AssCompact suche
Home

0954

Unternehmensmeldungen

LV 1871 auf der DKM: „Dschungel-Guide“ will Vermittler digital stark machen

Als „Dschungel-Guide“ tritt die LV 1871 bei der diesjährigen DKM an. Hermann Schrögenauer, Vorstand der LV 1871, erklärt im AssCompact Interview, was es damit auf sich hat und mit welchen konkreten Hilfestellungen sein Unternehmen Makler unterstützt, um sie als digitale Partner ihrer Kunden fit zu machen.

Herr Schrögenauer, bei der diesjährigen DKM tritt die LV 1871 als „Dschungel-Guide“ auf. Was hat es damit auf sich?

Von der Online-Beratung über die eigene Sichtbarkeit im Netz bis zur Neukundenakquise in den sozialen Medien gibt es unterschiedliche Mittel und Wege, wie Makler ihr Geschäftsmodell zukunftsfähig digital aufstellen können. Viele Makler sind hier schon weiter als mancher Versicherer denkt. Dennoch kann man im Dschungel der vielen Möglichkeiten und Innovationen den Überblick verlieren. Wir bei der LV 1871 bieten unseren Geschäftspartnern deshalb auch im Rahmen der DKM den Service und das Know-how unserer Experten und stellen die nächste Ebene der digitalen Unterstützung für unsere Geschäftspartner vor: den Media Hub.

Die Digitalisierung hat starken Einfluss auf das Informationsverhalten und die Bedürfnisse von Versicherungsnehmern. Welche Auswirkungen hat dies auf die Rolle der Vermittler?

Die Digitalisierung fordert vom Vermittler eine veränderte Interaktion mit Interessenten und Kunden. Verbraucher verfügen heute über ein breiteres Vorwissen, vergleichen Angebote im Nachgang des Beratungsgesprächs online und tauschen sich über digitale Medien aus. Deshalb werden andere Informations- und Kommunikationswege erwartet. Das Beratungsgespräch an sich – ob analog oder digital – wird nur noch einen Teilausschnitt der Kundeninteraktion ausmachen. Der Vermittler von heute muss daher auch die für sein Geschäftsmodell relevanten digitalen Touchpoints kennen und abdecken. Eine eigene Website, digitale Kommunikationswege und ein Google-My-Business-Eintrag gehören heute zu den Basics.

Beschleunigen die Folgen der Corona-Pandemie die Digitalisierung der Vermittler zusätzlich?

Die Corona-Krise hat eine bereits angestoßene Entwicklung weiter vorangetrieben und wirkte wie ein Katalysator für die digitale Transformation im Vertriebsgeschäft. Der Wegfall des persönlichen Kontakts verlagerte den Kundenkontakt noch stärker ins Digitale. Gleichzeitig standen Verbraucher plötzlich vor finanziellen Herausforderungen und offenen Fragen. In solchen unsicheren Situationen bekommt Beratung einen wichtigen Stellenwert. Die Branche hat gelernt, dass dies auch über digitale Medien funktionieren kann und nicht nur im physischen Gespräch.

Wie schaffen Vermittler den Sprung zum digitalen Partner für ihre Kunden?

Zunächst müssen sich Vermittler im Klaren sein: Online-Beratung allein macht sie noch nicht zum digitalen Profi. Letztendlich erreichen sie damit nur ihre Bestandskunden. Es geht vielmehr darum, die eigene Auffindbarkeit im Netz zu erhöhen. Neben den technischen Herausforderungen ist aber auch die emotionale Ansprache der Kunden wichtig. Vermittler brauchen keine Digitalstrategie, sondern eine umfassende Businessstrategie in einer digitalen Welt. Um sich von der Konkurrenz abzusetzen, müssen sie ihre Kunden von der ersten Information bis zum Vertragsschluss über alle analogen und digitalen Touchpoints hinweg mit guter Beratung begleiten. Die wichtigen Kontaktpunkte in einer vernetzen Welt zu kennen und mit den passenden Inhalten zu bespielen, ist eine der größten Herausforderungen, der sich Vermittler aktuell stellen müssen.

Wie erreichen Vermittler die nötige Sichtbarkeit, von der Sie sprechen?

Unser Ziel ist es, Vermittler mit möglichst konkreten Hilfestellungen zu unterstützen und sie digital stark zu machen. Im ersten Schritt sehen wir daher beispielsweise neben einem Google-My-Business-Eintrag auch Google-Bewertungen durch bestehende Kunden als wirksame und kostenfreie Methode, um auf sich aufmerksam zu machen. Im nächsten Schritt hilft eine eigene, für die mobile Nutzung optimierte Website mit lokalen Keywords und übersichtlicher Präsentation des Angebots dabei, in der Google-Suche gelistet zu werden.

Welche Rolle spielt Social Media für das Geschäftsmodell der Vermittler?

Vor allem Kunden der jüngeren Generation hören beim Thema Versicherungen auf die Empfehlung von Freunden und Bekannten. Diese holen sie sich unter anderem über den Austausch in sozialen Netzwerken. Die Präsenz und das Teilen von relevantem Content auf Social Media ist also ein weiteres nützliches Werkzeug für Vermittler, um ihre Kunden entlang aller Touchpoints zu begleiten. Durch Gruppen können sich Vermittler zudem regelmäßig über neue Ideen und Trends der Branche austauschen.

Welche weitere konkrete Unterstützung bietet die LV 1871 als digitaler „Dschungel-Guide“ für Vermittler?

Unsere Praxiserfahrung zeigt: Vermittler sind digital oft schon weiter, als manche Versicherer denken. Um den nächsten Schritt zu gehen, bieten wir ihnen ein großes B2B2C-Angebot, mit dem sie ihren digitalen Fußabdruck ausbauen können. Das reicht von vorbereiteten und personalisierbaren Inhalten bis hin zu einem Web-Check durch unsere Experten. Gebündelt haben wir dieses Angebot im Digital Partner Programm der LV 1871.

Gleichzeitig ist uns auch bewusst, dass Wissen und Fähigkeiten, wie wir sie im Digital Partner Programm vermitteln, allein nicht immer ausreichen. Die nötige Infrastruktur ist häufig kostspielig und nicht für den Einzeleinsatz geeignet. Zur DKM werden wir daher unseren neuen Media Hub für Vermittler vorstellen, der Teil unseres Konzepts zur Filialdirektion der Zukunft ist.

Wie sieht so ein Media Hub aus?

Mit den LV 1871 Media Hubs denken wir Vertriebsunterstützung neu und haben einen Ort, an dem neben den bekannten Vertriebsservices Vermittlern die Infrastruktur und die Unterstützung für die Erstellung von audiovisuellem Content geboten wird. Diesen können sie dann unter ihrer eigenen Marke für ihre Kundenansprache via Social-, Digital- und Online-Marketing nutzen. Die Infrastruktur vor Ort kann auch für Onlineberatung und -konferenzen genutzt werden. Zudem stehen die Expertinnen und Experten der LV 1871 natürlich auch wie bisher bei Fragen zu Produkten und Services zur Verfügung.

Nun hat Corona nicht nur Auswirkungen auf die Digitalisierung der Versicherungsbranche, sondern rückt auch die Verlässlichkeit von Versicherern und Produkten in den Vordergrund. Wie haben Sie diese Phase erlebt?

Der Kurssturz an den Finanzmärkten war immens, der Rebound kräftig und aktuell kann niemand sagen, in welche Richtung es weitergeht. Trotz aller Schwankungen möchte ich noch einmal betonen: Sparen braucht Langfristigkeit und Altersvorsorge braucht eine sichere private Säule. In der anhaltenden Niedrigzinsphase sollten Versicherungsnehmer besonders darauf achten, dass die Versicherung eine hohe Solvenzquote aufweist und auch ein Blick auf die Gesamtverzinsung ist wichtig.

Ein Schwerpunkt bei der LV 1871 in diesem Jahr ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Wird das Konzept BU unbeschadet aus der Krise herausgehen?

Die Krise verstärkt die Relevanz der Absicherung durch eine BU. Psychische Leiden waren schon vor Corona mit Abstand der häufigste Grund für eine Berufsunfähigkeit. Die großen Belastungen durch zunehmende finanzielle Unsicherheit und andauernde Isolation im Home-Office zeigen, wie wichtig die Absicherung der eigenen Arbeitskraft ist.

Was macht die Berufsunfähigkeitsversicherung der LV 1871 aus?

Wir haben unsere Golden BU weiter an die Kundenwünsche angepasst. Ab sofort können Versicherungsnehmer zum Beispiel bei einem Berufswechsel eine Berufsneueinstufung beantragen und – bei besserer Einstufung der neuen Tätigkeit – von vergünstigten Beiträgen und einer Anhebung der Obergrenze für die Nachversicherung profitieren. Außerdem unterstützen wir unsere Versicherungsnehmer bei Zahlungsschwierigkeiten, indem wir eine befristete Beitragsfreistellung für einen selbst festgelegten Zeitraum von bis zu sechs Monaten anbieten. Während der Corona-Pandemie haben wir diesen Zeitraum auf zwölf Monate verlängert.

Wie optimistisch blicken Sie in die Zukunft?

Vergangene Krisen ebenso wie die letzten Monate haben uns gezeigt: Menschen reagieren häufig auf Unsicherheit, indem sie in Vorsorge investieren. In Notsituationen sind Selbstverständlichkeiten wie Gesundheit und finanzielle Sicherheit unvermittelt fragil. Finanzielle Absicherung durch Versicherungen wird gerade durch Corona, aber auch in der Zeit nach der Pandemie lange in den Köpfen der Bevölkerung bleiben. Insbesondere für die private Altersvorsorge erwarten wir eine steigende Nachfrage: Kunden wissen, dass sie selbst sparen müssen, da der Staat in Zukunft noch weniger Versorgung im Alter gewährleisten wird. Ich sehe es als unsere Aufgabe, Vermittler so zu unterstützen, dass sie die Chancen in dieser Krise für sich und ihre Kunden nutzen können.

Die LV 1871 bei der DKM 2020: www.lv1871.de/durchblick

Bild: © LV 1871

 

Jahresabschluss 2019: LKH auf finanzstarker Basis

Der Landeskrankenhilfe V.V.a.G. (LKH) hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2019 bekanntgegeben und in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass das Unternehmen die Herausforderungen der Corona-Krise bis dato gut gemeistert hat.

Die Herausforderungen der Corona-Pandemie hat der Landeskrankenhilfe V.V.a.G. (LKH) nach Angaben seines Vorstandsvorsitzenden Dr. Matthias Brake bis dato gut gemeistert: Die IT habe unter Einhaltung hoher Sicherheits- und Datenschutzstandards zügig technische Lösungen gefunden, so dass ein flexibles Arbeiten für die Mitarbeiter ermöglicht wurde. Ein neu eingeführtes Tool für digitale Besprechungen und die Möglichkeit für viele Mitarbeiter im Home-Office zu arbeiten, seien sichtbare Zeichen dafür, dass die Digitalisierung spürbar beschleunigt worden sei.

Auf die Herausforderungen habe so flexibel reagiert werden können, weil das Unternehmen ein finanziell stabiles Fundament habe, das mit dem Jahresabschluss 2019 weiter ausgebaut worden sei: Bei den gebuchten Bruttobeiträgen in Höhe von 852,2 Mio. Euro konnte die LKH in 2019 einen Anstieg verzeichnen. Zum Ende des Geschäftsjahres zählte die LKH insgesamt 344.395 versicherte Personen. Die Gesamtkostenquote lag im Jahr 2019 weiterhin deutlich unter dem Marktniveau mit 2,6% (vgl. Markt 2018: 8,7%). Die Verwaltungskostenquote betrug 1,6 %.

Zudem erzielte die LKH eine versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote in Höhe von 18,1% und konnte eine überdurchschnittlich hohe RfB-Quote von 75,3% aufweisen. Der Überschuss lag bei 135,7 Mio. Euro, von denen 125,7 Mio. Euro für die Versicherten in der Rückstellung für Beitragsrückerstattung geflossen sind und somit den Kunden für eine spätere Überschussbeteiligung zur Verfügung stehen.

An den Überschüssen beteiligt die LKH ihre Kunden, um Eigenverantwortung und gesundheitsbewusstes Verhalten zu fördern: Die LKH zahlte im Berichtsjahr insgesamt 62,7 Mio. Euro an Kunden der Krankenvollversicherung als Beitragsrückerstattung zurück. Weitere Anteile an den Überschüssen kamen den Versicherten in Form von Beitragslimitierungen zugute. (ad)

Bild: © Pormezz – stock.adobe.com

 

Netfonds nimmt Versicherungen von germanBroker.net auf

Bisher kooperierten Netfonds und germanBroker.net im Bereich Fondsvertrieb. Neu bietet Netfonds ihren Partnern Zugang zu Sach- und Personenversicherungen des Maklerverbunds. Die Kooperation zahlt insbesondere auf die Sachversicherungsstrategie von Netfonds ein.

Die Netfonds Gruppe stellt ihren Partnern eine Kooperation mit der germanBroker.net AG im Bereich Sach- und Personenversicherung zur Verfügung. Somit erhalten die Netfonds-Partner mit §34d GewO-Anbindung den Zugang zu den Produkten des Maklerverbunds über die bestehenden Prozesse und Vergleichsrechner.

Inkludiert sind die Bereiche gewerbliche und private Sachkonzepte mit Schadenregulierung. Netfonds baut damit den Service im Bereich der Sachversicherungen weiter aus. Bereits zu Beginn des Jahres entschied sich der Pool hierzu ein erweitertes Inhouse-Kompetenzteam aufzubauen.

In die Kooperation fließt auch eine Invaliditätsvorsorge ein. Dabei handelt es sich um das Produkt „BU Solitär Exklusiv“ von germanBroker.net. Der BU-Schutz ist mit verschiedenen Sonderbedingungen ausgestattet. (bh)

Bild: © SimpLine – stock.adobe.com

 

Die GHV wird zur digitalen Versicherungsmanufaktur

Die GHV Versicherung stellt sich komplett neu auf: Künftig trägt das Unternehmen die Markenbezeichnung „Manufaktur“ im Namen und setzt auf digitale Kanäle, um Tierhalter zu erreichen. Um die Digitalisierung des Tiergesundheitswesens voranzutreiben, beteiligt sich die GHV an der Tiergesundheitsplattform Tiegoo. 

Deutschlands ältester Tierversicherer, die GHV Versicherung, setzt auf Digitalisierung und stellt sich entsprechend neu auf. Künftig führt das Unternehmen die Markenbezeichnung „Manufaktur“ im Namen. Im gewerblichen Bereich kommen die Kunden aus der Land- und Forstwirtschaft sowie dem Gartenbau. Für die grünen Berufe entwickelt die GHV individuelle Lösungen und beschreitet mit innovativen Produkten neue Wege. Das Unternehmen mit Sitz in Darmstadt sieht sich auch deshalb als „Manufaktur“, weil es sich beim Geschäft eines Nischenversicherers um ein beratungsintensives Feld handelt.

Kunden auf digitalen Kanälen erreichen

Wo es sinnvoll und möglich ist, will die GHV die Möglichkeiten der Digitalisierung durch Standardisierung nutzen. „Für uns stellt sich bei der Digitalisierung nicht die Frage, ob wir sie im traditionellen Versicherungsgeschäft für notwendig halten, sondern wie schnell wir sie in allen Bereichen des Unternehmens umsetzen können“, betont Hans-Gerd Coenen, Vorstandsvorsitzender der GHV Versicherung. Auch bei den Kunden seien digitale Prozesse nicht mehr wegzudenken. Insbesondere Hunde-, Katzen- und Pferdehalter seien digital unterwegs und aktive Social-Media-Nutzer. „Ein Drittel der über 34 Millionen deutschen Heimtierhalter ist unter 40 Jahre alt. Das birgt ein großes Potenzial, das wir mit unseren Produkten am einfachsten über digitale Kanäle erreichen“, erklärt Coenen. Haustiere werden schnell und einfach online versichert.

GHV beteiligt sich an Tiergesundheitsplattform Tiegoo 

Zugleich investiert die GHV in die Digitalisierung des Tiergesundheitswesens und beteiligt sich am hessischen Start-up Tiegoo. Das Unternehmen bietet eine digitale Tiergesundheitsplattform, die Tierhalter, Versicherer, Tierärzte und -therapeuten vernetzen will. Im Mittelpunkt steht die elektronische Tiergesundheitskarte TiegooCard, auf der sich alle Gesundheits- und Versicherungsdaten des eigenen Tieres speichern lassen. Über die TiegooApp können Tierbesitzer auf die Akte zugreifen und sie ergänzen. Im Notfall können die Daten schnell an den Tierarzt übermittelt werden. Eine Assistance mit Hotline bietet weitere Services wie etwa das Einholen ärztlicher Zweitmeinungen.

Tiergesundheit soll einfacher werden

„Wir sehen in Tiegoo eine ausgezeichnete Ergänzung zu unseren Versicherungsprodukten für Hunde- und Pferdehalter sowie Katzenbesitzer. Krankheiten und Unfälle können Tierbesitzer nicht immer voraussehen, aber wir können dafür sorgen, dass sie in so einem Fall bestens abgesichert sind und einer gezielten Behandlung nichts mehr im Wege steht“, so Coenen. Erste gemeinsame Projekte seien bereits in Planung mit dem Ziel, den Tiergesundheitsmarkt zu digitalisieren und Tierbesitzern das Leben einfacher zu machen. (tk)

Bild: © Drazen – stock.adobe.com

 

Marsh eröffnet neues Büro in Ulm

Jochen Wörz, der über langjährige Erfahrung in der Industrieversicherung verfügt, wird Leiter des neuen Büros von Marsh in Ulm. Neben diesem neuen Standort ist Marsh in Süddeutschland noch in München, Stuttgart und Baden-Baden vertreten.

Der Industrieversicherungsmakler Marsh ist jetzt auch am Standort Ulm vertreten. Das neue Büro ist zentral in der Ulmer Innenstadt gelegen und wird von Jochen Wörz geleitet, der auch Mitglied der Geschäftsleitung von Marsh Deutschland wird. In Süddeutschland ist Marsh bereits seit vielen Jahren mit Büros in München und Stuttgart sowie seit 2016 in Baden-Baden vertreten.

Jochen Wörz, der über langjährige Erfahrung in der Industrieversicherung verfügt, war zuvor 13 Jahre bei einem internationalen Industrieversicherungsmakler in verschiedenen Führungspositionen tätig. Er war zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung unter anderem zuständig für die Betreuung von nationalen und internationalen Industriekunden. (ad)

Bild: © Marsh

 

Ecclesia Gruppe übernimmt SCHUNCK GROUP

Die Ecclesia Gruppe wird Mehrheitsgesellschafterin der SCHUNCK GROUP GmbH & Co. KG, des europaweit tätigen Spezialmaklers für die Logistikindustrie. Albert K. O. Schunck wird als geschäftsführender Gesellschafter die SCHUNCK GROUP weiterhin leiten und bleibt am Unternehmen beteiligt.

Die Detmolder Ecclesia Gruppe setzt ihren Expansionskurs fort und übernimmt die Mehrheit an der SCHUNCK GROUP GmbH & Co. KG, dem bislang inhabergeführten Spezialmakler für die Logistikindustrie. „In unseren vertrauensvollen Gesprächen hat sich schnell herauskristallisiert, dass die Werte und Kulturen beider Unternehmen ideal zusammenpassen. Ein kongeniales Duo für die Zukunft“, unterstreicht Jochen Körner, Holdinggeschäftsführer der Ecclesia Gruppe. Die Marke SCHUNCK habe einen exzellenten Ruf in der Branche und eine mehr als 100-jährige Firmentradition, so Körner weiter. Gemeinsam soll die Marktposition der SCHUNCK GROUP in Deutschland und Europa weiter ausgebaut werden.

Die SCHUNCK GROUP beschäftigt rund 330 Mitarbeiter. Neben dem Hauptsitz in München hat das Unternehmen neun weitere Niederlassungen in Deutschland und ist auch in Österreich, Spanien und Ungarn vertreten.

Albert K. O. Schunck führt Unternehmen weiter

Wie die Unternehmen weiter mitteilten, wird Albert K. O. Schunck als geschäftsführender Gesellschafter zusammen mit den Mitgliedern der Geschäftsführung das Unternehmen weiterhin leiten. Außerdem bleibt er an der SCHUNCK GROUP beteiligt.

„Mit der Ecclesia Gruppe haben wir einen Partner gefunden, mit dem wir uns auf Augenhöhe begegnen und der die traditionsreiche Marke SCHUNCK auch nach meiner beruflichen Tätigkeit fortführt. Gleichzeitig wollen wir die SCHUNCK GROUP noch besser für die Zukunft aufstellen und gemeinsam in unseren Zielkundensegmenten weiterwachsen“, erklärt Albert K. O. Schunck.

Die ebenfalls zur Ecclesia Gruppe gehörende Lutz Gruppe soll in ihrem speziellen Kundensegment weiterhin eigenständig tätig sein.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt.

Bild: © nespix – stock.adobe.com
 

RheinLand Leben verschmilzt mit der Credit Life AG

Die BaFin hat vor kurzem ihre Genehmigung zur Verschmelzung der RheinLand Lebensversicherung AG mit der Credit Life AG - rückwirkend zum 01.01.2020 - erteilt. Die Maßnahme soll das Geschäftsmodell im Bereich Leben verschlanken und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Die RheinLand Lebensversicherung AG wird mit der Credit Life AG rückwirkend zum 01.01.2020 verschmolzen. Beide Gesellschaften sind Unternehmen der RheinLand Versicherungsgruppe. Ziel der Fusion ist es, im Konzernverbund der RheinLand-Gruppe alle Kompetenzen rund um die Lebensversicherung zu bündeln und dadurch die Sparte zukunftsorientiert aufzustellen.Mit dem Erlöschen der RheinLand Lebensversicherung AG gehen alle Rechte und Pflichten auf die Credit Life AG über.

Credit Life ist ein Spezialist für die Absicherung von Zahlungsverpflichtungen biometrischen Risiken. Erfolgreich ist das Unternehmen auch in den Niederlanden, wo seit 2014 eine Niederlassung in Amsterdam besteht.

Die Verschlankung des Geschäftsmodells steht in einer Reihe von strategischen Maßnahmen, mit denen die RheinLand Versicherungsgruppe ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken. Flankiert wird diese Entwicklung laut einer Pressemitteilung durch hohe Investitionen in die Infrastruktur der Konzernverwaltung am Standort Neuss, wo die RheinLand Versicherungsgruppe zu den größten Arbeitgebern zählt. Möglich mache dies ein guter Geschäftsverlauf 2019 und ein trotz krisenbedingter Dämpfer fortgesetzter Wachstumskurs – insbesondere mit großen Partnern wie der BMW Bank und dem niederländischen Assekuradeursverband NVGA. (bh)

Bild: © inimalGraphic – stock.adobe.com

 

Digitale bAV-Beratung: Canada Life kooperiert mit dWERK

Als neuer Kooperationspartner von dWERK ist Canada Life nun auf deren digitaler Video-Beratungsplattform zur Arbeitnehmerberatung in der betrieblichen Altersversorgung (dBAV) vertreten. dWERK ermöglicht mit dBAV eine effiziente Beratung auch größerer Kollektive.

Canada Life verstärkt die digitale Beratung zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) und kooperiert mit dWERK. Ab sofort ist der Lebensversicherer auf deren digitaler Video-Beratungsplattform zur Arbeitnehmerberatung in der betrieblichen Altersversorgung (dBAV) zu finden. Mit der Plattform ermgölicht dWERK eine effiziente Beratung auch größerer Kollektive durch weniger Organisations-, Vor- und Nachbereitungsaufwand.

Vermittler können den interaktiven dBAV-Video-Player verwenden, in dem ein virtueller Moderator vollumfänglich und rechtskonform zur bAV berät. Arbeitnehmer haben in dBAV die Möglichkeit, sich individuelle Angebote inklusive Steuer- und SV-Ersparnis berechnen zu lassen und den Vertrag online abzuschließen. Auch eine automatisierte Dokumentation wird bereitgestellt. Damit will dbAV Arbeitgeber und Personalabteilungen entlasten, da sich Beschäftigte individuell und zu Hause beraten lassen können.

„Wir freuen uns, dass wir als bAV-Anbieter bei dWERK mit an Bord sind. Die digitale Video-Beratung erleichtert Vermittlern die bAV-Beratung, besonders wenn es um größere Kollektive geht. Sie eröffnet ihnen gerade in der Corona-Pandemie neue Wege zum Kunden – physische Termine fallen derzeit doch nahezu komplett weg. Das zeigt einmal mehr, wie zukunftsweisend digitale Beratungstools sind“, unterstreicht Markus Drews, CEO Canada Life Deutschland.

Wie der Versicherer mitteilt, können sich an dWERK interessierte Vermittler bei Canada Life an die Direktionsbeauftragten bAV wenden. (tk)

Bild: © ipopba – stock.adobe.com

 

„Kunden sollen Versicherung bei uns komplett neu erleben“

Die Gothaer startet im Jahr ihres 200-jährigen Bestehens mit der Strategie Ambition 2025. Dazu gehört etwa, die Partnerschaft mit dem Mittelstand auszubauen, Kunden und Vertrieb zu unterstützen sowie die Produktwelt in neue Dimensionen zu überführen, wie Oliver Schoeller (l.), CEO, und Oliver Brüß (r.), Vertriebsvorstand der Gothaer Versicherungen, im Interview erläutern.

Herr Schoeller, die klassischen 100 Tage sind es noch nicht, aber wie waren denn die ersten 60 Tage als Gothaer CEO?

Oliver Schoeller: Sehr intensiv und sehr spannend. Zwei Themen standen im Fokus: zum einen die Corona-Krise. Hier hat sich gezeigt, wie schnell Risiken die Gesellschaft und Märkte verändern können. In dieser Situation hat die Gothaer einmal mehr bewiesen, wie wichtig eine solide Basis, aber vor allem auch Agilität und Unternehmertum sind, um dynamisch auf eine solche Situation zu reagieren. Zum anderen haben wir in den letzten Wochen unsere neue Strategie Ambition 2025 finalisiert und damit die Weichen für die kommenden fünf Jahre gestellt. Das waren intensive Diskussionen mit vielen kreativen Ideen, die die ersten 60 Tage stark geprägt haben.

Warum haben Sie auch das Kompositgeschäft übernommen?

Oliver Schoeller: Aktuell liegen die Verantwortung für den Konzern und den größten Risikoträger der Gothaer in der Tat in einer Hand. Diese Konstellation ist in diesen besonderen Zeiten sinnvoll. Die Gothaer Allgemeine ist einer der großen Gewerbe- und Mittelstandsversicherer in Deutschland. Unsere Kunden stehen gegenwärtig vor großen Herausforderungen. Da ist es von Vorteil, wenn die Kundenbedürfnisse an der Konzernspitze aufgehängt, verstanden und in Lösungen übersetzt werden. Wie wir uns in diesem Bereich langfristig aufstellen, entscheiden wir in den kommenden Monaten.

Nun zur neuen Strategie. In welche Richtung wird es gehen?

Oliver Schoeller: Wir setzen klar auf Wachstum. Dabei wollen wir unsere Position als Partner des Mittelstands weiter stärken und unsere Kunden in einer komplexer werdenden Welt begleiten. Wir werden dabei unsere Wertschöpfung deutlich erweitern. Kunden erwarten in der Zukunft nicht nur, dass wir Risiken decken, sondern dass wir helfen, sie zu verstehen, sie präventiv vermeiden und bei Risikoeintritt unterstützen, die Folgen zu bewältigen. Das Spektrum von Versicherungen wird damit viel größer. Hier werden wir unsere Stärken weiter ausbauen. Im gesellschaftlichen Zusammenhang geht es uns um Nachhaltigkeit und die Auswirkungen unseres Tuns auf künftige Generationen.

Herr Brüß, welche Weichenstellungen gibt es denn in der Strategie mit Blick auf den Vertrieb?

Oliver Brüß: Der Vertrieb und das gemeinsame Engagement für unsere Kunden sind Kernelemente unserer Strategie. Gemeinsam mit unseren Vertriebspartnern wollen wir uns noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Kunden im Mittelstand ausrichten und ihnen ganzheitliche Lösungen für die künftigen Herausforderungen bieten – natürlich mit entsprechender digitaler Unterstützung in der Beratung, aber auch bei der Anbindung unserer Partner.

Zwingt Sie die Covid-19-Krise nicht bereits zu Anpassungen?

Oliver Brüß: Corona hat in der Tat einiges verändert und dem Thema Digitalisierung einen echten Schub gegeben. Viele Kunden und Vermittler haben ihre Scheu vor Instrumenten wie Videoberatung verloren. Gerade bei einfacheren Themen werden sich die entsprechenden Tools jetzt etablieren, da Termine viel flexibler und mit geringerem Zeitaufwand stattfinden können. Das Gleiche gilt für Online-Schulungen und Webkonferenzen mit unseren Partnern.

Was denken Sie, wie geht das Geschäftsjahr zu Ende?

Oliver Brüß: Eine genaue Prognose können wir seriös heute noch nicht abgeben. Die Pandemie wird sich sicher auf die Schadenquoten auswirken – insbesondere in der Sachversicherung im Bereich Veranstaltungsausfall- und Betriebsschließungsversicherungen haben wir umfangreiche Zahlungen an unsere Kunden geleistet. Gleichzeitig sehen wir Druck auf die Prämieneinnahmen, insbesondere die der Lebensversicherung. Kunden sind in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Gesamt­situation beim Neuabschluss verständlicherweise zurückhaltend. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir auch im Jahr unseres 200-jährigen Bestehens einmal mehr ein gutes Ergebnis erreichen werden.

Wenn wir die Strategie etwas herunterbrechen, welche Produkte und Neuerungen werden im Fokus stehen?

Oliver Brüß: Der Schwerpunkt Mittelstand spiegelt sich auch in unseren Produktneuheiten wider: Vor Kurzem haben wir in der Sachversicherung unseren modular aufgebauten Versicherungsschutz für KMU Gothaer GewerbeProtect umfangreich erweitert. Beispielsweise wurden die Grunddeckungen erweitert und mit Umsetzung der E-Unterschrift der Beratungsprozess weiter digitalisiert. Ebenso haben wir unser Angebot im Bereich bAV optimiert und beispielsweise eine 100%-ige Beitragsgarantie für alle Konstellationen eingeführt.

Aktuell stehen wir vor dem Launch eines Portals, das unsere Vertriebspartner bei der Beratung von Unternehmen zum Thema bAV und Arbeitgeber bei der Verwaltung der bAV- und bKV-Verträge ihrer Mitarbeiter unterstützt. Damit haben wir noch eine Alleinstellung im Markt. Und in der bKV führen wir gerade einen arbeitgeberfinanzierten Budget-Tarif für weniger als 10 Euro monatlich ein, der ab fünf Personen ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden kann.

Sie haben erwähnt, dass Produkte über den Versicherungsschutz hinausgehen werden.
Was wird man hier sehen?

Oliver Brüß: Die Branche ist klar im Umbruch. Über das reine Produkt ist eine Differenzierung immer schwieriger. Unser Ziel ist es, dass unsere Kunden die Kraft unserer Gemeinschaft spüren und Versicherung komplett neu erleben – durch ein hohes Maß an Einfachheit in unseren Produkten, Convenience in unseren Services und ganz klar Menschlichkeit in der Interaktion. Wir setzen auf unsere Vertriebspartner als zentralen Wert in der Kundenbeziehung. Klar ist aber, dass wir uns nicht auf den reinen Risikotransfer reduzieren können. Hier kommen Ökosysteme ins Spiel – Services mit Partnern neu vernetzen.

Aber wie können Vertriebspartner daran partizipieren?

Oliver Brüß: Über diese umfassende Hilfestellung, die Oliver Schoeller gerade beschrieben hat, können sich auch unsere Vertriebspartner noch besser als Partner ihrer Kunden positionieren und haben dadurch ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal. Und sie werden von der noch stärkeren Digitalisierung unserer Prozesse profitieren. Die Anbindung wird einfacher, Schnittstellen werden standardisiert, Prozesse beschleunigt. Hier gehen wir unseren Weg konsequent weiter, bei BiPRO sind wir ja schon länger einer der Vorreiter.

Nachhaltigkeit haben Sie als gesellschaftliches Thema angesprochen. Ist es auch ein willkommenes Thema?

Oliver Brüß: Nachhaltigkeit gehört zu den existenziellen Fragen unserer Zeit. Wenn wir das Thema heute nicht angehen, werden zukünftige Generationen fragen, warum. Für die Gothaer ist die Frage nach unserem Beitrag für die Gemeinschaft Teil unserer 200-jährigen Geschichte. Wir haben in den 1990ern begonnen, Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu versichern, und sind in diesem Bereich die Nummer eins in Europa. Wir haben parallel 1 Mrd. Euro in diesem Segment investiert und haben schon 2018 damit begonnen, unsere Kapitalanlage auf ESG-Kriterien auszurichten. Zudem gehen wir als Unternehmen gerade deutliche Schritte in Richtung Klimaneutralität. Unsere Hauptverwaltung in Köln ist seit Mitte des Jahres CO2-neutral, die übrigen Standorte werden folgen. Nachhaltigkeit wird auch zu einem wichtigen Entscheidungskriterium für Kunden und für junge Talente.

Wo wird das Thema die Branche und die Gothaer hinführen?

Oliver Brüß: Wir haben beim Thema Nachhaltigkeit mehrere Hebel: als großer Kapitalanleger, als Unternehmen mit 4.800 Mitarbeitern, aber auch als Partner unserer Kunden. Erste Ansätze haben wir mit einer klimaneutralen Kfz-Versicherung und Rabatten für Elektro- und Hybridfahrzeuge gemacht, aber da gibt es noch viel Raum für größere Ideen und Konzepte.

Dieses Interview lesen Sie auch in AssCompact 09/2020 und in unserem ePaper.

 

Stuttgarter strafft Konzernstruktur

Die Stuttgarter Versicherungsgruppe hat ihre Konzernstruktur vereinfacht und ihre Lebensversicherungstöchter DIREKTE LEBEN und PLUS Lebensversicherungs AG verschmolzen. Die fusionierte Gesellschaft firmiert unter dem Namen DIREKTE LEBEN Versicherung AG.

Die Stuttgarter Versicherungsgruppe verschlankt die Struktur des Konzerns: Die Unternehmenstöchter DIREKTE LEBEN Versicherung AG und PLUS Lebensversicherungs AG wurden verschmolzen. Wie der Versicherer mitteilt, ist die Eintragung im Handelsregister im August 2020 erfolgt. Die neue Firmierung des verschmolzenen Lebensversicherers lautet DIREKTE LEBEN Versicherung AG. „Für die Versicherungsnehmer der beiden ursprünglichen Gesellschaften ist die Verschmelzung ein Gewinn“, unterstreicht Frank Karsten, Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Versicherungsgruppe. „Durch die Verschmelzung ist einer der finanz- und eigenkapitalstärksten Lebensversicherer entstanden. Gleichzeitig profitieren unsere Kunden von den mit der Verschmelzung realisierten Effizienzgewinnen.“

DIREKTE LEBEN erweitert Produktpalette

Die DIREKTE LEBEN, Spezialist im Bereich der Sterbegeldversicherung, baut zum Januar 2021 sein Produktportfolio um ein Angebot im Bereich „Neue Klassik“ aus. Dabei handelt es sich um eine klassische Private Rentenversicherung mit reduzierten Garantien. Laut Stuttgarter zeichne sich das Produkt durch eine attraktive Überschussbeteiligung aus.

Vertrieb über Vermittler

Der Vertrieb aller Produkte der DIREKTE LEBEN erfolgt über Kooperationspartner und unabhängige Vermittler. Hierdurch verspricht sich die Gesellschaft in den nächsten Jahren ein deutliches Wachstum im Neugeschäft. (tk)