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Unternehmensmeldungen

HDInv investiert in digitalen Versicherer Clearcover

Die Hannover Digital Investments GmbH (HDInv), die Venture-Capital-Gesellschaft der HDI Group, beteiligt sich an dem digitalen Kfz-Versicherer Clearcover. Das US-Start-up automatisiert Versicherungsprozesse und gibt die damit gesparten Betriebskosten in Form von niedrigeren Beiträgen an Kunden weiter.

Die Hannover Digital Investments GmbH (HDInv), das Venture-Capital-Gesellschaft der HDI Group, steigt beim digitalen Kfz-Versicherer Clearcover ein. Das in Chicago ansässige Unternehmen automatisiert manuelle Versicherungsprozesse, was die Betriebskosten verringert. Die Einsparungen gibt das Start-up in Form von niedrigeren Preisen an die Kunden weiter. Die Software Clear Claims™ ermöglicht eine Auszahlung berechtigter Ansprüche innerhalb von höchstens 30 Minuten.

„Mit seiner digitalen Multi-Channel-Vertriebsstrategie trägt Clearcover dem zunehmenden Bedarf nach schnellen und kostengünstigen Kfz-Versicherungslösungen Rechnung. Insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit und Skalierbarkeit des Geschäftsmodells haben uns überzeugt, hier zu investieren“, erklärt Ulrich Wallin, Geschäftsführer der Hannover Digital Investments GmbH.

„Das Kfz-Versicherungserlebnis wird immer digitaler, und die Kunden wollen schlanke, anpassbare Optionen bei der Auswahl eines Anbieters“, sagt Kyle Nakatsuji, Mitbegründer und CEO von Clearcover. „In einer Branche, die reif für den Wandel ist, sehen wir uns als Innovator für digitale Kfz-Versicherungserfahrungen und bieten unseren Kunden mehr Wert für weniger Geld.“

Neben dem Lead Investor Eldridge beteiligten sich auch die Bestandsinvestoren American Family Ventures, Cox Enterprises, OMERS Ventures sowie einige neue Investoren, darunter auch die HDInv. Mit dem neuen Kapital will Clearcover sein Team erweitern und seine digitalen Versicherungsangebote weiter ausbauen. (tk)

Bild: © vegefox.com – stock.adobe.com

 

Mehrheit an globalem Maklernetzwerk erworben

Die Steadfast Group erwirbt die Mehrheitsanteile an der unisonSteadfast AG, dem globalen Netzwerk unabhängiger Versicherungsmakler. Wolfgang Mercier, CEO von unisonSteadfast, bleibt an Bord und erklärt die Hintergründe zum Deal.

Die Steadfast Group, größtes Versicherungsmaklernetzwerk in Australasien, hat ihre Beteiligung an der unisonSteadfast AG auf 60% erhöht. unisonSteadfast ist das größte globale Netzwerk unabhängiger Versicherungsmakler und wird aus der Zentrale in Hamburg koordiniert. Verbindungen bestehen in 140 Ländern. Ziel ist, durch die internationale Verknüpfung kundenorientierte Deckungen weltweit umzusetzen. Ein Joint Venture zwischen den beiden Netzwerken besteht seit 2017. Insgesamt bilden sie eine Allianz von über 750 Versicherungsmaklerfirmen weltweit.

Vertriebsplattform gemeinsam ausbauen

Gemeinsam will man nun die globale Vertriebsplattform für die Makler von unisonSteadfast und Steadfast Group ausbauen. Nach der Übertragung von Aktien auf die Steadfast Group ist der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Jörg Hofmann, der die AdVertum-AG-Versicherungsmakler vertritt, aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Er wird sich weiterhin mit einem Minderheitsanteil von 0,5% über die Beteiligungs GmbH & Co. KG an der unisonSteadfast AG beteiligen. Heinrich Eder, ehemaliger Managing Director von MunichRe Australia, wurde zum neuen unabhängigen Aufsichtsratsvorsitzenden ernannt, Robert Kelly zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden. Mit Martyn Thompson, der nach dem Abschluss der Transaktion in den Aufsichtsrat eintrat, und Samantha Hollman hält die Steadfast Group nun drei Sitze im Aufsichtsrat. Zwei Sitze verbleiben bei Erich Burth (RVM/MLP) und Thomas Haukje (NW Assekuranz/LS Group).

unisonSteadfast-Gründer bleibt an Bord

Wolfgang Mercier, Gründer und Vorstand der unisonSteadfast AG, der auch einen Teil seiner Unternehmensanteile veräußert hat, wird die Organisation weiterhin führen. Mercier begründet diesen strategischen Schritt wie folgt: „Die aktuelle Entwicklung im internationalen Versicherungsmarkt, die von massiver Konsolidierung, hohen Anforderungen an die Digitalisierung, erheblichen Preisänderungen und geringen Kapazitäten geprägt ist, erfordert eine starke und professionelle Positionierung für mittelständische Versicherungsmakler. Da die Steadfast Group nun die Mehrheitsbeteiligung hält, freuen wir uns, unseren Mitgliedern den uneingeschränkten Zugang zu dem Know-how und den Ressourcen von Steadfast zu bieten – sowohl international als auch auf den lokalen Märkten.“ (bh)

Lesen Sie auch: „In der Regel duellieren wir uns mit den Großmaklern“

Bild: © undrey – stock.adobe.com

 

Versicherungs-Start-up insureQ sammelt 5 Mio. Euro ein

Frisches Kapital für insureQ, den Anbieter von Versicherungslösiungen für KMU und Freiberufler. Das Münchener InsurTech hat den Abschluss einer Finanzierungsrunde über 5 Mio. Euro bekanntgegeben, angeführt von Nauta Capital. Beteiligt waren auch die bestehenden Investoren Flash Ventures und GFC.

Knapp ein Dreivierteljahr nach dem Start seiner digitalen Versicherungsplattform für Selbstständige, kleine Firmen und Kleinstunternehmen (AssCompact berichtete) erhält das InsurTech insureQ frisches Kapital. Das 2019 gegründete Unternehmen hat den Abschluss einer Seed-Runde in Höhe von 5 Mio. Euro verkündet. Angeführt wird das Funding vom Frühphasen-Investor Nauta Capital, an der Runde waren aber auch die bestehenden Investoren Flash Ventures und GFC beteiligt.

Transparenter Versicherungsschutz für KMU und Freiberufler

Das Start-up insureQ bietet digitale Lösungen, die es KMU und Freiberuflern ermöglichen, Versicherungen online zu finden und abzuschließen – entweder direkt bei insureQ oder eingebettet in die Plattform von Partnerunternehmen. Im Fokus stehen bislang Software-as-a-Service- und E-Commerce-Start-ups. Dabei setzt insureQ auf einfache, transparente und maßgeschneiderte Versicherungslösungen. Als Versicherungsvermittler arbeitet insureQ hiefür mit Versicherern wie Hiscox, R+V und ARAG zusammen.

Absicherung über zentrale Plattform

Über eine zentrale Plattform werden Versicherungsprodukte von allgemeiner Haftpflicht über Vermögensschäden bis hin zu Cyberrisiken und Betriebsunterbrechungsschutz angeboten. Unternehmen, die Absicherung suchen, füllen einen Online-Fragebogen aus. Daraufhin erstellt insureQ innerhalb einiger Minuten automatisch entsprechenden Versicherungsschutz. Darüber hinaus können Versicherungsnehmer über das insureQ-Kundenportal ihre Policen direkt aktualisieren, ändern und überprüfen.

Über dynamisch anpassbare API-Integrationen ermöglicht es insureQ zudem auch B2B-Marktplätzen wie Hallo Marta, Moss und Packator, ihren freiberuflichen Nutzern Versicherungsprodukte anzubieten.

Mitgründer und CEO Alexander Le Prince erklärt: „Innerhalb der nächsten fünf Jahre wird es zwei bis drei dominante Player im digitalen KMU-Versicherungsmarkt geben. Gemeinsam mit unseren Partnern und unserem Team sehen wir uns perfekt positioniert, um einer dieser Player zu sein.“

Kapital soll auch in den Ausbau des Partnernetzwerks fließen

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, will es mit dem zusätzlichen Kapital weiter wachsen, die Versicherungsprodukte weiterentwickeln sowie sein Partnernetzwerk und die bedienten KMU-Segmente ausbauen. „Mit dem Investment können wir unsere Vision, eine einfache und kundenzentrierte digitale Versicherungslösung für Selbstständige und KMU aufzubauen, weiterverfolgen. Wir arbeiten intensiv an der Weiterentwicklung unserer Produkte und Services und freuen uns sehr, dass wir nun auch Nauta Capital von unserem innovativen Konzept überzeugen konnten“, so Alexander Le Prince. (tk)

Bild oben: Das Team von InsureQ (© InsureQ)

 

germanBroker.net feiert 20-jähriges Jubiläum

Der Maklerverbund germanBroker.net AG blickt auf 20 Jahre Firmengeschichte zurück. Gegründet wurde das Unternehmen 2001 im westfälischen Hagen und startete als Spezialist für das private Kompositgeschäft. In den Folgejahren hat der Maklerverbund sein Portfolio ausgebaut.

Der Maklerverbund germanBroker.net AG (gBnet) feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Als Spezialist rein für das private Kompositgeschäft startete gBnet im März 2001 im westfälischen Hagen mit damals 66 engagierten Kollegen. Inzwischen hat der Maklerverbund mehr als 500 Partnerunternehmen mit über 3.000 Mitarbeitern in den einzelnen Häusern.

Portfolio ausgebaut

Sein Portfolio hat gBnet in den Folgejahren erweitert. Es umfasst heute auch Produkte und Services in den Bereichen Personenversicherung, Komposit Gewerbe sowie Baufinanzierung und Kapitalanlagen. „Als Qualitätsanbieter sind wir mittlerweile ein fester Bestandteil des deutschen Maklerpoolmarktes geworden“, erklärt Vorstand Hartmut Goebel. „Dank des Dreiklangs aus Assekuradeur, Verbund sowie Pooling aus einer Hand profitieren die uns angeschlossenen Maklerhäuser immens von unseren umfangreichen Dienstleistungen und höchster Produktqualität.“ Der Maklerverbund versteht sich als professioneller Dienstleister, der die Kernkompetenzen der angeschlossenen Maklerhäuser ergänzt und deren Expertise abrundet.

Schwerpunkt auch auf digitalen Prozessen

In den vergangenen Jahren legte gBnet seinen Fokus auch auf die digitalen Prozesse. Neben dem gBnet-PartnerPortal als zentraler Auskunfts- und Prozessplattform profitieren die Partner des Maklerverbundes zum Beispiel von zahlreichen BiPRO-Datendiensten oder der GDV-Datenlieferung. Eine medienbruchfreie Übergabe von Daten erfolgt mit Unterstützung aller marktüblichen Maklerverwaltungsprogramme.

Neuigkeiten auf Produkt- und Prozessebene geplant

Für das Jubiläumsjahr hat der Maklerverbund bereits Neuerungen auf Produkt- und Prozessebene angekündigt. Dazu zählen die Erweiterung des gBnet-PartnerPortals, die Forcierung der Angebote zum Thema Nachhaltigkeit sowie die nächste Ausbaustufe der gBnet-Akademie. Anlässlich des Jubiläums präsentiert sich der Maklerverbund in Kürze im neuen Corporate Design. (tk)

Bild: © ink drop – stock.adobe.com

 

RGI übernimmt Berliner Software-Start-up FLEXPERTO

Das Softwareunternehmen RGI hat den deutschen Anbieter für digitale B2C-Kommunikation FLEXPERTO gekauft. Damit will RGI, einer der europaweit führenden Anbieter digitaler Lösungen für den Versicherungsmarkt mit Sitz in Mailand, seine Präsenz in der DACH-Region ausbauen.

RGI, der europäische Marktführer digitaler Lösungen für den Versicherungsmarkt, hat das Berliner Start-up FLEXPERTO zu 100% erworben. RGI ist ein ein Portfoliounternehmen von Corsair Capital und hat seinen Hauptsitz im italienischen Mailand. Unternehmensangaben zufolge will RGI seine Vorreiterrolle in Europa ausbauen und zugleich seine Präsenz in der DACH-Region stärken. Mit dem Erwerb von FLEXPERTO weitet RGI seine Palette an cloudbasierten Angebots- und Kommunikationsdienstleistungen aus.

Expansion von FLEXPERTO in Europa soll vorangetrieben werden

Das Softwareunternehmen FLEXPERTO wurde im Jahr 2012 gegründet und konnte seitdem ein starkes Wachstum verzeichnen. Es zählt zahlreiche Versicherer und Finanzdienstleister zu seinen Kunden. Das Unternehmen bietet eine vollständig webbasierte Plattform für die digitale Beratung, die nahtlos alle Werkzeuge und Kanäle verbindet, die im Vertrieb erforderlich sind, um besser mit Kunden digital zu kommunizieren. Durch die Übernahme soll die Expansion des Start-ups in Europa beschleunigt werden. Zur RGI Gruppe gehört auch UNIMATICA, ein italienischer Anbieter im Bereich Archivierung und digitaler Signatur- und Identifizierungslösungen. Durch eine Kombination der Angebote wird die Produktpalette von FLEXPERTO erweitert.

RGI setzt Wachstumsstrategie fort

Vor FLEXPERTO hat RGI bereits einige andere Firmen übernommen, darunter vor vieren Jahren KAPIA-RGI, das als Kompetenzzentrum auf dem lokalen Markt in Frankreich und Luxemburg agiert. Es folgte die Akquisition von NOVUM-RGI, dem Lösungsanbieter in der DACH-Region, und der Kauf der Mehrheitsanteile an UNIMATICA.

Cécile André Leruste, CEO der RGI-Gruppe, erklärt: „Ein Schlüsselaspekt der langjährigen Strategie von RGI war immer, die Digitalisierung im europäischen Versicherungsmarkt zu beschleunigen. [...] Mit dem Zuwachs der cloudbasierten Kommunikationsplattform von FLEXPERTO wird es den Unternehmen möglich sein, über digitale Kanäle einfach und effektiv mit Kunden zu kommunizieren.“

Felix Anthonj, CEO von FLEXPERTO, ergänzt: „Dank unserer Partnerschaft mit RGI und Corsair sind wir besser denn je gerüstet, die Aktivitäten von FLEXPERTO in andere europäische Märkte wie Italien und Frankreich auszuweiten. Das entspricht unserer Mission, europäischer Marktführer für digitale B2C-Kommunikation im Bereich der Finanzdienstleistungen zu werden.“ (tk)

Bild: © nespix – stock.adobe.com

 

Thinksurance gewinnt weitere Kooperationspartner

Thinksurance hat weitere Kooperationen geschlossen. So können nun die Finanzvermittler der OVB die digitale Beratungsplattform Thinksurance nutzen. Ab sofort arbeitet das Frankfurter Technologieunternehmen außerdem auch mit dem Industrieversicherungsmakler BüchnerBarella zusammen.

<p>Mit dem Industrieversicherungsmakler BüchnerBarella ist das Frankfurter Technologieunternehmen Thinksurance eine strategische Partnerschaft eingegangen. Beide Unternehmen digitalisieren und standardisieren gemeinsam den Beratungsprozess für insgesamt 16 Standorte von BüchnerBarella. Über die Plattform von Thinksurance können die Mitarbeiter den kompletten Beratungsprozess digital durchführen. Hierzu passt Thinksurance seine Plattform für BüchnerBarella an. Eigene Konzepte und Fragebögen von BüchnerBarella werden dabei hinterlegt, wie das Unternehmen mitteilt. </p><h5>Integration der Produkte von BüchnerBarella </h5><p>Ein weiterer Baustein der Kooperation wird 2021 die Integration der Produktwelt des Industrieversicherungmaklers in die Thinksurance Plattform sein. Dabei werden Angebots- und Vertragsprozesse abgebildet, sodass die Berater von BuchnerBarella diese vollständig digital bearbeiten konnen. BuchnerBarella hat ein exklusives Deckungskonzept fur das qualifizierte Mittelstandsgeschaft entwickelt und bietet mit diesen besonderen Bedingungen abgestimmte Deckungsinhalte für verschiedene Betriebsarten und Branchen an. Darüber hinaus wollen Thinksurance und das Maklerunternehmen die Dokumentation von Betriebsbesichtigungen gemeinsam digitalisieren.</p><h5>Kooperation mit der OVB</h5><p>Mit der OVB hat Thinksurance eine Zusammenarbeit über die Nutzung der Thinksurance Plattform vereinbart. Nach einer erfolgreichen Pilotphase können die OVB Finanzvermittler in Deutschland mit einer Zulassung nach § 34d GewO nun den kompletten Beratungsprozess im Gewerbebereich nutzen. Mit der Plattform von Thinksurance sind alle Beratungsschritte digital durchführbar – von der Bedarfsanalyse über den Tarifvergleich und Vertragsabschluss bis hin zur Ausschreibung komplexer Risiken. Zudem können die Vermittler auf Funktionen wie etwa die volldigitale Risikoerfassung@Home zugreifen. (tk)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © gerasimov174 – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/ACE24AB2-0F0C-4B8A-B58D-785B7126D2F1"></div>

 

Makler GGW und Softwarehaus mgm gründen Assekuradeur

Das Maklerunternehmen GOSSLER, GOBERT & WOLTERS (GGW) und das Softwarehaus mgm technology partners haben den Assekuradeur IPP northport InsurancePartner Platform GmbH gegründet. Northport bietet Industriemaklern und -versicherern einen digitalen Marktzugang.

Gemeinsam mit dem Münchner Softwarehaus mgm technology partners hat der Versicherungsmakler GOSSLER, GOBERT & WOLTERS (GGW) zu gleichen Teilen die IPP northport InsurancePartner Platform GmbH mit Sitz in Hamburg gegründet. Der Assekuradeur northport bietet Industriemaklern wie auch Versicherern die Möglichkeit, ihr Geschäft in der digitalen Welt zu betreiben und Innovationen zu teilen.

„In Sachen Digitalisierung hat die ganze Branche einen so enormen Nachholbedarf, dass viele im Industriegeschäft ratlos vor den Herausforderungen stehen“, erklärt Sebastian Jochheim, Partner von GGW. „Mit dem Gemeinschaftsunternehmen northport gelingt es uns, die besondere technische Kompetenz von mgm technology partners im Industriegeschäft mit unserem über Generationen aufgebauten Fachwissen als Assekuranz-Makler zu bündeln.“

Die Geschäftsführung von northport besteht aus Monica Dennert und Benjamin Zühr. Ihre Hauptaufgabe ist es, faire und langfristige Partnerschaften für die digitale Entwicklung im Industriesegment zu etablieren. Dies beinhalte auch Exklusivität. „Bedarfsgerechte, effiziente Lösungen berücksichtigen immer das individuelle Kundeninteresse“, sagt Zühr.

„Northport bietet Industriemaklern und -versicherern einen breiten, digitalen Marktzugang für komplexes Industriegeschäft“, so Hamarz Mehmanesh, Inhaber von mgm technology partners. „Wir wollen Makler qualitativ mit einem hohen Prozess-Servicelevel, attraktiven Produkten und einer Endkundenzentrierung überzeugen. Industrieversicherer erlangen eine transparente Risikoplatzierung, immanente Datenhoheit, ein regelbasiertes Underwriting und digitale Innovationen mit dem Schwerpunkt Industrieversicherung.“ Auf diese Weise will northport zwei Herausforderungen der Branche lösen: Digitalisierung und Zeichnungskapazität. (tk)

Bild: © Olivier Le Moal – stock.adobe.com

 

Versicherungskammer vereint Lebensversicherungen

Der Konzern Versicherungskammer legt seine drei Lebensversicherungsgesellschaften – Bayern-Versicherung Lebensversicherung, Öffentliche Lebensversicherung Berlin Brandenburg und SAARLAND Lebensversicherung – zusammen. Damit will das Unternehmen seine Marktposition festigen.

<p>Seine drei Lebensversicherungsgesellschaften Bayern-Versicherung Lebensversicherung, Öffentliche Lebensversicherung Berlin Brandenburg und SAARLAND Lebensversicherung bündelt der Konzern Versicherungskammer unter dem Dach der Bayern-Versicherung. Wie das Unternehmen mitteilt, hat die Bayern-Versicherung im Zuge der Verschmelzung bereits zum 01.01.2021 sämtliche Anteile der Öffentliche Lebensversicherung Berlin Brandenburg und der SAARLAND Lebensversicherung von der Versicherungskammer und der SAARLAND Feuerversicherung übernommen. Die Aufsichtsräte der drei Gesellschaften haben zugestimmt, die beiden kleineren Gesellschaften rückwirkend zum 01.01.2021 auf die Bayern-Versicherung zu verschmelzen. Somit vewaltet die Bayern-Versicherung nun über 30 Mrd. Euro Kapitalanlagen für rund 2 Millionen Kunden. Der Zusammenschluss steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der BaFin.</p><h5>Höhere Schlagkraft in den Regionen</h5><p>Mit der Verschmelzung seiner drei Tochtergesellschaften für das Lebengeschäft will der Münchener Konzern seine Marktposition stärken. Des Weiteren sollen Attraktivität und Güte des gemeinsamen Lebensversicherers in den Regionen gesteigert werden. „Wir bekennen uns klar zum Lebensversicherungsgeschäft. Bereits in den vergangenen zehn Jahren sind wir stärker gewachsen als der Markt. Um für unsere Kunden und Vertriebspartner auch in Zukunft starke Leistungen zu bringen, werden wir die drei Lebensversicherer in einer nachhaltig sehr gut aufgestellten Gesellschaft bündeln. Dadurch stärken wir zugleich den Vertrieb in den Regionen,“ erklärt Dr. Frank Walthes, Vorsitzender des Vorstands.</p><p>„Mit der Bündelung der Lebensversicherungsgesellschaften werden sich die Feuersozietät und die SAARLAND Versicherungen, als vertraute Unternehmen und bekannte Marken in Berlin, Brandenburg und im Saarland, zukünftig noch stärker auf die Betreuung unserer Kunden und Vertriebspartner in den Regionen konzentrieren und so zum gemeinsamen Wachstum beitragen“, betont Vorstand Dr. Robert Heene, im Konzern Versicherungskammer verantwortlich für das Lebensversicherungsgeschäft. (tk)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: VKB-Standort Giesing, Deisenhofener Straße; © Versicherungskammer Bayern</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/9FEBC793-CA9A-41D5-AF53-7C1895886A09"></div>

 

Neuer InsurTech-Fonds mit prominenter Besetzung

Einst Versicherungsvorstände, heute InsurTech-Builder: Dr. Walter Botermann und Dr. Torsten Oletzky leiten zusammen mit Ingo Küpper den neuen InsurTech-Fonds VENPACE. Zur Investorengruppe gehören IDEAL, PrismaLife, Provinzial und VIG. Das Ziel: Digitale Geschäftsmodelle aufbauen.

Das Unternehmen crossbuilders startet unter der Leitung von Dr. Walter Botermann, Prof. Dr. Torsten Oletzky und crossbuilders-Geschäftsführer Ingo Küpper mit vier Versicherern den InsurTech-Fonds „VENPACE”. Gemeinsam sollen digitale Geschäftsmodelle im Versicherungsbereich aufgebaut werden. Dabei sollen Pre-Seed- und Seed-Investments bis 500.000 Euro getätigt werden.

Zur bisherigen Investorengruppe gehören die IDEAL Versicherungsgruppe, Prisma Life, Provinzial und die Vienna Insurance Group (VIG). Der Company Builder crossbuilders übernimmt das klassische Fonds-Management und ist zuständig für die Umsetzung der geförderten Geschäftsmodelle und das Scouting vielversprechender Start-ups. Mit Dr. Walter Botermann, Aufsichtsratsvorsitzender der ALH Gruppe, und Prof. Dr. Torsten Oletzky (ehemaliger ERGO-Chef) stellt VENPACE sein Know-how und sein Netzwerk in der deutschen Versicherungsbranche zur Verfügung.

VENPACE ist ein Early-Stage-VC-Fund. Gemeinsam mit Gründerinnen und Gründern will man schon früh in den Ideenprozess einsteigen, um marktfähige Lösungen und Geschäftsmodelle zu gestalten. Über die Website www.venpace.com können sich Start-ups entsprechend bewerben.

Die beteiligten Versicherer erwarten sich von ihrem Engagement, dass sie von den Ideen und Innovationen profitieren und diese zum Ausbau von digitalen Produkt- und Serviceleistungen nutzen können. Der neue Fonds stellt insofern auch für kleinere und mittelgroße Versicherungsunternehmen ein Vehikel dar, um im Corporate-Venture-Capital-Bereich aktiv zu werden. (bh)

Bild: (v.l.n.r.) Dr. Walter Botermann, Prof. Dr. Torsten Oletzky, Ingo Küpper, Quelle: VENPACE, crossbuilders

 

Konsolidierung im Maklermarkt nicht mehr aufzuhalten

Deutsche Gewerbe- und Industriemakler werden für Private-Equity-Firmen interessant. Geld und Investitionswille sind am Markt vorhanden. Wurden zunächst Pools und Vertriebe zu Beteiligungsobjekten, sind es jetzt mittelständische Maklerbetriebe. Auch Fusionen zwischen Maklerbetrieben mehren sich.

Seit Anfang 2021 gehen die Warweg Mittelstandsmaklergruppe und die GGW Gruppe gemeinsame Wege. Die neue GGW Gruppe will zum bevorzugten Partner für den deutschen Mittelstand werden (AssCompact berichtete: GGW Gruppe und Warweg Gruppe fusionieren). CEO Dr. Tobias Warweg hatte zuvor mithilfe des Investors HG Capital eine Gruppe mehrere Makler zusammengebracht. Nun ist HG Capital an der GGW Gruppe beteiligt. Die Investmentfirma war etwa auch an EUCON, einem Digitalunternehmen des Daten- und Prozessmanagements, beteiligt. Im November 2020 gingen die Anteile des Investors an die VHV-Versicherungen (AssCompact berichtete: VHV erwirbt Digital-Pioneer Eucon).

Wachstumskapital für MRH Trowe

Wachstumskapital von einem Private-Equity-Investor gibt es auch für den Industriemakler MRH Trowe. Dank Investorengeldern von AnaCap Financial Partners integriert der Industriemakler ein Maklerunternehmen nach dem anderen und baut damit auch sein Gewerbegeschäft aus. Zuletzt wurde die Kulmbacher Versicherungsmakler GmbH übernommen, davor die IASS Chemnitz GmbH und die fivers-Gruppe (AssCompact berichtete: MRH Trowe weiter auf Expansionskurs). AnaCap setzt bewusst auf inhabergeführte, mittelständische Unternehmen; die Investmentfirma sieht dort erhebliches Potenzial. Das bisherige Management von MRH Trowe soll aber auch in Zukunft die Mehrheit behalten. Selbiges kündigt bereits weitere Wachstumsschritte an.

Bodenständig war gestern

Die Attribute der mittelständischen Gewerbe-Makler lauten in der Regel traditionsreich, bodenständig, inhabergeführt, häufig auch regional verbunden. Das Einsammeln von Wagniskapital war bisher keine primäre Eigenschaft. Nun rücken aber scheinbar nach Vertrieben und Pools auch Maklerbetriebe in den Fokus von Investoren.

Doch nicht nur dort, sondern auch an anderer Stelle gibt es „Appetit“ auf Gewerbe- und Industriegeschäft. So hat die Finanzberatung MLP vor Kurzem den etablierten Industriemakler RVM übernommen (AssCompact berichtete: Deal perfekt: MLP übernimmt Industriemakler RVM). MLP sucht damit den Einstieg in das Geschäftsfeld und kündigt ebenfalls weitere Zukäufe an.

Eine Frage des Preises

Übernahmen und Zusammenschlüsse im Maklermarkt sind nicht neu, allerdings gewinnt das Thema an Dynamik. Einige Maklerhäuser wollen und können die digitale Transformation allein nicht stemmen, insbesondere, wenn kein Nachfolger gefunden wird. Die Corona-Pandemie mag ein zusätzlicher Beschleuniger sein. Entsprechende Preise dürften angeboten werden und damit die Kaufbereitschaft steigen. Das Interesse der angelsächsischen Beteiligungsfirmen könnte dabei ein Preistreiber sein.

Beginn der Konsolidierungstendenzen vor zehn Jahren

Auch früher haben schon M&A-Transaktionen im Bereich der Gewerbe- und Industriemakler von sich Reden gemacht. In einem kürzlich veröffentlichten Marktkommentar von EY Innovalue heißt es, dass die ersten Konsolidierungstendenzen im Maklerumfeld bereits vor knapp zehn Jahren erkennbar waren. Die Kommentatoren Christian Mylius, Sabrina Bayer und Pascal Wannicke zählen die Übernahmen von IC Unicon durch die Artus Gruppe (Juli 2012) oder den Erwerb von Glauerdt durch die Gossler, Gobert und Wolters Gruppe (Januar 2013) auf. Auch die Martens & Prahl Gruppe war bereits damals mit Beteiligungen an Maklern aktiv.

Erst im vergangenen Jahr hat Ecclesia große Teile ihres Konkurrenten Schunck gekauft – und Ecclesia ist weiter auf Einkaufstour. Neueren Datums ist auch der noch in kartellrechtlicher Prüfung befindliche Kauf von Willis Towers Watson durch Aon. Mit dem Deal würde der weltgrößte Versicherungsmakler entstehen. Das Ende der Fahnenstange ist damit aber noch nicht erreicht, nach Ansicht von EY Innovalue wird der Transaktionsmarkt weiter zunehmen.

Wachstum verpflichtet

Ob nun Beteiligung, Kauf oder Fusion – Aufgabe der neu entstehenden Gruppen wird es sein, so schnell wie möglich Synergie-Effekte zu heben. Das wird nur mit einem hohen Digitalisierungsgrad möglich sein. Allen gemein ist, dass sie das bestehende Geschäft weiter ausbauen wollen. Wie Kunden und Versicherer mit den neuen Modellen und Konglomeraten zurechtkommen, wird die Zukunft zeigen. Im Fall der Private-Equity-Firmen ist es ungewiss, wie lange sie ihre Anteile halten werden und vor allem auch, wohin die Anteile dann verkauft werden. (bh)

Bild: © Worawut – stock.adobe.com