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Mr-Money startet neues Tool zur digitalen Angebotserstellung

Für Vermittler und Finanzdienstleister, die die Sachvergleichsrechner von Mr-Money nutzen, hat das Softwarehaus die neue integrierte digitale Angebotserstellung meine-Versicherungsangebote.de freigeschaltet. Damit lassen sich Kunden Vergleichsübersichten ohne Medienbruch zur Verfügung stellen.

Mr-Money bietet Nutzern seiner Sachvergleichsrechner ein neues Tool: Ab sofort ist die neue integrierte digitale Angebotserstellung meine-Versicherungsangebote.de freigeschaltet. Vermittler und Finanzdienstleister, die für Kunden individuelle Angebote erstellen wollten, mussten bisher auf mehrere einzelne PDF-Angebote zurückgreifen. Nun lassen sich Vergleichsübersichten für Kunden ohne Medienbruch erstellen. Anwender der Mr-Money Sachvergleichsrechner müssen keine PDF-Dokumente mehr für eine Angebotserstellung erzeugen.

Der Kunde kann die bereitgestellten Offerten von jedem beliebigen Endgerät aus (Smartphone, Tablet oder PC) einsehen und online den entsprechenden Vertrag abschließen. Mit dem Angebot können Vermittler das gestiegene Bedürfnis der Kunden nach schneller und passgenauer Information erfüllen, wie Mr-Money unterstreicht. Denn gefragt seien optisch ansprechende Vergleiche, die schnell erkennen lassen würden, worum es gehe. (tk)

Bild: © BillionPhotos.com – stock.adobe.com

 

Fonds Finanz: softfair soll in viele Versichererhände übergehen

Die Finanzsoft AG kündigt an, das Hamburger Unternehmen softfair in Form einer Brancheninitiative kleinteilig an Versicherungsgesellschaften verkaufen zu wollen. Eigentümer von Finanzsoft sind die Fonds-Finanz-Gesellschafter Markus Kiener und Norbert Porazik, der sich nun auch zu dem Vorhaben äußerte.

Vor zwei Jahren haben Markus Kiener und Norbert Porazik, Gesellschafter des Maklerpools Fonds Finanz, als Eigentümer der Finanzsoft GmbH das Unternehmen softfair gekauft. Schon damals gab es Bedenken von Versicherern und Vertrieben wegen einer zu starken Machtkonzentration aufseiten der Fonds Finanz. Bisher haben die Verantwortlichen immer abgewiegelt, unter anderem auch im Interview mit AssCompact. Am 20.05.2019 haben sie nun bekanntgegeben, dass sie softair in die Hände vieler Versicherungsgesellschaften geben wollen.

Zur Übernahme des Vergleichers softfair hatten Kiener und Porazik im Frühjahr 2017 die Finanzsoft GmbH gegründet. Neben softfair wurden in der Zwischenzeit mehrere IT-Dienstleister übernommen – mit dem Ziel eine umfassende Vertriebsplattform zu errichten. In einer Stellungnahme vom 20.05.2019 erklärt Porazik den Kauf rückblickend auch damit, dass man den Zugriff auf die Vergleichsprozesse von softfair sichern und beispielsweise verhindern wollte, dass der Vergleicher in die Hände einer einzelnen Gesellschaft gefallen wäre. Betont wurde dabei immer, dass softfair und Fonds Finanz eigenständige Unternehmen bleiben und kein gegenseitiger Datenaustausch stattfinden werde. So ganz konnten die Beteuerungen die Bedenken der Branche aber scheinbar nicht zerstreuen.

Branchenweite Initiative soll Lösung bringen

Nun haben die beiden Eigentümer beschlossen, eine branchenweite Initiative ins Leben zu rufen. In einer Stellungnahme erklärt Porazik: „Als alleinige Gesellschafter der Finanzsoft prüfen wir derzeit, das Unternehmen [softfair] in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, um dann bis zu 100% der Anteile kleinteilig an möglichst viele Versicherungsgesellschaften zu veräußern. Damit wäre softfair mit dem Tochterunternehmen ascore nicht mehr in der Hand nur eines Marktteilnehmers, sondern im Idealfall in der Hand aller Versicherungsgesellschaften. Diese würden sich als Anteilseigner der Finanzsoft langfristig und nachhaltig die Gestaltungshoheit über branchenweit gültige, standardisierte Prozesse sichern und ihre Risiken und Kosten erheblich senken.“ Gleichzeitig könnte auch Fonds Finanz weiter auf die Vergleiche zugreifen.

Aktuell fänden bereits Gespräche mit Versicherern statt. Alle bislang angesprochenen Gesellschaften würden der Initiative äußerst positiv gegenüberstehen, betont Porazik. (bh)

Bild: Norbert Porazik (l.) und Markus Kiener (r.), Gesellschafter des Maklerpools Fonds Finanz,© Fonds Finanz Maklerservice GmbH

 

MORGEN & MORGEN startet Tool zur Risikoschnellprüfung

Ein neues Risikoprüfungstool aus dem Hause MORGEN & MORGEN soll Makler und Kunden schneller zum Ziel führen: eine verbindliche Zusage für den Versicherungsschutz. Der Einsatz von „ESy“ zielt dabei auf die Beratung gesunder und junger Menschen ab. Die Gothaer ist der erste Versicherer, der das Tool einsetzt.

Das Softwarehaus MORGEN & MORGEN bietet mit „ESy“ ein neues Risikoprüfungstool an, das die Beratungsprozesse am Point of Sale beschleunigen soll. Dabei verkürzt ein reduzierter Fragenkatalog die Arbeitsschritte. Makler und Antragsteller erhalten so schneller eine verbindliche Zusage für den gewünschten Versicherungsschutz.

Die gestellten Fragen wurden mit Rückversicherern abgestimmt und sind für alle teilnehmenden Versicherer gleich. Der Einsatz des Tools eignet sich für die Beratung junger und gesunder Menschen, erklärt MORGEN & MORGEN. ESy ist in der Software M&M Office zu finden und ergänzt das etablierte Risikoprüfungstool EQuot. Sollte der verkürzte Prozess über ESy keine Annahme ermöglichen, besteht die Möglichkeit, den Risikoprüfungsprozess über EQuot durchzuführen.

Start mit der Gothaer

Die Gothaer ist der erste Versicherer, der das Tool einsetzt, vorerst bei Tarifen der Berufsunfähigkeit. Langfristig soll ESy universell einsetzbar sein. Noch im Juni wird der Gothaer ein weiterer Versicherer folgen, weitere dann in den nächsten Monaten, so die Ankündigung von MORGEN & MORGEN. (bh)

Bild: © Have a nice day – stock.adobe.com

 

Candriam startet Investment-Simulator für Finanzberater

Candriam hat den Launch von „CRIS“ bekanntgegeben. CRIS steht für „Candriam Robo Investment Simulator“. Der Geldanlage-Simulator erweitert das Angebot an digitalen Services für die Vertriebspartner von Candriam.

Der Asset-Manager Candriam will mit dem Start des neuen Investment-Simulators CRIS Partnerschaften mit unabhängigen Finanzberatern sowie Bank- und Versicherungsnetzwerken stärken. Der Geldanlage-Simulator ermöglicht unabhängigen Finanzberatern sowie Bank- und Versicherungsnetzwerken, ihre Kundengespräche individueller und interaktiver zu gestalten. CRIS simuliert unter anderem die Zusammensetzung und Performance von Musterportfolios.

Das bietet CRIS Finanzberatern

Kundenangebote sollen durch individuell skalierbare Musterportfolios einfach und verständlich dargestellt werden können. Das Kunden-Onboarding kann individuell gestaltet werden, je nach Präferenzen der Berater und Netzwerke. Auch die Portfolios können an die Risikoprofile der Kunden angepasst werden. Vertriebspartner haben zudem die Möglichkeit, Kaufempfehlungen in die Portfolios oder andere Anlageprodukte zu integrieren. Die Bewerbung der Fonds wird auf die jeweilige Marketingstrategie des Vertriebspartners abgestimmt. Darüber hinaus umfasst CRIS Tools zur Darstellung der verschiedenen im Angebot enthaltenen Performance- und Risikokennzahlen.

Zwei Versionen

CRIS existiert in den zwei Versionen „Investor“ und „Distributor“. CRIS Investor ist für die breite Öffentlichkeit bestimmt und unterstützt als Simulationsinstrument die persönliche Vermögensverwaltung. CRIS Distributor richtet sich insbesondere an Finanzberater. Das Tool identifiziert die für die Kunden am besten geeigneten Investmentfonds und Anlagelösungen und ermöglicht es Beratern, die Kundengespräche interaktiver zu gestalten. (mh)

 

Neues Leistungsvermögen durch digitale Versicherungen

Die digitalen Berufe bergen Risiken, die in der Versicherung noch nicht ausreichend angekommen sind. Kunden haben heute weniger Sorge vor einem Brand- oder Wasserschaden, als vor Cyberattacken oder Verstößen gegen die DSGVO. Den neuen Gewerberisiken nimmt sich nun das Start-up mailo an. Bedarfsgerechte, flexible Tarife im attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. 

 

Das erwarten Kunden von Online-Versicherungen

Wie fast alles sind auch Versicherungen längst online statt klassisch über einen Makler oder Versicherungsvermittler erhältlich. Welche Erwartungen die Kunden an Online-Versicherungen haben, hat nun der Softwarehersteller Adcubum im Rahmen einer repräsentativen Umfrage analysiert.

Die Deutschen haben klare Erwartungen an online abgeschlossene Versicherungen, vor allem in Sachen Versicherungsprämie. 86% der Bundesbürger erwarten, dass Online-Versicherung eine niedrigere Prämie bietet als eine Versicherung, die sie persönlich oder telefonisch über einen Makler oder Vermittler abschließen. Fast genauso viele Kunden sehen es zudem als selbstverständlich an, dass auch abends oder am Wochenende schnell auf ihre Anfragen reagiert wird. Das geht aus der Studie „Digitale Versicherung 2019“ des Softwareherstellers Adcubum hervor.

Gleiche Leistungen und schnelle Reaktion erwartet

Vor allem bei der älteren Generation hat sich der Gedanke „Online gleich günstig“ verfestigt: So erwarten von den über 55-Jährigen 91% eine niedrigere Prämie bei den über das Internet abgeschlossenen Versicherungen. In der Altersgruppe 18 bis 34 sind es nur 79%. Leistungseinbußen werden bei einem Online-Abschluss nicht erwartet. 85% der Befragten wollen sogar, dass auf Anfragen auch am Abend oder am Wochenende schnell reagiert wird. Eine Antwort am nächsten Morgen oder nächsten Werktag gilt als zu spät.

Höhere Flexibilität

Vom Anbieter wird auch erwartet, dass die Laufzeit flexibler und leichter anpassbar ist als bei einer klassisch abgeschlossenen Versicherung. „Die Erwartungshaltung der Kunden an online abgeschlossene Versicherungen sind hoch“, kommentiert Michael Süß, Geschäftsführer von Adcubum Deutschland, die Ergebnisse. Süß zufolge steht die Assekuranz unter einem Anpassungsdruck. Vor allem der Kostenfaktor sei wichtig. „Die Bereitschaft des Kunden, mit ein paar Klicks selbst eine komplette Versicherung abzuschließen, ist mit der Vorstellung verbunden, mehr Gegenwert für sein Geld zu bekommen“, erklärt Süß. (mh)

Die vollständige Studie „Digitale Versicherung 2019“ steht auf der Website von Adcubum zum Download bereit: http://www.adcubum.com/aktuell/adcubum-studie-digitale-versicherung

 

Mit Rechentool Einkommenslücke bei Arbeitsunfähigkeit ermitteln

Die uniVersa bietet ein Tool, um die Einkommensabsicherung bei längerer Arbeitsunfähigkeit zu überprüfen und unerwartete Lücken zu ermitteln. Mit dem Krankentageld-Rechner lässt sich der persönliche Bedarf im Falle einer Arbeitsunfähigkeit bestimmen.

Mit einer Krankentagegeldversicherung lässt sich die Einkommenslücke bei längerer Arbeitsunfähigkeit schließen. Die uniVersa Versicherung bietet einen Krankentagegeld-Rechner, der dabei unterstützen soll, den persönlichen Bedarf zu ermitteln und unerwartete Lücken aufzudecken. So sollte bei privat krankenversicherten Arbeitnehmern beispielsweise neben dem Nettoeinkommen auch einkalkuliert werden, dass die Beiträge für die private Kranken- und Pflegeversicherung weiterzuzahlen sind und Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung inklusive dem Arbeitgeberanteil anfallen können.

Bei gesetzlich Krankenversicherten beläuft sich das Krankengeld auf 70% vom Bruttoeinkommen, jedoch maximal 90% vom Nettoverdienst. Hiervon sind noch einmal rund 12% Sozialabgaben zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung zu entrichten. Bei einem Bruttomonatseinkommen von beispielsweise 2.800 Euro und einem Nettoverdienst von 1.900 Euro fehlen damit unterm Strich rund 400 Euro monatlich. Dessen sind sich viele gesetzlich Versicherte nicht bewusst. Es kann aber besonders in der Familien- und Eigenheimfinanzierungsphase einen unerwarteten finanziellen Engpass bedeuten, wie die uniVersa unterstreicht. Darüber hinaus ist bei Gutverdienern das Nettokrankengeld durch die Beitragsbemessungsgrenze auf rund 2.792 Euro (Kinderlose 2.784 Euro) pro Monat begrenzt.

Zu Überprüfung der Einkommensabsicherung kann die Rechenhilfe unter www.universa.de/rechner ohne Angabe von persönlichen Daten genutzt werden. (tk)

 

CyberDirekt bietet Security-Check für Unternehmenswebsites an

CyberDirekt hat nun ein Online-Analyse-Tool in ihrem Portfolio, mit dem Unternehmenswebsites auf Sicherheitsrisiken hin überprüft werden können. Nach Eingabe der URL werden mögliche Schwachstellen wie kritische Ports oder SSL-Konfigurationen analysiert und geprüft, ob eine E-Mail-Adresse bereits gehackt wurde.

Die digitale Plattform für die Beratung, den Vergleich und den Abschluss von Cyber-Versicherungen, CyberDirekt, erweitert ihr Produktportfolio um ein neues Online-Analyse-Tool für Cyberrisiken. Mit dem Web Security-Check können Sicherheitsrisiken von Unternehmen überprüft werden, um schnell und einfach Schwachstellen sowie mögliche Einfallstore für Cyber-kriminelle zu identifizieren. Der CyberDirekt Web Security-Check steht unter www.cyberdirekt.de/web-security-check zur Verfügung.

Nach Eingabe der URL analysiert das Tool mögliche Schwachstellen wie kritische Ports, SSL-Konfigurationen und auch, ob eine E-Mail-Adresse bereits einmal gehackt wurde. Insgesamt werden 36 Einzelprüfungen durchgeführt. Das Gesamtergebnis wird prozentual in einem Cyberscore angezeigt. Nutzer des CyberDirekt Web Security-Checks, die Einzelheiten zu ihrem Ergebnis erfahren möchten, können einen Detailreport anfragen. Dieser wird nach Prüfung des Empfängers von CyberDirekt individuell verschickt. (ad)

 

Suchmaschine Snoopr gewinnt weitere Versicherer als Partner

Die b-tix GmbH hat ihre auf der DKM 2018 gestartete Versicherungssuchmaschine Snoopr einem Update unterzogen. Ein neues Online-Tool für Mitarbeiter aus Vertrieb, Marketing und Produktmanagement soll die Anmeldung von Versicherungen vereinfachen. Zudem sind neue Versicherer an Bord.

Auf der DKM 2018 ist die Versicherungssuchmaschine Snoopr offiziell gestartet. Inzwischen konnte die Suchmaschine, die sich an Vermittler richtet und für diese kostenfrei ist, ihre Reichweite etwa durch Einbindung in verschiedene Maklersysteme erhöhen. Nun hat das Düsseldorfer Technologieunternehmen b-tix GmbH, das Snoopr betreibt, die Suchmaschine einem Update unterzogen. Insgesamt acht Versicherer konnten als neue Innovationspartner für Snoopr gewonnen werden. Dazu gehören unter anderem die Versicherungsgruppe die Bayerische, die ERGO, die HALLESCHE, der VOLKSWOHL BUND sowie rhion.digital.

Neues Online-Tool zur Anmeldung von Produkten

Ein neuer Publikationsdienst soll die Anmeldung von Produkten ab sofort deutlich vereinfachen und Versicherern eine Time to Market innerhalb eines Tages garantieren. Das Online-Tool mit dem Namen „Snoopr Search Console“ wendet sich an Entscheider und Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb, Marketing und Produktmanagement. Sie können mit dem Dienst ohne Technikkenntnisse und ohne Unterstützung der hauseigenen IT selbstständig Produkte anmelden und mit Informationsmaterial versehen. Der Zugang ist für Versicherer kostenfrei.

Anforderungen für Teilnahme sollen gesenkt werden

Wie der Technologie-Anbieter b-tix zudem mitteilt, sollen die Bedingungen zur Teilnahme an Snoopr weiter gesenkt werden. So sollen künftig auch Versicherungsprodukte ohne technische Schnittstellen angemeldet werden können. „Wir wollen für unsere Nutzer auch unvergleichbare Produkte und Deckungskonzepte auffinden, für die es häufig keine oder zumindest keine standardisierten Schnittstellen gibt“, unterstreicht Markus Heussen, der Gründer von Snoopr. Die Suchmaschine leitet den Makler in solchen Fällen auf den Folgeprozess beim Versicherer weiter.

Wenn innovative Produkte in Vergleichern an Grenzen stoßen

Laut b-tix soll Snoopr dadurch einen Vertriebsweg für Produkte ebnen, die sich in klassischen Vergleichern nicht optimal platzieren lassen. Dietmar Bläsing, Sprecher der Vorstände der VOLKSWOHL BUND Versicherungen, erklärt: „Wir verstehen uns als innovativen Versicherer, der seinen Vermittlern immer neue und kundengerechte Produkte an die Hand gibt. Doch in Vergleichsportalen stoßen innovative Produkte schnell an Grenzen, da sie nicht so ohne Weiteres in die vorhandenen Strukturen passen. An dieser Stelle ist Snoopr für uns optimal.“

Keine direkte Gegenüberstellung

Über ein Suchfeld können Nutzer von Snoopr Versicherungsprodukte durchsuchen. Im Gegensatz zu einem klassischen Versicherungsvergleich gibt es bei Snoopr keine direkte Gegenüberstellung. Somit lassen sich auch Versicherungen platzieren, die in einem Vergleich wegen ihrer andersartigen Konzeption nicht einfach zu finden sind, wie die Betreiberfirma unterstreicht. Makler können für die gefundenen Produkte auch Preise berechnen, Angebote und Anträge erstellen und Verträge abschließen.

Künstliche Intelligenz sortiert nach Relevanz, nicht nur nach Preis

Bei Snoopr als selbstlernender Suchmaschine sortiert künstliche Intelligenz die Ergebnisse nach Relevanz und nicht nur nach Preis. Wie der Suchmaschinenbetreiber mitteilt, zeigen sich in diesem Bereich erste Fortschritte. Die KI könne, obgleich noch in einer Alphaversion, die Intention des Suchenden immer besser erkennen. Dies mache die manuelle Auswahl einer Sparte oder Suchkategorie überflüssig. (tk)

 

Einsatz künstlicher Intelligenz in der medizinischen Risikoprüfung bietet viel Potenzial

Bei der medizinischen Risikoprüfung kommen heute schon Online-Tools im Beratungsgespräch zum Einsatz. Künstliche Intelligenz (KI) könnte künftig den Prozess an dieser Stelle noch beschleunigen und den Nutzen für Versicherer, Vertrieb und Kunden erhöhen, erklärt Lukas Naab, Geschäftsführer des Technologie-Start-ups MINDS-Medical GmbH.

Gerade im Vertrieb biometrischer Produkte wie der BU-Versicherung oder der PKV gilt es eine Vielzahl von Herausforderungen zu meistern. Zuerst müssen neue Kunden erreicht und vom Produkt überzeugt werden. Dies gelingt in der Regel dann am besten, wenn das Produkt für den Kunden leicht verständlich aufgebaut ist, das heißt der Mehrwert klar ist und der Preis stimmt. Beide Faktoren hat ein Versicherer bei der Zusammenstellung seiner Tarife in der internen Kostenkalkulation selber in der Hand.

Schnelligkeit ist Trumpf bei Antragsbearbeitung

Außerdem ist die Geschwindigkeit, mit der Anträge bearbeitet werden können, auch zukünftig ein wesentlicher Bestandteil der Wahrnehmung des Kunden, der über die Auswahl des Anbieters entscheiden kann. Antragsprozesse, bei denen ein potenzieller Kunde über Annahme oder Ablehnung erst nach sechs Wochen informiert werden kann, sind keine Seltenheit. Gerade dies sorgt bei vielen Kunden im Versicherungsbereich für Frustration, da sie heutzutage in vielen anderen Lebensbereichen und Branchen an durchgehend digitale Prozesse gewöhnt sind, bei denen sie Ergebnisse quasi in Echtzeit bekommen. Stichwort: Amazon – Lieferung am Tag der Bestellung.

Die Gründe für die langen Bearbeitungszeiten liegen in komplexen und häufig langwierigen Befragungen zur medizinischen Vorgeschichte. Dynamische Fragebögen helfen hier bereits partiell am Point of Sale weiter, setzen aber voraus, dass die gestellten Fragen richtig beantwortet und richtig im System eingetragen werden. Kommt es bei dieser ersten Risikobewertung zu Ungereimtheiten, müssen Arztbriefe und gegebenenfalls Gutachten angefordert werden, die dann im Betriebsbereich der Versicherung durch Sachbearbeiter manuell geprüft werden. Ein langwieriger Prozess! Gleiches gilt bei der Erstattung im Leistungsfall, wenn die Fachabteilung prüft, ob es zu einer Auszahlung kommt. Ähnlich ist dies bei der individuellen Gestaltung des Tarifs, wenn bestimmte Erkrankungen einbezogen werden.

KI wird zum nützlichen Helfer in der Wertschöpfungskette

Im Kern all dieser Prozesse steht immer die individuelle Krankengeschichte des Kunden: hochsensible medizinische Daten, die in der Regel in Form von Arztbriefen und OP-Berichten dokumentiert und dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder gelesen und verstanden werden müssen. Genau hier kommt der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) ins Spiel und kann in allen Bereichen der Wertschöpfungskette Menschen bei ihrer Arbeit unterstützen.

Das Unternehmen MINDS-Medical hat für diese Aufgabe die Software „MM-sure“ entwickelt. Das Programm setzt genau dort an, wo auch dynamische Fragebögen nicht mehr weiterkommen, da medizinische Texte in großer Menge gelesen und verstanden werden müssen. So können unstrukturierte Patientendaten (die gesamte Bandbreite von Fallakten, Entlassbriefen usw.) schnell erfasst und die darin dokumentierten Vorerkrankungen und durchgeführten Behandlungen erkannt werden. Ähnlich wie dies heute ein Sachbearbeiter machen würde, der die Akten liest.

Der direkte Abgleich zwischen Maschine und Fachkraft

Gefundene Diagnosen, Vorerkrankungen und Operationen werden in Form von sogenannten ICD-Codes ausgegeben, um damit Prozesse und Entscheidungen innerhalb des Versicherungsbetriebs anzustoßen. Das bedeutet, dass der Prozess der biometrischen Datenerfassung in ganz erheblichem Maße beschleunigt und den Sachbearbeitern innerhalb von wenigen Sekunden eine erste Einschätzung zum vorliegenden Fall zur Verfügung gestellt wird.

Die dabei eingesetzte Technik basiert auf Methoden des sogenannten „Natural Language Processing“ (Verstehen und Verarbeiten natürlicher Sprache) und dem sogenannten „Machine Learning“ (Musterkennung auf Grundlage historischer Daten). Die Ergebnisse, die damit geliefert werden können, sind nach einer ersten Trainingsphase der Software in etwa vergleichbar mit den Ergebnissen von Sachbearbeitern. Durch regelmäßiges Feedback werden die Ergebnisse der Maschine im Laufe der Zeit immer besser.

KI-Einsatz als Assistenzsystem

Zur Einordnung der Qualität der Ergebnisse kann man davon ausgehen, dass Fachkräfte, je nach Tagesform, ein richtiges Leseverständnis von 70% bis 90% erreichen. Das System von MINDS-Medical liefert Ergebnisse mit Werten zwischen 80% und 96% und ist im Vergleich zu menschlichen Experten um den Faktor 48 schneller. Systeme, die künstliche Intelligenz einsetzen, sind somit in ihrer Leistungsfähigkeit bzw. Verarbeitungsgeschwindigkeit „normalen“ Sachbearbeitern überlegen. Sie stoßen allerdings in sehr komplexen und seltenen Situationen an fachliche Grenzen. In naher Zukunft ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz daher als Assistenzsystem zu sehen. In dieser Rolle unterstützen KI-Assistenzsysteme dabei, große Datenmengen aufzubereiten.

Bedeutung für Vertrieb, Sachbearbeiter und Kunden

Für den Vertrieb biometrischer Versicherungsprodukte bedeutet der Einsatz künstlicher Intelligenz, dass Berater mehr Zeit für die Kundeninteraktion haben. KI-Systeme könnten dabei innerhalb von Sekunden eine erste valide Bewertung der Krankenhistorie vornehmen und mögliche Risikozuschläge oder eine Annahme liefern. In der Praxis könnten Berater beispielsweise über eine Mobile-App in die Lage versetzt werden, vorliegende Entlassbriefe direkt beim Kunden zu scannen. Über integrierte KI-Fähigkeiten könnten dann innerhalb von wenigen Augenblicken dokumentierte Erkrankungen angezeigt werden, ohne dass eine medizinische Vorbildung des Beraters notwendig wäre. Dieser kann sich dann ganz auf den Kunden konzentrieren und direkt vor Ort ein individuelles und passendes Angebot konzipieren. Dies führt zu einem schnelleren Prozess, einer höheren Kundenzufriedenheit und wird eine höhere Abschlussrate mit sich bringen.

Sachbearbeiter im Bereich der medizinischen Risikoprüfung werden in der Lage sein, wesentlich mehr Anträge zu bearbeiten bzw. sich intensiver und mit der nötigen Sorgfalt mit besonders komplexen Fällen zu beschäftigen. Sicherlich wird ein Großteil der „einfachen“ Arbeit automatisch von den neuen Systemen erledigt werden können. So können Versicherungen dem drohenden Fachkräftemangel vorbeugen und die vorhandenen Mitarbeiter bestmöglich einsetzen.

Kunden werden auf mehreren Wegen von der neuen Technologie profitieren. Kürzere Wartezeiten bei der Prüfung, niedrigere Prämien durch das Sinken der Prozesskosten und eine datenbasierte Entscheidung für ihre Fälle sind klar zu benennen. Denkbar sind auch anonyme Vorprüfungen der eigenen Versicherbarkeit innerhalb weniger Minuten.

Sicher ist, dass Versicherungen, die sich früh für den Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Prozessunterstützung entscheiden, einen erheblichen Wettbewerbsvorteil haben, da ihre Prozesse günstiger, datenbasierter und schneller werden.

Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 03/2019, Seite 45 f. oder in unserem ePaper.

 
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