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0622

Fort- & Weiterbildung

AKS-Symposium bringt Makler auf den neuesten Stand

Welche neuen Produktlösungen gibt es bei AKS? Wie behalten Maklerinnen und Makler bei der Fülle an Produkten überhaupt noch den Durchblick? Und was sind die Herausforderungen im Vertrieb? Die Antworten dazu lieferte das AKS-Symposium von AssCompact Wissen in München und Wiesbaden.

Neun Versicherer mit neun unterschiedlichen Produktlösungen im Bereich Arbeitskraftabsicherung; dazu ein Expertenvortrag von Michael Franke, geschäftsführender Gesellschafter des Analysehauses Franke und Bornberg GmbH und Mitveranstalter des Symposiums, über die aktuellen Trends bei AKS sowie eine lebhafte Schlussdebatte über die Herausforderungen im Vertrieb von AKS-Produkten: Was überhaupt brauchen freie Vermittlerinnen und Vermittler mehr?

Das AKS-Symposium des Veranstalters AssCompact Wissen hat für Maklerinnen und Makler nun eine hervorragende Gelegenheit geboten, sich über neue Produktlösungen und Trends bei der Arbeitskraftabsicherung auszutauschen und mit Kolleginnen und Kollegen sowie den Vertreterinnen und Vertretern seitens der Versicherer auf den Präsenzveranstaltungen in München und Wiesbaden entspannt in den Austausch zu gehen. „Wir haben das AKS-Symposium ganz bewusst als reine Präsenzveranstaltung durchgeführt, da für uns der persönliche Austausch im Vordergrund steht, um die Vernetzung in der Branche weiter zu stärken“, resümierte Jochen Leiber, Leiter Vertrieb und Prokurist bei der bbg Betriebsberatungs GmbH.

Trends bei der Arbeitskraftabsicherung

Das AKS-Symposium wartete dabei mit einem breit gefächerten Programm auf. Auch in diesem Jahr wirkten namhafte Gesellschaften mit: Barmenia, Basler, Canada Life, Continentale, Dialog, Nürnberger, SIGNAL IDUNA, Swiss Life und VOLKSWOHL BUND. In ihren Vorträgen informierten die AKS-Expertinnen und -Experten der Unternehmen über zeitgemäße Versicherungskonzepte und gaben Impulse für die Beratungspraxis. Ein neuer Trend wurde dabei in allen Vorträgen deutlich: Die Risiken für eine Berufsunfähigkeit (BU) durch Hobbys wie Quadfahren oder Mountainbiking steigen gegenwärtig stark an, sodass in naher Zukunft die Absicherung gegen diese Risiken wohl teurer werden wird als gegen schwere Erkrankungen, so die Schlussfolgerung seitens der Versicherer. Außerdem stand auch die Versicherbarkeit von psychischen Erkrankungen im Vordergrund der Vorträge, denn ihre Leistungshäufigkeit hat in den zurückliegenden Jahren stark zugenommen. Entfielen 1998 noch rund 6% der BU-Leistungsfälle auf psychische Erkrankungen, waren es 2021 bereits etwa ein Drittel. Nach Ausbruch der Corona-Pandemie gesellt sich mit Long Covid – mit den Erscheinungen „Ermattung“ oder „innere Unruhe“ – ein weiterer BU-Leistungsauslöser hinzu, der die Versicherer vor neue Herausforderungen stellt.

Franke und Bornberg präsentiert AKS-Index

Der Expertenvortrag von Michael Franke beleuchtete im Anschluss die aktuellen Entwicklungen in der AKS-Produktlandschaft. Während bei der BU oder auch der Erwerbsunfähigkeitsversicherung kaum Neuerungen bei den Produkten hinzukommen, ist die Entwicklung im Bereich der Grundfähigkeiten weiterhin außerordentlich dynamisch, analysierte der Experte. Daher beobachte das Analysehaus Franke und Bornberg bei den Grundfähigkeiten zum einen eine immer feinere Zerlegung von Leistungsauslösern – das sogenannte stripping down. Zum anderen fragmentieren die Grundfähigkeiten an sich in immer mehr Leistungsbausteine. Allein für die Grundfähigkeit „Hände gebrauchen“ existieren gleich mehr als zehn unterschiedliche Definitionen bei den Versicherern. „Somit bewegt sich die Produktentwicklung in einem kreativen Freiraum, der verschiedenste Leistungsauslöser und Bausteine hervorbringt“, schlussfolgert Franke. Für Vermittlerinnen und Vermittler stiegen dadurch die Herausforderungen, in der zunehmend unübersichtlichen Tariflandschaft die beste Auswahl für ihre Kunden und Kundinnen zu treffen. Abhilfe könne hier der AKS-Index schaffen, so Franke weiter. Dieser Index wurde anhand wissenschaftlicher Kriterien entwickelt und macht den Abdeckungsgrad möglicher Auslöser für den Verlust der Arbeitskraft in Abhängigkeit des Tätigkeitsstatus, der Produktqualität sowie des Tätigkeitsbezugs transparent. So können Vermittlerinnen und Vermittler unterschiedliche Konzepte hinsichtlich ihrer AKS-Eignung einfacher vergleichen.

Herausforderungen im Vertrieb von AKS-Produkten

Zum Abschluss des AKS-Symposiums lud der versierte Moderator der Veranstaltung, Christian Monke – Fachlicher Leiter Analyse bei Franke und Bornberg –, zur Podiumsdiskussion, die sich insbesondere den Herausforderungen im Vertrieb von AKS-Produkten widmete. Übereinstimmend kristallisierte sich in der munteren Diskussion heraus, dass es dem Thema AKS, vor allem aber auch der BU, in der Gesellschaft an Stellenwert fehle. Thomas Pollmer, Leiter Produktmanagement Leben im Continentale Versicherungsverbund, führt diese gering geschätzte Bedeutung auf die Erwartungshaltung zurück, dass das „soziale Kissen“ in Deutschland die Menschen im Verlustfall der Arbeitskraft schon auffangen werde. Außerdem sei eine BU nun mal recht teuer, führten wiederum andere Diskussionsteilnehmer an.

AKS-Symposium brachte Makler auf den neuesten Stand

Norbert Walter, Vorstandsbeauftragter der Barmenia Lebensversicherung, gab unterdessen an die Versicherer gerichtet zu bedenken, dass man den Kunden/die Kundin schon auch am „point of sale“ abholen müsse. Denn die jungen Menschen seien im Vergleich zu vor etwa 20 Jahren sehr viel aufgeklärter bei dem Thema Existenzsicherung. Daher sei es Aufgabe der Versicherer, die jungen Menschen bei ihren Bedürfnissen und Erfordernissen anzusprechen, um dieser Bevölkerungsgruppe die Relevanz von AKS zu verdeutlichen. Gleichzeitig erfordere die zunehmende Flexibilisierung und Pluralisierung von Lebens- und Berufsbiografien dynamische und lebensphasenbezogene Versicherungskonzepte, lautete abschließend die einhellige Meinung unter den Diskussionsteilnehmern und -teilnehmerinnen. (as)

Bild: © Muchnik

 

Durch Ausbildung den eigenen Bedarf decken

Die GMFS Versicherungsmakler GmbH ist ein Dienstleistungsunternehmen, das in Kooperation mit der HWR Berlin Studierende im dualen Studium ausbildet. Über Nachwuchssuche, Praxiserfahrungen und die Vorteile für Studierende sowie Unternehmen sprach Steffen Schulz von GMFS mit AssCompact.

<h5>Interview mit Steffen Schulz, LL.M., Gesellschafter und Geschäftsführer bei der GMFS Versicherungsmakler GmbH</h5><h5>Herr Schulz, Ihr Unternehmen ist Partnerunternehmen der HWR Berlin beim dualen Studium. Was veranlasst Sie, ein duales Studium anzubieten?</h5><p>Das hat zwei ganz unterschiedliche Aspekte. Zum einen wird es zunehmend schwerer, junge Menschen für eine Ausbildung in einem Versicherungsmakler­büro zu begeistern. Hier sehen wir das duale Studium als ein zusätzliches Angebot an potenzielle Bewerber, mit uns ins Gespräch zu kommen.</p><p>Darüber hinaus werden auch die Anforderungen an die zukünftigen Mitarbeiter in Versicherungsmaklerbüros immer größer. Während Wissen in der Vergangenheit eine sehr glange Halbwertszeit hatte, verkürzt sich diese in zunehmendem und stetig schneller werdendem Maße.</p><p>Die klassische Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen setzt aber bei der althergebrachten Vermittlung von Wissen an. Dieses wird den Azubis in den Berufsschulen vermittelt, in den Ausbildungsbetrieben durch die praktische Anwendung gefestigt. Dieses Wissen ist dann für den „dauerhaften Gebrauch im Arbeitsleben“ bestimmt.</p><p>Ein Studium geht hier einen anderen Weg. Im Rahmen des Studiums steht das Lernen der Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund. Es geht hier nicht nur darum, Fachwissen zu vermitteln, sondern auch in großen Teilen darum, den Studierenden das Wissen an die Hand zu geben, sich neue Themenkomplexe selbst anzueignen und eigenständig Problemlösungswege zu entwerfen. Genau diese Skills benötigen wir anschließend auch in der Praxis.</p><h5>Welche Struktur erfordert das im Maklerbüro?</h5><p>Die notwendige Struktur im Ausbildungsbetrieb unterscheidet sich nicht grundlegend von der notwendigen Struktur für die Ausbildung von Azubis. Von Vorteil ist es sicherlich, wenn es auch im Unternehmen Ausbildung mit akademischem Hintergrund gibt.</p><p>Die Studierenden wechseln ihre Einsatzorte in Blöcken. Sie sind also einen Block über in der Hochschule und dann wieder einen längeren Zeitraum im Betrieb. Dies ermöglicht es uns als Ausbildungsbetrieb, die Studierenden auch in etwas umfangreicheren Projekten einzusetzen.</p><h5>Was erwarten Sie sich davon? Welche Praxiserfahrungen haben Sie hier gemacht?</h5><p>Wir erhoffen uns, durch dieses zusätzliche Angebot eine größere Zahl von Bewerbern auf uns aufmerksam zu machen. Nur durch eigene Ausbildung können wir unseren Bedarf an Nachwuchskräften decken. Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Ausbildung im Rahmen des dualen Studiums im Vergleich zur klassischen Kaufmannsausbildung einen deutlichen Mehrwert bietet.</p><h5>Lässt sich der Nachwuchs nur schwer finden?</h5><p>Absolut! Die Zeiten, in denen man als Versicherungsmaklerunternehmen nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren die „Qual der Wahl“ zwischen mehreren geeigneten Bewerbern hatte, sind passé. Heute geht es schon lange nicht mehr um den „War for Talents“, also den Kampf um die besten Talente – heute geht es grundsätzlich darum, Mitarbeiter zu finden, die den Aufgaben gewachsen sind und entsprechend ausgebildet wurden.</p><p>Dieses Interview lesen Sie auch in AssCompact 05/2022, S. 112, und in unserem <a href="https://epaper.asscompact.de&quot; target="_blank" >ePaper</a>.</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © NDABCREATIVITY – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/43F77CBA-C589-4182-80D2-496D64D84E1B"></div>

 
Interview mit
Steffen Schulz

Recruiting: Arbeitsplatz findet Arbeitnehmer

Mit einer anfangs etwas ungewöhnlich anmutenden Idee trifft der Karriere­spezialist Hans Steup möglicherweise genau den Zahn der Zeit. Der Fachkräftemangel ist Realität und Unternehmen müssen sich etwas einfallen lassen, um Mitarbeiter zu gewinnen. Kreativität könnte also belohnt werden …

<h5>Ein Artikel von Hans Steup, Karrierespezialist und Social-Media-Experte sowie versicherungskarrieren.de-Gründer</h5><p>Neulich las ich über einen Stahlbauer, der sich auf seiner Internetseite bei potenziellen Mitarbeitern bewirbt. Kein Druckfehler: Gunnar Barghorn, der Chef des gleichnamigen Unternehmens bei Bremen, schickt seine Bewerbungsunterlagen an Menschen, die sich für einen Arbeitsplatz interessieren. Mit Lebenslauf, Anschreiben und allem, was dazu gehört.</p><h5>(Un)Sichtbarer Arbeitgeber</h5><p>Dass sich Unternehmen bei Kandidaten bewerben müssen, geistert als Floskel seit über zwanzig Jahren durchs Land. Gerne belächelt, ist es heute knallharte Realität. Der Fachkräftemangel ist kein Mythos mehr. Obwohl Gunnar Barghorn in einem Vortrag sagt: „Die Fachkräfte sind ja da. Sie sind nur woanders. Weil mein Schxxxladen nicht attraktiv genug ist.“</p><p>Ich gehe einen Schritt weiter: „Wenn jemand Sie als Arbeitgeber nicht sieht, ist es so, als ob es Ihr Unternehmen oder Ihre Abteilung nicht gibt. Sie existieren nicht.“</p><h5>Sichtbarkeit steigern, Lebenslauf schreiben</h5><p>Gehen Sie nicht davon aus, dass jeder Versicherungsmensch in Ihrer Region Ihr Unternehmen als Arbeitgeber wahrnimmt. Und gehen Sie nicht davon aus, dass alle wissen, dass Ihr Gewerbe- oder Industrie­betrieb eine Inhouse-Versicherungsabteilung hat. Wussten Sie, dass die Johanniter einen Versicherungsdienst haben? Und Lidl?</p><p>Wie steigern Sie also Ihre Sichtbarkeit als Arbeitgeber und die Reichweite Ihrer Stellenangebote?</p><p>Drehen Sie den Spieß um und schreiben Sie für Ihr Unternehmen einen Lebenslauf. Besser noch, für jede Abteilung, die Mitarbeiter sucht. Schließlich erwarten Sie von Bewerbern ja auch individuelle Unterlagen und keine Blabla-Vorlage aus dem Internet.</p><p>Dann schreiben Sie für jede Stelle ein Motivationsschreiben.</p><p>Anstatt „Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen UM einen Arbeitsplatz“ schreiben Sie: „Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen MIT einem Arbeitsplatz.“ Fassen Sie sich kurz. Eine Seite. Gehen Sie auf XING und LinkedIn und suchen Sie nach passenden Kandidaten.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||In der Rolle des Kanditaten--><h5>In der Rolle des Kanditaten</h5><p>Adressieren Sie jede Bewerbung mit Namen und Ort des Kandidaten. Unterschreiben Sie jede Bewerbung mit einem blauen Stift. Fügen Sie ein Foto von sich (Geschäftsführung) oder von der Führungskraft bei, die in Zukunft mit dem Kandidaten arbeiten wird. Ergänzen Sie Ihre Gehaltsvorstellung. Und bieten Sie ein Vorstellungsgespräch an. Und machen Sie ein PDF draus.</p><p>Na? Fühlt sich komisch an, darüber nachzudenken, oder? Jetzt spüren Sie, was Kandidaten fühlen, wenn sie sich bei Ihnen bewerben und den Job unbedingt haben wollen.</p><h5>Anstellen und warten … oder?</h5><p>Wenn Sie Arbeitgeber sind, und diesen Text nur lustig finden, dann haben Sie in Zukunft ein Problem. Egal, ob Sie Fach- oder Führungskräfte suchen oder Nachwuchskräfte, die frisch aus der Schule und von der Uni kommen: Die Schlange der Arbeitgeber ist länger als die Schlange der Kandidaten. Lassen Sie sich was einfallen, um bei möglichen Kandidaten wenigstens in die Vorauswahl und bestenfalls in die enge Wahl zu kommen. Wenn Sie warten, bis Prinzen und Prinzessinnen auf einem weißen Pferd anreiten, dann können Sie lange warten.</p><h5>Der letzte Mitarbeiter, den Sie eingestellt haben </h5><p>Sie wissen nicht, wie Sie eine starke Bewerbung schreiben? Dann fragen Sie den letzten Mitarbeiter, den Sie eingestellt haben. Eine individuelle Jobstory im Experten-Netzwerk der <a href="https://www.versicherungskarrieren.de/&quot; target="_blank" >VersicherungsKarrieren</a> kann Sie ebenfalls dabei unterstützen, Ihr Unternehmen bei passenden Kandidaten in Ihrer Region bekannt zu machen. Oder bundesweit.</p><p>Also, für welches Stellenangebot schreiben Sie Ihre erste Bewerbung als Unternehmen?</p><p>Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 05/2022, S. 113, und in unserem <a href="https://epaper.asscompact.de/asscompact-05-2022/66810570&quot; target="_blank" >ePaper</a>.</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Elnur – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/FD6688FC-5BBB-41E1-B5FD-1845B71A5265"></div>

 
Ein Artikel von
Hans Steup

Der Digital Recruiting Index für Versicherungen

Nachwuchssorgen gibt es in der Branche genau wie zunehmende Digitalisierung der Unternehmen. Als Lösungsansatz ergibt sich aus diesen zwei aktuellen Themen das Digital Recruiting. Wie es darum bei den Versicherern steht, hat disphere interactive zusammen mit der Hochschule Fresenius Hamburg untersucht.

<h5>Ein Artikel von Sven Keese, Dozent an der Hochschule Fresenius und Managing Partner bei disphere interactive</h5><p>Die Versicherer sind im Umbruch. Wahrscheinlich ein wenig mehr als andere Branchen. Das ist nichts Neues. Allen Branchen gemein ist, dass digital affine Mitarbeitende, die das jeweilige Geschäftsmodell neu denken und mit ihrem Mindset und ihren Skills die digitale Transformation vorantreiben, händeringend gesucht werden. Für Unternehmen ist es schwieriger denn je, die passende Fachkraft für ihr Unternehmen zu finden. Laut einer DIHK-Umfrage gehört der Fachkräftemangel schon jetzt zu den Top-drei-Risiken für Unternehmen. Dazu kommen speziell bei Versicherungen noch Nachwuchssorgen im Vertrieb. Parallel hierzu hat die Digitalisierung für einen größeren Umschwung bei der Personalbeschaffung und -gewinnung in Unternehmen gesorgt. Neue Bedürfnisse zukünftiger Fachkräfte entstanden und entstehen noch immer, wodurch Unternehmen gezwungen sind, sich auch hier umzustrukturieren und nachhaltig neue, digitale Prozesse zu erschaffen. In diesem Zusammenhang spielen Themen wie Employer Branding und Digital Recruiting eine fast unverzichtbare Rolle. Der demografische Wandel tut sein Übriges und verwandelt den Arbeitsmarkt immer mehr in einen Käufermarkt.</p><p>Doch wie gelingt es in Zeiten des Fachkräftemangels, Bewerber mit den passenden Fähigkeiten zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu finden? Und wie kann ich mich als Versicherungsunternehmen als attraktiver Arbeitgeber gegenüber den „Digital Talents“ positionieren? </p><p>Studierende und gleichzeitig digitale Talente der Hochschule Fresenius Hamburg setzten sich unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Yorck von Borcke, Studiendekan und Leiter der Media School, Anfang 2020 erstmals mit dem Status quo des Digital Recruiting anhand der DAX-30-Unternehmen auseinander und entwickelten in Zusammenarbeit mit <a href="https://www.disphere.com/&quot; target="_blank" target="_blank" >disphere interactive</a> die erste Version des <a href="https://www.hs-fresenius.de/blog/wissen/digital-recruiting-index-der-da…; target="_blank" >Digital Recruiting Index</a> (DRX). Die entwickelte Scoringcard-Matrix bildet die Basis des DRX für Versicherungen, dessen Ziel es ist, ein Instrument für die Versicherungsunternehmen zu erschaffen, mit welchem sie einen Status quo ihrer Digital-­Recruiting-Prozesse erhalten können und mögliche Potenziale aufgezeigt bekommen. Über 530 mögliche Touchpoints wurden untersucht und 50.000 Datensätze in den einzelnen Kategorien generiert. </p><h5>Und das Ergebnis? Da geht noch was!</h5><p>Die Auswertungen ergaben, dass insbesondere in den Kategorien „Stellenbörsen“, „Bewertungsplattformen“ und „Eigene Karriereseite für Absolventen“ ein Aufholbedarf besteht. Im Durchschnitt wurde über alle analysierten Versicherungen ein Score von nur 23% bei der eigenen Karriereseite für Absolventen erreicht. Lediglich ein Bruchteil der Versicherer besitzt eine separate Karriereseite mit Einstiegsjobs für Universitäts- oder Hochschulabsolventen. </p><p>Ein weiteres Handlungsfeld wurde im Bereich der Bewertungsplattformen identifiziert. Über alle Versicherungen wurde ein Durchschnittsscore von 48% erreicht. Ins­besondere die mangelhafte Pflege der Darstellung der Unternehmensprofile auf den Plattformen Kununu und Glassdoor waren auffällig. Teilweise wurden Unternehmensprofile auf diesen Plattformen nicht offiziell von den Unternehmen verwaltet. Einen hohen Gesamtscore mit positiver Weiterempfehlungsrate und einer hohen Interaktionsrate in Bezug auf Kritik oder Fragestellungen konnten übrigens die Versicherer HUK-COBURG, HanseMerkur, LV1871 und HDI aufweisen. Die herausgearbeiteten Quick-Wins, die als Handlungsempfehlungen für eine ressourcenschonende und trotzdem erfolgreiche Mängelbehebung verstanden werden können, sollten definitiv in hohem Grad erfüllt werden. Es sind die grund­legenden Kernelemente – die Hausaufgaben, um digitale Talente ansprechen zu können. Hierbei gilt es, Unternehmensprofile auf jeglichen Plattformen topaktuell und detailliert zu befüllen. Unabhängig von der Plattform können diese Unternehmensprofile als digi­tale Visitenkarte der Unternehmen verstanden werden.</p><p>Ratsam ist es, auch Medienbrüche zu vermeiden und den digitalen Talenten eine hohe Usability im Sinne möglichst einfacher Bewerbungsprozesse zu bieten. Ähnlich wie die Unternehmensprofile können auch die Stellenausschreibungen als Visitenkarte verstanden werden. Hierbei sollte zum einen ein Fokus auf die Darstellung und Formatierung der Stellenausschreibungen auf den unterschiedlichen Plattformen gelegt werden.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||„Erst Hausaufgaben machen, dann TikTok“--><h5>„Erst Hausaufgaben machen, dann TikTok“</h5><p>Zum anderen sind vor allem die arbeitsqualitätssteigernden Indikatoren essenziell in den Stellenausschreibungen zu nennen. Hierbei besteht die Herausforderung, dass die Versicherungsunternehmen potenziell noch keine modernen Arbeitskulturen mit Indikatoren wie flexibles Arbeiten, Work-Life-Balance-Maßnahmen, agiles Projektmanagement, Karriereentwicklungsmaßnahmen und Mobilitätsangeboten ausweisen. Dabei werden genau diesen Indikatoren in dem DRX die stärksten Gewichtungen zugeschrieben. </p><p>Abschließend wünschen sich digitale Talente bei der Jobbewerbung effiziente und schnelle Abläufe im Bewerbungsprozess. One-Click-Bewerbungen müssen Einsatz finden, um den Bewerbungsprozess so schnell und einfach wie möglich zu gestalten. Nur wenige Versicherungen haben diese Funktion in den Bewerbungsprozess integriert. Oftmals müssen Bewerber durch verschiedene Anmeldemasken mit zahlreichen Untermenüs navigieren, um zum eigentlichen Upload der Bewerbung zu gelangen. Möchte man als digital­affiner Arbeitgeber wirken, so muss auch der Bewerbungsprozess dies beweisen können.</p><h5>Über den Autor</h5><p>Sven Keese ist Dozent an der Hochschule Fresenius im Masterstudiengang „Digitales Management & Leadership“ und Managing Partner bei <a href="https://www.disphere.com/&quot; target="_blank" target="_blank" >disphere interactive</a>. disphere ist Digitalberatung, -agentur und Technologieentwickler und fokussiert sich auf die digitale Transformation des Vertriebes und der B2B2C-Kommunikation. Das Unternehmen unterstützt seine Kunden – vornehmlich aus der Finanzdienstleistung – entlang der digitalen Wertschöpfungskette, unter anderem im Datenschutz und Recruiting.</p><p>Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 05/2022, S. 114 f., und in unserem <a href="https://epaper.asscompact.de/asscompact-05-2022/66810570&quot; target="_blank" >ePaper</a>.</p><p><i class="font-twelve-italic" >© Feodora – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/62150078-4E7F-4A5B-9C99-CD5E99A6074E"></div>

 
Ein Artikel von
Sven Keese

Fynn Academy: E-Learning für Immobilien-Investments

Ein neues Start-up bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich auf einer E-Learning-Plattform rund um das Thema Immobilien-Investment weiterzubilden. Bei Fynn Academy stehen neben Videos auch Checklisten, Leitfäden und Kalkulationsrechner bereit. Das Unternehmen gehört zur Volksbank Bielefeld-Gütersloh.

Seit Kurzem bietet die Plattform Fynn Academy E-Learning-Kurse zum Thema Immobilien-Investments. Das neue digitale Finanzbildungsportal richtet sich an alle, die sich dafür interessieren. Die Website ist abrufbar unter fynn-academy.de.

Fachwissen und Experten

In multimedialen Lernangeboten bietet das Start-up Nutzern ein grundlegendes und umfassendes Fachwissen rund um das Thema Immobilien, z. B. zur erfolgreichen Investition in Gebäude oder Grundstücke oder zum Aufbau einer eigenen Anlage-Strategie entwickelt. Dazu stehen mehr als 100 spezielle E-Learning Videos sowie Checklisten, Leitfäden und Kalkulationsrechner bereit. Zudem geben zwölf Experten ihr Fachwissen als Finanzexperten, Steuerberater, Bauchsachverständige, Immobilienmakler, Investoren, Anwälte, Notare und Investoren an die User weiter.

Geschäftsführerin des Unternehmens ist Anne Spiering, die das junge Unternehmen zusammen mit ihrem Co-Gründer Dr. Bernhard Eickenberg leitet. Das Start-up ist eine Tochter der Volksbank Bielefeld-Gütersloh. (lg)

Bild: © beeboys – stock.adobe.com

 

COGITANDA Academy für Cybersecurity-Schulungen

Die COGITANDA-Gruppe startet COGITANDA Academy, eine E-Learning-Plattform zum Thema Cybersecurity. In Schulungsvideos werden dort Wissen vermittelt und Handlungsempfehlungen gegeben. Das Angebot steht auch Unternehmen offen, die keine Versicherungskunden von COGITANDA sind.

Die Unternehmensgruppe COGITANDA bietet nun neben Audits, Risiko-Monitoring, Simulationen, Schulungen und Beratungsleistungen auch eine E-Learning-Plattform zur Cyberrisikoprävention an. Bei der COGITANDA Academy werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit Cyberrisiken geschult und erhalten unmittelbar umsetzbare Handlungsempfehlungen für den Ernstfall. Das Angebot kann unabhängig vom Abschluss einer Cyberversicherungspolice bei COGITANDA genutzt werden.

Human-Firewall stärken

„Aufgrund unserer Erfahrung im gesamten Spektrum aus Prävention, Versicherung und Schadenmanagement kennen wir tagesaktuell die einschlägigen Bedrohungsszenarien – und die angemessenen Antworten darauf. Dadurch können wir unsere User gezielt schulen und die Human-Firewall von Unternehmen stärken“ so Dr. Florian Wrobel, Geschäftsführer der COGITANDA Risk Prevention GmbH.

Online-Kurs über zwölf Monate

Die Online-Kurse finden monatlich üblicherweise über ein Jahr hinweg statt. Das Wissen zum Thema festigt sich durch realitätsnahe Videos und regelmäßige Tests. Es gibt Lektionen zu Passwortsicherheit, Phishing, Social Engineering und Man-in-the-Middle-Attacken. Laut Wrobel kann „die Schulung problemlos in den Tagesablauf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter integriert werden“, da sie on-demand bzw. von verschiedenen Endgeräten durchführbar ist.

Abschluss mit Zertifikat

Am Ende des Trainingsprogramms steht ein Abschlusszertifikat. Unternehmen haben zudem Zugriff auf Monitoringfunktionalitäten, mit denen sie den Wissensstand sowie Lernfortschritt abfragen können. (lg)

Bild: © VideoFlow – stock.adobe.com

 

Vermittlerstrategien gestern und heute

Steffen Ritter ist Geschäftsführer des Instituts Ritter. Außerdem ist er Autor, Trainer, Redner und Mitinitiator des Jungmakler Awards. Für AssCompact gibt er Maklern in seiner monatlich erscheinenden Kolumne praktische Tipps, um besondere und alltägliche Herausforderungen zu meistern.

Die jährlichen Best-Practice-Analysen des Instituts Ritter zeigen einen bemerkenswerten Wandel. Nach Gründungen in den 80ern, 90ern und in den frühen 2000er-Jahren entstanden zumeist bunt gemischte Kunden­bestände mit – flapsig formuliert – von jedem Dorf eine Kuh. Bei Gründungen ab ca. 2005 sind immer stärker auf Zielkunden fokussierte Bestände zu finden. Beide Formen haben Vor- und Nachteile. In der Social-Media-Vertriebswelt, der sich das Institut Ritter bereits seit 2008 umfangreich widmet, ist das sogenannte Targeting, das Ansprechen von Zielkunden, von großer Bedeutung. Targeting kann sowohl von Vermittlern, die bunt gemischt, als auch von Vermittlern, die hochfokussiert unterwegs sind, genutzt werden. Durchdacht umgesetzt, können Vermittler mit Social Media hoch­viral ihre eigene Strategie forcieren.

1. Gezieltes Erreichen von Regionen

Regional aktive Vermittler formulieren oft das Ziel des örtlichen Platzhirsches. Social Media ist eine geniale Möglichkeit, regional fokussierte Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Hilfreich ist, die Region und nicht allein die eigene Arbeit oder das eigene Unternehmen herauszustellen. Das geht mit einem eigenen, hierauf zugeschnittenen Profil oder auch mit Social-Media-Gruppen. So könnte – um ein fiktives regionales Beispiel zu nennen – „Erfurt-er-leben“ der Name eines Profils sein, in dem Erfurt und all das, was läuft, promotet wird. Bestückt mit Rubriken wie „Erfurt früher“, „Die schönsten Ecken von Erfurt“ oder „Der Erfurter/die Erfurterin der Woche“ und konsequentem Dranbleiben wird es erfolgreich. Das Ganze könnte alternativ auch als Facebook-Gruppe laufen. Das eigene Unternehmen ist Host und findet maßvoll immer wieder mal statt.

2. Gezieltes Erreichen von Zielkunden

Bei Zielgruppenvermittlern sollte zum einfachen Suchen und Finden der Name Ihrer Zielkunden in dem Profil- oder Gruppennamen auftauchen. Hier ist ebenso der Community-Aufbau maßgebend. Die eigene Expertise als Host kann über Rubriken sehr maßvoll stattfinden. Beispielsweise könnte „Was XYZ bei Versicherungen beachten sollten“ eine wöchentliche Rubrik sein. Darüber hinaus können für „Noch-nicht-Kunden“ weit über die Gruppe hinaus Neugier erzeugende Köder ausgelegt und als Anzeige promotet werden. Wichtig ist bei beiden Vorgehensweisen, dass die Interessen meiner Kunden pro Region oder pro Branche bzw. Beruf im Fokus stehen und nicht das eigene Unternehmen. So wird ein vielfach größeres Publikum erreicht.

Wenn Sie in Ihrer Social-Media-Arbeit einen gewaltigen, vertriebsstarken Schritt nach vorn machen möchten, melden Sie sich unter agenturberatung.de/socialmedia für den Social-Media-Führerschein an – eine schlanke zwölfmonatige Begleitung. Am 30.05.2022 geht es los. Das Auftaktmodul ist sogar kostenfrei.

Alle Infos und Teilnahmebedingungen zum Jungmakler Award unter jungmakler.de

Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 05/2022, S. 90, und in unserem ePaper.

 
Ein Artikel von
Steffen Ritter

Arbeitskraftabsicherung: Auf der Suche nach der passenden Lösung!?

Berufsunfähigkeit ist eines der größten individuellen Risiken für Erwerbstätige. Vor den finanziellen Folgen schützt eine leistungs­fähige BU-Versicherung. Doch sollte diese Absicherungsform aus Gründen nicht passen, darf nicht das Prinzip „alles oder nichts“ greifen.

Ein Beitrag von Michael Franke, Geschäftsführender Gesellschafter der Franke und Bornberg GmbH

Einer optimalen Absicherung der Arbeitskraft geht eine bedarfsgerechte Beratung voraus. Und zwar eine, die nicht gleich von Beginn an auf nur ein Produkt ausgerichtet ist, sondern verschiedene Lösungswege zur Bedarfsdeckung berücksichtigt. Das hat zwei große Vorteile: Zum einen werden bei Kunden keine Erwartungen geweckt, die nicht selten den „BU-Killern“ – zu alt, zu krank, zu teuer – zum Opfer fallen, und zum anderen muss die tatsächlich bestmögliche Empfehlung nicht als Alternative der zweiten oder dritten Wahl „verkauft“ werden.

Wenn es um die Lösungen neben der Berufs­unfähigkeitsversicherung (BU) geht, dann ist seit jeher der Auftrag von Franke und Bornberg, Licht ins Dunkel zu bringen und Transparenz für Vermittelnde sowie Kundinnen und Kunden zu schaffen.

Grundfähigkeitsversicherung – Die Relevanz der Fähigkeiten

Die Grundfähigkeitsversicherung (GF) gilt zwar als einfach verständliche und preisgünstige Alternative. Und in Zeiten, in denen der Absatz von Berufsunfähigkeitsversicherungen stagniert, ruhen die Hoffnungen der Versicherer verständlicherweise auch auf der GF. Aber die Grundfähigkeitsversicherung ist keine BU-light!

Anstelle der Arbeitskraft versichert sie körperliche und manchmal auch geistige Fähigkeiten. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Vermittelnden in einem anschaulichem Beratungsgespräch, die versicherten Fähigkeiten in Bezug zur beruflichen Tätigkeit zu setzen. Dadurch wird die persönliche Relevanz und die Bedeutung der Absicherung erhöht.

Die Analysten von Franke und Bornberg beobachten bei der Grundfähigkeitsversicherung zwar, dass die bedingungsseitige Transparenz immer besser wird, aber ein einheitliches Produktkonzept sich aktuell noch nicht etabliert hat. Es fehlen – anders als bei der BU – gesetz­liche Vorgaben und Musterbedingungen. Somit bewegt sich die Produktentwicklung in einem kreativen Freiraum, der verschiedenste Leistungsauslöser und Bausteine hervorbringt.

Für Kundinnen und Kunden kann dies vorteilhaft sein, da so eine individuelle Absicherung möglich ist. Für die Vermittelnden ist parallel die Herausforderung gestiegen, in der komplexeren Tarif- und Bausteinlandschaft die beste Auswahl in der Produktgestaltung zu treffen – denn nicht jeder Baustein bietet einen wirklichen Mehrwert. Und einige dieser zwar modular praktischen Baustein-Highlights bringen unterm Strich die zur Empfehlung ermittelte Produktkonfiguration preislich sogar in den Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Daher lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die weiteren Absicherungsformen.

Weitere Details zur Grundfähigkeitsversicherung und das Ergebnis des Franke und Bornberg Ratings zu Grundfähigkeitstarifen finden sich unter www.franke-bornberg.de

Erwerbsunfähigkeitsversicherung – Die Lösung für „teurere“ Berufsgruppen

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU) steht zwischen der BU- und der Grundfähigkeitsversicherung. Dafür gibt es gute Gründe. Beispielsweise deckt die EU das Risiko Psyche vergleichbar gut wie die BU. Auch der Bezug zum Erwerb ist unmittelbar gegeben – nur gegenüber der BU in abgeschwächter Form.

 

Arbeitskraftabsicherung: Auf der Suche nach der passenden Lösung!?

 

Und insbesondere „teuren“ Berufsgruppen wie Altenpfleger/in, Kfz-Mechaniker/in, Schreiner/in, Metzger/in, Schornsteinfeger/in oder Physiotherapeut/in kann sie den Weg zu bezahlbarem Versicherungsschutz ebnen. Leider findet die EU in der Beratung fast gar nicht statt. So wurden die Vorbehalte gegen die EU jahrelang von den Gesellschaften selbst forciert, in dem gesagt wurde, dass die EU keine wirkliche Alternative zur BU ist. Ein haus­gemachtes Problem also.

Berufsunfähigkeitsversicherung – BU-Schutz, ein Luxusgut?!

Die Analysten von Franke und Bornberg stellen aktuell keine bahnbrechenden Inno­vationen im BU-Markt mehr fest. Trends der letzten Jahre verstetigen sich. Die Teilzeitklausel ist mittlerweile etabliert. Der Verzicht auf Umorganisation bei Kleinbetrieben und Akademikern wird kundenfreundlicher geregelt. Die Nachversicherungsgarantie umfasst mehr Leistungsauslöser und Berufseinsteiger können ihre versicherte BU-Rente deutlicher erhöhen als in der Vergangenheit.

Wenn sich bereits gute Leistungen nicht mehr wesentlich verbessern, rücken andere Faktoren in den Fokus. Beim Blick auf den Preis fällt auf, dass die Versicherer weiter an der Stellschraube zur Differenzierung in den Berufsgruppen drehen. Das sorgt dafür, dass die Schere zwischen günstigen Angeboten für Akademiker und Führungskräfte im Vergleich mit körperlich Tätigen weiter auseinander geht

Doch wer seine Arbeitskraft absichern will, darf nicht nur den Preis im Blick haben. Entscheidend sollte auch die Leistungspraxis des Versicherers sein. Denn am Ende zählt, dass der Versicherer im Leistungsfall auch zahlt. Daher sollte in der Beratung auf Versicherer mit zerti­fizierter Leistungsprüfung geachtet werden.

Arbeitskraftabsicherung – Transparente Produktempfehlung abgeben

Aber wo liegen die Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Lösungen zur Absicherung der Arbeitskraft? Wie behält man den Überblick und wie kann ein Leistungs-/Preisvergleich zwischen den Produktlinien erfolgen? Franke und Bornberg stellt wichtige Aspekte von BU-, EU- und GF-Versicherungen gegenüber. Für den Vergleich zieht Franke und Bornberg den AKS-Index heran. Dieser wurde anhand wissenschaftlicher Kriterien entwickelt und macht den Ab­deckungsgrad möglicher Auslöser für den Verlust der Arbeitskraft transparent. Auf diese Weise werden unterschiedliche Konzepte hinsichtlich ihrer AKS-Eignung vergleichbar.

Fragestellungen, die in den AKS-Index einfließen:

  • Was sind die wichtigsten Leistungsauslöser / Krankheiten (die zum Verlust der Arbeitskraft führen)?
  • Welche dieser Krankheiten sind über das Produkt gedeckt ?
  • In welcher Häufigkeit treten diese Krankheiten auf?
  • Wie gut / umfassend sind diese Krankheiten abgedeckt?
  • Gibt es Besonderheiten zu beachten, wie zum Beispiel Kündigungsmöglichkeiten durch den Versicherer?
  • Besteht ein Bezug zum Beruf / zur Tätigkeit?
  • Wie sieht es aus mit Verweisung, Prognosestellung, Nachprüfung, Anzeigepflichten etc.?

Der AKS-Index ist integraler Bestandteil von fb>xpert Arbeitskraftabsicherung. In Verbindung mit der Online-Risikoprüfung der Plattform vers.diagnose wird parallel für mehrere Versicherer ermittelt, ob und zu welchen Konditionen Kunden versichert werden können.

 

Arbeitskraftabsicherung: Auf der Suche nach der passenden Lösung!?

 

Fazit

Für eine optimale Absicherung der Arbeitskraft braucht es mehr als eine BU-Versicherung. Die selbstständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung (SEU) liefert, zusammen mit der Grund­fähigkeitsversicherung, wertvolle Alternativen.

Mehr zum Thema Arbeitskraftabsicherung beim AKS-Symposium

Um passende Lösungen zur Arbeitskraftabsicherung geht es beim AKS-Symposium am 24. Mai in München und 25. Mai in Wiesbaden. Das Weiterbildungsevent wird gemeinsam von AssCompact Wissen und Franke und Bornberg veranstaltet und wartet mit einem breit gefächerten Programm auf. Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: asscompact.de/aks-symposium.

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Rückblick: Breites Themenspektrum auf dem Forum Süd-West

Am 03.05.2022 war es soweit: Im Südwesten trafen sich Makler und Versicherer zum AssCompact Forum Süd-West. Abgehalten wurde das Weiterbildungsevent in Karlsruhe in der BGV-Firmenzentrale.

Ziel der Veranstaltungsreihe von AssCompact Wissen ist es, Maklerinnen und Maklern einen Mehrwert für den Praxisalltag zu bieten. Zum Forum Süd-West wurde nach einer einjährigen Pause aufgrund der Pandemie dieses Jahr am 03.05.2022 endlich wieder nach Karlsruhe geladen. Dort öffnete die Firmenzentrale der BGV Badische Versicherungen mit dem atmosphärischen Lichthof ihre Pforten für die Besucherinnen und Besucher. Bei Veranstaltern, Ausstellern sowie Besucherinnen und Besuchern fand das Forum Süd-West großen Anklang.

Ein Event – viele Themen

Bei dem Weiterbildungsevent konnten knapp 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer empfangen werden. Beim Forum Süd-West wird bewusst auf einen Schwerpunkt verzichtet. Das vielfältige Angebot umfasste daher unter anderem die folgenden Themen: Altersvorsorge, (Betriebs-)Haftpflicht und Industrieversicherungen, D&O und Vermögensschadenhaftpflicht, Krankenzusatz, Wohngebäude, Hausrat sowie Wohnungswirtschaft.

Informationen, Vorträge und Workshops

Mit 32 Ausstellern und 21 Workshops hatten Vermittlerinnen und Vermittler zahlreiche Möglichkeiten, sich zu informieren und miteinander auszutauschen. Zwei Keynote Speaker läuteten Beginn und Ende des Events mit ihren spannenden Vorträgen ein. In diesem Jahr machte Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen den Anfang mit seinem Vortrag „Der Schuldenberg Deutschlands und dessen Auswirkungen auf die Altersvorsorge“. Am Ende sprach Marketing- und Vertriebsexperte Roger Rankel über „Neue Kunden zum Nulltarif. Zwei Marketingtricks sofort umsetzbar“ und verabschiedete das Publikum mit einem interaktiven Vortrag.

Intensiver Austausch aller Beteiligten

Insgesamt gab es wieder einen intensiven Austausch zwischen allen Beteiligten. „Wir freuen uns, dass auch die zweite Durchführung des Forum Süd-West nach der Premiere 2020 ein Erfolg war. Die diesjährige Veranstaltung brachte einen Mehrwert für alle, die dabei waren und führte somit zu großer Zufriedenheit bei Ausstellern sowie Besuchern. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr“, so Jochen Leiber von der bbg Betriebsberatungs GmbH, der die Veranstaltung mit initiiert hat.

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Bilder vom AssCompact Wissen Forum Süd-West 2022

Zum zweiten Mal fand das Forum Süd-West in Karlsruhe statt. Am 03.05.2022 trafen sich Vermittler und Aussteller zu Vorträgen und Workshops in der BGV-Zentrale. Das Event bietet viele Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und sich weiterzubilden. Impressionen in Bildern.

 
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