten gaben an, dass für sie das Kriterium Umwelt am wichtigsten sei, Governance folgt auf Platz 2 mit 23% und soziale Aspekte auf Platz 3 (17%). 32% bezeichneten dabei die Förderung erneuerbarer Energien als wichtigsten Umweltfaktor, danach folgten der Schutz der natürlichen Ressourcen und der Artenvielfalt (23%) sowie die Vermeidung von Umweltverschmutzung und Abfall (19%).

Der am häufigsten genannte soziale Faktor (30%) war die Wahrung der Menschenrechte durch die Verhinderung ausbeuterischer Arbeitspraktiken. Auf Platz 2 und 3 folgten die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit (23%) sowie die Förderung von Vielfalt, Gleichheit und Integration (19%).

Im Governance-Bereich legten die Anleger bei den Unternehmen, in die sie investieren, am meisten Wert auf eine angemessene Vergütung und geeignete Anreize für Führungskräfte. Dies wurde von 34% der Befragten als wichtigster Faktor genannt.

Wunsch nach mehr Information

Das Interesse an nachhaltiger Anlage über ESG-ETFs ist da, jedoch wünschen sich die Anleger mehr Informationen, sowohl über die am Markt erhältlichen Produkte als auch über die positiven realwirtschaftlichen Auswirkungen von Investitionen in ESG-ETFs.

Als Hauptgrund, nicht in ESG-ETFs zu investieren, nannte knapp ein Drittel der Befragten (32%) das Gefühl, nicht genug über die verfügbaren Optionen zu wissen, um eine derartige Investition zu tätigen. An zweiter und dritter Stelle folgten die Unfähigkeit, einen den eigenen Werten entsprechenden ETF zu finden (29%) sowie die Präferenz für einen aktiven ESG-Ansatz (21%).

Auf die Frage, was die Anleger am meisten dazu bewegen würde, ihr Engagement in ESG-ETFs zu erhöhen, nannten 53% der Befragten ein besseres Verständnis dafür, ob ihre Investitionen eine positive Wirkung haben. Damit war ihnen dieser Aspekt sogar wichtiger als die Aussicht auf höhere Renditen im Vergleich zu anderen Anlageoptionen (32%). (mki)

Über die Umfrage

Die deutsche Umfrage ist Teil einer größer angelegten Invesco-Befragung von 5.500 Anlegern in siebeneuropäischen Märkten – Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Schweden und der Schweiz. Der Bericht zu dieser Befragung, der über Invesco zu beziehen ist, vergleicht die Durchsetzung von ESG und ESG-ETFs in den verschiedenen Märkten und verdeutlicht ein europaweit großes Interesse an nachhaltigen passiven Strategien.

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BlackRock: ETF-Neugeschäft sinkt dritten Monat in Folge

Der Vermögensverwalter BlackRock hat seinen ETP-Marktreport für September veröffentlicht. Dieser zeigt, dass bereits der dritte Monat in Folge Rückgänge beim Neugeschäft mit ETFs und anderen börsengehandelten Produkten zu verzeichnen waren. Angestiegen sind jedoch die Zuflüsse auf Aktien-ETPs.

Börsengehandelte Indexfonds, also ETFs, nehmen bei der Geldanlage eine immer größere Rolle ein. Vor allem die jüngere Generation der Anleger betreten damit erstmals den Kapitalmarkt (AssCompact berichtete: BlackRock: Immer mehr junge Menschen investieren in ETFs). Und auch im September 2023 verzeichneten ETFs gehörige Zuflüsse, wie der monatliche ETP-Marktreport von BlackRock zeigt. Doch das Neugeschäft mit ETFs und anderen börsengehandelten Produkten verringerte sich zum dritten Mal in Folge.

Insgesamt verzeichneten ETFs und andere ETPs im September demnach 63,1 Mrd. US-Dollar an Zuflüssen im weltweiten Neugeschäft. Im August waren es noch 65,7 Mrd. US-Dollar. Gestiegen sind dabei die Nettozuflüsse auf Aktien-ETPs (50,5 Mrd. US-Dollar), doch aufgezehrt wurde dieses Wachstum durch einen Rückgang der Käufe von ETPs auf festverzinsliche Wertpapiere (15,4 Mrd. US-Dollar). Abflüsse gab es dabei bei Rohstoff-ETPs und zwar in Höhe von 3,5 Mrd. US-Dollar.

US-Aktien-ETPs im Aufschwung

Die Belebung der Aktienströme im September ist BlackRock zufolge auf erhöhte Allokationen in US-Aktien-ETPs zurückzuführen. Diese verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 35,1 Mrd. US-Dollar, was eine deutliche Steigerung zu den Zuflüssen im August (11,0 Mrd. US-Dollar) darstellt und wieder dem Niveau von Juni und Juli entspricht. Darüber hinaus setzte sich im September der Trend der Zuflüsse in japanische Aktien-ETPs fort, die vor allem durch Käufe in der Asien-Pazifik-Region angetrieben werden. Die Zuflüsse in Aktien-ETPs aus Schwellenländern gingen im September auf 3,3 Mrd. US-Dollar zurück, während die Zuflüsse in europäische Aktien negativ blieben (-1,6 Mrd. US-Dollar).

Rückgang bei festverzinslichen Wertpapieren

Der größte Teil der Zuflüsse in ETPs auf festverzinsliche Wertpapiere entfiel laut BlackRock im September auf Zinspositionen, die einen Zuwachs von 16,9 Mrd. US-Dollar verzeichneten. Damit setzte sich ein Trend fort, der schon im gesamten Jahresverlauf zu erkennen ist. Im September wurden die Ströme von ETPs auf festverzinsliche Wertpapiere jedoch durch den Verkauf von Spread-Anlagen belastet. Im gesamten Jahresverlauf liegen die Zuflüsse in ETPs auf festverzinsliche Wertpapiere nun bei 235,1 Mrd. US-Dollar. Hochzinsanleihen verzeichneten im September den zweiten Monat in Folge Abflüsse (-1,8 Mrd. US-Dollar), während Investment-Grade-Anleihen mit Abflüssen in Höhe von 4,1 Mrd. US-Dollar die größten Abflüsse seit März 2020 und damit die zweithöchsten in ihrer Geschichte verzeichneten.

Trendverschiebung bei Themen-ETPs

Bei sektoralen ETPs kam es im September zu einer Verschiebung der bisherigen Trends. Der Energiesektor (0,8 Mrd. US-Dollar) und der Technologiesektor (0,6 Mrd. US-Dollar) waren die einzigen beiden Sektoren, die Zuflüsse verzeichnen konnten. Die Zuflüsse im Technologiesektor trotzen dabei Verkäufen von US-Tech-ETPs (-2,9 Mrd. US-Dollar), während die Zuflüsse im Energiesektor zugunsten von US-Engagements ausfielen.

Bedeutung von ETFs wächst

David Wenicker, Head of iShares & Wealth für Deutschland bei BlackRock, erläutert den Report weiterhin insofern, dass die „beträchtlichen Mittelzuflüsse“ zweierlei über das Anlegerverhalten aussagen würden. Zum einen würden festverzinsliche Wertpapiere bei den aktuellen Renditeniveaus und den hohen Volatilitäten der Märkte eine immer wichtigere Rolle in den Portfolios spielen. Außerdem seien festverzinsliche Wertpapiere immer beliebter und die Zahl der neuen Nutzer nehme ständig zu, was die wachsende Bedeutung von ETFs in den Portfolios zeige. Für das vierte Quartal rechnet Wenicker angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks und der Zurückhaltung der Zentralbanken eine generationenübergreifende Chance, mit Anleihen Erträge zu erzielen. (mki)

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Warum generative KI relevant für Investmentmanager ist

KI ist spätestens seit ChatGPT in aller Munde. Da gibt es die urheberrechtlichen Fragestellungen bei von KI generierten Texten oder die Beeinflussung verschiedener Berufsbilder durch KI. Und auch die Investmentbranche bleibt von dem Diskurs darum nicht verschont.

Ein Artikel von Michael Berns, Director AI & FinTech bei PwC Deutschland, und Dr. Utz Helmuth, Managing Director, AM Leader bei Strategy&

Nach Jahren des Umsatz- und Gewinnwachstums rücken Kosten für Asset-Manager wieder in den Fokus. Die Operating Expenses per Assets under Management sind derzeit auf dem höchsten Stand seit 2018 und bei einer nach wie vor hohen Inflationsrate von über 6% ist ein weiteres, überproportionales Wachstum der Kosten zu erwarten. Gleichzeitig nimmt der Kampf um Talente in einer alternden deutschen Bevölkerung weiterhin zu.

Trotz des Kosten- und Personaldrucks gilt es, neue Anlageideen zu generieren, die sich in einem immer stärker werdenden Wettbewerb behaupten können. Mithilfe von generativer KI wollen Asset-Manager diesen Punkten nun entgegenwirken.

Wofür „GPT“ steht:
  • G wie Generative: Sprache (als auch Code, Bilder, Testdaten etc.) durch ein nuanciertes Verständnis generieren oder zusammenfassen können
  • P wie Pre-trained: vortrainiert, d. h. mitgegebenes Verständnis von Inhalten in sehr vielen Themenfeldern. In der Vergangenheit mussten Modelle sehr aufwendig in Supervised Learning, also mit Feedbackschleife, trainiert werden.
  • T wie Transformer: Die vorherrschende Architekturform für Large-Language-Models (LLMs)
Wo generative KI zukünftig eingesetzt werden kann

Generative KI kann entlang der gesamten Asset-Management-Wertschöpfungskette eingesetzt werden. Dabei beschränken sich die Möglichkeiten nicht nur auf Effizienzsteigerungen, auch zur Umsatzsteigerung und Qualitätssicherung ist KI einsetzbar.

Sales und Marketing

Besonders größere Häuser haben in den letzten Jahren bereits sehr viel in den Ausbau digitaler O Kanäle sowie zum Teil auch in Chatbots mit Personalisierung investiert. Durch den Einsatz von ChatGPT, aber auch BloombergGPT, FinGPT und anderen Large-Language-­Modellen (LLMs) lässt sich die Funktionalität nochmals wesentlich erweitern. Die Modelle sind bereits in der Lage, Finanzzahlen zu erkennen und auf ein umfangreiches Finanzwissen zurückzugreifen. Als nächste Ausbaustufe in diesem Bereich sind personalisierte Empfehlungen und Ideen bereits absehbar.

Ähnliches gilt für die Erschaffung neuer Produkte, die Fähigkeit, Trends zu erkennen, und unter Umständen auch das Etablieren neuer Investmentregeln/Faktoren wie z. B. für Smart-Beta-ETFs.

Portfoliomanagement & Trading

Schon seit vielen Jahren wird KI im Bereich Market Research, also z. B. bei der Analyse von Nachrichten und sozialen Medien in Echtzeit bei der sogenannten Sentiment-Analyse angewendet. Auch wenn die Verwendung von reinen GPT-Modellen hier (noch) nicht relevant ist – momentan haben sie noch keinen Anschluss an aktuelle Daten, da die Modelle auf Basis von Datenreihen trainiert wurden, die 2021 enden –, so kann man sich durchaus hybride Lösungen vorstellen, die das in Zukunft leisten können. Im Bereich Hedge Funds und im Bereich Algorithmic Trading gibt es bereits seit Jahren voll automatisierte, teilweise auf KI basierende Handelssysteme auf spezielle Einzelwerte oder für Nischenmärkte (Arbitrage etc.). Insofern ist es eine Frage der Zeit, bis die Automatisierung hier weiter fortschreitet.

Auch im Bereich Simulation/Optimierung wird schon seit Jahren KI eingesetzt, um die Anzahl der Szenarien zu erweitern und Muster zu erkennen. Diese wurden in der Vergangenheit hauptsächlich auf maschinellem Lernen und strukturierten Daten basierend durchgeführt. Die Verfügbarkeit von LLMs gibt nun die Möglichkeit, relativ einfach große unstrukturierte Datenmengen/Sprache/News miteinzubeziehen.

Operations

Im Bereich Operations wurde in den letzten Jahren hauptsächlich in Robotic Process Automation (RPA) investiert. In Teilen lag der Fokus aber auch schon auf Intelligent Process Automation (IPA) unter Einbeziehung von künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen Anwendungen aus dem Bereich Natural Language Generation (NLG), die z. B. Texte zusammenfassen oder Reports aufgrund einer sehr flexiblen Anzahl von Markt-/Dateninputs generieren konnten.

Diese Möglichkeiten werden durch die Anwendung von LLMs deutlich erweitert, sodass die Texte immer schwerer von menschlichen Texten zu unterscheiden sind.

Know Your Customer war in den letzten Jahren ein weiteres großes Betätigungsfeld für KI. Durch die Verwendung von hausinternen LLMs lassen sich Enhanced-Due-­Diligence-Prozesse nochmals wesentlich beschleunigen. Grund dafür ist unter anderem die Verbesserung der Genauigkeit durch Einbeziehung von in- und externen Daten.

IT

Eine der Voraussetzungen für den Einsatz von skalierbarer KI, insbesondere von eigenen Large-Language-Modellen, ist eine moderne Big-Data-Infrastruktur. In den letzten Jahren hat sich der Bereich IT mit dem Einsatz von KI-Lösungen zu Server/Cloud/Cybersicherheitsoptimierung stark entwickelt. Zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten für GPT finden sich im Bereich Softwareentwicklung (Wissenstransfer, Beschleunigung der eigentlichen Entwicklung durch Lösungen wie Copilot etc.).

Business Management und Support

Besonders im Bereich Virtual Onboarding Assistant lässt sich das enorme Wissen von GPT ideal mit dem firmeneigenen Wissen verbinden. KI ist auch dafür bekannt, Muster in großen Datenmengen zu erkennen. Im Business Management und Support wird KI vor allem in den Bereichen Risikomanagement und Qualitätssicherung genutzt.

Fazit und Ausblick

Generative KI bietet erhebliches Einsparpotenzial für die Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Konservativ geschätzt lassen sich je nach Asset-Manager ein bis zu sechs Basispunkte durch generative KI einsparen, was der deutschen Asset-­Management-Branche 500 Mio. bis 1 Mrd. Euro an jährlichen Kosteneinsparungen ermöglicht.

Trotzdem gilt es abzuwägen, wo generative KI im Asset-Management eingesetzt werden kann. Zwar ist es eine verlockende Vorstellung, generative KI für vollautomatisierte Anlageentscheidungen zu nutzen. Die Beschränkung der jetzigen GPT-Modelle, die mit über einem Jahr alten Daten „trainiert“ wurden und mangelnde Transparenz vorweisen (Audit, Rückverfolgbarkeit), sprechen bis auf Weiteres dagegen.

Daher eignet es sich aus Compliance- und Reputationsgründen kaum für das Treffen von Anlageentscheidungen.

Trotzdem: Die Dynamik der letzten Monate hat deutlich gezeigt, dass die Entwicklung im Bereich LLMs in zwei Hauptrichtungen geht: zum einen die Veröffentlichung von kommerziellen Modellen mit immer mehr Parametern, zum anderen wesentlich kleinere, auf spezielle Themenfelder angepasste Open-Source-Modelle. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis hier sehr starke Hybridmodelle entstehen werden, die mehr Transparenz bieten können. Es bleibt spannend!

Diesen Beitrag lesen Sie auch in AssCompact 10/2023 und in unserem ePaper.

Bild: © Lucky Ai – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Dr. Utz Helmuth
Michael Berns