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Das sind die nachhaltigsten Aktienmärkte

Morningstar hat analysiert, welche Aktienmärkte am nachhaltigsten aufgestellt sind. Die Spitzenplätze werden von europäischen Märkten beherrscht. Nur ein asiatischer Staat kann die europäische Phalanx durchbrechen. Um welche Nation es sich dabei handelt und alles Weitere in einer AssCompact-Bildergalerie.

 
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Vermögensverwaltung: Breiteres Angebot für Kreditinstitute

Dericon und investify TECH wollen Sparkassen und Genossenschaftsbanken die Möglichkeit eröffnen, mehr Lösungen zur Vermögensverwaltung bereitzustellen. Ziel ist, einen digitalen Marktplatz zu entwickeln und in die Systeme von Sparkassen und Genobanken zu integrieren.

<p>Das Frankfurter B2B-FinTech Dericon hat sich mit der Luxemburger Softwareschmiede investify TECH zusammengetan. Gemeinsam wollen die Unternehmen einen digitalen Marktplatz für Vermögensverwaltungslösungen entwickeln und in die Systeme der Sparkassen und Genobanken integrieren. </p><h5>Plattform für Vermögensverwaltungslösungen</h5><p>Im Ergebnis sollen die genannten Finanzinstitute ihren Kunden nicht nur die hauseigene Vermögensverwaltung anbieten können, sondern eine ganze Auswahl verschiedener namhafter Asset Manager auf einer Plattform bzw. einem Marktplatz. Man verfolge damit das Ziel der Plattformökonomisierung der Vermögensverwaltung, wie sie bereits in vielen anderen Bereichen der Finanzbranche, wie beispielsweise der Baufinanzierung oder der Einlagenverwaltung, praktiziert wird. </p><h5>Verschieden Anbieter auf einer Plattform</h5><p>„Bei der Vermögensverwaltung greifen Sparkassen und Volksbanken in der Regel jedoch nach wie vor nur auf eine mögliche Kundenlösung mit nur einem Asset Manager zurück“, sagt Andreas Krause, Gründer und Geschäftsführer der Dericon GmbH. „Viel attraktiver wäre es jedoch, dem Kunden Vermögensverwaltungslösungen verschiedener renommierter Anbieter anbieten zu können, aus einer Hand, auf einer Plattform.“ </p><h5>Schneller Wechsel zwischen verschiedenen Anbietern</h5><p>„So kann ein Finanzinstitut auch im Vermögensverwaltungsgeschäft sicherstellen, dem Kunden langfristig die besten Lösungen anzubieten, eine echte USP im Markt“, stellt Dr. Harald Brock, Geschäftsführer der investify S.A., fest. „Der Kunde kann zwischen verschiedenen Anbietern auswählen oder diese kombinieren, mit nur einer Bankverbindung. Die Kundenbetreuung kann persönlich, digital oder hybrid stattfinden, und alle regulatorischen Prozesse werden effizient und compliant durch die Plattform durchgeführt. Auch ein Wechsel der Asset Manager im Falle der Unzufriedenheit ist unkompliziert und praktisch per Mausklick möglich, durch eine einheitliche IT- und Prozessstruktur. Der Aufwand in den Instituten für eine solche Lösung ist nahezu null.“</p><h5>Über die Dericon GmbH</h5><p>Dericon ist ein unabhängiges FinTech mit Sitz in Frankfurt am Main. Dericon unterstützt mittlerweile eigenen Angaben zufolge mehr als 130 Banken und Sparkassen in Europa im Wertpapiergeschäft, mittels der cloudbasierten SAAS-Applikation DERIFIN WMS. (tku)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © photon_photo – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/48F91CF0-0CBE-4E68-B1B8-60C16181F4E3"></div>

 

Fondsanalyse: Immobilienaktien waren im März unschlagbar

Scope hat ausgewertet, wie die verschiedenen Fonds-Peergroups im März abgeschnitten haben. Die beste Performance konnten demnach Immobilien- und Gesundheitsaktien verbuchen. Unter den Regionen überzeugte Nordamerika. Die schlechteste Performance zeigten Fonds auf chinesische Titel.

Im Rahmen seines monatlichen Fondsrating-Updates veröffentlicht das Analysehaus Scope stets auch die Performance der verschiedenen Fonds-Peergroups für den jeweils vorhergehenden Monat. Nun hat das Institut die März-Zahlen für die Peergroups veröffentlicht.

Immobilien- und Gesundheitsaktien überzeugen

Insgesamt war der Monat laut Scope von einer Erholung an den Aktienmärkten gekennzeichnet. Hierdurch lagen viele der untersuchten Peergroups im Plus. Eine Peergroup konnte jedoch besonders überzeugen: „Immobilienaktien Welt“. Sie verzeichnete ein Plus von 5,4% auf Monatsbasis. Ebenfalls stark konnten Fonds abschneiden, die auf globale Gesundheitsaktien setzen. Sie schlossen den März durchschnittlich mit einem Zuwachs von 4,4% ab.

Region Nordamerika schneidet gut ab
Fondsanalyse: Immobilienaktien waren im März unschlagbar

Bei den Peergroups nach Regionen konnte erneut der nordamerikanische Markt überzeugen. Doch auch globale Aktienfonds und Fonds, die in nachhaltige Unternehmen investieren, gehörten im März zu den Gewinnern. Einen Überblick über die Peergroups mit dem höchsten durchschnittlichen Monatsgewinn liefert die nebenstehende Tabelle.

China floppt

Auf der Verliererseite führten chinesische Aktien mit –8,1% das Feld an. Ebenso enttäuschten die Fonds-Peergroups, die in Anleihen investieren. Insbesondere Euro-Staatsanleihen waren nicht in der Lage zu überzeugen.

Rentenfonds waren keine gute Wahl
Fondsanalyse: Immobilienaktien waren im März unschlagbar

Am deutlichsten im Minus schnitt hierbei die Peergroup „Renten Euroland Staatsanleihen“ ab. Sie verzeichnete Verluste von –2,5%. Es folgt die Peergroup „Renten Global Corp. Inv. Grade EUR-Hedged“ mit Verlusten von –1,8%. Einen Überblick über die zehn Peergroups, die im März am schlechtesten abgeschnitten haben, bietet die nebenstehende Tabelle.

Anleihen sind kein sicherer Hafen mehr

Auf Jahressicht betrachtet hätten die klassischen Renten-Peergroups mit herben Verlusten von teilweise mehr als –5% ihren Status als sicherer Hafen für Anleger erst einmal verloren, konstatieren die Scope-Analysten. (tku)

Bild: © peterschreiber.media – stock.adobe.com

 

DWS mit gutem Jahresauftakt

Die DWS kann im ersten Quartal 2022 den zweithöchsten Quartalsgewinn ihrer Geschichte verbuchen. Lediglich das Vorquartal Ende 2021 verlief noch besser für das Fondshaus. Die Assets under Management hingegen sanken aufgrund des negativen Marktumfelds um 26 Mrd. Euro auf 902 Mrd. Euro.

Die Fondsgesellschaft DWS hat für das erste Quartal 2022 trotz negativen Marktumfelds überraschend gute Zahlen vorgelegt. Demnach konnte das Tochterunternehmen der Deutschen Bank in den ersten drei Monaten des Jahres einen bereinigten Vorsteuergewinn von 279 Mio. Euro verbuchen. Das ist das zweitbeste jemals erzielte Quartalsergebnis für die DWS. Bei dem besten Ergebnis handelt es sich um das vorherige vierte Quartal 2021. Hier hatte die Fondsgesellschaft einen Gewinn von 373 Mio. Euro erzielt.

Inflation und kriegerische Konflikte

Das Nettomittelaufkommen wurde im ersten Quartal des Jahres durch das widrige geopolitische Umfeld und die steigende Inflation belastet. Während im Vorquartal noch ein Plus von 15 Mrd. Euro verbucht werden konnte, floss im ersten Quartal sogar 1 Mrd. Euro ab. ESG-Fonds konnten sich aber gegen den Trend stemmen. Sie wiesen Nettomittelzuflüsse von 1,1 Mrd. Euro auf.

Assets under Management sinken leicht

Das von der DWS verwaltete Vermögen (AuM) sank im ersten Quartal aufgrund des negativen Marktumfelds auf 902 Mrd. Euro. Im Rekordquartal, dem vierten Quartal 2021, waren es noch 928 Mrd. Euro.

Erträge im Jahresvergleich erfreulich

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Erträgen. Sie beliefen sich im ersten Quartal auf 689 Mio. Euro. Im Vorquartal waren es noch 797 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sehen die Zahlen jedoch erfreulich aus. Im ersten Quartal 2021 beliefen sich die erzielten Erträge nur auf 634 Mio. Demnach kann die DWS im Jahresvergleich ein Plus von 9% vermelden. (tku)

Bild: © Max Diesel – stock.adobe.com

 

Altersvorsorge mit ETFs und ohne Indexpolicen

Nicht erst seit seinem Sieg beim Jungmakler Award floriert das Unternehmen des Honorarberaters Ingo Schröder. Ingo ist auch Podcaster. Mittlerweile ist er mit seiner eigenen Sendung „How I met my money“ am Start. Wie er das Thema Altersvorsorge für seine Kunden anpackt, verrät er im Interview.

Interview mit Ingo Schröder, Geschäftsführer bei maiwerk Finanzpartner
Hi, Ingo. Was ist deiner Ansicht nach der Unterschied zwischen Vermögensaufbau und Altersvorsorge?

An sich gibt es keinen. Altersvorsorge ist auch eine Form von Vermögensaufbau. Das heißt, ich brauche Geld, damit ich meine Altersvorsorge, meinen Ruhestand oder wie auch immer man es nennen möchte, bestreiten kann. Klassischerweise unterscheiden wir bei maiwerk, dass Vermögensaufbau eben nicht an eine Altersvorsorge gebunden ist, sondern auch für andere Dinge verwendet werden kann. Das kann die Tilgung eines Immobiliendarlehens sein, das kann genereller Vermögensaufbau sein, dabei kann es sich aber auch um Aufbau und Verwaltung von Vermögen handeln mit dem Ziel, es später zu vererben. Altersvorsorge hingegen ist sehr konkret.

Dann würdest du also der These zustimmen, dass man klassischen Vermögensaufbau auch nutzen kann, um die eigene Altersvorsorge zu bestreiten – zumindest wenn der Investitionshorizont lange genug ist?

Die Frage ist dann, was man unter klassischem Vermögensaufbau versteht. Aber man kann Altersvorsorge und Vermögensaufbau durchaus in einem Zug nennen und das Gleiche meinen.

Welches Altersvorsorgeprodukt empfiehlst du deinen Kunden in der Regel?

Wir bei maiwerk sind ja ausgebildete Finanz-Coaches. Das heißt, wir betrachten eben nicht nur die rationalen und die produkttechnischen Möglichkeiten, sondern eben auch die emotionalen, psychologischen Seiten. Und wenn man diese Aspekte mitberücksichtigt und das Beratungsgespräch ergebnisoffen führt, gibt es da viele mögliche Lösungen, die wir unseren Kunden anbieten können. Das ist auch ein Vorteil der Honorarberatung: Wir können bei Produkten, Lösungen und möglichen Wegen, die der Kunde beschreitet, aus dem Vollen schöpfen. Bis hin zu der Möglichkeit, dass der Kunde vielleicht auch gar nichts macht. Wir machen an diesem Punkt zunächst eine Strategieberatung.

Was versteht ihr darunter?

Strategieberatung heißt bei uns: Wir bereiten den Kunden vor, indem wir ihm die Vor- und Nachteile der verschiedenen Versicherungsformen wie Riester, Rürup, private Rentenversicherung und auch von einem Depot erläutern. Und wir machen deutlich, dass auch Immobilien eine Form der Altersvorsorge sein können.

Um aber auf deine Frage zu antworten, welches Produkt ich empfehle: Auch wenn ich Experte für das Thema Geldanlage und ETFs bin, empfehle ich nicht nur Depots, sondern eben auch Versicherungen – je nachdem, was zum Kunden passt. Ich finde dieses Bashing von Versicherungsmaklern durch manche Blogger oder vermeintliche Experten auch falsch. Die sagen nämlich immer nur, dass sich Versicherungen nicht lohnen. Wir hingegen erklären dem Kunden alle Möglichkeiten, die er hat. Und eine Versicherungslösung kann sich durchaus lohnen – vor allem, wenn sie provisionsfrei und ETF-basiert ist.

Und wofür entscheiden sich dann die meisten nach eurer Beratung?

Ich würde sagen, mindestens 80% unserer Kunden entscheiden sich schließlich für eine Mischung.

Was meinst du denn mit den angesprochenen ETF-basierten Produkten? Indexpolicen?

Nein, keine Indexpolicen. Bei Indexpolicen ist ja klassischerweise gemeint, dass der Versicherer in ETFs anlegt. Dabei entsteht aber häufig ein verworrenes Konstrukt, in dem sich Kosten gut verstecken lassen und das Produkt hintenraus nicht hält, was es verspricht. Mit ETF-basierten Produkten meine ich, dass man sich bei der freien Fondsauswahl für ETFs entscheiden kann – beispielsweise für Produkte auf den klassischen MSCI World oder Emerging Markets, aber natürlich auf Wunsch auch nachhaltige oder sogar faktorbasierte ETFs.

Du hast vorher gesagt, dass manche Kunden aus der Beratung gehen und erst einmal gar nichts machen. Wie häufig kommt das vor?

In der Altersvorsorgeberatung, gerade wenn die Kunden noch keine passenden Produkte haben, passiert das selten bis gar nicht. Man hört auch häufig dieses Ammenmärchen: „Dann bezahle ich für etwas und habe nachher gar nichts davon.“ So etwas passiert nur in den allerwenigsten Fällen – vielleicht bei einem von Hundert.

Und bei welcher Beratung kommt so etwas vor?

In der Beratung rund um Vermögensaufbau und Geldanlage kann das schon mal passieren. Konkretes Beispiel: Zu mir kam neulich eine 70 Jahre alte Dame, der ein Strukturvertriebler am Flipchart aufgezeichnet hatte, wie sie ihr Geld anlegen könnte. Die Frau wollte ihr Geld aber nur für ein bis zwei Jahre parken, um den Minuszinsen zu entgehen. Ich habe ihr gesagt: Die einzig sinnvolle Lösung ist, dass sie ein Festgeldkonto eröffnet. Ich habe ihr gezeigt, wo sie das online machen kann, und das wars. Sie hat mir 200 Euro auf den Tisch gelegt, obwohl ich ihr gesagt habe, dass das ein kostenfreies Erstgespräch war. Sie wollte dennoch dafür bezahlen. Obwohl ich ihr nur einen offenen und ehrlichen Tipp gegeben habe. Es hätte einfach keinen Sinn ergeben, sie zu beraten, da alles, was irgendwie für sie Rendite abwerfen hätte können, einen längeren Anlagezeitraum erfordert. Das ist eines der wenigen Beispiele, wo es ausnahmsweise passiert, dass jemand nach der Beratung so gut wie nichts macht oder machen muss.

Weißt du, wie diese 70-jährige Frau auf dich aufmerksam geworden ist?

Sie hat tatsächlich einfach gegoogelt. Für maiwerk hat sie sich entschieden, weil sie jemanden gesucht hat, der unabhängig ist. Die Sache kam ihr einfach ein bisschen spanisch vor. Der Strukturvertrieb hatte ihr suggeriert, dass das angebotene Produkt keine Provisionen enthalten würde. Totaler Quatsch.

Von Verbraucherschützern wird häufig der ETF-Sparplan zur Altersvorsorge propagiert. Wenn jemand mit einem gut laufenden ETF- oder Fondssparplan zu dir kommt und sonst kein Produkt zur Altersvorsorge aufweist, wie berätst du so jemanden?

Die erste Aussage, mit der ich so einen Kunden typischerweise konfrontiere, ist: Du hast dir vorgenommen, einen Marathon zu laufen. Du weißt aber gar nicht, wie lang die Strecke ist. Du läufst einfach jeden Tag zehn Kilometer. Du weißt auch gar nicht, wo der Marathon stattfindet. Aber du denkst dir, dass du viel laufen und weit laufen musst. Daher kann es doch kein Fehler sein, mit dem Sparen zu beginnen. Aber eigentlich hast du gar keine Rahmendaten. Langer Rede kurzer Sinn: Dieser Kunde braucht eine Status-quo-Analyse.

Was ist damit gemeint?

Der Kunde muss sich ein paar Fragen stellen: Wo stehe ich aktuell? Wo will ich hin? Wann will ich in Rente gehen? Kann ich mit Erbschaften rechnen? Und so weiter. Danach kann der Kunde selbst entscheiden, was er will, und wir landen wieder bei der Strategieberatung mit den Vor- und Nachteilen einzelner Versicherungs- oder Anlagelösungen. Wir als Honorarberater haben keinen Grund, ihm künstlich etwas zu verkaufen. Wir haben da keinen Interessenkonflikt. Ich will aber ausdrücklich nicht sagen, dass die provisionsbasierte Beratung pauschal immer schlechter wäre. Aber bei den Kunden, die zu uns kommen, bemerken wir schon ein latentes Misstrauen gegenüber Provisionsberatern.

Dieses Interview lesen Sie auch in AssCompact 04/2022, S. 46 f., und in unserem ePaper.

Bild: © beeboys – stock.adobe.com

 
Ein Interview mit
Ingo Schröder

Umweltbank bringt zwei neue Fonds auf den Markt

Die Umweltbank aus Nürnberg hat zwei neue Impact-Fonds aufgelegt. Bei den beiden nach Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung klassifizierten Aktienfonds handelt es sich um den „Umweltspektrum Natur“ und den „Umweltspektrum Mensch“.

Die Umweltbank bietet seit dem 22.04.2022 zwei neue global investierende Aktienfonds an. Mit dem „Umweltspektrum Natur“ sowie dem „Umweltspektrum Mensch“, die beide nach Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung als sogenannte Impact-Fonds klassifiziert sind, können Anleger in ausgewählte Nachhaltigkeitsthemen investieren, teilt der Finanzdienstleister mit.

Umweltspektrum Natur

Der „Umweltspektrum Natur“ (WKN: A3CWKJ) investiert bevorzugt in Unternehmen, die aktiv dazu beitragen, die Umwelt zu schützen. Themen wie „Bezahlbare und saubere Energien“, „Maßnahmen zum Klimaschutz“ sowie „Sauberes Wasser“ stehen dabei im Fokus der Anlagestrategie. Die Umweltbank ist für die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards verantwortlich, setzt beim Fondsmanagement aber auf die Expertise von Aguja Capital.

Der thesaurierende Aktienfonds ermöglicht eine Erstanlage ab 2.500 Euro bzw. per Sparplan ab 25 Euro pro Monat. Der Ausgabeaufschlag beträgt 5%, ist bis Ende Juni aber auf 2,5% gesenkt. Die laufenden Kosten betragen 1,74% p. a.

Umweltspektrum Mensch

Beim „Umweltspektrum Mensch“ (WKN: A3CWKF) steht der namensgebende Mensch im Mittelpunkt. Der Anlageschwerpunkt des Fonds liegt auf den Themen „Gesundheit und Wohlergehen“, „Keine Armut“ sowie „Kein Hunger“. Das Fondsmanagement übernimmt der Asset-Manager EB-SIM.

Dieser Fonds thesauriert die Erträge ebenfalls und auch hier ist eine Erstanlage ab 2.500 Euro bzw. per Sparplan ab 25 Euro pro Monat möglich. Die laufenden Kosten des Fonds sind mit 1,66% p. a. jedoch minimal niedriger. Auch hier ist der Ausgabeaufschlag von 5% aktuell auf die Hälfte rabattiert.

Strenger Auswahlprozess

Wie die Umweltbank weiter mitteilt, eint alle Fonds der Marke „Umweltspektrum“ ein strenger, dreistufiger Auswahlprozess, bei dem Ausschlusskriterien sowie die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) als Positivkriterien berücksichtigt werden. Gemäß der EU-Offenlegungsverordnung qualifizieren sie sich als sogenannte „dunkelgrüne“ Impact-Fonds (Artikel-9-Fonds). (tku)

Bild: © manfredxy – stock.adobe.com

 

Trade Republic holt Deutsche Bank und Citigroup an Bord

Der Neobroker Trade Republic hat zwei Banken als Partner gewonnen. Zukünftig werden Deutsche Bank und Citigroup die Verrechnungskonten für die Kunden von Trade Republic führen. Wie und ob die Zusammenarbeit mit der Solarisbank, dem bisherigen Kooperationspartner, weitergeht, ist aktuell unklar.

Trade Republic, der größte Neobroker Deutschlands, hat zwei neue Partner, die künftig die Verrechnungskonten seiner Kunden treuhänderisch führen werden. Bei diesen Partnern handelt es sich nach bestätigten Informationen des Branchendienstes finanz-szene.de um die Deutsche Bank und die US-Großbank Citigroup.

Zusätzliche Partner oder Ersatz?

Bisher wurden die Verrechnungskonten von der Berliner Solarisbank geführt. Zunächst betonte Trade Republic, dass die beiden Banken den Partnerkreis lediglich erweitern würden und die Solarisbank somit an Bord bleibe.

Verrechnungskonten werden wohl bereits migriert

Vereinzelt wurden Kunden von Trade Republic jedoch bereits über die Migration ihres Kontos von der Solarisbank hin zur Deutschen Bank informiert, wie finanz-szene.de erfahren hat. Dementsprechend ist aktuell noch unklar, ob die Solarisbank durch Deutsche Bank und Citi ersetzt wird oder ob lediglich das Kontingent an Verrechnungskonten schrumpft, das von dem Berliner FinTech verwaltet wird.

Restliche Finanzinfrastruktur unverändert

Als Depotbank für Trade Republic wird weiterhin HSBC Deutschland fungieren. Über sie werden die Wertpapiere der Trade-Republic-Kunden in den entsprechenden Lagerstellen im In- und Ausland gelagert. In der Regel handelt es sich bei dieser Lagerstelle um Clearstream in Frankfurt. Die Wertpapierdepots der Kunden selbst führt Trade Republic ebenfalls unverändert über seine hauseigene Bank weiter. (tku)

Bild: © manfredxy – stock.adobe.com

 

Schroders setzt Multi-Private-Assets-Portfolio für Barmenia auf

Schroders baut für die Barmenia ein 100 Mio. Euro schweres Multi-Private-Assets-Portfolio auf. Das Portfolio soll als Impact-Mandat gemäß Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert sein und sich aus Private Equity- und Infrastrukturinvestitionen zusammensetzen.

<p>Die Barmenia Versicherungen haben Schroders Capital mit dem Aufbau und der Verwaltung eines fokussierten Multi-Private-Assets-Portfolios mandatiert. Das Portfolio ist als globales Impact-Mandat nach Artikel 9 gemäß EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert und zielt auf die Erfüllung der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) ab. Es soll sich sowohl aus Private Equity- und Infrastrukturinvestitionen zusammensetzen.</p><h5>100 Mio. Euro über drei Jahre</h5><p>Unter anderem gehören dazu auch Investitionen in zwei Fonds des Impact-Investment-Pioniers BlueOrchard, der ebenfalls Teil der Schroders Gruppe ist. Das Portfolio soll in den kommenden 36 Monaten aufgebaut werden. Die Barmenia Versicherungen investieren insgesamt 100 Mio. Euro in das Multi-Private-Assets-Portfolio. (tku)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Olivier Le Moal – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/D532181D-CD66-4455-A736-BBC83183FBC9"></div>

 

Das sind die Top-Fonds im ersten Quartal 2022

Anleger konnten im ersten Quartal hauptsächlich Geld mit Lateinamerika- und rohstofflastigen Fonds verdienen. Das ergibt eine aktuelle Auswertung, die das Analysehaus Scope für das Handelsblatt erstellt hat. Einzelne Fondsprodukte konnte auf Quartalssicht sogar um ein Drittel oder mehr zulegen.

Das Analysehaus Scope Analysis hat für das Handelsblatt einen Überblick über die am besten laufenden Fonds im ersten Quartal 2022 hergestellt. Das Fazit: Anlagestrategien, die auf Aktien von Rohstoffproduzenten, Ölunternehmen und Goldminen setzen, konnten zweistellige Erträge vereinnahmen. Für Fonds mit anderen Schwerpunkten ging es jedoch bergab.

Lateinamerikafonds boomen

Am besten liefen Aktienfonds mit Fokus auf Lateinamerika. Sie konnten von den stark anziehenden Rohstoffpreisen profitieren, da der lateinamerikanische Aktienmarkt eine hohe Gewichtung im Sektor Grundstoffe und Rohstoffen aufweist. Dementsprechend konnten Fonds mit Fokus auf Südamerika im Schnitt einen Ertrag von 27,1% verbuchen.

Rohstoff- und Goldminenfonds ebenfalls stark

Fonds, die auf Aktien von Unternehmen setzen, die Rohstoffe fördern bzw. produzieren, konnten im Schnitt eine Rendite von 16,9% vereinnahmen. Goldminenfonds schlugen sich im ersten Quartal 2022 ebenfalls gut und gewannen im Schnitt 15% hinzu.

Rentenfonds verlieren deutlich

Wie das Handelsblatt in seinem Artikel zu der Scope-Auswertung anmerkt, wurden Anleihestrategien hingegen abgestraft. Rentenfonds mussten Verluste zwischen 3 und 7% hinnehmen.

Russland-Exposure verhagelt Bilanz

Ebenfalls abgestraft wurden Aktienfonds, die ein großes Exposure zu Russland und der Ukraine aufweisen. Dementsprechend kommen US-Aktienfonds mit einem Minus von 4,2% noch verhältnismäßig glimpflich davon, während bei Aktienfonds, die in deutsche Titel investieren, im ersten Quartal 2022 durchschnittlich Einbußen von 9,8% ermittelt wurden. Fonds mit Schwerpunkt auf Mittel- und Osteuropa mussten mit einem Einbruch von mehr als 30% den härtesten Schlag hinnehmen, was mit dem hohen Russland-Anteil in diesen Produkten zu erklären ist.

Die besten Fonds der stärksten Bereiche

Das am besten abschneidende Produkt unter den Lateinamerikafonds ist der „Templeton Latin America“. Er konnte einen Quartalsertrag von 34% verbuchen. Bei den Rohstofffonds konnte der „Amundi Aktien Rohstoffe“ mit 33% die beste Rendite abwerfen. Und unter den Goldfonds konnte sich ein ETF durchsetzen. Der „Van Eck Gold Miners Ucits ETF“ erzielte in diesem Segment mit rund 22% den höchsten Quartalsgewinn.

Ambivalentes Bild bei Mischfonds

Die meisten Mischfonds mussten das erste Quartal 2022 ähnlich wie Rentenfonds und die überwiegende Zahl an Aktienfonds durchschnittlich mit einem Minus abschließen. Mischfondsanbieter jedoch, die stark auf Rohstoffe gesetzt haben, konnten sich gegen den Trend stemmen. Das Handelsblatt greift zwei Anbieter heraus, deren Produkte sich in diesem schwierigen Marktumfeld beweisen konnten.

Hamburger Vermögensverwalter kann glänzen

Dabei handelt es sich zum einen um den britischen Anbieter Ruffer Investment Management, der mit seinem „Ruffer Total Return“ einen Quartalsertrag von 11,2% verbuchen konnte. Zum anderen wird der deutsche Vermögensverwalter Mack und Weise aus Hamburg genannt. Hier erreichte der „M & W Privat“ im ersten Quartal ein Plus von 14,6%. Der kleinere Fonds des Anbieters, der „M & W Capital“, lieferte sogar einen Ertrag von 17,4%. Dieser Fonds setzt ausschließlich auf Aktien von Edelmetallminen sowie Direktinvestments in Gold- und Silberbarren. (tku)

Hier geht es zum kompletten Artikel auf handelsblatt.de.

Bild: © Sunshine Seeds – stock.adobe.com

 

Woran sind nachhaltige Finanzprodukte zu erkennen?

Die Produktvielfalt bei nachhaltigen Finanzprodukten wächst beinahe täglich, Übersichtlichkeit und Transparenz gehen im Markt schnell verloren. Woran also erkennen Finanzberaterinnen und Finanzberater nachhaltige Kapitalanlagen? Die EU-Regulierung bietet dafür einen zentralen Anhaltspunkt.

Ein Artikel von Dr. Alexander Ströhl, AssCompact, im Rahmen der Sonderseite Nachhaltigkeit

Am 10.03.2021 hat die Europäische Union (EU) die sog. „Verordnung über die Offenlegung nachhaltiger Finanzinstrumente“ – kurz: EU-Offenlegungsverordnung SFDR – eingeführt. Ziel des Regelwerks ist, eine Umlenkung von Kapital zu nachhaltigem Wachstum anzustoßen, dabei die Gefahr von Greenwashing zu vermeiden und verantwortungsvolle und nachhaltige Investitionen zu fördern. Daher schreibt die SFDR nun erstmals vor, dass Vermögensverwaltungsgesellschaften Informationen über die Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken – die sog. ESG-Risiken – ihrer Anlagen sowie über deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Planeten Erde bereitstellen müssen. Seitdem werden Fonds, die in der EU zum Verkauf angeboten werden, von den emittierenden Investmentgesellschaften je nach ihren Nachhaltigkeitszielen als Artikel-6-, -8- oder -9-Produkt eingestuft.

Was verbirgt sich hinter den Zahlen?

Grundsätzlich müssen alle in der EU erhältlichen Fonds ESG-Informationen zur Verfügung stellen. Fonds, die dabei explizit keine Nachhaltigkeitsziele anstreben, qualifizieren sich nach Artikel 6 der EU-Verordnung. Artikel-8-Fonds klassifizieren hingegen Finanzprodukte, die ökologische und/oder soziale Merkmale fördern, vorausgesetzt, dass die Unternehmen, in die investiert wird, gute Unternehmensführungspraktiken anwenden. Diese Produkte verfolgen als Hauptziel jedoch nicht das nachhaltige Investieren, sodass hierbei auch von „hellgrünen“ Fonds gesprochen wird. Artikel 9-Fonds wiederum beziehen sich auf Produkte, die explizit ein nachhaltiges Anlageziel verfolgen. Daher müssen die Investments den Standards der EU-Umwelttaxonomie entsprechen und dürfen keine wesentliche Beeinträchtigung eines der sechs EU-Umweltziele auslösen. Beim „Klimaschutz“ träfe das beispielsweise auf alle Investments zu, die zu erheblichen Treibhausgasemissionen führen wie eben der Verbrennungsmotor. Artikel-9-Fonds werden daher auch als „dunkelgrüne“ bzw. Impact-Fonds bezeichnet.

Woran sind nachhaltige Finanzprodukte zu erkennen?
Anteile der Ökofonds am Gesamtmarkt

Die EU-Offenlegungsverordnung hat als Katalysator für die Produktentwicklung und -innovation in Europa gewirkt. Seit ihrer Einführung wurden nach aktuellen Angaben des US-Finanzinformations- und Analyseunternehmens Morningstar fast 600 neue Fonds nach Artikel 8 oder Artikel 9 aufgelegt, was fast der Hälfte aller in der EU neu aufgelegten Fonds in diesem Zeitraum entspricht. Die Vermögenswerte in Fonds nach Artikel 8 und Artikel 9 haben Ende Dezember 2021 ein Volumen von 4,05 Bio. Euro erreicht, was etwas mehr als 42% aller in der EU verkauften Fonds entspricht. Im September 2021 betrugen die Vermögenswerte noch 3,32 Bio. Euro. Allein im vierten Quartal entfielen mit 81,4 Mrd. Euro knapp 64% der Zuflüsse in EU-Fonds auf die klima- und umweltfreundlichen Fonds gemäß SFDR.

Zum 31.12.2021 wurden entsprechend einer Morningstar-Analyse auf Grundlage der SFDR-Daten, die aus den Prospekten von 91% der in der EU zum Verkauf stehenden Fonds (ohne Geldmarktfonds, Dachfonds und Feeder-Fonds) erhoben wurden, 5.862 Fonds (25%) gemäß Artikel 8 eingestuft, während 797 (3%) gemäß Artikel 9 eingestuft wurden. Die Gesamtzahl der Fonds nach Artikel 8 und Artikel 9 stieg allein im vierten Quartal 2021 um 16%. Zusammen genommen machten die beiden Kategorien zum Jahresende 2021 mehr als ein Viertel (28,6%) des gesamten EU-Fondsuniversums aus. Gemessen an den Vermögenswerten entfiel auf die beiden Fondsgruppen Ende Dezember 2021 sogar ein noch deutlich größerer Anteil: nämlich insgesamt fast 43%, aufgeteilt in rund 38% auf Artikel-8-Produkte und knapp 5% für Artikel-9-Produkte.

Fonds-Klassifikation

Die Investmentgesellschaften stufen ihre Produkte entsprechend den Vorgaben aus der EU-Offenlegungsverordnung selbst ein und müssen diese Einordnung im Verkaufsprospekt unter dem Punkt „SFDR-Klassifizierung“ kenntlich machen und erklären. Gegenwärtig besteht ein großes Interesse daran, möglichst viele Fondsprodukte als nachhaltig zu klassifizieren, weil immer mehr Anlegerinnen und Anleger ihr Geld nachhaltigkeitskonform investieren möchten. Dies hat zu einer unerwartet hohen Anzahl und einem breiten Spektrum von Produkten geführt, die mit Artikel 8 – hellgrün – und Artikel 9 – dunkelgrün – gekennzeichnet sind und eine Vielzahl von Nachhaltigkeitspräferenzen und Anlagezielen ansprechen sollen. Eine Einstufung gemäß EU-Verordnung verbessert damit das Marketing und den Vertrieb des Produkts, weil die SFDR-Klassifizierung nach außen wie eine Art Gütesiegel wirkt, was sie jedoch nicht ist: Das Regelwerk zielt lediglich auf die Offenlegung ab, nicht aber auf eine qualitative Aussage, wie nachhaltig ein Fonds wirklich investiert. Ob die Produktgeber ihre Transparenzpflichten korrekt erfüllen, kontrollieren die jeweils nationalen Wirtschaftsprüfer und Aufsichtsbehörden erst im Nachhinein.

Artikel-8- und Artikel-9-Fonds

Während breit angelegte nachhaltige Fonds den Großteil der Artikel-8- und Artikel-9-Angebote ausmachen, entfielen auch rund 25% der Neuauflagen auf Fonds mit rein ökologischem Schwerpunkt. Viele dieser thematischen Fonds sind sogenannte Klimafonds, also Fonds, die sich in Unternehmen oder Branchen engagieren, die vom Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft profitieren oder dazu beitragen werden. Zu den gegenwärtig größten aktiv gemanagten Artikel-9-Fonds zählen nach Morningstar-Angaben

  • Nordea 1 – Global Climate and Environment mit 11,4 Mrd. Euro an verwaltetem Vermögen (AUM),
  • Pictet – Global Environmental Opportunities (10,4 Mrd. Euro AUM) und
  • Pictet-Water (9,7 Mrd. Euro AUM).

Bei den ETFs führen die Rangfolge der größten Fonds

  • iShares Global Clean Energy ETF (4,9 Mrd. Euro AUM) vor
  • iShares MSCI USA ESG Enhanced ETF (4,7 Mrd. Euro AUM) und
  • BNP Paribas Easy MSCI USA SRI PAB 5% Capped (2,9 Mrd. Euro AUM) an.

Insgesamt wurde – Stand Dezember 2021 – der Großteil der Artikel-8- und Artikel-9-Fonds (rund 83%) aktiv gemanagt. Die übrigen knapp 17% entfielen auf ETFs.

Diesen Artikel lesen Sie auch AssCompact 04/2022, S. 54 f., und in unserem ePaper.

Bild: © Carla Nichiata – stock.adobe.com

Grafik: Quelle: Morningstar (2022): SFDR Article 8 and Article 9 Funds: 2021 in Review