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Unternehmensmeldungen

VHV: Boris Sonntag verantwortet Bereich Kapitalanlage

Bei der VHV Gruppe steht ein Generationswechsel an: Boris Sonntag folgt auf Ulrich Schneider und wird zum Vorstand Kapitalanlagen der VHV Holding SE und der VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a. G. sowie zum Vorstandssprecher der WAVE Management AG berufen.

Die VHV Gruppe mit Sitz in Hannover hat für die Leitung des Bereichs Kapitalanlage personelle Änderungen bekannt gegeben. Zum 30.04.2026 wird Ulrich Schneider im Zuge eines langfristig vorbereiteten Wechsels auf die nächste Generation aus dem Vorstand ausscheiden. Der 61-Jährige ist langjähriges Mitglied des Vorstandes der VHV Gruppe und verantwortlich für die Kapitalanlage. Nun geht er in den Ruhestand.

Boris Sonntag, Mitglied des Vorstandes der WAVE Management AG sowie der Hannoversche Lebensversicherung AG, tritt Schneiders Nachfolge an. Er tritt damit den Posten als Vorstand Kapitalanlagen der VHV Holding SE und VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a. G. sowie zum Vorstandssprecher der WAVE Management AG an.

Schneider ist seit 2006 im Vorstand der WAVE Management AG, eine Gesellschaft der VHV Gruppe. Im Jahr 2009 wurde er in den Vorstand der VHV Holding SE und VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a. G. sowie zum Vorstandsvorsitzenden der WAVE Management AG berufen. Nach seinem Ausscheiden wird er der VHV Gruppe u. a. als Vorstandsvorsitzender der VHV Stiftung verbunden bleiben, teilt das Unternehmen mit.

Der 48-jährige Sonntag ist seit 2011 Teil des Vorstands der WAVE Management AG und leitet dort das Ressort Portfoliomanagement. 2021 hatte er bereits das Vorstandsmandat für Kapitalanlagen in der Hannoversche Lebensversicherung AG von Ulrich Schneider übernommen. (lg)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bilder: © VHV

 

NÜRNBERGER übertrifft Erwartungen für 2025

Nach einem tiefroten Ergebnis im Geschäftsjahr 2024 hat die NÜRNBERGER nun ihre Zahlen für das gerade abgelaufene Jahr vorgelegt – und übertrifft ihre eigenen Erwartungen. Neben seinem Sanierungsprogramm kam dem fränkischen Versicherer auch die geringere Belastung durch Naturgefahren zugute.

Die NÜRNBERGER hat ein paar ereignisreiche Jahre hinter sich. Im vergangenen Frühjahr musste der Versicherer mit Sitz im fränkischen Nürnberg ein deutliches Defizit für das Geschäftsjahr 2024 vermelden. Das Konzernergebnis belief sich auf -77 Mio. Euro. Verantwortlich war insbesondere das Schaden- und Unfallgeschäft; allein hier waren die Franken mehr als 150 Mio. Euro im Minus.

Im August kam dann der Paukenschlag: Die Vienna Insurance Group (VIG) und die NÜRNBERGER streben einen Zusammenschluss an. Es geht um die „Übernahme einer kontrollierenden Mehrheitsbeteiligung“ vonseiten der VIG. Nun scheint der Verkauf so gut wie in trockenen Tüchern. Die Genehmigung der Aufsichtsbehörden steht allerdings noch aus.

Erwartungen für 2025 übertroffen

Nun kann die NÜRNBERGER ein freudiges Ergebnis verkünden: Sie hat ihr prognostiziertes Konzernergebnis von 40 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2025 übertroffen. Nach dem vorläufigen Konzernabschluss ist das Konzernergebnis auf 46,8 Mio. Euro gestiegen.

Laut dem Vorstandsvorsitzenden der NÜRNBERGER-Beteiligungs-AG, Harald Rosenberger, ist man bei dem Versicherer „sehr zufrieden“ mit dem Ergebnis. Rosenberger spricht sogar bereits davon, dass die Trendwende geschafft sei. „(…)Die Sanierung der Schaden- und Unfallsparte kommt gut voran. Die Personenversicherungen mit der Lebens- und Krankenversicherung sowie die Bankdienstleistungen erwirtschaften nachhaltig stabile Erträge. Und unser Effizienz- und Transformationsprogramm wirkt“, resümiert Rosenberger.

Ergebnisse im Schaden- und Unfallgeschäft deutlich verbessert

Aber im Detail: Die gebuchten Bruttobeiträge gingen vor dem Hintergrund der Bestandsbereinigungen im Schaden- und Unfallgeschäft „erwartungsgemäß“ von 3.665 Mrd. Euro auf 3,521 Mrd. Euro zurück. Der Konzernumsatz ging um 1,5% zurück.

Das Lebensversicherungsgeschäft blieb mit 46,4 Mio. Euro (Vorjahr: 48,6 Mio. Euro) unter der Prognose. Doch sowohl im Krankenversicherungsgeschäft mit 8,2 Mio. Euro (Vorjahr: 6,7 Mio. Euro) als auch bei den Bankdienstleistungen mit 11,1 Mio. Euro (Vorjahr 13,2 Mio. Euro) konnte der Versicherer Erwartungen übertreffen.

Das Schaden- und Unfallgeschäft verbesserte sich deutlich gegenüber dem Vorjahresergebnis auf -38,2 Mio. Euro. Neben den eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen trug auch die deutlich geringere Belastung aus dem Risiko Naturgefahren zu der Verbesserung bei. Die Schaden-Kosten-Quote sank unter die kritische 100%-Marke auf 96% (Vorjahr: 116%).

Fast 10% weniger Personal

Das bis 2026 angelegte Effizienzprogramm „Fit für die Zukunft“ sei nahezu abgeschlossen. Dabei sollen künftig mehr als 85 Mio. Euro an Kosten eingespart werden.

Die Verwaltungsaufwendungen sanken um 8,2% gegenüber dem Vorjahr auf 257,3 Mio. Euro. Dabei ist der Personalabbau für die Mehrheit der Einsparungen verantwortlich. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden sank um 9,7% gegenüber dem Vorjahr, von 4.242 auf 3.829. Betriebsbedingte Entlassungen konnten dabei vollständig vermieden werden, erklärt der Versicherer.

Positive Aussichten

Die Aktionäre dürfen sich ebenfalls freuen. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende von 2,00 Euro pro Stückaktie auszuschütten. Insgesamt sollen rund 23 Mio. Euro ausgeschüttet werden. Die Aktionäre sollen, unabhängig vom Erwerbsangebot der VIG, an dem erfolgreichen Geschäftsjahr der NÜRNBERGER teilhaben, so der Versicherer.

Im laufenden Jahr geht das Unternehmen von einem weiteren leichten Rückgang im Neugeschäft sowie einer spürbaren Verringerung der gebuchten Beiträge aus. Für 2026 erwartet die NÜRNBERGER ein Jahresergebnis von 80 Mio. Euro, spätestens ab 2027 will das Unternehmen wieder in allen sparten ertragreich wachsen. (js)

Lesen Sie auch: NÜRNBERGER-Chef: Vergangene Fehler dürfen nicht mehr passieren
 

Alte Leipziger treibt Digitalisierung im Gewerbegeschäft voran

Die Alte Leipziger treibt die Digitalisierung im Gewerbegeschäft für kleine Unternehmen voran. Dafür bündelt der Versicherer dunkelverarbeitbare Lösungen in mehreren Sparten unter dem Label #digitAL. Im Fokus steht ein hoher Automatisierungsgrad für Vertriebspartner und Unternehmen.

Die Alte Leipziger Versicherung will mit einer neuen Produktreihe die Digitalisierung im Gewerbegeschäft vorangetrieben. Unter dem Label #digitAL bündelt das Unternehmen dunkelverarbeitbare Lösungen in den Bereichen Sachinhalt, Betriebshaftpflicht, Werkverkehr und Elektronik. Zielgruppe sind kleine und insbesondere Kleinstunternehmen mit klar definierten Grenzwerten, so die Alte Leipziger.

Im Fokus stehen ein hoher Automatisierungsgrad für Vertriebspartner und Gesellschaften. Anträge werden ohne Risikoerfassung verarbeitet und Policen schnell ausgestellt. Der Abschluss erfolgt digital über die Vergleichsplattform Thinksurance oder dem firmeneigenen Rechner EasyWeb-Sach.

Neben der hohen Prozessautomatisierung führen feststehende Leistungen dazu, dass der Versicherer die Produkte zu günstigeren Preisen anbieten können. Unternehmen können das Standardprodukt bis zu definierten Grenzwerten wählen.

In der Haftpflichtversicherung dient der Jahresumsatz bis 2 Mio. Euro als Berechnungsgrundlage. Angaben zu Mitarbeiterzahl oder Lohnsummen entfallen. In der Sach- und Inhaltsversicherungen wurden ebenfalls Leistungen gebündelt und in einer Deklaration zusammengeführt. Die maximale Versicherungssumme beträgt 1,5 Mio. Euro. Elektronische Anlagen und Geräte sind bis zu 500.000 Euro versicherbar, der Werkverkehr mit bis zu 200.000 Euro uns bis zu 50 Fahrzeugen. (js)

News zu weiteren neuen Produkten und Services finden Sie in unserer Rubrik Assekuranz.
 

Versicherungen und Finanzen: Wie hoch ist die Tarifbindung?

In Deutschland waren knapp 49% aller Beschäftigten im Jahr 2025 in einem tarifgebundenen Betrieb tätig. Doch es gibt Unterschiede zwischen den Branchen. Im Wirtschaftsabschnitt „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ liegt die Tarifbindung laut Destatis viel höher, geht jedoch aktuell zurück.

Fast die Hälfte, nämlich 49% aller Beschäftigten, in Deutschland arbeiteten im Jahr 2025 in einem tarifgebundenen Betrieb. Das geht aus einer Auswertung des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Die Tarifbindung weist hierbei den Anteil der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben an allen Beschäftigten aus.

„Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ in Top 5

 

Versicherungen und Finanzen: Wie hoch ist die Tarifbindung?

 

Große Unterschiede gibt es laut Destatis zwischen den Branchen: So herrscht die höchste Tarifbindung im Wirtschaftsabschnitt „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung“, und zwar mit 100%. Es folgen die Abschnitte „Energieversorgung“ (84%) und „Erziehung und Unterricht“ (79%). „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ schaffen es mit 68% Tarifbindung in die Top 5, noch vor der Branche „Wasserversorgung; Entsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen“ (60%). Die geringste Tarifbindung im Jahr 2025 war im Wirtschaftsabschnitt „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ mit 10% zu finden.

Weniger tarifgebundene Betriebe in der Branche

Was hat sich in Sachen Tarifbindung in der Finanz- und Versicherungsbranche im Vergleich zum letzten Jahr verändert? Die Auswertung zeigt einen Rückgang der Tarifbindung um 4%, denn im Jahr 2024 waren in der Branche noch 72% tarifgebunden. Damals hatten 28% der Unternehmen aus der Branche keine Tarifbindung, nun sind es demnach 32%.

Neuer Tarifvertrag Außendienst: Erste Verhandlungsrunde

Der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) hat am Montag, 16.03.2026, in Wuppertal in einer ersten Runde mit den Gewerkschaften ver.di und DBV (Deutscher Bankangestellten Verband) über einen neuen Tarifvertrag für den Bereich des Außendienstes (Angestellte gem. Teil III des MTV) verhandelt. Laut AGV führten die mehrstündig geführten Verhandlungen bisher zu keinem Ergebnis. Die Verhandlungen sollen am 30.04.2026 fortgesetzt werden.

So steht es in den Bundesländern um die Tarifbindung

 

Versicherungen und Finanzen: Wie hoch ist die Tarifbindung?

 

Im Vergleich der Bundesländer über alle Branchen hinweg ist den aktuellen Werten zufolge übrigens die Tarifbindung in Bremen (56%), im Saarland (52%) und in Nordrhein-Westfalen (51%) am höchsten. Die geringste Tarifbindung haben Sachsen (42%), Berlin (45%) und Schleswig-Holstein (46%) zu verzeichnen. Die interaktiven Grafiken von Destatis finden sich hier. (lg)

Lesen Sie auch: Jobs in der Branche: Mismatch oder Fachkräftemangel?

Grafiken: © Destatis

 

Personelle Änderungen bei vfm-Gruppe

Die vfm-Gruppe baut ihr Führungsteam aus: Ulla Dörfler und Konrad Schmidt verstärken zukünftig die Geschäftsleitung. Zudem übernimmt Alexander Retsch eine Sonderrolle als Stabsstelle der Geschäftsleitung.

Die vfm-Gruppe hat personelle Weichenstellungen bekannt gegeben. Zum 01.07.2026 werden Ulla Dörfler und Konrad Schmidt Teil der Geschäftsleitung. Beide sind bereits seit Längerem im Unternehmen tätig. Der langjährige Geschäftsführer Robert Schmidt bleibt weiterhin Teil des Führungsteams, während Klaus Liebig als Inhaber in Zukunft Vorsitzender der Geschäftsleitung wird.

Robert Schmidt wird sich laut dem Unternehmen noch stärker auf die IT und das Maklerverwaltungsprogramm Keasy konzentrieren. Konrad Schmidt, der seit Anfang 2024 bei vfm arbeitet, verantwortet zukünftig das Marketing und weiterhin das Veranstaltungs- und Produktpartnermanagement. Einen besonderen Fokus legt er auf das innovative Geschäftsmodell AO-plus, heißt es. Dörfler ist seit Beginn ihrer Ausbildung im Jahr 2008 bei vfm tätig. Bei ihr liegt die Verantwortung für das Ressort Partnermanagement und Vertrieb, zusätzlich übernimmt sie nun die Führung der vfm-Versicherungskompetenzcenter.

Darüber hinaus gibt es auch auf strategischer Ebene zusätzliche Kapazitäten: Alexander Retsch übernimmt eine Sonderrolle als Stabsstelle der Geschäftsleitung. In seiner Funktion als Prokurist und Syndikusanwalt soll er die Geschäftsleitung vor allem bei Nachfolgethemen, in der Unternehmensberatung für Kooperationspartner und im Bereich AO-plus unterstützen. (lg)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © vfm

 

Policen Direkt wächst und baut Organisation weiter aus

Policen Direkt setzt seinen Wachstumskurs fort und baut mit der Übernahme des Bestands der Markgräfler Versicherungszentrum Feßler GmbH den betreuten Bestand weiter aus. Zudem wurde der Ausbau der eigenen Organisation vorangetrieben und Ruben Schlenker zum Leiter Sales & Service befördert.

Die Policen Direkt Versicherungsvermittlung GmbH aus Frankfurt am Main setzt weiter auf Wachstum und baut ihre Position als Akteur im Bereich der Maklernachfolge weiter aus. Im vergangenen Jahr hat der Versicherungsmakler durch weitere Bestandsübernahmen den betreuten Versicherungsbestand erhöht. Parallel zum wachsenden Bestand hat das Unternehmen den Ausbau der eigenen Organisation vorangetrieben, wie Policen Direkt mitteilt. Der Kundenservice wurde strukturell weiterentwickelt und organisatorisch neu ausgerichtet, um auch bei steigenden Beständen eine verlässliche Betreuung sicherzustellen, wie es von Unternehmensseite aus heißt. Zudem wurde Ruben Schlenker zum 01.03.2026 zum Leiter Sales & Service befördert. Unter seiner Leitung soll der eingeschlagene Kurs fortgesetzt werden und

„Mit der Beförderung von Schlenker will Policenstärken wir gezielt einen Bereich, der für unseren Unternehmenserfolg und unseren eigenen Qualitätsanspruch von zentraler Bedeutung ist“, erklärt Christin Peetz, COO der Policen Direkt Versicherungsvermittlung GmbH. Schlenker bringe umfassende fachliche Expertise sowie ein Verständnis für Kunden, Prozesse und strategischen Ziele mit.

Übernahme des Bestands von Markgräfler Versicherungszentrum Feßler

Wie das Maklerhaus weiter mitteilt, hat es den Versicherungsbestand der Markgräfler Versicherungszentrum Feßler GmbH übernommen und damit den von Policen Direkt betreuten Bestand weiter ausgebaut. Weitere Bestandsübernahmen seien in der Umsetzung.

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.
 

JDC Group veröffentlicht vorläufige Zahlen für 2025

Die JDC Group AG hat für das Jahr 2025 laut eigenen Angaben und basierend auf vorläufigen Zahlen einen Rekordumsatz und ein „sehr überzeugendes“ Jahresergebnis eingefahren. Für die KI-Transformation sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, nicht zuletzt wegen der neu hinzu gekommenen FMK-Gruppe.

Die JDC Group AG hat im Jahr 2025 laut eigenen Angaben einen Rekordumsatz und ein sehr überzeugendes Jahresergebnis erzielt, wie das Unternehmen mitteilt. Demnach kletterte der Umsatz der Gruppe auf Grundlage der vorläufigen und derzeit noch untestierten Geschäftszahlen um 13% auf 250 Mio. Euro (2024: 220,9 Mio. Euro).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg bereinigt auf 22,2 Mio. Euro und damit um 47% (2024: 15,1 Mio. Euro). Unbereinigt erhöhte sich das EBITDA auf 20,6 Mio. Euro und damit um 36%, wie JDC mitteilt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im Gesamtjahr bereinigt mit 15,4 Mio. Euro fast 77% über dem Vorjahreswert von 8,7 Mio. Euro.

Die beiden operativen Segmente Advisortech und Advisory haben sich laut dem Unternehmen „sehr gut entwickelt“. Der Umsatz im Geschäftsbereich Advisortech erhöhte sich demnach im vierten Quartal (nach neuer Segmentdarstellung) um 12,8% auf 62,8 Mio. Euro, der Umsatz stieg im Jahr 2025 um 7% auf 210,8 Mio. Euro. Das EBITDA im Advisortech-Segment wiederum verbesserte sich 2025 um 30% auf 19,6 Mio. Euro. Das EBIT stieg 2025 um 41,5% auf 14,7 Mio. Euro. Im Geschäftsbereich Advisory konnte der Umsatz im Jahr 2025 um 45,3% auf 56,4 Mio. Euro erhöht werden. Das Segmentergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen beträgt 5,1 Mio. Euro und erhöhte sich somit um 20,6%. Das EBIT verbesserte sich um 26,4% auf 3,7 Mio. Euro.

Die JDC Group AG erwartet für 2026 einen Umsatzzuwachs auf 300 bis 330 Mio. Euro sowie ein EBITDA von 35 bis 38 Mio. Euro. Die finalen, geprüften Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 sollen am 31.03.2026 veröffentlicht werden.

2025 hat die Jung, DMS & Cie. AG, Tochter der JDC Group AG, die Mehrheitsanteile am Lead-Spezialisten FMK-Gruppe erworben. Damit zeigt sich Ralph Konrad, CFO der JDC Group, zufrieden: „Mit FMK haben wir nun einen Zugang zu Neukunden, der uns die neuen Chancen und Veränderungen der Branche freudig erwarten lässt: Denn auch wir sind davon überzeugt, dass der Einzug von künstlicher Intelligenz die größte Veränderung der Versicherungsindustrie seit dem Internet ist.“ JDC zählt sich u. a. aufgrund des Beitrags der neu hinzu gekommenen FMK-Gruppe zu den „klaren Gewinnern der KI-Transformation“, heißt es. (lg)

Lesen Sie auch: Jung, DMS & Cie. erwirbt Mehrheit an FMK-Gruppe
 

Personelle Veränderungen bei Marsh

Marsh beruft Nick Studer zum President & CEO von Marsh Risk. Er folgt in dieser Position auf Martin South, der eine konzernweite Rolle als Chief Client Officer von Marsh übernimmt. Beide werden weiterhin dem Executive Committee des Unternehmens angehören. Die Änderungen gelten ab Anfang April 2026.

Der weltweit tätige Risiko- und Versicherungsmakler Marsh hat personelle Änderungen bekannt gegeben. Nick Studer wird ab dem 01.04.2026 den Posten als President und CEO von Marsh Risk übernehmen. Er tritt damit die Nachfolge von Martin South an, der ebenfalls ab Anfang April eine konzernweite Rolle als Chief Client Officer von Marsh übernimmt. South wird eng mit den Leitern der Geschäftsbereiche zusammenarbeiten. Studer wie auch South sollen beide weiterhin dem Executive Committee des Unternehmens angehören und an John Doyle, President und CEO von Marsh, berichten.

Nick Studer kam 1997 zu Oliver Wyman und hatte leitende Beratungsfunktionen in den Bereichen Consumer, Industrial und Financial Services inne. 2021 wurde er zum President und CEO ernannt. Er war in mehreren branchenübergreifenden Organisationen tätig, unter anderem als Gründungsdirektor von TheCityUK und als Gründungsmitglied des Beratungsgremiums des FICC Markets Standards Board.

Konzernweite Rolle als COO für Martin South

Martin South hat jahrzehntelange Erfahrung in der Kundenbetreuung und in der Förderung von Innovationen. Als Chief Client Officer soll er Unternehmensangaben zufolge die Kompetenzen von Marsh bündeln, um Kunden im hochkomplexen makroökonomischen Umfeld noch besser unterstützen zu können. Zudem soll South daran arbeiten, KI und weitere neue Technologien für ein verbessertes Kundenerlebnis einzusetzen.

Martin South kehrte 2007 zu Marsh zurück und war CEO des Geschäfts in mehreren Regionen, darunter Asien/Pazifik, UK und Irland, Europa sowie USA und Kanada. 2022 wurde er President und CEO von Marsh Risk. Erstmals war er 1985 bei dem Unternehmen (Bowring Marsh) tätig. Zu seinen Führungsstationen gehörten Positionen bei Zurich Financial Services. Dort war er Mitglied des Group Management Boards sowie CEO der Londoner Geschäftseinheit von Zurich. (tik)

News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © Marsh

 

SparkassenVersicherung beteiligt sich an MRH-Trowe-Tochter

Die SV SparkassenVersicherung und MRH Trowe vertiefen ihre Kooperation in der bAV-Verwaltung. Die SV steigt über ihre Tochter SV bAV Consulting GmbH bei der Heubeck pen@min GmbH ein. Das Unternehmen gehört seit 2025 zu MRH Trowe.

Die SV SparkassenVersicherung und MRH Trowe intensivieren ihre strategische Partnerschaft in der Administration betrieblicher Altersversorgung. Die SV erwirbt über ihre 100%-ige Tochter SV bAV Consulting GmbH eine Beteiligung an der Heubeck pen@min GmbH. Das Unternehmen, das seit 2025 zu MRH Trowe gehört, ist auf Verwaltungslösungen für betriebliche Versorgungssysteme spezialisiert. Dazu gehören unter anderem die Verwaltung individueller Mitarbeiterkonten, die Anwartschaft- und Rentenverwaltung sowie Portallösungen für die digitale bAV-Kommunikation.

„Seit vielen Jahren arbeiten wir mit der Sparkassenorganisation erfolgreich zusammen. Deshalb freuen wir uns, dieses gemeinsame Engagement nun auch mit einer gesellschaftsrechtlichen Verbindung zu bestätigen und gemeinsam am Ausbau unserer Services zu arbeiten“, erklärt Norman Dreger, Leiter des Segments Benefits, Pensions & Compensation bei MRH Trowe.

„Für die SV SparkassenVersicherung hat das bAV-Geschäft eine hohe strategische Bedeutung. Dafür ist eine flexible Administration von Versorgungszusagen im Bereich der Direktzusage, im Pensionsfonds und in allen anderen Durchführungswegen ein wichtiger Teil der Gesamtleistung. Hierzu steigen wir in eine strategische Partnerschaft mit MRH Trowe und Heubeck ein und unterstreichen dies mit der Beteiligung an der Heubeck pen@min GmbH“, erläutert Daniel Strohbach, Sprecher der Geschäftsführung der SV bAV Consulting GmbH.

Die Beteiligung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Über Details der Transaktionen haben die Unternehmen Stillschweigen vereinbart. (tik)

Lesen Sie auch: MRH Trowe übernimmt TravelProtect
Weitere Meldungen über Kooperationen, Zusammenschlüsse und Neuerung bei Maklerhäusern gibt es in der Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

Leitungswasser verursacht Mehrheit der Gebäudeschäden

Leitungswasserschäden sind weiterhin für die Mehrheit aller Schäden in der Wohngebäudeversicherung verantwortlich. Laut einer Statistik der R+V Versicherung verursachte Leitungswasser mehr als 6 von 10 gemeldeten Schäden im Jahr 2025. Das Problem: Sie bleiben oft über lange Zeit unbemerkt.

Leitungswasser hat im vergangenen Jahr 61% aller Schäden, die der R+V in der Wohngebäudeversicherung gemeldet wurden, verursacht. Das zeigt ein Blick in die Statistik 2025 des Versicherers. Rund 45.400 Meldungen zu Leitungswasserschäden sind bei der R+V eingegangen. Damit sind sie mit Abstand „Spitzenreiter“ bei den Schäden in der Wohngebäudeversicherung.

An zweiter Stelle in Sachen Schadenhäufigkeit stehen mit 29% die Folgen von Sturm bzw. Überschwemmungen. Feuer ist nur für jeden zehnten Schaden in der Wohngebäudeversicherung verantwortlich.

Folgen von Leitungswasserschaden oft weitreichend

Das Problem bei Leitungswasserschäden ist, dass sie oft tage- oder wochenlang unbemerkt bleiben. „Viele denken an ein geplatztes Ruhr“, erklärt Conny Flörcks, Produktentwicklerin bei der R+V. „Aber auch eine defekte Dichtung oder feine Risse und kleine Löcher in Leitungen können großen Schaden anrichten.“

Die Folgen sind oft weitreichend für das Gebäude und dessen Bewohner: Während der Reparaturarbeiten sind häufig Teile der Wohnung oder des Gebäudes nicht nutzbar. Wenn sich Schimmel ausbreitet, kann das die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen.

Prävention kann schlimme Schäden verhindern

Versicherte können mithilfe von Leckage-Schutzsystemen vorsorgen. Bei solchen Systemen werden Warnmelder im Wasserzuleitungsrohr installiert, die auf Druckverlust reagieren und automatisch die Leitung sperren. Auch kleine Lecks bemerkt ein solches System sofort. So kann nicht noch mehr Wasser ins Gebäude dringen. Versicherten, die ein solches Leckage-Schutzsystem nutzen, gewährt die R+V einen Preisnachlass von 10% auf die Leitungswasserprämie ihrer Wohngebäudeversicherung. (js)

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